Lebender Vogel auf der Autobahn Baustelle, wie reagiert man richtig?

Diskutiere Lebender Vogel auf der Autobahn Baustelle, wie reagiert man richtig? im Wildvogel Forum Forum im Bereich Vogel Forum; Hallo, Tiere im Verkehr ist und wird wohl immer ein Thema für sich bleiben... Man rät dazu weiter zu fahren wenn ein Tier auf der Straße liegt...
Amber

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Hallo,

Tiere im Verkehr ist und wird wohl immer ein Thema für sich bleiben...
Man rät dazu weiter zu fahren wenn ein Tier auf der Straße liegt, so lernt man es zumindest in der Fahrschule.
Doch wie reagiert man eigentlich richtig?

Heute Morgen nach 6 Uhr hatte ich Feierabend. Ich fuhr auf die A3 Richtung Oberhausen und in Köln, schon vor der Ausfahrt "Köln-Mühlheim" befindet sich beidseitig eine Meterlange Baustelle in der nur noch Tempo 60 erlaubt ist und die Fahrbanen beängt sind.
Vor 6 Uhr ist dort noch alles gut, der Verkehr ist noch nicht voll und man kommt leicht durch nach Leverkusen, doch da ich später los bin, war es natürlich, dass es voller war, wenn auch noch kein Stau vorlag...

Ich fuhr auf der Mittelspuhr und da sah ich nahe der rechten Bahn einen Mäusebussard ähnlichen Vogel reglos liegen.
Ich dachte es währe überfahren worden und es lebt nicht mehr, das ist ja leider nicht selten....
Wie alle Autofahrer vor
mir, so fuhr ich ebenfalls langsam und vorsichtig an dem Tier vorbei. Es war ein sehr schönes Tier... ich fuhr an es vorbei und blickte in den Rückspiegel um es zum letzten Mal zu sehen.... und da passierte es: der Kopf bewegte sich und ein Flügel auch: Es lebte also doch noch.

Mir sagte das Herz regelrecht in die Knie... Eigentlich war ich totmüde, bei dem Anblick aber, war das schnell verflogen, denn wie konnte das denn nur bitte sein, dass das Tier ausgerechnet auf der Mittelspur lag, lebend?

Ich konnte nicht weiter fahren... Bei allem was man lernt, das geht doch nicht?
Warnblicklicht also an, angehalten und so einen Stau verursacht... Als ich Ausstieg stand die Mittelspuhr still, ein LKW Fahrer auf der rechten Spuhr hielt ebenfalls an, so dass auch diese Seite Gott sei Dank still stand.
Ab da wusste ich dann aber auch nicht mehr weiter... Ich war ja schon ein paar Meter weiter von dem Tier gefahren und als ich erstmal den Warndreieck aus dem Kofferraum holte um Zeit zu gewinnen, um zu überlegen, sah ich aus dem Augenwinkel, dass ein anderer LKW Fahrer, der noch auf der Höhe des Tieres war, aus dem Laster sprang zur Mittelspuhr...

Ich wusste nicht was richtig oder falsch war.. Sollte ich neben den Autos einfach zurück bis zum Tier laufen und es versuchen aufzusammeln, mit dem Risiko, dass die anderen auf die linke Spuhr ausweichen und weiter fahren oder die Rechte Seite auch einfach weiter fährt?
Andere um Hilfe bitten, was wenn diese kein verständniss gehabt hätten?

Schlussendlich half mir dann der LKW Fahrer auf der rechten Spuhr, der mit mir auf einer Höhe war, mein Auto ganz rechts auf den künstlich angelegten Seitenstreifen zu rollen, so dass ich auf diesen dann den Weg zurück lief im zu schauen, ob der andere Fahrer das Tier von der Straße geholt hatte oder ob ich nochmal versuchen musste einen Stau zu verursachen.

