Junges Pferd lässt sich nicht führen

Diskutiere Junges Pferd lässt sich nicht führen im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo :) Ich habe ein Problem, und zwar lässt sich mein Pferd nicht mehr führen. Er ist nun 3,5 und seit zwei Wochen bei mir. Ich weiß das er in...
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Gina25

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Hallo :)

Ich habe ein Problem, und zwar lässt sich mein Pferd nicht mehr führen. Er ist nun 3,5 und seit zwei Wochen bei mir. Ich weiß das er in einer Trotzphase ist und mir in dieser kurzen Zeit auch noch nicht vertrauen kann. Deshalb würde ich ja gerne
Vertrauensübungen und allgemein Bodenarbeit mit ihm machen, aber ich bekomme ihn nicht vom Paddock geführt.
Die ersten Male die ich es probiert habe, lief alles reibungslos, er ist mir brav gefolgt.
Nun wurde er jedoch in die Jungpferdeherde integriert und bleibt seitdem nach dem aufhalftern stur stehen. Er bewegt sich keinen Schritt, egal was ich mache. Selbst wenn ich eine Gerte dabei habe, und ihn damit leicht antippe oder auch den Druck mal verstärke, passiert nichts.
An sich kennt er das führen ja, ich muss es ihm also nicht groß beibringen, er meint einfach nur aus Trotz sich dagegen wehren zu müssen.
Ich zwinge ihn natürlich zu nichts und versuche es auch nie mehr als ein paar Mal, damit ich ihn nicht überfordere.

Hat hier jemand das gleiche Problem mit seinem "Teenie" gehabt und kann mir ein paar Tips geben wie ihr das wieder hinbekommen habt?

LG Gina
 
29.12.2014
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
K

Koschi93

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Hey und erst mal willkommen im Forum,

nun zu deiner Frage.
So etwas wie Trotz ist eine menschliche Eigenschaft, aber Tiere tun etwas nicht aus Trotz. Es muss eine Ursache geben, die dieses Verhalten auslöst. Ist er den noch Hengst bzw. welches Geschlecht hat dein Pferd den?

Was machen den die anderen Pferde wen du auf die Koppel kommst? Und wie genau verhält sich dein Pferd, bleibt er einfach nur stur stehen, legt er die Ohren an etc.? Bleibt es einfach nur stehen oder sieht es nach den anderen? Wie genau wurde er den aufgezogen also in welchem Alter wurde z.B. das Führen trainiert?

Mein Jüngstes das ich derzeit betreue kam mit 4 zu uns auf dem Hof, Wallach und roh. Die ersten Male ist er immer super mitgekommen, irgendwann nicht mehr.Der Gute hatte bis dato so etwas wie Führen nicht gelernt. Wir vermuten das er damals einfach nur aus Neugierde mitkam.


Leider finde ich so etwas immer schwierig zu beurteilen weil einfach jedes Pferd unterschiedlich ist. Es kann sein, dass er zu einem Kleber wird, der einfach von der Herde nicht weg geht/will. So etwas müsste anders angegangen werden als z.B. ein Pferd das aufgrund fehlendes Trainings den Menschen nicht versteht oder z.B. das Halfter reibt.

Allgemein kann ich sagen das Geduld meiner Meinung nach immer der Schlüssel zum Erfolg bei jungen Pferden ist. Du sagst er ist erst seit zwei Wochen bei dir. Vllt. traut er dir einfach noch nicht genügend. Hier kann man auch innerhalb der Herde arbeiten und zu einem Teil dieser werden.

