Wann ist es Zeit?

  • Autor des Themas Dirk.blk
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D

Dirk.blk

10.04.2011
2
Hallo liebe Community,

vor zwei Wochen wurde bei unserer Rikke (fast 13 Jahre alt) Krebs festgestellt.:022:
Wir waren schon vor zwei Monaten bei Arzt, weil sie immer sehr wenig gegessen hat und öfters brechen musste.
Außerdem bekam sie etwas Haarausfall am Bauch und an den Innenseiten der Beine.

Damals hat der Tierarzt, ein größere Untersuchung gemacht bei der u.A. ein großes Blutbild und mit Kontrastmittel geröntgt wurde.
Daraufhin meinte der Tierarzt, dass unsere Rikke weder etwas mit den Schilddrüsen, noch mit der Bauchspeicheldrüse oder einen Tumor hätte.

Das Symptome würden sich auf Streß oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zurückführen lassen.
Wir sollten mal dieses Feliway-Phäromon-Zeugs ausprobieren und nur noch eine Sorte Fressen
geben.
Haben wir natürlich probiert aber es stellte sich keine wesentliche Verbesserung ein.
Sie hat sich dann nicht mehr übergeben, so dass wir dachten es wäre wohl der richtige Weg gewesen.

Vor ca. zwei bis drei Wochen bemerkten wir dann allerdings das sie immer mehr abgenommen hatte.
Was sich so abzeichnete: dass sie im Bereich der Wirbelsäule, am Kopf und den Pfoten dünner wurde und der Bauch noch im Verhältnis normal blieb.
Früher hat sie so um die 4,5 kg gewogen, jetzt ca. 1 kg weniger.
Da habe ich den Bauch abgetastet und einen "dicken Knubbel" festgestellt.

Daraufhin sind wir wieder sofort zu Tierarzt und der meinte nur das es Magenkrebs sei und der auch schon gestreut hätte.
Also ein birnengroßer Tumor mit mehreren pflaumengroßen Tumoren.
Der Tierarzt meinte das eine Operation nichts mehr bringen würde und eine Chemotherapie da auch vergebens wäre.
Wir sollten uns damit vertraut machen Sie gehen zu lassen!:022:

Da sie auch so gut wie kaum noch etwas gegessen hat, haben wir Medikamente bekommen (Prednisolon) [Kortison wäre da nicht zu empfehlen?!?]
Jetzt frisst sie zwar ab und zu, aber nur sehr wenig. Dazu kommt das sie jetzt regelmäßig nicht mehr aufs Katzenklo geht, sie sehr schwach und apathisch wirkt.
Sie war zwar nie ein wirklicher Wirbelwind, aber ich habe jetzt den Eindruck das... Ich kann es schwer in Worte fassen...Ich weiß nicht ob es Ihr schlecht geht. Ich will auf keinen Fall das sie sich quält oder leidet, will sie aber auch nicht zu früh aus dem Leben reißen.
Wir haben den Arzt gefragt wann es denn soweit wäre bzw. woran man das erkennt, aber da bekamen wir nur die Antwort: "Das würden wir schon merken" oder "Wenn sie gar nix mehr frisst".

Nun ja.
Jetzt erklärt sich der Titel unter dem dieser Beitrag steht.

Vielleicht habt ihr ja hilfreiche Antworten oder etwas Trost für uns.



PS: Sorry der Beitrag ist wohl in falsche Forum gerutscht...Wenn möglich bitte ins Katzen-Forum verschieben. Danke
 
13.06.2016
#1
A

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Guest

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Michse89

Michse89

14.01.2009
2.412
Willkommen, auch wenn es ein trauriger Anlass ist...

Wir mussten im März und 18 Jahre altes katerchen gehen lassen.. :(
Und ja, auch wir haben uns dafür entschieden, dass wenn er aufhört zu fressen, wir wissen das es soweit ist. Und ja, sonst hat er noch gefressen gehabt auch wenn wir ihn zum Napf tragen mussten.
Als er dies dann jedoch verweigert hat, haben wir dem Tierarzt bescheid gegeben und ihm noch die letzten Tage mit leckerlis und leibspeisen verwöhnt. Auf die hatte er nämlich immer noch Lust..

