Rund um den Hund

Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Hallo liebe Community,

mein Freund und ich würden uns gerne über Hunde informieren. :)
Da wir uns auch gerne einen anschaffen wollen, aber bis dahin lassen wir uns noch eine ganze Weile Zeit und sammeln so alles an Erfahrung.

Wir haben beide bereits Hundeerfahrung: sind beide mit Hunden aufgewachsen. Ich hatte auch schon mal
eine Pflegestelle für eine Hündin aus der Tötungsstation und durch ehemals ehrenamtliche Tätigkeit im Tierheim Hunde ausgeführt und dort auch gerne mal beim Training zugeschaut.

Habe nun paar Details und Fragen:

Eigentlich adoptiere ich immer Tiere aus dem Tierheim. Aber diesmal hätten wir schon gerne einen Welpen von einem seriösen Züchter.
Haben uns auch paar Rassen angesehen und da hat uns der Border Collie besonders gut gefallen. Ich weiß, dass diese Rasse hohe Ansprüche stellt und vor allem geistig ausgelastet werden muss.

1) Habt ihr Tipps zu Büchern, Seiten oder wie man auch sonst Erfahrungen zu dieser Rasse sammeln kann?

Wir würden den Hund gerne (teil)barfen (je nachdem).
2) Wo habt ihr euch da informiert? Ist es sehr schwer und kostenspielig? Konntet ihr große Unterschiede danach und davor feststellen?

Zum Schluss an die Border Collie-Halter - 3) wie ist es so mit eurem Hund? Einfach mal so die Erahrung, Tipps und Ratschläge nennen. :D

Danke schon mal im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33
 
13.11.2015
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in das Praxishandbuch für Hunde geworfen? Dort steht alles Wichtige zur Auswahl, Grundausstattung, Ernährung und Pflege sowie zur Erziehung und Beschäftigung drin. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
E

exe

04.11.2012
2.269
Möchtest du Schafe halten oder warum fasziniert dich der Border Collie?

Für mich ist ein Border Collie ein Hund, der für die Schafe geboren wird. Und da gehört er dann auch hin.
Zumindest wenn es ein wirklicher Border Collie ist und nicht die flauschige Hülle dessen...
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Seine Eigenschaften, sein Auftreten, sein Aussehen und sein Wesen. Man muss ja nicht unbedingt Schafe halten, um nen Border zu haben. :roll:
Ich wollte mich ehrlich gesagt auch erstmal informieren. Bis wir überhaupt einen Hund halten...nicht bevor ich meine Ausbildung fertig habe (die ich noch nicht mal angefangen habe). Und ob es dann ein Border Collie, eine andere Rasse oder auch einfach ein Hund aus dem Tierheim/Tierschutz sein wird, sehen wir ja dann.
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Mag sein. Aber er wird auch gerne für therapeutische Zwecke eingesetzt und kann dadurch ausgelastet werden. Evtl möchte ich auch Ergotherapeutin erlerne (bin mir darüber jedoch noch nicht ganz im Klaren). Ich würde gerne einen Hund mit einbringen. :)
Aber möchte mich da, wie gesagt nochmal schlau machen.

Schon einmal Border Collies an Schafen gesehen? In Natura? Kann ich nur empfehlen.
Nur in Dokus. Aber wir haben uns schon mal überlegt sowas wie ein Seminar oder einen Hof, wo Hütehunde für Schafe eingesetzt werden zu besichtigen. :mrgreen:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Weiß sonst keiner Rat? Oder irgendwelche Buch-, Ineternetseitenempfehlung o.ä? :eek:
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.470
Border in einem therapeutischen Kontext erfordert enormes Fingerspitzengefühl.

Sie können grundsätzlich fast alles lernen und tun was man so von ihnen will, aber mir sind bisher nur extrem selten Border untergekommen, die auch nur ansatzweise entspannt arbeiten konnten.

Ich würde dir dringend empfehlen dir diese Hunde wirklich nochmal live anzuschauen. Und dann nicht nur die supertoll ausgebildeten Hüter, sondern lies dich mal ausgiebig in Border-Foren ein bzgl. der Probleme die diese Hunde mitbringen.

Hatte kaum einen Border im Training, der "nur" Familienhund sein sollte, der nicht entweder Balljunkie war, Autos gejagt hat, Kinder gejagt hat, alles andere was sich bewegt hat gejagt hat, kaum zur Ruhe bekommen zu war usw. usf.

