Mein Hund hat totale Panik beim spazieren an der Straße!

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Anne_91

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Hallo ihr Lieben!
Unser kleiner großer Butch (4 1/2 Monate alter Rüde) ist der liebste Hund der Welt, hört unangeleint super und bringt uns viel Freude. Unsere Hundetrainerin meint allerdings, er wäre für sein Alter schon sehr frech, dDas ist aber nicht das Problem. :p
Unser größtes Problem ist, dass es kaum möglich ist, mit ihm an der Straße spazieren zu gehen. Wir wohnen in einer 30-er Zone in der Stadt und hier ist alles gut. Auch hier, also in unserer Gegend, fahren alle möglichen Fahrzeuge, er schaut zwar hin aber hat keine Angst. Jedenfalls seh ich ihm sie nicht an. Er läuft lieb neben mir her und die Leine ist selten straff. Wenn wir
dann aber mal an der "Hauptraße" laufen, ist es als ob der nächste Weltkrieg neben ihm ausgebrochen ist. Er hat totale Panik, rennt los und zerrt in jede Nebenstraße, Auffahrt oder was auch immer grade da ist. Ich habe in der Hundeschule gelernt, wenn er zieht, stehenbleiben und ihn mit dem "Handtouch" anlocken. Sobald er auf michzukommt, geh ich weiter. Dann wird aber sofort weitergezogen. Ihr könnt euch das also so vorstellen, dass ich alle 30 Centimeter stehenbleibe und ihn wieder rufe. Inzwischen brauch ich schon gar nicht mehr rufen, nach einer Weile versteht er, er muss auf mich zugehen damit es weitergeht. Ich muss dazu sagen, bei mir ist es schon besser geworden, er geht zwar straff an der Leine, aber zerrt nicht. Aber nur bei mir. Bei meinem Freund und meiner Schwiegermutter zerrt er wie ein Bekloppter. Er wiegt jetzt schon knapp 20kg und das geht so nicht mehr weiter. Wir werden ihn nicht mehr lange halten können. Außerdem hat er ja auch Angst und ist supergestresst und das ist für ihn ja echt nicht schön. Wenn wir zu unseren Feldern gehen, müssen wir ein kleines Stück an der Straße laufen, und schon beim drauf zugehen wird er immer angespannter. Ich selbst bleibe ruhig und ignoriere sein Verhalten (stehen bleiben, zurück ziehen) und gehe einfach weiter. Wenn wir erstmal da sind, ist alles toll, er hüpft und freut sich, rennt rum und alles. Selbst wenn ein Traktor kommt, zeigt er keine Angst. Mir ist es also ein totales Rätsel. Ich habe schon den Tipp bekommen, mich einfach jeden Tag 10 Minuten an einer Straße in die Bushaltestelle zu setzen, das machen wir seit bestimmt 4 Wochen und es bringt nichts. Es ist irgendwie ein "Landhund", aber wir wohnen nunmal in der Stadt, er muss doch mal irgendwann verstehen, dass ihm nichts passiert! Wir wollen auch irgendwann mit ihm Radfahren oder in die Innenstadt gehen, das ist aber noch unvorstellbar.
Ich hoffe, ihr habt ein paar nützliche Tipps für uns! Vielen lieben Dank im Voraus!
Ganz viele Grüße:)
Anne
 
19.02.2015
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Knopfstern

Knopfstern

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Moin und willkommen im Forum. ;)

Mir stellen sich zu erst einmal einige Fragen.
Was ist es für eine Rasse?
Woher kommt er?
Wie hat er allgemein bisher, seine Umwelt und alles dazugehörige, kenngelernt?

Und dann, seid ihr euch ganz sicher, das es Angst/Panik ist, welche er da hat?
Für mich klingt das hier:
[-]Er hat totale Panik, [/-]rennt los und zerrt in jede Nebenstraße, Auffahrt oder was auch immer grade da ist.
Nach einem Jungen Hund, der jede neue Strasse und ecke Kennenlernen möchte. Wenn ihr jeden Tag in eurer 30-er Zone geht und er diese kennt, dann ist das lernen für ihn dort einfacher, als wenn ihr an einem"neuen" oder noch nicht so bekannte, Ort geht.

