Neuer Hund aus dem Tierschutz knurrt, wenn er im Körbchen liegt

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m_frfs

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Hallo!

Wir haben vor 3 Tagen einen 7 Jährigen kastrierten Rüden (Mischling) aus einem Spanischen Tierheim zu uns geholt. Uns wurde gesagt, dass er in Spanien als Wachhund benutzt wurde und die letzten 2 Jahre im Tierheim saß. Er wäre sehr lieb, nur andere Hunde mag er nicht und stubenrein wäre er auch nicht.
Als er dann zu uns kam, kannte er noch nichts - hat aber bereits in den 3 Tagen schon sehr viel gelernt und ist sonst auch sehr
sehr lieb und menschenbezogen.

Nun haben wir jedoch gemerkt, dass er manchmal (nicht immer) knurrt, wenn er in seinem Körbchen liegt und man ihn streicheln möchte. Es ist bisher 3 mal passiert:
1 Situation: Er lag auf meinem Bett, mein Bruder wollte ihn streicheln. Er hat geknurrt. (Seitdem ist das Bett für ihn auch tabu)
2 Situation: Er lag in seinem Körbchen, ich saß daneben und hab ihn gestreichelt, er hat es zugelassen. Nach 2 Minuten wollte ich ihn nochmal streicheln, er hat geknurrt.
3 Situation: Er lag in seinem Körbchen, eine Bekannte hat ihn gestreichelt und sich zu ihm gebeugt. Er hat extrem geknurrt und wollte sogar schnappen. Eine Minute später hat er außerhalb seines Körbchens ganz normal wieder mit ihr gekuschelt. (Wir glauben, dass er wegen dem "runterbeugen" extremer reagiert hat als sonst)

Wir haben ihn jedes mal danach in Ruhe gelassen und das knurren ignoriert. Sobald er aus seinem Bett draußen ist, kann man ihn wieder problemlos streicheln. Unser "Plan" um ihm das abzugewöhnen ist es nun, ihn in seinem Körbchen vorerst in Ruhe zu lassen und ihm ab und zu, wenn er drinnen liegt, wortlos und ohne ihn zu streicheln oder anzufassen, ein Leckerli geben und weg zu gehen. Damit er lernt, dass nichts schlimmes passiert, wenn wir zu ihm ans Körbchen kommen. Wir sehen uns bereits nach einer Hundeschule um, wollten jedoch wissen ob wir mit unserer Methode schon mal auf dem richtigen Weg sind oder etwas anders machen sollten.


Hoffe ihr könnt uns helfen!
 
10.08.2016
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

ganz wichtig vorab, weil das häufig unter den Tisch fällt:

Gebt ihm Zeit.

Lasst ihm ruhig erstmal einige Wochen um halbwegs anzukommen bevor ihr ihn von A nach B mitnehmt.
Auch Hundeschule ist nach so kurzer Zeit viel zu früh.

Hunde brauchen ca. 3-9 Monate um wirklich im neuen Heim anzukommen.
Viele Macken usw. usf. kommen erst, wenn der Hund sich wirklich sicher ist, dass seine basalen Bedürfnisse (Nahrung/Umgebung/Sozialkontakte) nicht akut gefährdet sind.

Es gibt durchaus die Fälle, dass es keinerlei Probleme gibt, aber wundert euch nicht, wenn er "plötzlich" mit irgendetwas Probleme hat was am Anfang toll funktioniert hat:)

So- nun zum Knurren.

Freut euch, dass er das tut:p
Nein, ernsthaft.

Es ist prima, dass er euch vorwarnt, dass er in Ruhe gelassen werden will.

Ich würde zu Beginn grundsätzlichen jeglichen Besuch von seinem Platz fern halten.
An seinem sicheren Platz sollte ihn außer direkten und wichtigen Bezugspersonen sowieso niemand belästigen dürfen.

So ist es auch später viel einfacher den Platz dem Hund als sicheren Rückzugsort zu vermitteln- wenn Besuch da ist, der ihm zu viel ist o.ä. kann er durch Rückzug auf seinen Platz auch anzeigen, dass er vorerst genug hat:)

Sehr praktisch:)

Grundsätzlich halte ich die Idee mit den Leckerchen durchaus für gut, allerdings würde ich das situationsabhängig machen.

