Silvesterangst ! keine Spaziergänge möglich?

Diskutiere Silvesterangst ! keine Spaziergänge möglich? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, Mausi hat ja Angst bei knallerei, seit heute knallt es hier vermehrt und man merkt ihr schon an das es ihr unwohl ist. Seit...
puscheline

puscheline

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Hallo ihr Lieben,
Mausi hat ja Angst bei knallerei, seit heute knallt es hier vermehrt und man merkt ihr schon an das es ihr unwohl ist. Seit heute Mittag lass ich sie auch nicht mehr von der Leine, ebend bei der letzten Pipirunde war sie deutlich gestresst wollte nicht mal mit ihrem Ball spielen geschweige denn Futter
suchen. Sie steht ganz angespannt aber zittrig an den Hinterbeinen und lauscht ob es irgend wo knallt (es knallt aber erst in weiter Ferne unsere Runde ist ganz ruhig) von zu Hause weg wollte sie nicht unbedingt, sie schlich halt an meinen Beinen mit.
Als es endlich Richtung Heimat ging konnte sie plötzlich wieder schneller laufen;) kurz vor der Haustür ging sie richtig in die Leine:(
Ich bin mir nicht ganz sicher wie ich reagieren soll und ob ich überhaupt richtig Spatzieren gehen kann/sollte (wollte morgen Vormittag noch ne große Runde übers Feld drehen). Soll ich bis der Spuk vorbei ist nur noch kurz vor die Tür mit ihr?
Als sie ebend unbedingt zur Haustüre wollte, bin ich halt jedesmal stehen geblieben wenn sie in der Leine hing, sie kam dann von selbst zu mir und ich bin weiter gegangen. Was würdet ihr machen? Ich will sie nicht irgendwie in ihrer Angst bestätigen :eusa_think:

Hoffe Ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben.

Guten Rutsch und alles Gute für 2015 wünsch ich euch:109:
 
31.12.2014
#1
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Catnip

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Huhu,

ich handhabe das momentan mit meinem Hund so, dass ich auch nur kleinere Runden laufe bzw dort und zu Uhrzeiten, wenn sonst keiner oder nur wenige Menschen unterwegs sind. Das wird allerdings auch sicher nicht bei jedem möglich oder machbar sein..
Geh am besten so weit, wie sich deine Hündin traut bzw du dich mit ihr traust. Wenn ihr zu weit weg seid und sie sich dann mal richtig erschreckt, muss sie die ganze Strecke schließlich wieder zurück, das stelle ich mir für euch beide äußerst blöd vor :/ Dann doch lieber in der Nähe der Haustür bleiben und dort vielleicht ein paar Male dran vorbei laufen. Dann müsst ihr schauen, dass ihr euch in der Wohnung einfach ein bisschen mehr beschäftigt, also wenn ihr die körperliche Auslastung einschränkt, z.B. die geistige mehr fördern.

Das klappt bei uns auch recht gut, wir haben hier nebenbei den Fernseher laufen, damit ein paar ablenkende, normalere Geräusche dabei sind und ein bisschen mehr Suchspiele in der Wohnung bzw Spielchen mit Leckerlis. Da können die Knaller auch mal kurz ausgeblendet werden ;)
Draußen mache ich das seit heute Morgen auch lieber so, dass ich Diego sowohl das Halsband, als auch das Geschirr um lege und mit der Leine verbinde, einfach für den Fall der Fälle. Nur das Halsband wäre mir zu unsicher, falls er mal losspringt oder so, und nur das Geschirr bringt bei ihm in Schreckmomenten nichts, da zieht er mich eher mit. Vielleicht wäre das bei euch ja eine Überlegung wert.
Ansonsten versuche ich, Diego so viel wie möglich mit Leckerchen draußen abzulenken, das klappt bei dem Vielfraß auch wirklich gut. Auf andere Menschen in unserer Nähe achte ich besonders und laufe notfalls einen anderen Weg, da mir hier viel zu viele übermütige Spaßvögel rum rennen.. lassen gern mal beim Laufen unauffällig einen Böller fallen, auch neben Fußgängern :?

wollte nicht mal mit ihrem Ball spielen geschweige denn Futter suchen
Ich persönlich würde mich zumindest morgen auch mehr drauf konzentrieren, einfach nur ruhig zu laufen und eben vielleicht aus der Hand mit Leckerchen abzulenken, aber nichts was wie Böller und co auf dem Fußboden liegen könnte - nicht, dass da noch was gefuttert wird..

