"Problemhund" im Rudel

Diskutiere "Problemhund" im Rudel im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Leute ich habe eine Frage bzw ich brauche von euch Tipps und Ratschläge und natürlich eure Meinung. Ich erzähle euch erstmal worum es...
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Tinebiene89

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Hallo liebe Leute ich habe eine Frage bzw ich brauche von euch Tipps und Ratschläge und natürlich eure Meinung.

Ich erzähle euch erstmal worum es geht und das könnte ein längerer Text werden :p

Also wir haben bei uns in der Nähe eine eingezäunte Hundewiese. Ich habe dort schon viele Leute kennen gelernt und wir haben eine Whatsapp Gruppe gegründet wo wir uns alle verabreden können. Mittlerweile kommen immer abends alle um die selbe Uhrzeit. Dann hat man mal eben bis zu 15 Hunde darum laufen. Es klappt alles sehr gut und alle verstehen sich sehr gut. Die Hunde toben zusammen und alle sind sehr ausgeglichen. Mein Balu ( Großspitz ) ist abends immer Platt schläft sehr gut ;)

Jetzt vor ca 2 Wochen kam eine Frau in unsere Whatsappgruppe und erzählte uns, das sie einen Jackrussel-Dackel Mix hat ( 2 Jahre ). Sie hat den Hund ( Max ) seit ca 3 Monaten. Vorher kannte Max keine Artgenossen und hat auch noch nie mit anderen Hunden gespielt. Der ehemalige Besitzer ging mit ihm nur an
die Tür pipi machen und wieder rein. Sie erzählte das Max immer bellt wenn sie einem anderen Hund begegnet und versucht zu schnappen. Er zieht wie verrückt und sie kann ihn kaum zu beruhigen. Wir haben ihr vorgeschlagen Max dem Rudel vorzustellen, da könnte Max viel lernen und das Rudel weist ihn schon zurecht.
Die Frau kennt sich nicht gut mit Hunden aus und war total aufgeregt und unsicher. Nach vielen zureden kam sie dann abends zur Wiese.

Wir dachten da kommt ein kleiner "Kampfhund" um die Ecke und macht gleich Stress :p aber Nein Max kam an den Zaun knurrte etwas und wedelte dann freudig mit dem Schwanz. Okay nach 15 Min kam Max dann rein. Alle beschnüffelten ihn und Max rannte los. Er tobte mit den anderen und alles war tutti!!!
An dem Abend war Max das erste mal in seinem Leben Platt und seeeehr Müde ;)

Max hat sich sehr in eine 1 Jährige Windhündin "Vicky" verliebt und beschützt sie seit dem. Er weicht ihr nicht von der Seite. Seit er auf der Wiese "warm" geworden ist greift er jeden an der in "Vickys" nähe kommt weg. Vorgestern standen wir Abends alle zusammen und wir haben eine Hündin Coco ( franz.Bulldogge), die nicht gerne spielt und lieber bei uns sitzt. Sie sitzt da schaut nur rum und macht nichts. Plötzlich kam Max angerannt und biss sie. Einfach so!
Wir haben auch noch ein Labbi-Mix "Tyson" ( ehem. Straßenhund ), den Max auch schon angegriffen hat. Da Tyson sich mit sowas "auskennt" haben wir einen Moment gewartet und die beiden klärten das so. Sobald die Blickkontakt haben gehts los.
Max hat auch schon nach anderen geschnappt, aber meistens ist da mehr gebelle als alles andere.

Ein Mann der nicht so oft auf die Wiese kommt, meinte Max solle einen Maulkorb tragen. Es wäre unverantwortlich ihn auf die Wiese zu lassen.
Also wenn wir uns jeden tag treffen sind wir meistens 2 Std da, und am tag gibt es im schnitt 1 rauferei mit Max. Sonst stellt er sich super an.

