von Selbstmedikation und Vergiftung

Diskutiere von Selbstmedikation und Vergiftung im Kaninchen Ernährung Forum im Bereich Kaninchen Forum; unproblematisch – problematisch – giftig Aus gegebenen Anlass und weil es öfter zu Verwirrung kommt hier nun ein Thread zum Thema Pflanzen...
zitroneneistee

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unproblematisch – problematisch – giftig


Aus gegebenen Anlass und weil es öfter zu Verwirrung kommt hier nun ein Thread zum Thema Pflanzen, die nicht ganz unproblematisch sind und warum es unter gewissen Voraussetzungen trotzdem sinnvoll ist sie zu verfüttern.

Viele wissen bereits, dass Kaninchen aus einem Gemisch mit verschiedenen Pflanzen ganz bestimmte Pflanzen heraussuchen. Mal bevorzugen sie das eine, mal das andere, manches nehmen sie nur selten. Sie selektieren. Sie suchen sich genau das heraus, was sie gerade benötigen.
Dadurch können sie ihren Körper mit genau den Stoffen versorgen die gerade nötig sind. Das trägt zu einem gesunden Immunsystem bei, hält den Darm im Gleichgewicht und vieles mehr – kurzum, es erhält unsere Kaninchen gesund. Aber nicht nur das, es geht soweit, dass Kaninchen, die eine große Auswahl an Pflanzen haben gezielt die natürlichen Heilwirkungen einsetzen können um Leiden zu lindern noch bevor wir mitbekommen können, dass ihnen überhaupt etwas fehlt. Unsere Kaninchen sind ausgezeichnete Homöopathen! :clap:
Das bedeutet natürlich nicht, dass eine ausgewogene und naturnahe Ernährung einen Tierarzt komplett ersetzen kann wenn man ein krankes Kaninchen hat. Man kann dadurch allerdings unterstützend und vorbeugend helfen.

Leider haben viele Menschen diese Fähigkeit beinahe „verlernt“. Kaninchen beherrschen diese Kunst aber sehr gut – wenn man ihnen Gelegenheit gibt es zu erlernen.

Selektieren will gelernt sein!

Um Kaninchen an ein intensiveres und gesundes Selektieren heranzuführen stellt man ihnen mehrere, zunächst ganz unproblematische Futtermittel auf einmal zur Verfügung. Mit der Zeit erhöht man die Auswahl immer mehr. Natürlich über einen längeren Zeitraum, da ihre Verdauung sehr empfindlich ist und sich nur langsam auf neues einstellen kann.
Wenn man dann soweit ist, eine größere Auswahl anbieten zu können, kann man langsam auf „nicht ganz unproblematische Pflanzen“ herangehen. Für problematische Pflanzen lasse ich den Kaninchen tatsächlich gut und gerne eine ganze Saison (bzw. knapp ein halbes Jahr) Zeit um sich vorzubereiten. Sehr junge Kaninchen sind auch oft etwas unvorsichtig...


Jede Giftpflanze ist zugleich Heilpflanze – alleine die Menge macht das Gift

Im Prinzip kann jede Pflanze gefährlich werden, wenn sie in zu großen Mengen ohne bzw. mit zu wenig Alternativen aufgenommen wird (selbst Spitzwegerich oder Löwenzahn), schon alleine weil nicht jede Pflanze alle benötigten Stoffe in genau der Zusammensetzung hat wie es unsere Kaninchen benötigen. Noch dazu ist jedes Kaninchen ein Individuum, jedes Kaninchen reagiert etwas anders, braucht etwas anderes zu unterschiedlichen Lebenssituationen. Um einen Überschuss bzw. einen Mangel von bestimmten Stoffen zu vermeiden muss man verschiedene Pflanzen verfüttern.
Andersherum können sich Pflanzen mit starker Wirkung in kleineren Mengen auch positiv auswirken (z.B. Rainfarn – entwurmend, Efeu – bei Schnupfen)
Jede Pflanze besitzt Heilwirkungen, die eine mehr, die andere weniger.
Es geht also nicht darum stur zu bewerten und nur bestimmte Pflanzen zu füttern sondern vor allem ausgewogen und individuell zu ernähren.