Ich drücke mal ganz doll die Daumen und wünsche ebenfalls einen guten Rutsch!
 
suno

suno

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Hallo,
also meine erste Antwort was heute , morgen und über Morgen betrifft: nur das Notwendigste rausgehen, immer an der Leine und durchhalten...


Meine Hunde sind das was man Schussfest nennt.....ich muss eher aufpassen , dass sie nicht die Böller oder Raketen jagen,....

Ihr müsst das Jahr über daran arbeiten...Es ist nunmal so, dass Geböllert wird....

LG Suno
 
M

miwok

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Wir fahren mit den Hunden in den Wald oder auf die Felder in diesen Tagen.
Vll. hast du ein Auto und kannst solche ruhigen Stellen in deiner Umgebung aufsuchen?
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Mein Ringo fürchtet sich auch extrem vor Feuerwerk, er ist schon seit jeher ein extremer Geräusch-Schisser.
Wirklich, er fürchtet sich z.B. auch unglaublich vor Gewitter, Husten (nur von Fremden), Schluckauf (egal bei wem) dem Knacken von der Heizung, Fliegenklatschen, allgemein wenn etwas runter fällt, den Windowsgeräuschen vom PC oder davor wenn ich den Stecker für die Kopfhörer in den Laptop stecke (nur die Kopfhörer, das Ladekabel ist okay :roll:).

Wenn er erstmal in Panik ist geht es soweit, dass er auch mal bis zu 20min irgendwo zitternd in der Ecke sitzt und nicht ansprechbar ist (nicht zu einem kommt, nicht auf Stimme reagiert, kein Leckerchen nehmen würde). Draußen versucht er dann wegzulaufen und will bedingungslos nach Hause.

Desensibilisierungsversuche scheitern da er in seiner Angst nicht ansprechbar ist, und schafft man es mal an ihn ran zu kommen tritt offenbar kein Lerneffekt ein und am nächsten Tag ist man wieder bei Null. Zudem wechseln die Dinge vor denen er sich fürchtet teilweise aus mir unerklärlichen Gründen.

An Sylvester verweigert er manchmal komplett vor die Tür zu gehen wenn er Knaller gehört hat, er stemmt einfach alle vier Pfoten in den Boden und rührt sich keinen Millimeter.
Ich fahre am 31. und am 1. auch immer extra raus aus der Stadt damit wir irgendwo gehen können wo es ruhig ist. Manche Jahre hat das geklappt, manche nicht (z.B. weil er auf dem Weg vom Haus zum Auto einen Knaller gehört hat und sich dann eben einfach nicht wieder wirklich beruhigen kann).
Teilweise hält er dann lieber zwei Tage an der Trottel (hab ihn auch schon Nachts heimlich in unserem Miethaus in den Hinterhof gelassen damit er sich dort lösen kann, da war es wenigstens still und er musste sich nicht vom Haus entfernen).

Es ist besser geworden seit er älter geworden ist, aber wirklich gut wird es wohl nicht mehr (er ist 12).
An Sylvester bleiben wir immer zuhause, denn wenn er woanders Panik hat ist es sicher noch schlimmer für ihn :(
Ich bin immer froh wenn die Knallerei wieder vorbei ist, nehme allerdings Ringos Angst mittlerweile eher gelassen. So ist er eben und es wird sich nicht mehr ändern, ich ignoriere ihn inzwischen wenn er sich irgendwo versteckt und (offenbar) allein sein möchte und hoffe, dass er sich schnell wieder beruhig und wir vielleicht doch in den nächsten 24 Stunden nochmal vor die Tür gehen können ;)

Trotz allem wünsche ich euch und euren Angst-Hunden einen guten Rutsch, zum Glück ist es ja auch übermorgen dann wieder vorbei ;)
 
