Trauer und Trauerbewältigung...Wenn das Herz zerreisst...

Diskutiere Trauer und Trauerbewältigung...Wenn das Herz zerreisst... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Tier Ecke; Hallo... Ich bin neu in diesem Forum...Ich glaube das ich vlt nicht in dem richtigen Unterforum bin aber vlt kann man das ja auch...
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TiereandieMacht

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Hallo...

Ich bin neu in diesem Forum...Ich glaube das ich vlt nicht in dem richtigen Unterforum bin aber vlt kann man das ja auch verschieben...Letzten Endes hab ich mich hier angemeldet, weil.ich nicht mehr weiter weiß und ich mir momentan nichts mehr Wünsche als eventuell einen hilfreichen Tip von jemanden...

Nun von Anfang an...

Vor ca. einem dreiviertel Jahr haben wir über eBay Kleinanzeigen einen Hund aus furchtbar erbärmlichen Verhältnissen befreit. Wir besaßen schon unseren Gordon (Rodesian Rideback). Da weder meine Freundin noch Ich ertragen können wenn Tiere leiden, holten wir diesen Hund. Es war ein Stafford.
Der Hund war 8 Jahre. Er war komplett runtergehingert. Zähne im Maul waren nicht mehr vorhanden da er nicht gefüttert wurde und sich die Zähne aus Hunger an den Zwingerstäben abgewetzt hat. Er hatte Brand und Schnittwunden am ganzen Körper. Was mit dem Hund gemacht wurde wissen wir nicht. Wir wissen nur das wir uns von Anfang an in ihn verliebt hatten. Also nahmen wir ihn mit. Wir peppelten ihn wieder hoch. Ich entbehrte mein Eiweißpulver
vom Sport was nicht billig ist. Egal. Alles für die Tiere. Er nahm zu. Woche für Woche. Der Hund lebte sich bei uns ein. Er wurde zum absoluten Familienliebling. Es hatte den Anschein das er so unglaublich dankbar war das wir ihn befreit haben. Wenn wir nach Hause kamen war er sich auf den Rücken und krümmte sich vor Freude. Sein Wesen...Seine Art...Seine Liebe...der ganze Hund war das unglaublichste Tier was ich je kennengelernt habe...

Zeit für Zeit bemerkten wir Veränderungen...Er freute sich nicht mehr wenn wir nach Hause kamen...Ich schlief viel...
Als erstes dachten wir uns nichts...eine eventuelle Phase...
Woche später kam es zu Muskelzuckungen...Die empfanden wir für komisch...Wenn er lag und einschlafen wollte gingen wie Stromschläge durch seinen Körper...Das erste mal das ich Angst bekam...
Also ab zum Tierarzt...Blutuntersuchungen etc...Die ergab das soweit alles ok ist aber er sehr wenig also sehr sehr wenig Rote Blutkörperchen hat...Er bildet zwar ohne Ende neue, aber sie verschwinden auch sehr schnell.

Ich bekam das erste mal Angst...Ich bin Krankenpflege und ging selbst sämtliche Theorien durch...Viele Vermutungen standen im Raum...Blutungen, exo und endokrine Drüsen, Pankreatiden...Viele Sache wurde vom Tierarzt untersucht...Vieles behandelt...Nichts wurde aber besser...im Gegenteil...

Neurolgisch wurde es immer schlimmer...Zuckungen wurde stärker...Kopftremor...Er lief ununterbrochen durch die Wohnung...Stand oftmals in einer Ecke und starte minutenlang gegen die Wand...
Fress und Trinkverhalten wurde schlechter...Er pullerte ein...Kackerte alles voll...Es wurde alles so schlimm das ich Windeln von Arbeit mitbrachte und wir ihm die angezogen hatten...Beim Spaziergang war nix...sobald der oben war ging es los...Der Hund war mittlerweile so Dünn das nur noch eine dünne Hautschicht über den Rippen lag...

Man stellt sich vermehrt die Frage ob das noch ein Hundeleben ist...Ob der Hund leidet...Soll man ihn erlösen oder nicht...Der Gedanke an den Verlust schiebt das erlösen des Hundes immer weiter fort...

