Probleme mit dem Jagen und Rückrufen!!!!!!

Diskutiere Probleme mit dem Jagen und Rückrufen!!!!!! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, habe vor fast 2 Monaten eine Jagdhundmischlingsdame (ca.1,5 Jahre) aus dem Tierheim geholt. Sie ist eine ehemalige Straßenhündin...
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veezveez

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Hallo ihr Lieben,
habe vor fast 2 Monaten eine Jagdhundmischlingsdame (ca.1,5 Jahre) aus dem Tierheim geholt. Sie ist eine ehemalige Straßenhündin und daher sehr sozial mit anderen Hunden und Menschen gegenüber sehr unterwürfig. In den meisten Punkten macht sie gute Vorschritte und vom anfänglichen dauer jagen der Wohnungskatzen sieht sie nun meistens ab (90% der Zeit). Nur draußen gibt es Probleme. An der Leine ist sie
immer sehr brav, zieht sehr selten und hört wenn man sie zu sich ruft. Allerdings wird es problematisch, wenn sie von der Leine los kommt. Irgendwann kommt sie schon wieder, aber das kann auch mal 1 Stunde dauern. Meistens Jagd sie den Rehen nach und auch mal Katzen. Natürlich lasse ich sie nicht von der Leine, wenn ich die Tiere sehe, manchmal entwischt sie mir aber oder ein einzelnes Tier taucht plötzlich auf.
Nun habe ich mein Training so umgestellt, dass sie mit Maulkorb und ohne Rehe oder Straße in Sicht laufen darf um die Energie los zu werden. Sie kommt meistens nach ein paar Minuten zurück gelaufen holt sich ihre Belohnung und ich schicke sie wieder los. Das mache ich 2-4 Mal, dann Leine ich sie an und es geht weiter. Nun hat sie aber herausgefunden wann ich sie anleinen will und ich komme einfach nicht darauf wie, da ich mir Mühe gebe, dass sie es nicht merkt. Dann rennt sie nur in Kreisen um mich und kommt nie nah genug zu mir.
Hat wer Rat wie ich das Jagen und den Rückruf mit ihr in den Griff bekommen könnte??????
Vielen Dank und Liebe Grüße
 
21.04.2016
#1
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Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
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Dornentanz

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Hallöchen!
Zuerst mal würde ich sie nicht mehr komplett abmachen, sondern eine Schleppleine dran. Wenn du sagst, sie kommt nach ein paar Minuten zurück gelaufen, hast du sie dann gerufen? Also sie soll kommen, tut das aber erst nach ein paar Minuten? Oder kommt sie ohne Kommando? Bei ersterem machst du dir selbst den Rückruf kaputt, wenn du rufst und sie macht erstmal weiter ihr Ding weil sie weiß, sie bekommt eh Lob und Leckerli. Auch wenn du anfängst mehrmals zu rufen. Der Hund lernt: Ach, die ruft ehe zig mal, irgendwann geh ich hin.
Ich rufe unsere ein mal und dann wird gefolgt. Wenn nicht gibt's weder Lob noch Leckerli, sondern erstmal ein Stück angeleint laufen. Und wenn ich sie dafür dort abholen muss, wo sie mich ignoriert hat. Da das bei uns aber allermeistens kein Problem ist, kommt das selten vor - vorerst würde ich wie gesagt die Schlepp nehmen und den Rückruf erstmal richtig aufbauen. Wenn ich rufe, wird gekommen. Punkt. Sonst hol ich sie ran. Parallel kannst du auch Dummytraining aufbauen, um den Jagdinstinkt umzuleiten. Pack ihr ihr Futter nicht mehr in den Napf sondern in den Dummy und wirf (natürlich wenn sie weiß, wie es geht). Man kann ihn auch an eine Reizangel machen und wie ein Kaninchen über den Boden ziehen. Hat sie ihn, soll sie ihn dir bringen und du belohnst sie daraus. Das alles an der Schlepp, damit du drauftreten/diese aufnehmen kannst, falls sie ausbricht und etwas nachjagen will. Hat sie mit der "echten" Jagd Erfolg, wirst du es schwer haben den Dummy attraktiver zu machen als ein/en Reh/Hase. Der positive Nebeneffekt am Dummytraining ist, dass sie ihre Energie los wird. Außerdem stärkt es die Bindung, da sie dir etwas bringt und dafür ihr Futter bekommt. Das macht dich grundsätzlich erstmal interessant. Da ein Jagdtrieb aber ein Trieb ist und nicht einfach nur Erziehungssache, wird das ein langer Weg mit viel Disziplin. Mit speziellem Anti-Jagdtraining kenne ich mich nicht aus, vielleicht hat da noch jemand anderes nen Tipp.
Wegen dem "sie weiß, wann ich sie anleinen will": manchmal sind es die kleinsten Signale, die ein Hund bemerkt. Das kann auch deine Grundstimmung sein, weil du den Gedanken ans anleinen hast und/oder etwas an deiner Haltung änderst. Fass beim belohnen vielleicht mal jedes Mal ans Halsband, auch wenn du sie wieder laufen lässt. So lernt sie, dass nicht jede Bewegung Richtung Halsband/der Griff da dran das Anleinen bedeutet.