Wenn Kaninchen nicht gut selektieren können oder nicht genug Alternativen haben, kann es durchaus sein, dass es „Problempflanzen“ nicht richtig einsetzen kann und sich damit womöglich selbst Schaden zufügt. Um das zu umgehen sollen Kaninchen, wie oben beschrieben, vorher lernen wie man richtig selektiert.
Das Ziel sollte sein, seinen Kaninchen 24 Stunden täglich eine artenreiche und wechselnde Wiesenmischung zu bieten, denn genau das ist es, was sie in der Natur vorfinden. Wie weit man da nun bei problematischen Pflanzen geht bleibt jedem selbst überlassen. Jeder muss selbst entscheiden, was er seinen Kaninchen bieten will bzw. was er „riskieren“ will.


Ich versuche hier nach eigener Einschätzung und Erfahrung eine Liste zu fertigen, in der einige Pflanzen nach „Giftigkeit“ sortiert sind. Grundsätzlich gilt, dass Blättriges besser vertragen wird als Festes (z.B. Mairübenblätter sind wertvoller als deren Knolle). Die Übergänge sind fließend, daher ist es sehr schwer eine Anordnung zu finden, jeder würde vermutlich anders einteilen… Ich hab mich bei einigen Pflanzen sehr schwer getan sie zuzuordnen und habe sie mehrmals umgeworfen, gerade bei Pflanzen die ich selten oder gar nicht finde. Diese habe ich vorsichtshalber lieber als etwas "gefährlicher" eingestuft.
Ich bin kein Spezialist und habe die Kaninchenernährung nicht studiert. Ich bin lediglich ein interessierter Kaninchenhalter. Kritik, Erweiterungen usw. sind erwünscht ;)
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit ;)



Anfänger – unproblematische Pflanzen
Pflanzen die auch in größeren Mengen und rationiert* sehr gut vertragen werden; gut zur Futterumstellung (rationiert sollte aber nach Möglichkeit gar nicht gefüttert werden)

