Andere Hundebesitzer sabotieren Training, da sie ihren Hund nicht anleinen möchten

Diskutiere Andere Hundebesitzer sabotieren Training, da sie ihren Hund nicht anleinen möchten im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; firstHallo zusammen, Ich habe eine 3,5-jährige Mischlingshündin die als Straßenhund in Rumänien geboren ist. Mit 3 Monaten habe ich sie schwer...
Emmifinchen

Emmifinchen

Registriert seit
23.04.2012
Beiträge
84
Reaktionen
0
Hallo zusammen,
Ich habe eine 3,5-jährige Mischlingshündin die als Straßenhund in Rumänien geboren ist. Mit 3 Monaten habe ich sie schwer verletzt (Gebrochenes Becken und Nervenverletzung im Lendenwirbelbereich, aufgrund dessen hat sie mittlerweile eine gelähmte Rute die vor zwei Jahren amputiert werden musste) gefunden und als Zweithund bei mir aufgenommen.

Fina ist sehr ängstlich, sie erschreckt sich vor lauten Geräuschen, dunkel gekleideten Menschen, hastigen Bewegungen und vor allem auch vor anderen Hunden. Diese Angst war früher so stark ausgeprägt, dass sie, wenn andere Hunde auf uns zukamen und sie frei lief, lieber in den Fluss gesprungen und auf die andere Seite geschwommen ist, um dem anderen Hund auszuweichen. Da dieses Verhalten nicht gerade ungefährlich ist, sind wir dazu übergegangen sie mehr und mehr an der Schleppleine zu führen. Mittlerweile hat sich ihre Angst in Aggression gewandelt. Sie hat noch nie einen anderen Hund verletzt, aber es kommt eben u.U. zu einem Kampf. Wir haben leider den Zeitpunkt verpasst, an dem es noch möglich war das aggressive Verhalten von Anfang an zu unterbinden. Seit einiger Zeit arbeiten wir aber sehr intensiv mit ihr, haben uns umfangreich informiert und immer wieder Kontakt zu einer Hundetrainerin.
Nun zu meinem eigentlichen Problemen: Ich sehe mich zunehmend bei Spaziergängen mit dem Unverständnis anderer Hundebesitzer konfrontiert. Beispiel: Wir begegnen einer Gruppe von Hunden, davon sind zwei an der Leine, ein dritter kleiner Hund läuft frei und beginnt sofort wie verrückt zu bellen. Während ich versuche mit Fina an der kurzen Leine zügig in einem Bogen vorbeizulaufen, kommt der kleine Hund von hinten immer wieder zu Fina und kläfft sie an und „belästigt“ sie. Daraufhin gerät Fina in Panik, dreht sich um und geht auf den Hund los. Ich hatte keine Chance mehr. Schuld war am Ende ich – der arme kleine Hund. Aufgrund solcher Erlebnisse bin ich mittlerweile dazu übergegangen, schon von weitem darum zu bitten, dass freilaufende Hunde an die Leine genommen oder zumindest durch den Griff ans Halsband gesichert werden. Nicht immer stoße ich hierbei auf Verständnis. Es kommen i.d.R. Antworten wie: „Meiner macht aber nichts“ oder „Lassen sie ihren Hund doch frei, an der Leine ist immer schwierig“. Mir bleibt dann nichts anderes übrig, als zügig umzudrehen um die Situation zu entschärfen. Lange Erklärungen machen keinen Sinn, denn für Fina wird es zunehmend stressig wenn der andere Hund sich ungehindert auf sie zu bewegt. Ich frage mich, was so schwer ist den Hund an die Leine zu nehmen. Sicherlich gibt es sehr gut erzogenen Hunde, die sich tatsächlich auch ohne Leine kontrollieren lassen. Allerdings habe ich auch hier schon erlebt, dass ein Hund der zunächst brav ohne Leine bei Fuß ging, doch auf Fina losging als diese knurrte.

