Psychische Störung?

Diskutiere Psychische Störung? im Familie & Freunde Forum im Bereich Smalltalk; Hallo;) Ich nutze jetzt einfach mal die Verschleierung meiner Identität mehr oder weniger durch das Internet. Mir sind in letzter Zeit vermehrt...
19nini91

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Hallo;)
Ich nutze jetzt einfach mal die Verschleierung meiner Identität mehr oder weniger durch das Internet.
Mir sind in letzter Zeit vermehrt Verhaltensweisen und Gedanken aufgefallen die für mich nicht " normal" erscheinen.
Da wäre dann zB wenn ich mit meinem Freund streite das ich völlig ausraste und ihn meiner Meinung nach auf übelst Beleidige. Was ich erst seid ca 3 Jahren von mir kenne. Damals war es Selbstschutz das weiß ich, da mein Ex mich wenn ich so ausgerastet bin, nicht verprügelt hat. :eusa_doh:
Das Martyrium ging 5 Jahre... Viele blaue Augen, raus gerissene Haare, einige blaue Flecken und anderen Körperlichkeiten, lernte ich meinen jetzigen kennen.
Mir wurden in meiner Kindheit und Jugend schon vieles angetan (zumindest psychisch gesehen). Mich wunderte es das ich trotzdem "normal" bin. Ich habe irgendwann eine riesige Mauer bzw Festung aufgebaut um mich davor zu schützen. Ich habe aber trotzdem leichte Eifersuchtsanfälle wo ich im Nachhinein denke wie blöd war das denn. Aber wenn ich so nach denke gehen mir manchmal die Gedanken einfach so durch.... Auch das ich seid einiger zeit regelrecht antriebslos bin. Hier wartet eigentlich ein Haufen arbeit auf mich aber ich leg mich zb lieber schlafen oder beschäftige mich mit meinem Handy und finde es bewundernswert wenn Leute es schaffen neben Tiere Haus und Kindern. Immer pünktlich essen auf dem Tisch zu haben, Wohnung sieht top aus und die kinder sind auch gut versorgt. Habe auch manchmal Gedanken wie keiner mag mich ... bin eh wertlos denke aber dann auch wieder, selbstwenn habe ich immer noch den Hund der mag mich :lol:. Außerdem scheint es mir extrem das ich mich an meine Tiere regelrecht klammere. Ich habe ja einen kleinen Zoo hier... und mein freund sagt schon das es zu viel wird. verständlich. Die bespassung der tiere dauert ca 3-4 std täglich. Was ja enorm ist wenn man bedenkt das ich noch zusätzlich Vollzeit arbeiten gehe. Was meint ihr? Sollte ich mal zum Psychologen? weil "normal" ist das ganze ja nicht?
 
25.04.2016
#1
A

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Körnerbrö7chen

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Naja was heißt normal. Warum solltest du unnormal sein? Du bist gut so wie du bist. Das erst einmal vorweg!

Du hast ja auch ziemlich viel mitgemacht in deiner Vergangenheit. Deine Aggressionen sind Frust und Wut, die sich angestaut haben und sich versuchen, nun Luft zu verschaffen. Natürlich ist es blöd, wenn man gerade in Streitereien mit seinem Partner so die Fassung verliert. Wichtig ist es, dass ihr miteinander darüber redet. Auch im Streit sollte man ein wenig die Fassung bewahren.

Ich würde dir raten, dir vielleicht mal einen Psychologen zu suchen. Nicht, dass ich damit meine du hättest einen an der Murmel oder so. Überhaupt nicht. Du machst dir ja schon viele und auch gute Gedanken dazu und du hinterfragst dein Verhalten und deine Reaktionen schließlich.

Ich habe auch keine einfache Vergangenheit gehabt. Aber den Gang zum Psychologen kann ich dir raten. Oft ist der Gang dorthin mit vielen Vorurteilen behaftet. Aber dem ist nicht so. Ich habe nach vielen Jahren auch eine Gesprächstherapie begonnen. Und es war richtig.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Die einen weniger, die anderen mehr. Aber ein Psychologe kann dir helfen, dass dein Päckchen wieder leichter wird.

Und eine psychische Störung hast du ganz sicher nicht.
 
