Tierheim

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Lissychan

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Hallo.

Ich war heute mal bei uns im Tierheim unterwegs - das erste Mal. Vorher habe ich immer nur deren Internetseite durchforstet.
Da ich gelesen habe, das aktuell Hunde- und Katzenfutter benötigt wird, bin ich sofort mit einem großen Karton voller Katzenfutter los. Da war die Freude natürlich groß. :)

Nachdem ich mir alles da angeschaut habe - alle Tiere, die grade unterwegs waren und die Behausungen - war mein einziger Gedanke, dass ich helfen möchte. Aber leider kann ich nicht einfach direkt da arbeiten.
→ Habt ihr denn schon mit "indirekter" Arbeit für ein Tierheim Erfahrung? Ich habe gelesen, dass es da wohl viele Möglichkeiten geben soll, sich als Freiwilliger
mit einzubringen. Aber so richtig vorstellen kann ich es mir nicht...

Nun habe ich heute, zusammen mit meinem Freund, beschlossen, dass wir uns an unseren freien Wochenenden für ein paar Stunden den Tieren im Heim widmen wollen. Heißt also: Gassi gehen mit den Hunden und spielen mit den Katzen. Mit den Kleintieren vor Ort wird man wohl nicht sehr viel machen können.
→ Macht ihr so etwas auch? Wie lief es da bei euch ab und kamt ihr sofort mit den Hunden klar?
Ich selbst hatte noch keinen eigenen Hund, war jedoch oft mit Hunden Gassi (für ältere Menschen als ich noch kleiner war) und kenne auch einige Leute, die einen Hund haben. Bisher kam ich immer gut zurecht, nur kennt man im Tierheim eben nicht immer die Geschichte/Vergangenheit des Tieres.

Nun gibt es für uns die Möglichkeiten, entweder Mitglied zu werden oder eine Patenschaft anzutreten. Bei der Patenschaft zahlt man einen kleinen Betrag, durch den man anschließend auch versichert wird, wenn man mit den Hunden eine Runde geht. Ich finde die Idee einfach super und bin froh, dass ich nun bald etwas Gutes tun kann, auch wenn es kein neues Heim für die Kleinen ist. Am liebsten hätte ich sie natürlich alle mitgenommen. :049:

Beim Laufen durch das Gelände habe ich einige Leute gesehen. Ich fand es schade, dass sie zum Teil einfach nur das Alter des Hundes oder der Katze gesehen haben und direkt weiter gelaufen sind mit der Aussage "Oh, viel zu alt."... Ebenfalls habe ich vor einigen Tagen beim "Beobachten" der Internetseite festgestellt, dass vormittags eine recht junge Katze (nicht mal ein Jahr alt) zur Vermittlung freigegeben wurde, nachmittags war sie bereits vermittelt. Doch schon zwei Jahre alte Katzen bleiben sehr lange auf der Liste.
→ Habt ihr schon einmal ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen, von dem ihr wusstet, dass es nicht mehr sehr lange leben wird?

Ich musste jetzt einfach mal meine Gedanken loswerden und würde mich über euer Feedback freuen.
 
16.06.2015
#1
A

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Guest

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Katy85

Katy85

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Hallo,

ich war während meiner Studienzeit Gassigänger im Tierheim. Das funktionierte ohne Patenschaft oder Mitgleidschaft, man musste seinen Perso abgeben und wurde allgemein eingewiesen. Dann jedesmal zu den einzelnen Tieren. Später durften wir auch allein zu den Tieren, nachdem wir uns angemeldet haben und die jeweiligen Hunde schon kannten.
Nach meinem Studium ging das leider nicht mehr, das Tierheim dann war zu weit weg. Jetzt bin ich wieder umgezogen, hier werd ich auch mal schauen ob ich mich einbringen kann, aber hier läuft das soweit ich das aus der Internetseite entnemen kann, auch über Mitgliedschaft.

