Rennmausvergesellschaftung lief schief =( Was soll ich tun?

Diskutiere Rennmausvergesellschaftung lief schief =( Was soll ich tun? im Rennmäuse Verhalten Forum im Bereich Rennmäuse Forum; Hallo liebe Mäusehalter und -halterinnen! Ich bin grade ein bisschen am Verzweifeln... Von einer überforderten Bekannten habe ich zwei einzelne...
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Ohjemine

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Hallo liebe Mäusehalter und -halterinnen!


Ich bin grade ein bisschen am Verzweifeln...
Von einer überforderten Bekannten habe ich zwei einzelne Rennmausböcke übernommen. Sie taten mir so leid, da sie schon sehr lange einzeln in ihren viel zu kleinen Terrarien sitzen mussten. Beide Böcke sind ca. 1 1/2 Jahre alt und seit sie aus der Zoohandlung draußen sind, wohl allein. Die Bekannte nimmt alle Tiere dieser Zoohandlung auf, die nicht verkauft wurden und sonst praktisch als Schlangenfutter enden würden. Nun hat sie einige Mädels-Gruppen und eben die zwei einzelnen Böcke, die sie wohl auch schon zwei mal versucht hat, zu vergesellschaften (allerdings hat sie sie einfach nur zusammen in ein Terrarium gesetzt, ohne Trenngitter etc.). Das hat natürlich so nicht funktioniert. Also wollte ich
es nochmal mit der Trenngittermethode versuchen. Ich muss zugeben, es sind meine ersten Rennmäuse, ich hatte vorher nie etwas mit diesen Tierchen zu tun (habe mich aber im Internet so gut wie möglich über die Rasse schlau gemacht).
Nun schien mir am Trenngitter alles so weit in Ordnung. Die Mäuse schienen sich nicht sonderlich großartig füreinander zu interssieren, eher waren sie daran interessiert, aus dem Terrarium irgendwie raus zu kommen. Hin und wieder trafen sie am Gitter aufeinander, fiepten aber nicht, stellten auch die Nackenhaare nicht.
Boris scheint mir der Dominantere von beiden zu sein, Vitali der Unterlegene. Beim Seitentausch hatte Vitali Boris Nest immer gleich angenommen, Boris das von Vitali hingegen nicht. Ich habe sie jetzt 5 Tage lang beobachtet und umgesetzt und mich heute dazu entschlossen (wahrscheinlich zu früh?), sie in der Badewanne aufeinander treffen zu lassen, da mir Boris so fürchterlich leid tat, der war fast am Durchdrehen und hat nur noch gebohrt und gebuddelt um aus dem Terrarium zu kommen.


In der Wanne hingen sie die ersten Minuten zwei mal aneinander, mein Kochlöffel brachte sie dann wieder auseinander. Es gab ein Gejage und Gespringe, immer wieder mal mehr, mal weniger. Dann gab es wiederum auch Phasen, in denen beide sich aus dem Weg gingen und sogar auch Phasen, in denen sie sich beschnuffelten und danach wieder aus dem Weg gingen. Irgendwann wurde das Gespringe und Geboxe dann weniger und ich hatte Hoffnung, dass es besser wird, da Vitali Boris sogar im Gesicht geputzt hatte. Eine halbe / dreiviertel Stunde habe ich das ganze nun beobachtet und sie dann letztendlich aber doch wieder getrennt, da sich die beiden dann doch wieder ineinander verkugelt haben und Boris Füßchen nun leicht blutet und Vitali eine kleine Schürfwunde an der Nase hat.


Nun weiß ich nicht, wie es weitergehen soll...Soll ich sie wieder zurück ins Trenngitter setzen? Oder ist eine Vergesellschaftung in diesem Falle aussichtslos? Ich habe mir wahrscheinlich auch zu viel zugemutet, aber ich konnte den Gedanken einfach nicht ertragen, dass die beiden bis an ihr Lebensende traurig allein in so einem Mini-Terrarium sitzen müssen. Habt ihr einen Rat? Ich wäre euch sehr dankbar, denn das Ganze macht mich sehr traurig =(.
 
