Traumatisierte Sittiche?

Diskutiere Traumatisierte Sittiche? im Sittich Forum Forum im Bereich Vogel Forum; Hi @All, um eines vorweg anzumerken: ich lebe im nicht-europäischen Ausland und hier werden einige Sachen anders gehandhabt als in der...
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Sayurii

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Hi @All,

um eines vorweg anzumerken: ich lebe im nicht-europäischen Ausland und hier werden einige Sachen anders gehandhabt als in der EU/Deutschland, und der Tierschutz hinkt ganz schön hinterher.

Wir haben uns Sittiche angeschafft, 2 Wellis und 2 Nymphensittiche (1 Pärchen Wellis sind leider nach einem Tag verstorben). Anschaffung war mehr aus Mitleid, die Vögel saßen in einem kleinen engen Käfig auf einem Markt in der Hitze. Platz im Garten mehr als genug da, also haben wir eine Außenvoliere gebaut (L: 8m, H: 2,50m, B: 8m)
Leider fliegt nur ein Nymphensittich (Weibchen), und ein Welli. Der andere Welli ist
offensichtlich flugunfähig, da sowohl Schwanz, als auch Flügelfedern wie abgerupft aussehen und zu kurz sind. Er versucht zwar zu flattern, sieht aber eher aus wie ein abgebremster freier Fall. Federn wachsen langsam nach (zumindest die Schwanzfedern scheinen länger), wachsen die denn allgemein nach?
Der große Nymphensittich (Männchen) fliegt auch nicht von sich aus, sondern bewegt sich kletternd fort oder läuft auf dem Boden (wir haben eine "Naturvoliere" mit grasbewachsenem Naturboden), außer, wir kommen in die Voliere um Wasser/Futter zu wechseln, da flattert er in Panik davon. Ansonsten läuft er sehr geschäftig herum und sucht alles neugierig ab.
Sie kannten nur Körnerfutter, nach zwei Wochen bei uns nehmen sie auch gerne Kräuter, Gras, Salat und Möhren an. Obst so gar nicht. Jegliche Stangen, Naturzweige, Baumstumpfe etc. sind erst nach Tagen untersucht worden, davor haben sie sich eher still irgendwo in die Gitter eingehängt. Baden/freistehendes Wasser kannten sie auch nicht, mittlerweile lässt sich der männliche Nymphensittich wahnsinnig gerne abduschen und fordert das auch lautstark ein, sobald ich die Blumen/Palmen rings um die Voliere gieße. Langsam macht auch der Rest mit, den flugunfähigen Welli konnten wir auch schon in einer Badeschale baden sehen.

Ich vermute stark, dass sie einfach weder den Platz, noch frische Luft o.ä. kannten und bisher auf engstem Raum gehalten worden sind. Meint Ihr, die beiden Flugunfähigen lernen das fliegen noch? Sollen wir ihnen einfach Zeit lassen? Oder ist es zu spät und die Flugmuskulatur ist einfach verkümmert? Wir geben sie so oder so nicht mehr weg, selbst wenn sie flugunfähig sind - dann sollen sie es halt bei uns schön haben. Der Platz in der Voliere scheint uns soweit angemessen? Oder sollten wir noch erweitern?

Bitte entschuldigt den langen Beitrag, ich bin noch recht unerfahrener Halter!

Vielen Dank!
 
04.09.2015
#1
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Guest

Hast du es schon mal mit Clickertraining für Sittiche versucht? Funktioniert auch mit Papageien und anderen Vogelarten, macht beiden Spaß und stärkt die Beziehung zum geliebten Sittich.
T

Tapa

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Hallo, erst einmal herzlich willkommen hier! Und ich finde es toll, dass du die Vögel übernommen hast.