Nicht, weil die Hunde per se dieses Verhalten zeigen müssen, sondern weil fast nie richtig mit jungen Bordern gearbeitet wird.

"Der braucht viel, also kriegt er viel" ist der absolut falsche Ansatz bei diesen Hunden.

Border als Familienhund geht durchaus, aber "richtige" Border, die mit Leib und Seele für das Hüten existieren sind in genau einer Situation glücklich: An Schafen.
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Wir schauen sie uns mal live an und befragen die entsprechenden Fachleute dazu. :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.470
Off-Topic
Für therapeutische Zwecke halte ich den typischen Border Collie übrigens für ungeeignet. Aber ich bin ja kein Fachmann. ;-)
Ich halte die da auch für reichlich deplatziert. Hab da ja reichlich viel mit zu tun und arbeite in dem Bereich und nö.
Würde mir für die Arbeit nicht ins Haus kommen;)
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Super vielen Dank! ^-^

Für therapeutische Zwecke halte ich den typischen Border Collie übrigens für ungeeignet. Aber ich bin ja kein Fachmann. ;-)
Überrascht mich fast. In dem Altenheim, welches meine Mutter geleitet hat, war der Therapie-Hund ein Border Collie. Sie meinte auch, dass diese Rasse optimal für solche Arbeiten wäre. Aber wenn ihr es sagt.

Ich lese mir die Links mal durch und schau dann mal weiter. :)

Ansonsten wenn ihr mögt, könnt ihr mir gerne noch Seiten und Bücher zum Thema Ernährung, Erziehung usw. empfehlen.
Würde mich sehr freuen! :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.470
Sollte das wirklich ein "Therapiehund" sein würde ich mich da sowieso auf nicht viel verlassen.

Therapiehunde therapieren andere Hunde, Therapiebegleithunde arbeiten im therapeutischen Kontext mit Menschen.
Das ist ein großer Unterschied und jeder Anbieter etc., der damit ankommt, dass das ein Therapiehund ist, auch noch Nachfrage, hat leider nicht viel Ahnung.

Das mal als Abkürzung zu sagen ok, aber generell sollte man schon wissen wie und womit man da arbeitet.

Ansonsten:

Sie KÖNNEN das ja auch gut.
Das heißt aber nicht, dass man das auch unbedingt umsetzen muss.

Hochreaktive Hunde in sehr stressbelastete Situationen zu bringen, die vorab schon unheimlich viel Training erfordern damit der Hund das überhaupt aushalten kann ist für manche das Non-plus-Ultra ("Ich kann das mit jedem Hund, auf Teufel komm´raus!") generell finde ich, dass man sich und dem Hund das Leben auch einfacher machen kann indem man, wenn man so etwas vor hat, direkt eine Rasse sucht, die nicht bei jeder Regung auf 180 ist, sondern viel mehr Ruhe mitbringt.

Hab inzwischen die verschiedensten Hundetypen bei der Arbeit erlebt und die ganzen hochreaktiven Hibbel sind selten länger als 15 Minuten einsatzfähig (wenn man nicht ohne Rücksicht auf Verluste sein Programm durchzieht, sondern den Hund rausnimmt, wenn es zuviel wird), weniger reaktive Typen sind da viel gechillter und mMn viel geeigneter.

Off-Topic
Mein Pflegehund, ein Molosser-Mix, ist jetzt schon mit seinen nicht mal 6 Monaten schon viel gelassener bei der Arbeit (die er passiv mitbekommt) als mein fertig ausgebildeter Elo, der etwas aus der Art schlägt und auch recht reaktiv ist.


Wie gesagt: Erfordert viel Fingerspitzengefühl und vor allen Dingen auch einfach ein sehr fundiertes Wissen und extrem schnelle Reaktionsfähigkeit.

Wo ich bei einem geringer reaktiven Hund vllt. noch 30 Sekunden Zeit habe den Hund aus der Situation zu nehmen, habe ich das bei einem Hibbel nicht zwingend, sondern muss genau so schnell schalten wie mein Hund.