Ich selbst hab nur zwei Meerlis aus dem Tierheim, die waren noch jung, eigentlich wollt ich da ein älteres als Partnertier für meinen Senior ;) Die hatten aber Platzmangel und keine Unterbringmöglichkeit für zwei junge, unkastrierte Böcke, also eben die genommen. Alle anderen Nottiere kamen direkt zu mir.
Für unser WG Kaninchen haben wir allerdings ein älteres Tier, was aufgrund von chronischen Schnupfen schon Jahre dasaß aufgenommen. Da die Häsin auch schon Älter und Schnupfer war, passte das ganz gut.
 
Lissychan

Lissychan

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Oh das ist toll. :eek:

Mir wurde heute gesagt, dass es nur per Mitglied- oder Patenschaft geht, sonst lassen sie einen ohne Versicherung nicht mit den Hunden gehen.

Wegen Platzmangel (grade bei Katzen) gibt es hier noch die Möglichkeit, sich selbst als Pflegestelle anzubieten, wenn grade Kitten oder werdende Katzenmamas ankommen.
 
K

Kiwi

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Pflegestelle werden finde ich immer schwierig, wenn man eigene Katzen hat. Das hin und her mit Artgenossen ist meistens großer Stress für die doch terretorialen Tiere.

Aber normalerweise werden für die Katzen auch Katzenschmuser und Bespieler gesucht, das müsste ja eigentlich auch ohne Mitgliedschaft gehen.
 
Lissychan

Lissychan

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Ich persönlich würde auch keine Pflegestellen werden wollen, da ich eben eigene Katzen habe. Anders wäre es sicher mit einem großen Haus, wo man eventuell sogar in zwei Hälften (wie zwei Wohnungen) trennen kann.
 
Maische

Maische

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Ich war noch nie Gassigänger. Bin aber mitglied in einem TSV, teile ab und an bei Facebook sachen und hatte mal eine Patenschaft für einen tollen Hund.

Aufgenommen haben wir viele Tiere.
Immer wieder Kanarienvögel(mein Onkels Hobby).
Wellensittiche, auch die schon 12 waren, wir fanden, die haben eine chance verdient.
Ein Wellensittich mit behinderung(konnte sich nur krabbelnd und kletternd fortbewegen.)
2 Meerschweinchen die beide Krank waren. Die eine hatte einen Tumor, ist leider auch 3 Monate später verstorben, nach der OP 2 Tage später. Der Tumor wuchs leider Gottes doch weiter :( die andere war ein Zahnschwein, die noch lange lebte :)
Nun zwar nicht aus Deutschland aber aus Spanien, einen Hund, die zwar lange lebt aber keinen schwanz mehr hat, für uns schon "Behinderung" genug ;)
 
Z

Zufallsprodukt

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Beim Laufen durch das Gelände habe ich einige Leute gesehen. Ich fand es schade, dass sie zum Teil einfach nur das Alter des Hundes oder der Katze gesehen haben und direkt weiter gelaufen sind mit der Aussage "Oh, viel zu alt."... Ebenfalls habe ich vor einigen Tagen beim "Beobachten" der Internetseite festgestellt, dass vormittags eine recht junge Katze (nicht mal ein Jahr alt) zur Vermittlung freigegeben wurde, nachmittags war sie bereits vermittelt. Doch schon zwei Jahre alte Katzen bleiben sehr lange auf der Liste.
→ Habt ihr schon einmal ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen, von dem ihr wusstet, dass es nicht mehr sehr lange leben wird?
Ja. Das mache ich immer so. Ich nehme nur die alten und kranken Hunde, die sonst niemand will. Eben genau deshalb. Ich persönlich möchte mich um einen Hund kümmern, der es gerade im Alter am nötigsten hat jemanden an seiner Seite zu haben. Hunde (und auch Katzen) sind ihr ganzes Leben lang an unserer Seite - wenn sie einmal alt und krank werden, stehen wir in der Pflicht unserem Tier das zurückzugeben, was wir all die Jahre bekommen haben. Und weil alte Hunde im Tierheim das nicht bekommen, adoptiere ich die Senioren. Sie haben es verdient. Jeder einzelne.
Nach Daisy wird definitiv wieder ein Senior einziehen - und es wird definitiv wieder ein Listi werden, denn die haben es am schwersten.
 
