Hund kläfft, jault, winselt, zittert und Co (Vorsicht langer Text)

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Melbo2015

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Hallo,

erstmal sorry das des wahrscheinlich zum hundertsten Mal gefragt wird, aber meine Geschichte ist einfach auch was anders.

Nun aber zu meinem Problem:

Wir haben unsere Hündin seit 1,5 Jahren. Habe sie im Alter von 5 Monaten aus einem Tierschutzverein der in Sardinien tätig ist, geholt.
Schon zu Beginn war sie immer sehr bellfreudig und konnte natürlich noch nicht allein bleiben und wollte immer in unserer Nähe sein. Aber ich habe mir direkt zu Beginn eine Hundetrainerin nach Hause geholt um direkt von vorne herein alles richtig zu machen.
Ihr Schlafplatz sollte nachts vor dem Schlafzimmer im Flur sein (wollten ihr ja nicht ganz die Nähe zum Rudel nehmen), dass sie die ersten Wochen/Monate bellen und jaulen würde, war uns bewusst. Haben wir auch durchgezogen, zumal ich auch nachts erstmal ja alle 2 Stunden raus musste zum Pippi machen mit ihr, hat sie gesehen, dass wir da sind. Bei jedem kleinen Geräusch kläfft sie sich in Rage.. Das macht uns seit 1,5 Jahren die Nacht zum Tag! Wir haben dann die Schlafzimmertüre irgendwann soweit aufgemacht, dass sie uns sehen konnte, sie aber an ihrem Platz angeleint da sie sonst ins Schlafzimmer kommen würde (wie gesagt, alles vom Trainer empfohlen). Aber das Gejaule, Geschreie und gewinsel geht los sobald wir das Licht ausmachen (ich muss aber sagen dass sie uns sehen kann, liegt ja nur 5 m weiter, aber halt nicht direkt neben mir, sondern im Flur). Wir wollen sie einfach nicht mit im Schlafzimmer haben, denke das sollte auch vollkommen ok sein, es gibt Hunde, die schließlich sogar im Wohnzimmer schlafen können.
Das Ganze ist natürlich noch viel grausamer wenn draußen irgendwelche Geräusche sind (unser Hund hat auch wahnsinnige Angst vor Feuerwerk, Gewitter und Co.. da macht sie zwischen nem Fenster das vom Nachbarn geschlossen wird und nem Feuerwerk aber keinen Unterschied).
So, das zu den Nächten. Meine Tochter ist in der ersten Klasse und seit dem letzten halben Jahr schläft sie in der Schule ein weil sie nachts nicht schlafen kann. Das geht einfach nicht.

Kommen wir zum Tagesverhalten:
Allein lassen seit Beginn an ein No Go! Ich hab es genauso versucht, bis heute, wie mir alle Trainer (hab extra viele ausprobiert weil die nach ner Zeit keinen Rat mehr hatten), erst mit kurz raus und direkt wieder rein kommen, Jacke an, Jacke aus, raus und rein…. Über Wochen! Immer direkt gejault, gebellt etc… somit blieb keine Gelegenheit den Hund mal zu Loben dass sie ruhig ist..Da es nach 6 Monaten immer noch keinen Tick besser wurde, hab ich mit es mit Boxtraining versucht… Ohhhh… die Box ist ihr bis heute ein Dorn im Auge, egal mit welchen Methoden ichversucht hab ihr die Schmackhaft zu machen. Nichts… So, da aber auch ich mal ab und an zu einem Arzt muss, ich nicht immer nen Hundesitter bekomme, nicht immer die Zeit hab ne halbe Stunde vorher zu ner Hundepension zu fahren, muss sie auch mal für ne Stunde allein bleiben können. Als ich nach Hause kam könnt ihr euch ja vorstellen wie die Wohnung aussah! Über all gepinkelt und gekackt, alles zerstört und natürlich gejammert, gejault und gebellt als hätte ich das Tier umgebracht.