Mein Balu spielt mit Max gerne und es gab so nie Probleme bis auf heute.... Beide spielen und wie aus dem Nichts attackiert Max Balu und hat ihn an der Kehle. Balu ist einiges großer und hat sich das nicht gefallen lassen. Ich bin gleich dazwischen und danach war auch wieder ruhe.

ich kenne mich auch nicht zu 100% mit Hunden aus aber langsam wissen wir nicht was wir tun sollen damit Max sich besser benimmt.
Es ist immer die Frage dazwischen gehen oder nicht? Habe ihr gesagt das wenn viele Hunde da sind das sie evtl mit Max gehen soll. Villt ist der kleine einfach überfordert? Wir beobachten Max immer und sobald er die Zähne leicht zeigt korrigieren wir ihn mit Nein, anstupsen und ablenken.
Habt ihr irgendwelche Ratschläge für mich? Was kann man noch tun? Wenn es zu doll mit dem toben ist nehmen wir max auch für einen Moment raus.
Max ist 2 Jahre alt und hat einen kastrations chip.

Ich hoffe ich habe alles gut erklärt. Falls ihr noch was wissen wollt bitte Fragen. Ich freue mich auf jeden Tipp und auch auf eure Meinung
 
22.09.2015
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Choupette

Choupette

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Gnihihi, ich hab auch einen Dackel, der Max heißt und zwei Jahre alt ist. Und seit kurzem ne Windhündin. Möchte nur kurz erwähnen: WIR sind das nicht!:lol::lol:


Was spricht denn gegen den Maulkorb?

Bei uns auf der Wiese bzw. im Hundewald gibts auch mal Theater, aber irgendwie weiß vor allem der Halter da auch intuitiv, wann er eingreifen sollte und wann nicht.

Beißt der Max denn richtig oder zwickt er oder schnappt in erster Linie? Er macht das dann auch unabhängig von der Windhpndin oder nur um sie "zu beschützen"?
 
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Tinebiene89

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Also es spricht nichts gegen einen Maulkorb. Ich habe ihr gesagt das wenn wirklich viele da sind soll sie ihn mal anziehen oder wenn ein Hund da ist wo es schon öffter Stress gab. Also er hat einer Hündin mal in die Seite gebissen und er hatte richtig das Fell/die haut im Maul und zog daran. Er schüttelte dabei den kopf, dann sind wir dazwischen gegangen. Bisher war keiner durch Bisse verletzt. Nur durch die Kallen gab es schon ein paar Wunden.
Max macht das wenn er alleine ohne die Windhündin ist und auch wenn sie dabei ist. Das kommt immer von jetzt auf gleich wie aus dem nichts.
 
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Zufallsprodukt

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Manchen Hunden tut man nicht immer einen Gefallen damit ihn in so ein Rudel zu "schmeißen" und alles selbst klären zu lassen. Nur mal so als Denkansatz.
 
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Tinebiene89

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Wir haben ihn auch nicht gleich rein geworfen. Wir haben ihn langsam reinkommen lassen. Erst am Zaun und am ersten tag war sie auch nur eine halbe std da und am nächsten dann etwas länger usw
 
bruni1302

bruni1302

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Hallo Tinebiene,

also erstmal finde ich solche Ferndiagnosen generell ziemlich schwierig, wir kennen weder den Hund noch die Umgebung oder die anderen Hunde etc. Außerdem hat Max bisher ja offenbar in seinem Leben kaum oder gar keinen Kontakt zu Artgenossen gehabt und man weiß ja überhaupt nicht, was er bisher erlebt hat. Vielleicht sind die wenigen Erfahrungen, die er bisher mit anderen Hunden gemacht hat, alle negativ behaftet oder oder oder...Wir können eben alle nicht hellsehen und deshalb finde ich es schwierig, einen Rat zu geben!
Generell halte ich persönlich rein gar nix von solchen riesigen Hundegruppen, meiner Erfahrung nach kommt es da fast immer zu mehr oder weniger starken Auseinandersetzungen, die manchmal sehr unschön enden können. Außerdem lehne ich selbst die Idee ab, dass Hunde alles unter sich klären sollen, wir sind schließlich die Besitzer und haben die Sorge zu leisten, dass unseren Hunden nix passiert.
Sollte die Besitzerin dennoch Interesse an Hundekontakt haben, würde ich Max auf jeden Fall einen Maulkorb besorgen und erstmal mit einem Hund beginnen, mit dem Max bisher ganz gut klar gekommen ist. Man muss sich ja nur mal vorstellen, dass man selbst aus einem Dorf kommt und dann plötzlich in New York landet und da mit völlig fremden Leuten zurecht kommen soll, das kann natürlich irgendwie klappen, die Wahrscheinlich ist aber enorm hoch, dass dies nicht der Fall ist.
Wieso lernen die Besitzerin und Max sich nicht erstmal beide selbst kennen und sie probiert einfach verschiedene Arten der Auslastung aus? Es gibt ja durchaus noch eine andere Möglichkeiten, Hunde müde zu bekommen, unabhängig davon, dass Max mit anderen Hunden spielen muss!
 
