Hündin entwickelt Ängste - Behandlung mit Bachblüten - Erzieherische Maßnahmen

Diskutiere Hündin entwickelt Ängste - Behandlung mit Bachblüten - Erzieherische Maßnahmen im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich würde gerne ein paar Fragen an die Allgemeinheit stellen um zu erfahren ob vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat...
ral9005

ral9005

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Hallo zusammen,

ich würde gerne ein paar Fragen an die Allgemeinheit stellen um zu erfahren ob vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir weiterhelfen kann.

Zunächst mal eine kurze Beschreibung der Situation. Ich habe eine 5 Jahre alte Hündin, die seit dem Welpenalter mit mir zusammen lebt. Sie ist ein Mischling und genaueres über die involvierten Rassen ist leider nicht bekannt. Sie ist ein Straßenhund aus Montenegro. Sie ist sehr zugänglich bezogen auf Menschen und sucht nach erstem zögern und beschnuppern direkt nahen Kontakt und genießt dann die Aufmerksamkeit und Streicheleien. Bezogen auf andere Hunde ist sie in der Regel zurückhaltend wenn sie unbekannte Artgenossen trifft. Kleinere Hunde interessieren sie meist gar nicht und diese werden von ihr dann ignoriert. Bei größeren Hunden ist sie von vornherein distanziert und versucht auf Distanz zu bleiben. Kommt ihr ein großer Hund zu Nahe beginnt sie auch schon mal zu bellen oder leicht zu knurren um die Distanz zu wahren. Bei etwa gleichgroßen Hunden kann es nach recht langer Kennenlernphase zu Freundschaften kommen. Sie benötigt aber ihre Gewöhnungszeit. Wenn sie auf mehrere Hunde trifft geht sie lieber auf Distanz und lässt die anderen in Ruhe. Sie ist grundsätzlich mehr auf Menschen fixiert und hält sich dann eher bei den jeweiligen Hundehaltern auf.
Sie verhält sich Unbekanntem grundsätzlich skeptisch gegenüber. Wenn sie etwas nicht kennt und sie es nicht einschätzen kann bellt sie in der jeweiligen Situation. Dies können zum Beispiel erste Begegnungen mit ungewöhnlichen Gegenständen wie große Plastikplanen oder Metallbehälter oder außergewöhnlichen Fahrzeugen wie Straßenreinigungsfahrzeuge oder Mähdrescher aber auch
Personen in Rollstühlen sein. Sobald sie etwas kennengelernt hat ist es aber in der Regel kein Problem mehr. Auch ungewöhnliche Geräusche können sie verunsichern. Bisher hat sich dieses Verhalten aber kaum als Problem dargestellt. Sie war einfach immer etwas vorsichtiger wenn sie etwas nicht kannte.

Im vergangenen Jahr kam es dann dazu, dass im Sommer bei einem Spaziergang in der Nähe ein Feuerwerksböller gezündet wurde :eusa_doh:. (Sie hatte bis dahin schon ein paar Silvester mitgemacht und war dabei zwar nicht ganz glücklich aber sie hat es immer gut verkraftet.) Diesmal hat sie sich extrem erschreckt. Sie war stark am zittern und ließ sich erst als sie wieder zuhause war langsam beruhigen. Zunächst war danach auch erst wieder alles in Ordnung. Ein paar Tage später als wir draußen waren gab es wieder einen Knall (Gewehrschuss oder LKW??) in der Nähe. Sie erschrak erneut. In den darauf folgenden Tagen verhielt sie sich sobald wir draußen waren immer öfter ängstlich und begann zu zittern. Es dauerte eine Weile, bis ich feststellte, dass sie in den Situationen oft an den Himmel schaute. Es stellte sich heraus, dass sie inzwischen immer Panikattacken bekam, sobald am Himmel Kondensstreifen von Flugzeugen zu sehen waren. Was mir in den beiden auslösenden Situationen nicht aufgefallen war, ich nun aber vermute, scheint, dass sich dort auch Flugzeuge am Himmel befanden und es wohl zu einer negativen Verknüpfung der beiden Reize gekommen ist.
Das Verhalten äußerte sich inzwischen so, dass sie sich, wenn bedeckter Himmel war und man dort nichts sehen konnte, wie früher verhielt und ohne Probleme draußen lief, spielte und Spaß hatte. Sobald aber am Himmel ein Kondensstreifen zu sehen war, begann sie zu zittern, den Schwanz einzuziehen, zog an der Leine und lief immer Richtung zuhause. Teilweise verkroch sie sich auch unter Büschen oder Brücken. Von alleine kam sie dann nicht raus, ich musste sie dann ziehen damit sie sich bewegte. Auch zuhause verkroch sie sich oft unter verschiedenen Schutz bietenden Möbeln.