Auch im Stall wird es bei uns zunehmend schwierig. Ich bin seit fünf Jahren in diesem Stall und seit drei Jahren ist Fina mit dabei. Nun haben wir eine neue Einstellerin mit einer Hündin. Fina und die andere Hündin können sich nicht leiden. Gestern haben wir uns wieder getroffen und ich habe Fina angebunden. Die andere Person lässt ihre Hündin frei laufen. Zunächst mobbte diese meine ältere Hündin und verfolgte sie die ersten Minuten auf Schritt und Tritt. Meine Ältere lässt sich von sowas zum Glück nicht beeindrucken. Als ich gerade nicht aufgepasst habe, ist die Hündin dann allerdings zu Fina hin, die ja angebunden war. Fina ist daraufhin auf sie losgegangen. Schuld war wieder ich, denn laut Besitzerin sei ihre Hündin „bestimmt nicht zu Fina gegangen um sie anzugreifen“. Ja und? Warum musste sie überhaupt zu ihr gehen? Ich habe meinen Hund doch extra angeleint und erwarte dann von der anderen Besitzerinnen auch etwas mehr Verständnis. Sie hätte m.E. ihren Hund ebenfalls kontrollieren und vermeiden müssen, dass sie zu Fina hingeht. Außerdem kennt sie Finas Geschichte und weiß, dass sie schwierig ist. Nachdem ihr Hündin aber angegriffen wurde (Es ist nichts passiert, keine Verletzungen, Fina hat bisher noch nie richtig zugebissen) hat sie mich ziemlich angeschnauzt. Das Verhalten meines Hundes sei nicht entschuldbar und Fina sei ja „total heftig“. Ich war ehrlich gesagt stinksauer, habe aber um des Friedens willen nicht mehr viel dazu gesagt.

Dazu muss man auch sagen, dass sie mit ihrem Hund seit etwa 4 Monaten am Stall ist. Meine Hunde hingegen kommen seit 5 bzw. 3 Jahren mit. Sie sind es eigentlich gewohnt, dass sie dort frei laufen und toben dürfen (Das gesamte Gelände ist umzäunt). Nun muss ich wegen ihr meinen Hund anleinen, während sie anscheinend selbstverständlich davon ausgeht, dass ihr Hund weiter frei laufen darf (und dabei meine Hunde provoziert). Mit allen anderen Hunden die regelmäßig zum Stall kommen versteht Fina sich gut.


Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen? Ich habe mir vorgenommen, sie in Zukunft zu bitten ihren Hund ebenfalls anzuleinen. Für mich bedeuten solche Rückschläge immer wieder dass ich beim Training bei Null anfangen muss. Ich finde es unheimlich anstrengend, mich dauernd rechtfertigen zu müssen und dann trotzdem immer der Depp zu sein wenn etwas passiert.
 
12.02.2015
#1
A

Anzeige

Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.066
Reaktionen
352
Hey,

gehe ich recht in der Annahme, dass deine Hündin abrufbar ist?
Dann würde ich mir das anbinden schenken.

Damit hast du, auch wenn deine Motivation eine andere war, für deine Hündin die Notwendigkeit geschaffen überhaupt aggressiv nach vorne gehen zu müssen- und wie nervig das Verhalten der Einstellerin auch ist:
DU hättest in dem Moment deinen Hund schützen müssen indem DU die andere Hündin von ihr weg hältst.

Zumindest aus der Perspektive deines Hundes hast du da einen großen Teil deiner Glaubwürdigkeit eingebüßt um das mal fürs Training zu betrachten.
Und Leinenaggressionen gehören zu den Dingen, die man am einfachsten "raus" bekommt.

Sicheren Grundgehorsam, Alternativverhalten und die 1000%ige Garantie, dass ich jeden Hund von meinem Hund fern halte.
Dann musst du deinen Zwockel auch nicht anleinen, wenn sie weiß, dass du auch offline dafür sorgst, dass ihr keiner auf den Pelz rückt.

Da würde ich viel eher ansetzen als die Leinenaggression immer weiter zu verschlimmern indem man solche Situationen wie du sie beschrieben hast immer wieder durchspielt.
Dass Fina noch niemanden verletzt hat zeigt ja auch recht klar, dass sie das auch noch nicht vor hatte, sondern nur in Verteidigungs-und Abwehrverhalten gefallen ist.

Gerade Hündinnen untereinander fackeln da nicht lange, wenn ihnen das wirklich ernst ist.

Ich würde Fina vermutlich an deiner Stelle weiter offline laufen lassen und die Einstellerin bitten ihrerseits darauf zu achten, dass ihr Hund sich von Fina fern hält und du solltest ebenfalls dafür sorgen, dass sie eben nicht zu Fina hingeht;)
Das bekommt man auch bei Hunden, die sich spinnefeind sind eig. immer ganz gut gewuppt, wenn man weiß wie man aktiv blockieren kann.

