Komische Aussage von Tagesbetreuung - Hund plötzlich "dominant"?

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Hallo Leute,

Eine kleine Entschuldigung vorab, ich fürchte das hier wird nicht nur ein "ich brächte eure Meinung oder Hilfe" sondern auch ein bisschen ein "Ich muss mich ml ausheulen"- Thread :|

Dabei hat eigentlich alles ganz harmlos angefangen: Ich hab Sam gestern Nachmittag von der Betreuung geholt (seit Mitte Oktober bringen wir ihn während meines Nebenjobs für 1 1/2 Tage in der Woche in die Hundetagesstätte), nach einer Urlaubspause war heute auch wieder der eigentliche Besitzer/ Betreuer da.

Hab also nett gegrüßt, die Leine geholt und Sam ist wie immer vor Freude explodiert. Besitzer meinte dann zu mir, Sam hätte heute mal wieder in den Ruheraum markiert (beheizter Rückzugsraum mit Schlafgelegenheiten, außer bei schlechtem Wetter permanent mit dem Außengelände verbunden), würde das auch schon seit Wochen (!) machen und der Kleine wäre generell dominant. Es hätte wohl auch schon eine Beißerei mit einem anderen Hund gegeben, der allerdings die Tagesstätte nicht mehr besucht. Deswegen soll Sam jetzt auch erstmal nicht mehr in die Rückzugsräume und draußen bleiben und sobald möglich, sollen wir ihn kastrieren.

Ich bin in diesem Moment wirklich aus allen Wolken
gefallen!

Denn 1. Seine Vertretung (oder er selbst) hatten nie auch nur ein Wort über irgendwelche Vorfälle darüber verloren - wir fragen wirklich jedes Mal nach ob irgendwas war und gerade bei einer Beißerei hätte ich das schon mehr als gerne gewusst. Das, und auch die ersten Markiervorfälle, scheinen auch jeweils schon etwas zurückliegen, ich könnte mich selbst in den Hintern beißen, dass ich nicht genauer nachgefragt habe, aber ich war in dem Moment überrumpelt.

2. Sam ist ein Schisser vor dem Herren und das absolute Gegenteil von einem "Macho". Bei jeder Begegnung mit einem für ihn neuen Hund wird beschwichtigt was das Zeug hält (Schwanz tief unter den Bauch, er macht sich klein und geht nur ganz zögernd auf den anderen zu). Sobald dann klar wird, dass der andere auch nett und fröhlich ist, taut er dann aber entweder direkt auf und fordert zum Spiel auf, oder, wenn der andere Hund ihm nicht geheuer ist, kommt er zu mir zurück. Ich kann also nur schwer vorstellen, dass sein Markierverhalten (oder auch die Beißerei) etwas damit zu tun haben soll, dass er "dominant" wäre :eusa_think: Wir waren noch vor zwei Wochen im Einzeltraining bei unserer Hundeschule und die Trainerin bescheinigte mir auch nur, dass Sam ein sehr ruhiger entspannter Hund ist, wir eben nur darauf achten sollen, dass er weiterhin positive Erfahrungen macht und nicht ängstlich wird.

Ich bin wie bereits geschrieben sehr verärgert und verwirrt wegen der Aussage des Betreuers, vor allem wegen dem Dominanzvorwurf. Deute ich etwa alle Zeichen falsch oder steck ich zu sehr in der "Mein-Hund-ist-der-tollste" rosaroten Brille? Klar, Sam ist jetzt in der Pubertät, Verhalten verändert sich aber so stark und ohne, dass wir das mitbekommen haben? Zuhause ist er wie immer und auch wenn wir unterwegs sind gab es bisher keine Probleme.

Meine Theorie wäre daher auch eher, dass es kein Dominanzverhalten ist, sondern eher Unsicherheit, eventuell Pubertätsverstärkt. Ich hatte Montag Urlaub, er war also Donnerstag das erste mal seit einer wieder in der Betreuung, vielleicht gab es irgendeinen neuen Hund und wegen dem hat er sich unwohl gefühlt und wollte daher etwas "vertrauten Geruch" verteilen. Macht das irgendeinen Sinn oder interpretiere ich da zu viel herein? :? (andererseits soll er das ja schon seit Wochen machen)

Auch wenn Verhaltensbeschreibungen über das Internet ja immer etwas schwierig sind - meine Fragen an euch: Habt ihr so oder so ähnliche Erfahrungen auch schon gemacht? Woher könnte das markieren kommen (was meiner Beobachtung nach nur in der Tagesstätte auftritt)? Lieg ich mit meiner Theorie total daneben - habt ihr vielleicht andere Ideen?


