Einzelhaltung oder nicht?

Diskutiere Einzelhaltung oder nicht? im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo zusammen Seit 2 Wochen wohnt eine schöne, 6-jährige Maine Coon Dame bei mir. Es ist mir bewusst, dass Hauskatzen nicht alleine gehalten...
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thomats

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Hallo zusammen

Seit 2 Wochen wohnt eine schöne, 6-jährige Maine Coon Dame bei mir. Es ist mir bewusst, dass Hauskatzen nicht alleine gehalten werden sollten, die Situation ist jedoch ein wenig verzwickt. Deshalb hoffe ich hier im Forum einige Tipps von erfahrenen Katzenliebhabern zu erhalten. :)

Wir haben die Katze von einer Bekannten übernommen, welche insgesamt 5 Maine Coons in der Familie hat(te). Leider hat Zora (unsere Mieze) in den 6 Jahren in ihrem alten Zuhause ein Trauma erlitten. Sie ist sehr unterwürfig und wurde deshalb von den anderen Katzen arg geärgert und dominiert. Das ging offenbar soweit, dass sie sich tagsüber nicht alleine durch den Gang in andere Zimmer getraut und sich ausschliesslich im Katzenbaum versteckt hat.

Seit nun knapp 2 Wochen wohnt Zora nun bei mir und meiner Freundin in einer 3-Zimmer Wohnung (70qm). Die Eingewöhnung hat sehr gut funktioniert. Zwar war die Katze anfangs (verständlicherweise) sehr schüchtern und hat sich viel versteckt. Sie wollte nicht so recht glauben, dass ihr im Flur keine anderen Katzen auflauern, die ihr Böses wollen. Wir haben sie erst mal in Ruhe gelassen und nach ein paar (für uns schwierigen :)) Tagen ist sie aber auf uns zugekommen und hat recht schnell Vertrauen gefasst. Inzwischen streicht sie uns ständig um die Beine, kuschelt gerne und schläft nachts am liebsten bei uns im Bett.

Das Problem ist nun, dass wir beide arbeiten, d.h. Zora ist von ca 8.00 bis 17.00 Uhr alleine zuhause. Ihr stehen zwar sämtliche Türen offen und sie hat mehrere Trinknäpfchen und gemütliche Verstecke, die wir ihr eingerichtet haben - trotzdem haben wir ein ungutes Gefühl sie den ganzen Tag alleine zu lassen. Sie treibt bis jetzt zwar keinen Unfug und schläft meistens wenn wir nach Hause kommen, dennoch möchten wir, dass sich die Katze auch tagsüber wohl fühlt. Wir fragen uns nun ob die Anschaffung einer gleichaltrigen Katze aus dem Tierheim wirklich Sinn macht - mit Zora's Vorgeschichte haben wir ein wenig Angst, dass sie vielleicht gar keinen Spielpartner will, wieder in ihr altes Muster zurückfallen und sich nur verstecken würde. Wir wollen unbedingt, dass Zora ihr Trauma überwinden kann - jedoch nicht auf Kosten, dass sich durch die Einzelhaltung ein neues Trauma entwickelt.

Ich hoffe ihr habt einige Tipps auf Lager - oder vielleicht schon Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation.

Ich freue mich schon auf Eure Antworten. ;)

LG, thomats
 
  • #1
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Guest
Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Audrey

Audrey

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Hallo Thomats,

und herzlich Willkommen im Forum. Schön daß ihr euch solche Gedanken um eure Katze macht! In der Situation darf natürlich kein Experiment schiefgehen, ich finde aber auch, daß die Maus nicht allein bleiben sollte. Insofern rate ich in der Situation zu einer Katze aus dem Tierschutz, nicht aus dem Tierheim. Hintergrund: im Tierschutz sind die Katzen fast immer auf privaten Pflegestellen untergebracht, so daß diese gut beurteilen können, wie der Charakter der Katze ist. Im Tierheim ist das keineswegs der Fall. Also eine sehr soziale Katze - in dem Fall auch gern ein Kater (weil die oftmals sozialer sind) - in ähnlichem Alter aus dem Tierschutz, das wär meine Empfehlung.
 
Jayjay!

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dem möchte ich mich anschließen, wobei ich anmerken möchte, dass der "Neuzugang" dann keine Maine-Coon sein muss und vom Charakter her ein ruhigerer Zeitgenosse. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kater sozialer sind, bei Kätzinnen gibt es (zumindest bei meinen) gerne mal Zickereien untereinander.
 
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Simpat

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Hallo Thomats,

und herzlich Willkommen im Forum. Schön daß ihr euch solche Gedanken um eure Katze macht! In der Situation darf natürlich kein Experiment schiefgehen, ich finde aber auch, daß die Maus nicht allein bleiben sollte. Insofern rate ich in der Situation zu einer Katze aus dem Tierschutz, nicht aus dem Tierheim. Hintergrund: im Tierschutz sind die Katzen fast immer auf privaten Pflegestellen untergebracht, so daß diese gut beurteilen können, wie der Charakter der Katze ist. Im Tierheim ist das keineswegs der Fall. Also eine sehr soziale Katze - in dem Fall auch gern ein Kater (weil die oftmals sozialer sind) - in ähnlichem Alter aus dem Tierschutz, das wär meine Empfehlung.