Ok… anraten vom Hundetrainer: dann binde sie an ihrem Platz an wo sie schläft… mach ich.. aber sie jammert, jault und bellt die ganze Zeit. Nun, ich bin jetzt schwanger, daher muss ich öfters zum Frauenarzt, und in dem Wetter kann ich sie nicht im Auto lassen!

Also allein sein klappt auch nicht!
Im Dezember hab ich dann einen Chihuahua Welpen dazu geholt. Trainer sagte, Hund will einfach nicht alleine bleiben und fühlt sich im Stich gelassen. Dass das Verhalten von heut auf morgen durch einen Zweithund nicht besser wird, wusste ich. Unser Chi kann seit Beginn an alleine bleiben, bellt nie und ist ein eher ruhiges Wesen. Aber auch bis heute, nach fast 8 Monaten,klappt das überhaupt null! Sie ignoriert den anderen Hund einfach sobald ich aus ihrem Blickfeld gehe.
Sie läuft mir überall hin hinterher. Habs mit Bauchleinen Training probiert… nichts… lange Spaziergänge bevor ich duschen muss, nichts sie jault und jammert vor der Badezimmer Tür, Platztraining, bringt null! Immer klebt sie an mir. In den letzten Monaten hat sie fast 5 kg abgenommen, jetzt ist sie schon echt dünn, weil sie nicht in Ruhe fressen kann wenn ich nicht neben ihr stehe in der Küche (unsere Wohnung ist ein offener Raum, sie sieht mich auch wenn ich nicht in der Küche bin)… sie frisst ein Stückchen, sobald ich mich entferne, hört sie auf und läuft hinterher.

Zum Bellen:
Sie bellt bei allem und jedem, den ganzen Tag! Schlüssel, Vögelchen, Babygeweine, Menschen die sich unterhalten, die Fahrstuhltür… alles. Beim klingeln versteh ich ja, aber auch das versuch ich zu unterbinden. Wenn Besuch kommt muss ich sie mittlerweile wegsperren, sie hört nicht auf zu kläffen, egal ob ich es unterbreche, sie auf den Platz schicke, aus sage und und und.. sie ist nicht zu stoppen.

Meine Trainer sagen mittlerweile es ist hoffnungslos, sie wissen auch nicht mehr weiter. Auch der Tierarzt weiß nichts mehr.

So ist sie mega lieb, verschmust, anhänglich und treu! Lieb zu jedem sobald man sie krabbelt und liebt Kinder.

ABER wir haben jetzt die Kündigung im Haus bekommen, die Nachbarn haben Unterschriften gesammelt wegen dem Hund! Jetzt ziehen wir um, ich schwanger, nur wegen dem Hund!

Ich nehme seit Anfang des Jahres Antidepressiva weil ich mit meinen Nerven am Ende bin.. jetzt in der Schwangerschaft darf ich die nur gering nehmen und ich kann nicht mehr!

Ich will die Maus eigentlich nicht abgeben, aber ich glaube sie hätte es bei ner älteren Dame besser, die nichts anderes zu tun hat als nur sich um unseren Hund zu kümmern, zu betüddeln, im Bett schlafen zu lassen, nie allein lässt, mit ihr isst und und und…

Im Dezember kommt unser Nachwichs.. weder hab ich Lust auf noch einen Zwangsurlaub (haben uns jetzt für ein freistehendes Haus entschieden wegen des Hundes, aber auch dort gibt es Nachbarn), noch möchte ich dass das Baby alle paar Minuten wach wird weil unser Hund ein Kläffer ist!

Ich kann einfach nicht mehr und die ganze Familie zerbricht und leidet mittlerweile unter der Situation.

Sorry dass es so lang wurde, aber ich hoffe ihr habt noch einen Rat für mich.

Liebe Grüße
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Habt ihr mal überlegt, sie im Schlafzimmer schlafen zu lassen? Einfach mal ne Woche um zu schauen, ob es besser wird? Aber wenn das hilft, muss sie im Schlafzimmer bleiben. Schlafzimmer heißt ja nicht gleich, dass sie auch ins Bett muss.
Leint ihr sie immer noch an?
Wo schläft der Chi?

