Das Düngerchaos...

Diskutiere Das Düngerchaos... im Pflanzen Forum Forum im Bereich Aquaristik Forum; Hallo ihr lieben, nachdem mein Würfelchen am Ende kläglich gescheitert ist, mich das Teil generell ziemlich abgenervt und am Ende mehr gekostet...
Lydina

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Hallo ihr lieben,

nachdem mein Würfelchen am Ende kläglich gescheitert ist, mich das Teil generell ziemlich abgenervt und am Ende mehr gekostet hat, als dass es mich erfreut hätte, soll bei mir in baldiger Zukunft ein Fluval Spec 5 mit 19 Litern netto (brutto 29 Liter) einziehen, rein sollen die Pflanzen Eleocharis sp. mini, Staurogyne repens und Pogostemon Erectus und ein Kampffisch.

So, die wollen natürlich auch alle was essen um irgendwie zu überleben.
Nur leider hab ich da so viel Ahnung von wie ein Neuronenwissenschaftler von Kuhhaltung. :lol:

Ich hatte vorher ein Dennerle Nano Cube mit 30 Litern mit Garnelen, Schnecken, Wasserpest, Mayaca fluviliatis(?), Glossostigma und Cabomba sonstirgendwas. Cabomba und Mayaca sind mir binnen 2-4 Wochen komplett eingegangen, Wasserpest und Glossostigma haben ewig überlebt, sind teilweise richtig gewuchert.

Gedüngt habe ich zu der Zeit mit Dennerle Garnelendünger, hatte den Dennerle Deponitmix im Boden und zeitweise
hatte ich wegen dem Glosso CO2 angeschlossen. Aber selbst ohne CO2 ist das Zeug gewachsen wie Unkraut, zumindest kurzzeitig. Und eben die Ausscheidungen der Tiere, dessen Bestand sich immer wieder komplett verändert hat. Steine, die Stoffe ans Wasser abgeben, hatte ich keine.

Gegen Ende hin ging mir erst die Wasserpest ein, einige Wochen später das Glosso, aber weder habe ich gedüngt noch sonst wie viel gemacht, um das Zeug am Leben zu halten.
Warum mir alle Pflanzen am Ende kaputt gingen, kann ich nur vermuten. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung von, ob es an Dünger, Licht, Wasser oder sonst was lag.


So viel mal dazu, zu meinen "Vorerfahrungen".
Ich hab natürlich schon rumgegoogelt zu den "neuen" Pflanzen und manchmal steht dort CO2 wird nicht benötigt, dann steht dort, der CO2 Bedarf ist mittel bis gering, aber immerhin ist diese Angabe bei allen Pflanzen ähnlich/gleich.
Zum Nährstoff-Dünger finde ich leider allerdings garnichts und wie die Experten unter euch wissen gibt es ja dreimilliarden verschiedene.


Ich glaube, Dünger mit extra Eisen brauche ich nicht, da ich ja keine rotblättrigen Pflanzen habe. So viel weiß ich schon mal, bilde ich mir ein. :lol:
Nun gibt es da aber dann spezielle Aquascaping Dünger für optimalste grüne Ergebnisse (Dennerle Scapers Green), es gibt reguläre Volldünger (Easy Life Profito) und eben spezielle Dünger für Kleinaquarien (Dennerle Garnelendünger).

So, im Endeffekt würden ja alle irgendwie passen, aber um nichts falsch zu machen, hätte ich jetzt einfach den regulären Volldünger von Easy Life genommen und würde auf CO2 vermutlich erst mal komplett verzichten.

Was sagen da die Experten unter euch?

Ich werde Steine ins Becken einbringen, die wohl etwas Kalk abgeben. Beeinflusst mir das irgendwas am Ende düngertechnisch?
Ich nehme zudem nur reinen Bodengrund (2-3mm Kies) und keine extra Pflanzenerde für drunter, also fällt Bodendüngung flach.
Das Licht hat 7500K und 37 LEDs, an eine genaue Wattzahl kann ich mich nicht erinnern. Das Ding würde ich im Zweifelsfall aber gegen 11w Leuchtröhren-Lampen zum Aufstecken von Fluval bzw. Dennerle austauschen, wenn ich das Gefühl habe, dass die Lampe nichts taugt. Entweder wäre es dann eine Lampe oder zwei Lampen mit insgesamt 22w.

Die Pflanzen sollen aus In Vitro Kultur kommen, damit ich nicht wieder Schnecken im Aquarium habe, die ich nicht möchte. Ob Schnecken einziehen, weiß ich noch nicht. Wenn überhaupt, dann Posthörner oder Kahnschnecken.