Da kann ich mich nur voll und ganz anschließen, so sehe ich es auch und würde es dir auch empfehlen. Ganz wichtig, die Zweitkatze oder Kater, muss bestens sozialisiert sein, sehr verträglich und darf keinesfalls dominant sein.
 
Ina4482

Ina4482

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Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kater sozialer sind, bei Kätzinnen gibt es (zumindest bei meinen) gerne mal Zickereien untereinander.
Genau das habe ich auch immer gedacht - wir haben hier mit einer 5er Gruppe bestehend aus vier Katern und einer Katzendame gestartet und ich fand das klasse, weil ich der Meinung war, dass es bei den Mädels oft nur Gezicke gibt. Heute haben wir 6 Mädels und das ist wunderbar harmonisch ;). Die 3 Kater dagegen pöbeln ganz gerne mal untereinander rum :roll:. Da würde ich also nicht nach Geschlecht gehen, sondern wirklich nur nach Charakter.

Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen :).
 
seven

seven

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Ich schließe mich ebenfalls an, kann aber bezüglich des Geschlechts schlichtweg auch nur sagen, dass das zweitrangig ist und es in erster Linie auf den Charakter ankommt.
Wir haben 4 Mädels und 2 Jungs - und das ist hier wirklich bunt gemischt. Die Zwillinge Audrey (w) und John-Boy (m) sind auch nach 6.5 Jahren immer noch ein Dreamteam, gerade heute saßen sie wieder zusammen in einer Kuschelmulde und putzten sich gegenseitig...
John-Boy spielt aber auch gern mit Poldi (m) und macht wilde Jagdspiele mit ihm - alles aber immer spielerisch und friedlich...
Dann ist da noch die Jule, die gern mit Audrey spielt, von Netty (w) toleriert wird und von Dinah (w) auch nur aus der Ferne friedlich beobachtet wird.
Zickenkrieg gibt´s hier nur zwischen Dinah und Netty, unsere beiden Seniorinnen, aber Netty hat der Dinah gezeigt, was eine Harke ist, seither wird nicht mehr geprügelt, sondern nur noch gefaucht, und das auch nur von Dinahs Seite ;)
Will heißen: Ein buntgemischter Haufen Männlein und Weiblein, alterstechnisch von 4-14 Jahren... und es klappt ;)

LG, seven
 
Audrey

Audrey

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Ina und Seven, ich glaub aber euer Mehrkatzenhaushalt ist nicht wirklich vergleichbar mit einem Zweikatzenhaushalt. Ich glaub da pendelt sich das eher ein oder gleicht sich aus. In einem Zweikatzenhaushalt gibt's keine Ausweichmöglichkeit an Spielkumpel, da ist nur die/der eine... Und meine eigene Beobachtung ist halt: wenn Lilly sagt "Jetzt ist Schluß". - dann ist Schluß. Und da kann Ferdl noch so viel größer, schwerer und kräftiger sein als sie :lol: Oder als ich 2006 (ja, ist lang her) bei der Umzugsfahrt einen ausgesetzten Kater auf der Autobahnraststätte aufgegabelt hab und ihn zumindest gern bis zum nächsten TH gern mitgenommen hätt - da war Ferdl ruhig. Lilly hat ihn weggefaucht. Mag ein Einzelfall sein, aber was ich hier so les scheint es halt doch nicht so zu sein.
 
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Ina und Seven, ich glaub aber euer Mehrkatzenhaushalt ist nicht wirklich vergleichbar mit einem Zweikatzenhaushalt. Ich glaub da pendelt sich das eher ein oder gleicht sich aus. In einem Zweikatzenhaushalt gibt's keine Ausweichmöglichkeit an Spielkumpel, da ist nur die/der eine... Und meine eigene Beobachtung ist halt: wenn Lilly sagt "Jetzt ist Schluß". - dann ist Schluß. Und da kann Ferdl noch so viel größer, schwerer und kräftiger sein als sie :lol: Oder als ich 2006 (ja, ist lang her) bei der Umzugsfahrt einen ausgesetzten Kater auf der Autobahnraststätte aufgegabelt hab und ihn zumindest gern bis zum nächsten TH gern mitgenommen hätt - da war Ferdl ruhig. Lilly hat ihn weggefaucht. Mag ein Einzelfall sein, aber was ich hier so les scheint es halt doch nicht so zu sein.

So sehe ich dass auch, bei mehreren Katzen werden auch Altersunterschiede besser kompensiert. Da kann man sich den Spielkameraden oder Kuschelpartner aussuchen, bei nur zwei Tieren sollte muss man viel mehr darauf achten, dass die auch wirklich gut zueinander passen, weil leider ist es ja egal wie gut man es meint, doch eine "Zwangsehe".
 
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