Agressiver Welpe (5Monate alt)

Diskutiere Agressiver Welpe (5Monate alt) im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, ich habe mal eine Frage an euch, vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen: Meine Großeltern haben sich im Dezember einen...
S

Schmetterling08893

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Hallo ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage an euch, vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen:
Meine Großeltern haben sich im Dezember einen Welpen gekauft, dieser entwickelt mittlerweile ein ganz seltsames Verhalten:
Meine Schwester und ich gehen regelmäßig mit ihm in die Welpenschule, dort ist er sehr ängstlich und spielt auch kaum mit anderen Hunden.
Zuhause ist er jedoch ganz anders und zwar total aggressiv. Anfassen können ihn nur ganz wenige Leute. Er fängt sofort an
zu knurren und Zähne zu zeigen.
Er lässt sich absolut nicht unterordnen und wird immer agressiver. Am Wochenende ist es sogar so weit gekommen, dass er meinen Stiefvater in die Hand gebissen hat, zum Glück hat er noch nicht alle Zähne, denn sonst wäre es noch schlimmer ausgegangen.
Meiner Schwester und mir gegenüber war er auch total agressiv obwohl wir sonst seine Bezugspersonen waren. Er hat uns ebenfalls angeknurrt und wir konnten ihn auch nicht mehr anfassen.
Nach dem ganzen Vorfall mit meinem Stiefvater kam er jedoch wieder total fröhlich zu uns als wäre nichts gewesen.
Uns verwirrt sein verhalten total, weil er mal total ängstlich und zurückhaltend ist und auf der anderen Seite aber total aggressiv.
Wir hatten alle immer Hunde, sind also alles andere als Unerfahren in Sachen Erziehung, jedoch stoßen wir bei ihm total an unsere Grenze. Er hört auch absolut nicht und lässt sich auch nix beibringen. Wenn man ihn in seine Schranken weisen will, wird er direkt aggressiv. Leute die Autorität ausstrahlen, kann er ganz und gar nicht leiden. So Probleme hatten wir nie mit unseren Hunden.
Nur wir müssen dringend handeln, denn meine Großeltern wohnen auf dem Land, dort kommen viele Spaziergänger vorbei. Der Sommer rückt immer Näher. Wir haben natürlich Angst davor, dass er irgendwann mal Spaziergänger beißt, o.ä.
Was meint ihr, was wir machen können?
 
30.03.2015
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Tompina

Tompina

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Hallo und willkommen im Forum,

was ist der Welpe denn für eine Rasse?
Wo kommt der Hund her?

Ist er mal gründlich durchgecheckt worden, ob das Verhalten von Schmerzen kommt?

Was genau macht ihr mit dem Hund und wie habt ihr seine Erziehung in Angriff genommen?
Wie lebt der Hund bei euch?

Und wie kann er Spaziergänger angreifen? Wenn er nicht hört sollte er auch nicht abgeleint werden...? :eusa_eh:

Was war denn der Auslöser für das Beißen? Was ist vorher passiert?
 
S

Schmetterling08893

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Er ist ein Appenzeller Sennenhund.

Ja er war schon öfter beim Tierarzt, dort jedoch auch immer dieses agressive Verhalten.
Der Hund genießt eigentlich ein schönes Leben bei uns. Also er bekommt viel Aufmerksamkeit und wir spielen sehr viel mit ihm.

Noch hat er keine Spaziergänger angreifen können. Wir gehen nie ohne Leine spazieren, da er immer sofort abhaut.

Nein vorher ist nix passiert, mein Stiefvater wollte seinen Hund anleinen, und der kleine war da in der Nähe und wurde aggressiv. Mein Stiefvater durfte ihn sowieso nie anfassen.
Er hatte ihm einen befehl gegeben und dann kam es zu dem Vorfall.

Wir haben den Hund von einem Bauernhof, ein paar Kilometer weit weg von unserem.
Sein Vater wurde eingeschläfert, wieso wollte man uns damals nicht sagen. Jetzt vermuten wir, dass der Vater auch so aggressiv war und vielleicht sogar deswegen eingeschläfert werden musste. Nur dies wollen wir aufjedenfall vermeiden.