*Mischling*

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Hey,

wenn ich eines gelernt habe, dann das der Unterschied zwischen Neurosen und tatsächlicher psychischen Störung darin liegt, dass man sich nicht bewusst ist, dass man überhaupt ein Problem hat, wenn man an einer psychischen Störung leidet. Allein die Tatsache, dass du dein Verhalten reflektierst, spricht also dagegen.
Übrigens kostet das Verarbeiten gewisser Probleme auch verdammt viel Energie, die dir im Alltag abgeht.

Mit normal meinen wir umgangssprachlich übrigens nichts anderes als "durchschnittlich". Ob dem zu entsprechen immer gut ist, sei mal dahingestellt. Jedoch hat es meist einen Grund, wenn wir uns "nicht normal" fühlen und schon das Gefühl an sich kann belastend sein.

Ich würde dir zu einer psychologischen Begutachtung raten, denn über das Internet kann dir niemand mit Sicherheit sagen, was du hast und was nicht.
 
19nini91

19nini91

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Danke für eure antworten. Hin zum psychologen werde ich gehen. Da es da noch viel zum aufarbeiten gibt. Ansonsten hätte ich nicht immer diese wieder kehrenden Träume... wo ich mich in vergangenheit zurück versetze und diese demütigungen wieder und wieder erlebe...
 
Hexe76

Hexe76

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Ich denke auch, dass Du den Gang zum Psychologen wagen solltest.
zum Thema Antriebslosigkeit fiel mir als erstes "Depression" ein, was bei Deiner Vergangenheit nicht verwunderlich wäre. Check mal online, es hat viele Tests, die Dir einen ersten Anhaltspunkt geben können, ob Du unter einer Depression leidest.
Ich habe 10 Jahre lang mein Leben gelebt mit einer massive Depression, ohne zu realisieren, dass ich eine hatte. Ich hab dann Tabletten genommen, die meine Hirnchemie wieder gerade gerückt haben. Das war ne harte Zeit, weil ich plötzlich wieder ALLE Emotionen hatte, wo vorher nur Wut, Trauer und Lethargie waren.
Musste mich selber erstmal wieder kennenlernen :roll:
Gesprächstherapie hatte ich ebenfalls für 4 Jahre. Es hat mir geholfen mit meiner Vergangenheit aufzuräumen und viele Dinge zu verstehen und ins rechte Licht zu rücken.
Ich wuchs auf mit dem Spruch "du kannst nichts, du bist nichts, aus dir wird nie was werden"
Das prägt und ich war zum Scheitern verurteilt, weil es genau das war, was von mir erwartet wurde.
Damit konnte ich u.a. aufräumen und ich sehe mich selbst nun mit ganz anderen Augen.
Was Du sagst über Deine Mauer - das hatte ich auch für eine sehr lange Zeit. Ich hab immer gesagt, wenn ich irgend jemanden in meine Festung lassen würde, wäre ich da so verwundbar wie ein neugeborenes Kätzchen und ich hatte zuviel Angst um irgend jemanden so nahe an mich ranzulassen.
Auch damit konnte ich aufräumen und nun hab ich keine Festung mehr. Es lebt sich besser auf der anderen Seite der Festung, glaub's mir ;)

Also, wage den Schritt und hilf Dir selbst - es lohnt sich.
 
19nini91

19nini91

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danke dir für die Zusprüche.
In der kindheit war es ähnlich bei mir nur das mein Vater mich seid dem ich 2 jahre alt war regelrecht fertig machte.
in der Grundschule wurde ich extrem gemobbt von meiner ganzen klasse. Das ging hin bis zu Körperlichen Übergriffen.
werde mir jetzt einen termin machen aber es ist gar nicht so leicht einen zu erreichen
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

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Versuch es mal über deine Krankenkasse, die haben meist einen "Terminvergabedienst", da kannst du Glück haben und dadurch schneller reinrutschen ;-)
 
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Tapa

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In jeder größeren Stadt gibt es Frauenberatungsstellen, die Frauen mit Gewalterfahrungen - sei es körperlich oder phsychisch - und egal wie lange her - beraten. Da kommt man meist schnell an einen Termin und es ist erste Anlaufstelle und erstes "Ohr" für Entlastungsgespräche, die vor allem die örtlichen Strukturen bei nötiger weiterer Hilfe kennen - und auch Helfer in der Zeit sein können, bis man einen Therapeuten gefunden hat. Ansonsten gibt es auch bei deiner Krankenkasse ein örtliches Psychotherapeutenverzeichnis - einfach mal nachfragen.