31.03.2015
#1
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Guest

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seven

seven

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Ohje, das klingt wirklich nicht gut...
Mit 1,5 Jahren sind die beiden ja auch schon eher im fortgeschrittenen Alter, und wenn sie bis dahin immer in Einzelhaft saßen, dürfte eine VG doppelt und dreifach schwer werden.
Ich bin jetzt aber auch keine Rennmausexpertin. Die Trenngittermethode funktioniert ja oft ziemlich gut - aber Deine beiden waren ja jetzt wirklich schon sehr lange allein.
Daher weiß ich nicht - hilft es, das damit noch weiter zu probieren?
Womöglich kommen gleich Entrüstungs-Aufschreie: Aber: Was wäre mit dem Gedanken an Kastration? Für Farbmäuse wäre es mit 1,5 Jahren wohl zu spät - bei Rennmäusen würde ich da noch ´ne Chance sehen, da sie durchaus 1-2 Jahre älter werden als Farbis. Und dann für jeden der beiden ein Mädel dazu?
Das sind jetzt aber nur meine Ideen, die Rennmausprofis haben hier vielleicht noch andere Ideen, ansonsten würde ich das mal mit dem Tierarzt absprechen, welche Chancen er sich da ausrechnet.
Beide Kerlchen bis an ihr Lebensende in Einzelhaft wäre sicher die schlechteste Lösung...
 
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Ohjemine

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Danke für Deine Antwort! :angel:
Ja, eine Kastration hab ich auch schon in Erwägung gezogen...Nur haben wir hier in Ulm nicht wirklich gute Ärzte, die es in Sachen Kleinnager-Kastration wirklich drauf haben und 120,- für die zwei Kastrationen hab ich leider auch nicht einfach mal so übrig - zumal ich noch andere Tiere habe und die zwei Nager ja eigentlich nur aus "Mitleid" aufgenommen habe, mit der Hoffnung eben, dass ich die zwei vergesellschaften kann und für beide dann zusammen ein neues Zuhause suchen kann...Es ist alles nicht einfach, ich hab mir das wirklich viel leichter vorgestellt...:eusa_think:
Ich hab sie jetzt jedenfalls mal getrennt, also jeder in ein separates Terrarium. Da können sie sich jetzt beide mal von dem Schock erholen. Aber die Situation kann ich so ja nicht belassen. Ich hoffe mal, dass hier noch irgendjemand vielleicht ne andere Idee hat?!
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Wegen Kastration solltest du dich in nem extra Rennmausforum informieren. Ich hab schon mehrmals gehört/gelesen, dass Kastraten von Weibchen nicht akzeptiert werden...

Ich würde die beiden so in 1-2 Wochen ans Trenngitter setzten und dann täglich Seiten tauschen, in dem Fall lieber etwas länger. Normal setzt man die so 1-2 Wochen ans Gitter, bevor man sie zusammen setzt.

ABER das deine Bekannte die Tiere "rettet" empfinde ich als Kontraproduktiv... Kannst du ihr nicht mal die Seite zeigen: http://gegen-zooladekaeufe.cms4people.de/
Wenn sie die Tiere rettet, dann kommen neue nach und das ist ein Teufelskreis, zumal die Tiere in der Regel nicht so schön aufwachsen und hinter den Kleinen die Eltern als Gebärmaschinen stehen... (siehe in dem Link)...
 
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Ohjemine

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Vielen Dank für die Antwort. Ich lasse sie jetzt erstmal getrennt und in ein paar Tagen, wenn der Stress vergessen ist, werde ich es nochmal am Trenngitter versuchen.

Ja, dass das leider kontra ist, das weiß ich auch. Sie befindet sich nur in einer blöden Situation. Sie leitet eine Art "Tierheim" für rumänische Strassenhunde und vermittelt diese dann hier in Deutschland. Von der besagten Zoohandlung bekommt sie dann praktisch Futter für die Hunde umsonst, welches schon abgelaufen ist oder aus dem Sortiment genommen wurde. Im Gegenzug dafür drehen ihr die "tierlieben" Zoohandlungs-Mitarbeiterinnen aber auch noch das Kleingeviechs auf, welches nicht verkauft wurde, damit die Tiere nicht als Schlangenfutter enden. Wenn sie die Tiere nicht mehr aufnimmt, dann kriegt sie wahrscheinlich auch das Futter nicht mehr, und das braucht sie leider mehr als dringend...
 
