Hunde verletzten sich gegenseitig - muss ich alles zahlen?

Diskutiere Hunde verletzten sich gegenseitig - muss ich alles zahlen? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hey also ich erzähl mal meine Geschichte :D ich hab eine Deutsche Dogge, einen Rüden wir haben uns vor ca 2 Monaten mit "bekannten" getroffen um...
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Liviaa

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Hey also ich erzähl mal meine Geschichte :D

ich hab eine Deutsche Dogge, einen Rüden
wir haben uns vor ca 2 Monaten mit "bekannten" getroffen um eine Runde mit den Hunden zu gehen, die haben einen Labrador "mix" rüden .
sie erzählen uns das ihr Hund mehr und mehr aggressiv gegenüber anderen rüde wurde er unter anderem einen Dackel Angriff der genäht werden musste & sie ihn deswegen kastrieren lassen wollen...
sie schienen
die Situation aber grundsätzlich im Griff zu haben & machten ihren Hund von der Leine an der daraufhin los lief & alles war Supi ..
ich machte meinen dann kurze Zeit später auch ab .. Es gab von seiner Seite aus nie Probleme mit anderen Hunden ..
und dann passierte es der labbi stand aufgebauscht hinter meinem Hund & ging auf meinen los!!!
Meiner wollte ihn glaube nur mal zurecht weisen lies wieder ab & daraufhin sprang der labbi Meinem an die Gurgel ..da war das geschreie groß !! Entresultat mein Hund ne Wunde am Hals & der andere Hund am Hinter & Vorderbein Risse die gehäht werden mussten & am Hoden ne kleine stelle.
Die Besitzer sind übrigens noch die Runde mit uns zu Ende gelaufen !!
Fuhren den selben Abend noch zum Tierarzt, wo eine Rechnung in Höhe von 370 Euro zu Stande kam !!
Wir boten Ihnen an uns zu beteiligen & die Hälfte zu zahlen, worauf sie sich nicht einliessen ! Ich sollte alles zahlen!!


Jetz meine frage : wisst ihr wie das rechtlich geklärt wird ?
ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Haftpflicht :/
muss ich alles zahlen wenn es vor Gericht kommt ?
Habt ihr schon solche Erfahrung sammeln müssen ?

Danke schonmal für eure Hilfe
 
23.03.2015
#1
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Guest

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louiss

louiss

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soweit ich weiß haben beide halter schuld, wenn keiner der hunde an der leine war. wenn einer an der leine war sieht die sache anders aus. abgesehen davon, wenn ich das richtig verstanden habe, hat der labbi deinen angegriffen? wenn er den streit angefangen hat, hat sich deiner doch bloß verteidigt? da ist der labbi und der halter doch selbst schuld wenn der sich mit stärkeren anlegt? :eusa_think:

wenn es vor gericht gehen sollte was ich kaum glaube, würde ich sagen, dass deiner angegriffen wurde und auch noch mal den vorfall mit dem dackel erwähnen. ich vermute, dass die halter des labbis einfach auf deine unwissenheit spekulieren und so versuchen geld aus dir rauszuquetschen. finde das schon ein wenig absurd. und wer bezahlt überhaupt die rechnung für deinen hund? oder wurde er nicht verletzt?

liebe grüße
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Ich würde da geschmeidig drauf verweisen, dass ihr Hund der Aggressor war- vor Gericht wird das kaum gehen;)
Das hier:

sie erzählen uns das ihr Hund mehr und mehr aggressiv gegenüber anderen rüde wurde er unter anderem einen Dackel Angriff der genäht werden musste & sie ihn deswegen kastrieren lassen wollen...
sie schienen die Situation aber grundsätzlich im Griff zu haben & machten ihren Hund von der Leine an der daraufhin los lief & alles war Supi ..
Für die Halter: Einen Hund, der schon so massiv aggressiv war lässt man gefälligst nicht ohne Maulkorb laufen.
Mal ganz abgesehen davon, dass es einfach unmöglich ist den eigenen, bereits auffälligen Hund, abzuleinen, während der andere noch an der Leine ist. Sry, da sind Streitereien mehr als vorprogrammiert-_-

Für dich: Wenn man dir sowas erzählt würde ich nicht einfach so die Probe aufs Exempel machen.