Acker-Hellerkraut
Alle Disteln - Achtung Verletzungsgefahr! Wenn sie jung sind, sind sie weniger pieksig oder Disteln verweden die wenig bis nicht stechen z.B. Gänsedisteln
Alle Obstbäume - Blätter und Äste, auch Blätter und Äste von Steinobst sind völlig unbedenklich
alle Süßgräser
Bärenklau / Wiesen-Bärenklau - evtl. Verwechslunsgefahr mit Riesenbärenklau, kann bei Sonneneinstrahlung Hautreizungen verursachen, gute Hilfe bei E.C.
Basilikum
Biebernelle (Pimpinella) - Achtung evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen giftigen Doldenblütlern!
Braunelle
Breitwegerich - bei Schnupfern, Verdauung, natürliches Entwurmungsmittel
Chicorée
Dill - bei Verdauungsproblemen
Eichblattsalat
Eisbergsalat - kaum Nährstoffe, eher uninteressant
Endivie
Erdbeere und Walderdbeere Blätter - Früchte nur gelegentlich
Esparsette
Feldsalat - auch wilder Feldsalat, auch blühend
Fenchel - fördert Milchbildung, gut für Verdauung
Ferkelkraut - leicht zu verwechseln mit Pippau
Flockenblumen
Franzosenkraut - auch Knopfkraut genannt
Frühlingsfingerkraut
Gänseblümchen - gut für Verdauung
Gänsefingerkraut - bei Durchfall, allgemein Verdauung, entzündete Mundschleimhäute
Gedenkemein
Gelbklee
Giersch - sehr beliebt, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern
Glockenblume
Günlilie nur Blätter - Samen (ich glaube auch die Blüten) sind giftig
Gurke Blätter und Frucht - enthält viel Wasser (interessant bei längeren Aufenthalten in der Transportbox), kein nennenswerter Nährwert
Habichtskraut
Haselnuss - Blätter und Äste
Heidelbeeren - Beeren nur gelegentlich
Himbeere - Frucht nur gelegentlich
Hirtentäschel - nicht bei Trächtigkeit
Hohlzahn - manchmal etwas pieksig
Hopfenklee
Hornklee
Hornkraut
Kamille echte-, geruchlose-, römische-, strahlenlose-,… - gut bei Erkältungen, chronischen Schnupfen
Karotten
Kerbel/Wiesenkerbel - Erkennungsmerkmal würziger Geruch und Kerbe im Blattstiel, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern
Klee / Weißklee / Rotklee - eiweißreich, bei langanhaltenden Regen weniger geben, Thema "Saponinen"
Kopfsalat - kaum Nährstoffe, eher uninteressant
Labkraut echtes-, Wiesen-, Klettlabkraut - Verwechslungsgefahr mit Waldmeister
Leinkraut echtes
Lichtnelke
Lollosalat
Löwenzahn - gute Auswirkungen bei Blasenbeschwerden
Mädesüß - Rheuma, meist am Wasser
Mairüben Blätter und Knolle
Malve
Margerite
Melde (Weißer Gänsefuß) - Achtung evtl. Verwechslung mit Nachtschattengewächsen!
Minze und Melisse - alle Arten
Mittelwegerich - wird leicht mit anderen Wegerichen verwechselt
Möhrengrün - viel Kalzium, bei Blasenproblemen meiden
Nelkenwurz - Samen hängt sich gerne im Fell ein
Oregano
Paprika - nur Frucht da Nachtschattengewächs, enthält viel Vitamin C
Pastinake - Grün und Knolle
Petersilie (Grün&Wurzel) - nicht bei Trächtigkeit
Pippau - leicht zu verwechseln mit Ferkelkraut
Reiherschnabel
Romana
Rosen - Verletzungsgefahr durch Dornen, vorher evtl abmachen
Salbei - alle Arten, gut bei Erkältungen, chronischen Schnupfen
Schafgarbe - Blähungen, Galle, Verdauung allgemein, Rheuma
Schaumkraut
Sellerie - Stangen- und Knollensellerie, besonders geeignet sidn die Blätter
Sonnenblumen - die ganze Pflanze, Kerne sind Dickmacher daher nur gelegentlich in Maßen
Spitzwegerich - entzündungshemmend, gut bei Schnupfern, auch bei Blasenproblemen da harntreibend
Steckrübe
Sternmiere - Verwechslungsgefahr mit Acker-Gauchheil
Storchschnäbel - alle Storchschnäbel sind fressbar, Achtung! Verwechslungsgefahr mit giftigen Eisenhut (stark giftig!) nur pflücken wenn man sich sicher ist!
Taubenkropf-Leinkraut
Taubnessel rote und weiße
Topinambur - ganze Pflanze
Veilchen
Vogelmiere - Verwechslungsgefahr mit Acker-Gauchheil!
Weidenröschen
Wicke - Erkennungsmerkmal: Ranken; Verwechslungsgefahr mit Kronwicke ohne Ranken
Wiesenknopf (=Pimpernelle)
wilde Möhre - Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern
Zucchini ganze Pflanze - Achtung bei eigenen Nachzuchten, wenn es sehr bitter schmeckt ist es giftig!


---


leicht Fortgeschritten – auch eher unproblematisch
lieber nur im Gemisch** anbieten, nicht für stark rationierte Fütterung geeignet, ebenfalls sehr gute Verträglichkeit