willi79

willi79

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Manchen Hunden tut man nicht immer einen Gefallen damit ihn in so ein Rudel zu "schmeißen" und alles selbst klären zu lassen. Nur mal so als Denkansatz.
Genau. Da möchte ich auch ansetzten, und vorallem auf solchen Freilaufwiesen von "Rudel" zu sprechen ganz zu schweigen;). Ich werde nie verstehen, warum so viele denken, das Hunde genau das Brauchen.
In den meisten Fällen sind die Hunde oft überfordert, es wird gemobbt bis es irgendwann wirklich Stress gibt.

Viele Hundehalter sehen , z.B. garnicht wann gemobbt wird, wann nicht, wann die Stimmung kippt. Meist kommt alles " aus heiterem Himmel". Für uns- für die Hunde nicht.

Ich kann verstehen, das die Frau mit dem Jacky nervös war, einen wohl nicht gut sozialisierten Hund, in so eine Gruppe zu lassen.
Besser wäre da wohl ein Trainer an ihrere Seite, der den Hund gut einschätzt und sie anleitet, wie sie Hundebegegnungen gestalten soll.Solange das nicht 100 pro klappt würde ich auch sagen, das es wohl besser wäre einen Maulkorb anzuziehen. Oder eben nicht mehr zur Freilauffläche, bis er verträglicher ist.
Aber genau sagen woran das in den einzelnen Fällen liegt, schafft hier im Forum per Ferndiagnose keiner;)
 
bruni1302

bruni1302

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Willi, wir haben uns genau überschnitten! Zwei Colliehalter, 1 Gedanke! :lol::clap:
 
Choupette

Choupette

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Ich werde nie verstehen, warum so viele denken, das Hunde genau das Brauchen.
Ich persönlich denke zwar nicht, dass Hunde das zwingend brauchen, aber ich habe sehr gute Erfahrungen mit solchen Hundegruppen gemacht. Bei uns im Hundewald ist so gut wie immer einiges los und es gab in meiner Anwesenheit noch nie großartige Auseinandersetzungen. Ich habe noch nie erlebt, dass da gebissen wurde. Nun bin ich natürlich nicht jeden Tag da, aber doch mehrmals die Woche. Natürlich gilt das nicht für jeden Hund, aber hier klingt es so als ob Hundegruppen generell unsinnig wären und dem möchte ich widersprechen.

Tinebiene, vielleicht besteht ja Interesse zwischen der Max-Halterin und der Windhundhalterin mal zusammen etwas zu machen. Die beiden verstehen sich ja scheinbar gut, oder bedrängt er die Hündin?

Ansonsten würde ich schon auf einen Maulkorb zurückgreifen, wenn er richtig zwickt/beißt. Aber halt richtig angewöhnen bei ihm, nicht einfach aufsetzen und fertig.
 
Knopfstern

Knopfstern

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Generell halte ich persönlich rein gar nix von solchen riesigen Hundegruppen, meiner Erfahrung nach kommt es da fast immer zu mehr oder weniger starken Auseinandersetzungen, die manchmal sehr unschön enden können. Außerdem lehne ich selbst die Idee ab, dass Hunde alles unter sich klären sollen, wir sind schließlich die Besitzer und haben die Sorge zu leisten, dass unseren Hunden nix passiert.
Das Unterschreibe ich genauso!