Ina4482

Ina4482

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Bei uns im Tierheim kann man auch einfach nach kurzer telefonischer Rücksprache helfen kommen: Katzenklos säubern, Quarantäne-Käfige auswaschen, Kleintierkäfige sauber machen, füttern usw...
Würde ich auch häufiger machen, wenn ich die Zeit hätte. Ich habe die nur leider maximal samstags und das Tierheim bräuchte solche Hilfe eher unter der Woche.

→ Habt ihr schon einmal ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen, von dem ihr wusstet, dass es nicht mehr sehr lange leben wird?
Jein. Kater Rambo wurde 2011 von meinem Mann aus dem Tierheim adoptiert, Alter unbekannt, aber geschätzt auf ca. 8 Jahre. Wir vermuten, dass er schon etwas älter ist. Unsere anderen Tierheimkatzen / Tierschutzkatzen waren alle recht jung, so ca. 1 - 3 Jahre, bei der Vermittlung. Danach haben wir allerdings nicht entschieden, sondern entweder nach Bauchgefühl (bei Ronja war´s z.B. die furchtbare Optik, die hätte damals niemals einer mitgenommen) oder bei Abby aufgrund der Beschreibung. Katze Tequila haben wir mit 12 Jahren aufgenommen, allerdings war das eine private Vermittlung über seven aus dem Forum und keine Katze aus dem Tierheim.
Aber ja: Ich würde auch gezielt eine ältere Katze auswählen, wenn es sich denn so ergibt. Bisher haben wir uns bei den Tierheimtieren eigentlich immer auf Tiere geeinigt, die aus verschiedenen Gründen schwieriger zu vermitteln waren, nicht nur aufgrund des Alters. Kranke Tiere sind eine andere Sache: Da kommt es darauf an, ob es was Ansteckendes ist und auch, ob ich als Vollzeit Berufstätige die Versorgung gewährleisten könnte.
 
Ronnie2002

Ronnie2002

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Toll dass du dich für das Tierheim einsetzt :)
Wir haben bisher erst ein Tier indirekt aus dem tierheim, unser Hund wurde über das vermittelt lebte aber noch bei privat, war damals 3 Jahre alt. WIr haben uns einfach in ihn verliebt.. Der Rest der Tiere stammt zu 90% aus privaten Abgaben direkt bei uns, da war uns das Alter immer schnurz, manche Tiere schon älter, manche noch ganz jung. Ich muss sagen dass ich Anfangs immer dachte lieber junge Tiere aufnehmen, damit man nicht erst die Bindung aufbaut und das Tier dann gehen lassen muss. Mittlerweile schätze ich die Senioren, sie haben schon so viel erlebt, gutes wie schlechtes, und sie verdienen einfach einen schönen Lebensabend.
 
Maische

Maische

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Dazu muss ich sagen: Auch junge Tiere können ganz schnell sterben. Wir haben unseren Kater mit 3 Monaten bekomen. 3 Monate später ist er gestorben an Leukose :/ Also ist es nie eine garantie, dass man ein Tier lange hat.
 
Lissychan

Lissychan

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Das stimmt allerdings... Die haben da auch sehr viele junge Kaninchen, die nicht weggehen, weil die Leute sich vorher nicht informieren. Und an Käfighaltung werden die bei uns (und sicher auch in vielen anderen Tierheimen) nicht abgegeben.
Da wird darauf geachtet, dass mindestens 2qm pro Kaninchen da sind.

Im Moment haben sie auch 4 Degus, die irgendwo ausgesetzt wurden. Haben aber schöne Namen: Erde, Wasser, Feuer und Luft. Werden auch nur zu viert abgegeben, aber auch da haben die meisten Leute keinen Platz und wollen nur ein Kuscheltier für die Kinder holen.

