Wenn die Hündin läufig wird

Diskutiere Wenn die Hündin läufig wird im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr lieben meine Name ist Kati, neu hier und 33 Jahre alt. Ich habe jetzt einen Jack Russell Rüden fast 5 Monate alt. Ende Januar gesellt...
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Kati22

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Hallo ihr lieben

meine Name ist Kati, neu hier und 33 Jahre alt. Ich habe jetzt einen Jack Russell Rüden fast 5 Monate alt. Ende Januar gesellt sich noch eine Hündin dazu. Ich bräuchte mal ein paar Tipps was die läufigkeit angeht. Mir wurde von
mehreren Seiten gesagt, das man eine Hündin nicht vor der ersten Läufigkeit sterilisieren sollte, ist da was dran? Ich bin zwar am Dienstag eh beim TA aber ich höre mir gern auch die Meinung von Euch an. Die Umstände, das beide relativ jung sind, lassen mich hier solche Fragen stellen. Ich habe hier gelesen, das es diesen Kastrationschip gibt. Würde das Sinn machen bei meinem Racker? Trennen kann ich die beiden dann schon, das haben meine Eltern mit unseren Hunden früher auch gemacht, aber ich würde mir wünschen, dass es für ihn entspannter ist. Ich bin mir unsicher, wen von beiden es evtl mal treffen wird, ob ich entweder ihn kastrieren lasse oder sie. Es wäre super, wenn ich von Euch sinnvolle Tipps bekommen würde.

Ich danke schon mal im Vorraus.

Liebe Grüße Kati
 
04.01.2015
#1
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Guest

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Syn

Syn

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Hallo!

Muss es denn unbedingt zu diesem Zeitpunkt eine - ebenfalls noch junge - Hündin sein, die ihr zu eurem jungen Rüden holt? Ich frage mich bei so etwas dann immer: Warum?
Beide Hunde sind so jung, dass sie ihre Hormone dringend für ein gesundes Wachstum und die geistige Reife bräuchten (auch im späteren Leben sind die Hormone wichtig, weswegen ich generell gegen eine grundlose Kastration bin). Eine Kastration der Hündin, sowie ein Kastrationschip beim Rüden, würden diese Hormone wegnehmen.
Eine Sterilisation wäre theoretisch bei beiden eine Möglichkeit um Nachwuchs zu verhindern FALLS trotz der Trennung doch mal etwas passiert, den Trieb nimmt sie aber nicht.

Um deine Fragen zu beantworten:

Eine Hündin sollte frühestens nach der ersten Läufigkeit kastriert werden. Man wählt in der Regel einen Zeitpunkt zwischen zwei Läufigkeiten.
Ein Rüde sollte ebenfalls genügend Zeit haben um unter Hormoneinfluss Wachsen und Reifen zu können, also je nach Rasse auch 1-3 Jahre. Ein Kastrationschip in der Zeit ist ebenfalls nicht anzuraten.

Eine Hündin sollte auch erst nach 2-3 Läufigkeiten gedeckt werden, ja. Das ist im Prinzip wie bei uns Menschen: Auch wenn es schon möglich ist Kinder/Welpen zu bekommen, kann es für Körper und Geist einfach noch zu früh sein.
Ich denke und hoffe aber mal, dass das eh nicht euer Ziel ist. :eusa_shhh:


Ich kenne deine Situation nicht, aber wenn es eine Option ist, würde ich die Hündin zu diesem Zeitpunkt nicht nehmen (evtl. niemals, wenn man keine sichere Trennung gewährleisten kann).
 
K

Kati22

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Ich kann Sie beruhigen züchten möchte ich definitv nicht. Meine Familie hatte immer mehrere Hunde, auch Jackys und ich möchte nicht das meiner alleine aufwächst. Alle Züchter usw mit denen ich gesprochen habe, stimmen mir da zu. Meiner ist emotional sehr auf mich bezogen. Und ich denke, das dies schwerer raus zu bekommen ist, wenn er Junghund ist. Ich habe jetzt und in den nächsten Monaten genug Zeit, für die beiden da zu sein und ihnen die bestmögliche Erziehung zu bieten. Inklusive Hundeschule. Da es jetzt für mich ein Abwasch ist. Ja ich habe die Möglichkeit die beiden dann zu trennen, wollte mich aber vorab genug informieren bevor ich diesen Schritt gehe. Ich verstehe Ihre Kritik und nehme sie auch dankend an. Ich hab das Pro und Contra schon sehr lange für mich abgewogen. Klar kommt eine Menge arbeit auf mich zu, das ist mir bewusst, habe auch lang und breit mit vielen darüber gesprochen die selbst diese Rasse haben. Ich möchte für mich und meinen Hund diesen Schritt gehen. Bin hier dankbar für jeden Rat den ich hier bekomme.

