Katzen Beschäftigung, Training und Spaziergänge

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veezveez

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Hallo ihr Lieben,

mit mir wohnen zwei hübsche 5 jährige Siamkatzen-Mädchen (Wohnungskatzen), welche ich mit 11 Wochen bekam.
Seit dem bin ich in eine winzige Wohnung (25cm²) gezogen und zudem auch schwer mit meinem Studium beschäftigt.
Früher gab es gelegentliche Gassi Tage, welche beide sehr
geschätzt haben, aber die jetzige Umgebung bietet keine besonders Hunde arme oder gar Scherben freie Strecke. Auch mit dem Training (also Sitz,Platz etc..) hat es seit meinem Umzug, Stress bedingt, nachgelassen.
Sie benehmen sich zwar vortrefflich, allerdings sind sie, aufgrund ihrer Intelligenz, völlig unterfordert (natürlich auch körperlich).
Ich würde gerne wieder einsteigen, doch fehlt es mir an Einfallsreichtum. Kennt ihr vlt. eine Internetseite wo man sich ein paar Tricks abschauen kann?
Also wie man seine Katze zu einem bestimmten Verhalten ermutigt ohne sie anzufassen?
Hat jemand sonst noch Erfahrungen mit "Leinenführigkeit" gemacht? Womit ich jetzt einfach nur meine, dass eure Katze sich nicht auf den Boden schmeißt und hinterher geschleift wird, sondern bequem an der Leine erkunden geht.
Wo geht ihr dann spazieren?
Wie sah generell eure Erziehung aus als ihr eure Katzen bekommen habt?

Liebe Grüße,
veezveez
 
13.01.2015
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber geworfen? Dieser vermittelt jungen Katzen-Erstbesitzern die Basics der Katzenhaltung - ohne erhobenen Zeigefinger und mit witzigen Fotos. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
Audrey

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Hallo,

und herzlich Willkommen im Forum.

Meine Erziehung hat so ausgeschaut: immer wieder von der Küchenanrichte werfen, wenn sie drauf hüpfen wenn ich da grad beschäftigt bin. Lilly hat auch schon nach kurzer Zeit das Kommando "runter!" verstanden. Mehr Erziehung gab's nicht bzw. war auch nicht nötig.

Was für Deine vielleicht eine Option wäre: ein Fummelbrett http://www.katzenfummelbrett.ch/ Ein einmaliger Aufwand, und sie können sich dann immer beschäftigen, wenn Du mit Deinem Studium beschäftigt bist. Ansonsten würde mir noch clickern einfallen, aber das ist natürlich auch zeitaufwendig.
 
Sini

Sini

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Die Wohnungsgröße und aktuelle Situation empfinde ich schon als extrem grenzwertig, ich würde das keiner Wohnungskatze zumuten wollen. Wäre ich in einer Situation wie du und wüsste, dass sie nicht nur vorübergehend ist, würde ich den Katzen zuliebe über eine Abgabe nachdenken. Du stehst ja nicht unter Druck und könntest ganz unverbindlich nach einem geeigneten Zuhause suchen.

Mit der Haltung und Beschäftigung von Wohnungskatzen beschäftigt sich das Buch "Miez Miez na komm", welches ich dir empfehlen würde.

Mit Katzen spazieren gehen sollte man nur, wenn man den Spaziergang dann auch regelmäßig anbieten kann. Ansonst ist das für mich vergleichbar mit Freigängerkatzen die in Wohnungshaltung gezwungen werden.

Ich kenne keine richtg leinenführige Katze, sie haben einfach eine ganz andere Art ihr Revier zu durchsstreifen als Hunde. Meine Freigänger haben sich abends immer angeschlossen wenn ich mit dem Hund unterwegs war. Sie waren in unserer Nähe und sind von Deckung zu Deckung gehuscht, wenn andere Hunde entgegen kamen haben sie sich einfach "unsichtbar" gemacht. Solche Möglichkeiten haben Katzen an der Leine nicht. Auch müssen sie sich nach Zeit und Lust des Menschen richten ob und wie lange sie raus dürfen.