Laura

Laura

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Wegen Kastration solltest du dich in nem extra Rennmausforum informieren. Ich hab schon mehrmals gehört/gelesen, dass Kastraten von Weibchen nicht akzeptiert werden...
Das kann man so nicht sagen. Es kommt wie bei jeder Vergesellschaftung auf die Charaktere der Mäuse an.
Ich habe schon Weibchen und Kastraten gehalten und muss sagen, dass das bisher meine harmonischsten Paare waren. Bei Böcken, die sich mit anderen Böcken absolut unverträglich zeigen, halte ich eine Kastration durchaus für einen Weg, wobei es natürlich keine Garantie ist.

Das Hauptproblem bei dieser VG sehe ich in der viel zu kurzen Zeitspanne. Ich würde die beiden mindestens 14 Tage ans Gitter setzen und die Stressfaktoren so weit wie möglich reduzieren. Die beiden empfinden die andere Maus umso mehr als Eindringling, weil sie so lange allein waren. Die Anwesenheit des anderen stresst sie also so oder so schon sehr stark. Daher kommt auch diese Hektik im Gehege und die Versuche, aus dem Terrarium rauszukommen.
Das heißt: Keine täglichen Seitenwechsel. Diese halte ich sowieso für kontraproduktiv, alle zwei bis drei Tage reicht. Beide Mäuse sollten einen Unterschlupf haben, um sich bei Bedarf zurückziehen zu können. Wie groß ist das Gehege, in dem du vergesellschaftet hast? Platzmangel ist in meinen Augen ebenfalls ein unnötiger Stressfaktor, obwohl oft zu sehr kleinen VG-Gehegen geraten wird.
Zusammenführung würde ich nicht in der Badewanne machen, der Untergrund ist zu rutschig und die Mäuse haben zu viel Platz, um sich zu jagen.

Zum aktuellen Stand: Die beiden erst mal zu trennen war richtig. Halte sie getrennt, bis ihre Wunden geheilt sind und sie sich wieder beruhigt haben. Nach Möglichkeit sogar in getrennten Räumen. Dann kannst du es noch mal versuchen, in geruchsneutralem Gehege, diesmal mit längerer Trenngitterphase und, sofern das Verhalten einen Direktkontakt zulässt, Zusammenführung auf kleinerem Raum.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Ja, aber die Kleintiere kosten doch auch Geld, brauchen Platz & Futter... Und wenn die dann 1,5 Jahre allein gehalten werden, dann wäre ein Ende als Schlangenfutter besser bewesen... So blöd sich das vll. anhört... Einzelhaltung ist nur bei Hamstern artgerecht (und ein Muss).

Wenn man Hunde vermitteln will, dann muss man das Geld dazu haben oder sich einer Orga anschließen, die die Tierarzt- & Futterkosten übernehmen...
 
Calimero

Calimero

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Wie groß sind denn die Terrarien, die du nun hast? Wie groß die einzelnen Bereiche am Trenngitter und wie groß ist das geplante Endgehege?

Ich würde jetzt erstmal räumlich trennen, die beiden sollten sich erholen, der Fuß muss jetzt erstmal verheilen (ist aber nichts schlimmeres passiert?) und sie sollten sich nicht mehr riechen können. Dann würde ich durchaus nochmal einen neuen Versuch starten, hab am Trenngitter etwas mehr Geduld. Am Anfang tauschst du nur das Sandbad oder einen Einrichtungsgegenstand aus. Dann fängst du mit dem Seitenwechsel an und wenn das entspannt abläuft (Nest zerstören ist hier meistens ein Zeichen, dass eben noch nicht alles okay ist, manchmal passiert es aber auch einfach, wenn die Mäuse aufgeregt das neue Abteil erkunden), machst du das ruhig täglich einmal.