Ich habe hier auch einen Unsicheren Hund derzeit sitzen, der geht auch auf alles los, was Hund ist.
Grade heute aufm Hundeplatz hat der Trainer gesagt "du hast die Führung und dein Hund hat nicht zuschnappen oder zu beissen oder zu pöbeln."
Wenn ich richtig führe, hat mein Hund das problem nicht.

Ich würde hier, da die Dame auch Neuling ist, einen Trainer zurate ziehen.
Das wird der Halterin auch gut tun.

Wird der Hund sonst ausgelastet? mit Kopfarbeit? Bewegung kriegt er ja dann ganz gut.
 
Smoothie

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Wir haben ihn auch nicht gleich rein geworfen. Wir haben ihn langsam reinkommen lassen. Erst am Zaun und am ersten tag war sie auch nur eine halbe std da und am nächsten dann etwas länger usw


Naja, selbst wenn ihr erst am Zaun wart und dann rein, sind da 15 (!) Hunde auf ihn eingeprescht. Vielleicht hätte man erst mal so 1, 2 Hunde hingelassen und dann nach und nach steigern. 30 Minuten ist auch sehr heftig.
Auch bedeutet Wedeln nicht immer Freude, sondern Stress und z. B. viele Labradore zeigen Stress in dem sie massiv anfangen zu "flirten" und Spielaufforderungen zu starten. Für mich macht das hier den Eindruck als können keiner von euch so wirklich 100% Hundesprache deuten. Dann einen Hund der die ganze Zeit so geführt wurde wie du beschreibst auf 15 Hunde loslassen, oder umgekehrt, halte ich persönlich für zu extrem
 
willi79

willi79

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weils so schön geschrieben ist, zitiere ich nochmal;)

Generell halte ich persönlich rein gar nix von solchen riesigen Hundegruppen, meiner Erfahrung nach kommt es da fast immer zu mehr oder weniger starken Auseinandersetzungen, die manchmal sehr unschön enden können. Außerdem lehne ich selbst die Idee ab, dass Hunde alles unter sich klären sollen, wir sind schließlich die Besitzer und haben die Sorge zu leisten, dass unseren Hunden nix passiert.
aber hier klingt es so als ob Hundegruppen generell unsinnig wären und dem möchte ich widersprechen.
ich sage ja nicht dass Hunde keinen Kontakt zu anderen Hunden haben sollen, aaaber wenn dann kontrolliert. Und so wie sich die Beschreibung der TE anhörte , bezweifele ich das.
Und die Hunde immer nur einfach laufen zu lassen, damit sie abends schön müde sind, und ich mich mit anderen Hundehaltern in Ruhe unterhalten kann, halte ich auch für falsch. Punkt.
Hunde brauchen Hunde klar. Aber kontrolliert. Und bestimmt nicht als einzigste Auslastung.
 
Chat_Sauvage

Chat_Sauvage

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Der Meinung möcht ich mich mal anschließen.
Wir haben hier auch eine Gruppe, wir kennen uns vom Hundeplatz oder auch privat, gehen oft alle zusammen laufen. Im Schnitt sind es 'nur' 5 - 6 Hunde, nur wenn wir eine lange, schöne Route planen kommen alle. Und dann bewegt es sich zwischen 15 und 20 Hunden. Die Hunde kennen sich alle und wurden mit bedacht gewählt. Und das sind wirklich nur Hunde, die es LIEBEN, mit so vielen anderen zu laufen. Genauso aber kommen immer wieder Neue dazu, wo ich sage, nein. Die Besitzer denken, ihr (angst)agressiver, ängstlicher, pöbelnder, unsicherer Hund würde so das Rudelleben und die Sozialkompetenz kennen lernen. Bin ich aber anderer Meinung und in 99% der Fälle endet das in Stress und Ärger. Solche Hunde müssen da nicht rein geworfen werden und schon gar nicht sollen die das unter sich klären.