Sprich, wenn er da liegt und vorher Stress hatte würde ich da nicht noch zusätzlichen Lerneffekt erwarten.
Ich würde nur dann hingehen bzw. auch ruhig zu Beginn aus einiger Distanz die Leckerchen werfen, wenn er gerade entspannt ist.

Im Zweifelsfalle muss er sich auf seinem Platz ja auch nicht streicheln lassen;)

Das wäre ein bisschen so als würde man einen Menschen zwingen es toll zu finden auf dem Kopf getätschelt zu werden, während er gerade eigentlich ein spannendes Buch lesen und seine Ruhe haben will.
Da werden auch die wenigsten Leute wirklich begeistert reagieren:)
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Bei uns ist das Hundebett ein absoluter Ruhepunkt wo kein Hund belästigt wird.
Und Gäste bzw. Kinder haben auch nicht an die Hunde zu gehen wenn sie liegen.
Meine Hundis schlafen nämlich auch mit offenen Augen und wenn sie dann angedaßt werden und erschrecken oder schnappen ist keiner glücklich!
Ich finde es gut das eure Fellnase knurrt und somit sagt" lasst mich in Ruhe wenn ich im Bett bin".
 
schuhkarton

schuhkarton

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Miles knurrt auch, wenn er am ruhen ist und keine Lust auf irgendwas hat. Das ist auch okay, kein Hund muss 24 Stunden am Tag präsent sein und Aufmerksamkeit wollen.

Und ja, da gebe ich Mido recht. Lasst Ihn erstmal ankommen. Ein 7 jähriger Rüde bringt sein Päckchen mit und demnach brauch er auch erstmal Zeit um heimisch zu werden. Ich habe auch einen 6 jährigen Rüden aus dem Tierschutz aufgenommen, bei dem man garnichts groß wusste woher er kam und was ihm so angetan wurde. Aber einiges kristallisiert sich im Nachhinein aus dem Verhalten heraus. Gebt Ihm Sicherheit und Ruhe, 3 Tage ist echt keine Zeit. Ich glaube Miles hatte seine erste Woche fast komplett durchgepennt, weil er erstmal den ganzen Stress "verschlafen" musste. Wenn er erstmal etwas da ist und sich eine Bindung zu euch aufbaut, könnt ihr dann auch wegen weiteren Schritten schauen.

Und bei falschem Verhalten ihm einfach ruhig und souverän einen anderen Weg zeigen. Und natürlich loben, wenn er etwas schön macht. Aber wenn er grummelig ist im Körbchen, lasst Ihn einfach. Das kommt alles mit der Zeit. Ich kann Miles mitlerweile im Regelfall immer flauschen, auch in seinem Körbchen - aber manchmal halt eben auch nicht, und dann ist das aber auch in Ordnung. Jeder brauch mal Raum für sich.
 
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m_frfs

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Danke schon mal für eure Antworten.

In seinem Körbchen wird er von nun an in Ruhe gelassen und seitdem gab es dort auch keine Probleme mehr. ABER heute hat mein Bruder den Hund zu sich gerufen, er kam und hat seinen Kopf auf den Schoß meines Bruders gelegt, sich am Kopf streicheln lassen und hat dann aber plötzlich geknurrt und wollte wohl auch ansetzen zu schnappen. Natürlich wissen wir, dass der Hund erstmal ankommen muss und dass er in seinem Körbchen seine Ruhe haben möchte ist ja auch verständlich, und dass er uns durch knurren mitteilt, dass er etwas nicht möchte ist auch ok, aber dass er "einfach so" knurrt und sogar schnappen möchte, obwohl er ja freiwillig zu meinem Bruder gegangen ist? Mein Bruder hat dem Hund nichts getan oder ihn aus versehen mal verletzt oder so, sondern hatte eher wenig Kontakt mit ihm. Woran kann das liegen? Wie sollen wir in so einem Fall reagieren?
Und ab wann könnte man mit ihm denn eine Hundeschule besuchen?