Wenn du zur Vergesellschaftung selbst kommst, würde ich dir die Kleinraummethode empfehlen, hast du darüber schon etwas gelesen? Die Mäuse sollen hier in einer Transportbox (diese 10*20cm Dinger oder so) aufeinander treffen. Hier würde ich frische Einstreu verwenden, damit es nach keinem riecht. Oder wenn es vorher richtig entspannt war am Trenngitter (z.B. nebeneinander schlafen), dann Einstreu von beiden Seiten. Normalerweise kriegen sich die Mäuse in der kleinen Box nicht so sehr in die Wolle. Und es hat den Vorteil, dass du sie den ganzen Tag mit dir rumschleppen kannst in der Wohnung und sie so unter ständiger Beobachtung sind (was natürlich NICHT der Grund für die kleine Box ist!). Normal lässt man sie da so 12-24 Stunden drin. Sie sollten dann schon beieinander schlafen. Dann kannst du langsam mehr Platz geben, dafür ist am besten ein Aquarium mit einem verschiebbaren Trenngitter geeignet. Gib erstmal nicht mehr als 30cm oder so in der Breite und erhöhe das dann nur langsam und schrittweise. Wichtig ist, dass sie immer gemeinsam in einem Nest schlafen. Am Anfang wird auch außer dem Sandbad nichts an Einrichtung gegeben. Es wird dann nur langsam der Platz bis auf Endgröße erweitert (dabei kannst du dir ruhig Zeit lassen, passe das ans Verhalten der Renner an - wenn es unruhiger wird, geh einen Schritt zurück und biete nochmal etwas weniger Platz) und dann nach und nach Einrichtung und mehr Einstreu zum Buddeln gegeben.

Die Methode mit der Badewanne finde ich persönlich nicht so gut, habe bisher immer sehr gute Erfahrungen mit der Kleinraummethode gemacht, weshalb ich da durchaus nochmal einen Versuch starten würde. Sollte das nichts helfen, würde ich evtl auch überlegen, jeden Bock einzeln mit einem oder zwei männlichen Jungtieren zu vergesellschaften. Hier solltest du dich aber an eine Notstation wenden, 1. haben die durchaus oft Jungtiere und 2. könnten die dir bei der VG und dann auch bei der darauf folgenden Vermittlung helfen. Jungtiere mit ca 10 Wochen (nagel mich darauf bitte nicht fest, das ist schon länger her bei mir und ich weiß nicht mehr, wie alt genau die waren) sind oft recht unkompliziert in der Vergesellschaftung, weil sie meistens auch noch nicht aufmüpfig sind.

Ich drück dir die Daumen, dass es doch noch klappt, kannst ja hier mal berichten!
 
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Ohjemine

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McLeodsDaughters, [-][/-]ich verstehe dich ja, im Prinzip sehe ich es genauso...Das Kleintierfutter, Heu, Stroh etc. kriegt sie schon auch von der Zoohandlung... Und das ist ja auch ein eingetragener Verein...Aber darum geht es jetzt nicht, sondern um meine beiden Zank-Böckchen...

Laura, das Terrarium war 60 x 30 cm, so habe ich es auf einer Rennmaus-Seite gelesen. Dort stand auch, dass beide Abteilungen so karg wie möglich gehalten werden sollen. Ich hatte dann eben nur eine Wasserflasche, Nistmaterial und nach ein paar Tagen eine Sand-Schüssel bzw. auch Kartons und Klopapierrollen rein getan, weil die sich sonst zu Tode gelangweilt hatten.
Soll ich sie dann, wenn ich sie erneut ans Trenngitter setze, in ein größeres Terrarium setzen? Ich habe noch eins mit den Maßen 80 cm x 35 cm. Ist das geeigneter?
 
Calimero

Calimero

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Finde das größere Terra besser, würde das auf jeden Fall für die Trenngitterzeit bevorzugen. Aber als Endgehege ist das immernoch zu klein...
 
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Ohjemine

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Danke, Calimero. Ich sehe schon, es gibt doch noch mehrere Möglichkeiten, sie aneinander zu gewöhnen...Dann will ich jedenfalls nichts unversucht lassen. Hoffe nur, die beiden Mäuse nehmen mir den ganzen Stress nicht übel. Sind ja auch nicht mehr die jüngsten...:roll: Aber ich werde es auf jeden Fall nochmal mit den von euch aufgeführten Methoden versuchen. Wäre wirklich toll, wenn die zwei zueinander finden!
 
Calimero

Calimero

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Ich finde 1,5 Jahre noch nicht übertrieben alt, aber klar, schwer ist es schon, vor allem eben weil sie beide so lang allein waren. Lass dir echt viel Zeit am Trenngitter! Nimm das größte Aquarium was du finden kannst, dann sind sie da hoffentlich auch etwas entspannter und es ist auch nicht dramatisch, wenn du noch ein paar mehr Tage am Trenngitter bleibst, das macht die VG selbst ja nur einfacher.
 