puscheline

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Danke für eure Antworten,
Ich werde es gleich mal versuchen mit dem Auto raus zu fahren, der Hund wird natürlich doppelt gesichert und die folgenden Pipirunden werden sich nur dadrauf beschränken hinterm Haus auf und ab zu gehen.
Ihr müsst das Jahr über daran arbeiten...Es ist nunmal so, dass Geböllert wird....
Ich hab ja schon zur WM gemerkt das sie böllern schrecklich findet, hab dan angefangen Knallergeräuche aus dem Internet abzuspielen was sie überhaupt nicht interessiert hat:eusa_think:
Was meinst du wie wir dran arbeiten sollen?
Ich bin da ja zum Glück nich so empfindlich und bemitleide sie nicht wenn sie schiss hat, ich kann ja eh nichts dran ändern das es böllert. Aber ich überlege ob es nicht auch blöd ist sie mit ihrer Angst allein zu lassen, ich verhalte mich ganz normal als währe nichts besonderes, aber fühlt sie sich dann vielleicht von mir im Stich gelassen?
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Ich bin da ja zum Glück nich so empfindlich und bemitleide sie nicht wenn sie schiss hat, ich kann ja eh nichts dran ändern das es böllert. Aber ich überlege ob es nicht auch blöd ist sie mit ihrer Angst allein zu lassen, ich verhalte mich ganz normal als währe nichts besonderes, aber fühlt sie sich dann vielleicht von mir im Stich gelassen?
Der Tipp den Hund zu ignorieren wenn er sich fürchtet wird oft gegeben, aber ich verstehe deine Bedenke und muss sagen ich teile sie in gewisser Weise auch.

Wenn der Hund in seiner Angst Nähe sucht finde ich man kann diese auch ruhig gewähren.
Ich habe selbst jahrelang unter einer schlimmen Angsterkrankung gelitten und in meinem Erleben wurde es oft besser, wenn umstehende Person ruhig waren und im Notfall auch Zuneigung angeboten haben.
Andersrum ist es mir auch oft passiert, das Personen um mich rum abweisend waren und einfach verlangt haben ich solle weiter "funktionieren" und mich nicht anstellen. Durch den Druck ist es dann meistens sogar schlimmer geworden.

Ich denke unsere Hunde funktionieren da gar nicht so anders als wir Menschen. Klar muss man nicht jedes Mal drauf eingehen nur weil der Hund sich mal etwas erschreckt hat. Aber wenn wirklich Panik herrscht und es in der Sitatuion gerade nicht möglich ist sich langsam an das angstauslösende Objekt heranzutasten, dann finde ich es schon okay auch für den Hund da zu sein wenn er sich fürchtet.

Ich hab ja schon zur WM gemerkt das sie böllern schrecklich findet, hab dan angefangen Knallergeräuche aus dem Internet abzuspielen was sie überhaupt nicht interessiert hat:eusa_think:
Was meinst du wie wir dran arbeiten sollen?
Sowas habe ich auch schon alles probiert. Mein Hund reagiert auch nicht auf Tonaufnahmen, draußen allerdings schon auf z.B. das kleinste Gewittergrollen.
Ich finde es auch sehr schwierig, da man meistens keine Chance hat sich der angstauslösenden Situation in kleinen Schritten zu nähern.
 
puscheline

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Also den Spaziergang auf den Feldern musste ich nach 10 min wieder abbrechen, Mausi reagierte auf jedes kleine Geräusch und wenn es nur ein Vogel inden Büschen war. Bei der Knallerei sucht sie leider nicht meine Nähe, sie will nur unbedingt zum Auto oder zur Haustür zu Hause angekommen flüchtet sie unters Bett. Gewitter stört sie irgendwie überhaupt nicht wenn sie sonst vor irgendwas Angst hat, orientiert sie sich schon an mir und ich kann ihr zeigen das von den Dingen die sie fürchtet keine Gefahr ausgeht.
Ich versuch später mal mit ihr ein paar Spielchen in der Wohnung zu machen und geh zum Pipi nur kurz hinters Haus ansonsten lass ich sie einfach in Ruhe.
 
Hundefreundin12

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Der Tipp den Hund zu ignorieren wenn er sich fürchtet wird oft gegeben, aber ich verstehe deine Bedenke und muss sagen ich teile sie in gewisser Weise auch.

Wenn der Hund in seiner Angst Nähe sucht finde ich man kann diese auch ruhig gewähren.
Ich habe selbst jahrelang unter einer schlimmen Angsterkrankung gelitten und in meinem Erleben wurde es oft besser, wenn umstehende Person ruhig waren und im Notfall auch Zuneigung angeboten haben.
Andersrum ist es mir auch oft passiert, das Personen um mich rum abweisend waren und einfach verlangt haben ich solle weiter "funktionieren" und mich nicht anstellen. Durch den Druck ist es dann meistens sogar schlimmer geworden.
Hallo.
Das Problem hatte ich damals auch, und es ist ebenfalls dadurch besser geworden, wenn ich in der Situation mit ruhigen Personen unterwegs war!