Das Tier war aber Gott sei Dank von der Straße und ich sah es auch auf dem Seitenstreifen (war Wiese mit Büsche, da der eigentliche Streifen zur rechten Spuhr umfunktioniert wurde) immer wieder mal kurz auffliegen und von mir weg laufen... richtig nah kam ich an ihm leider nicht dran und ich hatte auch Sorge, es wieder auf die Autobahn zu scheuchen.
Nach dem zweiten mal, war es dann auch leider weg. Ich hab ihn nicht mehr finden können, obwohl ich schon sehr weit zurück gelaufen bin.

Ohne das Eingreifen des einen Fahrers, währe es wohl nicht so gut ausgegangen und überhaupt, das Tier ist immer noch frei und ich weiß nicht, ob es aufgrund einer Verletzung auf der Fahrbahn lag oder warum es überhaupt sich dort befand...

Ich hab jetzt nur etwas Sorge, dass irgendwann nochmal so etwas vorkommt und währe für den Fall gerne besser vorbereitet.
Wüsstet ihr, wie man am besten reagiert?


Liebe Grüße
Amber
 
18.05.2016
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heidi zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
phonixx

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Ich denke es kommt auf die Situation an. Ich würde auch auf jeden Fall schon probieren zu helfen. Solange für mich und andere keine Gefahr besteht. Auf der Autobahn hätte ich glaube ich zuviel Angst einfach anzuhalten wegen der anderen befahrenen Spuren.
Aber ich finde es super das du es probiert hast dem Vogel zu helfen.

LG phonixx

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Elkecita

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Ich hätte wohl ähnlich gehandelt. Und mein Mann hätte mich anschliessend in die nächste geschlossene Anstalt gesteckt und bis auf weiteres den Autoschlüssel vor mir versteckt.

Hattest Glück, dass dich die anderen Autofahrer nicht gelyncht haben, aber die Reaktion des LKW-Fahrer hat ja gezeigt, dass es auch andere Menschen mit dem Herz auf dem rechten Fleck gibt. Das gibt wieder Mut und Zuversicht.
 
SoylentGreen

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Bei aller Tierliebe... halte beim nächsten mal bitte nicht einfach mal so mitten auf der Autobahn an. Das ist gefährlich. Noch gefährlicher wird es, wenn man dann auch noch an Ort und Stelle aussteigt. Tu das bitte nicht noch einmal, du riskierst dabei dein Leben und gefährdest zusätzlich auch noch andere Verkehrsteilnehmer.
 
Adraste

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Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Ich bin zwar immer dafür zu helfen, aber mitten auf der Autobahn für andere ohne ersichtlichen Grund anzuhalten und dann auch noch aussteigen ist auf jeden Fall die schlechteste Lösung, selbst im ruhigeren Baustellenbereich. Du kannst froh sein, dass dir und anderen Verkehrsteilnehmern nichts passiert ist. Das hätte auch ganz anders ausgehen können, wenn nur ein anderer Fahrer die Situation nicht schnell genug erfasst hätte. Wenn keine Freisprecheinrichtung vorhanden ist, nächste Abfahrt nehmen oder auf den Seitenstreifen fahren (wobei der eigentlich auch nur für Nofälle ist), Polizei rufen und die das Tier aufsammeln lassen. Niemals selbst auf der Autobahn herumspazieren und damit dein Leben und das Unbeteiligter riskieren! Zudem liegt letztendlich wohl kaum ein Tier unverletzt auf der Autobahn herum, wirklich helfen können wird man hier in den seltensten Fällen. Die Chance dazu steht in keinem Verhältnis zu dem, was durch dein Verhalten noch passieren könnte.
 
Amber

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Eigentlich war es aber auch so, dass wir nicht mehr schnell fahren konnten. Vielleicht höchstens nur noch 30 und den zurück liegenden Verkehr hatte ich ohnehin durch den Rückspiegel im Blick.
Ich konnte und kann mir eigentlich daher auch immer noch nicht vorstellen, was da hätte an Unfälle passieren können, denn dass jeder Abstand hält und kurz auf die Bremse treten kann, gehört zum Autofahren dazu.
Ausserdem bin ich auch erst raus, nachdem alle standen.