Was die Flugunfähigkeit betrifft: Das dauert, aber es kommt. Hab vor Jahren mal einen Wellensittich übernommen, der mehrere Jahre in einem kleinen Käfig eingesperrt war, der noch dazu dermaßen mit "Spielzeug" und viel zu viel Sitzstangen vollgestopft war, dass das arme Tier noch nicht einmal seine Flügel ausstrecken konnte - von fliegen ganz zu schweigen. Der hat sehr lange gebraucht, aber er ist geflogen. Die ganze Muskulatur ist ja verkümmert, und dazu kommt Angst vor allem, was neu ist - er kannte ja bisher nur diesen kleinen Käfig und sonst nichts.

Mein Kandidat damals brauchte 2 Wochen, bis er es wagte, aus dem (mittlerweile offenen und von einigem überflüssigen Zeug befreiten) Käfig herauszuklettern und sich außen auf das Dach dieses Käfigs zu setzen. Dann saß er etliche Tage da und "propellerte", während die anderen, alteingesessenen Vögel losflogen. Mit "Propellern",d.h. bewegen der Flügel im Sitzen, trainieren zB auch Jungvögel ihre Flugmuskulatur.

Und dann war ziemlich viel Überwindung, bis er sich - mitgerissen von einem gemeinsamen "Abflug" der anderen Vögel (Wellis "verabreden" das schon mal und haben ein gemeinsamen Ruf, der soviel wie "Abflug" bedeutet) in die Luft begab. Auf halber Strecke geriet er in Panik - so quasi Angst vor der eigenen Courage bekommen - versuchte umzudrehen und ging mit einer Bruchlandung zu Boden. Aber er blieb tapfer und propellerte und trainierte immer weiter - und irgendwann war er ein guter und sicherer Flieger. Landemanöver sehen bei unerfahrenen Vögeln übrigens meist erstmal dramatisch aus - das ist tatsächlich reine Übungssache und gibt sich mit der Zeit.

Davon abgesehen gibt es eine Krankheit namens "französischer Mauser" , bei denen Vögel dauerhaft flugunfähig bleiben. Ich hoffe aber nun wirklich nicht nicht, dass deine Vögel dies haben.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja, und Schwanzfedern, wenn sie "nur" fehlen und der Vogel sonst gesund ist, wachsen nach, aber das dauert etwas. Und die sind eben fürs steuern sehr wichtig und ein Vogel ohne Schwanzfedern fliegt halt wie ein Bruchpilot oder gar nicht...
 
S

Sayurii

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Liebe Tapa,

vielen Dank für Deine Nachricht. Nun bin ich doch etwas besorgt, wegen dieser Franz. Mauser, davon wusste ich z.B. nichts. Naja, leider kann ich hier nur beobachten, einen Tierarzt gibt es nicht. Der flugunfähige Welli scheint mir dieser Beschreibung sehr ähnlich:

Die am häufigsten zu beobachtende Ausprägung der Erkrankung zeigt sich wie folgt: Das Kleingefieder ist intakt, wohingegen die großen Schwung- und Schwanzfedern fehlen. Das heißt, die betroffenen Vögel wirken sehr klein und aufgrund der fehlenden Federn an den Flügeln sind sie vollständig flugunfähig. Oft sind die Federn zerzaust, sofern es sich um Tiere handelt, die sich mit ihrem Schicksal nicht abgefunden haben und ständig versuchen, trotzdem umher zu fliegen. Dabei stürzen sie und de Zustand ihres Gefieders leidet darunter.

Der große Nymphensittich "propellert" übrigens nicht, also er scheint irgendwie sehr zufrieden zu sein und läuft oder klettert halt das Stück zum Futternapf oder anderer Sitzgelegenheit :eusa_think: er macht häufig wilde Verrenkungen und akrobatische Übungen auf einer Schaukel, aber ansonsten erinnert er mich an ein geschäftiges Huhn, wie er da so durch die Gegend läuft ;-)
Allgemein sind alle Vögel sehr häufig auf dem Boden, obwohl wir auch Futter zunächst in Höhe der Sitzgelegenheiten angeboten haben - was nicht angenommen wurde - die Hängeschalen mit Futter und Grit wurden rigoros von den großen Nymphies abgemacht und runtergeschmissen und danach wurde auf dem Boden alles aufgepickt. Erst die Terracottaschalen am Boden waren der Renner, da wurde gepickt und gestritten. Allgemein laufen sie ständig durch das Gras, picken, "baden" auch morgens ab und an im Tau, sitzen auf morschen Baumstämmen...uns soll es ja Recht sein, Hauptsache, sie fühlen sich wohl...und das scheinen sie, heute haben sie sehr neugierig auf kleine Heu-Ballen reagiert und diese zerrupft und umhergeschmissen und getragen, das erste Mal, dass ich sie so ausgelassen gesehen habe.
 