Was aber wenn sie "Daussen" kennen und auch zu ungünstigen Zeiten Lust darauf haben?
 
Ina4482

Ina4482

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Hat jemand sonst noch Erfahrungen mit "Leinenführigkeit" gemacht? Womit ich jetzt einfach nur meine, dass eure Katze sich nicht auf den Boden schmeißt und hinterher geschleift wird, sondern bequem an der Leine erkunden geht.
Wo geht ihr dann spazieren?
Das ist der Punkt, der mir als erstes aufgefallen ist. Du hast geschrieben, dass es früher gelegentlich mal Gassitage gab. Dies ist eingeschlafen, ebenso wie andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Da jetzt auch wieder einzusteigen ist zwar ein löblicher Gedanke, könnte aber - wie Sini auch schon schrieb - recht ungünstige Folgen haben. Oft fordern Katzen, die ans Spazieren gehen gewöhnt werden, diese Ausflüge dann schnell täglich ein. Kannst du das auf Dauer leisten?
"Leinenführigkeit" ist dann das zweite Problem dabei: Die Katze mag man zwar an die Leine legene können, aber im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass die Katze mit dir spazieren geht ;). Sie legt Tempo und Richtung vor und du folgst ganz einfach.

Die Wohnung finde ich persönlich auch sehr klein - wie sieht es denn da mit der Einrichtung für Katzen aus? Man kann zumindest versuchen auf so kleinem Raum etwas mit Regalen / Klettermöglichkeiten etc. auszugleichen :eusa_think:.

Wie sah generell eure Erziehung aus als ihr eure Katzen bekommen habt?
Meine Katzen wissen, dass sie nicht auf den Tisch dürfen, wenn gegessen wird. Und nicht auf die Küchenzeile, wenn ich da gerade etwas zubereite. Da lief die Erziehung wie von Audrey beschrieben. Das war´s aber dann auch neben der Benutzung des Katzenklos ;). Schwebt dir bei der Frage da noch etwas anderes vor?
 
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veezveez

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Danke für die schnellen Antworten :)