Ja, es gibt Hunde, die schlafen im Wohnzimmer. Die Hündin meiner Tante schläft seit sie Welpe ist in der Küche in ihrem Körbchen und meine Tante + Mann schlafen im 1. Stock. Sie geht NUR hoch, wenn sie nachts muss (und das kam bisher wohl nur vor, wenn sie Mal Durchfall hatte). Es gibt aber genauso Hunde, die in der Mitte vom Ehebett schlafen.

Wie seid ihr das Boxentraining angegangen?

Könnt ihr sie beruhigen, wenn sie bellt? Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass ein Hund aus dem Ausland Angst vor allem hat.
 
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Melbo2015

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Also wenn sie im Schlafzimmer direkt neben mir am Bett liegen kann ist Ruhe... aber da haben wir als Paar kein Eheleben mehr. Mein Mann ist da sehr eigen und er sagt auch ein Tier gehört nicht ins Schlafzimmer. Das gilt auch für die Kinderzimmer. Daher ja der Kompromiss dass sie am Ende des Schlafzimmers/Anfang Flur mit offener Türe liegt. Bringt aber nichts. Sie sieht, riecht und hört uns ja auch von dort, leigt halt nicht direkt neben uns, das sollte auch so bleiben... sonst krieg ich echt ne dicke Ehekrise mit meinem Mann. Anleinen müssen wir sie, sonst legt sie sich neben das Bett an meine Seite.

Der Chi ist schläft auch im Flur, würde aber auch allein im Wohnzimmer schlafen. Ich leine sie auch an, aber nur damit die Große nicht denkt nur sie wäre eingeschränkt.
Der Chi geht aber auch freiwillig direkt auf seinen Platz wenn er merkt das wir ins Bett gehen und bleibt dort ruhig und gelassen bis morgens bis wir aufstehen liegen.


Das Boxtraining haben wir wie folgt gemacht:


Die ersten Wochen Türe aufgelassen und sie nur dort drin gefüttert, mit den leckersten Sachen. Sie nahm sich aber auch immer nur das Futter raus und fraß es vor der Tür. Nach einigen Wochen ging sie auch mal rein. Nach weiteren Wochen begannen wir die Türe kurz zuzumachen, da jaulte, bellte und schrie sie aber sofort. Nach paar Sekunden in ner kurzen Pause, haben dann aufgemacht.. Sie wollte einfach nicht in dieser Box bleiben. Haben diese dann auch zugedeckt, das es wie eine Höhle wirkt. Da ging sie dann auch nicht mehr ans Futter ran. Also Box nach Monaten leider ohne Erfolg.





Wie gesagt, jedes Training wurde von Hundetrainern empfohlen und auch begleitet.. Denke mittlerweile habe schon knapp 15.000 Euro in Hundeschule und Trainer investiert… Nichts hilft

Beruhigen wenn sie bellt unmöglich. Das sie Angst hat, ok, aber nach so viel Training muss es doch mal sich bessern statt schlimmer werden


 
Kompassqualle

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Hallo Melbo, willkommen im Forum ;)

So wie du die Situation schilderst klingt sie wirklich ganz schön stressig und ich kann mir gut vorstellen, dass du mit den Nerven am Ende bist.

Wenn sich die Situation tatsächlich so drastisch darstellt fällt mir - so Leid es mir tut - als einziger sinnvolle Ausweg die Abgabe des Hundes ein.

Ich lese zwischen den Zeilen schon, dass ihr sie sehr liebt und auch dass ihr bereit seit einiges zu tun damit das Zusammenleben klappt (bzw ihr habt ja schon wirklich sehr viel versucht und in Kauf genommen), aber vielleicht passt ihr einfach nicht zusammen.
Sicher könnte man mit Training und Übungen noch etwas aus der Situation rausholen aber so ganz lösen kann man das Problem wahrscheinlich nicht (oder wenn dann nur enormem Zeitaufwand den man mit Familienalltag vielleicht auch manchmal nicht leisten kann).

