Darf man private Spendenaufrufe für ein krankes Tier starten?

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SmirkingCat

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Hallo liebe Community!

Ich hoffe nicht, dass ich gegen irgendwelche Regeln verstoße. Das hier ist kein Spendenaufruf, sondern es geht um das Thema grundsätzlich.

Ein bekannter ist krank, ALG-II Empfänger und steht finanziell mies da. Nun scheint sein Haustier krank zu sein und es mangelt ihm an Geld für die Untersuchung, geschweige denn die Behandlung. Die
Tiertafeln helfen meines Wissens in solchen Fällen ja nur, wenn das Haustier bereits vor der Hilfebedürftigkeit gehalten wurde und man schon länger Kunde ist...

Man darf in der Stadt Leute nach Geld fragen oder sich neben einen Becher setzen, das ist klar.
:eusa_think:

Aber darf man auch an Haustüren klingeln und nach Spenden für einen Bedürftigen mit krankem Tier fragen? (Ohne sich dabei fälschlicherweise als irgendein Verein auszugeben, natürlich! :!:)

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Macht es Sinn, Flugblätter mit Kontodaten und Spendenaufruf auf Briefkästen der erfolgversprechendsten Zielgruppe, den Haustierbesitzern, zu verteilen? Bzw. diese an Bäume in Parks zu heften, wo viele Gassi gehen. (Ähnlich wie bei dem allseits bekannten "wer hat meinen Hund gesehen?").
Oder verstößt man gegen irgendein Gesetz, wenn man als Privatperson in Vertretung für jemanden einen solchen Aufruf startet?

Müssten per Banküberweisung erhaltene Spenden extra versteuert werden, oder gälte da auch der ganz normale Freibetrag (bei ALG-II-Bezug) von 100€ + 20% vom (möglichen) Überschuss?

Wie sieht es da (finanz-)rechtlich aus?

Oder haltet ihr die Idee mit den Flugblättern für völligen Schwachsinn und es gibt effektivere Methoden, Mensch und Tier zu helfen? :uups:
 
19.04.2016
#1
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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Huhu,

hat er schonmal mit dem Tierarzt darüber gesprochen? Viele bieten Ratenzahlung an. Ansonsten würde ich mal beim Tierschutzverein der Stadt anfragen oder gezielte Nothilfen suchen und dort fragen. Ich denke per Flugblatt und co wird nicht viel passieren und auch von Haus- zu Haustür wird nicht viel ergeben.
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Huhu,

hat er schonmal mit dem Tierarzt darüber gesprochen? Viele bieten Ratenzahlung an.
Dem schließ ich mich an.

Außerdem:
Warum hilfst du ihm nicht aus und andere Mitglieder in der Familie? Oder Freunde etc?
Ist doch einfacher, als blind irgendwelche Passanten zu fragen?
Ich würde, bin ich ehrlich, jemanden die Tür vor der Nase wieder zumachen, weil erzählen kann man ja viel.
 
Keisuke

Keisuke

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Ich denke per Flugblatt und co wird nicht viel passieren und auch von Haus- zu Haustür wird nicht viel ergeben.
Genau das dachte ich auch.
Übrigens ist das Anbringen von Plakaten und Postern meines Wissens nach in den meisten Fällen nicht erlaubt.

Ich kenne eine ähnliche Aktion, dabei verkauft Jemand allerdings Pullis/T-Shirts über das Internet und will mit dem Erlös dann die Tierarztrechnungen zahlen. Der Beitrag dazu wurde bei FB oft geteilt, wie viele Leute letzendlich tatsächlich etwas gekauft haben, weiß ich nicht.
 
Sini

Sini

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Nun scheint sein Haustier krank zu sein und es mangelt ihm an Geld für die Untersuchung, geschweige denn die Behandlung.
Wenn du nicht mal weißt, ob das Tier krank ist, sollte doch das zuerst abgeklärt werden. Erst dann kann man doch überhaupt sagen, ob und welche Kosten ungefähr auf ihn zukommen.
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Und, ich weiß es ist böse, aber wenn ihm schon das Geld für die Untersuchung fehlt, aber dann würde ich mich von dem Tier trennen. Es gibt Situationen wo man von jetzt auf gleich Entscheidungen treffen muss und da möchte ich persönlich nicht im Hinterkopf haben "Ich kann noch nicht mal die Erstuntersuchung aufbringen". Wir haben derzeit 6 Katzen plus ab und an eine Pflegekatze (gut die läuft tierarzttechnisch über den Verein, da hab ich nichts mit zu tun außer das ich die zum Tierarzt karren muss). Aber gab hier schon Monate da hatte ich dann 3 Patienten mit unterschiedlichen Krankheiten da waren mal eben gut 300€ weg und auch Not OPs - zack 600€ weg... (Hier wird man auch nur Sonntagsnachts krank, sprich Zuschläge (Not-, Wochend- und Nachtzuschlag) ohne Ende). Und wenn es chronisch ist und das Tier dann bis an sein Lebensende Medikamente nehmen muss oder spezielle Untersuchungen brauch muss er das auch bezahlen.
 
moonlit

moonlit

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Ich würde, bin ich ehrlich, jemanden die Tür vor der Nase wieder zumachen, weil erzählen kann man ja viel.
Ich ebenso.
Ich würde auch erstmal versuchen, das nähere Umfeld zu aktivieren. Dann das Tier erstmal untersuchen lassen, damit man abschätzen kann was es hat und welche Kosten damit verbunden sind. Wenn es dann was wirklich sehr kostenintensives ist mit dem Tierarzt über eine Ratenzahlungsmöglichkeit reden. Aber ich denke mir eine "einfache" Untersuchung müsste doch auch mit Hartz 4 drin sein. :eusa_think:
Ansonsten gibt es doch auch in vielen Städten Tierärzte die ehrenamtlich z.B. auch Tiere von Obdachlosen untersuchen, das wäre doch erstmal eine Idee um herauszufinden ob und was dem Tier überhaupt fehlt.
.
 