Sprich, woran macht ihr diese Angst und Panik genau fest?
Ich kann "Totale Panik" in einfach zuvieles Interpretieren. ;)

Lg
 
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Anne_91

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Hallo und vielen Dank :)
Er ist ein Mischling (Hovawart, Schäferhund, Collie, Australien Shepherd, Wolfsspitz, Münsterländer :D), aber zum größten Teil ist Hovawart drin.
Er kommt aus einem kleinen Dorf, ca. 50km von uns entfernt. Die Welpen waren dort ein "Missgeschick", ich habe durch eine Arbeitskollegin von ihnen erfahren. Sie wurden aber super gehalten, haben aber nur den Garten kennengelernt und ihr Gehege. Mit 9 Wochen haben wir ihn bekommen, ich habe ihn aber seit der Geburt jede Woche besucht, damit er mich kennenlernt.
Die Besitzerin sagte mir, ich soll ihm ruhig sofort alles zeigen und überall mit ihm hingehen, die ersten Wochen sind die wichtigsten. Ich habe schon die Befürchtung, das ich ihn etwas überfordert habe. Wir haben ihm eine Woche Eingewöhnungszeit gegeben und dann war ich schon mit ihm an der Straße laufen und auch mal in der Innenstadt. Da war schon etwas Unsicherheit zwischendurch aber es war okay für ihn. Wir sind auch nicht weit gelaufen, immer nur so 5-10 Minütchen. Am Wohlsten hat er sich aber von Anfang an "im Grünen" gefühlt, deswegen laufen wir da auch hauptsächlich.
Neinnein, es ist wirklich Angst. Es ist, als würde er flüchten wollen bzw sich verstecken. Hauptsache weg von der Straße. Ja, woran mache ich diese Angst fest.. schwer zu beschreiben, man merkt es einfach. Er hechelt, läuft hin und her, zerrt, hört nicht mehr und nimmt nicht mal ein Leckerli an. Wenn wir stehenbleiben und er sitzt, ist es okay, außer das er stark hechelt. Aber sobald wir weitergehen, wird uns halb der Arm ausgerissen.
Bei uns in seiner vertrauten Gegend schnuppert er auch in Auffahrten oder guckt in Straßen, aber er würde mich sonst nie irgendwo reinziehen.
 
Foss

Foss

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Grüß dich!

Das mit der Gartenhaltung war leider alles andere als "super gehalten". Mein Ersthunde wurde auch im garten gehalten und ich hatte und habe dadurch immer noch einige Probleme. Was du mit der Strasse beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor.
Mein Ersthund hat sich ähnlich verhalten, als wir dann wieder in er EU waren. Er hatte Angst vor Autos, Angst vor Strassen, kannte keine Züge, Busse und dergleichen.

Auf dich wird wohl viel Arbeit zukommen. Viel, aber dosierte Arbeit.
Wichtig ist, das du den Hund auf seinem Tempo lernen lässt und ihn nicht einfach überall durch schleppst ohne Rücksicht auf Verluste.
Natürlich ist es wichtig, dem Hund möglichst oft einen Reit zu präsentieren, jedoch innerhalb seiner geistigen Belastbarkeit. Sonst kann der Hund nicht lernen, ist nur überfordert und wird irgendwann vielleicht zu einem Nervenbündel weil er die Eindrücke nicht verarbeiten konnte.

Soll heißen, bitte in kleinen Dosen trainieren.
Erstmal 2 Minuten zur Straße hin und ihn beobachten lassen. Vielleicht dem Hund noch zeigen, das es dabei was Tolles gibt wie Leckerlie.
Am Abend dann vielleicht schon 2,5 Minuten hingehen und einfach beobachten lassen.
Wenn du merkst das der Hund überfordert ist (starkes Hecheln etc.) dann lieber einmal früher umdrehen als wie die ganzen 2 Minuten "durchdrücken".
Aufmerksamkeit würde ich von dem Hund wohl auch noch nicht dir gegenüber verlangen. Für mein Empfinden ist es wichtig, das er einfach mal zusammen mit dir desöfteren diese Situation erlebt und ruhig einordnen lernt, ohne das gleich allzu viel von ihm verlangt wird.

Ich bin damals mit meinem Ersthund einen ganzen Monat lang um Mitternacht neben der Landstrasse spaziert, da er Angst vor den Autos samt Fernlicht hatte.

es kann anstrengend sein, es wird wohl einige Zeit dauern, aber die Arbeit wird sich lohnen :)

LG Foss
 
Knopfstern

Knopfstern

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Okay, das klingt ja schon nach einer anderen und konkreteren Erklärung, damit kann ich mehr anfangen und die anderen sicher auch. ;)

Da habt ihr euch aber auch ne Lusige Mischung angelacht. Einer meiner Jungs ist auch eine solch Wilde Mischung.*G*
Könnte glatt das selbe passiert sein, wie bei euch. Kam mit 6 Monaten zu mir und hat leider auch nichts kenngelernt. :roll:

Wichtig ist, das du dir deiner Sache sicher bist und weist, was du tust. Das Sichere gefühl, wird deinem Hund gut tuen.