Eine Abgabe in ein Zuhause bei dem sie allgemein weniger Reizen ausgesetzt ist und in dem sie nicht alleine bleiben müsste, würde sicher auch für eure Hündin den Alltag sehr entstressen. Vielleicht würde es damit sowohl euch als auch dem Hund besser gehen.
 
Choupette

Choupette

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Krass. Mehr fiel mir im ersten Moment nicht ein. Dann die Frage "Wo muss man wohnen, dass die Umgebung das mitmacht?" - da kam ich dann aber schon zu dem Punkt, dass euch gekündigt wurde.:(

Ich bin ganz ehrlich: Ich würde den Hund abgeben. Deine Tochter schläft seit einem halben Jahr in der Schule ein, du nimmst Antidepressiva, ihr bekommt seit eineinhalb Jahren keinen Schlaf mehr und noch dazu hast du bald ein Baby und kannst vor der Geburt noch einen Umzug stemmen... Ich bin wirklich tierlieb, aber da wäre es für mich vorbei.

Ich kann einfach nicht mehr und die ganze Familie zerbricht und leidet mittlerweile unter der Situation.
Ernsthaft, das ist es nicht wert, oder!?

Und selbst wenn hier noch so tolle Tipps kommen: Denkst du, dass eure derart vorbelastetes Verhältnis noch zu kitten ist? Und hast du die Zeit diese Vorschläge zu testen?

Wo stehst du? Wo steht deine Familie? Was sagt dein Mann, was deine Tochter? Denkst du deren Verhältnis zum Hund lässt sich noch ausbügeln?

Das wären Fragen, die ich mir beantworten würde, bevor ich darüber nachdenke es weiter mit dem Hund zu probieren.
 
Chat_Sauvage

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Ach du meine Güte, du Arme...
Leider kann ich sehr gut nachempfinden, wie es dir damit geht. Meine Hündin ist auch ein kleiner Kontroletti und ungern allein.
Dazu noch Kind, schwanger, Kündigung. Erst mal wünsch ich dir weiterhin, dass du das Ganze durchstehst und im Besten Fall nicht die Hoffnung und den Glauben daran ganz verlierst, dass es doch noch besser wird.

Meine Hündin ist nun 3 Jahre alt und seit einem Jahr ca. sind die Probleme so minimiert, dass wir damit leben können.

Mir wäre ganz arg wichtig zu wissen, wie ihr euch mit ihr beschäftigt. Wie oft am Tag, wie lange, was genau? Kopfarbeit? Körperliche Auslastung? Hundesport?
Wer macht das mit dem Hund? Nur du, oder auch dein Mann/Freund?

Deine Hündin hat in meinen Augen bis heute kein richtiges Vertrauen in dich/euch gefasst. Du scheinst für sie lebensnotwendig zu sein. Ohne dich fühlt sie sich komplett hilflos. Dass sie als ehem. Straßenhund zudem Angst vor divers. Geräuschen hat, macht es noch schlimmer.

Wie übt ihr solche Alltagssachen? Habt ihr da die nötige Zeit?

Nur ein Hund, der richtig gefestigt ist und auch Vertrauen gefasst hat, kann alleine zurecht kommen. Alles andere stellt für ihn schon fast eine Lebensbedrohung dar. Zumindest fühlt er sich so, um das mal zu veranschaulichen. Bevor also die Angstzustände im Alltag nicht besser werden, wirst du diesen Hund auch nicht alleine lassen können. Das wirft euch nur immer weiter zurück und den Hund in ein Loch voller Panik.

Mach viele Dinge mit ihr, die ihr wahnsinnig Spaß bereiten. Mal ganz ehrlich.. nehm sie mit ins Schlafzimmer! Der Hund ist psychisch ein Wrack. Gib ihm die Geborgenheit. Er muss sicher werden. Das erreichst du momentan nicht, wenn du ihn immer mehr von dir distanzieren willst.

