Hund frißt wenig, zuviel Magensäure? Ursachen?

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Hündinpeggy

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Unser Samojede ist nun fast 2 Jahre alt und wiegt nur 15kg (früher 16, ist ja auch kleiner als normal). Im Januar wurde festgestellt, daß er kein Stresshormon Cortisol erzeugt. Seit dem bekam er vom Tierarzt erst Prednisolon (wurde langsam reduziert und später ganz abgesetzt), dann als Ersatz 2x täglich 0,1 mg Florinef verordnet. Da schien erst mal alles gut.

Nun frist er nicht mehr so viel, früh z.B. 5-6 Hühnerherzen, abends meist seinen normalen Freßnapf und ein paar Stunden später als Leckerlie 20g Trockenfleisch (meist Huhn oder
Ente). Bis aufs Trockenfleisch bekommt er schon immer BARF mit Kräutern, in letzter Zeit eine Prise Himalajasalz.
Ab und zu fängt er mal eine Maus. Haben wir ihm erfolglos versucht abzugewöhnen...
Andere Hunde fressen immer, wenn sie etwas bekommen. Unsere Kleine nicht, nach dem Fressen will sie meist 3h nichts mehr haben.
Allerdings hat sie auch zu wenig Bewegung: früh und abends eine Stunde, mittags eine halbe. Aber da läuft sie nur um uns herum, rennt nur ein paar Meter.

Nun wird sie aber immer dünner. Man spürt schon überall die Knochen. Liegt immer auf dem Bauch oder Rücken und döst vor sich hin. Nur beim Spielen oder Spaziergang flitzt sie noch herum. Immer wenn ich sie rufe, muß sie aufstoßen, schmatzt dann und schluckt. Manchmal kommt ein farbloser, dünnflüssig Schluck Speichel oder Magenflüssigkeit heraus. Letzte Woche gluckste sie beim Laufen wie eine halbvolle Wasserflasche.
Der Bauch ist weich, Rülpsen oder Pupsen muß sie nicht (also keine Blähungen), Durchfall hat sie auch nicht, obwohl immer recht wenig heraus kommt.

Nun sind wir wieder mit ihr zum Tierarzt, doch statt einer Magenuntersuchung schob er aus auf Würmer (davon hatten wir bisher nichts festgestellt), gab ein Wurmmittel und gleich dazu noch eine Tablette Säureblocker (haben wir ihr nicht weiter gegeben, damit die Verdauung nicht gestört wird). Toll, nun sind erst mal die Symptome weg, aber was war die Ursache? Wirklich nur die Würmer? Am ersten Tag hatte sie Appetit, schien lebhafter und fraß etwas mehr. Das Aufstoßen und Glucksen ist auch erst mal weg. Kann das Florinef die Ursache sein (Nebenwirkung bzw. Unverträglichkeit)? Der TA weiß nicht weiter...
 
09.06.2016
#1
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Guest

Hast du schon mal im Unser Hund - fit und gesund nachgelesen? Velleicht hilft dir das ja weiter?
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Kiwi

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Huhu!


Ich würde da wohl noch mal auf eine Blutuntersuchung bestehen und dass die Schilddrüsenwerte sowie Blutzucker gecheckt werden.
Wenn Sie Mäuse fängt und frisst, kann es natürlich gut sein, dass sie sich immer wieder Würmer einfängt. Ich würde trotzdem in Zukunft dann Wurmkuren nicht auf Verdacht geben sondern erst nach einer Kotuntersuchung.
Im Zweifelsfall auch einfach bei einem anderen Tierarzt.
 
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Hündinpeggy

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Vielen Dank! Genau diese Werte sind nicht im Blutbild enthalten, obwohl alle 3-4 Wochen ein neues Blutbild gemacht wird. Meinst Du, sie könnte durch das Prednisolon/ Florinef zuckerkrank geworden sein? Warum Schilddrüsenwerte? Weil Nebenniere und Schilddrüse eng zusamenhängen? Werden beides beim nächsten Blutbild in Auftrag geben.

Habe gelesen, daß das Florinef bzw. das frühere Prednisolon zu einer Entzündung und gar Blutung der Magenschleimhaut führen kann. Dann könnte evtl. alles auf eine Nebenwirkung des Medikamentes zurückzuführen sein. Inzwischen stößt sie auch wieder auf - vermutlich wurde es nur kurz durch den Säureblocker verdrängt. Auch ist uns aufgefallen, daß sie Fett oder Speck immer aussortiert - sie frißt nur das magere Fleisch!

