Hündin nimmt weder Futter noch Spiel an!!!

Diskutiere Hündin nimmt weder Futter noch Spiel an!!! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, wie schon in der Überschrift steht, nimmt meine Hündin (1 1/2-2 Jahre) nur in seltensten Fällen Futter an. Egal ob zu Hause oder...
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veezveez

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Hallo ihr Lieben,
wie schon in der Überschrift steht, nimmt meine Hündin (1 1/2-2 Jahre) nur in seltensten Fällen Futter an. Egal ob zu Hause oder beim spazieren gehen. Auch spielen tut sie nicht, nicht mit Menschen oder mit Hunden. Ich habe alles Probiert was mir eingefallen ist, aber selbst Hühnchen, Käse, Schweineohren und Katzenfutter werden drinnen nicht richtig
angenommen und draußen noch weniger. Erst dachte ich es liegt an mir und sie müsste vertrauen aufbauen. Keine Besserung. Ich habe sie jetzt ein halbes Jahr und es funktioniert auch halbwegs gut mit ihr über verbales Lob, aber es ist einfach noch nicht stark genug.
Es macht auch keinen unterschied ob sie ausgepauert ist oder nicht und auch nicht, wenn ich ihr ein Leckerchen auf meiner Hand hinhalte oder es ihr vor die Nase werfe.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Hund gemacht und vlt. einen Rat was ich machen oder nutzen kann um sie etwas mehr zu motivieren?

PS: Clickern geht bei ihr nicht, sie hat richtige Panikattacken, wenn sie nur etwas Clickerähnliches hört.
Sie kommt übrigens aus dem Ausland, man sagte mir zwar, dass sie ein Straßenhund war und trächtig zu ihnen kam, aber wenn ich mir die kahlen Stellen an ihrem Hals ansehe könnte sie auch gut ein Kettenhund gewesen sein, vlt. kommt es ja daher???

Liebe Grüẞe,
veezveez
 
14.08.2016
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

vllt. ist sie einfach insgesamt zu unsicher.
Wie verhält sie sich denn generell im Alltag?

Welches Futter bekommt sie?

Clickern kann man übrigens auch ohne den Clicker, das Teil selbst ist nur ein Hilfsmittel aus dem Bereich des Marker-Trainings, das kann ich dir aber gern nochmal erklären, wenn dich das interessiert.
Grundsätzlich kann man gerade bei sehr sensiblen/ängstlichen Hunden hervorragend mit Markersignalen arbeiten.
 
cherry-lein

cherry-lein

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Unsere Schäferhündin (lebt bei meinen Eltern) ist auch ein ehemaliger Straßenhund. Sie lebte wohl mal in einer Familie, ist aber dort misshandelt worden und lebte dann auf der Straße. Anfangs war sie genauso wie deine Hündin. Sie hatte vor Angst und man durfte sie nur an wenigen Stellen am Körper berühren weil sie sonst Angst hatte. Leckerlies hat sie zwar von Anfang an aber nur zögerlich genommen. Wir haben viel aus der Hand gefüttert um ihr zu zeigen das wir nichts Böses wollen das hat auch gut geklappt anschließend haben wir Dinge wie Geschirr anziehen über Leckerlie geübt was auch super klappte. Sie hatte von Anfang an einen sehr guten Gehorsam und hört bis heute auf einen Pfiff oder Ruf.
Das Spielen hat sie bis heute nicht gelernt, sie ist jetzt seit 2 1/2 Jahren bei uns und hat einen Zweithund an dem sie es sich eigentlich abschauen könnte aber es interessiert sie nicht. Mittlerweile tobt sie ein wenig dem Zweithund durch den Garten aber nur wenn sie denkt es sieht sie keiner und seit kurzem traut sie sich auch hoch zu springen aber das macht sie noch sehr unsicher und vorsichtig.
Solche Hunde brauchen ganz viel Zeit um sich einzugewöhnen und um das neue Leben kennenzulernen und zu verstehen das ihnen nichts schlimmes mehr passiert.
 