Ich habe auch schon von etlichen hundehaltern gehört, das sie es 'gemerkt' haben, am Blick, am verhakten ...
Ich denke du kennst deinen Hund mittlerweile so gut, das auch du es merken wirst.

Die Frage ob es zu früh ist, zerreißt einen. Aber wir haben uns eher gedacht, wir haben ihm jetzt den letzten Liebesbeweis gegeben, und ihn vor weiteren Schmerz bewahrt.
Es wäre bei uns nur ein heraus zögern gewesen und das wollten wir ihm, nur weil wir uns nicht trennen können, nicht antun.

Er hat jetzt einen schönen Platz unter unserem Apfel Baum gefunden und wir wissen das es richtig war.

Höre auf dich und dein Bauch Gefühl, und höre, was deine kleine Maus dir mitteilt. Du wirst es richtig deuten.

Ganz viel kraft für die nächste Zeit
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.470
Hallo,

das ist wirklich ganz schwierig zu entscheiden.

Letzten Endes muss man da leider immer ein Stück weit nach dem Bauchgefühl gehen.
Wenn ihr den Eindruck habt, dass eure Katze keine Lebensqualität mehr hat und nur noch vor sich hin "dämmert" würde ich lieber einen Tag zu früh als zu spät handeln.

Das klingt erstmal unschön, aber wenn man dem Tier dadurch Schmerzen und Leid ersparen kann sollte man nicht zu lange zögern- im Interesse des Tieres, aber auch im eigenen Interesse, da man sich das nachher durchaus lange vorwerfen kann, wenn man doch zu lang gezögert hat.

Aber davon mal abgesehen- wurde der Tumor diagnostisch gesichert festgestellt oder wirklich nur über das Abtasten?
Ich würde mir da wohl nochmal eine Zweitmeinung einholen und das bestätigen lassen.

So oder so wünsche ich euch viel Kraft!
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.129
Ich bin mir sicher, daß Du merkst, wenn es so weit ist! Ich war zarte 18, als ich meinen Welli eingepackt hab und ihn zum TA gefahren hab, um ihn einschläfern zu lassen. Ich sagte zu meiner Mami "so, ich pack das jetzt nimmer, ich fahr jetzt und lass ihn erlösen". Und das, wo ein Welli, im Gegensatz zu Katze oder Hund, ja gar keine Mimik hat! Ich drück euch die Daumen... Und nochwas: ich war 15, da war ich bei meiner besten Freundin, am Tag als der Dackel ihrer (im gleichen Haus lebenden) Oma gestorben ist. Der Hund konnte nimmer laufen, er wurde im Körbchen umhergetragen, und hat mich angeschaut... das hat mir das Herz gebrochen! Er konnte Gott sei Dank (!) am gleichen Tag noch sterben. Aber auch das war so ein Fall - ICH hätte gewusst, daß es Zeit ist. Sogar mit damals 15 Jahren...
 
D

Dirk.blk

10.04.2011
2
Hallo und vielen dank für die vielen Antworten.
Gestern war es dann so weit...und es stimmt...man merkt wenn der Zeitpunkt gekommen ist.
Freitag ging es Ihr noch einigermaßen gut, am Samstag schon deutlich schlechter und ab Sonntag hat sie dann gar nichts mehr gegessen und nur noch versucht etwas zu trinken. Am Montag hat sie dann erbrochen und es war sehr dunkel (der Tumor hat sich wohl durch die Magenwand gefressen) und wir haben sie umgehend zu TA gebracht und erlöst.
Sorry das ich jetzt etwas wenig schreibe, aber mir geht das ganze doch sehr an die Nieren...

Ich werde zu gegebener Zeit noch eins zwei Worte dazu schreiben...

Habt dank an alle die Trost und Rat gespendet haben.
 
Audrey

Audrey

Moderator
13.12.2005
10.129
Hallo Dirk,

erstmal tut es mir leid, daß es so schnell ging!

Andererseits bin ich sehr froh, daß ihr den richtigen Zeitpunkt erkannt habt, das war ganz sicher das richtige für eure Katze!

Ich hoffe ihr konntet eure letzten Wochen mit ihr noch genießen - ich find euren TA irgendwie schon toll,daß er da so ehrlich war. Und ich würd mich freuen, mehr von Dir zu lesen, wenn Du soweit bist!
 

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