Also Abgeben kommt nicht in frage. In ca. einem halben Jahr ziehe ich sowieso in eine größere Wohnung mit mehr grün in der Gegend. Die jetzige Wohnung war wirklich eine Notlösung, weil meine Mutter sehr krank geworden ist. Gassi Tage waren ca. 2 mal die Woche und zusätzlich wurden sie bei Kurztrips (bis 3-4 Stunden) halt in Tragetaschen gepackt und überall hin mitgenommen. Da sie alles schon als Kitten mitgemacht haben ist es auch überhaupt kein Thema draußen an der Leine zu laufen oder in der Tragetasche mit zu kommen (ist sogar echt süß, mal so ein Ausflug in die Stadt. Der Kopf lugt raus und wenn sie mutig sind klettern sie halt heraus und erkunden alles um sie herum) Man muss halt immer ein Auge auf Hunde haben, aber die entdecken sie meistens vor mir und ich hebe sie hoch oder direkt in die Tasche (überraschender Weise recht Stressfrei). Ich finde eine sichere Methode für Wohnungskatzen mal raus zu kommen.
Mein großes Problem ist weniger die Zeit sondern wirklich die Gegend. Neben den vielen Hunden und dem Müll, ist die einzige Möglichkeit für die beiden ungehindert raus zu kommen Abends und das ist hier wirklich gefährlich für mich.
Eigentlich ging es mir daher eher darum eure Erfahrungen mit dem Ausführen zu erfahren. Was ihr gegen stürmische Hunde macht, wenn die euch mal begegnen, wo ihr hin geht und wie ihr es euren Stubentiegern ermöglicht ein bisschen mehr Freiheit zu haben ohne von einem Auto überfahren zu werden.
Bei Erziehung meine ich wohl das gleiche wie ihr, also welche Regeln es gibt und wie ihr die durchsetzt. Bei mir sah, bzw. sieht Erziehung ähnlich aus wie die für Hunde nach dem Prinzip von Victoria Stilwell, also durch positive Verstärkung. Hat bei mir immer funktioniert.
Intelligenzspielzeug und Co. habe ich daheim auch, nur finde ich schafft man damit nicht genug Beschäftigung. Vor allem gebe ich ihnen das Futter darüber, aber schafft das nicht die andauernde Herausforderung, die meiner Meinung nach Notwendig ist. Ihr kennt das sicher auch. Nach dem dritten mal spätestens haben sie den Trick raus. Dann haben sie ihre Technik. Macht ihnen zwar trotzdem Spaß, aber sie sind einfach zu schnell fertig damit. Zudem fördert es nicht annähernd so stark die Bindung wie richtiges Training. Clickertraining, muss ich gestehen, ist nichts für mich. Nach ein paar Versuchen habe ich es aufgegeben(vor allem weil wenn es klickt immer beide eine Belohnung haben wollen und getrennt werden mögen sie nicht). Ich nutze halt lieber meine Stimme und es funktioniert ja auch gut. Inzwischen können sie Sitz, Männchen, kommen auf Pfiff (zumindest drinnen) und laufen locker an der Leine. Sitz an der offenen Tür ohne raus zu laufen ist noch etwas holprig, aber Yuuka macht, zumindest als wir noch regelmäßig raus gingen, immer Sitz an der Straße. Nur verstehe ich nicht wie ich z.B. Platz hinbekommen soll, denn egal was ich mache, eher machen sie einen Handstand bevor sie sich hinlegen, wenn sie Leckerchen riechen. :(
Daher suche ich nach einer Anleitung für verschiede Kommandos. Kennt ihr ja, das gleiche gibt es immer in großer Ausführung für Hunde.
vlt. ist es jetzt besser zu verstehen.

Liebe Grüße ,
veezveez

PS: Kratzbäume habe ich einen riesigen und einen kleinen. Sie sind so positioniert, dass zumindest Yuuka (Ihra verstaucht sich bereits den Knöchel, wenn sie vom Stuhl springt. Wahre Geschichte) den Raum zu 3/4 an der Wand umgehen kann ohne den Boden zu berühren(von Kratzbaum, auf die Fensterbank, zu kleinem Tisch, auf großen Tisch, auf Kleiderschrank, auf kleinen Kratzbaum und aus irgendeinem Grund auch mit Vorliebe auf die Tür)
 
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Ina4482

Ina4482

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Clickertraining, muss ich gestehen, ist nichts für mich.
Gerade das wäre jetzt direkt mein Vorschlag für dich gewesen ;). Weil´s abwechslungsreich ist und es auch jede Menge Literatur zu dem Thema gibt, wo man dann natürlich abwechslungsreiche Kommandos findet.
Für uns hat das zum Beispiel auch gut funktioniert um´s Bürsten zu trainieren.
 
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veezveez

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Mein Problem dabei war wirklich, dass ich sie trennen musste, weil sie sich sonst beide angesprochen gefühlt haben, da das klicken ja neutral ist.
war ich dann aber fertig mit Ihra und habe sie vor die Tür gesetzt und Yuuka reingeholt, fing Ihra an sich zu beklagen und Yuuka war abgelenkt und umgekehrt hat Yuuka jedes mal die Tür aufgemacht wenn sie ausgesperrt wurde :`(
Durch meine Stimme kann ich die Katzen zusammen trainieren und jede individuelle ansprechen und wenn ich merke das eine etwas frustriert ist, kann ich auch einfacher wechseln ohne jedes mal ein neues Training zu starten, welches dann vlt. auf einer schlechten Note geendet hätte :)
 