Vorgestern aber war es soweit...Ich rufte meinen Tierarzt an, schilderte ihm die Sitiation...Ich stellte ihm die Frage wo für ihn die Obergrenze erreicht wäre...Er meinte das man über die schon lange hinnaus sei...

Gestern dann war es soweit...der letzte Tag war angebrochen...Unzählige Std des wartens...Wann klingelt es an der Tür?
Um 13.30 klingelte es dann...Plötzlich blieb mein Herz stehen...Der Kopf schaltete sich ab...
20 Minuten später war alles vorbei...Mein Hund lag regungslos auf der Couch...
Plötzlich totenstille in der Wohnung...

Seit gestern hab ich das Gefühl als wenn mein Herz nicht mehr schlägt...Heftige Heulkrämpfe kommen über mich...So soll das ich schreiend auf dem Boden liege...Ich kann nicht mehr...Ich hab das Gefühl ich breche...Als ich gestern den Hund zu Grabe getragen habe fühlte es sich an als wenn ich mein Kind zu Grabe trage...
Das Gefühl des Vermissens ist so stark das es komplett aushakt...
Ich will meinen Hund zurück...Ich frage mich ob es die richtige Entscheidung war...obwohl der Arzt meinte es wird Zeit...erbstaunt das er nicht schon zusammengebrochen ist...Aber trotzdem...ich hab es zugelassen das mein Hund getötet wird...Was hab ich bloss getan 😢 Ich komm nicht drüber hinweg...Alles fühlt sich so leer an...Ich leide unglaublich...Es tut so jämmerlich weh...

Hat jemand einen Tip wie ich mich beruhigen kann..Hat jmd ein Tip wie ich die Situation akzeptieren kann...Wie werde ich diese fürchterlichen Schmerzen loss...Kann mir irgendjemand helfen?

Danke im Vorraus...MfG Carsten
 
19.03.2016
#1
A

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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
K

Kiwi

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Hallo Carsten,

deine Geschichte ist wirklich bewegend. Ich kann deinen Schmerz gut verstehen. Es gibt Tiere bei denen es sich anfühlt, als wäre man mit ihnen Seelenverwandt. Und sojemanden zu verlieren hinterlässt eine große Lücke, von der man glaubt, dass man sie nie mehr füllen kann.

Aber auch wenn der Abschied für dich schwer ist, vergiss nicht, für deinen Hund war es ein happy End. Er hatte die Chance fast ein Jahr noch das Leben zu führen, das er verdient und am Ende bei den Menschen, die er liebt, ruhig und schmerzfrei für immer einschlafen zu können.

Lass den Schmerz ruhig zu. Die erste Zeit ist die schlimmste. Es zerreißt einen förmlich von innen. Man begreift nicht, wie alles einfach weitergehen kann, wenn doch jemand fehlt. Aber eines Tages wird es besser. Und dann kannst du dich zurückerinnern und dich freuen, dass ihr seinen letzten Weg gemeinsam gehen konntet. Du wirst zurückdenken können und lächeln, voller Stolz, statt zu weinen. Bis dahin darfst du trauern.
Aber keine Sorge: Der Platz auf dem Sofa ist jetzt vielleicht leer. Aber in deinem Herzen und deiner Erinnerung wird er immer da sein.

Und mach dir keine Vorwürfe, denn du hast richtig entschieden. Diese Entscheidung ist wohl die schweste im Leben eines Tierhalters und dennoch muss sie manchmal getroffen werden. Keiner kann dir sagen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Das merkt man gemeinsam mit seinem Tier am Besten. Du hast ihm unnötiges Leid erspart. Und du hast das richtige getan.
 
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TiereandieMacht

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Hallo Kiwi..

Vielen Dank für deinen lieben Eintrag...