Ich habe das Gefühl, dass auch viele Leute von der Schutzgebühr abgeschreckt werden. Ich habe selbst früher auch immer gedacht, dass man ins TH geht, sich ein Tier aussucht und einfach mitnimmt (ja gut, wer denkt als Kind ans Geld). Und wenn den Leuten dann gesagt wird, wie viel man quasi für eine Katze oder einen Hund zahlt, gehen wohl viele lieber woanders hin.
 
Zworgli

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Ich habe jetzt meinen zweiten Hamster aus dem Tierheim. Dazu muss ich sagen, dass es in der Schweiz realtiv schwierig ist, einen Hamster im Tierheim zu finden und ich bin deshalb auch schon ziemlich im Land herumgekommen. (Die Hamsterhilfe Schweiz gibts ja leider nicht mehr). Beim 2. Hamster "hatte ich Glück", da es ein Unfallwurf war und er noch nicht einmal 2 Monate alt war. Der erste Hamster war allerdings auch bereits ein Jahr alt, was für einen Hamster nicht mehr gerade jung ist. Mir persönlich spielt das Alter keine Rolle, aber es ist natürlich etwas anderes, wenn man z.B. einen Hund aus dem Tiereim holt, der vielleicht 8 Jahre alt ist und noch alles von Grund auf neu lernen sollte.
Ich finde es sehr schön, dass du und dein Freund im Tierheim helfen möchtet! :clap:
 
Lissychan

Lissychan

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Hamster gibt es bei uns im Tierheim auch nicht direkt. Wenn die da abgegeben werden, wandern sie fast sofort in die Hamsterhilfe. Bei der Hamsterhilfe hatte ich auch schon meine Patenhamster (Dsungaren-Mama mit ihren Kleinen).

Das Helfen bringt beiden Seiten etwas. Wir haben jedes Wochenende etwas Festes vor und die Hunde und auch Katzen haben mehr menschlichen Kontakt. Grade die Hunde freuen sich da sehr. Gestern haben wir sie in ihren Zwingern gesehen, erfreut über jeden Menschen, der stehen geblieben ist. Einer von denen war richtig Zucker: Wir kamen an und er lag mit seiner Decke auf dem Boden, dann sieht er uns, nimmt seine Decke in die Schnauze und steht auf. Da konnte man fast meinen, dass er uns "Bin schon fertig, nehmt mich mit!" sagen wollte.
 
omfgjen

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"Mein" Tierheim sucht auch immer händeringend Personen, die sich nicht um die Tiere, sondern das Haus und Grundstück kümmern. Je nach Anlage ist allein schon Rasen mähen sehr zeitintensiv. Da ich 1Std von meinem TH entfernt wohne, schicke ich "nur" regelmäßig Zooplus-Pakete dorthin und Fotos meiner Monster ;) Wir wollen uns November 2013 mittelalte Wohnungskatzen holen - geworden sind es 3 Halbjährige :x ich habe mich einfach verliebt. Sie saßen auf einer Pflegestelle bei einer Mitarbeiterin daheim und das TH hat es ewig nicht geschafft im TH direkt überhaupt auf die PS hinzuweisen durch Plakate o.ä., wodurch die Vermittlungschancen für alle Katzen dort gleich Null waren. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass alle 3 chronisch krank sind, Frodo hat jetzt sogar noch Asthma entwickelt. Ich bin einfach nur froh, dass die 3 bei mir gelandet sind und nicht mit ausgebrochener Krankheit im TH versauern :)

Im TH meines jetzigen Wohnortes kann man auch Gassigehen, jedoch mus man sich bewerben und es wird einem ein fester Hund zugeteilt, diesen darf man aber nach einer gewissen Zeit sogar für einen halben Tag mit heim nehmen, trainieren und was weiß ich. Leider kollidieren die Gassi-Zeiten mit meinen Arbeitszeiten :/
 
Mandarina

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Habt ihr schon einmal ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen, von dem ihr wusstet, dass es nicht mehr sehr lange leben wird?
Hallo,

ich nehme immer wieder einsame älter Degus auf, um sie mit meinen Oldies zu vergesellschaften, meistens von privat. Einige waren schon 6 Jahre alt, als sie zu mir kamen und durften dann noch einige Monate in netter Degu-Kuschelrunde verbringen. Jungtiere mögen niedlich und süß sein, mein Herz schlägt aber für die gesetzten Charaktertiere. Gerade die Degusenioren haben was ganz besonderes.
 