Keisuke

Keisuke

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Okay, so etwas habe ich noch nie gelesen mit dem Gassi gehen.
Ich kenne Leute, die ihre Katzen an die Leine nehmen und sich dann gemeinsam im Garten hinsetzen und die Katze erkunden lassen, so richtig "Gassi" habe ich noch nie gehört.
Meine Mietzen gehen ohne mich Gassi und wenn es nunmal Gefahren gibt, wird sich flugs ins Gebüsch geschmissen oder auf Baum/Mauer und Co verzogen. Deshalb kann ich dir keinen Rat geben ;)

Zum Thema Katzentricks: Ich habe ein paar gute Tipps von dieser Seite: http://trickcatting.jimdo.com/clicker-mehr/die-tricks/platz/
Das ist jetzt auch fürs Clickern ausgelegt, man kann aber statt "klick" auch Loben, sofort Leckerlies geben usw.
(Inzwischen trainiere ich auch oft ohne Clicker und der Kater macht trotzdem, was er soll^^)

Mein Kater macht auch kein Platz. Wir üben ewig, aber er ist halt etwas "sprunghaft", will alles mit den Pfoten anfassen, hockt sich gerade mal hin und ich sehe ihn generell eher selten "normal" liegen oder sich hinlegen. Meist schmeißt er sich einfach auf die Seite oder macht eine Vorwärtsrolle und bleibt dann liegen - deshalb habe ich einfach aufgegeben ihm "Platz" beibringen zu wollen und gebe mich mit einem "Hinhocken" zufrieden.
Ich denke, man kann nicht jeder Katze das Gleiche beibringen...
 
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veezveez

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Ahh vielen dank, sieht wirklich vielversprechend aus :)
Gassi gehen kann ich nur empfehlen ist ein Trend der langsam aus Amerika rüber schwappt und speziell für aktive Wohnungskatzen perfekt ist. Ich war damals gerade 16 als meine beiden Mädels zu mir kamen und wollte ursprünglich einen Hund und ging daher anfänglich etwas tollpatschig mit dem ganzen Training um. Es hat sich aber wirklich ausgezahlt, das ich, besonders Yuuka, allem vorgesetzt habe was sich finden lies. Ihra war bis vor zwei Jahren noch die Katze meiner Schwester. Ihre Gewöhnung an die Umwelt ist etwas zurück, weil sich mit ihr leider nicht so viel beschäftigt wurde.
Ich habe gelernt, das man ein Kitten eigentlich genauso großziehen kann, wie einen Welpen. Mit den beiden kann man wirklich überall hin gehen. Zwar sind sie wesentlich scheuer als ein Hund und bei Menschenmassen und Trubel lieber in ihrer Tasche als zwischen riesen Füßen, aber sie lieben es heraus zu kucken, lassen sich in jeder Situation händeln und sind auch äußerst [FONT=arial, sans-serif]Veränderungs[/FONT]unempfindlich, was man Katzen ja normaler weise eher nicht nachsagt. Ich weiß nicht wie oft ich mit den beiden im Zug schon durch ganz Deutschland gefahren bin. Niemals ein wirkliches Thema gewesen. Sie haben ihre Tasche als Rückzugsort oder alternativ meinen Schoss und die meiste Zeit schlafen sie oder erkunden das Abteil und suchen sich die nächste Streicheleinheit.
Übrigens ist das mitnehmen in den Garten der perfekte erste Schritt.
Man kann sich Gassi gehen mit Katzen auch eigentlich nicht so vorstellen wie mit Hunden. Da sie ja nicht bei Fuß laufen, auch wenn es sicher kein Ding der Unmöglichkeit ist, wenn man sich denn interessanter macht als die Maus im Gebüsch (mir allerdings noch nie gelungen).
Bei uns ist es inzwischen so, dass ich eine dieser expandierenden Leinen habe. So kann ich kontrollieren wie weit sie von mir weg können.
Der große Unterschied zum Hund liegt wirklich darin, dass die Konzentration nicht auf mir als Rudelführer liegt, sondern eher als Freund und Begleiter, der zufällig auch den Weg heim kennt sowie ein paar interessante Orte.
Für sie lohnt es sich einfach mir zu folgen, allerdings gibt es genauso häufig Situationen wo sie etwas anderes spannender finden. Es ist ein ewig langwieriger Prozess ihnen beizubringen, dass wenn sie mir folgen immer was tolles passiert und am wichtigsten niemals angenervt sein, wenn sie sich zum 1000 mal an einem Tag im Gebüsch verheddert haben.