T

Tapa

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Hi, ich kenne mich mit der Krankheit leider nicht aus und kenne die nur aus Büchern...warte erst einmal ab, ob was nachwächst. Vielleicht hast du - und er - ja Glück.

Ansonsten kann, denke ich, auch ein flugunfähiger Vogel ein glückliches Leben führen. Wichtig sind jede Menge Klettermöglichkeiten und dass die Flugunfähigen möglichst alles Erklettern können.

Dass sie am liebsten vom Boden picken, ist ganz normal. Es entspricht der natürlichen Nahrungsaufnahme eines wildlebenden Sittichs. Und wenn sie neugierig und ausgelassen herumpicken und Sachen untersuchen und zerrupfen, ist das ein deutliches Zeichen, dass sie sich wohl fühlen! Schön:clap:

Ich habe keine Ahnung, wie das Wetter im Winter an deinem Wohnort ist, bitte lese Dich vorsorglich mal in Außenhaltung von Sittichen im Winter ein...hier im Vogelforum gibt es bestimmt Hinweise zur Haltung. In Deutschland bräuchte man witterungsbedingt auf jeden Fall ein beheizbares Schutzhaus, da die Vögel zwar auch kalte Temperaturen gut vertragen, aber eben nicht rund um die Uhr, sie brauchen Aufwärmmöglichkeiten. Im heimischen Australien, wo die Sittiche herstammen, ist es u.U. auch mal erbärmlich kalt, aber nur jeweils für einige Stunden, und die Temperaturen steigen innerhalb von 24 Stunden wieder an, anders als in "unseren" Wintern. Darauf sind die Vögel eingerichtet, nicht aber auf wochenlange Kälte am Stück.

Selber bin ich aus der Sittichhaltung schon seit Jahren "raus", ich hatte nur geschrieben, weil das Thema mich so "ansprang", im allgemeinen bin ich selten im Vogelforum unterwegs. Gewiss können dich bei Bedarf hier andere Forumsmitglieder auch sehr gut beraten!

Alles gute Dir und den Vögeln!
 
Laura

Laura

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Hallo Sayurri,

Die am häufigsten zu beobachtende Ausprägung der Erkrankung zeigt sich wie folgt: Das Kleingefieder ist intakt, wohingegen die großen Schwung- und Schwanzfedern fehlen. Das heißt, die betroffenen Vögel wirken sehr klein und aufgrund der fehlenden Federn an den Flügeln sind sie vollständig flugunfähig. Oft sind die Federn zerzaust, sofern es sich um Tiere handelt, die sich mit ihrem Schicksal nicht abgefunden haben und ständig versuchen, trotzdem umher zu fliegen. Dabei stürzen sie und de Zustand ihres Gefieders leidet darunter.
bitte nenn hierzu noch eine Quellenangabe.

Es gibt viele Möglichkeiten, die zu einer Flugunfähigkeit führen können und es gibt verschiedene Krankheiten, die das Gefieder betreffen. Neben den Polyoma-Viren (Französische Mauser) zum Beispiel auch PBFD oder verschiedene Parasiten. Bei dem Wellensittich liegt ja offenbar ein solcher Schaden am Gefieder vor, beim Nymphensittich könnten es auch Organschäden sein, die seine Flugfähigkeit beeinträchtigen oder alte Verletzungen an den Flügeln. Generell ist es bei beiden möglich, dass sie zeitlebens flugunfähig bleiben, daher solltet ihr die Voliere so einrichten, dass sie alles kletternd erreichen können (wenn ihr das nicht bereits getan habt).
Falls es sowas bei euch gibt, würde ich den ganzen Schwarm einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen. Es würde mich nicht überraschen, wenn die Tiere bei ihrer Herkunft noch andere versteckte Leiden haben und es wäre gut, die Flugunfähigkeiten abklären zu lassen - vielleicht kann man ja noch was machen.