UPDATE: Vor 5 Minuten hat mein Bruder wieder mit dem Hund gespielt, der Hund hat freiwillig mitgemacht und ihn plötzlich wieder angeknurrt. Bei mir und meiner Mutter tut er sowas nicht, wir können (außerhalb seiner Körbchens) immer mit ihm spielen und ihn überall streicheln, ohne dass er knurrt. Was können/sollen wir tun?
 
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fusselbuerste

fusselbuerste

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Also ich würde erstmal keinen an den Hund lassen. Der Hunde sollte erst mal sich an euch gewöhnen!
Der Hund zeigt doch deutlich das er zwar folgsam ist aber er will nicht von allen angefasst werden. Zumindest sehe ich das so.
Nach so wenigen Tagen weiß der Hund doch noch nicht jeden einzuschätzen!
 
schuhkarton

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Wenn Miles kam und dann aber gegrummelt hat, habe ich Ihn weggeschickt und gut war. Er soll ruhig merken, dass ihm der Rückzug bleibt, wenn es ihm zuviel wird. Das klappt inzwischen sehr gut.

Ansonsten würde ich derzeit nicht jeden Fehltritt so kritisch hinterfragen. Er muss euch erst mal kennenlernen und auch lernen, wie er am besten und friedvollsten mit euch kommunizieren kann.

Das brauch Zeit und eine ruhige, sichere Führung.

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m_frfs

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Die Sache ist halt, dass er eigentlich sehr menschenbezogen ist und sooo oft von selber ankommt und wir ihn oft dann auch schon "ignorieren". Sobald einer von uns aufsteht und in der Wohnung rumgeht, folgt er demjenigen auf Schritt und Tritt und steht wedelnd vor einem. Mittlerweile ist das zwar schon weniger geworden, aber immer noch sehr extrem. Ich werde mal eure Ratschläge beachten, dass wir ihn erst einmal in Ruhe lassen.

Außerdem haben wir uns überlegt, fürs erste füttert und gibt nur mein Bruder Leckerlies, da der Hund ja anscheinend bei ihm besonders empfindlich ist. Hoffe das gibt ihm auch etwas mehr Vertrauen zu ihm.
 
schuhkarton

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Das hinterher laufen ist auch eine Art Kontrolle, ein weiterer Hinweis darauf, dass er noch unsicher ist und der Situation unbedingt Herr bleiben möchte.

Wenn er kommt, ist das ja auch okay, dann muss er auch nicht ignoriert werden. Wenn er dann grummelt, ist die Zeitspanne, in der es für ihn okay ist, eben schon vorbei. Das wird sicher länger und entspannter mit der Zeit :) Geduld, Geduld. Das mit den Leckerlies und deinem Bruder könnte fördernd sein.

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*Mischling*

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Ich möchte nur kurz einen Gedanken wegen der Leckerlis einwerfen, der mir gerade kam: Futter ist besonders am Anfang mit die wichtigste Ressource. Ich weiß nicht, ob ich die alleinig in die Hände der Person legen würde, mit der der Hund am wenigsten zu tun haben will. Einerseits fördert man damit deren Beziehung, andererseits opfert man eine Chance für sich selbst und fördert in den Augen des Hundes vll noch das schwächste Glied?

Wegen des Knurrens würde ich einen Hundetrainer holen. Es ist sehr schwer einzuschätzen, in welcher Situation der Hund nun wegen was genau geknurrt hat.
 
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animaldreams

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Wir haben seit drei Monaten einen Hund aus dem Tierschutz. Er hat auch schon nach 2 Tagen sehr viel gelernt. Im Bettchen läßt er sich anfassen, kuschelt auch, kommt freiwillig. Läßt sich so gut wie alles gefallen, selbst von anderen Hunden beißen, ohne zu knurren aber eine Sache ist seltsam bei ihm. WÄHREND des Kuschelns, wenn man mit eigenem Kopf an seinen Kopf kommt aber NUR wenn er liegt, dann knurrt er plötzlich und/oder flüchtet ganz plötzlich. Ansonsten läßt er sich ohne Probleme einquetschen beim Kuscheln. Das macht er bei mir und auch bei meinem Mann, egal bei wem, obwohl er mehr der Papa-Hund ist. Was das bedeutet, vielleicht ein Trauma!? Keine Ahnung.