Lissychan

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Wenn ich später mal ein Haus mit Garten habe, möchte ich unbedingt wieder Kaninchen haben (hatte das letzte Mal als Kind welche). Da habe ich mir auch überlegt, den Senioren aus dem Tierheim ein neues Heim zu geben.

Katzen habe ich nun und ich kann hier erst einmal keine Dritte reinnehmen, deswegen geht es da leider nicht. Hunde kann ich eh nicht selbst halten, deswegen eben nur das Gassi gehen im TH.

Und an sonstigen Kleintieren: Degus sind schon verdammt niedlich, aber noch habe ich einfach kein Platz für so ein großes Gehege.

Hm, was gab es da noch...? Ratten... Vögel... Schildkröten... Ratten mag ich momentan nicht halten. Vögeln könnte ich bei zwei Raubkatzen und einer "kleinen" Wohnung keine Ruhe bieten. Und von Schildkröten bin ich zwar ein kleiner Fan, aber kann und möchte sie im Moment nicht halten.

Das alles sind eben Gründe, warum ich anders helfen möchte. Ich kann hier keine Tiere weiter aufnehmen. Mit zwei Hamstern, zwei Katzen und zwei Menschen ist die Wohnung voll.
 
Jayjay!

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Wir haben 3 "Pflegekatzen" aus dem Tierheim. Und das inzwischen seit 3 Jahren. Anfangs hatten wir 3 Katerchen, damals knapp über 12 Wochen alt, als Pflegekatzen bekommen. Die wären im TH versauert, da schüchtern/schreckhaft/ängstlich/panisch. (Fast) kein Mensch will eine Katze, die nicht herkommt und schmust. 1 Kater konnte man ein paar Wochen später doch vermitteln, da er sich als sehr lieb und schmusig herausstellte. Die anderen beiden wohnen heute noch bei uns, wovon ich bei einem ein halbes Jahr gebraucht habe, bis ich ihn das erste Mal anfassen konnte! Inzwischen kann man beide anfassen und streicheln, sie fordern auch ab uns zu ihre Schmuseeinheiten ein (allerdings nur von meinem Mann und mir). Die beiden sind bis heute definitiv nicht vermittelbar. Es kam dann noch ne Weile später eine Kätzin dazu, die schon vermittelt war, aber wieder zurück ins TH gebracht wurde, weil es nicht funktioniert hat. Sie wurde damals in Wohnungshaltung vermittelt, dabei braucht sie definitiv Freigang. Die 3 sind zwar heute immer noch offiziell Pflegekatzen vom TH, dürfen aber wohl bei uns bleiben. Dem TH ist es lieber, sie sind bei uns als dass sie vielleicht jahrelang im TH leben und dort keine Aussicht auf Vermittlung haben.
 
Tompina

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→ Habt ihr denn schon mit "indirekter" Arbeit für ein Tierheim Erfahrung?
Bevor ich meine Ausbildung zur Tierheimtierpflegerin gemacht habe, war ich seit meinem 10. Lebensjahr (immer gemeinsam mit einem Elternteil) Gassigeherin im TH meiner Heimatstadt, ich habe in einer Wildtierauffangstation ausgeholfen (hauptsächlich putzen und füttern) und war Pflegestelle für Kleinnager für THs und verschiedene Organisationen.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man am Besten mal persönlich hingeht, die Leute kennen lernt und dann abcheckt wo man helfen kann. Oft sind es schon banale Dinge, wie beim Wäschewaschen helfen oder die Katzenkinder im Babyzimmer bespaßen, die den Tierpflegern schon viel Arbeit abnehmen. ;) Man kann auch bei TH-Aktionen helfen, Werbung machen usw. In meinem AusbildungsTH hatten wir immer eine ganze Latte Stammgassigeher, vor allem für schwierige Hunde, die auch Hundeschulkurse/Einzeltrainings mit den jeweiligen Hunden besucht haben, wir hatten Katzenschmuser, die jeweils ein bestimmtes Katzenzimmer zugeteilt bekamen (damit gerade die scheuen Katzen die Chance hatten sich an bestimmte Leute zu gewöhnen und nicht jeden Tag andere Leute zu sehen), wir hatten eine Gruppe Mädels, die mir immer beim Misten der Kaninchen- und Nagerställe geholfen hat und beim Grünfutter sammeln etc.