In unserer Verzweiflung haben wir uns an unseren erfahrenen Heilptraktiker gewandt, der mittels einer speziellen pflanzlichen Lösung (Spagyrik) schon meine früher schlechte Nierenfunktion wieder normalisiert hat. Das fehlende Hormon Cortisol wird ja bei der Hündin (die schon seit 15 monate keine regel mehr hatte) in der Nebenniere erzeugt. Er hat eine Probe ins Labor geschickt und die Analsye ergab, daß die Störungen im Regelkreis der Cortisolerzeugung auf Schimmelpilztoxine im Körper zurückzuführen sei. Zudem fanden sich Hinweise auf Adonoviren, der auch den Magen befallen kann. Er hat nun auch für unseren Hund eine solche pfanzliche Lösung vorbereitet. Allerdings darf, damit der natürliche Regelkreis im Körper (siehe http://www.netdoktor.de/krankheiten/morbus-addison/) wieder in Gang kommt, kein künstliches Hormon (Florinef) gegeben werden! Der Regelkreis kann auch bei gesunden Nieren so gestört werden, daß der Körper kein Cortisol mehr erzeugt.

Der Tierarzt kann und will nun dazu nichts sagen, aber ich denke, wir müssen es probieren, bevor unsere Hündin immer mehr Probleme durch Nebenwirkungen der Medikamente bekommt. Es geht ihr echt nicht gut momentan! Die pflanzliche Lösung muß etwa 2-3 Wochen gegeben werden, dann können wir vom TA prüfen lassen, ob der Körper wieder Cortisol erzeugt. Wenn nicht, können wir danach wieder Florinef geben.

Dazu habe ich noch Fragen: das Prednisolon wurde langsam ausgeschlichen, muß dies auch beim Florinef erfolgen oder kann man das fast schlagartig (einen Tag halbe Dosis, dann ganz weglassen) absetzen? Wieviele Tage wirkt es ungefähr noch nach? Wie hoch wäre das Risiko einzuschätzen, daß dem Hund innerhalb der 2-3 Wochen ohne Florinef etwas passiert? Mein Gedanke als Laie - wenn sie z.B. eine Addison-Krise bekommt oder sich sein Zustand schlagartig verschlechtert, kann man ja notfalls die Gabe von Florinef wieder fortsetzen.
Anfang des Jahres hat die Kleine ja etwa 2 Monate kein Medikament bekommen, bis wir endlich die Diagnose hatten.
 
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Hündinpeggy

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So, den Zuckerwert haben wir nun doch gefunden. Stand auf jedem Blutbild oben unter Pankreas - Glucose stand eine Zeile tiefer ohne Wert, aber beide Worte zusammen ergeben den Blutzucker, für den die Bauchspeicheldrüse verantwortlich ist.
Glucose schwankt zwischen 92 und 102 mg/dl, ergibt 5,1 bis 5,7 mmol je Liter - ist also völlig normal!
Jedenfalls sind massive Magenprobleme der Grund, warum sie kaum noch etwas frißt. Seit gestern gar nichts mehr. Die pflanzliche Lösung soll sie nun lt. Apotheke als Globuli ohne Alkohol bekommen, die können wir ihr also wie das Florinef geben.
Ohne das noch schöne Fell (leider etwas zottelig geworden und sie hat extrem viel Haarausfall) würde sie wohl schon wie ein Gerippe aussehen. Man faßt nur noch auf Knochen, sie freut sich auch kaum noch, wenn man kommt. Wir wollen mit ihr am Freitag noch mal zum Arzt, da werde ich den Magen und das Absetzen/Reduzieren von Florinef noch einmal ansprechen. Der Cortisolwert ist auch nie wieder gemessen worden, vielleicht ist die Dosierung auch zu niedrig gewesen und wir können ohne Reduzierung das Mittel vom Heilpraktiker dazugeben? Beim Menschen (75kg) schreibt man oft von 15-25mg pro Tag,, 1/5 für den 15kg-Hund wären dann 3-5mg am Tag, sie bekommt aber nur 0,2-0,3mg. Nebenwirkungen treten angeblich erst ab 40-50mg auf, ergäbe 8-10mg für den Hund.
Jedenfall kann ich über die gravierenden Magenprobleme als Nebenwirkung nichts finden, weder bei Morbus Addison, noch als Nebenwirkung von Prednisolon oder Florinef. Vielleicht hat sie zusätzlich noch weitere Probleme wie eine Magenschleimhautentzündung o.ä.? Sie liegt ja bei jeder Temperatur am liebsten mit dem fast nacktem Bauch die ganze Nacht auf kaltem Stein. Ich habe gelesen, der beste Schlafplatz wäre der, den sich der Hund sucht. Und sie sucht sich immer die kälteste Stelle - legt man eine Decke oder einen Abstreicher hin hin, legt sie sich immer daneben auf den kalten Stein. Ist aber auch ein Schlittenhund, die mögen (und vertragen) doch Kälte?
Mir ist unverständlich, warum der TA seit Januar nichts mehr untersucht hat, damals wurde geröntgt und Ultraschall gemacht - aber nichts gefunden. Erbrechen muß sie allerdings fast nie, Durchfall oder Fieber hat sie auch nicht. Wenn sie aufstößt, kommt nur manchmal etwas klares, durchsichtges, dünnflüssiges heraus, fast wie Wasser oder Speichel.
 
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