Aber wie hier jemand schon sagte, es dauerte, bis die Vertrauensbeziehung wirklich gefestigt ist. Sie ist jetzt in anderen Bereichen wirklich schon fortschrittlich aber hier eben noch nicht.

Im Bettchen kuscheln bei ihm, kein Problem, es darf halt nur nicht Gesicht an Gesicht, WENN er LIEGT, beim Stehen egal.

Ein Tipp hatte bei einem Tierheimhund mal geholfen, der auch IN seinem Bettchen knurrte und schnappte: Wenn der Hund nicht im Bettchen ist, sich ins Bettchen setzen, und wenn der Hund mit rein will, ihm das erst gewähren, wenn man es selbst will. Und dann loben. Das haben wir nur 3x machen müssen, dann hat er im Bettchen nie mehr geknurrt und wir haben ihn aber in der Regel dort auch in Ruhe gelassen, nur war es eine Übung, daß wir ans Bettchen KÖNNEN, wenn mal irgendwas ist, ohne befürchten zu müssen, er kommt und verteidigt das. Er hat so gelernt, daß er das auch nicht muss und war seit dem darin auch entspannt.
 
Vizi

Vizi

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Wenn ich im Bett liege und entspannen will, knurre ich auch wenn mich jemand stört.
Wenn ich Deinen Beitrag lese, fällt mir auf, das der Hund nicht richtig ankommen konnte.
Ihr habt ihn sofort belegt.

Er muß sich doch auch erst orientieren. Neues Zu Hause, neue Menschen, Gerüche, Futter usw.

Nur mal ein Beispiel des letzten Hundes, Jockel.
Hab schon immer Hunde aus dem Tierheim.

Jockel war nicht mehr vermittelbar. Alle TH-Mitarbeiter hatten seine Zähne zu spüren bekommen.
Seine Box hatte er komplett auf Links gedreht. Keiner traute sich mehr an ihn ran.
Obwohl das TH mitschuldig an dem Verhalten ist.
Aus Spanien nach Deutschland gekarrt und vermittelt an Leute ohne Ahnung.
Kam wieder zurück. Neue Vermittlung an alte Leute. Fängt an zu beißen und ist nicht ausgelastet.
Zurück ins TH. Neue Vermittlung an Fam mit Kindern. Er beißt zu. Also zurück.
Wir haben festgestellt, das er innerhalb eines Jahres 4x vermittelt war.
Komplett gestört und genau gewußt, wenn ich beiße lassen sie mich in Ruhe !!!

Dan kamen wir und wollten nur die Sachen von unserem verstorbenen Hund bringen.
Mein Mann, zielstrebig zum Zwinger. Alles ruft - NICHT ANFASSEN !!!
Sie wollen uns andere Hunde zeigen. Keine Chance. Mein Mann draußen, der Hund jammert ihn drinnen an.
Also fragen wir ob wir mit ihm Gassi dürfen. Wir dürfen mit Auflagen. Nicht anfassen, nicht ableinen usw. usw.

Wir gehen vom Hof. Der Hund reagiert auf jede Kleinigkeit meines Mannes und läuft bei Fuß.
Ich leine ihn ab. Er läuft bei meinem Mann Fuß. Er leint ihn an. Der Hund knurrt nicht und läßt sich streicheln.
Zurück im TH sitzt der Hund zwischen den Beinen meines Mannes und rückt sich nicht von seiner Seite.

Also kam er, nach sehr sehr viel Papierkram und der Maßgabe das er nicht mehr zurück darf, mit zu uns.
Jeder wußte, nicht anfassen, nicht beachten, in Ruhe lassen.
Der war so daneben, das er im sitzen geschlafen hat.
Ein befreundeter Tierazt hat ihm Globolie gegeben, um den Stress abzubauen.

Das dauerte ein halbes Jahr.
Dann haben wir rausgefunden, dass er Käse liebt.
Also gab es für den kleinste Leistung Käsestückchen.
Dann haben wir einen Hundetrainer aufgesucht, der innerhalb einer Stunde alles zu Nichte gemacht hat, was wir
im halben Jahr aaufgebaut hatten. Also wieder von vorn.