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veezveez

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Hallo,
also eigentlich ist sie nicht unbedingt ein besonders ängstlicher Hund. Sie ist verrückt nach Menschen, egal welches Geschlecht oder Alter. Sie freut sich riesig. Angst hat sie eigentlich nur, wenn wir in geschlossene, öffentliche Gebäude gehen, wie z.B. Einkaufszentren oder Banken und sie diese noch nicht kennt und vor Autos hat sie auch gehörigen Respekt.
Ich würde sie auf der einen Seite als einen unterwürfigen, sensiblen Hund beschreiben im Umgang mit Menschen und anderen Hunden. Auf der anderen Seite aber auch recht selbstbewusst. Hört sich an als ob es nicht zusammen passt, oder?
Sie ist aber wirklich beides. sie stürmt gerne auf die Leute zu, wuselt ihnen um die Beine und schmeisst sich dann auf den Rücken. Bei Hunden ist sie meistens diejenige die zuerst beschnüffelt wird.

Sie benimmt sich derzeit allerdings sehr wie ein Teenager und wir haben immer mal wieder kleine "Diskussionen", wenn sie in eine bestimmte Richtung möchte und ich was anderes von ihr verlange. Normalerweise muss ich auf meinen Ton sehr acht geben, weil schnell eingeschüchtert wird und dann gibt es Tage da könnte ich ihr direkt ins Ohr schreien und sie schaut völlig gelassen in der Gegend rum.:)

Zum Futter: Am Anfang bekam sie ganz normales Dosen- und Trockenfutter aus dem Supermarkt. Vor kurzem bin ich auf hochwertigeres Futter umgestiegen, welches sie gerne frisst.

Zum Markertraining: Weil Clickern für mich keine Option ist habe ich zur Hütehundpfeife gewechselt. Kann allerdings noch nicht richtig mit ihr umgehen, also wird es noch etwas dauern bis ich damit trainieren werde. Meine Katzen sind ganz wild auf die Pfeife;)

Als sie zu mir kam, habe ich sie aus der Hand gefüttert, ich habe es später auch mit einem Futterbeutel probiert, ging so.
Es ist schwer zu erklären, sie frisst schon aus meiner Hand und auch wenn ich ihr etwas hinwerfe, aber nicht durchgehend und nie wenn ich ihr vorher etwas abverlangt habe.

Typische Situation in der sie es annimmt: Ich habe Futter auf dem Tisch liegen und sie ist in meiner Nähe. Ich nehme ein Stück und halte es ihr hin. Sie frisst es (meistens).

Ähnliche Situation in der sie es nicht annimmt: Futter auf dem Tisch, ich rufe sie zu mir, sie kommt, ich halte ihr das Futter hin und sie dreht den Kopf weg.

Ist übrigens das gleiche Futter.

Habe solche Situationen auch wertvollen Leckerchen, wie Schweineohren....
Wenn ich es ihr einfach hinwerfe oder hinhalte, schnappt sie es sich und nach fünf Minuten ist es weg. Jetzt sollte sie letztens Sitz machen, tat sie auch brav, wollte aber plötzlich das Schweineohr nicht mehr, obwohl sie kurz davor bei dem Anblick durch die Gegend gehüpft ist. Wenn ich nicht aufpasse klaut sie auch mal eine ganze Tüte, aber dieses Schweineohr lag 3 Tage neben ihr und es wurde nicht mal bewegt. Ich hab es ihr auf die Nase gelegt, es ihr nochmal angeboten, aber null Interesse.
 
Threnodia

Threnodia

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Hallo veezveez,

die zuletzt von Dir beschriebene Verhaltensweise erscheint mir so, dass sie denkt, Dir gehört noch das Schweineohr und deshalb fasst sie es nicht an. Hast Du mal probiert, ein Freigabesignal zu erarbeiten? Also dass sie weiß, jetzt gehört es ihr und es nimmt ihr auch keiner mehr weg.
Ich mache das grundsätzlich beim Füttern. Ich stelle den Napf auf den Boden, aber erst nach dem Signa "Bitte schön" mit Zeigen auf den Napf, dürfen die Hunde fressen. Danach gehe ich aber nicht mehr dran, denn es gehört nun ihnen.
 