Wir hatten schon mehrere Appenzeller Sennenhunde, jedoch nie so einen auffälligen.
 
Knopfstern

Knopfstern

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Huhu,

Was ich nicht ganz Verstehen. Der Hund gehört deinen Grosseltern, du und deine Schwester gehen mit ihm zur Welpenschule.
Dein Stiefvater gibt ihm kommandos!?

Wie ist jetzt die genaue Situation bei euch?
Wer ist Bezugsperson?
Wer kümmert sich wirklich um das Tier?

Das mit dem Vater klingt natürlich sehr seltsam und da solltet ihr noch mal nach Forschen.
Da solltet ihr evtl auch mal zum Tierarzt und dem euren Verdacht erzählen und ihn wirklich mal aufm Kopf stellen lassen, wenn diese Aggression so extrem ist.
 
S

Schmetterling08893

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Ja meine Schwester und ich gehen mit ihm in die Welpenschule, da meine Großeltern das so wollten. Sie sind jedoch immer dabei nur wir sollen die Übungen machen.
Mein Steifvater hatte ihm jegentlich den Befehl gegeben, dass er weg gehen sollte, da er mit seinem eigenen Hund beschäftigt war.

Meine Schwester und ich kümmern uns genauso viel um ihn, da wir sehr oft da sind und wir mit dem alten Hund auch immer viel unternommen haben und daher soll er auf uns genauso hören, wie auf meine Großeltern.

Ich denke das mit dem Tierarzt ist eine gute Idee, danke dafür schonmal vorab!
 
Tompina

Tompina

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Hallo,

was genau wurde denn beim TA alles untersucht?
Wurde er mal geröngt? Ein kompletter Blutcheck gemacht?

Wie habt ihr ihm Leine und Halsband antrainiert?
Was kennt der Hund überhaupt, wenn er vom Bauernhof stammt?
Lebte er dort draußen oder mit im Haus? Wie ist das bei euch - lebt er dauerhaft drinnen oder eher draußen?

Appenzeller sind nicht gerade einfach, zumindest habe ich schon einige Rassevertreter kennen gelernt, die eurem Hund sehr ähnlich waren.

Erstmal müsst ihr genau abklären, ob der Hund nicht doch einfach nur Schmerzen hat oder ein anderes gesundheitliches Problem! (manche Stoffwechselstörungen o.Ä. führen auch zu massiven Verhaltensauffälligkeiten!) Dann müsst ihr euch einen guten Hundetrainer vor Ort suchen, der mit euch zusammen die Situation analysiert: also wann passiert was? Wie reagiert der Hund auf Situation X wie auf Situation Y. Und dann müsst ihr einen Weg finden daran zu arbeiten.

Wie habt ihr denn bisher auf die Aggression reagiert? Mit Gegenaggression? Mit Ignorieren?
Habt ihr es schon mal mit Handfütterung bzw. ausschließlichem Futtererarbeiten versucht, d.h. der Hund bekommt nur Futter, wenn er mit euch kommuniziert und kooperiert?
Was heißt für euch spielen? Was genau macht ihr mit ihm?
 
Knopfstern

Knopfstern

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Schwierig.

Ich muss sagen, das mir vier Personen als Bezugspersonen/Trainings*Wie man es nennen will* viel zu viele sind. :eusa_think:
Der Hund weiss ja im Grunde gar nicht richtig, an welche Person er sich Binden kann.

Ich muss sagen, das ich schauen würde, das es eine einzige Person gibt, die mit ihm zur Schule geht und die sich um ihn kümmert.
Vielleicht kommt er damit einfach nicht klar.

Es kommt auch darauf an, wie er Sozialisiert wurde.
Was kennt er? Wie wurde er an Menschen und allgemein sachen gewöhnt, etc.

Es gibt halt Hunde, die ticken anders, als andere.
Vielleicht solltet ihr das mal Probieren, das ihr nur eine Person habt, die mit ihm Trainiert und ihn sonst anleitet.