Also, was muss ich tun, damit mir diese Pflanzen nicht auch wieder verrecken? Muss ich den Betta mit einrechnen in die Düngergabe?
Und muss/soll man Dünger immer in der Dosierung benutzen, die angegeben ist? Oder soll man bei weniger Pflanzen weniger Dünger nehmen, bei mehr Pflanzen entsprechend mehr?

Liebe Grüße :)
 
15.03.2015
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber von Ulli geworfen? Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Cerridwen

Cerridwen

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Hi Lydina,

Kurz zusammengefasst und heruntergebrochen, brauchen Pflanzen in absteigender Rangfolge folgende Dinge:
1. Licht (Lumen/Liter?)
2. Kohlenstoff (--> CO2 20-30 mg/l, erfordert Düngung + Dauertest)
3. Nitrat (Zielwerte über 10, z.B. über Einzelkomponentendünger von Easyrebell oder EL Nitro)
4. Kalium (z.B. Profito)
5. Phosphat (Zielwerte 0.2-0.8 bzw. 1/10-1/20 des NO3-Wertes)
6. Eisen und Spurenelemente (Profito)

Oft fängt man bei den weniger wichtigen Punkten an und vergisst, was wichtiger ist.
Je mehr Licht du ins Becken bringst, desto mehr Nährstoffe brauchen deine Pflanzen. (Wie Brennstoff für einen Ofen.)

Es gibt verschiedene Düngekonzepte.
Man kann auf hohe Werte aufdüngen, die Pflanzen ziehen sich, was sie brauchen, raus (entspr. Estimate Index). Was mit dem Rest passiert... alas, who knows.
Man kann den Tagesverbrauch messen, und dann gezielt (täglich oder Stoßdüngung) aufdüngen. Für mich die zu bevorzugende Variante, wenn auch mit mehr Aufwand verbunden.

Viele Pflanzen kommen aber auch mit dem zurecht, was das AQ von sich aus an Nährstoffen liefert, und lassen zeitgleich keine Algen zu. Diesen Glücksfall hat man aber ausgesprochen selten.
 
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Lydina

Lydina

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Hallo Cerridwen!

Danke für die ausführliche und sehr knappe Erklärung!
Das ist wirklich sehr aufschlussreich und selbst für Nichtswisser wie mich verständlich! :D

Über das Licht weiß ich leider wie gesagt nur, dass es so und so viele LEDs hat. Im Zweifelsfall häng ich mir dann aber sowieso die Leuchtröhrenleuchten drüber, entweder von Fluval (750 Lumen insgesamt) oder Dennerle (900 Lumen insgesamt), beide hätten 11 Watt. Die Fluval hat allerdings 400K mehr als die Dennerle, die 6000K hat, ist also dadurch etwas heller. Also theoretisch würde/könnte ich beide drüber hängen, habe aber Bedenken, dass 22w auf 19 Nettolitern bei nur 29cm Höhe eventuell etwas zu viel sind.

Ich werde nun doch den Deponitmix unter den Boden mischen, mit dem und dem Nano Tagesdünger + CO2 ist mir das Glosso samt dieser Wasserpest ja förmlich entgegengewuchert und das, obwohl mir mehrere Leute prophezeit haben, dass das Glosso vermutlich nix werden wird. :lol: Zudem hat das ja einen Eisenlangzeitdünger integriert, da werde ich das zumindest anfänglich nicht zudüngen müssen und wenn ich merke, die Pflanzen wachsen nicht, kann ich das immernoch testen und zudüngen. Und es hat eben die Spurenelemente, auf die ich dann zumindest anfangs verzichten kann.

Wegen dem CO2 werde ich dieses Mal die Bio CO2 Reaktor-Flaschen von Dennerle nehmen und das Equipment (Diffusor, Blasenzähler) von Fluval. Das ist mir genauer und einfacher als das immer selbst anzurühren und auf gut Glück in den Cube zu leiten. Eventuell versuche ich da mal "höherwertigere" Rezepte mit Gelatine und solchen Kram, aber eigentlich fand ich das immer total doof...
Wegen dem Dauertest werde ich den neueren(?) nehmen von Dennerle, der in Glockenform, der nicht mit Aquarienwasser angemischt werden muss. Ich finde die Teile nur so ultrahässlich weil sie in solchen Becken viel zu überdimensioniert sind :lol: Schnelltests sind da nicht so super, oder? Dann könnte ich das hässliche Ding zumindest vermeiden...