Also nochmal ruhig das Gespräch suchen und nicht einfach so die Rechnung übernehmen.
Ihr habt ja schon eine, wie ich finde, sehr nette Lösung vorgeschlagen.

Und schließ ne Versicherung ab;)
 
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exe

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Für den Schaden, den dein Hund angerichtet hat, wirst du aufkommen müssen. Schau dir mal Paragraph 833 im BGB an.
 
louiss

louiss

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ich halte dagegen und schmeiß paragraph 254 BGB in topf :mrgreen:
da wird das eigene mitverschulden angesprochen
"Jedes vorsätzliche und fahrlässige Handeln, welches den Schaden mit verursacht hat, soll demnach das Verschulden des Geschädigten sein. Der Schadensersatzanspruch kann bei Feststellung dieses Mitverschulden gemindert oder sogar komplett ausgeschlossen sein"
 
Knopfstern

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Louiss, bitte eine Quelle angeben.Danke ;)
 
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exe

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Steht doch da. Paragraph 254 BGB. ;-)
Aber darauf würde ich nicht hoffen, die Hunde haben sich geprügelt, da muss jeder die Kosten des Anderen übernehmen, schätze ich.
 
louiss

louiss

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da ist die quelle http://www.hunderecht.eu/hundegesetz/deutsches-hunderecht/17-die-haftung-des-tierhalters

ich persönlich würds aussitzen. weder von hundeerziehung, noch von hunderecht haben diese labbimixhalter auch nur einen hauch von ahnung. selbst wenn liviaa ne hundehaftpflicht hätte, würde die gegnerische partei nicht den vollen betrag der tierarztkosten erstattet bekommen (oder muss man das dann aus eigener tasche bezahlen? :eusa_think:)
 
Z

Zufallsprodukt

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Tja, diese Situation hatte ich Mitte Februar selbst. Und auch hier war mein Hund nicht der Aggressor, sondern hat sich nur gewehrt.

Jeder muss selbst für den Schaden aufkommen, den sein Hund verursacht hat, sprich der Halter des Labbis muss deine Rechnung begleichen und du die Rechnung des Labbihalters. Egal wer den Streit angefangen hat. Deswegen unbedingt Versicherung abschliessen!
Unser "Gegner" hat übrigens keine und musste mir bis jetzt aufgrund von Folgeschäden bereits 400,00€ zahlen, dumm gelaufen würd ich sagen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

weder von hundeerziehung, noch von hunderecht haben diese labbimixhalter auch nur einen hauch von ahnung.
Und das weißt du woher?
 
Nephilim

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Wir hatten aehnlichen Fall. Da hat meine Versicherung die Haelfte der Kosten uebernommen, da der andere Hundehalter eine Mitschuld hatte, da beide Hunde frei liefen.
 
louiss

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@zufallsprodukt wenn die halter wissen, dass sie nen agressiven hund haben, der sogar schon nen anderen hund so schwer verletzt hat, dass dieser genäht werden musste, ist das grobfahrlässig diesen hund unangeleint an nen anderen angeleinten hund zu lassen.

@ nephilim musstes du dann den rest aus eigener tasche bezahlen, oder musste die gegnerische partei das übernehmen?
 
Z

Zufallsprodukt

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@zufallsprodukt wenn die halter wissen, dass sie nen agressiven hund haben, der sogar schon nen anderen hund so schwer verletzt hat, dass dieser genäht werden musste, ist das grobfahrlässig diesen hund unangeleint an nen anderen angeleinten hund zu lassen.
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Mal davon abgesehen, dass beide Hunde nicht an der Leine waren .... es ist genauso fahrlässig als Gegenüber dann zu sagen "okay, wir leinen unsere Hunde trotzdem ab" - sie hat ihren Hund ebenfalls fahrlässig in Gefahr gebracht


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Wir hatten aehnlichen Fall. Da hat meine Versicherung die Haelfte der Kosten uebernommen, da der andere Hundehalter eine Mitschuld hatte, da beide Hunde frei liefen.
Bei mir hat die Versicherung den vollen Betrag bezahlt, den meine Hündin "verursacht" hat ... waren aber auch nur 52,00 € ;)
 