Wie du meintest. Man hat das Gefühl von innen zu zerreissen. Ich heule schon wieder. Ich wollte grade eben nur den Wasserkochen anstellen. Ein Gedanke und die Faust schlägt mir wieder ins Gesicht. Von jetzt auf gleich. Sehr sprunghaft.
Ich werde die Gedanken nicht los wie er gestern in meinen Armen eingeschlafen ist. Auf einmal war er tot wo er kurze Zeit vorher noch gelaufen ist. Uns plagen wie gesagt Fragen ob es richtig war. Oder wir ihn einfach getötet haben.
Der Arzt meinte gestern das es innerhalb von Std schon zu Zusammenbrüche hätte kommen können. Er hätte ihn doch nicht erlöst wenn es noch so wäre oder? Dazu kommt das es fürchterlich weh tut zu sehen wie meine Freundin leidet. Uns geht es beiden gleich schlecht. Ich hoffe das es gestern nur sein Körper war den ich begraben habe und seine Seele vlt noch bei uns ist. Oder vlt spielt er im Himmel? Vlt komisch das von einem 28jährigen Mann zu hören. Aber ich hoffe so sehr das es ihm gut geht ��

hochachtungsvoll mfg Carsten
 
K

Kiwi

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Ich weiß nicht, ob du sie kennst, die kleine Geschichte der Regenbogenbrücke, vielleicht hilft sie euch:

Die Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet.
Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke.

Auf der jenseitigen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land
mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern.

Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muss,
gelangt es zu diesem wundervollen Ort.

Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken,
und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling.
Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund.
Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.

Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander,
bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht.
Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß.

Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras.
Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!

Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen,
gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen.
Dein Gesicht wird wieder und wieder von ihm geküsst,
deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell,
und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes,
der so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke
und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein...

(Autor des Originals Paul C. Dahm, Übersetzung von Carmen Stäbler)
quelle: http://www.loetzerich.de/Abschied/Regenbogen/regenbogen.html
 
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TiereandieMacht

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Das ist sehr schön...Dankeschön ��
 
cherry-lein

cherry-lein

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Ich kann dich verstehen. Als meine Bernhardinerhündin wegen Knochenkrebs eingeschläfert werden musste ging es mir genauso. Von der Diagnose bis hin zum Ende waren es gerade mal 5-6 Wochen. Ich hab furchtbar geweint und war richtig deprimiert, selbst heute kullern noch ab und an Tränchen wenn ich an sie denke oder Bilder anschaue. Man darf ruhig um sein Tier trauern, es ist ja genauso ein Familienmitglied wie alle anderen auch.
Ich fand es immer hilfreich wenn ich mir gesagt habe das es eben dazu gehört das Tiere nur eine Zeit lang bei uns sein können und das wir beide eine schöne Zeit hatten und diese Erlösung die letzte große Geste meiner Freundschaft ist und ich weis das mein Tier nun von seinen Schmerzen erlöst ist und es ihm nun besser geht.
Ich habe es auch nie lange ohne neuen Gefährten ausgehalten, ich denke immer das es mein Tier freuen würde wenn ich meine Liebe und Fürsorge an ein anderen Tier gebe das es nötig hat (ich adoptiere immer Tiere aus dem Tierschutz). Aber das ist etwas was jeder selbst entscheiden muss, manche ertragen es auch eine Weile gar nicht ein anderes Tier um sich zu haben, bei mir ist es genau andersrum.
Fühl dich gedrückt wenn du magst.
 
Tailor

Tailor

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Hallo Carsten,

es tut mir unendlich leid für dich und deine Freundin. Ich kann es so gut nachvollziehen.
Als wir damals unseren Familienhund einschläfern lassen mussten, war ich drei Wochen richtig krank, konnte noch einen richtigen Gedanken fassen.
Ich wusste nicht, wie das Leben weitergehen soll, sie war doch meine beste Freundin. Ich habe sie immer "meine kleine Schwester" genannt :lol:
Aber wie die anderen schon schrieben: irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich realisiert habe, dass ich ihr damit einen Gefallen getan habe... einen letzten Liebesbeweis, weil ich sie von ihren Qualen erlösen konnte.
Auch heute noch zerreißt es mir beidem Gedanken an sie das Herz, aber ich weiß, sie hatte ein tolles Leben bei uns hatte.

