Hund ist bissig gegenüber Großen Hunden

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MadameCleo

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Hallo Community,

mein Yorkshireterrier-Chihuahua Rüde ist nun 11 Monate alt. Er ist freundlich und aufgeschlossen gegenüber anderen gleich großen oder kleineren Hunden ( auch ohne Leine). Das Problem beginnt nur mit großen Hunden, welche zum Beispiel doppelt so groß sind wie er. Das ist ihm nicht geheuer. Er hat richtig Angst, Rute eingezogen. Mein Hund beschnuppert den großen Hund ein wenig aber dann geht schon das beknurre meines Hundes los und er fährt auch nach dem großen Hund.( Ich korrigiere meinen Hund, sobald das geknurre beginnt, dann ist auch kurz Schluss aber dann geht es wieder los und ich korrigiere wieder...)

Auf dem Hundeplatz fiel diese Angst und die Bissigkeit gegenüber den Größeren auch den Trainern auf. Mein Hund sollte also auf dem Hundeplatz ganz gezielt Bekanntschaft mit ruhigeren großen Hunden machen. Da hat er gezittert wie Espenlaub, nach ein paar mal korrigieren beim Knurren,lag er schließlich nur noch Zitternd neben dem großen Hund. Der Hundetrainer sagte mir da, das wir das Problem in den Griff bekommen würden. ( Das war vor 6 Monaten
:x
)

Bis heute hat es sich trotz meines Korrigieren nicht bis kaum gebessert. Mir wurde vom Trainer inzwischen sogar geraten, große Hunde lieber zu umgehen. Aber so kann es doch auch nicht weiter gehen, da bei mir im Dorf fast nur große Hunde leben, kann es doch nicht sein, dass mein kleiner jetzt immer an der Leine bleiben muss.

Hierzu noch eine kleine Geschichte: Vor einigen Monaten trafen wir beim Gassi einen Golden-Retrieverwelpen, welcher damals wirklich noch sehr klein war. Mein Hund und der Golden Retriever haben sich verstanden und auch regelmäßig gesehen, doch kaum war der Golden Retriever gewachsen und sehr viel größer als mein Hund war Schluss, da ging das geknurre wieder los, obwohl mein Hund den Golden Retriever kennt und die beiden sich davor verstanden haben.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Ratschläge? Denn so kann es mit meinem Hund doch echt nicht weitergehen.
:(
 
14.03.2015
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Smoothie

Smoothie

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Also ich bin etwas erschrocken das man einen kleinen Hund der ganz offensichtlich Angst hat solange das Knurren und weichen verbietet bis er zitternd neben dem großen Hund liegt und das auch noch im Platz! Das mögen schon große Hunde teilweise nicht, ins Platz gelegt zu werden wenn viele Stehenende Hunde in der Umgebung sind.

In der Regel sollte man das Knurren auch gar nicht verbieten. Es ist die Sprache des Hundes die nichts anderes sagt wie das etwas ihm nicht gefällt oder Angst macht :silence:

Wo ist denn das Problem deinen Kleinen ranzurufen und die großen Hunde abzublocken? Damit würdest du deinen Kleinen doch nur signalisieren: Schau Frauchen hat gesehen das du Angst hast/ unsicher bist und Frauchen regelt das jetzt für dich, der darf nicht an dich ran. Das würde enorm die Bindung stärken. Wieso muss er sich denn bei dir Gruseln und pernament Dingen ausgesetzt sehen die ihm Angst machen? Ich würde das ruhig irgendwie Schön clickern anstatt ihn dauernd zu deckeln wenn er Unwohlsein bekundet.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,


Auf dem Hundeplatz fiel diese Angst und die Bissigkeit gegenüber den Größeren auch den Trainern auf. Mein Hund sollte also auf dem Hundeplatz ganz gezielt Bekanntschaft mit ruhigeren großen Hunden machen. Da hat er gezittert wie Espenlaub, nach ein paar mal korrigieren beim Knurren,lag er schließlich nur noch Zitternd neben dem großen Hund. Der Hundetrainer sagte mir da, das wir das Problem in den Griff bekommen würden. ( Das war vor 6 Monaten
:mad: )
Das ist so ziemlich das Falscheste was man machen kann- leider aber bei vielen Trainern noch Usus.

Du wirst da jetzt ordentlich Arbeit in das Vertrauen deines Hundes zu dir stecken müssen.
Aus seiner Perspektive hast du als Beschützerin nämlich mehr als versagt, so böse wie es jetzt auch klingt.

Du hast ihn nicht geschützt und auch noch in eine Situation gebracht, die für ihn (offensichtlich) unerträglich war.

"Korrekturen" verstärken das Problem permanent und bringen absolut gar nichts- im Zweifelsfalle wird er irgendwann alle Hunde meiden wollen.
Nennt sich übrigens erlernte Leinenaggression sowas.

An deiner Stelle würde ich mir einen anderen Trainer suchen, der positiv arbeitet und vor allen Dingen nicht über Reizüberflutung mit Angstreizen arbeitet.
Ergo: Bindungsarbeit bis zum Erbrechen und du musst deinen Hund schützen.
Wenn er Angst hat darf man ihn nicht zwingen Kontakt aufzunehmen- das muss schon von ihm ausgehen und das geht nur, wenn er sich bei dir sicher fühlen kann.
 