Nephilim

Nephilim

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Ich kann den Fall ja mal genauer beschreiben:

Ich war mit Pontus auf der Hundewiese und es kam ein Mann mit seinem Jacky an.
Mein Hund lief natuerlich schon frei. Der Jacky wurde abgeleint, rannte schnurstracks auf Pontus zu, makierte den Dicken und ging schlussendlich auf Pontus los.
Pontus hat sich gewehrt und dem Jacky eine Fleischwunde am Hals verpasst.
Am Ende kam raus dass der Jacky dafür bekannt ist, auf andere Rüden los zugehen und dass dies auch schon mehrere Male passiert sein.
Hab dann alles an die Versicherung weiter gegeben und die haben sich bei dem anderen Hundehalter gemeldet.
Es wurde die Haelfte der Tierartkosten uebernommen. Eben nur die Haelfte, da beide Hunde frei liefen und der Jackyhalter somit Mitschuld trug. In meinen Augen hatte er natuerlich die volle Schuld... aber gut, dafür hat man eine Versicherung... :roll:
 
louiss

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@ zufallsprodukt
das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, du hast gefragt woraus ich schließe, dass die eine partei nix von hundehaltung versteht. nur weil die andere partei auch nicht optimal gehandelt hat, macht das die erste partei deshalb nicht klüger. vor gericht wäre es relevant eine mitschuld festzustellen damit sie nicht die gesamten kosten tragen müsste, sie ist ja bereit die kosten zu teilen


@nephilim
hab jetzt noch immer nicht kapiert wer den rest der kosten, den die versicherung nicht übernommen hat, bezahlen musste. warst das dann du, oder der halter vom jacky?
 
Nephilim

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Wenn der Halter eine Teilschuld hat werde ich wohl kaum die Kosten uebernehmen? Verstehe nicht was daran jetzt unklar ist.
Beide haben zu gleichen Teilen Schuld und ich bezahl alles? Wohl kaum. :roll:
 
louiss

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ahso. okay. neee, ich wusste bloss, dass bei unangeleinten hunden die versicherungen nur die hälfte bezahlen und ich hab mich dann immer gefragt wer denn dann den rest der kosten trägt. machmal steh ich halt etwas aufm schlauch :roll:
 
Nephilim

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:lol: böser Schlauch!

Nein nein, das wäre ja absolut unfair.
Allerdings war es in meinem Fall so. Ich weiß nicht, ob es IMMER so gehandhabt wird, da Zufallsprodukt ja schreibt, dass es bei ihr anders war.
Wäre natuerlich schoen zu wissen, wie die Ausgangslage dort war.
 
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Zufallsprodukt

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Bei mir war das Ganze noch komplizierter. Meine Hündin wurde auf dem Grundstück meiner Mutter und meines Onkels im Garten von der Hündin meines Onkels attackiert. Die kam von hinten auf meine Hündin zugeprescht, ist ihr auf den Rücken gesprungen und hat sich im Kopf (!) verbissen. Meine Hündin hat sich gewehrt und die Hündin meines Onkels hat 3 Kratzer davongetragen. Warum der Betrag ganz bezahlt wurde, ist mir aber ehrlich gesagt persönlich nicht schlüssig, denn meiner Meinung nach hat hier mein Onkel den Mist gebaut :lol:
 
HoundMan

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Ich zitiere mal

Hund beißt Hund
Beißen sich Hunde gegenseitig, so kommt die gesetzliche Tierhalter-Haftpflicht (§ 833 BGB) zur
Anwendung. Dies bedeutet im Regelfall, dass der eine Hundehalter für die Verletzung
(Behandlungskosten) am anderen Hund aufkommen muss. War aber der eine Hund angeleint und der
andere Hund nicht, so gilt ein anderer Haftungsverteilungsmaßstab. In diesem Fall trägt der Halter des
nicht angeleinten Hundes die Kosten für die tierärztliche Behandlung des anderen Tieres alleine.
Amtsgericht Frankfurt, Az.: 32 C 4500/94-39

Quelle:http://www.emsbachdalmis.de/
 
Z

Zufallsprodukt

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In dem Falle sind beide Hunde nicht angeleint gewesen.
 
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