Liebe Grüße!

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veezveez

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Hallo,
vielen dank für die Tipps. Ich glaub da sie ein Straßenhund war, kennt sie das Jagen und hatte sicher auch Erfolge, zumindest mit kleineren Tieren. Der Witz an der Sache ist ja, dass sie an der Schleppleine auf den Rückruf hört. Dummytraining versuche ich auch schon seit einer Weile. Allerdings will ihr das Konzept nicht so wirklich einleuchten. Sie mag ihre Nase nicht reinstecken und so etwas wie Spielen tut sie mit nichts und niemandem. Zudem ist fressen bei ihr grundsätzlich ein schwieriges Thema, außer Nassfutter nimmt sie nichts regelmäßig an, daher belohne ich sie nur mit Streicheleinheiten und mündlichem Lob (Clickern geht auch nicht, da Panik). Reizangeln habe ich noch nicht probiert, das werde ich probieren.
Also wenn sie von der Leine los ist, ruf ich sie nicht zu mir, also nicht mit Kommando, wenn sieh mich anschaut spreche ich sie an, wenn ich dann merke sie kommt in meine Richtung knie ich mich hin, setzte mich ganz auf den Boden oder leg mich flach hin, wenn ich dann merke dass sie richtig zu mir läuft sag ich das Kommando kurz bevor sie ankommt und dann ganz viel Lob. Dora schmeißt sich meistens noch im Galopp auf den Rücken und schlittern dann den letzten halben Meter auf mich zu und ich Kraul sie dann erstmal gute 3 min. Manchmal mach ich die Leine kurz dran und dann wieder ab.
LG:D
 
Firawi

Firawi

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Hallo veezveez,
ich habe einen 2 jährigenVollblut Jagdhund und das gleiche Problem wie du.Jagen ist die größte Leidenschaft von meinem Hund.Das normale Anti Jagdtraining in den Hundeschulen hatte kein Erfolg.Zumal mein Hund sich immer für die Jagd als für ein Leckerlie entscheiden wird, auch wenn er noch nie Erfolg hatte.Aber schon das Jageb an sich verursacht einen unglaublichen Hormonrausch beim Hund.
Wir waren vor kurzem bei einem Jagdhundecoach,der auch Nichtjägern zeigt wie man die Bedürfnisse des Hutndes befriedigen kann, ohne das der Hund wildert.Der Hund kann nämlich lernen was er nicht jagen darf (Rehe, Füchse ect.) und was er jagen darf (z.B.Mäuse) Ganz unterdrücken kann man diesen Trieb nicht ,weil es sein Naturell ist.
Jedenfalls kann ein Trainer der speziell auf Jagdhunde ausgerichtet ist dir helfen, dass dein Hund irgendwann auch im Wald wieder freilaufen kann. Und das ist die größte Belohnung, weil dieses Privileg auf größtes Vertrauen beruht.Wenn du dieses Vertrauen deinem Hund noch nicht entgegenbringen kannst, ist die
Schleppleine unbedingt notwendig.Wir sind auch nur noch mit einer unterwegs , da ein Hund nicht einfach den Rehen hinterherjagen kann.Abgesehen davon dürfen Hunde im Wald, die nicht mehr unter dem Einfluss des Besitzers stehen auch erschossen werden.
Wünsche dir viel Erfolg :)
 
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