Viel Glück und Spaß noch mit deinem Pferd :)
 
G

Gina25

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Danke für die Antwort :)

Also er ist Wallach. Naja also sagen wirs so, ich bin davon ausgegangen dass er es kennt geführt zu werden, denn als er gebracht wurde klappte das ja auch, aber vielleicht war es tatsächlich einfach nur Neugierde.. da muss ich bei der Vorbesitzerin nochmal nachharken :)
Gearbeitet wurde bisher mit ihm auch noch null.
Also ich denke nicht das er zum Kleber wird, denn er beachtet die anderen nicht wirklich, wird von der Stute auch noch rumgescheucht :/
Das Ding ist, das ich mit ihm auf dem Paddock nicht gut arbeiten kann, da die beiden anderen ständig an mir kleben. Wenn ich ihn halfter, beißen die in den Strick, versuchen ihn auch immer wegzudrängen, stehen mir einfach immer im Weg rum..
Wenn ich die anderen dann mal los bin, stellt er sich auch echt gut an, ist auch lernwillig. Nur das Führen, oder sagen wir eher das los gehen, ist seit ein paar Tagen der Knackpunkt.
 
Bec

Bec

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Wie wärs wenn du dir eine andere Person mitnimmst, die einen Kumpel von ihm mit vom Paddock führst, ihr also gemeinsam 2 Pferde holt. Hast du sowas schonmal probiert?
 
ShiGi

ShiGi

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Einen Fehler, den viele machen, wenn das Pferd nicht mitkommen will, ist, es nach vorne ziehen zu wollen. Das artet aber nur in ein Tauziehen aus und wer da der Stärkere ist, muss ich wohl nicht erwähnen ;)
Deshalb sollte man Pferde, die nicht mitkommen wollen, immer in einer Kurve los führen. Also z.B. nach vorne links los laufen statt gerade aus.

Da du nicht weißt, ob er das Führen jemals richtig gelernt hat, solltest du jeden richtigen Ansatz loben. Du gehst los, er macht einen Schritt -> loben und Pause. Das machst du ein paar mal und das ist anfangs die gesamte Übungseinheit.

Was auch helfen kann, ist ihn weichen zu lassen. Am einfachsten ist es, die Hinterhand wegzuschicken. Dadurch löst du sein Stillstehen und er wendet sich automatisch dir zu. Ob es sinnvoller ist, sofort aus dieser Seitwärtsbewegung loszulaufen oder ihm erst eine Pause zu gönnen, hängt vom Pferd und der Situation ab.

Die anderen Pferde musst du dafür eben wegschicken.
Bevor du mit deinem Wallach anfängst zu üben, müssen die anderen verstanden haben, dass sie weg bleiben sollen, bis du sie wieder einlädts. Ansonsten musst du auf zu viele Pferde achten und um deinen Wallach herum passiert zu viel, sodass jedlicher Übungseffekt verloren geht.
 
Michse89

Michse89

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Ich würde auch das grade aus führen unterlassen und kurven, Kreise und schlängellinien gehen. Ich denke ansonsten wirst du eventuell bald arge Probleme mit "kleben" bekommen und er will seine Herde gar nicht mehr verlassen wenn er oft genug damit durch kommt.
Ich würde die nächste Zeit einfach nur das führen üben. Vllt anfangs mit einem anderen Pferd was jmd anderes führt.

Ohne danach groß was zu machen. Das führen würde ich so neutral wie möglich erstmal beibringen, sprich keine großen Anforderungen danach haben. Erstmal auf der Koppel bleiben, drum rum führen wobei kein anderer mit darf, so was halt

Ich verwende dazu immer meinen drei Meter Strick, wenn meine RB meint ne runde diskutieren zu müssen (11 Jahre und auch so gut wie roh) lasse ich sie am Strick weiter zappeln bis sie mit bekommt das ich mich davon nicht beeindrucken lasse

Jetzt, wo er Vllt auch grade mal, Anschluss gefunden hat, ist Natürlich alles besser als dem menschlein zu folgen ;)
 
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Gina25

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Befolge jetzt den Rat und beginne ihn aus Biegungen herauszuführen :) klappte gestern ganz gut, nach ein zwei schritten habe ich ihn gelobt und werde versuchen das dann weiter zu steigern.
Danke für die Hilfen :)
 
