Plötzliches Krampfen und Desorientiert

Diskutiere Plötzliches Krampfen und Desorientiert im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben! Ich habe ja lange nichts von mir hören lassen und dass ich hier jetzt mal wieder schreibe hat einen weniger erfreulichen Grund...
Dondon96

Dondon96

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Hallo ihr Lieben!
Ich habe ja lange nichts von mir hören lassen und dass ich hier jetzt mal wieder schreibe hat einen weniger erfreulichen Grund.
Vor 2 Tagen hat Milow plötzlich angefangen zu krampfen, konnte nicht mehr gehen, war desorientiert, schreckhaft und ich bin der Meinung, dass sein Zunge blau wurde.
Wir haben ihn natürlich sofort geschnappt und sind ohne zu zögern zu unserer Tierärztin gerast.
Bis dahin hatte sich sein Erscheinungsbild eher noch verschlechtert. Er konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten, war total neben sich und zuckte bei jeder Berührung.
Sein Herz schlug schwach und er hatte extrem hohes Fieber. Die Ärztin hat ihm dann zuerst Blut abgenommen und er bekam 4 Spritzen in denen Cortison, Antibiotikum, fiebersenkendes
Schmerzmittel, etwas für sein Herz, zum Immunaufbau und für sein Hirn waren.
(Ich kann gerne genau aufzählen, was gespritzt wurde, falls das hilft).
Falls er wieder krampfen sollte haben wir Diazepam-Zäpchen bekommen und durften ihn wieder mit nach Hause nehmen unter der Auflage, dass wir stündlich ein Update zu seinem Zustand geben, er in ein dunkles Zimmer kommt ohne irgendwelche großen Reizeinflüsse und wir dafür sorgen, dass er viel trinkt (Brühe von gekochtem Hühnerklein). Außerdem sollten wir ihn nicht zu Finya lassen.
Noch am selben Abend haben wir uns nochmals mit unserer Tierärztin getroffen, sie hat sein Herz abgehört, welches nur sehr gedämpft zu hören war. Aus diesem Grund gab es nochmal eine Spritze mit Coenzymen und anderen Mittelchen (auch hier kann ich sie gerne näher aufzählen) und dazu 10 Cardalis-Tabletten für sein Herz. Davon bekommt er morgens und abends eine halbe und wir wollen sie dann langsam wieder absetzen.
Noch am selben Abend wirkte er so, als würde er zumindest wieder mitbekommen was um ihn herum passiert (Kopf heben, Ohren spitzen) und am Abend konnte er dann sogar wieder sein Bein heben, um in den Garten zu pinkeln.
Nachts hat er dann ganz ruhig geschlafen und morgens war er dann wieder wie ausgewechselt. Man hat zwar noch bemerkt, dass er nicht ganz auf der Höhe ist aber er konnte wieder gehen, war voll anwesend, wollte am liebsten wieder rennen und spielen.
Beim Herz abhören zeigte sich dann, dass es links wieder normal, rechts aber noch relativ schwach schlägt.
Das Blutbild war unauffällig, lediglich 3 Werte waren verändert und nur der Wert der Pankreas Lipase (Bauchspeicheldrüse) liegt bei 104 (normal <71). Die anderen Symptome deuten aber nicht auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse hin (kein Erbrechen, kein Durchfall).
Da auch der Wert der Neutrophile minimal erhöht war gibts jetzt für 4 Tage Antibiotikum.
Heute ist Milow wieder fit, das Herz besser und man merkt nicht, dass vorgestern alles kurz vor knapp war.

Natürlich wüssten wir nun allzu gern, was denn nun mit ihm war. Kann es wieder passieren oder war es eine einmalige Sache?
Deshalb wollte ich mal fragen, ob jemand von euch vielleicht eine Idee hat, was mit ihm war?

Liebe Grüße!
 
27.08.2015
#1
A

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Guest

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pc.lieschen

pc.lieschen

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Oh krass du beschreibst gerade die Nacht die wir vor ein paar Monaten mit unserer hatten. Sie hatte vorher Schon so kurz Anfälle (die kein TA ernst nahm waren bei mehreren) aber da in der Nacht kam sie gar nicht mehr raus. Am nächsten Tag war sie zwar normaler aber absolut erschöpft. Das hielt bei ihr einige Tage an sie schlief die fast komplett durch
Nach Einen Untersuchungsmarathon wurde bei ihr Epilepsie diagnostiziert. Die Zäpfchen mit Diazepan haben wir für Notfälle auch da.
Seid dem sie 2 mal täglich Tabletten gegen Epilepsie bekommt geht es ihr gut. Sie ist wie ausgewechselt wieder.

