2. Katze dazu holen?

Diskutiere 2. Katze dazu holen? im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo ihr Lieben, Ich hoffe auf ein paar gute Ratschläge und Tipps. Also, mein Freund und Ich haben uns vor einem Jahr die kleine Mala aus dem...
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leka_2108

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Hallo ihr Lieben,
Ich hoffe auf ein paar gute Ratschläge und Tipps.

Also, mein Freund und Ich haben uns vor einem Jahr die kleine Mala aus dem Tierheim zu uns geholt. Sie war total lieb, offen und verschmust, sowie kastriert und entwurmt. Uns wurde gesagt, dass sie zu der Zeit schon vier oder fünf Jahre alt sei.
Seit einiger Zeit ist sie sehr
ängstlich und panisch gegenüber meinem Freund, wird wohl daran liegen das er oft laut ist und auch ab und an über sie meckert. Er war aber nie handgreiflich o.ä. einfach nur ein meckerfritze. Es sieht so aus, dass sie wenn sie ihn sieht sofort wegrennt, sich versteckt und auch nicht mehr raus kommt. Wenn er mit ihr alleine ist faucht sie sogar manchmal. Mit feliway, Bachblüten Mischung, zusätzlichem Kratzbaum und Ignoranz wurde es auch wieder besser. Als ich die Bachblüten Mischung nach 1 Monat wieder abgesetzt habe und auch das feliway alle War, fing es wieder an...
Nun haben wir beide überlegt, ob es vielleicht Sinn machen würde eine 2. Katze dazu zuholen!? Damit Mala vielleicht lockerer und auch selbstbewusster meinem Partner gegenüber werden kann.
Was meint ihr dazu? Hat jmd Erfahrung damit?
Es würde dann wieder eine Katze aus dem Tierheim sein. Worauf müssen wir achten? Geschlecht? Alter? Etc.

Sie lebt zwar bei uns allein (Wohnungskatze) dürfte aber aus Ihrer Zeit im Tierheim doch noch an andere Katzen gewöhnt sein und sich davon nicht abschrecken lassen?!

Danke schonmal für eure Tipps.
 
29.03.2015
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
seven

seven

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Hallo leka,
und erstmal herzlich Willkommen im Forum!
Dann ein großes Lob, dass Ihr ein armes Tierheim-Würmchen aufgenommen habt!
Katzen sind keine Einzelgänger, sondern eher Einzeljäger, deshalb wäre Gesellschaft für Deine Mala eine ganz tolle Idee!
Das Problem sehe ich bei Deinem Freund: Du schreibst, er ist oft laut, er meckert über sie. Das spürt sie natürlich - sie wittert Abneigung - zeigt sich ganz klar dadurch, dass sie entweder wegrennt oder ihn anfaucht.
Das ist schade.
Mag Dein Partner denn grundsätzlich Katzen? Hat er irgendwas Bestimmtes, das ihn an Mala stört?
Denn wenn er eigentlich kein Katzenfreund ist und Ihr jetzt auch noch ´ne zweite Katze dazuholt, würde es das wahrscheinlich ja nicht besser machen, wenn Dein Partner schon von einer Katze genervt wäre?

Eine zweite Katze ist immer empfehlenswert - allerdings sind Katzen (wie aber im Grunde alle anderen Tiere auch) ziemlich sensibel, die merken, wenn da die Chemie mit dem/den Menschen nicht stimmt - und die merken genau, wer sie mag und wer sie nicht mag oder von wem sie vielleicht nur "geduldet" werden.
Insofern solltest Du das mit Deinem Partner gut besprechen - wenn zweite Katze, dann auch mit allen Konsequenzen und dass Dein Partner die Tiere nicht nur toleriert, sondern akzeptiert.
Dann sollte es am besten eine Katze sein, die ungefähr in dem Alter von Eurer Mala ist - die ist ja jetzt 5-6 Jahre, also würde ich einen Altersrahmen von 4-7 Jahren wählen. Die meisten werden Dir jetzt auch eine weibliche Katze empfehlen, weil Katzen anders raufen und spielen als Kater - aber das ist kein Muss, da kommt´s in erster Linie wirklich auf den Charakter an - es gibt auch liebe, ruhige, freundliche Kater, die mit Katzen gut klarkommen...