Ich würde, wenn es ihm momentan noch zu unsicher ist, das mit am Bus sitzen mal weg lassen. Das kann schon enorm viel Stress sein.
Dann würde ich mal ganz Intensiv an eurer Bindung arbeiten und dann stück für stück wirklich daran üben, das ihr gemeinsam an der Strasse geht und arbeitet.

Müsst ihr an der Hauptstrasse lang um an einen Ort zukommen, an dem er sich wohl fühlt?

Des Weiteren, vertraue nicht darauf, das er "gut"hört, das wird sich mit der Zeit wieder legen und in seiner ersten Junghund-Phase, wird sich das ganz schnell in totales nicht hören, umstellen. :mrgreen:
Daher ist mein Rat, arbeite mit ihm jetzt ganz intensiv an der Bindung und lege deinen Fokus darauf.
Das wird euch beiden gut tuen.
Mein Ben, der vertraut mir so gut wie Blind und der war ein noch grösserer Schisser, als deiner. Der hat sich nicht einmal von jemandem anfassen lassen.
Hatte angst vor Rädern, Autos, Menschen, ALLEM!
Was ihm da geholfen hat, ich habe immer Fahrräder gestreichelt...:eusa_shhh::eusa_doh:
Hab wildfremde Menschen angehalten, die auf uns zukamen und sie gefragt ob ich deren Rad streicheln darf.:mrgreen:

Ist dies dein Erster Hund?!
Und wo sind die Fotos?! :mrgreen:
 
louiss

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ich würde mir nen stuhl nehmen, mich an die hauptstraße setzen, den hund auf den schoß nehmen und mir das jeden tag mit ihm ne stunde ankucken. erst wenn er das entspannt hinbekommt, würde ich mit ihm üben zu laufen. hab das mit meinem immer so gemacht wenn er vor etwas angst hatte. hat immer geklappt. deiner ist vielleicht n bissl zu groß um den sich aufn schoß zu setzen, aber ihn neben dir auf ner kuschel-wohlfühl-decke ablegen (falls er sowas hat) würde vielleicht auch funktionieren.

liebe grüße
 
Knopfstern

Knopfstern

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ich würde mir nen stuhl nehmen, mich an die hauptstraße setzen, den hund auf den schoß nehmen und mir das jeden tag mit ihm ne stunde ankucken. erst wenn er das entspannt hinbekommt, würde ich mit ihm üben zu laufen. hab das mit meinem immer so gemacht wenn er vor etwas angst hatte. hat immer geklappt. deiner ist vielleicht n bissl zu groß um den sich aufn schoß zu setzen, aber ihn neben dir auf ner kuschel-wohlfühl-decke ablegen (falls er sowas hat) würde vielleicht auch funktionieren.

liebe grüße
Das sollte man nicht machen.
Das ist erstens ne riesen Schock-Therapie für das Tier. Stärkt nicht wirklich das Vertrauen und man bestätigt das Tier nur mit dem Kuscheln.
Man muss sich dem Hund anpassen und das Schritt für Schritt üben.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Möchte mich Knopfstern da vorbehaltlos anschließen.
Flooding, erlernte Hilflosigkeit- neeeej.

Dazu noch kurz:

Des Weiteren, vertraue nicht darauf, das er "gut"hört, das wird sich mit der Zeit wieder legen und in seiner ersten Junghund-Phase, wird sich das ganz schnell in totales nicht hören, umstellen. :mrgreen:
Mit spätestens 6 Monaten "entdecken" Junghunde ihr Jagdverhalten. Vorher ist der noch tip top "abrufbar" von allen möglichen Tieren und dann macht es - klick- und aus Spiel wird jagen und töten.
Sprich er wird auch nicht mehr ohne Leine abrufbar sein.

Packt ihn an die Schleppleine, so habt ihr die Sicherheit, dass er nicht vor lauter Schreck mal stiften geht und vor allen Dingen lernt er gar nicht erst, dass er euch abhauen kann;)
Angsthunde gehören IMMER gesichert.
 
