"Überwachung" nach Schlaganfall

Diskutiere "Überwachung" nach Schlaganfall im Gesundheit & Ernährung Forum im Bereich Smalltalk; Mein Papa hatte gestern einen - scheinbar leichten - Schlaganfall. Er lebt allein in einer behinderten gerechten Wohnung. Er hat sich heute mit...
Audrey

Audrey

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Mein Papa hatte gestern einen - scheinbar leichten - Schlaganfall. Er lebt allein in einer behinderten gerechten Wohnung. Er hat sich heute mit einer Therapeutin (?) unterhalten, die meinte daß er da nach
dem KH weiter leben kann. Aber jetzt komm ich natürlich ins grübeln - diesmal hatte er Glück: er konnte noch telefonieren, und ich war eh daheim und hatte Zeit und war direkt da. Aber was wenn nicht?? Wenn's doof läuft dauert es 48 Stunden bis ich wieder da bin. Also letztlich bräuchte er was, wo er im Notfall einfach nur ein Knöpfchen drücken müßte, was er aber gleichzeitig auch nicht aus Versehen auslösen kann... habt ihr da Ideen? "Überwachungskameras" gibt's freilich, aber das mag ich nicht, und dann wär ich ja auch wieder in der Pflicht, da dauernd reinzuschauen...



 
15.05.2016
#1
A

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Guest

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Winniegirl

Winniegirl

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Erstmal gute Besserung an deinen Papa.

Zu Thema "Überwachung": Es gibt doch solche "Notrufsysteme" für zu Hause, bei denen die Person einen Notrufknopf in Form einer Armbanduhr bei sich trägt. Beim Drücken wird automatisch ein Notruf an die Organisation abgesetzt, von der das System stammt und die leiten alles Weitere in die Wege).
Meine Oma hatte damals so etwas für den Fall der Fälle. Wenn mich nicht alles täuscht, bieten sowas die bekannten Hilfsdienste wie DRK, Malteser, etc. an. Natürlich nicht umsonst, aber ich denke, das ist hier eher zweitrangig.

Eine zweite Möglichkeit: Es gibt doch Handys mit einer Notruftaste. Die kann mit einer beliebigen Nummer belegt werden, so dass hier ebenfalls nur ein Knöpfchen gedrückt werden muss. Meine Mama hat so eins, da ist an der Rückseite diese Taste.
 
Audrey

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Simply95

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Hey das Syytem mit den Notrufknöpfen ist sehr gut.
Meine Großeltern hatten auch so einen, dabei installierte das Unternehmen dann noch einen lautsprecher, über den sie mit meinen Großeltern kommunizieren konnten, falls der Knopf mal aus Versehen gedrückt wird. Hat sich dann keiner gemeldet, wurden meine Eltern angerufen und sind dann los um nach zu sehen, was ist. Dein Vater kann aber auch eine andere Telefonnummer, wie die von Nachbarn oder Bekannten angeben.
LG und gute Besserung für deinen Vater
 
pc.lieschen

pc.lieschen

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Ich kann bestätigen, das System der DRK funktioniert sehr gut, das haben bei uns viele im Haus und auch die Tante von meinen Mann hat es sich nach dem 2 oder 3ten Schlaganfall zugelegt und ihre waren echt schon heftig, hat heute noch nachwehen die man merkt.
Sie wohnt aber mit 80 Jahren noch alleine, sonst ist sie fit. Sie sagte letztens zu mir, sie hatte nie Angst einen erneut zu bekommen und dann war er einfach da :(, auch nach dem dritten hat sie immer noch keine Angst (eine Einstellung um der ich sie irgendwie beneide).
 
cherry-lein

cherry-lein

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Ein Freund von mir arbeitet beim Hausnotruf und da habe ich ihn mal besucht. Das System ist sehr einfach, die Mitarbeiter installieren das System in der Wohnung und brauchen einen Schlüssel um im Notfall in die Wohnung zu kommen. Einmal täglich muss der Knopf vom Patienten gedrückt werden um zu zeigen dass alles ok ist, passiert das nicht rufen die Mitarbeiter den Patienten an um zu fragen ob alles in Ordnung ist, meldet sich niemand fahren sie hin und schauen nach. Wird der Notfall Knopf gedrückt wird über die Anlage erfragt was los ist, kommt keine Reaktion wird direkt die Leitstelle verständigt und 2 Mitarbeiter +Rettungsdienst machen sich auf den Weg zum Patienten.
 
Audrey

Audrey

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Erstmal ein dickes Danke! Nach der Vorgeschichte gefällt mir aber die Idee "Notrufarmband" - wo er also nur direkt am Handgelenk ein Knöpfchen drücken muß, und ich und (!) Notruf werden alarmiert, fast besser. Er hat mir nämlich mal erzählt, daß er mal im Bad umgekippt ist und sich dann 10 Minuten quasi gar nicht bewegen könnte - da nutzt also auch der beste Knopf nix. Nach den 10 Minuten war's dann wieder gut - aber ist's beim nächsten Mal auch so?