Wenn das für Deinen Freund aber keine Option wäre oder er mit einer zweiten Katze sich noch unwohler fühlen würde (irgendwas muss da ja sein sonst würde die Katze nicht so reagieren) - dann wäre, was ich sehr schade fände, denn Du hängst ja offenbar sehr an Deiner Mala und willst nur das Beste für sie - vielleicht der Gedanke an eine Abgabe in einen Haushalt, in dem sie von allen Beteiligten akzeptiert wird, eine Lösung. Wie gesagt, das fände ich eine sehr traurige Lösung, aber eine Katze, die sich bei Deinem Partner ständig versteckt oder ihn anfaucht, ist ja leider auch nicht glücklich....

LG seven
 
Nienor

Nienor

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Hey,

ich sehe das wie Seven: Katzengesellschaft verbessert die Lebensbedingungen deiner Mala sicher, da sie mit Artgenossen umgehen kann - aber am eigentlichen Problem wird es vermutlich wenig ändern, solang dein Freund sich nicht ändert. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass die zweite Katze ähnlich reagiert.
Die Katze reagiert schlicht nur entsprechend. Wenn er sich also nicht ändern will, sieht es sehr schlecht aus. Also sprich mit ihm.
Und wenn die Bachblüten und Feliway geholfen haben: Wieder her damit! Und dann nicht nur ignorieren, sondern auch bewusst positive Interaktionen zwischen deinem Freund und Mala initiieren, wenn Mala seine Anwesenheit einigermassen toleriert (das kannst du, der sie ja vertraut, durch positive Inteaktion in Anwesenheit aber mit ausreichend Abstand zu seinem Freund, fördern). Wenn sie soweit ist, sollte er sie auch füttern, zunächst im Napf (Hauptfütterungen - er stellt ihn für sie sichtbar ab und entfernt sich), später auch Leckerli aus der Hand. Wenn sie mag, später streicheln oder mit ihr spielen - je nachdem, ob sie das generell mag oder nicht. Nie sollte er sich ihr aufzwingen, er sollte sich ihr anbieten, aber sie sollte sich nähern und die Initiative (Futter, Spiel, Körperkontakt) annehmen.
Und er soll sich wirklich zusammen reissen und das Gemecker und Lautsein im Beisein der Katze unterdrücken. Sonst wird das nichts. Je nachdem, worüber er sich aufregt, kann man daran auch arbeiten. Aber Gemecker behebt sowas nahezu nie - das solltest du ihm klar machen.
 
Ina4482

Ina4482

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Ich möchte mich da meinen Vorrednern anschließen und kann es außerdem aus eigener Erfahrung bestätigen: Manche Katzen sind einfach so sensibel, dass ein zu grober Umgang (auch wenn es nur die Stimmlage betrifft) zu großen Unsicherheiten und Ängstlichkeit führen kann.

Mein Kater Sky war trotz seiner Größe und trotz doppelter Katzengesellschaft ein furchtbar ängstlicher Kater, als ich mich von meinem Ex vor knapp 4 Jahren getrennt habe. Er hat sich Besuch super-selten gezeigt und sich nie von jemandem außer mir anfassen lassen. Mein Ex war oft laut und hatte wenig Verständnis dafür, dass Sky einfach sehr sensibel ist. Er war auch nie ein großer Katzenfreund generell. Wenn ich damals gewusst hätte, wie sehr das Verhalten von meinem Ex sich auf den Kater ausgewirkt hat, wäre ich viel eher ausgezogen, denn in den letzten vier Jahren ist aus Sky ein großer stolzer Kerl geworden, der zwar nach wie vor sensibel ist, der aber ganz entspannt mit meinem Mann eine Decke auf dem Sofa teilen kann und der sich mittlerweile sogar von gut bekannten Besuchern mal vorsichtig streicheln lässt. Vor vier Jahren undenkbar! Und das ist eine Entwicklung, die tatsächlich nicht mit der Katzengesellschaft zusammhing (wobei diese natürlich so oder so ganz toll für Katzen ist, nicht dass man mich falsch versteht ;)).
 
Thema:

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