Und, man möge mir dieses Vorurteil durch allerhand wirklich schlechte Erfahrung verzeihen:p, bisher habe ich nur sehr wenige Menschen kennen gelernt, die Situationen genau so schnell erfassen wie ihr Border:p
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Vielleicht war das jetzt auch mein Ausdrucksfehler (wusste nicht, ob man zwischen Therapiehund und Therapiebegleithund unterscheidet :silence:).
Es hat offenbar sehr gut geklappt und ihr Hund wirkte auch sehr ruhig vom Verhalten her. Habe leider nie bei der Arbeit zugesehen und kann jetzt nicht sagen, wie der Hund während seiner Arbeit war.

Jedenfalls vielen Dank für die Aufklärung! :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.470
Off-Topic
Sollte er den ganzen Tag mit dabei gewesen sein: Hunde brauchen Schlaf.
So ca. 17-20 Stunden Ruhe sollten da durchaus drin sein.

Ein hochreaktiver Hund ohne Schlaf hat 2 Optionen: Durchknallen oder resignieren.
Ersteres landet häufig als Problemfall im TH, Letzteres ist immer "total entspannt und reagiert gar nicht auf Extremsituationen".

Nur nochmal so nebenbei- nicht jeder ruhig wirkende Hund ist es auch, weil es ihm gut geht.
Erwähne ich jetzt auch nur extra, weil das bei vielen Ausbildung Ziel ist den Hund so weit zu "kriegen", dass er nachher auf nichts mehr eigenständig reagiert.

Kenne leider eine Hündin, die bsplsw. nur noch auf Signal hechelt und wirklich absolut alles NUR auf Signal tut und gar keine Eigeninitiative mehr zeigt- ist aber DER Vorzeige-TBH.
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Nur nochmal so nebenbei- nicht jeder ruhig wirkende Hund ist es auch, weil es ihm gut geht.
Das weiß ich leider...

Erwähne ich jetzt auch nur extra, weil das bei vielen Ausbildung Ziel ist den Hund so weit zu "kriegen", dass er nachher auf nichts mehr eigenständig reagiert.
Traurig...
Wie schafft man das bei einem Lebewesen? Bestimmt nicht ganz ohne Gewalt. Oder? :/
 
Michse89

Michse89

14.01.2009
2.412
Off-Topic
Bei uns im Verein findet sich kein border Collie, weil ich auch finde das sie für die Tier gestützte Therapie ungeeignet sind. Wenn ich an unseren ehemaligen border denke wären meine Rentner die wir besuchen wohl fluchtartig nach draußen gerollert ^^
Ne ohne witz, unser musste an Kühen arbeiten und das war seine Leidenschaft und Arbeit. Es war zu schön zu sehen wie diese Tiere arbeiten und ich kann mir gut vorstellen das sie ohne ihre Arbeit dezent anstrengend werden können. Ein ball junkie war er ebenfalls und glaub mir, das macht echt keinen Spaß.

Sie sind super hübsch, aber sind halt echte arbeits "viecher" :)
Hoffe du kommst mal ins vergnügen sie live beim arbeiten zu sehen
 
E

exe

04.11.2012
2.269
Hast du eigentlich Lust Alternativen zu hören? Den "Collie" finde ich z. B. aus einer guten Zucht prima für solche Arbeiten. :mrgreen:
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Vielen Dank, für deinen Beitrag! :)

Da ihr mir eher vom Border Collie abgeraten habt, holen wir uns auch keinen.
Ich denke ich informiere mich über die Grundlagen, Erziehung, Ernährung etc. und wir holen uns einfach einen Hund aus der Tötungsstation. :)

Hoffe du kommst mal ins vergnügen sie live beim arbeiten zu sehen
Das fände ich nach wir vor jedenfalls ziemlich interessant! :D

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich höre mir auch gerne Alternativen an. :)
 
E

exe

04.11.2012
2.269
Ich will ja kein Spielverderber sein, aber auch damit
Ich denke ich informiere mich über die Grundlagen, Erziehung, Ernährung etc. und wir holen uns einfach einen Hund aus der Tötungsstation. :)
wäre ich bei ernsthaften Absichten an der therapeutischen Arbeit vorsichtig. Sollte das nur ein "plus" sein und kein must have, okay. :)
 
Sesshomarux33

Sesshomarux33

04.03.2013
428
Nee so einen Hund hätte ich jetzt nicht als Therapie-Hund ausgebildet. Ich bin mir ja nach wie vor nicht 100%ig sicher, was ich nun für einen Beruf ausübe.
Uns reicht es auch, wenn unser zukünftiger Hund einfach ein Familienhund ist. :)
 

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