Ich habe vor einiger Zeit das hier gefunden... es ist einfach nur schön (leider auf englisch)


Being a veterinarian, I had been called to examine a ten-year-old Irish wolfhound named Belker. The dog’s owners, Ron, his wife, Lisa, and their little boy, Shane, were all very attached to Belker, and they were hoping for a miracle.
I examined Belker and found he was dying of cancer. I told the family we couldn’t do anything for Belker, and offered to perform the euthanasia procedure for the old dog in their home.
As we made arrangements, Ron and Lisa told me they thought it would be good for six-year-old Shane to observe the procedure. They felt as though Shane might learn something from the experience.
The next day, I felt the familiar catch in my throat as Belker’s family surrounded him. Shane seemed so calm, petting the old dog for the last time, that I wondered if he understood what was going on. Within a few minutes, Belker slipped peacefully away.
The little boy seemed to accept Belker’s transition without any difficulty or confusion. We sat together for a while after Belker’s death, wondering aloud about the sad fact that animal lives are shorter than human lives.
Shane, who had been listening quietly, piped up, “I know why.”
Startled, we all turned to him. What came out of his mouth next stunned me. I’d never heard a more comforting explanation. He said, “People are born so that they can learn how to live a good life – like loving everybody all the time and being nice, right?”
The six-year-old continued, “Well, dogs already know how to do that, so they don’t have to stay as long.”


Quelle: http://weruletheinternet.com/2011/05/24/a-dogs-purpose-according-to-a-6-year-old/


 
T

TiereandieMacht

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Hallo ihr Lieben...

Ich bin euch für eure Antworten wirklich sehr dankbar. Ich hab momentan das Gefühl das ich garnicht weiß wie ich auf Arbeit gehen soll...Das einzige was momentan hilft ist ein wenig TV und mit Gordon Gassi gehen. Sobald ich die Wohnung betrete ist alles wieder Scheisse :'(

Meine Freundin hat letzte Nacht wieder geschrieen und ist förmlich zusammen gebrochen. Es ist sehr hart und tut zusätzlich weh..So viele Fragen...War es richtig...Hatte er beim einschläfern Schmerzen...Hat er gemerkt das wir bei ihm sind? Ja sind noch viele andere Fragen und Gedanken...Ich würde alles für tun diese letzten Erinnerungen loszuwerden...Die Bilder...Das tut so weh...Aber ich bin froh das es hier jemand gibt der mich verstehen kann...Vielen Dank...

Es gibt tatsächlich eine Internetseite die wir gefunden haben, wo sie Kuscheltiere fast 1zu1 von seinem Haustier nachstellt .
Das Produkt ist zum verwechseln ähnlich...Man muss dort viele Sache ankreuzen...Zum Beispiel wie der Schwanz war...hängend stehend...Die Ohren hängend stehend...Augenfarbe und und und...Dazu Bilderhochladen...mit vielen Details...Danach kommt ein Kuscheltier nach Hause was zum verwechseln ähnlich sieht...wirklich unglaublich...
Nachteil ist das es fast 200 Euro kostet (vlt jetzt aber vorstellbar wie klasse es aussieht weil alles handarbeit) und dauert drei Monate da es aus Amerika kommt...

MfG Carsten
 
julietta

julietta

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Hallo Carsten,

deine Geschichte ist wirklich bewegend. Ich kann deinen Schmerz gut verstehen. Es gibt Tiere bei denen es sich anfühlt, als wäre man mit ihnen Seelenverwandt. Und sojemanden zu verlieren hinterlässt eine große Lücke, von der man glaubt, dass man sie nie mehr füllen kann.

Aber auch wenn der Abschied für dich schwer ist, vergiss nicht, für deinen Hund war es ein happy End. Er hatte die Chance fast ein Jahr noch das Leben zu führen, das er verdient und am Ende bei den Menschen, die er liebt, ruhig und schmerzfrei für immer einschlafen zu können.