Ansonsten: Fühl Dich gedrückt und alles alles Gute!
 
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Gast84631

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diese tets im inet sind meiner meinung nach teilweise sehr fragwuerdig. Wobei heute auch schnell geurteilt wird, dass man eine depression hat.
Eine modekrankheit...
Wobei eine wirkliche depression nicht zu unterschaetzen ist, kann durchaus hässlich werden.


Ich wuensche dir viel kraft fuer die naechste zeit und jemand guten an deiner seite (bei mir war es damals der 4. Psychater (der mich auch therapiert hat, da ich kein vertrauen zu jmd. Anders aufbaute):roll:
Die "stunde" dort dauert nur 15 bis 20 minuten, aber das reicht manchmal total aus.
Da musst du dann deinen eigenen weg finden, was fuer dich halt am besten ist :)
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Versuch es mal über deine Krankenkasse, die haben meist einen "Terminvergabedienst", da kannst du Glück haben und dadurch schneller reinrutschen ;-)
Hatte meine Krankenkasse auch, aber die hatten auch immer ne Ausrede parat warum sie mir das doch nicht anbieten können (ich sollte erst ihre Listen abtelefonieren und "nachweisen" dass ich bei mehr als der Hälfte nichts bekommen habe....sehr cool wenn 90% der Therapeuten nur AB haben und niemals zurückrufen :roll:).

Mich haben Therapeuten wieder und wieder und wieder enttäuscht, Bevormundungen, Unterstellungen ("ihr Unterbewusstsein sperrt sich"), wenig Herz, (Hirn) und Verständnis und immer nur allzu schnell mit dem Rezeptblock in der Hand. Für mich war statt dessen dann eine freie Therapeutin und Hypnose der richtige Weg.

Ich kann daher nur dazu raten sich bei einem Therapeuten wirklich ganz auf sein Gefühl zu verlassen, wenn es sich irgendwo doof und "falsch" anfühlt und man sich mit den Methoden oder der Persönlichkeit eines Therapeuten nicht wohl fühlt muss man weiter suchen. Studium hin oder her, es ist leider gerade in diesem Gebiet nicht jeder gut, nur weil er ein Schild an der Tür und ein Diplom an der Wand hat. Therapeutensuche ist immer auch eine Gefühlsentscheidung.

Ich drücke ganz doll die Daumen, dass du sehr bald deinen Weg und deine Lösung findest und das du jemanden findest der dich dabei unterstützt und dir zeigt wie viele Stärken du hast und was du alles schaffen kannst (denn die hast du, selbst wenn du vielleicht nicht daran glaubst, ich bin mir ganz sicher :)).
 
19nini91

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Ja ich telefoniere derzeit mit einem über den Ab :D er bat mich darum ihm auf dem ab zu sprechen wann es bei mir passt und ich zu hause bin ;). depressionen glaube ich habe ich noch nicht eher depressive verstimmungen. Da ich in der Pflege arbeite kenne ich " richtige" depressionen. Ich habe immer gedacht ich werde damit alleine fertig und brauch keinen seelenklempner. Aber ich hoffe jetzt das ich damit abschließen kann. Wenn ich über die geschnisse nachdenke kommt der berühmte Kloss im Hals und ich könnte los heulen. Also drüber weg bin ich noch nicht.
Auch habe ich mit noch niemanden auser meinem Freund zB von der VW erzählt... Deswegen denke ich würde es mich und meinen Gefühlsausbrüchen auf dauer echt helfen.. Weil ich ganz schön eckelig werde zu meinem Freund:roll:
 
Cerridwen

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Und eine psychische Störung hast du ganz sicher nicht.
wenn ich eines gelernt habe, dann das der Unterschied zwischen Neurosen und tatsächlicher psychischen Störung darin liegt, dass man sich nicht bewusst ist, dass man überhaupt ein Problem hat, wenn man an einer psychischen Störung leidet. Allein die Tatsache, dass du dein Verhalten reflektierst, spricht also dagegen.
Ich bewundere Euch, wie Ihr der TE psychische Gesundheit bescheinigt, ohne sie genauer zu kennen und ohne über psychologisches/medizinisches Fachwissen zu verfügen (letzteres ist nur eine Vermutung). Respekt! Ich hoffe nur inständigst, dass der TE der Gang zum Psychologen nicht tatsächlich eine Diagnose beschert, denn dann ist sie sicher mächtig enttäuscht, dass Eure Ferndiagnostik versagt hat.