Ich danke euch jedenfalls fürs lesen und sende ganz liebe Grüße von mir und dem kleinen Berserker :roll:



PS: Wir suchen uns schnellstmöglich eine andere Art der Unterbringung - auch wenn sie mit allem anderen Recht haben sollten und wir an allem "selber Schuld" sind, will ich doch zumindest von den Leuten, denen ich guten Geld dafür bezahle, darüber informiert werden, wenn sich mein Hund mit einem anderen beißt (auch wenn Sam augenscheinlich keinerlei Verletzungen davon getragen hatte, ein ganz banales "Grenzen setzen" wird das wohl der Meinung des Betreuers nach nicht gewesen sein...). In 2 Wochen sind zum Glück Semesterferien.

Zu dem Kastrationsvorschlag sag ich erstmal gar nichts, dafür ist der Kleine noch viel zu jung.
 
05.02.2016
#1
A

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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
Nienor

Nienor

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Hey

Ich glaube, auf die Aussage einer Hundetrainierin ist mehr Verlass als auf einen Pensionbetreiber (am Ende verwechselt der auch noch die Hunde und beschuldigt deinen zu Unrecht :silence:) Wenn dir in der Hundeschule nichts dergleichen gesagt wird, dann wird da vermutlich auch nicht viel dran sein. Beobachten schadet natürlich nie, aber solang er euch im Alltag keine Probleme macht, warum? Weil ein Pensionsbetreiber es dann leichter hätte?

Kann es sein, dass mal ein anderer Hund in dem Raum markiert hat? Zum Übermarkieren lassen sich sehr viele Hunde schnell mal animieren, auch wenn sie von selbst nie auf die Idee kämen, in einem Raum das Bein zu heben. Aber wenn es schon so verlockend riecht ..
 
K

Kiwi

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Huhu!

Ich denke es ist eine gute Entscheidung, ihn schnellstmöglich anders unterzubringen. Für mich klingt die Geschichte nämlich auch nicht sonderlich vertrauenswürdig. Die Huta betreiber müssen ja nicht völlig Ahnungslos sein (wobei sich mir bei Aussagen wie "Der ist dominant" ja schon so halb der Magen rumdreht), aber wenn dein Hund tatsächlich dazu neigt, Angstaggressionen zu entwickeln, wenn niemand dabei ist, der ihm genug Sicherheit bietet, ist die unbeaufsichtige Unterbringung mit anderen Hunden zusammen ja vielleicht nicht unbedingt die beste Lösung für ihn.
 
E

exe

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Ich würde mir da gar keinen Kopf drum machen. Der Pensionsbetreiber kriegt seinen Job anscheinend nicht auf die Reihe und macht dich dafür verantwortlich, was während deiner Abwesenheit passiert. Geht gar nicht...
 
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Danke für eure Meinungen und den Zuspruch. Sam ist nun mal der erste richtig eigene Hund, da fühl ich mich manchmal noch etwas unsicher (oh Gott, wie soll das nur bei dem ersten eigenen Kind werden :lol: )

Wir haben ihn jedenfalls abgemeldet und Treffen uns am Freitag mit jemandem, der Sam dann die 1 1/2 Tage in der Woche persönlich betreuen würde (1:1, ohne andere Hunde. Würde lustigerweiser fast das gleiche kosten wie die Gruppenbetreuung).

Falls die Chemie nicht stimmt schauen wir uns hier in der Gegend weiter nach Gassi-gehern um. Mein Freund ist zum Glück passend krank geworden, d.h. wir haben ein bisschen Luft :mrgreen:
 
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Immer schön, wenn der Partner so viel Einsatz zeigt :mrgreen:.
Ich wünsch euch viel Glück bei der Suche! Und lass dir nichts einreden. Auch wenn es dein erster Hund ist und man meinen sollte, dass jemand, der beruflich mit Hunden zu tun hat, sich besser damit auskennt – es ist dein Hund und den kennst du am besten ;).
Sicher kann es mal vorkommen, dass sich ein Hund in einer Gruppe oder/und in fremder Umgebung anders verhält. Aber in dem Fall würde ich nicht drauf wetten, zum einen weil das Verhalten doch stark gegenteilig war, zum anderen, weil es bis dato ja auch keiner für nötig gehalten hat, dir bescheid zu geben. Gar so auffällig kann er dann ja nicht gewesen sein.
 
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