Lass den Schmerz ruhig zu. Die erste Zeit ist die schlimmste. Es zerreißt einen förmlich von innen. Man begreift nicht, wie alles einfach weitergehen kann, wenn doch jemand fehlt. Aber eines Tages wird es besser. Und dann kannst du dich zurückerinnern und dich freuen, dass ihr seinen letzten Weg gemeinsam gehen konntet. Du wirst zurückdenken können und lächeln, voller Stolz, statt zu weinen. Bis dahin darfst du trauern.
Aber keine Sorge: Der Platz auf dem Sofa ist jetzt vielleicht leer. Aber in deinem Herzen und deiner Erinnerung wird er immer da sein.

Und mach dir keine Vorwürfe, denn du hast richtig entschieden. Diese Entscheidung ist wohl die schweste im Leben eines Tierhalters und dennoch muss sie manchmal getroffen werden. Keiner kann dir sagen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Das merkt man gemeinsam mit seinem Tier am Besten. Du hast ihm unnötiges Leid erspart. Und du hast das richtige getan.
Wunderschön geschrieben [emoji22]
 
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TiereandieMacht

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Hallo...

Tja nun ist mein Liebling schon eine Woche nicht mehr bei mir :'( ja was soll ich sagen. War kein guter Tag. Oftmals denke ich nicht mehr so intensiv dran. Und dann gibt es Momente wo es bei ganz normalen Tätigkeiten wieder hochkommt. Urplötzlich..
Bilder kann ich mir noch keine anschauen. Er fehlt an allen Ecken und Kanten. Nur schon wenn man nach Hause kommt und er nicht da ist. Nur noch mit einem Hund Gassi gehen :'(
Es schmerzt immernoch sehr...

Traurig grüßend Carsten
 
K

Kiwi

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Hallo Carsten,

ich fühle mit dir..! Bei mir hat es damals Monate gedauert, bis ich langsam anfangen konnte, glücklich zurückzublicken.
Aber auch heute noch - 5 Jahre später - packt es mich manchmal. Wenn ich daran denke, dass ich meine beste Freundin verloren habe (auch wenn sie "nur" eine Katze war, ich bin mir ihr gemeinsam aufgewachsen..), ich nie wieder meine Nase in ihrem Fell vergraben kann.. wenn die Bilder der letzten Stunden zurück kommen, ja, dann kommen auch heute noch Tränen.
Die Trauer bleibt ein Teil der Erinnerung.. aber mit der Zeit kommen eben auch die Glücklichen mit dazu.
 
T

TiereandieMacht

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Hi...
Es ist einfach alles sehr schwer zu begreifen. Irgendwie richtet man sich ja gedanklich auf den Tag X ein. Man probiert sich förmlich drauf vorzubereiten. Aber wenn es dann so weit ist...Ja dann bricht die Welt zusammen...Ich wusste ja das es weh tun wird, aber das es mir/uns so dermaßen die Beine wegzieht...Das hätte ich nicht gedacht...Beim besten Willen nicht...Fotos angucken geht bei mir garnicht...Bei meiner Freundin geht es...Sie sagt so kann sie es besser verstehen...Bei mir wird es schlimmer...Ich hoffe du hast recht und der Schmerz fängt an irgendwann etwas zu verblassen...Wenigstens ein bisschen...Dann wäre mir schon geholfen...Es klingt vlt absurd, aber so zu kämpfen hatte ich nicht mal als mein Opa gestorben war...Aber da war auch nicht eine solche Bindung...Vlt liegt es einfach daran...
Es ist schön das es hier Leute gibt die es nachvollziehen können...Viele Sagen ja auch es ist "nur" ein Tier...

LG Carsten
 
seven

seven

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Nur ganz kurz - die anderen haben ja schon viele gute und richtige Worte gefunden...
aber es ist nie "nur" ein Tier. Es ist ein Freund, ein Lebensbegleiter, ein Gefährte, ein geliebtes Wesen...
Und Du hast alles Recht der Welt zu trauern, wie lange und auf welche Weise Du magst...
Fühl Dich mal gedrückt!