Vielleicht braucht er da einfach etwas Zeit.:eusa_think:

Da würde ich mir allerdings auch noch nen Trainer nach Hause holen.
Was sagen die in der Welpenschule zu dem Verhalten?

Evtl kann euch Exe dazu noch was genaueres sagen. Ich denke, die wird da noch einiges mehr an Ideen reinbringen können.
Die wird sich gewiss auch noch dazu äussern. :)
 
S

Schmetterling08893

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Das Blut haben wir noch nicht untersuchen lassen.

Das mit der Leine und dem Halsband war von Anfang an kein Problem. Dieses auffällige Verhalten wird auch erst in letzter Zeit so schwierig. Am Anfang war er immer sehr lieb und verschmust.
Er hat bei seinen Vorbesitzern wie auch bei uns im Haus gelebt.

Nein ignoriert haben wir das nicht, wir haben ihn am Hals gepackt und auf den Rücken gelegt, sodass er einen von uns als Rudelführer ansieht. Dies geschieht nicht. Er kann sich absolut nicht unterordnen.
Dabei wurde er natürlich noch agressiver und hat aber gleichzeitig sich auch "entleert" was ja ein Zeichen für Angst ist.
Wie gesagt, wir hatten nie so einen auffälligen Hund und machen uns sehr viele Gedanken, wie wir ihm helfen können, da es ja einen Grund dafür geben muss.

Ich denke, den nächsten Schritt den wir unternehmen sollten, ist ihn mal komplett untersuchen zu lassen.
 
Tompina

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Also das auf den Rückendrehen war leider absolut falsch! :?

Damit habt ihr ihm Angst gemacht und ihn im Prinzip in seiner Abwehrhaltung gegen euch bestätigt!
Ihr müsst sein Vertrauen gewinnen und eine Bindung aufbauen, nicht mit Gegengewalt reagieren...
Wenn ein Hund in dem Alter schon so massiv gegen Menschen agiert, dann sollte man sich umbedingt fachkompetente Hilfe vor Ort holen!
 
Knopfstern

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Das in Nacken Packen war auch nicht gut. ;)

Ein Hund kann sich ja nicht anders wehren, als mit seinen Zähnen.
Wie soll er sich sonst bemerkbar machen, das ihm etwas nicht passt?

Bei euch muss ganz dringend an dem Vertrauen und der Bindung gearbeitet werden.
Und das am besten wirklich erstmal nur mit einer Bezugsperson.

Trainer und Tierarzt wären jetzt hier erstmal ideal.
 
Lola2412

Lola2412

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Also das auf den Rückendrehen war leider absolut falsch! :?

Damit habt ihr ihm Angst gemacht und ihn im Prinzip in seiner Abwehrhaltung gegen euch bestätigt!
Ihr müsst sein Vertrauen gewinnen und eine Bindung aufbauen, nicht mit Gegengewalt reagieren...
Wenn ein Hund in dem Alter schon so massiv gegen Menschen agiert, dann sollte man sich umbedingt fachkompetente Hilfe vor Ort holen!
Das kann ich leider nur unterstützen, das Vertrauen des Hundes ist momentan sehr gestört. Da hilft nur, dass wieder aufzubauen, Schläge, am Nacken packen und auf den Rücken drehen usw. fördert ein Angstverhalten dass jetzt eingetreten ist. Der Hund war vorher verschmust und lieb *seufz*
 
Knopfstern

Knopfstern

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Naja lola,
Der Hund hat ja scheinbar vor dem Nackenpacken gebissen.
Das war die Reaktion darauf.

Das ist nicht sonderlich förderlich und er geht jetzt immer in eine Abwehrhaltung und muss sich selber Beschützen.

