Kaninchen plötzlich verstorben, brauche eine Meinung!

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Hey! Mein Kaninchen ist vorgestern, für uns ganz plötzlich, gestorben. Mir lässt das jedoch keine Ruhe da wir eine Odyssee an Tierarztbesuchen hinter uns haben. :|

Unser Kaninchen war 4 Jahre alt, ein Weibchen, wurde im Haus gehalten (war stubenrein, hatte seine eigene kleine ''Toilette'' in unserem WC, ein kleines ''Bettchen'' im Wohnzimmer, kam immer nur abends zum Schlafen in ihren Käfig).
Angefangen hat alles am Montag. Da sie bis späteren Nachmittag weder gefressen und auch kaum getrunken hatte und nur herumlag und auch keinen Kot abgesetzt hat haben wir uns beschlossen zum TA zu fahren. Dieser sagte wir sollen uns keine großen Sorgen machen - die Verdauung ware wohl etwas träge - sie bekam eine Spritze die die Peristaltik und die Vitalität anregen sollte. Wir haben ihr zu Hause dann etwas Flüssigkeit und Nahrung zum Aufpäppeln mit einer Spritze eingegeben.
Sie war abends relativ unauffällig. Als ich dann nachts an dem Käfig vorbeiging, hörte ich sie flach, schnell und ziemlich laut atmen, sie war sehr schreckhaft und bewegte sich auf bei Annäherung nicht von der Stelle. Ich versuchte sie aus dem Käfig zu heben merkte ich dass kaum Körperspannung vorhanden war, sie ließ alle 4 von sich hängen und atmete schwer. Wir fuhren sofort in die Tierklinik. Dort meinte die Ärztin dass wohl eine Aufgasung im Darm der Grund für den Zustand sei - der Bauch war gebläht -
sie kurz vor dem Kreislaufversagen war und dass sie nicht wüsste ob sie ihr noch helfen könnte.
Sie bekam Schmerzmittel (Novalgin), Paspertin gegen die Übelkeit und etwas verdauungsförderndes sowie eine große Spritze Nahrungspulver in Wasser aufgelöst eingegeben. Das mag sie normalerweise garnicht, aber sie schleckte die Spritze förmlich ab. Die Ärztin sagte wir können sie entweder wieder mit nach Hause nehmen und dort noch unser bestes versuchen mit Nahrungszufuhr und zuwarten, oder sie bei ihr lassen. Wir entschieden uns unsere Hasendame wieder mit nach Hause zu nehmen und gaben ihr weiterhin was uns die Ärztin mitgab.
Daheim angekommen hatte sie extremen durst und auch hunger, schleckte das aufgelöste Pulver und das Wasser förmlich von der Hand.. das ganze ging so von 2:30 morgens bis ca. 5:30 - wo wir sie dann wieder in ihren Käfig legten da sich der Zustand etwas gebessert hatte - Kreislauf war wieder etwas in Form.

Vormittags fuhren wir wieder in die Klinik da sie wieder sehr träge war, diesmal keinen Appetit und Durst zeigte und noch immer keinen Kot abgesetzt hatte. Es wurde ein RÖ gemacht was die Aufgasung bestätigte, sie erhielt wieder spritzen, bekam subkutan Glukose verabreicht und wurde zwangsgefüttert. Ihre Ohren waren auch sehr kalt. (laut Temperaturmessung beim TA leichte Untertemperatur, haben sie mit warmen Handtüchern eingewickelt) Am Nachmittag hatte sich immer noch nichts gebessert und wir waren sehr verzweifelt und fuhren nochmals zum TA unseres Vertrauens.. dieser spritzte ein Antibiotikum um das Gas aus dem Verdauungstrakt zu bekommen und gab uns auch etwas zum "Stopfen" mit - was wir zu Hause wieder durchführten. Sie hoppelte wieder ein bisschen, war aber sehr schläfrig und matt, hatte eher durst als hunger. Atmung war aber wieder normal. Sie konnte Harn absetzen, hoppelte dafür sogar auf die Toilette, nickte dort aber ein. :(

Als sich am nächsten Tag am Vormittag alles eher verschlechtert hatte fuhren wir wieder zum TA. Dieser führte erneut in RÖ durch und bestätigte die Aufgasung die bereits in der Tierklinik festgestellt wurde, meinte aber auch man sehe Kot der durch den Darm befördert wird und dass sie nochmals AB bekommt um die Luft heraus zu bekommen. Das ''Stopfen'' von oben sei sehr wichtig also bekam sie wieder Nahrung mit der Spritze verabreicht und das sollten wir auch zu Hause weiter machen.