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exe

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Na ja, ob es sich bei louiss Vorschlag tatsächlich um Flooding handelt... kommt wohl drauf an, WIE ängstlich der Hund tatsächlich ist und wie das Training angegangen wird. Grundsätzlich ist es ja nichts schlechtes, dem Hund in eine entspannte Haltung zu helfen - und das kann auch dadurch geschehen, dass Hund feststellt "oh, hier ists eigentlich ganz langweilig".

Mit den Begriffen Flooding und erlernte Hilflosigkeit wird seit einiger Zeit ganz schön herumgeschmissen, finde ich. Meiner Meinung nach ist es nicht grundsätzlich schlecht, wenn ein Hund durch Erfahrung lernt (und ja, dabei hat ein Lebewesen automatisch Stress). Das funktioniert natürlich NICHT wenn der Hund so stark geängstigt ist, dass er nicht mehr aufnahmefähig ist.

Bei vielen Hunden gibt sich so eine Angst einfach mit der Routine. Bei einigen auch nicht. An Stelle des TE würde ich einen Trainer draufschauen lassen.
 
Midoriyuki

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Na ja, ob es sich bei louiss Vorschlag tatsächlich um Flooding handelt... kommt wohl drauf an, WIE ängstlich der Hund tatsächlich ist und wie das Training angegangen wird. Grundsätzlich ist es ja nichts schlechtes, dem Hund in eine entspannte Haltung zu helfen - und das kann auch dadurch geschehen, dass Hund feststellt "oh, hier ists eigentlich ganz langweilig".

Mit den Begriffen Flooding und erlernte Hilflosigkeit wird seit einiger Zeit ganz schön herumgeschmissen, finde ich. Meiner Meinung nach ist es nicht grundsätzlich schlecht, wenn ein Hund durch Erfahrung lernt (und ja, dabei hat ein Lebewesen automatisch Stress). Das funktioniert natürlich NICHT wenn der Hund so stark geängstigt ist, dass er nicht mehr aufnahmefähig ist.
Ich gehe da ehrlich gesagt immer vom worst case aus, wenn jmd. schreibt, dass sein Hund panisch ist usw.
Und für einen wirklich panischen Hund wäre so eine Situation absolut fatal.

Aber stimmt;)
Ein gewisses Maß an Stress braucht der Organismus ja auch letzten Endes- Eustress und so.
Das Einschätzen zu können ist da dann meistens eher das Problem als die stressige Situation an sich.


So viel mit den Begriffen "herumgeschmissen" wird vermutlich deshalb, weil vielen erst jetzt auffällt (nicht, dass es das schon seit Ewigkeiten geben würde oder so:p), dass ein Großteil der Erziehungsmethoden/Methoden des Umgangs mit Tieren eben genau das zum Ziel haben.

Hab vorhin noch vernommen, dass "erlernte Hilflosigkeit" das Unwort des Jahres in einem Trainer-Netzwerk geworden ist:mrgreen:
 
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Ich gehe da ehrlich gesagt immer vom worst case aus, wenn jmd. schreibt, dass sein Hund panisch ist usw.
Und für einen wirklich panischen Hund wäre so eine Situation absolut fatal.
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Das sollte man, aus dem genannten Grund, auch tun. Für so ein Training braucht es viel Hundeverständnis und Einfühlungsvermögen, das fehlt einfach vielen (ohne neg. Wertung) - und dann sollte man nicht alleine rumdoktern.

Das Einschätzen zu können ist da dann meistens eher das Problem als die stressige Situation an sich.
Stimmt. Ich finds auch manchmal rätselhaft... meine Hündin musste jetzt schon ein paar mal Bahn fahren, das stresst sie jedesmal unglaublich - aber es wird auch jedesmal besser und - Achtung! - sie ist in der Situation freundlicher zu ihren Mitmenschen. :108:

So viel mit den Begriffen "herumgeschmissen" wird vermutlich deshalb, weil vielen erst jetzt auffällt (nicht, dass es das schon seit Ewigkeiten geben würde oder so:p), dass ein Großteil der Erziehungsmethoden/Methoden des Umgangs mit Tieren eben genau das zum Ziel haben.
Ich bin gespannt, wohin sich der Erziehungstrend in nächster Zeit entwickelt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dieser "Wattebausch-Trend" (ich denke, damit weiß jeder was gemeint ist, mir fällt gerade keine bessere Beschreibung ein, ohne eine ewige Erklärung zu verfassen) von Dauer ist.