Soll ich Nitrat, Kalium und Phosphat dann alle als Einzelkomponente düngen nach der "Aufdüng-Verbrauchs-Stoßdüng-Methode"?
Oder soll ich da eben Volldüngermischungen benutzen? Eben auch wegen der Spurenelemente?
Ich glaube zwar, dass die sich dann eben einige Nährstoffe aus dem Boden ziehen, aber bis die da runter gewachsen sind und da ihre Wurzeln haben, dauert ja gerade in der Anfangsphase schon seine Zeit, bis dahin verhungern die mir bestimmt...
Also brauche ich dementsprechend auch (nur) Wassertests für Nitrat, Kalium und Phosphat, richtig?
Ich hab da jetzt nur welche von JBL gefunden, aber die kosten pro "Element" ja direkt mal so 15-20€ :shock: Und ich wollte nicht schon wieder direkt 400 Euro in so eine 20 Liter Pfütze stecken :lol:

Ich glaube nicht, dass mein Aquarium nur von einem Betta existieren kann, dafür wird zu viel Licht drüber hängen und die Pflanzen brauchen dafür wohl auch zu viel an Nährstoffen. Also wird das leider nichts, mit der "ich lass das mal so laufen"-Methode :lol:

Der Betta kommt ja auch erst, wenn die Pflanzen einigermaßen angewachsen sind und das mit CO2 und Düngung soweit alles richtig am Laufen ist, also frühestens 2 Wochen nach Inbetriebnahme von dem Teil, schätze ich.
Vorausgesetzt ich bekomme direkt einen Betta...
 
Cerridwen

Cerridwen

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Ausführlich & sehr knapp, das widerspricht sich aber. :lol:

Soll ich Nitrat, Kalium und Phosphat dann alle als Einzelkomponente düngen nach der "Aufdüng-Verbrauchs-Stoßdüng-Methode"?
Oder soll ich da eben Volldüngermischungen benutzen? Eben auch wegen der Spurenelemente?

Also brauche ich dementsprechend auch (nur) Wassertests für Nitrat, Kalium und Phosphat, richtig?
Ich hab da jetzt nur welche von JBL gefunden, aber die kosten pro "Element" ja direkt mal so 15-20€ :shock: Und ich wollte nicht schon wieder direkt 400 Euro in so eine 20 Liter Pfütze stecken :lol:
Welche Düngemethode man benutzt, ist Glaubenssache. Du kannst dich ja mal im Forum von Flowgrow umschauen, dort werden die einzelnen Düngemethoden haarklein erläutert inkl. ihrer Vor- und Nachteile.
Ich gestehe, dass mir persönlich das Ganze zu viel Aufwand ist. Ich habe in meinem AQ nur noch Pflanzen, die keine so geroß angelegte Düngekonzeption benötigen. Was sich nicht hält, fliegt raus. Etwaige Fadenalgen sammle ich manuell ab, über Grünalgen an den Scheiben freut sich der Kahnschneckennachwuchs. Wer aber ein schönes Pflanzenaquarium möchte, vllt sogar im holländischen Stil oder ein Aquascape, wird nicht drumkommen.

Wassertests bekommt man auch günstiger. Google mal nach "Filterking". Dort bekommst du z.B. einen Test für NO3 oder PO4 für je 4,60 EUR.
 
Lydina

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Hallo,

danke für den Tipp mit Flowgrow! Da werde ich mich mal durchgooglen! :)

Ich lasse mir vermutlich nun doch ein Becken sonderanfertigen (man gönnt sich ja sonst nix... :lol:), da ich eben eher in die Aquascape-Richtung möchte, also ist das eben auch mit dem Dünger wichtig, da ich weder übermäßig viele Algen möchte, noch übermäßig verkümmerte Pflanzen.

Das Becken soll zudem rumherum einsehbar sein, es soll auf den Sofatisch.
Vermutlich wird es 50x30x25cm haben, oder auch 50x30x30cm. Der Filter wird mit 5cm Breite ein eingebauter Überlauffilter, ähnlich dem HMF-Konzept, nur eben als Überlaufmodell, damit die Kahmhaut sich garnicht erst groß entwickeln kann.

Vermutlich werde ich mir die Beleuchtung dann auch aus LEDs anfertigen lassen, da ich keine Lampe gefunden habe, die dort drüber passt und wegen der Größe brauche ich eben auch einen entsprechenden Deckel, den es natürlich nirgendwo gibt. :?

Ich weiß noch garnicht so genau, ob das mit dem Betta, dem rundum-einsehbar und den Pflanzen überhaupt klappt, oder ob ich da noch größer gehen muss bezüglich der Tiefe.
Denn wenn ich in der Mitte größere Pflanzen möchte und außen kleine, wie beispielsweise die Nadelsimse, brauche ich ja schon eine gewisse Fläche...

Zur Not, wenn das eben nicht geht, wird es trotzdem die Größe und eben nur von Vorne und von einer Seite einsehbar, dann reicht mir die Tiefe auch aus.

Nunja, wir werdens sehen :lol:

Ich bedanke mich noch mal ganz herzlich bei dir für die Hilfe und die Tipps! Auch der Tipp mit dem Filterking ist wirklich wertvoll!

Liebe Grüße :)
 
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