Mit dem einfach weiter fahren ist so eine Sache. Ich teile sie nicht, solange es für alle gefahrlos möglich ist, sehe ich da eigentlich nichts falsches dran. Irgendwo hat das nichts mehr mit tierliebe für mich zu tun, sondern damit noch Mensch zu sein. Ich möchte kein Lebewesen umfahren und helfe in Gefahrensituationen wenn es gefahrlos für mich möglich ist.
Von Mensch zu Tier gibt es da vielleicht einen Unterschied, doch trotzdem bewahre ich es mir, aufgrund dessen eben doch nicht es so weit kommen zu lassen, dass ich über Tiere gehe.
Rein vom Gewissen her käme ich damit eher schlecht bis gar nicht damit zurecht...

Den Rat die Polizei zu rufen, merke ich mir aber fürs nächste Mal.

Danke euch.


Liebe Grüße
Amber
 
Chianti

Chianti

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Mir ist mal so etwas ähnliches passiert.
Ich fuhr auf einer Schnellstraße (wo 100 km/h erlaubt sind) und ich seh vor mir schon einen sehr schönen Mäusebussard rumfliegen. Auf einmal machte der Vogel kehrt und flog mir am Auto genau neben der Windschutzscheibe an die A-Säule. Ich bin dann zur nächst gelegenen Bushaltestelle, hab angehalten und bin zurück zu dem Vogel gelaufen. (Obwohl ich glaube dass das schon ziemlich blöd auf einer Schnellstraße ausgehn kann) Und dort lag er dann auf dem Rücken und mit weißen offenen Augen. Ein riesiger Vogel. Bin allerdings nicht näher ran, war in dem Moment noch so geschockt. Muss gestehen.. ich bin dann einfach heimgefahren und vielleicht ca eine Stunde später mit einer Freundin nochmal hin. Da war der Vogel aber schon weg. Also ich vermute, er hatte auch noch gelebt.

Seitdem bin ich bei jedem Vogel (egal ob Amsel oder Bussard) extrem vorsichtig.. vorallem "fliegen die nicht schon weg" was andere immer sagen.. der Bussard ist gezielt auf mein Auto zugeflogen (von ca. 20 m Höhe), im Nachhinein dachte ich mir "zum Glück hattest du das Fenster nicht auf.." das wär böse ausgegangen
 
Amber

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Seitdem bin ich bei jedem Vogel (egal ob Amsel oder Bussard) extrem vorsichtig.. vorallem "fliegen die nicht schon weg" was andere immer sagen.. der Bussard ist gezielt auf mein Auto zugeflogen (von ca. 20 m Höhe), im Nachhinein dachte ich mir "zum Glück hattest du das Fenster nicht auf.." das wär böse ausgegangen
Die Erfahrung hab ich auch schon öfters gemacht und die ist auch so.
Bei mir saßen auch schon Amseln und auch junge Tauben einfach auf der Straße bei mir am Wohnort und gingen nicht weg. Ich hab dann auch angehalten, etwa sind sie dann selber Weg oder die eine Taube hab ich von der Straße sachte zum Bürgersteig gescheucht.

Auf der Autobahn konnte ich auch schon das selbe wie bei dir beobachten, dass irgendein Vogel total komisch flog und dann gezielt zu einem PKW hin flog, der dann Gott sei Dank ausweichen konnte, um ihn nicht zu treffen.
Heute hat ein LKW kurz vor der Baustelle von Kreuz Hilden auch ein Vogel angefahren, der ist dann mitten auf die Autobahn getrudelt und war mit Sicherheit schon durch den Aufprall gestorben...

Ich weiß auch nicht was mit den Vögel momentahn oder so um die Zeit des Frühjahrs/Sommers immer los ist, aber letztes Jahr waren auch extremst viele Tauben zum Opfer von Autofahrer geworden und das mit heute, hat mir auch schon wieder gereicht.
Ich bin froh, wenn ich morgen früh zuhause bin und endlich Wochenende ist... dann kann das Auto stehen bleiben.


Liebe Grüße
Amber
 
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