Wenn du bereits Kontakt zu einer Trainerin hast würde ich die auch nochmal ganz gezielt drauf ansprechen- "Zeitpunkt verpasst" ist bei Leinenaggression nämlich wirklich Quatsch:)
Selbst hochaggressive Hunde, die schon auf 500 Meter Distanz ausrasten wie nur was bekommt man mit dem richtigen Training unter Kontrolle;)
Stichwort ist hier systematische Desensibilisierung.
 
WaldKatz

WaldKatz

Registriert seit
23.08.2010
Beiträge
713
Reaktionen
0
Hallo,

Als erstes ist ihr Hund ja nicht direkt abrufbar, da die Hündin Panik bekommt und lieber flüchtet - hatte Sie ja gesagt.

Zu sagen Leinenangression sei am einfachsten raus zu bekommen, finde ich ehrlich gesagt mehr als mutig ;)
Die Sache ist einfach dass es Hunde gibt die partou keine Nähe dulden wollen, und wenn dann eben solch rücksichtslose Hundehalter kommen, macht es einem das Leben echt nicht leicht.
Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe diese Situationen selber oft genug.... Auf dieses doofe "meiner tut aber nichts" sage ich mittlerweile nur noch "schön, meiner schon!"... Manchmal hilfts.

Bei meinem angstagressiven Ben, reicht es schon wenn ein Hund auf 2m zielstrebig und "großkotzig" oder pöbelnd ankommt, dann ist bei ihm Ende.... Und auf diese Distanz ist es für mich schwer den anderen Hund zu blockieren.
Zumal ich es für fast unmöglich halte einen Hund, der ernsthafte Absichten hat, zu blocken...
Als ich genau wusste dass dieser ausgebüchste Nachbarhund angreifen würde, und vorbereitet war, wusste ich trotzdem nicht wie dieser Hund so schnell an mir vorbeikam. Also eine 1000% Sicherheit? In meinen Augen nicht realisierbar.

Im speziellen Fall des Reitpkatzes würde ich z.B versuchen erstmal zusammen Gassi zu gehen... Wirkt manchmal Wunder!
Ansonsten eben abwechseln welcher Hund gerade freilaufen darf, und wenn die Dame gar nicht kooperiert würde ich mit dem Besitzer des Reitplatzes sprechen.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.066
Reaktionen
352
Hey,

warum läuft sie dann überhaupt frei auf dem Gelände, wenn sie das nicht ist?;)
Gerade an einem Stall sollte das ja doch Mindestanspruch sein um Hund und Pferde nicht zu gefährden.

Natürlich ist das nicht leicht, aber angstmotivierte Leinenaggression bekommt man wesentlich eher in den Griff als die meisten anderen Dinge.
"Zeitpunkt verpasst" gibt es dabei nicht.

"Ernsthafte Absichten" haben auch die allerwenigsten Hunde.
Bisher sind mir exakt 2 unter gekommen, die das hatten.

Ich habe auch eine angstaggressive Hündin und doch, es geht;)
Aber den Hund anzubinden ist halt die denkbar schlechteste Alternative in der Konstellation.
 
WaldKatz

WaldKatz

Registriert seit
23.08.2010
Beiträge
713
Reaktionen
0
Hey,

Ich habe wie gesagt auch einen Angstagressiven Rüden und ja, im großen und ganzen geht es.
Aber z.B alleine durch die Situation mit dem Nachbarhund (der Ben so schlimm verletzte dass er unter Narkose zusammen geflickt werden musste), weiß ich dass es keine 1000%ge Sicherheit geben kann.

Es gibt aber auch Situationen wo nichts anderes als anleinen geht - die Themenerstellerin sprach ja auch von Spaziergang- Begegnungen.