Daheim angekommen gönnten wir ihr erstmal etwas Ruhe. Jedoch merkten wir nach etwa 2 Stunden dass sie wieder keine Körperspannung mehr hatte, konnte nicht mal mehr von A nach B hoppeln geschweige denn gehen.. Sie tat uns einfach nur mehr leid und wir konnten es nicht mehr mitansehen - also haben wir unseren TA wieder angerufen und sind nochmal hingefahren. Er meinte dass sie keine Körperspannung hat sei in dem Zustand normal da sie sich absolut nicht wohl fühlt, wir sie aber keinesfalls einschläfern sollten und einfach zuwarten sollten, sie weiter zwangsfüttern. Auf dem Tisch vom TA kam auch etwas Harn sowie flüssiger Stuhlgang.. Wir dachten das sei ein gutes Zeichen..

Zu Hause angekommen setzte ich sie kurz auf der Couch ab um das Futter zuzubereiten, gerade als wir dabei waren es ihr einzugeben zuckte sie, sie schien das Futter nicht mehr abschlucken zu können.. Ich kippte sie etwas nach vorne sodass sie das Futter ausspucken konnte, kurz darauf verstarb sie... :( :( :(
Ich mache mir jetzt solche Vorwürfe und habe Angst dass sie vielleicht an der Spritze die wir ihr versucht haben einzuflößen erstickt ist.. :( :(
Der TA meinte dass dies bestimmt nicht der Fall war und sie max. eine Aspirationspneumonie entwickelt hätte wenn etwas ''daneben'' gegangen wäre, und sie wahrscheinlich einfach nicht mehr konnte, alles schon zu ausgeprägt war und sie einen Kreislaufkollaps hatte. Aber mir lässt das einfach keine Ruhe da sie weder etwas gegessen hatte dass sie hätte aufblähen können noch irgendetwas vorgefallen war.. Es ging alles so schnell und ich kann das noch garnicht realisieren.. Wir wollten nur das Beste für sie und jetzt habe ich das Gefühl wir haben alles nur hinausgezögert und sie ''unnötig gequält''..
Ich vermisse unsere kleine so :(

Kennt sich jemand damit aus? Kann eine Aufgasung so ''schnell'' zu einem Kreislaufkollaps mit tödlichem Ausgang führen?
 
17.06.2016
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Sonja zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Amber

Amber

Moderator
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Hallo,

es tut mir sehr leid, dass eure kleine es nicht geschafft hat.:(

Aufgasungen sind ziemlich gefährlich und ja, oft kriegt man sie leider gar nicht in den Griff und sie versterben, obwohl man alles richtig macht, so wie ihr es getan habt.

Bei so Aufgasungen ist in den meisten Fällen ein Antibiotikum richtig, um die Aufgasung aufzulösen währe jedoch auch ein entblähendes Mittel wie Dimeticon oder auch Sab Simplex Tropfen wichtig gewesen, was zu dem Päppelbrei alle 1-2 Stunden verabreicht werden muss.
Ich schätze aber, dass ein solches Mittel euch von den Tierärzten mitgegeben wurde, denn insbesondere die Tierärztin aus der Klinik klang nach deiner schielderung kompetent.

Habt ihr denn noch ein Kaninchen bei euch?
Für den Notfall empfehle ich euch das genannte Medikament, sowie auch Fenchel-Anis-Kümmeltee nämlich immer im Haus zu haben, denn umso schneller beides bei einer Aufgasung eingeflößt wird, umso höher stehen die Chancen auf Heilung.


Mitfühlende Grüße
Amber
 
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