Ansonsten geht's aber langsam aber beständig aufwärts - gestern ist er alle Gänge auf seinem Flur im KH abgegangen, immer am Handlauf lang. Heute ist er dann schon ums ganze KH rum - also draußen und ganz ohne Handlauf! Gestern waren TV und Lesen noch total egal, heute hat er TV geschaut als ich gekommen bin, und mein Bruder war unterwegs, um seine Lesebrille zu holen! Ich freu mich!
 
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scrabble

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Das ist schön zu hören! Weiter und dann lange noch so :)
 
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Simply95

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Der Knopf wird als eine Art Halskette getragen, d.h. derjenige stürzt und dann wird der Alarm ausgelöst. Ich meine mich zu erinnern, dass mein Opa mal morgens früh gestürzt war und der Alarm ausgelöst wurde, ohne dass er den Knopf gedrückt hat.Bin mir aber nicht ganz sicher, weil es schon drei Jahre her ist. :eusa_think:An deiner Stelle würde ich mich mal direkt mit einem Anbieter in deiner Nähe in Verbindung setzen und nachfragen, was es da für Möglichkeiten gibt.
LG
 
Elkecita

Elkecita

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Meine Schwiegermutter hat auch diese Notfallanlage zu Hause. Neben dem Bett hat sie die Zentralstation, über die sich die Helfer auch direkt in Verbindung setzen können. Um den Hals trägt sie eine Kette mit dem Knopf. Sie muss sich regelmässig melden, bzw. man ruft sie auch an und fragt nach ihrem Befinden. Ist sie mehr als 2 Tage nicht zu Hause, werden wir angerufen. Ist uns schon mehrmals passiert. Wir sagen dann Bescheid, wo sie ist und wann sie wieder zu Hause sein wird.
 
Hexe76

Hexe76

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Er könnte Anrecht auf eine Pflegestufe haben nach dem Schlaganfall. Frag mal im Krankenhaus nach, die können Dir da durchhelfen. Wenn er das durchkriegt, kannst Du einen mobilen Pflegedienst einschalten, der 1x täglich nach dem Rechten schaut und bei Kleinigkeiten hilft.
Die Nachbarschaftshilfe (gibts in allen Städten) könnte ebenfalls eine Anlaufstelle sein.
Falls ihr es versucht mit der Pflegestufe:
Der MDK lehnt grundsätzlich alle Gesuche erstmal ab. Das spart Geld... Sofort Widerspruch einlegen, dann kriegt ihr eure Pflegestufe.
Selbst wenn es PS 0 ist, gibts ein bisschen Geld, was die Kosten für einen Pflegedienst oder Nachbarschaftshilfe abdecken könnte.
Ihr werdet wahrscheinlich ein "Pflegetagebuch" führen müssen. Einfach alles aufschreiben mit Zeiten, was gemacht wurde für Deinen Papa und wie lange es dauerte.
Pflegestufen werden nach Zeitaufwand berechnet.
Der Hausnotruf wurde Dir ja schon erklärt. Den solltet ihr auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Euer Papa muss dann einmal täglich den Knopf an der Basis-Station drücken, um zu signalisieren dass es ihm gut geht. Tut er das nicht, stehen 20min später Leute bei ihm vor der Tür...
Sorg dafür, dass ein Schlüssel verfügbar ist und dass Dein Papa keinen Schlüssel von innen stecken lässt.
 
Audrey

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und dass Dein Papa keinen Schlüssel von innen stecken lässt.
Also das haben wir schonmal - damals spaßeshalber - ausgetestet. Er hat mich eingesperrt, den Schlüssel stecken lassen, und ich so "pah, hab selber einen" - und konnte tatsächlich von innen aufsperren, obwohl der von außen steckte. Dann sollte das andersrum auch funktionieren.

Ansonsten haben wir heute mit seinem Arzt gesprochen - er kommt nächste Woche erstmal für 3 Wochen auf Reha, und um all sowas, was er dann daheim braucht oder nützlich sein könnte, da wird uns das Reha-Team unterstützen und beraten, sagte der Arzt. Also erstmal die Reha abwarten. Mein neues Lebensmotto: step by step!
 
Hexe76

Hexe76

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Weisst Du ob Dein Papa nun Medikamente kriegt um einem weiteren Schlaganfall vorzubeugen? Wurden die Halsschlagadern untersucht?
Es ist leider sehr oft so, dass nach einem Schlaganfall ein weiterer folgt, wenn dem nicht vorgegriffen wird. Ich will Dir keine Angst machen, ich will nur drauf hinweisen, dass sowas passieren kann. Bohr da mal ein bisschen nach im Krankenhaus.
Reha ist gut. Die werden Dir auf jeden Fall helfen, die häusliche Situation zu analysieren und geeignete Massnahmen treffen, damit Dein Papa wie gewohnt daheim leben kann.
 