Ich hatte bisher keine anderen Probleme als diese Agression, also weiß ich nicht wie leicht oder schwer es im Vergleich zu trainieren ist...
Aber ich weiß sehr wohl, dass das Verhalten mancher SonntagsHundehalter (so nenne ich Sie), einem das Training echt schwer machen kann, somit war (und ist es) für uns nicht so einfach wie es sich bei dir anhörte :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.066
Reaktionen
352
Aber ich weiß sehr wohl, dass das Verhalten mancher SonntagsHundehalter (so nenne ich Sie), einem das Training echt schwer machen kann, somit war (und ist es) für uns nicht so einfach wie es sich bei dir anhörte :)
Stimmt, da muss man sich einfach durchsetzen:p
Nein, Sonntagshundehalter sind doof, keine Frage, aber gerade die Situation am Stall wäre wesentlich eleganter lösbar.
 
louiss

louiss

Registriert seit
17.09.2014
Beiträge
636
Reaktionen
0
hi ich hatte auch nen unsicheren rüden... wenn ihm hunde zu nahe kamen, hab ich meinen an die leine genommen, oder eng bei meinem bein gehalten und den anderen hund abgewehrt. das ging ein halbes jahr so, dann ist es besser geworden. manchmel musste ich mehrere hunde pro woche abwehren (weils das verhalten des eigenen hundes sowas auch provoziert), ich kam mir selbst schon wir ein wachhund vor, weil ich ständig auf lauerstellung war wenn wir spazieren waren. wenn man selbst die fremden hunde abwehrt, muss der hund das nicht mehr tun, irgendwann vertraut er einem und kommt von selbst ans bein wenns zu ner situation kommt die er nicht einschätzen kann. bei dem ganzen ist es aber wichtig den fremden hund zuerst zu sehen, sonst funktioniert es nicht.... zumindest nicht bei mir;)

es hilft auch zu sagen, dass dein hund gerade durchfall oder flöhe hat, so schnell kannst du gar nicht kucken wie die ihre hunde von deinem wegholen hihihi
 
Zuletzt bearbeitet:
Emmifinchen

Emmifinchen

Registriert seit
23.04.2012
Beiträge
84
Reaktionen
0
Also: Fina ist nicht zuverlässig abrufbar, insbesondere nicht wenn andere Hunde auf sie zu kommen. Ich finde deine Aussagen ehrlich gesagt teilweise etwas sehr pauschalisiert, Midoriyuki. Fina zeigt KEINE klassische Leinenaggression. Ich kann sie durchaus ruhig an der Leine an anderen Hunden vorbeiführen. Sie rastet nicht schon von weitem aus, meistens bellt sie nicht mal. Das kommt höchstens mal vor, wenn ein Hund unvermittelt vor ihr um die Ecke kommt und sie sich erschreckt. Deswegen war für uns die Variante, ruhig an der Leine an anderen Hunden in einem Bogen (nicht frontal) vorbeizugehen momentan der Weg der am besten funktioniert hat. Wenn ich sie frei lasse, riskiere ich nach wie vor dass sie davon läuft bzw. es zu einem Kampf kommt. Habe ich sie jedoch angeleint, geht sie meistens ruhig bei Fuß und macht einen weitaus entspannteren Eindruck als wenn ich sie frei lasse und sie auf sich gestellt ist. Das funktioniert jedoch nicht, wenn andere Hunde einfach auf uns zu rennen. Ich finde nicht, dass deine Aussagen für jeden Hund passend sind. Wie schon gesagt, sie ist nicht typisch Leinen aggressiv und ist weitaus verunsicherter, wenn sie frei läuft.

Abgesehen davon verhält sie sich unabhängig davon, ob sie an der Leine ist oder nicht aggressiv gegenüber anderen Hunden, wenn diese ihr zu nahe kommen. Das ist aber auch unterschiedlich, manche Hunde mag sie und fängt sofort an zu spielen, auf andere geht sie auf einmal los, auch wenn die Begegnung zunächst ruhig abgelaufen ist. Da Fina keine Rute hat, ist es für mich teilweise sehr schwer ihre Stimmung abzuschätzen. Meiner Meinung nach ist sie aber auch keinesfalls verpflichtet, mit allen Hunden zu spielen und alle Hunde zu mögen und in ihrer Nähe zu dulden. Deswegen sehe ich da eben die Verantwortung auch bei den anderen Hundebesitzern. Ich erlaube meiner älteren Hündin - die immer frei läuft - auch nicht zu Hunden hinzugehen die angeleint sind. Ich rufe sie dann ab oder lasse sie so lange sitzen, bis die anderen Hunde vorbei gegangen sind. Dieses Verhalten erwarte ich eben auch von anderen Hundebesitzern. Leider ist das meistens nicht der Fall. Und das ärgert mich enorm.