Laura

Laura

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Laura, das Terrarium war 60 x 30 cm, so habe ich es auf einer Rennmaus-Seite gelesen. Dort stand auch, dass beide Abteilungen so karg wie möglich gehalten werden sollen.
Ja, so wird es häufig geraten und ist in meinen Augen aus oben genannten Gründen einfach nur kontraproduktiv. Diesen Stress kann man vermeiden, ohne der Vergesellschaftung einen Abbruch zu tun. Wenn du ein größeres Gehege für die VG hast, würde ich in jedem Fall das nehmen. Theoretisch kannst du gleich das Endterrarium nehmen (mache ich auch, Maße 130x60).

Schau mal hier, da habe ich meine letzte VG auch mit Fotos dokumentiert: https://www.tierforum.de/t182882-meine-maeuschen.html#post3070673
Vielleicht hilft dir das ein bisschen.
 
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Ohjemine

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Laura, vielen Dank für den Link. Das ist wirklich toll dokumentiert und sehr schöne Fotos :clap:. Wäre schön, wenn das bei mir auch so klappen würde...*seufz*

Ich hab jetzt mal noch ne andere Frage: Ich hab hier noch ne ganze Rolle grünen Hasendraht. Der erscheint mir aber sehr lummelig, ich glaube, wenn die beiden da mal kräftig anfangen zu nagen, dann ist der durch?! Für das kleine Terrarium hatte ich noch ein stabileres Gitter übrig. Was habt ihr denn für ein Gitter und wo habt ihr es gekauft?
 
WaldKatz

WaldKatz

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Hey,

"Die taten mir so Leid" ist hier leider der völlig falsche Ansatz.
Natürlich ist es nicht schön zu sehen wie überfordert die Kleinen mit der Lage sind, und wie gerne sie sich daraus befreien würden - aber du musst bedenken dass Du das ja nicht aus Spaß an der Freude machst,sondern um ihnen zu helfen.

Es wäre gut wenn Du vielkeicht ein paar Fotos zeigen könntest.
Ist das Trenngitter doppelt?
Also Gitter - dann etwa 1cm Platz- dann ein zweites Gitter?
Bei einem einzelnen Gitter können sich die Mäuse trotzdem noch beißen.

Wie groß ist denn nun das endgültige Terrarium?

Wie gesagt, lass ihnen mehr Zeit am Trenngitter, ohne den Mitleidsgedanken.
Das Sandbad würd ich täglich wechseln, und nach einer Woche die Mäuse selbst.
Alles muss entspannt sein wenn Sie in das neue Abteil gesetzt werden... Ansonsten hilft es nicht zu sagen "er tat mir Leid, er wollte raus!" denn je öfter die Beiden voreilig zusammen gesetzt werden, desto mehr Stress ist es am Ende.

Viel Glück!


P.S:
Wie gesagt muss das Gitter doppelt sein, damit sie sich nicht erreichen.
Ich habe damals ein paar Holzlatten zusammen geschraubt, auf beiden Seiten mit Draht bespannt, und auf die Drahtenden nochmal Holz geschraubt, damit sie sich daran nicht verletzen.

www.Rennmaeuse.twoday.net/images/topics/Vergesellschaftung/

Den grünen Draht finde ich nicht gut, da das wie ein Kunststoffüberzug ist, der beim Angaben gefressen werden kann.
Ich hatte einfach den silbernen Kaninchendraht mit kleinen Maschen.
 
Laura

Laura

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Zu dünn sollte der Draht nicht sein, diese grün beschichteten sind meistens nicht so dick, wenn ich mich nicht irre. Wenn man die Maschen mit den Fingern verbiegen kann, ist es nichts.
Ich hab meinen Draht im Baumarkt gekauft. Hab's zugeschnitten bekommen, da braucht es ja kein großes Stück.
 
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Ohjemine

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Ja, wie ihr seht, ich bin restlos überfordert. Aber ich danke euch vielmals für eure ehrlichen, aufmunternden Worte. Ich probiers einfach nochmal. Muss morgen erst noch gescheiten Volierendraht kaufen, sonst komm ich leider kein Stück weiter ;). Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!
 
