Video - Hilfengebung?

Diskutiere Video - Hilfengebung? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo ihr Lieben, ich habe gerade zufällig dieses Video gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=7dt_BNucIJs Das Pferd soll hier lernen, dem...
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Fluli

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Hallo ihr Lieben,
ich habe gerade zufällig dieses Video gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=7dt_BNucIJs

Das Pferd soll hier lernen, dem Druck am Gurt (hinter dem Ellebogen) zu weichen. Der Druck kommt also von außen und das
Pferd weicht nach innen. Der Zügel stellt das Pferd in die entsprechend in die Bewegungsrichtung.
Doch ist es nicht eigentlich so, dass man das Pferd mit dem inneren Schenkel biegen soll? Durch den innen treibenden Schenkel soll ja eigentlich das Hinterbein auf dieser Seite weiter nach vorne-innen fußen... Ist das nicht auch sinnvoller für die weitere Ausbildung? Ich finde das Video super und das Pferd scheint ja auch mit dieser Hilfengebung gut klarzukommen und es zu verstehen.
Wie macht ihr das denn und wieso haltet ihr eure Hilfengebung für sinnvoller?

Viele Grüße ;)
 
02.02.2015
#1
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cherry-lein

cherry-lein

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So wie im Video habe ich auch Reiten gelernt. Das Pferd soll dem Druck weichen, wenn ich also möchte das mein Pferd nach links geht lege ich den linken Schenkel an und treibe mit dem rechten verstärkt und verlagere mein Gewicht nach links sodass sich das Pferd um den angelegten Schenkel biegt, mit dem Zügel kann man helfen in dem man "Schwämmchen drückt" und/oder den Zügel anlegt. Ich bin aber auch "nur" Freizeitreiter und habe von Dessurlektionen und Co keine Ahnung, vielleicht wird es da anders gelehrt.
 
~Rambo~

~Rambo~

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Ich bin ja mittlerweile im Westernreiten zuhause und je nach Stilrichtung wird da auch mit weichenden Hilfen gearbeitet. Also unsere Pferde sind auch so ausgebildet und gerade bei der Rinderarbeit (wenn sie doch mal nicht ganz von allein reagieren) ist es so sinnvoller und einfacher.... Das heißt aber nicht, dass sie sich so nicht auch schön stellen und biegen lassen (nur da arbeitet man dann mehr mit Gewichtshilfen als mit Schenkel und es klappt wunderbar).
Aber im klassischen Dressurreiten kenn ich es auch nur wie von Fluli beschrieben.
 
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Fluli

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Ich bin ja mittlerweile im Westernreiten zuhause und je nach Stilrichtung wird da auch mit weichenden Hilfen gearbeitet
Ich kenne einige Leute aus der klassischen Reitweise, sowie einige Westernreiter. Bisher kannte ich aus beiden Richtungen eher das "Treiben" mit dem inneren Schenkel. Aber bei der Westernreitweise gibt es ja kein festes Regelwerk.
Ich selber habe auch die klassische "englische" Reitweise gelernt, gucke mich aber momentan nach Alternativen um. ;) Daher finde ich das Thema auch so interessant. :lol:
Gibts noch mehr Meinungen? ;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach und vielleicht noch nebenbei eine kleine Frage: Wie unterscheiden sich dann eure Hilfen zu den einfachen Seitengängen? Also wie unterscheidet ihr zwischen Biegungen/Kurven und seitlichen Schritten?
Ich biege mein Pferd mit dem inneren Schenkel, dem Gewicht in die entsprechende Richtung und, falls nötig, mit leichten Zügelhilfen. Bei den Seitengängen kommen die Hilfen dann eher von außen, um das "komplette" Pferd seitlich in diese Richtung zu treiben und eben nicht zu biegen. Entsprechend gehen dann natürlich auch die Zügelhilfen in diese Richtung.
Spannendes Thema, finde ich. :lol:
 