Firewire

Firewire

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Da du nicht weißt, ob er das Führen jemals richtig gelernt hat, solltest du jeden richtigen Ansatz loben. Du gehst los, er macht einen Schritt -> loben und Pause. Das machst du ein paar mal und das ist anfangs die gesamte Übungseinheit.
Ich würde sogar eventuell noch kleiner Anfangen, zumindest, falls Herr Pferd sich nochmal komplett weigert. Oft ist es nämlich schon scher überhaupt einen Schritt herauskitzeln zu können, weshalb ich immer schon beim kleinsten Ansatz sich überhaupt vorwärts zu bewegen belohnen würde. Pferdchen verlagert Gewicht nach vorne -> Feeeeeeeein. Daraus wird ein Schritt, daraus zwei etc. Kenn ich aus dem Clickertraining so, hat sich bisher immer gut bewährt.
 
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Koschi93

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Das mit dem Loben würde ich aber nicht unbedingt so übertreiben. Klar ein kleiner Ansatz ist lobenswert, aber hier kommt eben das Aber ;)
Mein Dicker z.B. ist ein eher minimalistisch veranlagtes Tier. Kein großes Drama machen. Einfach weiter machen. Lobe ich ihn ständig versteht er die Welt nicht mehr. Das Muskelanspannen als Teil eines Schrittes zu loben würde ihn dazu bringen einfach stehen zu bleiben.
Wen hier das Problem beim „Anlaufen“ liegt dann den ersten Schritt, dass durchbrechen der Blockade loben.
Zu wenig Lob ist schlecht, zu viel Lob auch. Auch muss das Lob an sich erstmal ausprobiert werden. Bei mir ist es lediglich ein kurzes tiefes „Fein“. Reicht dem Dicken vollkommen. Er weiß, dass genau hier der Knackpunkt liegt. So hat das bis jetzt auch mit den Pferden funktioniert die noch nie wirklich geführt worden sind. Ein großes Drama um den ersten Schritt zu machen ist immer zu viel. Dies hat jedenfalls meine Erfahrungen gezeigt.

Die Sache mit dem „über eine Wendung das Laufen in Gang bringen“ funktioniert meistens super. Teils hat es bei mir auch gut funktioniert wenn ich in diesem Sinne meine „Kurven“ immer weiter vergrößert habe. Alles in Ruhe und nach dem Anlaufen mit einem kurzen Lob. Aber auch die Körpersprache eines Menschen führt oft zu „Fehlinterpretationen“ eines Pferdes. Gehe ich mit gebückter Haltung würde mir mein Pferd einen Vogel zeigen :D Da läuft er nicht. Ein wenig Körperspannung und der gute Herr hört wie eine eins. Pferde sind hier eine sehr feingestimmte Antenne sowie etliche anderen Tiere auch und belügen kannst du die nicht ;)


 
Firewire

Firewire

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Wie gesagt, ich kenne es aus dem Clickertraining so und bin damit gut gefahren. Zum Beispiel hatte ich auch mal ein Pferd zu führen, dass sich keinen einzigen Millimeter bewegt hat, aus der Wendung heraus erst recht nicht. Das ist immer einen Schritt Rückwärts, statt vorwärts. Den Moment des Vorwärtsimpulses gelobt (muss ja nicht immer das allergrößte Lob sein, einfach nur eine kleine, liebevolle Motivation reicht ja schon) und des Rückwärts ignoriert, schon hat es gemerkt, was sich eher lohnt.

Außerdem meinte ich das ja eben für solch einen Fall wo echt gar nichts mehr geht :)
 
Rody

Rody

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Hey,

mein Hengst ist gerade auch 3,5j. Habe ihn jetzt die 3te Woche aus der Hengstherde zurueck.

Erwarte nicht zuviel von deinem und Uebe nicht im freien Gelaende, sondern gehe dafuer in die Halle oder auf einen eingezauenten Platz.

Die Probleme behebst du von ganz alleine mit konsequenter, fairer und einfuehlsamer Bodenarbeit. Wenn die Basics geschliffen sind, klappts auch mit dem Rest.

Fuehren, Rueckwaertsrichten, Seitenwechsel, stehen.

Viel Erfolg
:D
 
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Junges Pferd lässt sich nicht führen

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