Pferd lässt sich nicht bremsen

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Lou Fee

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Hallo,meine Reitbeteiligung, eine Fjordstute, läuft im Schritt 1a,aber aber im Galopp und vor allem im Trab stützt sie
sich auf die vorderbeine, schiebt Mit den hinterbeinen nur an und hängt sich in den Zügel. Sie ist dann auch nicht mehr zu bremsen. Meine reitlehrerin arbeitet auch an dem Problem, aber ich weiß nicht,was ich in der Stunde tun soll,damit sie sich wieder auf die hinterbeine stützt und sich bremsen lässt. Bitte helft mir!
 
17.02.2015
#1
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lotti96

lotti96

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du solltest tief im Pferd sitzen, schöne Anlehnung am Zügel, kleine Paraden zur Aufmerksamkeit und schön von hinten an die Hand rantreiben. Vorallem das Bein ruhig halten und nur mit der Wade treiben.
Versuchs mal...:)
 
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Lou Fee

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Danke,ich versuch's mal,meine Lehrerin hat gesagt ich soll auch viele kurven reiten.stimmt das und gibt's sonst noch irgendwelche Tricks?
 
lotti96

lotti96

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ja gut, immer wenn sie schneller wird, reitest du solange Volten oder Zirkel (je nach Tempo) bis du wieder das Gefühl hast sie unter Kontrolle zu haben :)

Du musst Spannung im Körper haben. Nen geraden Rücken, nen sauberen Sitz, solltest das Pferd eben nicht stören. Das könnte ja auch der Grund sein, dass sie schneller wird, weil sie einfach vielleicht die Hilfen falsch deutet.
 
ShiGi

ShiGi

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Das klingt stark danach, dass sich das Pony in höheren Gangarten nicht ausbalancieren kann. Also legt sie sich auf den Zügel und rennt nach vorne weg.
Der Ansatz deiner Reitlererin, viele Kurven zu reiten, ist schonmal sehr gut. Denn dadurch kommt sie besser an deine Hilfen und dur lernst, sie einzurahmen. So lernt sie nach und nach, sich selbst zu tragen.
Wenn sie sich gerade akut auf den Zügel legt, darfst du nicht gegenhalten, sondern musst mit mindestens einem Zügel nach geben. Dann kann sie sich nicht mehr darauf "abstützen". Gleichzeitig treibst du von hinten, damit die Hinterhand aktiver wird.

Ich würde an deiner Stelle, wie von deiner RL vorgeschlagen, auf dem Platz hauptsächlich auf gebogenen Linien reiten. Dabei immer darauf achten, dass sie fleißig vorwärts geht und nicht auf die Vorhand fällt. Das innere Bein treibt, damit sie mit dem inneren Hinterbein unter den Schwerpunkt tritt, das äußere verhindert, dass sie nach außen weg driftet.
Im Gelände würde ich vorerst auf lange, ebene Strecken gerade aus verzichten. Gut ist hügeliges Gelände, denn bergauf stärkt die Hinterhand.

Was auch helfen könnte, ist Stangenarbeit. Allerdings musst du darauf achten, dass sie dabei nicht wegrennt, sondern darauf achtet, wo sie ihre Füße hinsetzt (kopflos über die Stangen rennen kann für Pferd und Reiter gefährlich werden). Durch die Stangenarbeit muss sie sich auf ihren Körper konzentrieren und ihn gezielter einsetzen. Idealerweise sollte sie den Kopf fallen lassen und die Hinterhand sollte aktiver werden, sodass sie beginnt, über den Rücken zu gehen.
 
DancingDesiree

DancingDesiree

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ShiGis Beitrag kann ich nur unterschreiben:)
Was mir immer viel geholfen hat sind wie schon gesagt enge Wendungen und verschiedene Bahnfiguren reiten, damit sich das Pferd auf dich konzentriert. Trab Schritt übergänge halfen bei uns auch.
Das Pferd sollte immer Anlehnung bekommen und die Hinterhand aktiv gemacht werden.
Viel Glück und berichte wie es läuft:)
Lg DD
 
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Machtnix

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Erstmal sollte die Geschwindigkeitskontrolle nicht über den Zügel gehen. Ich gehe mal davon aus, dass du Englisch reitest.
Du trabst dein Pferd an und trabst leicht. Der Zügelkontakt sollte stabil aber mit wenig Zug sein. So ca. 50-100g (das Gewicht eines Handys). Deine Hand sollte nicht steif sein, sondern locker und weich den Bewegungen des Pferdekopfes folgen. Dafür musst du deine Schultern und Unterarme entspannen. Oft hilft es, die Zügel zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten und die restlichen Finger locker zu lassen und mit ihnen den Ausgleich zur Bewegung des Pferdekopfes herzustellen (was immer als Schwamm ausdrücken bezeichnet wird).
Du passt dich vollkommen den Bewegungen deines Ponys an, egal wie es trabt. Wenn du das Gefühl hast, dass das Pony dir zuhört und sich ganz ungezwungen unter dir bewegt (Pferde lieben es, in ihrem Bewegungsablauf nicht gestört zu werden), stehst du beim Leichttraben langsamer auf.
Es ist dabei wichtig, dass du langsam und hoch aufstehst, das Hinsetzen erfolgt dann wieder im Takt. Manchmal muss man das erst üben und wechselt unabsichtlich den Fuss, das ist nicht schlimm. Sollte sich dein Pony nach ca. 1/2 Runde auf dem Zirkel nicht auf die von dir angesagte Geschwindigkeit einstellen, gibst du am äußeren Zügel immer dann eine mit tiefer Hand gegebene Parade, genau zu dem Zeitpunkt wenn du dich hinsetzt. Dann ist das äußere Hinterbein nämlich gerade in der richtigen Phase.
Das funktioniert - richtig umgesetzt - immer. Deine RL wird dir helfen.
Jetzt hast du die richtige Arbeitsgeschwindigkeit und kannst damit beginnen das Pony zu vermehrter HH Aktion zu ermuntern.

Ich möchte hier mal 2 schöne und leicht zu reitende Übungen beschreiben.
1. Das Reiten in Außenstellung auf gebogenen Linien
2. Herausschicken der HH auf gebogenen Linien

Die Außenstellung sollte klar sein. Hier ist nur wichtig, dass die gebogene Linie eine entsprechend richtige Größe hat. Diese richtet sich nach Rittigkeit und Körperbau des Pferdes.
Beim Herausschicken der HH, reitet man auf einer gebogenen Linie und legt den inneren, treibenden Schenkel zurück. Diese Übung bremst auch gleichzeitig das Pferd.
Beide Übungen, schulen nicht nur die HH, sie verbessern auch das Gleichgewicht des Pferdes.
Wichtig ist, nicht zu lange zu üben. Wenn die Übung gelingt, sofort das Pferd herauslassen und nach sehr kurzer Zeit wieder beginnen. Es ist wichtig eine Übung nicht zu lange zu reiten, dafür aber sehr häufig in schneller Abfolge.

Später kannst und solltest du dann Stellungswechsel auf gebogenen Linien (10-15m) reiten, um das Gleichgewicht des Ponys zu schulen. Das Pony sollte dann nicht mehr schwanken.

Es gibt noch weitere Übungen, die jedoch nicht so einfach beschrieben werden können und je nach Pferd stark variieren.
Korrekturdauer ca. 3-9 Monate. Je nachdem wie häufig so geritten wird, wie alt das Pferd ist, wie schnell es Muskulatur auf- und abbaut.
 
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