MadameCleo

MadameCleo

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Danke für eure Antworten. Ich bin echt froh hier Rat bekommen zu haben.;) Ich clickere leider nicht aber vielleicht kann ich meinem Hund die Großen Hunde doch noch schmackhaft machen. Ich werde jetzt auf jeden Fall mein Bestes geben:angel:
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Positiv arbeiten ist ja nicht immer direkt clickern;)

Positiv arbeiten heißt ja nur, dass ich im Toleranzbereiches des Hundes und mit dem positiven Verhalten, das er anbietet, arbeite.

Das kann ich per Clicker, mit Leckerchen, über Stimme...ich strafe eben nicht überwiegend, sondern konzentriere mich auf das was gut läuft und baue das für kritische Situationen aus.
 
louiss

louiss

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hi madamecleo,

ich kenne dein problem, hab nen prager rattler (3kg), als er mit neun monaten bei uns einzog konnte er keinen einzigen hund leiden. in den ersten drei monaten bei uns wurde er dann auch noch zweimal von großen "gebissen". mittlerweile kann er von anderen hunden garnicht genug bekommen und auch im umgang mit großen hunden wird er immer souveräner.

so kleine hunde wissen meist um ihre winzigkeit und wissen, dass sie körperlich unterlegen. deshalb wollen sie körperliche konfrontationen vermeiden und bellen präventiv große hunde an, was bedeutet komm mir bloß nicht zu nahe. manchmal wiegen andere hunde das zehnfache oder noch mehr. du würdest auch nicht erfreut sein über körperkontakt mit elefanten, selbst wenn die nur spielen wollen, das tut einfach weh bei solchen größenunterschiede. ;)

ich hab mit meinem nicht geclickert. das erste was wir beide lernen mussten bei meinen beinen oder direkt hinter meinen beinen ist sein schutzraum, da hat kein anderer hund was zu suchen (außer natürlich beide sind entspannt und verstehen sich gut). wenn er mutiger wurde hat er sich weiter entfernt und wenn er unsicherer wurde kam er zu mir

sobald mein hund auf spaziergängen unsicherheit gezeigt hat, hab ich ihn zu mir gerufen und an die leine genommen. an der leine kann ich meinen hund besser kontrollieren, er wird dann nicht bellend nach vorne springen, sondern hinter mir bleiben, gleichzeitig kann ich den anderen hund abwehren und mich zwischen die hunde stellen. du schirmst deinen hund also immer von der vermeintlichen gefahr ab, damit verbindet dein hund die leine und dich selbst mit sicherheit. er wird wenn er unsicher wird also immer zu dir kommen und sich gerne anleinen lassen. ab sofort solltest du keine unkontrollierten hundebegegnungen zulassen. dazu muss man leider selbst ein bisschen zu einem wachhund werden und vorausschauend spazieren gehen, du solltest den fremden hund zuerst sehen und daraufhin deinen hund an die leine nehmen. wenn die gefahr vorüber ist, wieder ableinen.

als nächstes musste der hund den umgang mit großen hunden lernen. entweder man findet ein paar ruhige große hunde und läuft denen beim spazierengehen hinterher. das sieht dann so aus, dass ganz vorne die anderen hunde laufen, du im nötigen sicherheitsabstand hinterher und direkt vor dir dein kleiner. den sicherheitsabstand wird dann immer mehr verringert, wobei dein eigener hund dir zeigt wie schnell das passieren kann. vielleicht dauerts nur ein paar stunden, vielleicht ein paar wochen bis ihr zur gruppe aufschließen könnt. wenn ihr hinten läuft kann der kleine die hunde riechen, ohne dass die an deinen drangehen (muss natürlich abgeklärt werden, dass die wirklich nicht an deinen gehen, auch nicht neugierig schnuppern). um seine unsicherheit ablegen zu können muss er große hunde kennenlernen können was zum einen übers riechen passiert. wenn dein hund irgendwann an den hintern von den großen riecht immer kräftig loben, das soll er tun, denn so lernt er sie kennen.

das andere ist beobachtung. ich war mit meinem im sommer jeden tag ein paar stunden draußen auf hundewiesen wo er den anderen zukucken konnte. wenn er unsicher war durfte er auf meinen schoß (aber knurren oder bellen is dann nicht) mit der zeit hat er sich selbst die hunde ausgesucht und ist dann runter geprungen.

hoffe, meine erfahrungen können euch etwas weiter helfen, ich wünsch euch beide viel erfolg! :)
 
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Tapa

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Louiss, das hast du aber sehr schön beschrieben:clap:

Sicherheit bietet es dem Hund immer, wenn man sich zwischen ihn und die tatsächliche oder vermeintliche Gefahr stellt, ihn also etwas abschirmt. Dem Hund ist dann klar, dass Du die Situation regelst und er sich nicht zu irgendwelchen Verzweiflungstaten aufschwingen muss.

In unserem Dorf lebt ein ganz entzückender Chihuahua-Rüde, der anfangs sehr ängstlich gegenüber größeren Hunden war. Seine Besitzer haben ihn immer erst einmal abgeschirmt, also beschützt, und dann zu ausgesuchten Hunden Kontakt aufnehmen lassen. Mittlerweile ist er ein ganz normaler Hund, immer noch tendenziell ein schüchterner Typ, aber sicher und "normal" im Umgang mit Hunden jeglicher Größe.
 
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