Euer Hund muss dringen ausführlich untersucht werden. Am besten in einer erfahrenen Klinik oder Praxis.
So heftig hat das meist Ursachen denen würde ich auf dem Grund gehen und es nicht mit einer einmaligen Sache abspeisen.

Alles gut für euch
 
Zworgli

Zworgli

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Schön, wenn es ihm wieder besser geht! :D
Was meinte dann die Tierärztin dazu? Beziehungsweise, was vermutet sie könnte es gewesen sein? Sie hat den Hund ja behandelt und wird es wohl am besten wissen. Wie Tina meinte, könnte es Epilepsie sein oder auch eine Vergiftung...:eusa_think:
 
Picco

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Huhu,

ich dachte auch sofort an Epilepsie. Kann mich da pc.lieschen nur anschließen, dass muss auf jeden Fall in einer erfahrenen Klinik bzw Praxis abgesprochen werden. Falls es wirklich so sein sollte, dass es Epilepsie ist, kann man die Tabletten so einstellen, dass Anfälle kaum bzw. garnicht mehr vorkommen.

Wichtig bei Epilepsie ist es vorallem, auf die Zeit zu achten. Hunde krampfen in der Regel nicht länger als 2 Minuten, es sieht wild aus aber man muss sich da jedoch keine Gedanken machen. Bei mehr als 5 Minuten kann es schädigend sein, auch bei Krämpfen mehrmals täglich sollte man immer mit einem TA darüber sprechen.

Aber bevor ich jetzt damit anfange - lasst es erst mal abklären.

Alles Gute !

LG
 
Dondon96

Dondon96

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Vielen Dank für die schnellen Antworten :)!
Unsere TA glaubt eher weniger an Epilepsie. Sie hatte FSME im Verdacht, wurde dann aber durch das Blutbild wieder verworfen, weil dort nichts auf Viren hindeutete.
Auch eine Vergiftung wurde ausgeschlossen, da die Nieren- und Leberwerte absolut unauffällig sind.

Werde mich definitiv mal über Epilepsie weiter informieren, habe aber persönlich auch noch das Herz im Verdacht. Muss mal sehen, wo hier die nächste Klinik wäre oder das mal mit unserer TA absprechen.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
 
pc.lieschen

pc.lieschen

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Es gibt bestimmt bei euch auch nen Kardiologin der mal das Herz abscheckt. Das kann nie Schaden und wäre bestimmt mal gut um einen Anhaltspunkt zu finden.
Es kann viel hinter solchen Anfällen stecken. Leider sind auch Tumore oft der Auslöser. Was ich aber nicht hoffe.

Deine Praxis sollte nen Kardiologin kennen der einen Herzdoppler, Blutdruckmessung etc. macht um mal zu sehen wie alles funktioniert. Wir haben hier auch ne gute und sind Dienstag wieder zum Kontrollschall. (Sookies Herz hat ne leichte Schädigung von den Chemo Medikamenten davongetragen)

Alles gute für euch und berichte mal wie es weiterging *Daumendrück*
 
Kompassqualle

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Unsere TA glaubt eher weniger an Epilepsie.
Epilepsie ist ein Ausschlussdiagnose, das heißt, man nimmt an, dass es sich um Epilepsie handelt wenn alle anderen Faktoren ausgeschlossen werden konnte. Vom Bluttest allein kann man also Epilepsie noch lange nicht ausschließen.

Eine Herzuntersuchung ist ratsam, da auch Herzprobleme solche Anfälle auslösen können. Wenn weitere Untersuchungen nichts ergeben kann man die Diagnose Epilepsie langsam einkreisen. Als gesichert kann man sie ansehen wenn weitere, ähnliche Anfälle auftreten (epileptische Anfälle sehen schrecklich aus, sind aber zum Glück in der Regel nicht allzu gefährlich für den betroffenen Hund).
Je nachdem wie oft die Anfälle auftreten sollte der Hund dann auf ein Medikament eingestellt werden (da die Medikamente auch viele Nebenwirkungen haben sollten sie nur gegeben werden wenn regelmäßig Anfälle vorkommen - ich glaube bei Menschen geht man dabei von mehr als 5 Anfällen im Jahr aus).