Calimero

Calimero

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Genau, volierendraht ist der richtige! Du hast es jetzt ja nicht eilig, informiere dich gut und frag im Zweifel hier einfach nochmal nach, bevor du sie wieder zusammen lässt. Wenn dich ein Verhalten verunsichert, kannst du ja auch mal ein Video machen und hier zeigen!
 
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Ohjemine

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Hallo, ich bins nochmal. Jetzt ist mittlerweile ja eine Woche vergangen und ich hab das mit dem Drahtgitter und Umsetzen erneut gemacht. Mittlerweile sind wir auf dem Stand, dass sie beide das Nest des anderen nicht mehr zerstören. Auch am Draht kann ich keinerlei Aggression beobachten (konnte ich aber auch nie, als kein Gefiepe, kein Nackenhaarstellen etc.). Sie können sich mittlerweile auch direkt beschnuffeln, was sie manchmal auch tun, also direkt Nase an Nase, aber keiner zwickt nach dem anderen. Allerdings sind beide schon noch recht hibbelig, weil ihnen trotz Laufrad- und Sandbatausch echt langweilig zu sein scheint.
Nun möchte ich es am Samstag mit dem Zusammensetzen nochmal versuchen. Habe hierfür einen Karton und werde die beiden permanent im Auge behalten. Jetzt bin ich aber unsicher, wie genau das dann auszusehen hat, falls sie sich halbwegs verstehen...Wenn sie sich zanken und beissen, klar, dann trenne ich sie wieder. Aber was mache ich, wenn es ganz gut läuft? Wie lange lasse ich sie dann in dem Karton? Und wenn es dann auch in der Panikbox geklappt hat, was mache ich dann? Setze ich sie dann um in ihr momentanes End-Terrarium (Länge 100 x 50 x 60) oder nochmal in das VG-Aquarium, aber ohne Trenngitter? Außerdem bin ich sonntags meist im Tierheim aushelfen und nachmittags mit einer Hundegruppe beim Gassi. Das heißt, dass ich sie nur Samstag den ganzen Tag beobachten kann, sonntags nur hin und wieder mal...Ich möchte keinesfalls, dass ich vom Gassigehen oder aus dem Tierheim komme und einen blutverschmierten Käfig vorfinde...
 
Calimero

Calimero

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Ich zitiere mich mal selbst ;)

Wenn du zur Vergesellschaftung selbst kommst, würde ich dir die Kleinraummethode empfehlen, hast du darüber schon etwas gelesen? Die Mäuse sollen hier in einer Transportbox (diese 10*20cm Dinger oder so) aufeinander treffen. Hier würde ich frische Einstreu verwenden, damit es nach keinem riecht. Oder wenn es vorher richtig entspannt war am Trenngitter (z.B. nebeneinander schlafen), dann Einstreu von beiden Seiten. Normalerweise kriegen sich die Mäuse in der kleinen Box nicht so sehr in die Wolle. Und es hat den Vorteil, dass du sie den ganzen Tag mit dir rumschleppen kannst in der Wohnung und sie so unter ständiger Beobachtung sind (was natürlich NICHT der Grund für die kleine Box ist!). Normal lässt man sie da so 12-24 Stunden drin. Sie sollten dann schon beieinander schlafen. Dann kannst du langsam mehr Platz geben, dafür ist am besten ein Aquarium mit einem verschiebbaren Trenngitter geeignet. Gib erstmal nicht mehr als 30cm oder so in der Breite und erhöhe das dann nur langsam und schrittweise. Wichtig ist, dass sie immer gemeinsam in einem Nest schlafen. Am Anfang wird auch außer dem Sandbad nichts an Einrichtung gegeben. Es wird dann nur langsam der Platz bis auf Endgröße erweitert (dabei kannst du dir ruhig Zeit lassen, passe das ans Verhalten der Renner an - wenn es unruhiger wird, geh einen Schritt zurück und biete nochmal etwas weniger Platz) und dann nach und nach Einrichtung und mehr Einstreu zum Buddeln gegeben.
Wenn aber noch Unruhe in der Gruppe ist, warte lieber noch ab. Wie das am Sonntag abläuft, ist schwer vorher zu sagen. Ist sonst auch niemand da, der mal gucken kann? Wenn du glück hast, sind sie bis dahin schon recht friedlich, aber sicher kann man das nicht sagen. Eigentlich sollte das Gröbste schnell durch sein.
 
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