Ansonsten hört sich die Haltung super an, die Voliere hat tolle Maße und bietet viel Platz zum fliegen - und laufen ^^
 
sigg

sigg

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Um sich Gewißheit zu verschaffen...Vogel fangen, Flügel ausbreiten und kontrollieren...fehlen Federn komplett, oder sind sie abgebrochen und es ist noch ein Teil der Schwung- oder Schwanzfedern zu sehen? Das gibt Klarheit und erübrigt jede Art von Spekulation im Vorfeld.
Sigg
 
sigg

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Und wie...oder geht es nicht um Ursachenerkennung? Ob sich ein Vogel in einer zu kleinen Umgebung die die Schwungfedern zerschlagen hat, oder ob Schwungfedern da sind, die aber verkümmert gewachsen sind, was auf den Circovirus deuten sollte, läßt sich also mit einer Aktion von ein 1 bis 2 Minuten abklären. Warum nicht den einfachen logischen Weg wählen?
Oder aber besser erst mal spekulieren?
Sigg
PS Und abgebrochene Schwungfedern kann man zupfen und der Vogel fliegt dann in 4-6 Wochen wieder.
 
Laura

Laura

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Natürlich geht es um Ursachenerkennung, aber wie ich schon erklärte, sind Gefiederschäden nur eine mögliche Ursache für eine Flugunfähigkeit. Es könnten beispielsweise auch Organschäden oder Erkrankungen der Atemwege vorliegen, für die dann zumindestens geröngt werden müsste. Wenn ein Vogel Aspergillose und dadurch einfach nicht mehr die Puste zum Fliegen hat, kannst du dir seine Schwungfedern angucken wie du willst, du wirst die Ursache nicht feststellen.
Und selbst wenn ein Schaden am Gefieder besteht, hat man damit noch keine genaue Ursache gefunden, denn auch dafür gibt es verschiedene mögliche Auslöser.
In diesem Fall hört es sich für mich so an, als ob zumindest der Nymphensittich eigentlich ein intaktes Gefieder hat, da die TE nur beim Wellensittich von beschädigten Schwungfedern spricht.
 
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sigg

sigg

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Die sprichst von möglichen Ursachen und ich schreibe wie man es leicht und ohne besondere Kenntnisse überprüfen kann.Ich spekuliere nicht, sondern gehe den Weg zu einem möglichst schnellen Resultat. Ich möchte nicht verunsichern oder Besorgnis erregen, sondern ein Ergebnis, was Klarheit verschafft und eine möglichst schnelle Behandlung oder Korrektur möglich macht.Wenn man das Faß der PBFD http://www.birds-online.de/gesundheit/gesgefieder/pbfd.htm aufmacht überprüft man das, und wenn dies dann nicht zutrifft, geht man den Weg zur nächsten Spekulation, nämlich dem Leberschaden. Und das ein Vogel, dem viele Schwungfedern fehlen, nun mal auch nicht mit der "größten Puste" der Welt fliegen kann, ist dann eben auch keine Spekulation, sondern Logik.Also setze ich erst mal hier an!!An sich sollte das doch schlüssig sein!Sigg
 
Micarusa

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Und abgebrochene Schwungfedern kann man zupfen und der Vogel fliegt dann in 4-6 Wochen wieder.
Von diesen schritt kann ich nur abraten und raten die Natur freien lauf zu lassen. Mag vlt länger dauern bis der Vogel durchgemausert ist, ist aber sicherer für den Vogel.
Allein den Vogel einzufangen und ihn zu Narkotisieren, um die Kiele zu ziehen, ist sehr stressig für ihn und birg ziemliche Risiken durch die Narkose.