Im Ernst, woher wollt ihr aus so wenigen Zeilen wissen, dass das Mädel keine psychische Erkrankung hat? Psychotherapeuten brauchen Stunden über Stunden, machen Tests und Interviews, bis sie sich ihrer Diagnose oder Nicht-Diagnose sicher sein können. Und ihr lest das als Laien so einfach zwischen den Zeilen heraus? Finde ich sehr suspekt, ganz ehrlich. Versprecht der TE nichts, was ihr nicht halten könnt (siehe Zitate)!

PS: Selbstreflektion ist und war niemals ein Zeichen für Abwesenheit einer psychologischen Erkrankung. Man kann noch so reflektiert sein und dennoch die ein oder andere Diagnose mit sich herumtragen.
PPS: @Mischling, ich verstehe nicht ganz, wo für dich der Unterschied zwischen Neurose und psychischer Störung liegt. Soweit ich mich an mein Studium erinnere, gehören Neurosen, genau wie die Psychosen, zu den psychischen Erkrankungen, mit dem alleinigen Unterschied, dass eine Neurose ein neurologisches nachweisbares Korrelat hat, eine Psychose hingegen nicht. Magst du mir deine Sichtweise nochmal verdeutlichen? Vielleicht hab ich ja auch nur etwas falsch verstanden.
 
Kompassqualle

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Psychotherapeuten brauchen Stunden über Stunden, machen Tests und Interviews, bis sie sich ihrer Diagnose oder Nicht-Diagnose sicher sein können
Aber sein wir ehrlich, wer zum Psychotherapeuten geht der bekommt auch eine Diagnose (ich habe es übrigens erlebt, dass in vielen Fällen damit nicht Stunden über Stunden gewartet wurde, bei einem Vorgespräch in einer Tagesklinik war die Therapeutin z.B. nach ca 30min überzeugt, dass ich eine Persönlichkeitsstörung hätte und deswegen in die Borderline-Gruppe gehöre - wohlgemerkt ich war dort wegen situationsbedingten Ängsten und habe dies auch so artikuliert - habe dann auf einen Platz in dieser Klinik verzichtet).

Zum Thema Diagnosen:
[VERSTECK]Aus meiner Sicht möchte ein Großteil der Therapeuten den Patienten in eine gewisse Psychonormativität überführen, dann wird ein Zustand als "krank" angenommen von dem sich der Patient distanzieren muss um "gesund" (normativ) zu werden (Heilung durch Einsicht ist etwas woran die psychologische Lehre bis heute glaubt wenn ich mich nicht irre). Dabei sind innere Ablehnungshaltungen (oder im schimmsten Falle Abspaltungen) gegenüber der eigenen Person häufig erst der Auslöser für psychische Probleme. Ich bin überzeugt, dass sich jemand nur dann als "normal" empfinden wird, wenn ihm genau das von außen bestätigt wird, der Durchschnittstherapeut sagt dem Patienten aber in der Regel genau das Gegenteil davon, nämlich dass er "krank" ist, so entsteht eine Pattsituation aus der der Patient im Grunde nicht herauskommen kann. Er muss zum Therapeuten um gesund zu werden, dieser reinstalliert in ihm aber permanent die Gewissheit krank zu sein. So kommt es leicht zu Abhängigkeitsverhältnissen und Double-Bind-Situationen.
Ich glaube mittlerweile der größte und wichtigste Pfeiler der Psychotherapie sollte eine gewisse "Love yourself first"-Haltung sein, da eine stabile Selbsthaltung weitaus wichtiger für (subjektiv empfundene) psychische Gesundheit ist, als das Erkennen von (angeblich) nicht psychonormativen Persönlichkeitsanteilen.
In der Praxis aber habe zumindest ich persönlich davon nichts gesehen und es ging vordergründig immer darum rauszufinden wie viele Anteile von mir "falsch" oder "krank" sind, also ein starker Fokus auf alles Negative gelegt wurde.

[/VERSTECK]Letztendlich sicher ein Thema über das wir lang und breit streiten könnten.