Es wurden nun einige verschiedene Ansätze versucht um ihr die Angst zu nehmen. Hierbei habe ich auch mit Bekannten und unserem Tierarzt kommuniziert. Wir versuchten neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen auch Medikamente auf natürlicher Basis. Leider half nichts und das Verhalten wurde immer extremer, so dass sie schließlich schon Angst bekam sobald sie blauen Himmel sah. Sie wurde in dieser Phase auch extrem Geräuschempfindlich. Es war früher schon so, dass sie bei plötzlichen, unerwarteten und lauten Geräuschen zusammenzuckte. Aber inzwischen erschrak sie schon sobald man zum Beispiel etwas fallen ließ oder eine Sprudelflasche öffnete. Schließlich bekamen wir von jemandem den Rat Bachblüten zu probieren. Ich bin zwar nicht ganz abgeneigt von natürlichen Heilverfahren, dachte jedoch, dass bei solch extremen psychischen Störungen keine besonders große und zeitnahe Wirkung einsetzen würde. Bevor wir jedoch auf Psychopharmaka zurückgreifen müssten, wollte ich es gerne noch probieren. Nach einiger Recherche und Ermittlung der richtigen Dosis, ließ ich eine Mischung anfertigen und Begann die Therapie. In den ersten Tagen veränderte sich kaum etwas, die Symptomatik wurde eher noch verstärkt. Doch nach etwa 3 Tagen begann sich der Hund etwas entspannter zu verhalten. Das Verhalten veränderte sich überraschenderweise ziemlich schnell :clap:. Sie ging bei jedem Wetter ohne Probleme hinaus. Sie schaute weiterhin viel in den Himmel. Aber anstatt zu zittern stellte sie sich jetzt Kondensstreifen entgegen und begann sie anzubellen :shock:. Dies ist jetzt etwa 4 Wochen her. Inzwischen hat sie nicht einmal mehr gezittert oder den Schwanz eingezogen. Aber inzwischen bellt sie ununterbrochen wenn sie etwas am Himmel sieht. Sie früher kein extremer Beller, wie oben beschrieben hat sie in bestimmten Situationen gebellt aber nach einigen Sekunden war es wieder vorbei. Inzwischen hört sie nur noch auf wenn alle störenden Dinge am Himmel verschwunden sind oder sie durch etwas Besonderes abgelenkt wird.

Nun stellt sich mir die Frage wie ich mit der Situation umgehen soll. :eusa_think: Zum einen bin ich unentschlossen ob ich die Bachblütentherapie nun beenden soll. Immerhin hat sich ja eine bedeutende Veränderung eingestellt und seit etwa 3 Wochen verändert sich nun am Verhalten nichts mehr. Soll ich das Bellen durch entsprechende erzieherische Methoden versuchen abzutrainieren? Und wenn ja welche? Es handelt sich ja hier meiner Meinung nach nicht um normales Bellen. Ich gehe davon aus, dass sie weiterhin Ängste hat, sie aber nun eine Methode für sich entwickelt hat damit klar zu kommen. Natürlich ist es keine Lösung. Aber ich denke, dass man hier schon besonders mit umgehen sollte. Oder sehe ich das eventuell völlig falsch? :eusa_eh: Wie würdet ihr das ganze einschätzen? Was für Möglichkeiten gibt es noch damit umzugehen?

Ich freue mich über jegliche Hinweise und Vorschläge :D;)

Mit freundlichen Grüßen
Peter
 
03.04.2016
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