Mit „Zeitpunkt verpasst“ meine ich nicht, dass ihre Angst bzw. Aggression nicht mehr korrigierbar ist. Ich meine damit lediglich, dass wir den Moment verpasst haben, als ihr Verhalten umgekippt ist. Wie schon gesagt, wir arbeiten sehr intensiv mit ihr. Sowohl am Grundgehorsam als auch an dem Aggressions/ Angst Problem.
Es war vielleicht nicht das schlauste, Fina anzubinden. Meine Hunde haben jedoch ihre festen Plätze am Reitstall. Dort binde ich sie immer an, wenn ich z.B. mein Pferd longiere oder reite und nicht möchte, dass sie in dieser Zeit frei laufen. D.h. es ist keinesfalls eine neue Situation für Fina, sie kennt ihr Plätzchen und legt sich meistens freiwillig nach einer Weile dort hin. Ich war leider so naiv zu glauben, dass die andere Hundebesitzerin ihren Hund kontrolliert und dafür sorgt, dass er sich von meinen Hunden fern hält. Ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen, dass sie ihrer Hündin erlaubt zu Fina hinzugehen.




 
louiss

louiss

Registriert seit
17.09.2014
Beiträge
636
Reaktionen
0
hi emmifinchen,

ich kann durchaus verstehen, dass es einen ärgert, wenn andere halter ihre hunde auf den eigenen drauf laufen lassen oder frei laufen lassen obwohl sie null abrufbar sind. ich hab das selbst ein dreiviertel jahr mitmachen müssen, meiner wiegt nur drei kg, d.h. jedesmal wenns zu einem unschönen zusammentreffen kam, schwebte meiner fast in lebensgefahr. aber das ist halt so. das ist überall in deutschland so. dafür dürfen wir hier in deutschland aber auch unsere hunde frei laufen lassen, im ausland wird das teilweise sehr viel strenger gehandhabt. man kann sich jetzt einfach weiterhin drüber aufregen, oder es eben halt irgendwann hinnehmen und selbst was tun, das heißt wenn der andere halter auf deine bitte hin seinen hund nicht zurückruft oder zurückrufen kann, dann hat er eben mit der konsequenz zu rechnen, dass du seinen hund abwehrst (auch dafür wird man in vielen fällen nen dummen spruch kassieren) man kann dabei auch freundlich darauf hinweisen, dass sonst das ganze training zunichte gemacht wird.

man kann meist auch an den lippen ablesen, ob sich hund mögen, wenn du siehst, dass bei einem sich die lippen nach vorne kräuseln (ähnlich wie bei nem kuss), dann heißt es als halter schnell zu reagieren, denn dann ist der hund kurz vorm schnappen.

es gibt auch noch die methode der gelben schleife, die man gut sichbar an die leine macht. nur viele kennen das gar nicht.

wegen dem reitstall...was hältst du davon wenn ihr euch plätze aushandelt, wo der jeweils andere hund nicht hin darf solange ihr beide da seid?
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.066
Reaktionen
352
Off-Topic
man kann meist auch an den lippen ablesen, ob sich hund mögen, wenn du siehst, dass bei einem sich die lippen nach vorne kräuseln (ähnlich wie bei nem kuss), dann heißt es als halter schnell zu reagieren, denn dann ist der hund kurz vorm schnappen.
Im Optimalfall lasse ich es soweit nicht kommen- bei runder Maulspalte ist schon allerhöchste Eisenbahn und vor allen Dingen die Bereitschaft zum Beschädigungsverhalten auch schon durchaus gegeben, wenn man da nicht deeskaliert.
 
louiss

louiss

Registriert seit
17.09.2014
Beiträge
636
Reaktionen
0
dann sag doch mal wie man im optimalen fall erkennt, dass der hund keinen bock auf den fremden hund hat, der da gerade angelaufen kommt, wenn er keine rute hat und das mit der schnute machen schon zu spät ist.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

Registriert seit
13.12.2010
Beiträge
6.066
Reaktionen
352
Off-Topic
Körperhaltung, Körperspannung, Blickrichtung, Ohren, Lefzen (die können nämlich mehr als nur rund werden;) ), Falten der Gesichtshaut, Augen, Atmung und Bewegungsrichtung.
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

Registriert seit
12.12.2014
Beiträge
3.556
Reaktionen
139
Hallo.
Ich habe mir wegen solch "schlauer" Hundebesitzer eine 5Meter Schleppe gekauft.
Wenn ein unangeleinter Hund angelaufen kommt (heute wieder 2 mal ;) ) , halte ich die Leine erst normal bei Fuß mäßig, wenn er angerannt kommt, lasse ich sie einfach auf den Boden fallen und halte das Ende der Leine fest.
(Man sollte seinen Hund aber gut kennen und es akzeptieren wenn er von sich aus hinter einem geht, was bei einem angst agressiven Hund m.M. nach ein RIESEN! Kompliment an den Halter ist!!!)