PS: Selbstreflektion ist und war niemals ein Zeichen für Abwesenheit einer psychologischen Erkrankung. Man kann noch so reflektiert sein und dennoch die ein oder andere Diagnose mit sich herumtragen.
[...] gehören Neurosen, genau wie die Psychosen, zu den psychischen Erkrankungen
Stimmt.
 
*Mischling*

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Ich schrieb nicht Erkrankung, sondern Störung. Meine Quelle ist in dem Fall eine Tiefenpsychologin mit vielen Jahren Berufserfahrung. Außerdem habe ich nie ein Diagnose gegeben, sondern wie gewünscht eine Vermutung geäußert und darauf hingewiesen, dass sie zum Fachmann soll. Wenn wir in diesem Bereich und bei solchen Themen nicht mehr vermuten dürften, müssten wir sie allesamt schließen.

Um mal ganz stupide Wikipedia zu zitieren:
Eine psychische oder seelische Störung ist eine krankhafte Beeinträchtigung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen. Es gehört zum Wesen dieser Störungen, dass sie der willentlichen Steuerung durch den Patienten nicht mehr oder nur zum Teil zugänglich sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Psychische_Störung

Ich dachte, die TE will explizit darauf hinaus. Vielleicht habe ich mich in Bezug darauf auch nicht klar genug ausgedrückt.

Und weil es so schön war gleich nochmal:
Seit Sigmund Freud wird unter der Neurose (etwa einer von Liebeskummer initiierten Herzneurose) im Allgemeinen eine relativ leichtgradige Störung u.a. des Verhaltens verstanden, die in der Regel während der Kindheit und durch eine von Seiten der sozialen Umgebung auferlegte, seit dem unverarbeitet gebliebene Traumatisierung insbesondere der Triebwünsche verursacht wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neurose

Um übrigens auch noch ein Zitat aus meinem obigen Post einzustreuen, das du Cerridwen scheinbar überlesen hast:
Ich würde dir zu einer psychologischen Begutachtung raten, denn über das Internet kann dir niemand mit Sicherheit sagen, was du hast und was nicht.
Ich weiß ja nicht, inwiefern sich das jetzt von deiner Kernaussage unterscheidet und auch nicht, wieso du hier dermaßen aggressiv ankommen musst, nachdem die TE sowieso schon gemacht hat, was du – und wir anderen vor dir übrigens auch – schon geraten hast: Einen Therapeuten angerufen.

Und damit bin ich nun im Urlaub und wünsche der TE viel Erfolg und gute Besserung.
 
ShiGi

ShiGi

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Ob und welche Diagnose der Threaderstellerin gestellt wird, ist doch eigentlich völlig irrelevant. Ihr geht es offenbar nicht gut und dagegen kann ein Besuch beim Psychotherapeuten durchaus helfen.
Die Diagnosen sind in der Psychologie anders als in der Medizin eigentlich auch nur Symptombeschreibungen. Man weist an sich keine Krankheit nach, sondern beschreibt über die Diagnose, welche Symptome, wann, wie oft, wie stark usw. auftreten. Wenn der Psychotherapeut also eine leichte depressive Episode feststellt, sagt das nichts darüber aus, woher die Probleme kommen, sondern wie sie gegenwärtig aussehen. Deshalb ist es nicht so abwägig, dass häufig Diagnosen gestellt werden, denn sie sind an sich eine nette Zusammenfassung.
 
Cerridwen

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Vielen Dank für die Zitate, aber mir nutzt das wenig. Ich hab das Fach einst studiert und weiß um die Definitionen. ;)

Mein Hauptanliegen war, dass wir hier der TE nicht einreden sollen, sie hätte keine Störung/Erkrankung (in der Psychologie wird meist beides synonym verwendet, allerdings bemüht man sich, "Erkrankung" zu vermeiden, das stigmatisiert dann doch recht schnell. Abweichungen von der Norm sind ja nicht per se "krank"). Nachher kommt sie tatsächlich total enttäuscht vom Therapeuten und sagt "Aber ihr habt doch gesagt ich wäre gesund". Alles schon erlebt...

Die Beobachtungen von Kompassqualle kann ich für mich nur teilweise bestätigen. Meine letzte Kurzzeittherapie kam ganz ohne Diagnosen aus. Es ging lediglich um das zu bearbeitende akute Problem. Meine bis dato manifesten Erkrankungen spielten nur peripher eine Rolle. Vielleicht hatte ich da mit der Therapeutin aber auch einfach nur Glück.
 