LG seven
 
Sotrax

Sotrax

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Hallo und mein herzliches Beileid. Ich hoffe euch gehts etwas besser nach der Zeit. Ich will nicht viel schreiben den auch ich hab meinen Blacky am 17.03 verloren. Die Einschläferung war für den 18.03 geplant. Zum Glück hat mir mein kleiner diese Entscheidung abgenommen und ist mehr oder minder in meinen Armen gestorben. Mein kleiner hatte einen Tumor den ich über Monate gepflegt hatte, daher wusste ich das in absehbarer Zeit der Tag X kommen wird. Ich bin daher rechtzeitig zu meinen Hausarzt gegangen und hab ihm die Situation geschildert. Nichts schön geredet, klipp und klar gesagt das ich die Situation nicht so ohne weiteres überstehen werde. Er hat das eingesehen und mir ein starkes Beruhigungsmittel (Tavor) verschrieben. Am 17. ging es einfach zu schnell so das ich gar nicht drann gedacht habe das zu nehmen. Jetzt, ich lebe alleine und es kommen immer mal schübe wo ich meine zerbrechen zu müssen, helfen mir diese Tabletten ganz gut etwas runterzukommen.
Liebe Grüße Stefan
 
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TiereandieMacht

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Hallo Stefan...

Auch für dich herzliches Beileid.Dann haben wir ja an sich zeitgleich das gleiche Leid. Momentan geht es mir/uns relativ gut bzw. stabil oder wie man es nennen mag. Trotzdem ist alles anders. Meine Freundin hat viel Bilder aufgestellt was ich okay finde. Kann zwar noch nicht viel hinschauen aber es wird besser.

Ganz kurz nur am Rande wegen dem Tavor. Ich bin Krankenpfleger auf der Psychiatrie und kenne Tavor sehr sehr gut. Probiere es wirklich nur in äußerster Not zu nehmen. Bzw dann wenn es dich wirklich dahinärmelt. Denn Benzodiazepine was Tavor ja ist macht wirklich rasch abhängig und das brauchst du nicht.

Liebste Grüße Carsten
 
Sotrax

Sotrax

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Hallo Carsten,
ja, das Tavor nehme ich nur im äussersten Notfall. Mittlerweile gar nicht mehr. Was mir geholfen hat ist alles, aber auch wirklich alles was mich an Blacky erinnern könnte gleich wegzuräumen/wegschmeisen. Ich hab mir dabei auch nicht helfen lassen. Das musste ich selber tun um einen Abschluss zu finden. Nur die wichtigsten Dinge hab ich zentral an einen Ort aufgestellt wie du auf dem Foto siehst. Letzten Montag hab ich dann noch die Urne geholt. War nochmal ein mulmiges Gefühl, aber nun habe ich einen Ort wo ich hingehen kann wenn ich will und die Kraft dazu habe.

Auch will ich dir noch sagen das du die richtige Entscheidung getroffen hast. Ich hab es rausgezogen bis es wirklich nicht mehr weiterging. Ich hab mich von mehreren Tierärzten beraten lassen. Auch eine Tierheilpraktikerin war mit eingebunden. Alle versicherten mir das Blacky durch den Tumor (der zuletzt aufgebrochen war) keine Schmerzen hat. Ein Tierarzt sagte mir das der Tumor selber Blacky nicht umbringen wird, sondern das was drumherum geschieht. Daher hab ich mehrere Tierärzte aufgesucht und mich genauestens informiert wie das ganze den abläuft. Zum teil bin ich unangemeldet in Praxen gegangen und hab mir die erst beste Tierarzthelferin geschnappt und die ausgefragt. Die Antwort war bei allen gleich. Es gibt keinen Todeskampf und auch keine Schmerzen. Ein Tierarzt hat mir erklärt das wen er zum Beispiel ein Tier während einer OP einschläfern muss, das Tier an Überwachungsmonitor angeschlossen ist. Mann würde es sehen wenn es hier zu einem Kampf kommt. Dem ist nicht so. Ich frag mich heute ab und zu ob mein Egoismus es wert war das ich bei Blacky solange gezögert habe. Denn da gab es in den letzten Sekunden einen Todeskampf, wenn auch nur ganz kurz. Du siehst also, wie man es dreht und wendet, eine wirkliche Antwort was falsch oder richtig ist, gibt es nicht.
Lieben Gruß
Stefan
 
Thema:

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