Ackersenf - Evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen Kreuzblütler?
Ackerwinde
Ahorn
Amarant - manchmal werden Samen im Supermarkt angeboten auch diese können in geringen Mengen verfüttert werden
Ampfer / Sauerampfer, Blutampfer etc. - enthält Oxalsäure, nicht zu viel geben
Arnika
Aubergine - nur reife! Nur Frucht (Achtung Nachtschattengewächs!)
Baldrian - bei Unruhe, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Ängste etc.
Bärlauch - Achtung Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose!
Beifuß - Galle, Verdauung, Unruhe, Muskeln und Nerven
Beinwell - steht unter Verdacht leicht krebserregend zu sein, leichter verträglich nach Trocknung, meist unbeliebt, hilft bei Rheuma
Berufkraut einjähriges- unterstützend bei Erkältungen, nur schwache Heilwirkungen
Berufkraut kanadisches - Rheuma, natürliches Entwurmungsmittel, harntreibend
Birke - Rheuma, Nierensteine, Blasenprobleme
Blutweiderich - blutstillend, harntreibend, wächst gerne am Wasser
Bocksbart
Borretsch
Brennnessel - halbe Stunde anwelken lassen, harntreibend, besonders beliebt getrocknet im Winter
Brunnenkresse
Buche - enthält viel Oxalsäure, nicht zu viel geben
Dost
Eberesche/Vogelbeere - Blätter und Äste, Achtung! die Beeren sind giftig!
Ehrenpreis Faden-, Feld-, Gamander-, persischer- etc.
Eiche - in Maßen gut für Verdauung
Eisenkraut
Erle
Esche
Eselohr - oft unbeliebt
Felsenbirne
Frauenmantel - gut bei Frauenleiden, meist unbeliebt
Fuchsschwanz
Ginster
Goldnessel - oft unbeliebt
Goldrute kanadische - hartreibend, Diabetes, Rheuma
Gundermann - wirkt sich bei Schnupfen positiv aus
Günsel
Hainbuche
Huflattich - oft unbeliebt
Hungerblümchen
Johanniskraut - Stimmungsaufheller
Karde wilde - Achtung auch die Blätter pieksen (Unterseite)
Klette - eher unbeliebt
Knoblauchsrauke
Knöterich - japanischer Staudenknöterich enthält viel Oxalsäure, nicht zu viel geben!
Kohl - der Einfachheit sind hier alle Kohlsorten gemeint, die man im Supermarkt kaufen kann; Kohl sollte langsam angefüttert werden (wegen blähender Wirkung), gutes Winterfutter, besonders wertvoll ist Grünkohl und andere blättrige Arten
Königskerze - eher unbeliebt; Achtung Verwechslungsgefahr mit stark giftigem Fingerhut!
Kümmel - gut für Verdauung, wird oft weniger gut akzeptiert
Kürbis - Blätter und Frucht
Lavendel - beruhigende Wirkung
Linde - harntreibend
Lungenkraut geflecktes - oft unbeliebt, gut bei Erkältungen
Luzerne - sehr eiweißreich
Mais Körner & Blätter - Körner nur wenig, sehr viel Energie, macht schnell dick, Achtung vor gespritzten Feldern (bitte werdet nicht zum Dieb! Fragt vorher den Besitzer!)
Mangold - enthält viel Oxalsäure
Mirabellen Blätter und Äste - Früchte nur gelegentlich in Maßen
Nachtkerze - Achtung Verwechslungsgefahr mit stark giftigem Fingerhut!
Odermennig
Pappel
Pfeilkresse
Rainkohl
Ranunkel
Raps - verirrt sich gelegentlich von Feldern und wächst wild, sehr beliebt (wie anderen Kohl vorher anfüttern)
Rettich Blätter
Ringelblume
Rosmarin
Rote Beete - enthält viel Oxalsäure, nicht zu viel geben
Schlehe
Seifenkraut - wächst am Wasser (schäumt, wurde früher häufig statt Seife verwendet ;) )
Sonnenhut
Spinat - enthält viel Oxalsäure
Steinklee weißer und gelber
Stiefmütterchen - auch wilde Form
Studentenblume
Sumpfschafgarbe - mag es feucht
Thymian
Tomaten - nur Frucht (Achtung Nachtschattengewächs!)
Ulme
Wegwarte
Weide - schmerzlindernd
Weißdorn - gut für Herz-,Kreislauf; Achtung Verletzungsgefahr durch Dornen, evtl. vorher abmachen
Zaunwinde
Zuckerrüben - Blätter können öfter gegeben werden, Knolle wegen hohen Zuckergehalt nur wenig


---


Fortgeschritten – starke Heilpflanzen & schwache Giftpflanzen
Nur im gutem Gemisch für Geübte; bevorzugt nur bei ad libitum Wiesenfütterung***;
Pflanzen die ich mehrmals in der Woche, aber nicht täglich und nur in Maßen gebe