Grundsätzlich sollte aber eure Tierärztin die erste Ansprechpartnerin sein was alle Diagnosefragen angeht. Sie sollte mit euch gründlich besprechen wie die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen auszuwerten sind und euch an Tierärzte weiterleiten die eben entsprechende Möglichkeiten zur Diagnostik haben, die sie vielleicht nicht hat (Röntgen, Ultraschall, etc).

Ich drücke auf jeden Fall ganz doll die Daumen für euch und euren Wuffi, dass es ihm ab jetzt dauerhaft wieder gutgeht.

P.S.: Wie hoch war sein Fieber, kann es ein Fieberkrampf gewesen sein? Ist er noch sehr jung?
 
Dondon96

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Ausgeschlossen hat sie Epilepsie nicht :). Sie meinte nur, dass sie weniger an Epilepsie glaubt (die Gründe sind mir aber ehrlich gesagt entfallen).

Milow ist ca. 4 Jahre alt und hatte laut seinem Krankenbericht 39,5°C.
 
Kompassqualle

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und hatte laut seinem Krankenbericht 39,5°C.
Da bei Hunden 38-39° als Normaltemperatur gelten sind 39,5 allerhöchsten erhöhte Temperatur, aber auf keinen Fall Fieber (schon gar kein hohes). Noch dazu kann die Temperatur auch mal um 0,5°C erhöht sein durch die Aufregung die ein Tierarzbesuch mit sich bringt.

Die Fiebersenker hätten also sicher nicht sein müssen. Ich muss aber gestehen, dass eh ein bisschen klingt als hätte die Tierärztin relativ wahllos diverse Medikamente benutzt die sie gerade zur Hand hatte.

Ein Besuch in einer Klinik mit genauerer Diagnostik wäre also vielleicht nicht verkehrt.
Wenn es dem Hund jetzt allerdings wieder gut geht, könntet ihr auch noch schauen ob das Problem wieder auftaucht bevor ihr einen Tierarzt-Marathon anfangt (ist aber natürlich Abwägungssache ob man das riskieren möchte oder nicht).
 
Dondon96

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Hallo ihr Lieben, wollte nochmal kurz updaten :).
Also seit dem Anfall geht es Milow wieder super.
Da sein Herz noch recht schwach war hat er Herztabletten bekommen (anfangs 2x täglich eine halbe) und vor ca. einer Woche haben wir damit begonnen, die Tabletten abzusetzen. Im 3-Tage-Rythmus jeweils eine 1/4 Tablette weniger.
In 3 Wochen will die TA ihn nochmal abhören, beim letzten Termin war sein Herz aber wieder vollkommen normal.
Wenn Milows Zustand so bleibt, dann werden wir der Sache vorerst nicht weiter nachgehen. Nur, wenn dies nochmal vorkommt werden wir ihn tatsächlich nochmals genauer durchchecken lassen. Ansonsten wollen wir aber ihm und uns einen größeren Ärztemarathon ersparen.
Nochmals vielen Dank für eure Tipps :).
 
Dondon96

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Nochmals ein kurzes Update meinerseits :).

Bis heute hatte er keinen weiteren Anfall.
Aus einem anderen Grund haben wir heute jedoch ein Herzultraschall bei ihm durchführen lassen und sein Herz ist in einwandfreiem Zustand.
Er hat zwar mit 82 einen ziemlich ruhigen Puls (sollte bei zukünftigen Narkosen beachtet werden), aber er hat keinen Herzfehler und der Arzt konnte den Anfall von damals auch nicht erklären.
Am Herz lag es zumindest nicht, das ist wirklich perfekt so, wie es ist :001:.
 
Para

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Das klingt ja super.
Ich hoffe, dass es keine weiteren Anfälle gibt.
Off-Topic
Einen Ruhepuls könnte man bei Inka beim TA nicht feststellen. Die steht da absolut unter Stress.
 
Dondon96

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Off-Topic
Milow war grundlegend tiefententspannt. Er hat nur während der ganzen Ultraschalluntersuchtung vor sich hingegrummelt und geknurrt. Die fand er total doof :roll:.
Aber ansonsten ist er tatsächlich ein Hund, der sich erst sehr spät stressen lässt und abgesehen von unnötigen Lautäußerungen total entspannt ist :001:.


Wir hoffen natürlich auch, dass es keine weiteren Anfälle mehr gibt :001:.
 
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Plötzliches Krampfen und Desorientiert

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