Meine Hündin war in ihrer schlimmen Zeit ca. 3 Monate sogar mit im Bett,obwohl ich das gar nicht mag. Danach klappte es vor dem Bett. Anschließend vor der Türe und heute mit 3 Jahren schläft sie ganz allein im Wohnzimmer.

Du bist ihre Bezugsperson. Du musst sicher wirken und ihr das vermitteln. Sie merkt, dass auch du wackelig bist und es dir nicht gut geht. Daran orientiert sich dein Hund. So war es bei mir auch. Ich musste die Möglichkeit schaffen, dem Hund diese Nähe dauerhaft zu gewähren. Dann habe ich mich dran gemacht, nach mir selbst zu schauen und an der Alltagstaugichkeit meines Hundes zu arbeiten. Spaß zu haben. So wurden wir beide sicher. Und so konnte letztendlich von ganz alleine wieder Distanz geschaffen werden. Ohne zig Methoden, ganz von allein.
 
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Melbo2015

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Darüber denken wir ja auch schon nach. Es tut mir in der Seele weh aber ich habe auch das Gefühl das sich nichts ändern wird, egal was wir versuchen. Ich möchte auch nicht das unser Hund nervlich noch mehr kaputt geht als jetzt schon, und wir selbstverständlich auch nicht.

Glaube mir, wenn ich ein liebes älteres Paar finden würde, die den Bedürfnissen unserer Maus gerecht werden würde, würde ich es auch tun.

Ich liebe diesen Hund abgöttisch und habe echt alles getan.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zum Thema beschäftigen:

Am Tag gehe ich 4 Mal mit ihr raus, davon einmal recht lange. Ich lasse sie laufen und toben so viel es geht. Kopfarbeit machen wir viel, von Agility, über Logik Spiele bis hin zu den Trainingseinheiten die ja auch einiges an Kopfarbeit fordern. Zeit hab ich eigentlich keine gehabt, war zu Beginn noch 4 Std. täglich arbeiten wo ich dann nen Babysitter organisieren musste damit sie nicht allein war. Da ich nicht zwingend arbeiten muss, hab dann für sie meine Arbeit damals aufgegeben das ich nur noch mich mit ihr und dem Training beschäftigen kann und sie nicht allein sein muss.

Das traurige ist, das es mit dem Zweithund wunderbar klappt, sie auf alle Trainingsmethoden anschlägt und es scheint, als würde sie wunderbar in die Familie passen. Bei der großen war es von Anfang an ja recht schwierig, und es wurde und wurde einfach nicht besser…
Da ich sie von einem Tierschutzverein habe, habe diesen auch schon um Rat gefragt. Da kommt aber nur „jeder Hund ist zu trainieren, du musst konsequenter sein“. Glaubt mir, das bin ich sowas von L




EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und zum Thema Schlafzimmer:

Das war damals die einzige Voraussetzung meines Mannes. Wenn Feuerwerk oder Gewitter ist, dann ist es ok, aber ansonsten hat sie ja schon einen Platz am Ende des Schlafzimmers mit Blick auf uns. Läge sie neben dem Bett würde sie die ganze Nacht uns ablecken. Hinzu kommt das mein Mann das echt nicht mag. Wenn der Hund bei Gewitter oder Feuerwerk schon im Schlafzimmer schläft, schläft mein Mann auf der Couch. Er mag den Geruch nachts nicht, die Geräusche und geschweige denn würde er mich dann nachts anfassen. Wir sind seit 10 Jahren verheiratet. Da werde ich ihm diesen kleinen einzigen Wunsch zu dem Thema nicht abschlagen. Ich will schließlich noch mit meinem Mann mein Leben verbringen

 
Kompassqualle

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Da werde ich ihm diesen kleinen einzigen Wunsch zu dem Thema nicht abschlagen.
Verständlich, die Tatsache dass eure Tochter seit nem halben Jahr deswegen schlecht schläft und in der Schule müde ist lässt seinen kleinen Wunsch aber leider zu einem ganz großen werden, denn er geht zu Lasten eurer Tochter.
Denn entweder schläft dein Mann schlecht weil der Hund im Schlafzimmer ist, oder deine Tochter schläft schlecht weil der Hund die ganze Nacht laut ist. Einer zieht also immer den Kürzeren (vom Stress für den Hund mal ganz abgesehen).