Lg
 
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felinebreathing

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Also über den Kastrationszeitpunkt gibt es wie immer unterschiedlichste Meinungen und das wird auch je nach TA und Land unterschiedlich gehandelt. In den USA beispielsweise ist eine Kastration vor der 1. Läufigkeit totaler Standard: Die Vorteile sind, ein deutlich niedrigeres Risiko für Milchleistentumore und Gebärmutterentzündungen als zu einem späteren Zeitpunkt (gegen Null), keine "anstrengende Läufigkeit" und ein vor allem von den Amis gewolltes länger andauerndes welpenhaftes Verhalten, dagegen spricht ein höheres Risiko für Inkontinenz, Vaginale Dermatitis, schlechtere Fellqualität und eine unterbrochene Pubertät... Die meisten TA die ich kenne kastrieren nach der 1. bzw. spätestens nach der 2. Läufigkeit, da sonst das Tumorrisiko nicht geringer ist, als bei unkastrierten Hunden und somit dieser Bonus sonst verloren geht. Kastriert wird zwischen zwei Läufigkeiten. Wovon ich nur abraten kann sind Hormonchips bei weiblichen Hunden, sie steigern sowohl die Wahrscheinlichkeit von Tumoren, Scheinträchtigkeiten, vaginalen und uterinen Entzündungen und sollten deshalb nur im Notfall (Hundeprüfung o.ä.) eingesetzt werden. Beim Rüden ist nichts derartiges bekannt. Falls für dich bei deinem Rüden ein Chip infrage kommt, musst du bedenken, dass dieser meist erst nach ca. 6W zuverlässig wirkt. Ich glaube aber die Chips sollten erst ab 12 Monaten eingesetzt werden, aber da fragst du am besten nochmal deinen TA. Rüdenkastration ist normalerweise ab ca. 6-8 Monaten üblich, aber da hat auch jeder TA seine eigene Meinung :)
Liebe Grüße
 
Syn

Syn

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Man sollte vielleicht aber erwähnen, dass Gesäugetumore in der Regel gutartig sind und dass das Risko einer Gebärmutterentzündung nicht in Zusammenhang mit dem Zeitpunkt einer Kastration steht (liest sich so, als meintest du beides mit dem gesenkten Risko vor der ersten Läufigkeit).
Auch zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass Stress an sich wichtig für die Gesundheit ist und nichts Negatives! Nur andauernder und übermäßiger Stress kann wiederum schlecht für die Gesundheit sein.
Zu den Risiken sollten auch noch einige mehr dazu geschrieben werden, da es mittlerweile schon mehrere Studien gibt, die - vor allem in Zusammenhang mit Frühkastration - Erkrankungen am Bewegungsapparat und auch andere Erkrankungen wie z.B. wesentlich gefährlichere Krebsarten aufzeigen.
 
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felinebreathing

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Über seriöse Studien bezüglich des Bewegungsapparates und andere Tumorarten ist mir nichts bekannt, aber ich würde mich ggf. sehr über einen Link oder eine PN freuen (lern ja immer gerne dazu ;)) Bezüglich der Mammatumore ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bei ca. 1%. Falls ein Tumor auftritt ist das Risiko ziemlich exakt bei 50% das es sich um einen gut- bzw. bösartigen Tumor handelt, wobei die Diagnostik dabei extrem schwer ist, da es sich im neg. Fall um Mischtumore handelt und eine Feinnadelpunktion o.ä. keine Aussagekraft über die Malignität hat. Das Risiko einer Gebärmutterentzündung liegt nach einer ordnungsgemäßen Kastration natürlich bei 0% da die ja mit raus genommen wird.
 
Syn

Syn

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Huhu!

Es gibt inzwischen "seriöse" Studien dazu für Golden Retriever, Labrador Retriever und Magyar Vizslas (und natürlich die "Bielefelder Kastrationsstudie", die sich aber - durchaus verständlich - nicht als "seriös" hält.. liegt vielleicht auch daran, dass es Bielefeld gar nicht gibt :eusa_shhh:) . Bei allen fanden sich ähnliche Folgen bei kastrierten Tieren.
Hier mal die Studie zu den Golden Retrievern: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0055937
Bei der Studie der Vizlas wurden auch 2505 Tiere einbezogen. Finde leider jetzt keinen Link zur Studie direkt.

Natürlich sind und bleiben es nur Studien. Wir reden hier also nicht von gleichen Haltungsbedingungen und äußerlichen Einflüssen auf die Hunde, die auch nicht alle das selbe Alter haben. Trotzdem zeigen sich bei jeder dieser Studien die gleichen Tendenzen wie z.B. die Erkrankungen am Bewegungsappart und die Entwicklung anderer Krebsarten.

Und eben das meinte ich, es las sich bei dir so als ob du meintest auch das Risiko der Gebärmutterentzündung hinge mit dem Zeitpunkt der Kastration zusammen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Übrigens bei der Suche nach den Studien wieder gefunden gehabt:
http://www.houndsandpeople.com/de/magazin/wissen/kastration-beim-hund-ein-paradigmenwechsel/
http://www.houndsandpeople.com/de/magazin/wissen/kastration-beim-hund-ein-paradigmenwechsel-teil-ii/

Finde ich sehr lesenswert und ich teile seine Meinung in vielen Belangen.

Übrigens zum Thema passend auch etwas aus Teil 2: Sterilisation beim Rüden.
Das wäre eine Option die ich durchaus in Betracht ziehen würde bei der oben genannten und unvermeidbaren Konstellation. Ich glaube, das schrieb ich aber auch schon.

Edit2: Doch noch gefunden!
Studie zu den Vizsla:
http://mercola.fileburst.com/PDF/HealthyPets/61314_Pets_Lead Article_VizslaStudy.pdf

Gibt wohl mittlerweile sogar noch mehr zu anderen Rassen, aber da muss ich mich selbst erstmal wieder auf den neusten Stand bringen.

Edit3: Noch eine gefunden, die den Zusammenhang Kastration und Krebs bei Rottweilern aufzeigt:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12433723

Habe ich aber selber eben erst gesichtet und nur überflogen.


Mal sehen, ob ich noch mehr finde.. aber wie dem auch sei (der oben verlinkte Tierarzt hat es auch schön ausgedrückt) klar kann man nach immer weiteren und aussagekräftigeren Studien schreien (ist ja auch wichtig und spricht ja nichts dagegen!), aber man sollte eben auch mal bedenken, was die jetzt vorhandenen schon aussagen und vielleicht erstmal innehalten mit der wilden herumkastriererei im Namen der "Gesundheit" und "Prophylaxe".
 
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