Außerdem Keisuke bin ich froh zu hören, dass ich nicht die einzige bin die sich mit diesem Kommando schwer tut

veezveez
 
Ina4482

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Gassi gehen kann ich nur empfehlen ist ein Trend der langsam aus Amerika rüber schwappt und speziell für aktive Wohnungskatzen perfekt ist.
So ganz kann ich dir da leider nicht zustimmen - nicht jeder Trend aus Amerika ist zur Nachahmung empfehlenswert und gerade hierbei gibt es doch einige Risiken, die eben auch als Risiken erwähnt werden sollten.
Dass deine beiden das Ganze von kleinauf kennen und scheinbar auch gut und (bisher) kontrollierbar damit zurecht kommen, ist ganz wunderbar, aber eben längst nicht auf die Mehrheit der Katzen anzuwenden befürchte ich. Gassi gehen in recht ruhigen und ländlichen Gegenden ist eine Sache und sicherlich eine Bereicherung für die Katze, wenn man es denn richtig und regelmäßig tut. Aber selbst da bestehen Risiken wie plötzlich auftauchende Hunde. Wie viel mehr Faktoren gibt es da denn in einer Stadt inmitten einer Menschenmasse???

Ich habe selbst mal versucht, mit meiner damaligen Katze Spaziergänge im Garten zu unternehmen, da hatte ich ein tolles Geschirr für sie, an was sie sich auch wunderbar gewöhnt hatte. Die Ausflüge haben toll funktioniert und wir haben super Fortschritte gemacht, bis sie sich einmal im Treppenhaus so dermaßen vor erschrocken hat, dass sie sich in unglaublicher Geschwindigkeit aus dem Geschirr gewunden hat, nur noch im Halsband hing und übers Treppengeländer in den Keller gesprungen ist. Das Ganze hat damit geendet, dass ich meine Süße vorm Strangulieren gerettet habe, mir einige üble Verletzungen dabei zugezogen habe und sie nie wieder das Geschirr auch nur in Reichweite geduldet hat. Das Gute an der Situation: Das war nur im eigenen Treppenhaus und ich hatte sie recht schnell wieder in der Wohnung, wo sie sich in vertrauter Umgebung beruhigen konnte. Das Ganze irgendwo in der Innenstadt mag ich mir gar nicht ausmalen...

Versteh mich nicht falsch, ich will das nicht generell schlecht reden, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass es eben auch verdammt viele Gefahren birgt und man sich dessen eben VORHER bewusst sein sollte.
 