Die Kiele zu ziehen heißt nicht das alles wieder so schnell oder gut nachwächst, das kann mächtig daneben gehen, hier mal ein Beispiel wo es überhaupt nicht geklappt hat: http://www.myheimat.de/koblenz/ratgeber/behandlung-federkiele-ziehen-ja-oder-nein-d1160654.html

Hab auch schon einige Erfahrungsberichte gelesen wo es wirklich nicht gut ausging.


So wie es Verstanden habe gibt es jetzt nur noch einen Welli und einen Nymphesittich? Dann sollte man sowieso beide untersuchen lassen um zu wissen ob sie Gesund sind und dann jeweils einen Artgleichen Partner dazu geben (Natürlich nur unter den umständen, wenn man weiß das die anderen Vögel auch Gesund sind)
 
sigg

sigg

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Zitiere: "Von diesen schritt kann ich nur abraten und raten die Natur freien lauf zu lassen. Mag vlt länger dauern bis der Vogel durchgemausert ist, ist aber sicherer für den Vogel.
Allein den Vogel einzufangen und ihn zu Narkotisieren, um die Kiele zu ziehen, ist sehr stressig für ihn und birg ziemliche Risiken durch die Narkose."


Was soll man nun davon halten?
1. Ein Vogel läßt sich in Sekunden fangen. (wenn man sich tatsächlich in Unkosten gestürzt hat und einen Kescher gekauft hat, der zum gebräuchlichen Utensil eines Vogelhalters gehört!)
Wie soll man nun "Narkotisieren" verstehen?
2. Um eine oder mehrere Federn zu ziehen benötigt man keine Vollnarkose, oder läßt man sich man sich, wenn ein störendes Haar entfernt wird, auch in Vollnarkose versetzen?
Auch würde ein wirklich vogelkundiger TA nicht zur Vollnarkose greifen.
Sachen gibt's!!!?
Zitiere: "

"Hab auch schon einige Erfahrungsberichte gelesen wo es wirklich nicht gut ausging."
Waren das diejenigen, die auch die Vollnarkose zur Federentfernung empfohlen haben?
Andere Halter, wie auch ich, haben das sicher schon Hunderte Male gemacht und es gab nie, nicht mal Ansatzweise Probleme.
Also sollte man schon wissen, was und wie man solche Probleme löst oder geseitigt
Vogelhaltung an sich ist einfach, da absolut logisch!
sigg


 
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Laura

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Die sprichst von möglichen Ursachen und ich schreibe wie man es leicht und ohne besondere Kenntnisse überprüfen kann.
Ich frage mich, ob wir grade aneinander vorbei reden, aber viele Ursachen kann man eben nicht leicht und ohne Kenntnisse überprüfen. Sich die Federn anzugucken reicht nicht, davon kannst du höchstens Vermutungen anstellen, wenn das Gefieder überhaupt beschädigt ist. Und so wie es klingt, ist das hier nur bei einem Vogel der Fall.



Andere Halter, wie auch ich, haben das sicher schon Hunderte Male gemacht

Darf ich mal fragen, wie du dazu kommst, deinen Vögeln schon Hunderte Male die Schwungfedern gezogen zu haben?
 
sigg

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Zitiere:"Ich frage mich, ob wir grade aneinander vorbei reden, aber viele Ursachen kann man eben nicht leicht und ohne Kenntnisse überprüfen. Sich die Federn anzugucken reicht nicht, davon kannst du höchstens Vermutungen anstellen, wenn das Gefieder überhaupt beschädigt ist. Und so wie es klingt, ist das hier nur bei einem Vogel der Fall."