Nach einem Jahr ließ er sich anfassen. Saß bei unseren kleinen Enkeln und sah zu wenn sie spielten.
(natürlich nur unter Aufsicht)
Was die Enkel zuerst gelernt haben; wenn der Hund im Körbchen liegt, wird er in Ruhe gelassen !!! Punkt.
Ohne Wenn und Aber. Niemand geht an den Hund wenn er frißt !!!

Nach 2 Jahren wurde aus dem Beißer endlich ein Hund der überall mit konnte.
Inzwischen ist er das 7. Jahr bei uns.
Was er bis heute nicht kann ist schmusen. Er kommt, wenn er gestreichelt werden möchte und geht dann wieder.
Er möchte weder auf der Couch noch im Bett liegen, nur im Körbchen.

Was will ich damit sagen ?
Lasst den Tieren und Euch Zeit um Euch kennen zu lernen.
Jeder Mensch und jedes Tier hat einen eigenen Charckter.
Das herauzufinden und sich darauf einzustellen sollte man an die 1. Stelle setzen.
Dann klappt es auch mit Mensch und Tier.

LG Vizi
 
schuhkarton

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Ein sehr schöner Beitrag, Vizi. Der zeigt, dass Zeit, Geduld und Konsequenz viele Dinge ausheilen kann, aber auch nicht aus jedem Tier ein Schmusetier macht. Jedes Tier bringt andere Bedürfnisse mit sich, vorallem halt eben auch Tiere, die schon diverse Traumata haben.

Also lernt euch kennen und versucht ihm auch einfach seinen Rückzugsort zu lassen und nicht zu schnell zu viel zu erwarten.

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HoundMan

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Hallo,
zustimmig muss man definitiv dem Hund eine Aklimatisierungsphase ermöglichen.
Aber eins gerät hier in den Hintergrund und darf so nicht akzeptiert werden. Der Hund muss von Anfang an seinen Platz in der Familiengruppe kennen.
Er ist nicht derjenige der bestimmt wann er wo verweilen darf und wann nicht. Hier ist sicherlich Geduld und Zeit erforderlich um eine Linie rein zu bekommen.
Auch muss er wissen wo er dran ist, wer ist nun meine Bezugsperson, wie ist die Hierarchie etc. Unsicherheit ist ebenfalls ein nicht unmaßgeblicher Faktor (beiderseitig).
Ich müsst ihm alle erforderlichen Eckpfeiler zeigen, befolgen muss er diese.

LG HM
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Er ist nicht derjenige der bestimmt wann er wo verweilen darf und wann nicht. Hier ist sicherlich Geduld und Zeit erforderlich um eine Linie rein zu bekommen.
Naja.
Mein Hund darf sehr wohl bestimmen wann er die Schnauze voll hat von hektischem Alltag und sich auf seinen Platz zurück ziehen.

Wer non-stop glaubt er müsse seinen Hund grundsätzlich überall maßregeln erschafft sich mal ganz fix viel mehr Probleme als er vorher hatte.

Deswegen sind feste Plätze ja so wichtig- Auf seinem Platz muss der Hund erstmal gar nichts, da ist er sicher.
Dieses starre Denken á la "Ooooh, der liegt im Türrahmen, ich muss ihn da schnell vertreiben!" bringt gar nichts, wenn man nicht grundsätzlich einfach selbstsicher agiert.

Wenn ich den Hund aktiv "wegtreiben" muss ist sowieso das Ziel noch nicht erreicht und werde ich auch nicht darüber erreichen können.

Mir persönlich ist übrigens noch kein einziger "normaler" Hund unter gekommen, der nicht von sich aus ausgewichen ist, wenn ich irgendwo hin wollte.
Bei schwer gestörten Hunden kam das durchaus vor, aber die waren dann auf einem Niveau gestört, das da ganz andere Prioritäten im Vordergrund standen.
Wenn man erstmal ne halbe Stunde überlegt, ob man jetzt erzieherisch sinnvoll absichtlich den Hund von seinem Platz verdrängt ists eh nicht mehr authentisch und verunsichert nur beiderseitig.

Grenzen setzen ja, aber bitte kein permanentes Bäumchen-wechsel-dich draus machen.
 