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veezveez

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Natürlich da stimme ich dir zu 100% zu. Gassi gehen muss wirklich durchdacht sein.
Aber ich nehme an, dass es sich bei dir um eine bereits etwas ältere Katze außerhalb der ersten 6 Monate gehandelt hat.
Meine beiden haben bereits mit 12-13 Wochen eine Gewöhnung ans Geschirr bekommen und sind nachdem auch in erst kleinen und dann immer größeren Ausflügen langsam an alles gewöhnt worden.
Der Grund warum meine so relaxt sind liegt einfach daran, dass sie von Klein auf mit allem konfrontiert wurden und gelernt haben, dass sie so lange ich in der Nähe bin nichts passiert.
Du kennst du normale Freigänger, die bekommen ja auch keine Panik wenn mal ein Auto vorbei fährt und Hunden gehen aus dem Weg.
Sie kennen es draußen halt, weil sie daran gewöhnt sind und daher rührte auch mein Grundgedanke. Wenn ich möglichst viele kontrollierte Situationen herbei führe und sie in ihrer Prägephase möglichst viel kennen lernen, haben sie später weniger bis keine Probleme damit.
So hab ich meinen Vater damals immer angebettelt Yuuka mitnehmen zu dürfen, wenn wir im Auto gefahren sind und Anfangs hatte sie wirklich Angst davor und hat wie am spieß geschrien, aber nach einer Weile wurde es weniger, weil sie gemerkt hat es passiert nichts und inzwischen hoppst sie ganz selbstverständlich ins Auto und schaut gerne bei der fahrt aus dem Fenster (Was inzwischen nicht mehr geht, weil ich sie lieber sicher verwahre, falls mal ein Unfall passiert).
Bei älteren Katzen, welche bereits selbstständig sind glaube ich ist es wesentlich aufwändiger wenn sie solche Prägungen nicht erlebt haben und beim rauskommen mit so viel neuem konfrontiert werden.
Meine haben sich als Kitten ja sehr stark an mir orientiert und sich dann auch dadurch versichert, dass nichts passiert.
Ist zu meiner großen Enttäuschung auch immer weniger geworden, je älter sie wurden :lol:
Am wichtigsten hierbei ist glaube ich aber auch sein Tier zu kennen und vorausschauend zu denken.
Ich habe damals noch unwissend einige vermeidbare Fehler gemacht, was dazu geführt hat, dass der Trainingserfolg wirklich um Monate zurückgeworfen wurde.

Und zu den Gefahren. Natürlich gibt es die aber sie sind mit der richtigen Herangehensweise recht stark eingeschränkt. Mein schlimmster Feind war immer Ungeduld. Wenn an einem Tag mal ein wenig mit gelaufen wurde oder man sich endlich aus der Haustür traute habe ich oftmals am nächsten Tag mehr verlangt und wegen meiner Ungeduld habe ich sie dann auch mal einfach runter getragen, anstatt sie in ihrem Tempo machen zu lassen, hat dann für Unsicherheit gesorgt, aber irgendwann merkt man es und es wird besser :)
darf ich fragen wie alt deine Katze bei dem Versuch war?
 
Sini

Sini

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Ich verstehe dein Problem nicht so recht. Einerseits meinst du, du kannst mit deinen Katzen nicht mehr raus weil die Umgebung nicht passt, andererseits kannst du doch offensichtlich problemlos mit ihnen auf Reise gehen?

Dann fahr doch täglich mit ihnen in eine Gegend in der es keine Scherben und viele Hunde gibt?
 
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veezveez

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Gegen mein Problem kann man ohne Auto nicht so viel machen, da ich teilweise 2,5 Stunden Bahn fahre um 30 min mit den beiden ungestört zu laufen. Nur haben sie natürlich auch nicht die größte Lust in der Bahn in ihrer Tasche zu warten. Aber da die Passagiere zu oft wechseln müssen sie drin bleiben.
Eigentlich hatte ich gehofft, das jemand der auch regelmäßig seine Katze ausführt ein paar Tricks oder Erfahrungen hat wo man z.B. alternativ zu Feldwegen und Wald recht sicher hingehen kann und wie er mit den verschiedenen Situationen umgeht.
 
Ina4482

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darf ich fragen wie alt deine Katze bei dem Versuch war?
Ich muss gestehen, dass ich das nicht mehr 100%ig weiß, das ist einige Jahre her, aber sie war noch sehr jung, auf jeden Fall im ersten Lebensjahr.
Allerdings hatte eben diese Katze sowieso einige Verhaltensauffälligkeiten aufgrund der zu frühen Trennung von Mutter und Geschwistern und der anfänglichen Einzelhaltung. Eine gewisse Unsicherheit ihrerseits dürfte da auch begründet sein.