Der Vorteil ist, dass man SEINEN Hund an der Leine hat, ihn aber jederzeit unter Kontrolle hat.
Das erleichtert es mir, entspannter in einer Konfliktsituation zu reagieren.
Mein Vorteil ist es zugegebener Maßen, dass mein Hund mir mittlerweile soweit vertraut, dass er "aus" macht, wenn ich den anderen Hund (sollte dieser auf MEINE drauf gegangen sein) fest halte.

So brauch ich auch kein du**** Kommi von der anderen Seite persönlich nehmen :p

Letztens ne ganz tolle Begegnung^^

Frau mit 2 Blindenhunden (ja!!) geht spazieren.
Die eine hört net und kommt freudig auf uns zu, meiner war es zu schnell (wiegt 20KG) und sie fing an zu kläffen.
Dann kam der Rüde auch noch angelaufen und irgeeeendwann auch die Besitzerin:
"Gott oh Gott was is denn das"
Ich: "ja, ich resozialisiere meinen Hund.........-.-!"
Sie: "ja dann lassen sie ihre nicht mehr an meine hunde!!"
Ich: "ääääh.. mein Hund ist nicht abgehauen..:mrgreen:"
Sie: "Ja schauen sie mal, ihr Hund hat garkein Interesse an ihnen, der schnüffelt auf der Wiese rum"

jaaaaaaa... ich war froh, dass sie eine Alternativmöglichkeit gesucht hat, um aus dieser Situation raus zu kommen.
Aber man kanns net jedem recht machen:p


_____________
Noch was: Bei Hunden, die mit Schwanz hoch oder sonst irgendwie komisch daher kommen (was man als Hundebesitzer erkennen sollte), lasse ich sie nicht lang, sondern halte sie bei mir (etwa 1 Meter Leine, denn sonst fühlt sich der Hund m.M. nach eingeengt und dann gehts erst recht los!) und versuche an dem Hund vorbei zu gehen, wenn das nicht klappt oder er aus irgend einem Grund zu meinem Hund gekommen ist, packe ich mir den Hund (zugegebener Maßen habe ich schon oft Glück gehabt, denn mir ist es in dem Moment egal WO ich den Hund packe, es ist einfach Reflex, von einer Schäferhündin habe ich ne Bisswunde auf der Hand, bin aber nicht zum Arzt gegangen.)

Mittlerweile habe ich auch gemerkt, dass die Schleppleine, auch weil ich ihr daran Freiraum gebe, ihr SICHERHEIT gibt.
Am Anfang habe ich sie los gemacht, wenn sie sich mit Hunden verstand, weil ich dachte, die wäre nicht mehr nötig.
In der nächsten Sekunde überforderte sie der Hund, und sie reagierte mit Schnappen.
MIT der Leine (auch wenn ich sie schleifen lasse) passiert es durchaus seltener.

So, ist n bissl lang geworden und vielleicht auch durcheinander aber man fängt halt an zu schreiben......:mrgreen:
 
louiss

louiss

Registriert seit
17.09.2014
Beiträge
636
Reaktionen
0
Off-Topic
@midoriyuki dake sehr :)

@hundefreundin12 was hat denn die aufgetellte rute damit zu tun? ich frage deshalb weil der schwanz von meinem hund fast immer senkrecht in die höhe steht. ich habe auch schon beobachtet, dass große hunde ihre schwänze entspannt nach unten hängen lassen... und ich frage mich, ob das an der erziehung liegt.... oder am alter.... oder an der rasse....:eusa_think:
 
willi79

willi79

Registriert seit
17.08.2011
Beiträge
7.477
Reaktionen
0
Off-Topic
Die Haltung von der Rute, hat mitunter was mit seiner "Stimmung" zu tun.
Viele Hunde ziehen bei Angst den Schwanz ja ein, bei Erregung wird gewedelt usw usw. Hochgetragene Rute könnte ein selbstbewusten Hund sein , allerdings muss man auch auf die gesamte Körpersprache achten, Ohren usw ... ausserdem sind ja auch einiege Rassen so gezüchtet das diese Merkmale verfälscht werden, z.B. der Mops kann seine Rute nicht einklemmen, und Muss sie immer oben tragen.
Ich habe oft den Eindruck das grade kleine Hunde sich mit der Hochgetragenen Rute Größer machen.
 