ShiGi

ShiGi

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Ich habe es so gelernt, wie du es beschrieben hast (also nicht wie im Video).
Bei uns wird um die Kurve geritten, indem man das Gewicht nach Innen verlagert, sprich das innere Bein "lang macht". Das äußere Bein treibt etwas weiter hinten in die Kurve. Der innere Schenkel sorgt dafür, dass das Pferd sich biegt und nicht nach innen fällt. Der äußere ist dafür zuständig, dass es auf der Linie bleibt und nicht nach außen ausbricht/abdriftet. Zusammen geben die Schenkel dem Pferd einen "Rahmen" vor, in dem es sich biegt und die Richtung vorgibt.
Grob vereinfacht würde ich sagen, dass die Schenkel eher für die Biegung und das Gewicht eher für die richtige Richtung (und später für Seitwärts usw.) veranzwortlich ist. Also gerade anders rum wie Rambo es vom Westernreiten beschreibt. (Wobei natürlich immer das Zusammenspiel entscheidend ist)
Aber da gibt es sicher je nach Perd, Reiter, Ausbildung usw. 1000 verschiedene Abstufungen ;)
 
Michse89

Michse89

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Oh sehr schön ^^
Ich hoffe irgendwann wird es bei uns genauso aussehen :)
Aber bis dahin ist es noch ein ziemlicher weg, doch wir sind fleißig am üben :mrgreen:
 
tessa-Ami-Keith

tessa-Ami-Keith

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Was ich zu dem „den inneren Schenkel in der Wendung anlegen“ noch sagen wollte, weil mein Trainer sehr viel mit Videoanalyse (Professionell) sozusagen „Studien“ durchgeführt hat und die Bewegungen der Pferde analysiert hat:

Der Pferdebauch schwingt ja im immer von links nach rechts, das heißt, man sollte den inneren Schenkel nicht die ganze Zeit anliegen lassen, sondern trozdem in der Bewegung mitgehen, daher eigentlich nur vermehrt Treiben (durch einen Impuls zum passenden Zeitpunkt). So biegt sich das Pferd noch mehr in der Wendung.
Wenn man innen treibt, während der Pferdebauch nach innen schwingt, bremst man den Schwung sozusagen aus und wirkt gegen das Pferd.
Daher kann man im Trab auf dem inneren Fuß leichttraben, wie auch im Schulterherein, um mit dem inneren Schenkel treiben zu können.
Wenn man den nur leicht anliegen hat stört es sicher nicht extrem, aber wenn man innen gegen die Bewegung treibt, kann das je nach Pferd viel ausmachen. :)


 
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Fluli

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Ich habe es so gelernt, wie du es beschrieben hast (also nicht wie im Video).
Bei uns wird um die Kurve geritten, indem man das Gewicht nach Innen verlagert, sprich das innere Bein "lang macht". Das äußere Bein treibt etwas weiter hinten in die Kurve. Der innere Schenkel sorgt dafür, dass das Pferd sich biegt und nicht nach innen fällt.
Also ich treibe sogar eher mit dem inneren Schenkel. Der äußere "verwahrt" etwa ein bis zwei Handbreiten hinter dem Gurt, um das Ausbrechen der Hinterhand zu verhindern. Der innere treibende Schenkel biegt das Pferd und sorgt dafür, dass das innere Hinterbein vermehrt nach vorne-innen tritt.
 
Missymannmensch

Missymannmensch

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Wer sagt denn das es im Western kein festes Regelwerk gibt?
 
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Fluli

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Wer sagt denn das es im Western kein festes Regelwerk gibt?
Naja, beim Westernreiten gibt es doch kein festes Regelwerk, wie beispielsweise bei der Reitlehre nach FN-Regelungen. Da hat man ja diese Standartwerke, nach denen gearbeitet wird bzw. werden soll. Zudem kenne ich einige Westernreiter, die auch im Turniersport tätig sind; selbst da ist die Hilfengebung teilweise sehr unterschiedlich.
Ich selber bin ja, wie gesagt, gerade dabei mich ein wenig in den verschiedenen Bereichen umzusehen und habe bisher auch nichts Derartiges gefunden. Bisher sind mir nur "Reitlehren" einzelner Trainer unter die Augen gekommen, die dann aber auch nur in manchen Kreisen als Standartwerk fungieren.

Viele Grüße

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Missymannmensch, Du darfst mich natürlich gerne eines Besseren belehren. Wenn Du schon so fragst, weißt Du da ja scheinbar mehr. :lol:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach und dann vielleicht auch direkt noch eine Frage an Dich, Missymanmensch, und an die anderen "Westernexperten": Hat die Unterschiedlichkeit der Hilfengebungen im Western etwas mit den verschiedenen Disziplienen (wie Reining, Trail etc...) zu tun? :eusa_think: Ich kenne Reiter aus sehr vielen Westerndisziplienen, manche üben auch mehrere aus. Aber allein unter den "Reining-Leuten", weiß ich von unterschiedlichen Hilfegebungen.
 
Thema:

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