Deswegen bleibe ich dabei, die Situation ist so wie sie ist untragbar, ein gutes neues Zuhause für eure Kleine bedeutet mehr Lebensqualität für alle von euch.
 
Chat_Sauvage

Chat_Sauvage

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Auf Grund der von Kompassqualle genannten Tatsachen, die kaum bis fast unmöglich zu ändern sind, würde auch ich euch zur Abgabe raten.

Du wirst nie sicher werden können, für dich und für deinen Hund. Dafür ist der Stress zu heftig. Ihr befindet euch da in einem Kreislauf und ihr habt schon so viel versucht. Für das, was der Hund nun braucht, fehlen dir mittlerweile die nötigen Nerven. Im Allgemeinen fehlt die permanente Zeit. Dein Mann darf und soll die Meinung vertreten dürfen, dass der Hund nicht in und ans Bett gehört. Das ist seine Privatsphäre. Aber deine Tochter muss schlafen können. Das ist so kein Zustand, der noch weiterhin tragbar wäre.

Ich kann dir nur ans Herz legen, dich nach passenden Menschen umzusehen. Der Dauerstress muss aufhören. Bei dir, bei euch und auch bei deinem Hund.
 
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MelanieH

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Ich kann mich meinen Vorrednern da nur anschließen...
Ein Hund, der aus schlechten Verhältnissen kommt, ist leider oftmals eine Herausforderung. Eine Herausforderung, für die man vor allem viel Zeit und Sicherheit mitbringen musst. Dadurch, dass du bereits ein Kind hast und ein zweites erwartest, kannst du dem Hund mit der Zeit, die er eigentlich braucht, wahrscheinlich nicht gerecht werden. Der Hund spürt dir außerdem deine Unsicherheit und Verzweiflung an - Tiere sind da um einiges sensibler als wir Menschen. Und selbst wir spüren ja schon, wenn es jemandem nicht gut geht.
Allein für dein kommendes Baby würde ich den Hund glaube ich auch abgeben. Ihr habt ihn liebgewonnen, natürlich, aber dass er eure Lebensqualität derart "zerstört" ist nicht gerechtfertigt. M.E. gehört dieser Hund einfach dauerhaft in die Hände eines Profis, allein wegen seiner Vorgeschichte.
Vielleicht besteht dann ja noch die Möglichkeit, dass ihr in ab und zu besuchen könnt.
Ich wünsche dir/euch auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft!
 
louiss

louiss

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hey, das tut mir voll leid für dich!

ich erkenne vieles in deinem hund wieder was meiner auch anfangs hatte. die erste zeit hat er nachts auch bei jedem geräusch gebellt, da war nix mit durchschlafen. entgegen der landläufigen meinung hab ich ihn damals dann einfach mit ins bett genommen (alleine der körperkontakt hat sehr viel geholfen) und unter meiner decke schlafen lassen, damit ich ihm wenn er belt die schnauze zuhalten konnte (also nicht fest, aber so damit er weiß was ich mit "nein" meine). wenn das nicht funktioniert hat hab ich ihm leicht die nase zugehalten. er ging vom bellen zum knurren über, damit konnte ich aber ganz gut leben, weil das die nachbarn nicht hören, wir wohnen in einem sehr hellhörige mietshaus. diese phase ging so ein bis zwei wochen, dann noch ne woche wo sein körbchen direkt neben dem bett stand wo ich ihn berühren konnte sobald er geknurrt hat und in beruhigendem ton "alles guut" gesagt habe und danach stand sein körbchen dort wo es eigentlich stehen sollte und ich hab vom bett aus "alles gut" rübergerufen. in den seltenen fällen wo er sich nicht beruhigen wollte bin ich rüber und hab die hand aufgelegt.