Choupette

Choupette

Registriert seit
03.08.2014
Beiträge
2.711
Reaktionen
20
Mal zum Eingangsposting:

Wenn ich mal beide Seiten betrachte, dann kann ich absolut nachvollziehen, wie nervig es ist, wenn die anderen Hunde einfach angerannt kommen und die Besitzer dann noch einen Spruch drauf haben wie "Meiner ist ganz brav.". Da könnte ich auch wahnsinnig werden. Andererseits brichst du dir keinen Zacken aus der Krone, wenn du dir einen kurzen (!) Satz überlegst, was mit deiner Hündin los ist oder warum es für dich so wichtig ist, dass die anderen Hunde nicht einfach angehampelt kommen. Du musst keine ellenlange Rechtfertigung angeben, theoretisch müsstest du ja nicht einmal diesen von mir vorgeschlagenen Satz sagen, aber das Ergebnis siehst du jetzt: Kaum Verständnis von der anderen Seite und Genervtheit auf deiner Seite.

Ich muss auch sagen, dass es mMn Gassiorte gibt, wo es kein Beinbruch ist, wenn ein Hund nicht 100%ig abrufbar ist. Mein Hund ist meist ein Aas an der Leine, im Freilauf aber unglaublich klasse und bisher immer abrufbar gewesen. Durch seinen Leinenverhalten bin ich trotzdem immer ein bisschen misstrauisch bei ihm.;) Sollte ich ihn also nicht ableinen, bis er "perfekt" ist? Ne. Ich möchte einen Hund haben, keine Maschine. Der kann immer mal entwischen oder nicht hören, das kann ich aber doch nicht zu seinen Lasten werden lassen, nur weil andere Hunde ein "Problem" haben. (Das von mir bevorzugte Gebiet ist von der Straße durch einen Zaun getrennt, ich spreche jetzt natürlich nicht davon das Risiko einzugehen, wenn man neben der Schnellstraße Gassi geht.)

Ich persönlich würde meinen Hund allerdings auf fremdes Bitten sofort anleinen, allein um meinen ggf. damit zu schützen. Auch ohne Erklärung des anderen. Aber da gibts ja auch andere Exemplare von Mensch und die denken gar nicht erst nach oder haben so oft positive Erfahrungen gemacht, dass negative erstmal unwahrscheinlich erscheinen. Von daher: Probier doch einfach mal etwas aus, das dir helfen könnte. Entweder ein kurzes "Mein Hund ist fremden Hunden gegenüber nicht gerade aufgeschlossen.", das typische "Der hat Flöhe/irgendeine ansteckende Krankheit." oder etwas drastischeres. Klar bist du damit irgendwie dabei dich für deine Entscheidung zu rechtfertigen, aber anders ärgerst du dich ja nur, von daher würde ich den einfacheren Weg gehen und meine Nerven schonen. (Und jedes mal umdrehen wäre mir definitiv zu blöd!)
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

Registriert seit
12.12.2014
Beiträge
3.556
Reaktionen
139
Off-Topic
Die Haltung von der Rute, hat mitunter was mit seiner "Stimmung" zu tun.
Viele Hunde ziehen bei Angst den Schwanz ja ein, bei Erregung wird gewedelt usw usw. Hochgetragene Rute könnte ein selbstbewusten Hund sein , allerdings muss man auch auf die gesamte Körpersprache achten, Ohren usw ... ausserdem sind ja auch einiege Rassen so gezüchtet das diese Merkmale verfälscht werden, z.B. der Mops kann seine Rute nicht einklemmen, und Muss sie immer oben tragen.
Hallo.
Genau, als Hunde Besitzer erkennt man meist, ob der Hund entspannt mit Schwanz hoch und sonst freundlich und "locker" oder eben diese "Grrrr" Stellung hat und so auf einen zugelaufen kommt.
Hätte ich noch dazu schreiben sollen :)
 