Ackerschachtelhalm - nur wenig, guter Zahnabrieb; Verwechslungsgefahr mit Sumpfschachtelhalm
Alant
Bohnenkraut - jung unbedenklich, ausgewachsen sparsam verwenden
Champignons - Pilze sind allgemein eher unbeliebt, kein großer Nährwert
Engelwurz - Verdauung, Achtung Verwechslungsgefahr mit anderen giftigen Doldenblütlern!
Färber-Wau
Feuerdorn - Achtung Verletzungsgefahr, Dornen vorher evtl. abmachen
Gilbweiderich
Goldgarbe
Hahnenfuß - verliert die Giftigkeit bei der Trocknung, kann auch frisch in Maßen gegeben werden
Hibiskus - Blüten, Blätter und Äste
Holunder NUR Blüten und Beeren - Blätter gelten als giftig!
Hopfen
Ingwer - besonders gut bei Erkältungen, viele Heilkräfte
Klatschmohn - Achtung KEIN Schlafmohn!
Lupine
Mistel
Porree - natürliches Entwurmungsmittel
Radieschen - leicht scharf
Rainfarn - natürliches Entwurmungsmittelm, Verdauung, Rheuma
Rettich Knolle - nur wenig
Rhabarber - enthält sehr viel Oxalsäure, Sparsam verwenden
Riesenbärenklau - Achtung bei Kontakt mit UV-Licht (=Sonneneinstrahlung) entstehen "Brandblasen" sehr Schmerzhaft! Handschuhe/Schutzkleidung anziehen!
Rosskastanien Blätter und Äste - ohne Frucht in Maßen
Sauerklee
Scharbockskraut - vor der Blüte unproblematisch, ab der Blüte lieber nur in Maßen
Schneeball - habe selbst keinerlei Erfahrung, finde dazu nur wenig
Schöllkraut - gut bei Kokzidien
Schwarzwurzel - nur geschält, nur wenig
Sedum
Spargel - stark harntreibend, nur kleine Mengen
Springkraut kleines
Tanne - nur echte Tannen, keine gespritzten Weihnachtsbäume; Achtung Verwechslungsgefahr mit Eibe!
Waldmeister
Walnuss Blätter und Äste
wilder Wein - meines Wissens nach lieber ohne Frucht

---

Profis – Problempflanzen
Nur für sehr gute Selektierer, ausschließlich im sehr artenreichem Gemisch bei ad libitum Wiesenfütterung, nur in kleinen Mengen, nicht täglich
Ich gebe es nur unregelmäßig bzw. gezielt als Unterstützung für bestimmte Leiden

Astilbe - ich weiß nicht so recht wo ich es einordnen soll...
Efeu - bei Erkältungen, chronischen Schnupfen
Erdrauch - wird oft giftiger eingeschätzt als es ist, wurde früher als Heilpflanze eingesetzt, gegen Würmer, für Galle, Migräne, harntreibend
Flieder
Hartriegel
Knoblauch - stärkt das Immunsystem, gut bei Erkältungen
Kronwicke bunte - gilt allgemein als Giftig, Giftigkeit für Kaninchen ist umstritten
Leberbalsam
Schmetterlingsflieder
Steinbrech dreifingriger - leider gibt es nur wenig Erfahrungsberichte
Sumpfschachtelhalm - für viele andere Tiere giftig, Kaninchen vertragen es
Thuja - bei Erkältungen, chronischen Schnupfen
Waldschachtelhalm
Wurmfarn - stark gegen Parasiten und Wurmbefall, Verwechslungsgefahr mit anderen Farn
Zwiebelgewächse




Glaubensfrage - Giftpflanzen
Wenn überhaupt nur in sehr geringen Mengen oder als Gartenbepflanzung im Auslauf (= nicht gezielt gefüttert), falls versehentlich gepflückt ist es in geringen Mengen nicht schlimm bei ansonsten artenreicher Fütterung
manche füttern es, andere sind strikt dagegen; spätestens hier scheiden sich die Geister
Ich verfüttere sie nicht

Ackelei
Acker-Gauchheil - Erkennungsmerkmal rote Blüten, sieht Vogelmiere ähnlich
Buchs
Buschwindröschen
Essigbaum
Faulbaum
Holunder Blätter
Hundspetersilie
Kälberkropf
Kreuzkraut
Lerchensporn
Paprika grüne Teile - Achtung evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen Nachtschattengewächsen!
Tomate grüne Teile - Achtung evtl. Verwechslungsgefahr mit anderen Nachtschattengewächsen!
Vierblättrige Einbeere
Waldrebe
Wolfsmilchgewächse



giftigste Pflanzen! – kein Futter
Diese Pflanzen gehören nicht auf den Speiseplan. Diese Pflanzen sollten möglichst nicht im Gartenauslauf stehen. Sie gelten als tödlich giftig.