Warum er allerdings davor gebissen hat, sollte raus gefunden werden. Damit man diesen Stressfaktor abstellen kann.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Wenn man ihn in seine Schranken weisen will, wird er direkt aggressiv. Leute die Autorität ausstrahlen, kann er ganz und gar nicht leiden.
Das erinnert mich an meinen Hund. Dieser ist allerdings jetzt fast 13 Jahre alt und hat in seinem Leben weder mich noch sonstwen gebissen (versucht hat er es bei Fremden allerdings diverse Male).

Er neigt zur Unsicherheit und es reicht teilweise schon ein böser Blick um ihn einzuschüchtern. Er zeigt seine Grenzen durch kleine Signale an, die Fremde aber oft nicht wahrnehmen und sich dann über ihn beugen oder ihn ohne Vorwarnung anfassen wollen, in aller Regel kann ich diese Situationen aber gut verhindern.

Probleme hatten wir aber wirklich ein paar Mal mit Menschen die mal für ein paar Stunden auf ihn aufgepasst haben und dachten man müsse einem Hund immer "zeigen wo sein Platz ist" und dann Kommandos in immer schärferem Ton geben oder die Leine extrem kurz nehmen wollen, mit anderen Worten Leute die in irgendeiner Form zu viel Druck auf ihn ausüben. Da hat er dann auch schon geschnappt.

Bei einem 5 Monate alten Welpen würde ich vor allem nicht von Dominanz reden, sondern kann mir vorstellen, dass das Verhalten aufgrund von mangelndem Vertrauen kommt.
Das klingt, als würdet auch ihr denken, man müsse einen Hund in regelmäßigem Abstand spüren lassen, dass er sich nicht abgrenzen darf und dass es einfach nicht akzeptiert wird, wenn der Hund aufzeigt, dass bei einer Sache für ihn eine gewisse Grenze erreicht ist.

Was habt ihr bisher versucht um ihn "unterzuordnen". Veraltete Methoden wie auf den Rücken drehen, zu Boden drücken oder den Hund zu Dingen zwingen die ihm stark unangenehm sind können das Vertrauen nachhaltig zerstören und - je nach Charakter des Hundes - zu Resignation oder Aggression führen.

Ein Hund braucht zwar in jedem Fall Führung, aber eben keine Unterdrückung ;)
Alle für den Hund notwendigen Dinge die für ihn aber vielleicht unangenehm sind (Dinge wegnehmen, sich bürsten und überall anfassen zu lassen, zum richtigen Zeitpunkt Kommandos ausführen ...etc) kann und sollte man ausschließlich durch positive Bestärkung anerziehen.

Ich denke also vielleicht besteht hier zwischen Hund und Mensch eher ein Vertrauensproblem als dass eine echte Aggression seitens des Hundes vorliegt.

Edit: Sorry, ich hatte nur Tompinas ersten Beitrag gelesen und meinen Beitrag dann lange vergessen abzuschicken, im Grunde kann ich mich den anderen anschließen ;)
 
Smoothie

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Furchtbar. Bedenkt doch Mal bitte das ihr da einen ganz jungen Hund habt. Er hat kein Vertrauen in euch wenn ihr Gewalt anwendet und das kann ich sogar verstehen, auf den Rücken drehen ist eine Todesdrohung. Wusstest du das? Damit dominierst du ihm nicht, du zeigst ihm nicht das du der Boss bist, sondern das einzige was er lernt ist; die hat versucht mich umzubringen.
Das vertrauen ist hinüber und das braucht so ein kleiner Hund. Sonst weiß er gar nicht wohin er gehört. Da Doktoren 4-5 Personen an ihn rum und meinen einen kleinen Hund muss man mit Gewalt runterputzen. *kopschüttel*
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Nur ganz kurz:

Lies dir mal das hier
http://hundeschule-anin.ch/inhalt/uploads/pdf/verhaltensformen.pdf

das hier

https://www.tierforum.de/t118024-so-werde-ich-rudelchef.html

durch.