Sicher, kann man! Man muß nur fragen.... dann arbeitet man nach dem Ausschlußverfahren und wie ich schrieb, kann man Circoviren dann ausschließen oder bestätigen.
Erst danach wendet man sich anderen Möglichkeiten zu. Wenn du den von mir gesetzten Link gelesen hättest, so wüßtest du, wie man es erkennt, oder bei einer latenten Infektion hätte der Vogel noch alle Schwungfedern und könnte fliegen. Sind die Schwungfedern jedoch abgebrochen...ist ja wie das Erbsenzählen...
Selbst einen Leberschaden kann ein Laie bei fast allen Vögeln selbst erkennen, leider in diesem Fall nicht, denn bei Sittichen und Tauben haben wir keine Möglichkeit die Bauchhaut flächig für die Augen sichtbar zu machen...bei allen anderen Arten jedoch.
Sigg




EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Apropo: Hatte ich doch übersehen..Zitiere:"Darf ich mal fragen, wie du dazu kommst, deinen Vögeln schon Hunderte Male die Schwungfedern gezogen zu haben?"

Wie ich dazu komme?...nun wenn bei einem Vogel Schwungfedern brechen, so passiert das nur bei Panik, indem sie gegen Gitter und/oder Gebüsch/Verdrahtung fliegen.
Da reicht ein Erschrecken, und/oder wenn der Sperber kommt und der kostete in diesem Jahr sogar 7 Vögeln das Leben. (Genickbruch)
Ich habe jeden Tag mindestens einmal Vögel in der Hand um ihren Gesundheitszustand zu überprüfen, oder auch nur die Fitness vor Brutbeginn zu prüfen.
Da wird natürlich auch der Gefiederzustand kontrolliert und abgebrochene Schwungfedern werden gezupft, um dem Vogel seine volle Flugfähigkeit nach wenigen Wochen zurück zugeben. Andernfalls könnte das sonst im schlechtesten Fall noch 12 Monate dauern...nächste Großgefiedermauser. Und da ich nun mal wie auch viele andere, mich ausgiebig mit der Zucht beschäftige, sitzen bei mir geringfügig mehr Vögel in Käfigen und Volieren, als bei 99% der Vogelhalter.
So läßt sich auch erklären, das ich mit vielen Situationen in Berührung komme, die den normalen Halter nicht betreffen..... andererseits aber auch wiederum vielen Situationen garnicht, die viele andere Halter betreffen.
sigg
 
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Sayurii

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Hi @All,

ein erfreuliches Update:
der kleine flugunfähige Wellensittich macht sich wirklich gut, die Schwanzfedern sind nachgewachsen und er fliegt munter durch die Gegend, zwar sehr laut - als würde ein Hubschrauber landen - aber er fliegt mit jedem Tag besser und besser :clap:mittlerweile fliegt er sogar wie ein Profi runter zum Futter und klettert nicht wie früher über Äste.
Der große Nymphensittich hat ebenfalls erstaunliche Fortschritte gemacht, insbesondere, nachdem wir nochmal zwei graue Wellensittiche dazu geholt haben. Das hat ihm irgendwie einen Auftrieb gegeben und er fing noch am nächsten Tag an zusammen mit dem Schwarm zu fliegen.

Der gesamte Schwarm versteht sich ganz wunderbar, sie sind auch sehr viel zahmer und ruhiger geworden. Neue Dinge werden sofort untersucht und mit Neugierde zerrupft und nicht wie früher tagelang misstrauisch beäugt :) Und das baden haben sie inzwischen auch "gelernt" und nutzen sehr gerne eine hohe Vogeltränke (Trinkwasser steht separat an zwei anderen Stellen). Zudem hat das laute "Geschrei" aufgehört, wenn ich in die Voliere gehe, stattdessen fliegen sie ganz nahe heran und gucken neugierig, was ich da so treibe und lassen sich ab und an mit Hirsekolben locken :)

Ach ja, also wir haben nun 2 Nymphensittiche (von Anfang an als Paar geholt) und je zwei Paare Wellensittiche - ebenfalls als Partner schon geholt, also insgesamt 6 Vögel.
Schutzhaus haben sie natürlich auch, was bisher nicht genutzt wird - bei uns hat es noch immer um die 20 Grad und soll nächste Woche nochmal wärmer werden.
 
Mariama

Mariama

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Hallo Sayurii,

das hört sich sehr gut an! :clap: Ich freue mich für deine Vögel und für dich. :D
 
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Traumatisierte Sittiche?

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