S

SmirkingCat

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Ich würde, bin ich ehrlich, jemanden die Tür vor der Nase wieder zumachen, weil erzählen kann man ja viel.
Stimmt schon, irgendwie. Gebe auch eher jemandem in der Stadt ein paar €, der offensichtlich entzügig ist. Da sieht man ja, was Sache ist. Das mit dem kranken Tier klingt eher nach Betrugsmasche. Man kann ja nicht jedem die Katze zeigen, die auf den ersten Blick gar nicht todkrank wirkt.
Aber es gibt doch immer Leute, die an das Gute glauben...

Erst einmal vielen Dank für die Tipps, werde mich mal kundig machen.

Das ist zwar kein Juraforum, aber es bleibt trotzdem die Frage offen, ob solche Flugblätter in Briefkästen rechtlich unbedenklich wären als letzte Möglichkeit? (Das mit dem Plakatieren hab ich nochmal durchdacht und verworfen :idea: )
Und ob Erfolge überhaupt etwas nützen würden, oder das Jobcenter/Finanzamt/Sonstwer die Hand aufhält. Er würde dieses "besondere Einkommen" natürlich direkt mitteilen und belegen.
 
S

Simply95

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Ich würde wirklich mal beim Tierschutz anfragen, ob die helfen können. Manche bieten an, dass sie das Tier für die Dauer der Behandlung übernehmen und es nach der Genesung wieder zurück zum Besitzer kann. Oft findet sich auch über die Vereine eine Möglichkeit einen Paten oder Sponsoren für das Tier zu finden, die dann im Falle von Krankheit die Kosten zumindest teilweise übernehmen. Allerdings wäre es besser, wenn der Besitzer sleber an die Vereine herantritt.:eusa_think:
Oft haben die Vereine ein Homepage, auf der auch die Geschichte des Tieres und Besitzers dargestellt werden kann und die Bitte zur Hilfe angebracht wird. Vielleicht ist das für euch eine Alternative, denn die Vereine helfen gerne und sind froh, wenn das Tier nicht im TH oder in einer Pflegestelle bleiben muss.;)
LG
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Ich würde wirklich mal beim Tierschutz anfragen, ob die helfen können. Manche bieten an, dass sie das Tier für die Dauer der Behandlung übernehmen und es nach der Genesung wieder zurück zum Besitzer kann. Oft findet sich auch über die Vereine eine Möglichkeit einen Paten oder Sponsoren für das Tier zu finden, die dann im Falle von Krankheit die Kosten zumindest teilweise übernehmen. Allerdings wäre es besser, wenn der Besitzer sleber an die Vereine herantritt.:eusa_think:
Oft haben die Vereine ein Homepage, auf der auch die Geschichte des Tieres und Besitzers dargestellt werden kann und die Bitte zur Hilfe angebracht wird. Vielleicht ist das für euch eine Alternative, denn die Vereine helfen gerne und sind froh, wenn das Tier nicht im TH oder in einer Pflegestelle bleiben muss.;)
LG

Naja, würde mich aber nicht zu sehr drauf verlassen.
Viele Vereine/Tierheime sind auf jeden Cent selber angewiesen und lehnen auch manchmal solche Anfragen ab, was ich komplett verstehe!
Da haben die Tiere, die sich vor Ort befinden und Behandlungen brauchen wirklich Vorrang.
Nicht umsonst stehen viele Heime etc vor der Insolvenz, weils überall an Geld fehlt.

Aber klar, nachfragen kann man, würde aber nicht zu sehr drauf hoffen.
 
ShiGi

ShiGi

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Was die Flugblätter angeht: Unabhängig davon, ob es rechtlich erlaubt ist, würde ich das Geld, das man für die Drucke ausgibt, eher direkt in den Tierarzt stecken. Denn ganz billig ist so etwas auch nicht und ich bezweifel wirklich, dass so eine Aktion Erfolg hat.

Ein Tierschutzverein, der das Tier behandeln lässt und dann wieder dem Besitzer zurück gibt, müsste schon sehr kulant sein. Denn eigentlich sollte man sich nur ein Tier anschaffen, wenn man finanziell in der Lage ist, dafür zu sorgen. Wenn das nicht gegeben ist, werden die Tiere doch eher konfisziert oder erst gar nicht an solche Leute vermittelt.

Wobei die Erstuntersuchung ja auch bei ALG-II finanzierbar sein sollte. Deshalb stimme ich den anderen zu: Der Tier sollte zuerst einem Tierarzt vorgestellt werden, dann weiß man auch, welche Kosten auf einen zu kommen und kann sich Gedanken über die Finanzierung machen.
 
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