Nicht jedes TH ist da gleich offen bzw. gut organisiert, aber wenn man Engagement zeigt und sich nicht auf die reine Arbeit "am Tier" versteift, gibt es viel zu helfen!


→ Macht ihr so etwas auch? Wie lief es da bei euch ab und kamt ihr sofort mit den Hunden klar?
Siehe oben für den ersten Teil der Frage. Und ja wir kamen immer klar. Wir hatten in der Regel immer den gleichen Hund und wurden bei den ersten 1-2 Spaziergängen je nach Hund auch begleitet von einem Tierpfleger, danach kam es drauf an wie lange das Tier im TH war. Mein erster Gassigehhund Andy begleitete mich 1,5 Jahre und zog dann zu guten Freunden von uns, die ihn auf einer Wanderung kennen lernten zu der wir ihn für einen ganzen Tag "ausgeliehen" hatten (das durften wir nach ca. 6 Monaten und als feststand, dass der Hund eine Bindung zu uns hat und wir ihn im Griff haben). Danach kam Bonny, die gerade mal 5 Monate war als sie in TH kam und dort fast 2 Jahre blieb. :( Wir durften mit ihr in die Junghundspielgruppe und sie auch für Tagesausflüge ausleihen, sodass sie gut sozialisiert und alltagstauglich schließlich doch ein Zuhause fand (auch bei Bekannten von uns :lol:). Danach kamen Hexe und Spike, zwei kleine Mischlinge, Mutter und Sohn, schon älter und fast hatte ich meine Mutter soweit, dass wir sie genommen hätten...:roll: Aber letztlich waren wir dann einfach 3 Jahre Gassigänger und paralell zu meinem Abi sind die beiden dann doch noch vermittelt worden...zu Nachbarn von uns. :mrgreen:

→ Habt ihr schon einmal ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen, von dem ihr wusstet, dass es nicht mehr sehr lange leben wird?
Jap, meine ersten drei Kaninchen waren alle über 7 Jahre, teilweise vorerkrankt und aus dem TH. Mehrere Meerschweinchen kamen, auch teilweise vorerkrankt aus dem TH. Meine anderen Senioren (Hunde, weitere Kaninchen, weitere Meerschweinchen) kamen dann aber auch über privat zu mir, damit sie eben nicht ins TH mussten auf ihre alten Tage. Für mich spielt das Alter keine Rolle, gerade bei Hunden ist das ja oft auch relativ und stark von Rasse, Vorgeschichte und andere Faktoren abhängig. Und wenn meine Hundekonstellation es iwann wieder zulässt bzw. es sich ergibt wird auch ein Senior einen Platz bei mir finden, wenn er zu mir und dem Rest passt. :)
 
Lissychan

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Als ich im Tierheim war, waren alle Mitarbeiter sehr beschäftigt. Unterbesetzt sind sie auf jeden Fall. Wenn beim nächsten Besuch mal weniger los ist und die Mitarbeiter Zeit haben, werde ich da mal ein Gespräch beginnen und anfragen, wie man helfen kann.

Problematisch ist eben, dass das TH nicht grade um die Ecke ist und ich kein Auto habe. Die Busverbindung dahin ist eine Katastrophe.


Bei mir wäre noch das Problem, dass ich mich beispielsweise mit Kaninchen noch nicht so gut auskenne. Hole ich dann ein eventuell krankes Tier, befürchte ich, dass ich mich nicht richtig darum kümmern kann. Wenn ein Tier erst später krank wird, kennt man es wenigstens schon. Aber mal schauen.
 
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