was ich damit sagen möchte, der hund muss nicht sein leben lang bei euch im zimmer schlafen, eigentlich nur so lange bis er sicherheit gewonnen hat. vielleicht gibt es einen kompromiss mit deinem mann, dass ihr es mal für einen monat probiert oder nen monat getrennt schlaft oder der hund vielleicht bei der tochter im zimmer schläft, manche kinder haben ne sehr gute verbindung zu tieren, weil sie instinktiv handeln.

wenn er tagsüber gebellt hat und es mir möglich war hab ich die tür zum treppenhaus aufgemacht und hab ihn sih selbst überzeugen dass da nix ist oder ich bin zum fenster gegangen, hab gekuckt und hab dann "alles guuut" gesagt. bei besuch durfte er nie an die tür, da musste er auf seinem platz warten bis ich ihm erlaubt habe hallo zu sagen. anfangs hab ich auch die tür einfach zu gemacht und gewartet bis er ruhig war.

wahrscheinlich haben dir die hundetrainer das schon gesagt, aber ich möchte es nochmal anmerken, wenn ein hund bellt, dann weil er was wahrgenommen hat was er nicht kennt und er es seinem rudel mitteilen möchte. entweder das rudel reagiert und gibt ihm zu verstehen dass keine gefahr droht, oder es reagiert nicht und der hundist alleine für die situation verantwortlich. in diesem fall versucht er die gefahr zu vertreiben in dem er solange bellt bis das geräusch weg ist. wenn ihm nie mitgeteilt wird, dass keine gefahr droht kann der hund zu einem dauerkläffer werden.




wegen dem alleine sein.....wenn der hund dir in der wohnung überall hinterherwatschelt und dich nicht aus den augen lässt hat das mit verlustängsten zu tun, er versucht dich zu kontrollieren. mit meinem hab ich erstmal geübt, dass er auf seinem platz bleibt wenn ich aufstehe, dann dass ich den blickkontakt unterbreche während wir im gleichen zimmer sind, danach das wir uns in verschiedenen räumen aufhalten und danach, dass ich die türe schliesse. hab das mit leckerli-suchspielen in der wohnung unterstützt, er konnte viel einfacher in einem anderen raum warten als er wusste, dass es ein spannendes suchspiel für ihn giab. auch wenn er wusste, dass ich futter für ihn zubereitet habe war es einfach für ihn in einem anderen raum zu warten

erst nachdem ich duschen/kochen/aufs klo gehen konnte ohne dass er fiepsend vor der tür auf mich wartete habe ich angefangen die wohnung zu verlassen. ohne jacke oder schuhe zu wechseln, sondern einfach nur raus und rein. das habe ich so lange gemacht bis er gechillt auf seinem platz warten konnte und nicht fiepsend vor die tür sprang. danach hab ich due zeitspanne um ein paar sekunden verlängert eben so lange wie er es ertragen konnte entspannt auf seinem platz zu bleiben. hab das dreissig/vierzig mal am tag gemacht, nach dem zehnten mal wurde es ihm langsam langweilig und er stand nicht vor der tür.





das mit der box ist so ne sache (wir haben auch eine).... einem kontrollfreak die sicht zu nehmen bewirkt eher das gegenteil, es fördert die ängste. den fehler haben wir auch gemacht, wir dachten wir machen es ihm schön gemütlich und verdunkeln sie von allen seiten. ja von wegen banane. bei dem heißen wetter haben wir alle seiten wieder aufgemacht und siehe da, er ging sogar freiwillig rein. mittlerweile weiß er auch, dass er da "sicher" ist und kein anderer als er rein kann. er schleppt gerne seine schätze rein und verkrümelt sich wenn er seine ruhe haben möchte.



falls ihr den hund nicht abgeben wollt, dann möchte ich zumindest etwas hoffnung machen. vielleicht ist ja was dabei was ihr noch nicht ausprobiert habt. bin ja auch gerade schwanger, meins kommt im oktober, ich kann dir gut nachfühlen. in aller erster linie musst du für dich sorgen, damit es dir gut geht.
 
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