Michse89

Michse89

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Auch von hier gute Besserung.
Leider hatten wir letzten Sommer das gleiche hier -.-
Meine oma hatte auch einen Schlaganfall und nachdem sie aus der reha kam hatte sie ARGE Zweifel alleine weiter in ihrer Wohnung zu wohnen.
Aber dank diesem Knopf ist ihre Sicherheit stetig gewachsen und führt nun wieder ein selbständiges leben.
Vor allem weil die Leuten am anderen Ende dee Knopfes sehr sehr verständnisvoll sind :lol:
Im Flur hängt bei ihr die Sprechanlage. Sprich wenn sie aus versehen drückt muss sie dort bestätigen das es ihr gut geht. Kommt keine Antwort machen sie sich auf dem weg.
Und meine oma patscht da ab und an mal drauf xD
Und steht dann wild gestikulierend im Flur und diskutiert das die Technik verhext sei und sie niemals nicht da drauf gedrückt hat ^^

Ist also wirklich eine feine Sache
 
Audrey

Audrey

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Mein Papa kriegt schon seit Jahren Macomar! Was er jetzt neues kriegt werd ich morgen erfragen - morgen kommt er heim! Er wurde auf jeden Fall auf alles - auch Halsschlagader - untersucht, da ist wohl auch eine kleine Verdickung, die aber wohl momentan nicht weiter schlimm sei.

Was mich irritiert - über seinem Bett hängt ein Schild "Patient hat Schluckbeschwerden" und er darf nur spezielles kriegen. Gestern hab ich ihn dazu befragt - ja er hat da eine Liste, ansonsten kriegt er nur Brei. Die Liste hab ich heute gesehen, ist machbar, aber da steht z.B. auch "keine Kohlensäurehaltigen Getränke" - ja, gestern hat er eine Limo getrunken, hat ihm aber nicht geschadet. Was nu? Die Liste ernst nehmen, oder sagen "ok - paßt erwiesener Maßen"? Er trinkt daheim generell nur Mineralwasser mit Kohlensäure.... und er freut sich schon so auf sein alkoholfreies Weißbier....
 
Flumina

Flumina

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Ich würde das mit den Ärzten absprechen evtl darf er auch 1-2 Gläser Kohlensäure haltiges aber soll überwiegend eben Kohlensäure freies trinken

Gesendet von meinem Samsung Galaxy S3 mini via Tapatalk
 
Seraph

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Mein Vater hat solche Notruf Anlagen mal verkauft, oder tut dies sogar noch. Meine Oma hatte später ihr schnurloses Telefon immer in der Kitteltasche. Aber sie konnte das Haus auch nicht mehr verlassen.
es gibt da echt die verschiedensten Sachen.
 
Hexe76

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Die Schluckbeschwerden sind vom Schlaganfall. Eine Hälfte seines Halses fühlt er nicht richtig, was bedeutet, dass er sich schneller mal verschlucken kann und dann landet Essen/Trinken in der Lunge statt im Magen. Vom Erstickungsrisiko abgesehen, hat er somit ein höheres Risiko für eine sogenannte Aspirations-Pneumonie.
Heisst, eine Lungenentzündung verursacht durch Speisereste in der Lunge.
Das kann passieren, muss aber nicht.
Im KH gehen sie immer auf Nummer sicher.
Was im gewohnten Umfeld passiert, ist eine andere Geschichte.
Kohlensäure in Getränken kribbelt im Hals, kann eine Fehlleitung in die Lunge verursachen.
Versuche mal Wasser mit weniger Kohlensäure. Da steht glaub ich "medium" auf den Flaschen.
Streichen würde ich es nicht von der Liste, wenn er es so sehr mag.
Sein Körper wird sich wahrscheinlich auch noch ein bisschen erholen, sodass er wieder mehr Gefühl im Hals haben wird und das Verschluck-Risiko kleiner ist.
Er ist schon seit Jahren auf Marcumar?
Haben die Ärzte es dabei belassen? Irgendwas hinzu gefügt?
Hat er Probleme mit dem Herzen?
Trägt er Stützstrümpfe daheim?
 
Audrey

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Danke für die Erklärungen, Hexe!

Mein Papa hatte vor etwa 4 Jahren eine Thrombose, dabei haben sie dann festgestellt, daß er zuvor schon eine Lungenembolie hatte, die aber keiner bemerkt hat. Seitdem nimmt er Marcumar. Stützstrümpfe hat er auch vorher (also vor der Thrombose) schon getragen, die trägt er immer, außer nachts. Mit dem Herz hat er keine Probleme. Und wie's mit den Medis ausschaut erfahr ich dann heute Abend...
 
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