S

Soluna

Registriert seit
30.07.2014
Beiträge
118
Reaktionen
0
Hallo Emmifinchen,

wie kommst du darauf, dass DU schuld an den beschriebenen Vorfällen wärest? Meines Wissens ist das immer der Hundebesitzer, dessen Hund eben nicht angeleint war...
Ansonsten hätte ich die Idee, dass du dir ein T-Shirt anziehst, wo etwas in der Art drauf steht wie "wir sind im Training, bitte nicht stören" oder "Vorsicht Problemhund", möglichst wenig und großer Text. Vielleicht bringt das die anderen Besitzer zur Einsicht und Vorsicht? Ansonsten fällt mir noch eine Wasserpistole ein, wenn die anderen Besitzer ihren Hund auf deine Bitte nicht anleinen oder bei sich halten, aber da müsste ein anderer Hund auch schon näher dran sein und Freunde macht man sich damit sicher auch nicht. :roll:
 
Thema:

Andere Hundebesitzer sabotieren Training, da sie ihren Hund nicht anleinen möchten

Andere Hundebesitzer sabotieren Training, da sie ihren Hund nicht anleinen möchten - Ähnliche Themen

  • Ärger mit anderen Hundebesitzern...

    Ärger mit anderen Hundebesitzern...: Ich war gestern mit meinem Hund lange spazieren, auf einem eingezäunten Hundeauslaufplatz wollte ich dann noch eine Pause machen - und meine...
  • Hundebesitzer und ihre (Problem)Hunde

    Hundebesitzer und ihre (Problem)Hunde: Hey Leute! Ausnahmsweise stelle ich hier keine Frage, sondern würde einfach gerne eine Diskussion ankurbeln,bei der ihr eure Stinker und deren...
  • Uneinsichtige Hundebesitzer

    Uneinsichtige Hundebesitzer: Hallo! Ich wollte euch mal nach einer Meinung zu einem bestimmten Thema fragen. Ein bisschen Vorgeschichte dazu: Meine deutsche Schäferhündin Pina...
  • Ärger über (einen) andere(n) Hundebesitzer

    Ärger über (einen) andere(n) Hundebesitzer: Habe mich heute zum wiederholten mal geärgert! Ich gehe ja mit meiner Zicke jetzt immer zum "Hundeauslauf" Bei uns ist kein Leinenzwang und das...
  • Totaler Neuling, Ersthund, brauche erfahrene Hundebesitzer zur Hilfe

    Totaler Neuling, Ersthund, brauche erfahrene Hundebesitzer zur Hilfe: Hallo ihr Lieben, gezielt an stolze Besitzer von Jackis! :D Ich habe jetzt schon etwas im Forum rumgeschnüffelt aber noch nichts richtig...
  • Ähnliche Themen
  • Ärger mit anderen Hundebesitzern...

    Ärger mit anderen Hundebesitzern...: Ich war gestern mit meinem Hund lange spazieren, auf einem eingezäunten Hundeauslaufplatz wollte ich dann noch eine Pause machen - und meine...
  • Hundebesitzer und ihre (Problem)Hunde

    Hundebesitzer und ihre (Problem)Hunde: Hey Leute! Ausnahmsweise stelle ich hier keine Frage, sondern würde einfach gerne eine Diskussion ankurbeln,bei der ihr eure Stinker und deren...
  • Uneinsichtige Hundebesitzer

    Uneinsichtige Hundebesitzer: Hallo! Ich wollte euch mal nach einer Meinung zu einem bestimmten Thema fragen. Ein bisschen Vorgeschichte dazu: Meine deutsche Schäferhündin Pina...
  • Ärger über (einen) andere(n) Hundebesitzer

    Ärger über (einen) andere(n) Hundebesitzer: Habe mich heute zum wiederholten mal geärgert! Ich gehe ja mit meiner Zicke jetzt immer zum "Hundeauslauf" Bei uns ist kein Leinenzwang und das...
  • Totaler Neuling, Ersthund, brauche erfahrene Hundebesitzer zur Hilfe

    Totaler Neuling, Ersthund, brauche erfahrene Hundebesitzer zur Hilfe: Hallo ihr Lieben, gezielt an stolze Besitzer von Jackis! :D Ich habe jetzt schon etwas im Forum rumgeschnüffelt aber noch nichts richtig...