Mit 5 Monaten ist das übrigens kein Welpe, sondern ein Junghund, der scheinbar bisher nur gelernt hat, dass er sich aggressiv gegen euch zur Wehr setzen muss, weil ihr ihn einfach nicht versteht.
Setz´dich bitte nochmal ausführlich mit Körpersprache auseinander und vor allen Dingen: Such´dir eine andere Hundeschule, wenn in der bisherigen keine Alternative zum "Flachlegen" gekommen ist.

https://www.tierforum.de/t175806-ein-guter-hundetrainer-qualitaetsmerkmale.html

Und vergiss´einfach ganz schnell diesen Blödsinn von "dominanten" Hunden, "Rudelführer" und "Unterdrückung".

Dein Hund ist kein Idiot und weiß, dass Menschen keine Hunde sind also braucht man sich auch nicht verhalten wie ein Hund/Wolf, der total durchgeknallt (aus Perspektive des Hundes) und unangemessen reagiert.
Auch Hunde drehen einander nämlich nicht auf den Rücken- außer sie haben Beschädigungs- oder Tötungsabsicht.
 
E

exe

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Erstmal durchtatmen, dass ist "nur" ein junger Hund, der es nicht besser weiß und seiner Logik nach schlüssig handelt. Wie ernsthaft ist denn die Verletzung von deinem Stiefvater? Hat der Hund wirklich gebissen oder einfach nur abgeschnappt?

Körperliche Ursachen würde ich so nicht vermuten, der Hund ist blutjung - zumal die Aggressionen ja auch nicht plötzlich und willkürlich auftreten, sondern an bestimmte Auslöser gekoppelt sind (Nähe, Anfassen). Ich habe auch ein paar Appenzeller Sennenhunde kennengelernt und das waren alles... mhm, sagen wir, eher schwierige Gesellen. Ziemlich energisch, selbstsicher, kurze Zündschnur, teilweise starker Schutz- und Wachtrieb - dazu kommt ein Sennenhund-Dickschädel und ziemlich viel Energie. ;)

Es muss kein "tiefsitzendes Problem" geben, nur weil ein Hund knurrt oder schnappt. So ein Verhalten ist für Hunde normal (und ja, es gibt durchaus Hunde, die einfach auch keinen Körperkontakt wollen!), nur vom Menschen nicht gewünscht - demnach muss man dran arbeiten, aber das geschieht NICHT indem man den Hund zu Boden drückt, weiter bedrängt oder Ähnliches. Viel mehr solltet ihr dem Hund jegliche Annäherung durch Euch schmackhaft; erträglich machen. Lies dich doch mal in das Thema Desensibilisierung und Gegenkonditionierung ein (Google kennt da massig Seiten)! Gerade, wenn ihr bisher unwissentlich falsch reagiert habt und mit dem Hund eher "ruppig" umgegangen seid, wird Euch das sicher ein Stück weiterbringen. Ich denke, auch das Thema Frustrationstoleranz spielt eine große Rolle - natürlich ist die bei einem jungen Hund noch nicht stark ausgeprägt, sowas muss erlernt (und am besten ständig trainiert) werden.

Ferndiagnosen sind immer doof, aber ich denke einfach, dass ihr da einen charakterstarken Hund habt, der sich den bisherigen Umgang in der Form nicht gefallen lässt und von vornherein Warnsignale sendet. Herzlichen Glückwunsch, von so einem Hund kann man unglaublich viel lernen - ich spreche da aus Erfahrung. :mrgreen:;)

Einen anderen Hundetrainer, wo ihr EINZELSTUNDEN nehmt, möchte ich Euch auch dringend ans Herz legen!
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Off-Topic
Ich habe auch ein paar Appenzeller Sennenhunde kennengelernt und das waren alles... mhm, sagen wir, eher schwierige Gesellen. Ziemlich energisch, selbstsicher, kurze Zündschnur, teilweise starker Schutz- und Wachtrieb - dazu kommt ein Sennenhund-Dickschädel und ziemlich viel Energie. ;)
Kann ich so auch von fast allen Appenzellern bestätigen, die mir bisher so untergekommen sind, bei den Entlebuchern sieht´s interessanterweise ähnlich aus. Dazu dann noch fehlende Impulskontrolle und man hat den "perfekten" Anfängerhund:p
 
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