Du kennst du normale Freigänger, die bekommen ja auch keine Panik wenn mal ein Auto vorbei fährt und Hunden gehen aus dem Weg.
Ja, natürlich - der große Unterschied ist aber, dass Freigänger einfach weg können ;). Eine Katze an der Leine kann das halt nicht und es ist eben schnell passiert, dass sie sich erschreckt, ihr dabei der Widerstand / die Fixierung durch die Leine bewusst wird und daraus dann Panik entsteht. Deswegen betrachte ich Katzen an der Leine immer mit etwas Skepsis und rate zu großer Vorsicht und das Ganze dann in einer recht lebhaften Umgebung mit vielen Reizen und Einflüssen zu empfehlen, scheint mir nach wie vor doch ziemlich gefährlich.
Wie gesagt. Toll, wenn du das mit deinen so kannst (wobei ich mich auch gerade wie Sini frage, warum du dann nicht einfach woanders mit ihnen hin fährst momentan :eusa_think:). Aber hier lesen auch immer sehr viele Leute still mit oder auch Gäste, die nicht über so eine Erfahrung verfügen und dann schnell mit einem solchen Versuch überfordert wären - das bitte nicht vergessen bei solchen Empfehlungen :eusa_shhh:.

Zum Thema kann ich sonst leider nur wenig beitragen: Meine Katzen sind keine Freigäger, habe aber ein gesichertes Freigehege zur Verfügung neben den drei Etagen im Haus ;). Dadurch und durch die recht große Katzengruppe ist hier eigentlich immer für Abwechslung gesorgt.
 
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veezveez

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Um Gottes willen nein. Wer das liest und es Versuchen will, muss extrem viel Zeit und Recherche reinstecken. Einfach ausprobieren kann zu einer Katze unterm Auto oder einer verschollenen Katze führen. Ich trainiere seit 5 Jahren und regelmäßig 2-3 mal jeweils eine Stunde, bis zu der zeit als vor einem Jahr halt die Mädels in meiner Nachbarschaft von Männern überfallen wurden und eine sogar ermordet wurde (zu meinem Glück genau da wo ich sonst immer abends spazieren gegangen bin) und die beiden leiden darunter. Weil ich bei dem zusätzliche Zeitaufwand viel seltener rausgehe. Es ist wirklich eine Katzenleben lange Verpflichtung und du hast schon recht mit der Falschen Herangehensweise oder auch nur Unaufmerksamkeit ist es gefährlich für die Katze.
 
Sini

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Wäre es denn nicht möglich, schon bald in eine größere Wohnung zu ziehen? Evtl. sogar mit der Möglichkeit zum Freigang?
 
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veezveez

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ne ich ziehe in eine andere Stadt und freigang ist mir zu riskant. ist mir zu gefährlich. entweder passiert was oder sie werden geklaut, weil sie halt reinrassige siamkatzen sind.
 
Audrey

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Also ich würde einfach froh sein, daß sie ohne Gassigänge scheinbar trotzdem zufrieden sind, und dann eben nach einer größeren Wohnung, mit im Optimalfall noch vernetzbaren Balkon suchen!

Eine Bekannte von mir ist auch mit ihren Katzen Gassi gegangen. Die haben das eingefordert, bei Wind und Wetter. Bei ihr hat das dazu geführt, daß sie und ihr Mann nur getrennt auf Urlaub fahren konnten, weil einem Katzensitter kann man das freilich nicht zumuten. Auch - intelligente - Wohnungskatzen können gut und ausreichend ausgelastet werden!
 
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In einer 25qm Wohnung und ohne Zeit?
 
Audrey

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ÄHM!! Sorry - mein Fehler!! Ich bin 100 % davon ausgegangen, daß es 52 qm sind!! 25 qm ist natürlich schon sehr sehr arg!! Ich sollte mal gescheit lesen - sorry dafür. Die Zeit Ansich ist so nicht das Problem, ich bin selber von 8 Uhr bis 19 Uhr aus dem Haus (derzeit aus persönlichen Gründen mehrmals die Woche sogar länger) - aber meine haben hier halt 70 qm plus Balkon. Also nein- 25 qm reichen definitiv nicht. Egal wie toll das eingerichtet ist. Das ist ja ein Wohnklo mit Kochnische?! Sorry, ich geh mal in die Schämecke - danke für den Hinweis, Sini...
 
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Katzen Beschäftigung, Training und Spaziergänge

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