Aronstab
Bilsenkraut
bittersüßer Nachtschatten
Brechnuss
Eibe - wird manchmal von Wildkaninchen verzehrt, sollte man trotzdem nicht verfüttern!
Eisenhut
Engelstrompete
Fingerhut
gefleckter Schierling
Goldregen
Herbstzeitlose
Oleander
Rittersporn
schwarzer Nachtschatten
Stechapfel
Wasserschierling
Wunderbaum



*rationierte Fütterung = Frischfutter wird nur in Portionen angeboten. Bis zur Nächsten Fütterung bleibt meist nichts mehr übrig

**im Gemisch = mehrere Pflanzen stehen gleichzeitig zur Auswahl

*** ad libitum Wiesenfütterung = 24 Stunden jeden Tag eine größere Auswahl an frischen Wiesenpflanzen zur freien Verfügung


Diese Liste habe ich selbst erstellt, ich betone nochmals: sie könnte fehlerhaft sein und ist mit sicherheit unvollständig. Es wurden keine Texte kopiert, somit entfallen Quellenangaben
;)

Hier geht es überwiegend darum Pflanzen ihrer Giftigkeit zuzuordnen und um das Selektionsverhalten von Kaninchen.
Eine Liste mit Bildern findet ihr unter: https://www.tierforum.de/t173589-wilde-kraeuter-und-co-liste.html
Für Pflanzenbestimmungen wendet euch an: https://www.tierforum.de/t173527-wilde-kraeuter-und-co-diskussions-und-bestimmungsthread.html
Wer weitere Heilwirkungen erfahren möchte wird hier sicher fündig: www.heikraeuter.de


so jetzt dürft ihr mich zerreissen :D
 
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Momole

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wow da hast Du Dir superviel Mühe gemacht:clap: Und bei den meisten Pflanzen geh ich völlig konform:D
 
Hamster_Lover

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Bei Baldrian steckt die beruhiende Wirkung in der Wurzel, die Blätter des Baldrians lösen solche Wirkungen nicht nachweißbar aus. Auch Baldrian-Tee wird mit der Wurzel gemacht, nicht wie üblich mit den Blättern. Daher würde ich die Wirkung eher der Wurzel (auch fütterbar) zuschreiben.

Der kommentar zur Eibe stimmt, junge Triebe werden durchaus von Kaninchen gegessen. Auch nehmen Wildkaninchen im Frühjahr teils Schierling zu sich wenn sie diesen finden (ist eher selten) allerdings auch nur um starken Darmparasitenbefall in den Griff zu bekommen, den sie nicht regulieren konnten im Winter. Da handelt es sich aber öfter um geschwächte Tiere welche dann mit vielen Giften nichtmehr klarkommen. Beides absolut kein Futter.

Bin bei vielen Pflanzen wie Momole einverstanden. Allerdings muss ich schon anmerken: Bei vielen Pflanzen, wie z.B. dem Efeu kommt es sehr stark auf den Standpunkt, die Jahreszeit und das Alter der Pflanze an (junge Triebe, schon sehr alte Triebe) das ist extrem stark regional schwankend. Auch gibt es Jahre wo der Efeu richtig "heftig" ist und teilweiße auch Jahre wo er extrem lasch ist. Also kann man nicht immer davon ausgehen dass die Stoffe in einer Pflanze immer die selbe "Dosierung" haben. Ansonsten kann man die Liste gut so stehen lassen :)

Ich hoffe es ist genehm Ergänzungen dazu zu schreiben und ggf auch drüber zu sprechen wie man es einordnen würde?
 
Momole

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Bei Eibe reicht bei manchen (auch kerngesunden Tieren) bereits sehr wenige Nadel und sie fallen Tod um, da würd ich auch null Experimente machen auch nicht mit jungen Trieben

P.s. das mit dem anpinnen find ich ne gute Idee!
 