Ich selber habe die Gruppe ins Leben gerufen und was soll ich sagen.. meine eigene Hündin hab' ich meistens gar nicht dabei, die ist nämlich von der Sorte 'oh Gott, der spielt so wild, erst mal Rute einziehen'. Für sie bedeuten zu viele Hunde nur Stress und das akzeptiere ich, muss ich nicht ändern wollen.

Mein Freund hat gleichermaßen seinen Rüden nie dabei, nur die Hündin. Er kommt aus dem Tierheim und wurde wohl schon öfter gebissen früher. An der Leine zeigt er starke Agression ggü. fremden Hunden und im Freilauf ist er ein Kontroletti, rennt kläffend und knurrend hinter anderen her und will deren Spiel unterdrücken. Der hat dabei enorm Stress und die anderen verstehen ihn gar nicht und keifen zurück.

Sowieso bin ich der Meinung, dass unkontrolliertes Spiel unter immer wechselnden Hunden recht kompliziert ist. Ich denke nicht, dass bei euch immer sie selben Hunde sind.

Und Spiel.. was ist schon Spiel.. für mich sind das zu 99% Machtspielchen, bei denen man sein Gegenüber testen will. Ich seh's schon in meiner Welpengruppe vom Hundeplatz. Die haben so oft um die 15 Welpen im Freilauf. Da kommt es fast jeden Freitag zu irgendeiner Beißerei..

Als ich meine Hündin vor 3 Jahren bekommen habe, war spielen und rennen lassen mit anderen Hunden noch das Tollste für sie - und für mich. Hund ausgelastet, ich musste nichts tun - supi. Aber es kann einfach so viel schief gehen, ich seh's fast täglich und deshalb stehe ich der Sache eher skeptisch gegenüber, mittlerweile.

Meiner Meinung nach gehört der Dackel da gar nicht rein. Der sollte das, vor allem sie sollte das, auf einem Hundeplatz richtig üben und nicht den Hund gleich mit 15 anderen komplett überfordern - zumal der Arme ja vorher NICHTS gekannt hat.

Stell dir vor du sitzt ewig in deiner Wohnung fest ohne Kontakt zur Außenwelt, plötzlich holt dich jemand da raus und stellt dich auf 'nen Jahrmarkt. Stress pur..

Und wenn's doch unbedingt sein muss, dann immerhin einen Mauli drauf - Hund aber bitte langsam dran gewöhnen. So kommen immerhin nicht gleich zig Hunde zu Schaden
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Mal ganz generell: Wenn ich "meine" Spielstunden betreue bin ich nach 60 Minuten mit 10 Hunden fix und fertig und möchte mich an die nächste Garderobe hängen.
Nicht, weil die Hunde so problematisch wären, sondern weil man immer wieder deeskalieren muss, alle Hund quasi gleichzeitig im Blick haben muss, die Halter managen muss usw. usw.

Ohne Ahnung zu haben 15 Hunde auf gut Glück zusammen zu werfen ist grob fahrlässig und würde ich im Leben nicht tun, wenn ich mir nicht sicher wäre was da gerade passiert.

Zu Beißereien sollte es in geleiteten (!) Gruppen übrigens nie kommen und hab das persönlich in inzwischen über 2 Jahren aktiver Mitarbeit nicht ein einziges Mal erlebt- weder bei Welpen noch bei älteren Hunden, schlicht weil man weit bevor es überhaupt nur zu sowas kommen kann eingreift.
Das muss man aber können.
Punktum.

Kommt es dennoch dazu würde ich ernsthaft die Konstellation oder denjenigen, der das leitet in Zweifel ziehen.

Und Spiel ist keine Auslastung, sondern eben genau das- Spiel.
"Richtiges" Spielen dauert unter fremden Hunden auch selten länger als einige Minuten und kommt wirklich in Reinform fast nur unter Hunden vor, die sich gut einschätzen können/kennen.



Was du beschreibst klingt übrigens wie aus einem Lehrbuch für unsichere und angstaggressive Hunde, die vom Menschen in diese Position gezwungen werden.
Rudel gibt es übrigens nur als Familienverband (also Mutter, Vater, Kind)- was ihr da habt ist eine Gruppe und so wie es klingt eine enorm instabile in denen ich selbst meinen sehr souveränen Rüden nicht mitlaufen lassen würde.