*Mischling*

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Gesund meinte ich auch nicht, ich meinte nur, dass nicht jedes psychische Problem gleich eine schwerwiegende Krankheit sein muss, die jahrelange Therapie erfordert ;). Ich kenne es selbst, dass man sofort von "verrückt" o.ä. spricht, wenn das Thema Therapie aufkommt. Daher die Unterscheidung "Störung" und "neurotisch", wobei letzteres meiner Kenntnis nach eben nicht nach allen Definitionen als "krank", sondern eher als "Problem" gesehen wird. Wobei wir da schon beim Kern angekommen sind: Wie definiert man krank, gesund, normal, unnormal... Ich mag daher lieber Worte wie durchschnittlich, meistens, in vielen Fällen etc.. Denn der Durchschnitt bestimmt im Prinzip die Norm, ob die aber immer und für jeden richtig ist, ist eben was anderes.
Mehr wollte ich nicht sagen, denn ich würde eine solche Prognose im Voraus ziemlich entmutigend finden. Ein Therapeut haut einem sowas ja auch nicht in der ersten Sitzung um die Ohren.

In meiner Therapie geht es übrigens auch nur um "meine Probleme, meine Themen" und weniger um Diagnosen, mit Ausnahme von genereller "Zwanghaftigkeit" vielleicht. Bei der Verhaltenstherapie geht es ja eher darum, Verhalten zu isolieren, das mir schadet, zu ergründen, woher es kommt, und etwas daran zu ändern, mal ganz grob gesagt. Und im Verlauf dieser Therapie kam das Thema auf ob nun Störung oder "neurotisches Verhalten" – jedoch nicht auf mich bezogen. Deswegen haben wir uns (und das erst die letzten Wochen, sprich zeitnah), mit dem Thema auseinander gesetzt und versucht zu differenzieren sowie zu klären, was es mit einer Störung eigentlich auf sich hat und inwiefern mich die Störung einer Person betrifft, mit der ich Kontakt habe. Und da ging es unter anderem darum, dass einer (von mehreren!) Unterschieden das Reflektieren des Verhaltens bzw das Erkennen des Problems ist. Pauschalisieren kann man das sicher nicht, das kann man vermutlich gar nichts, was mit der Psyche zu tun hat. Doch ist es ein Anhaltspunkt, von dem ich hoffte, er würde der TE Mut machen, besonders in Zusammenhang mit dem positiven Aspekt, dass sie immerhin von sich aus erkennt, dass vielleicht etwas nicht stimmt. Das ist nämlich für mich ein ganz wichtiger Punkt und für eine Therapie nicht nur hilfreich, sondern in meinen Augen Voraussetzung.
 
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Gast84631

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jepp, ich habe es selber auch schon erlebt: 2 therapeuten, jeweils 1 sitzung, 2 unterschiedliche diagnosen ..:clap: einem wird da quasi erst eingeredet, wie krank man wirklich ist. das bringts!
Das schildern der eigenen situation gehoert klar dazu, der unterschied zu der ERFOLGREICHEN therapie ist aber, dass man auch einen weg da raus aufgezeigt bekommen sollte. Und nicht diese elende schwarz malerei. Das kann man selbst genauso gut.:roll:
Aber nein, die leute haben ja studiert, die muessen es es ja wissen..:silence:
Es muesste eine weisse liste wie von khs auch fuer therapeuten geben :D
 
Cerridwen

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Ich brauchte auch mehrere Anläufe, bis ich meine Therapeutin gefunden hatte. Zwei andere waren total.... ähm... ungeeignet. Aber da ist es genau wie beim Arzt: Entweder er versteht was vom Fach, oder nicht. Studium allein reicht nicht, um ein guter Therapeut bzw. Arzt zu sein. Sehe ich ja täglich wenn ich auf Arbeit bin. :roll:
 
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19nini91

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Hallo Leute ich war heute bei der ersten Sitzung für ein psychologisches Gutachten bzw beratung :)
Er sagte das ich aufjedenfall ein postbelastungssyndrom habe. Alles andere kann er mir erst nach den nächsten 4 Sitzungen sagen
 
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Psychische Störung?