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zitroneneistee

zitroneneistee

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danke :)
Ja bitte, es soll sogar sehr gerne darüber disskutiert werden. Das soll auch nur ein Anhaltspunkt sein. Wie gesagt es gibt unzählige Meinungen dazu und ich habe selbst zu manchen Pflanzen mehrere ;)

Vielen Dank :D das mit dem Baldrian stimmt natürlich! Das hätte ich dazuschreiben müssen... (Wenn es mal genug gibt, dass ich auch eine Wurzel mit nehmen kann ohne Schaden anzurichten, verschleppt sie der Kater :lol:)
Mir fällt ein, dass man bei Kürbis nur die Arten verfüttern sollte die auch für Menschen genießbar sind. :eusa_think:

Wo würdest du denn Efeu einordnen? :eusa_think:
 
Momole

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Den Efeu würd ich genau da lassen wo Du ihn eingeordnet hast. Die Goldrute würd ich unter fortgeschritten einordnen, da es stark harntreibend ist und diese Pflanze wirklich nur in geringen Mengen im Gemisch gegeben werden sollte, weil die Tiere bei großen Mengen durchaus Probleme bekommen können. Daher würde ich es in der selben Kategorie wie den Spargel sehen
 
zitroneneistee

zitroneneistee

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Guter Einwand danie :eek:

Menno, ich hab Bienenfreund vergessen :( dabei würd ich den so gerne mal finden und verfüttern... Hab keine Erfahrung, könnte zu "leicht Fortgeschritten" passen?

Wie würdet ihr Pestwurz zuordnen?
 
Katy85

Katy85

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Bienenfreund ist soweit ich weiß unproblematisch, jedenfalls hab ich des ohne weitere Bedenken gefüttert mein ich.
Pestwurz wurd bei mir nicht gefressen, schmeckte wohl nicht :eusa_eh: weiß auch nicht ob die da irgendwie problematisch ist...

Bei Frauenmantel und Beifuß würd ich noch hinzufügen, des die nicht von trächtigen Tieren gefressen werden sollten. ;)
 
zitroneneistee

zitroneneistee

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Pestwurz hatte ich noch nicht ...
Bei Frauenmantel und Beifuß würd ich noch hinzufügen, des die nicht von trächtigen Tieren gefressen werden sollten. ;)
jetzt wo du´s sagst, irgendwas klingelt da bei Frauenmantel :shock: von Beifuß war es mir noch gar nicht bekannt...

---
ui ... danke fürs anpinnen :uups:
 
zwergloh

zwergloh

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Efeu sollte trächtigen Kaninchen nicht gegeben werden. Das ist wehenfördernd. Das ist so der Geheimtipp bei Züchtern, wenn Häsinnen Probleme haben oder es zeitlich langsam eng wird bzw. sie schon ein paar Tage drüber sind
 
T

Tapa

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Mal blöd gefragt, wieso keinen Frauenmantel bei trächtigen Kaninchen? Dass Frauenmantel abtreibende Wirkung hat, wäre für mich neu...
Abtreibende Wirkung von Beifuß hab ich irgendwo noch im Hinterkopf...bei Rainfarn und Thuja übrigens auch, fällt mir ein...

So jetzt aber erst einmal Applaus für die Arbeit, die Du Dir gemacht hast, Zitrone!:clap::clap::clap:

Die Einsortierungen der meisten Pflanzen finde ich auch völlig in Ordnung! Und dass du diese verschiedenen Kategorien aufgestellt hast!

Eine Pflanze, die mir noch einfällt: (füttert die außer mir keiner..?)
Wald-Wachtelweizen. Der wächst hier in rauhen Mengen im Wald und daher landet er schon mal in der Sammeltüte
Wäre aus meiner Sicht "für Profis" Problempflanzen einzusortieren.
Man findet im Netz recht wenig dazu zur Kaninchenverträglichkeit, der verwandte Wiesen-Wachtelweizen wird auf www.Kaninchen-würden-Wiese-kaufen.de als kaninchengiftig bezeichnet...

Nach meinen bisherigen Erkenntnissen fressen sie es ab und zu, manchmal lassen sie es auch liegen. Ich fütter es nun aber auch nicht ständig, aber eben immer wieder mal.
 
Katy85

Katy85

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Frag mich nicht, wo ich das gelesen hab, auf irgendeiner Seite für Heilkräuter stand, man solle das nicht in der Frühschwangerschaft zu sich nehmen, da es eben auch Geburtsfördernd wirkt.
 
zitroneneistee

zitroneneistee

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Danke Tapa :)
Ich bin selten im Wald, daher konnte ich nicht sonderlich viele Waldpflanzen auf die Liste setzen... :eusa_think:
 
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