Die Dame sollte sich wirklich dringend einen guten Trainer ins Boot holen und auf solche Experimente á la "Wir werfen den Hund mal in eine Gruppe und schauen was passiert" mehr als verzichten.
 
Hundefreundin12

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Wir haben ihn auch nicht gleich rein geworfen. Wir haben ihn langsam reinkommen lassen. Erst am Zaun und am ersten tag war sie auch nur eine halbe std da und am nächsten dann etwas länger usw
Nur mal so zum vergleich:

Wir haben genau 3! Hunde, mit denen ich meine bedenkenlos laufen lassen kann und das war jahre lange arbeit.
Fuer diese hunde ist der umgang mit anderen artgenossen tes extrem anstrengend.
Nach ner halben stunde ist sie, obwohl sie nicht spielt und nur mit ihnen schnueffelt total k.o. und schlaeft erstmal eine runde.

Wenn ich die mit 15 anderen hunden zusammen tun wuerde, wuerde sie auch schnappen wegen ueberforderung!
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Wir beobachten Max immer und sobald er die Zähne leicht zeigt korrigieren wir ihn mit Nein, anstupsen und ablenken.
Damit sagt ihr ihm bloß "dir passt was nicht? pech gehabt, halt die klappe und mach weiter".

Max ZEIGT euch schon dass er sich absolut unwohl fühlt und statt ihm zu helfen und ihn aus der Situation zu holen wird er noch korrigiert. Da wundert es mich wenig dass er nun "Angriff ist die beste Verteidigung" fährt.

Dieser Hund ist VOLLKOMMEN überfordert. Und da ihn keiner schützt und die Situation für ihn regelt macht er es eben. Und da Hunde weder Stimme noch Hände haben werden die Zähne eingesetzt.


Dazu kommt dass er sich nicht "verliebt" hat- sondern einfach nur einen Hund gefunden hat den er kontrollieren kann. Kontrolle bzw Kontrollzwang entsteht oft aus sehr sehr großer Unsicherheit heraus. Und das "gängeln" eines anderen Hundes ist dann so "eigentlich hab ich nichts im Griff, aber wenigstens den Hund hier..".

Und ehrlich gesagt bezweifle ich auch stark dass die Gruppe an sich so harmonisch ist wie du glaubst. Ich denke eher ihr habt einfach nur Glück gehabt bisher dass es nicht so richtig böse gekracht hat.


Mein Rat wäre dich genau mit der Körpersprache der Hunde zu beschäftigen. Und dann mal nicht mit anderen Hundehaltern quatschen sondern Augen auf die Hunde.
 
Tompina

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Ich schließe mich mal meinen Vorrednern an.

Ich habe hier 4 eigene Hunde - einer davon erst seit 4 Monaten im Team und zudem ein echter Spezialfall.
Wenn ich sehe, was ich alleine bei diesen 4 Hunden alles beachten muss um die Sache so im Griff zu haben, dass es für alle Beteiligten okay ist, wird mir schwindelig,
wenn ich mir mein Katastrophenkommando in einer solchen Freilaufrunde vorstelle...:shock:

Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen sich mit mehreren zu treffen und die Hunde auch mal zusammen rennen zu lassen.
ABER dabei sollte jeder Halter seinen Hund so im Griff haben, dass weder Mobbing, noch sonst was eine Chance hat.

Bei 20 "Hallo da bin ich, was kostet die Welt"- Hunden wird es kaum offensichtliche Probleme geben.
Schmeißt man einen "Hilfe ich will sterben jetzt sofort"-Hund oder einen "Alter kommst du mir blöd oder was"-Hund dazu, kann die ganze Sache schneller und heftiger kippen, als einem manchmal lieb ist.

Und ich denke mal, dass genau das bei euch in der Runde grad der Fall ist.