*Mischling*

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Ich weiß, vollkommen OT, aber weil's gerade so schön zu Midos Post passt:
Mir persönlich ist übrigens noch kein einziger "normaler" Hund unter gekommen, der nicht von sich aus ausgewichen ist, wenn ich irgendwo hin wollte.
Wir haben über meinen Hund schon ein halbes Bett und einen Lattenrost getragen, einen schweren Bürostuhl mit Metallfüßen Zentimeter vor seiner Nase langgeschoben etc.pp.. Mein Freund ist gestern in der Küche weggerutscht und mit dem Fuß zwei Millimeter neben der Hundeschnauze gelandet. Der Hund hat sich in diesen Situationen nicht einmal bewegt.
Klar kann man jetzt sagen "dann hat der keinen Respekt". Ich sehe es eher so: Mein Hund vertraut mir genug, dass er in solchen Situationen nicht flüchten muss.

Zum Thema "er entscheidet nicht, wo und wann er verweilt"... Mein Hund lebt mit mir im Haus, er wird nicht nur geduldet. Wenn er sich einen Liegeplatz selbst aussucht, soll er ihn haben. Wieso sollte ich bestimmen, wo mein Hund gerne liegt? Ich finde die Vorstellung, dem Hund auch noch zu befehlen, wo er zu schlafen und sich zu entspannen hat, mehr als stressig und anstrengend.
 
Midoriyuki

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Ich sehe es eher so: Mein Hund vertraut mir genug, dass er in solchen Situationen nicht flüchten muss.
Sehe ich auch so:p
Meinte auch eher Situationen in denen man wirklich genau da hin will wo gerade der Hund liegt. Liam z.B. liegt grundsätzlich so vor der Badezimmertür, dass man da nicht mehr rein kommt.

Sonst bleibt er auch liegen und ich steige drüber, wenn er aufstehen soll bleibe ich einfach vor ihm stehen und er geht nen halben Meter weiter und legt sich wieder hin:)
 
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*Mischling*

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Na gut, das Thema hab ich mit der Türe vom Gefrierfach, weil Hundi da liegt, wenn ich koche. Er lässt sich einfach schieben ohne zu murren (also mit der Türe), wird es doch zu eng, steht er auf und geht :lol:.

Und glaub mir: Beim Umräumen von Bett und Co. war er genau genommen im Weg :mrgreen:.
 
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Hier sprechen wir nicht allgemein, sondern fallbezogen. Wenn die Beziehung auf beiden Seiten gefestigt ist, sieht es natürlich anders aus. Hier ist aber keine Basis und die muss her, sonnst findet der Gute sich bald im nächsten TH.

LG HM
 
Midoriyuki

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Ja, aber auch hier gilt, dass der Hund einen fixen Rückzugsort braucht und fertig.
Einen Hund, der schon Abwehrverhalten zeigt, auch noch rumzuscheuchen halte ich für eine fatale Idee.

Man kann´s natürlich auch so machen, dass man den Hund überall rumscheucht und nur auf seinem Platz hat er Ruhe, aber das ist mMn der absolut falsche Weg Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln.

Zum Knurren beim Spiel usw.: Da können Schmerzen usw. usf. dahinter stecken, oder, ganz banal, kann es zum Spielverhalten des Hundes gehören.

Wie alt ist dein Bruder übrigens?

Das sollte aber ein kompetenter Trainer vor Ort beurteilen.

Zum Hinterherlaufen:
Auch ein Zeichen für Unsicherheit/Kontrollverhalten.
Je nach Naturell des Hundes sollte man da auch durchaus ansetzen, aber auch hier bitte mit einem Trainer.

Der TE zu unterstellen, dass sie nicht bereit sind Arbeit zu investieren und der Hund sonst bestimmt bald im TH landet halte ich übrigens für etwas...ja.

Der Eingangspost zeigt ja schon, dass hier Arbeitsbereitschaft vorhanden ist und, nimms mir nicht übel, der Tip dem Hund vorzuschreiben wo er zu liegen hat wird jetzt effektiv nicht den Hund vorm TH retten;)

Letzten Endes wird da ein guter Trainer drauf schauen müssen, was wir hier leisten können sind Tips und Distanz-Einschätzungen, alles andere wäre vermessen;)
 
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