Meine Hündin ist im Dunkeln teils beschützend, wenn aber Dinge passieren, die sie nicht einschätzen kann (wie beim Sturm, Mülltonnen fallen um o.ä.) bekommt sie manchmal noch Panik.Es ist schon sehr viel besser geworden, früher knurrte sie alles an, was den letzten Abend noch nicht da stand, sei es ein Rad, die Mülltonnnen die draußen stehen weil sie morgen abgeholt werden..sowas eben.
Ich gehe Abends grundsetzlich mit Geschirr raus.D
Denn wenn sie sich tierisch erschreckt (ist selten geworden) reagiert sie so, dass sie den Schwanz einzieht und ab geht der Rückwärtsmarsch, rennt nämlich total in die Leine.
Wenn der Zustand anhält (sie wiegt 20Kilo, das geht grade noch) hocke ich mich hin und warte, bis sie zu mir kommt (2 Meter Leine).I
In der Situation ist es halt wichtig, komplett ruhig zu sein, denn sie nimmt die Ruhe sehr gerne an.
Dann gehe ich mit Leckerchen an dem "Ungetüm" vorbei und lobe sie:)
Manchmal riecht sie sogar schon "an der Gefahr", das sieht dann total komisch aus... die Vorderbeine so, dass man nach hinten springen kann..den Stand kennen sicher viele von euch^^

Glücklicherweise haben wir keine Probleme mit Knallern, bzw. der Hund.
Das Frauchen eher... ich hasse Böller!!:uups:
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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So, wir kommen gerade wieder vom Spaziergang.
Ich bin ein Stück rausgefahren zum Nord-Ostsee-Kanal um den Knallern in der Stadt zu entgehen und hatte offenbar nicht allein diese Idee, denn es waren mehrere Hundebesitzer dort unterwegs heute.

Wir haben nur einen Knaller in der Ferne gehört ganz am Anfang des Spazierganges und Ringo war zwar unsicher, hat sich aber schnell wieder gefangen.
Dann hatten wir einen schönen Spaziergang, auf dem ich ihn sogar ableinen konnte. Ich wollte es nicht überstrapazieren und bin dann auch irgendwann wieder umgedreht, ne Stunde haben wir aber trotzdem locker vollgekriegt, mehr kann ich nicht wollen von einem Sylvesterspaziergang mit Hund :D

Fürs erste also alles gut bei uns. Morgen wird es wohl etwas schwerer wenn ihm der Schreck von heute Abend noch in den Knochen steckt, aber ich bin jetzt erstmal optimistisch ;)
 
T

Tapa

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in meinem Erleben wurde es oft besser, wenn umstehende Person ruhig waren und im Notfall auch Zuneigung angeboten haben
Sehe ich ähnlich. Bei Pferden ist es auch so, dass empfohlen wird, deren Angst zu ignorieren und unbeirrt weiter zu reiten. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es - je nach Pferdetyp - aber durchaus sinnvoll sein kann, auf die Angst einzugehen - ohne dass das Tier dies als "Lob" und damit als "es ist richtig, dass du Angst hast" empfindet.
Ich bin bei Pferden immer mit so einer mütterlichen Einstellung "Ich sehe, dass du Angst hast, ich habe den Auslöser ebenfalls bemerkt und verstehe dich. Es ist aber nicht so schlimm wie du meinst. Komm, Mama nimmt dich ans Händchen und zeigt dir, wie mutig sein geht" am weitesten gekommen. Warum sollte es bei Hunden anders sein? Bei Menschen funzt es schließlich auch;)

Mein Mann musste mal eine zeitlang in einem Waldgebiet arbeiten, das an ein Gelände angrenzte, in denen Sprengstoff getestet wurde, mit entsprechenden Detonationsgeräuschen. Unsere Hündin ist beim ersten Mal panisch weggelaufen (zum Auto), mit der Zeit hat sie aber gelernt, dass es nichts zu Fürchten gibt. Weil mein Mann da war und ihr Sicherheit vermittelt hat, die beidem haben allerdings auch eine sehr "extreme" Bindung, sie liebt ihn abgöttisch, er ist definitiv ihre Nummer 1 und offenbar traut sie ihm zu, sie vor allem beschützen zu können. Ich wüsste, dass ich eine solche Extremsituation nicht hinkriegen würde bei ihr.

Mittlerweile bleibt sie bei Detonationsgeräuschen ganz entspannt- und praktischerweise hat sie diese Erfahrung auch auf die Silvesterknallerei übertragen und liegt gemütlich im Körbchen.
 