Ihr hattet bisher Glück, dass alle eure Hunde weder zu schneller Überforderung noch zu massivem Angst-, Abwehr- oder sonst was Verhalten neigen und deshalb oberflächlich alles harmonisch war. Jetzt habt ihr einen Hund ergänzt, der eben nicht mal eben die Überforderung wegsteckt und keine "Kasperlösung" für Stress hat :)eusa_shhh: oft wird Übersprungshandeln aufgrund von Stress in der Hundegruppe nicht erkannt, weil man es für Spielereien und Albernheiten hält, gerade bei Hunden, die eben Konflikten lieber aus dem Weg gehen und sich deshalb aus Situationen "wegkaspern") und jetzt knallt es. Immer dann, wenn er sich nicht mehr anders zu helfen weiß.

Die Halterin sollte den Hund, wenn dann mit 2-3 ausgesuchten Hunden laufen lassen und bei ersten Stressanzeichen sofort den Auslauf verlassen und nicht darauf warten, dass die Hunde das unter sich klären oder ihr Hund mit einem Nein verstanden hat, dass er sich nicht gestresst fühlen muss oder eben erstmal gar nicht mehr kommen und sich eventuell mit ausgesuchten Hunden zum Gassigehen verabreden, aber so dass es eben kontrolliert und übersichtlich bleibt und der Hund nicht total überfordert ist.

Ich stell mir gerade meinen Marte vor wie er die ganze Hundegruppe auseinander nimmt...:silence:
Der ist nämlich die personifizierte Überforderung und würde jeden noch so netten anderen Hund wohl erstmal prophylaktisch zerpflücken um dann zu gucken, ob er mit den Einzelteilen besser klar kommt. Und ja dass ist ein ehemaliger TH-Hund aus Spanien, der Hundegroßgruppen "gewöhnt" ist und mit anderen Hunden absolut keine Probleme hat...:roll::eusa_shhh: Soviel auch zum Thema "Straßenhunde bzw. Tierheimhunde aus Gruppenhaltung" können das/kennen das und sind die geborenen Gruppenkinder...
 
louiss

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hi tinebine,

wenn der hund erst seit ca. drei monaten bei der halterin ist, sollte diese erst am vertrauensaufbau arbeiten, da ist so ne hundegruppe eher kontraproduktiv. erstmal sollte der hund sich aklimatisieren dürfen, die halterin kennen lernen, die umgebung kennen lernen. ein stabiles vertrauen ist dann aufgebaut, wenn der hund gelernt hat, bei unsicherheit zur halterin zu kommen (auch ohne dass diese nach ihm ruft), weil diese sich drum kümmert und nicht der hund das tun muss.

ein maulkorb wäre zur sicherheit der anderen hunde sicher empfehlenswert, aber für den kleinen max, der ohnehin schon traumatisiert ist verschlimmert es die situation. nach hinten findet er keinen rückhalt bei seiner halterin und nach vorne kann er sich nicht mehr wehren wenn es ihm zuviel wird. man überlege sich, was das mit dem tier machen wird.

man sollte auch bedenken, dass unsichere hunde nicht nur von den sicheren lernen, sondern auch die sicheren von den unsicheren. unsicherheit kann sich ganz schnell übertragen, wenn da hunde drunter sein sollten, die noch nicht wesensfest sind. ein biss von nem fremden hund reicht und dein hund ist nicht mehr so wie er früher war, das kostet viel energie und zeit es wieder gerade zu biegen.

hundegruppen finde ich generell eher schwierig, es braucht nur einen einzigen hund, der nicht unter kontrolle ist und die ganze bande gerät schlagartig außer kontrolle. einem unsicheren hund sollte immer die möglichkeit gegeben werden, sich aus der gruppe auszuklinken. wenn der hund unsicher wird, ihn ranrufen, damit er sich das geschehen von außen ansehen kann. so lernt er, wo er sicher ist. dass man bei so nem exemplar als halter nicht gemütlich rumstehen und quatschen kann, sondern den hund beobachten muss, versteht sich von selbst. oft kann man nicht mal bei den anderen haltern stehen, weil man eine tabuzone schaffen muss, wo sich kein anderer hund aufhalten darf.
 
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