Hab vorhin noch vernommen, dass "erlernte Hilflosigkeit" das Unwort des Jahres in einem Trainer-Netzwerk geworden ist:mrgreen:
Ha ha ... :mrgreen:
Kein Wunder, wo schon mit "erlernter Hilflosigkeit" argumentiert wird, wenn der Hund einfach mal stillhalten muss, wenn ich ne Zecke ziehe.
 
Midoriyuki

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Ich bin gespannt, wohin sich der Erziehungstrend in nächster Zeit entwickelt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dieser "Wattebausch-Trend" (ich denke, damit weiß jeder was gemeint ist, mir fällt gerade keine bessere Beschreibung ein, ohne eine ewige Erklärung zu verfassen) von Dauer ist.
Wie jeder Trend wird das bei denjenigen, die das Grundprinzip von pos. Arbeit und das entsprechende Hintergrundwissen über Lerntheorien usw. nicht haben im Sande verlaufen. Darauf würde ich sogar Geld wetten:mrgreen:

Oder aber es dauert zu lange, ist zu anstrengend, wird falsch umgesetzt usw. usw. - alles Gründe warum es da bestimmte Strömungen gibt, die wieder zur Dominanztheorie zurückkehren.
Gibt sogar Kandidaten, die gewaltfrei per Peitsche erziehen:roll:

Ach, durch manche Dinge muss man einfach durch. Meine Hunde finden ihr Geschirr auch doof- nackig sein ist besser. Dat is dann einfach auch mal Pech^^
 
louiss

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hallo,

natürlich hab ich nicht gemeint, dass man das tier mit reizen überfluten soll. ich bin davon ausgegangen, dass der hund vertrauen zu seiner halterin hat und sich bei ihr beschützt fühlt, weil sie folgendes geschrieben hat:
...Ich muss dazu sagen, bei mir ist es schon besser geworden, er geht zwar straff an der Leine, aber zerrt nicht. Aber nur bei mir. Bei meinem Freund und meiner Schwiegermutter zerrt er wie ein Bekloppter.....
wenn ein kleines kind angst vor etwas hat nimmt man es an der hand/auf den schoß und kuckt es sich aus sicherer entfernung an, bis es sich entspannt. hunde sind in der hinsicht nicht sooo viel anders. über hütehunde sagt man, dass sie die intelligenz eines zweijähringen kindes hätten und die restlichen rassen sind nicht viel dümmer. natürlich muss man den hund nicht unbedingt auf den schoß nehmen, aber körperkontakt kann den hund darin unterstützen sich zu entspannen. natürlich ist das von hund zu hund unterschiedlich und man muss da selbst etwas kucken. aber man soll auch nicht blind irgendwelchen regeln folgen, zum bsp, dass man hunde nicht auf den arm nehmen soll, wenn sie vor etwas angst haben, weil man sie in ihrer angst untertützen würde, auch das ist von hund zu hund unterschiedlich. ich hab meinen auch manchmal hochgenommen wenn er angst hatte, zum bsp als er angst vor waschbären hatte, war er plötzlich in seinem "gehweg-ich-kenn-dich-nicht-kläffer-modus", da hab ich ihn aufn arm genommen und er war mucksmäuschenstill, hat sich neugierig die tierchen angekuckt, weil er aus sicher distanz alles auf sich wirken lassen konnte. er hatte die möglichkeit in ruhe zu schnuppern, zu hören und zu kucken. das würd er niemals können wenn er rumkläfft wie ein bekloppter. (von oben runterkläffen oder knurren würd ich aber sicher nicht erlauben).


@anne_91
ich vermute, dass vier wochen lang 5-10 minuten üben zu wenig sind um den fortschritt zu erzielen, den du erwartest. ich saß mit meinem täglich mehrere stunden an hundewiesen rum und das über monate bis er einen entpannten umgang mit den anderen hunden pflegen konnte. dann kommt es immer darauf an, wie du mit ihm die übung an der haltestelle beendest, ist er da auch wirklich richtig entspannt wenn ihr geht? vielleicht ist die übung mit der haltestelle tatsächlich auch zu viel, weil "sichere entfernung" bedeutet für jeden hund etwas anderes. es könnte sinn machen, rauszufinden wo er sich noch sicher fühlt und entpsannt ist, ein kleines stückchen weiter zu gehen und da zu bleiben bis er entspannt. helfen kann auch, dass man ihn mit etwas ablenkt, dass er sich nicht voll und ganz auf die straße konzentriert, sondern das eher im hintergrund mitbekommt, wie zum bsp ein zerrspiel, je nachdem was dein hund liebt.

liebe grüße
 
Thema:

Mein Hund hat totale Panik beim spazieren an der Straße!

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