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Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Hi :)
Ich wünsche euch ein schönes Jahr 2015!!!:D
Unsere "Klene" hat uns gestern von der Scheibe aus zugeschaut, was wir da unten mit den Raketen machen.
Frauchen steht an der Seite und hält sich die Ohren zu und der Rest der Familie macht das alles:lol:
 
Sini

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Puh, ich muß euch meine persönliche Silvester-Horrorgeschichte erzählen:


Sheila ist der dreijährige Jagdhund meiner Eltern. Sie ist sehr gehorsam und freundlich zu allen Menschen. Sie kann im Wald selbständig Stöbern, hat einen guten Orientierungssinn und ist noch nie weg gelaufen. Als Jagdhund ist sie natürlich auch schußfest...

Das sie sich an Silvester trotzdem fürchtet wussten meine Eltern, deswegen sind sie gestern mit ihr keine große Runden gelaufen, sondern nur kurz vors Haus oder um den Block. Abends hatten meine Eltern besuch von einem anderen Hundebesitzer und beim Pipi machen vor dem Haus haben beide Hunde miteinander ohne Leine gespielt. Dann gingen unverhofft Böller los (gegen 20 Uhr) und Sheila raste panisch davon.

Anfangs dachten alle noch, sie würde bald wieder kommen. Meine Eltern leben in einem Dorf mit wenig Verkehr und bis Mitternacht gab es auch nur wenig Böller außer der Reihe. Doch Sheila tauchte nicht mehr auf. Ab 22 Uhr bis heute morgen um drei haben meine Eltern, Bekannte und später auch ich die Umgebung, später auch die benachbarten Ortschaften nach Sheila abgesucht. Heute morgen um acht ging die Suche weiter. Bei uns liegt Schnee und es sind Minusgrade.

Bei der Polizei, den benachbarten Tierheimen und Tasso war Sheila schon gemeldet, ab zehn haben wir Suchplakate ausgehängt. Ein Teil der Suchenden hat alle systhematisch die Straßen abgefahren damit man wenigstens ihre Leiche bergen kann.

Mittags habe ich dann einen Aufruf bei FB eingestellt, mit der Bitte, das Bild von ihr zu teilen. Ich bin dann wieder nach Hause gegangen.

Meine Eltern taten mir schrecklich leid, mein Vater machte sich riesige Vorwürfe weil er sie nicht angeleint hatte und beide hatten kaum geschlafen.


Zur gleichen Zeit tauchte Sheila, zittrig aber ansonst munter vor einem abgelegenen Restaurant im Nachbarort auf. Das Personal hat sie reingenommen, sie bekam Wasser und eine Bratwurst und durfte sich beim Stammtisch aufwärmen. Das Restaurant liegt ungefähr 20 Minuten Gehstrecke vom Haus meiner Eltern, Sheila kennt eigentlich von Spaziergängen den Weg trotzdem war sie durch die Panik offensichtlich so desorierniert, dass sie sich nicht mehr zurecht gefunden hat.

Die Tochter des Besitzers ging ins Internet, sah den Aufruf bei FB den inzwischen schon viele liebe Menschen geteilt hatten, rief sofort bei meinen Eltern an und so konnten diese 18 Stunden nach Sheilas verschwinden ihren Hund wieder in die Arme schließen :)

Daheim hat Sheila gefressen, sich vor den Ofen gelegt und jetzt schläft sie.
 
Kompassqualle

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Ohje da hattet ihr ja gar kein schönes Sylvester, aber schön, dass die Geschichte ein Happy End hat ;)

Bei uns war eigentlich alles okay, Spaziergang gestern klappte gut und auch heute sind wir rausgefahren damit wir den Knallern entgehen und hatten wieder einen normalen, schönen Spaziergang.
Gestern von zwölf bis etwa eins war es natürlich laut und es wurde geknallt, Ringo lag zitternd unterm Schreibtisch.
Aber sonst war eigentlich alles okay und ich muss sagen, dass war was Ringos Panik angeht wahrscheinlich das entspannteste Sylvester was er bisher hatte ;)
 
puscheline

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Ach mensch das ist ja wohl die Horror Vorstellung eines Hundehalters! Ich freu mich für alle Beteiligten das sie wieder da ist.

Mausi hat die meiste Zeit in der Silvesternacht unterm Bett gelegen um 00:00 uhr hab ich die Musik aufgedreht (das stört sie überhaupt nicht) das hat die Böllerei etwas übertönt. Seit heute können wir auch wieder ganz entspannt spazieren gehen:D
Danke Tapa du hast mich auf eine Idee gebracht! Ich werde mal schauen ob es in meiner Nähe einen Schießplatz oder ähnliches gibt, vieleicht kann ich meine Motte dadurch etwas desensibilisieren:eusa_think:
Euch allen noch ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!
 
Thema:

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