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veezveez

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Hallo Threnodia,

also ein Freigabesignal speziell fürs Füttern habe ich keines. Ich benutze ein generelles OK um ihr anzuzeigen, dass sie jetzt machen darf was sie möchte. Z.B. wenn wir andere Hunde treffen soll sie sich entweder hinsetzten oder hinlegen und auf das Kommando OK darf sie ihn dann begrüßen. Wenn sie bleiben soll, löse ich generell ihr Bleib mit einem OK auf und wenn wir losgehen und sie soll mit mir mitlaufen sage ich zusätzlich oder ausschließlich "Let's go".
Meinst du so etwas?
Aber warum nimmt sie es denn manchmal an und manchmal nicht und wie kann ich das in meine Belohnungen einbauen?
 
Dondon96

Dondon96

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Wie läuft denn die Fütterung bei euch ab?
Ich stimme Threonida zu, mit der Vermutung, dass sie sich einfach nicht "traut" zu fressen.
Gerade das Kopf wegdrehen ist ein Beschwichtigungssignal, welches du im obigen Text erwähnst.

Ansonsten würde ich tatsächlich einfach mal das Leckerlie (am besten etwas ganz besonderes ;)) auf den Boden werfen und einfach mal "ok" sagen, wenn sie es frisst. Oder das Kommando, das ihr (eventuell) beim Füttern verwendet.
 
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veezveez

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Ach da haben wir einiges durch, an verschiedenen Abläufen.....:p
Also ganz zu Beginn habe ich sie aus der Hand gefüttert oder ihr Brocken zugeworfen.
Dann bin ich auf den Futterbeutel umgestiegen, aber der kam nicht gut an.

Inzwischen bekommt sie ca. 2 Tage die Woche ihr Futter (wenn ich sehr Beschäftigt bin) aus dem Napf, da sie mich aber selten um Futter bedrängt und sie sich meistens erst später etwas holt gibt es da keine besondere Regelung.
Besondere Zeiten habe ich eigentlich keine.
Ich habe meine Gürteltasche und werfe ihr immer wieder etwas zu. Wenn sie hunger hat frisst sie, wenn nicht lässt sie es liegen. Das meiste aber füttere ich, wenn ich abends meine Serien schaue, weil ich dann abgelenkt bin und irgendwie nimmt sie es dann besser an, wie wenn meine ganze Konzentration auf ihr ist. Ich biete es ihr immer wieder auf unseren Spaziergängen an, aber von 100 Malen hat sie es vlt. 2 Mal angenommen.

Mir ist gerade eingefallen, dass ich noch gar nicht erwähnt habe, dass es unabhängig von der Person ist.
Also nicht nur bei mir sondern auch bei allen anderen die ihr bisher Futter angeboten haben. Witzig ist ja das sie es teilweise in den Mund nimmt und dann wieder ausspuckt, teilweise sogar drauf beißt, auch bei mir. Dinge über die sie sich an einem Tag freut, verschmäht sie am nächsten.

Ich habe übrigens versucht sie zum fressen zu ermutigen, habe sie gelobt, wenn sie vor mir frisst, aber entweder ignoriert sie mich und frisst weiter oder sie schaut schuldbewusst und verzieht sich.
Ich bin mir nicht sicher ob es das gleiche ist, aber ich sage jedes Mal das gleiche "good" oder "good girl".
 
Threnodia

Threnodia

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ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade bei zögerlich fressenden Hunden besser das Futter in den Napf gibt, hinstellt, es frei gibt und dann den Hund in der Küche alleine lässt. So bekommt sie mit, dass niemand ihr gerade das Futter streitig machen will und sie kann entspannt fressen.

Ansonsten würde ich dazu tendieren, ihr nicht ständig das Futter zur Verfügung zu lassen. Entweder es wird gefressen, oder es gibt erst zur nächsten Mahlzeit etwas. Auch den leeren Napf würde ich in der Zwischenzeit weg nehmen. Denn auch der Napf ist eine Ressource für den Hund. Es macht aus meiner Sicht den Anschein, dass sie keine klaren Signale bekommt, wann die Ressourcen ihr gehören und wann Du diese beanspruchst. Vor allem wenn du sagst, sobald du abgelenkt bist, frisst sie deutet darauf hin. Sobald du in die Nähe des Futters gehst, meint sie vermutlich, du beanspruchst es für dich und somit lässt sie es dir und wundert sich dann vermutlich, warum du es nicht nimmst ;).

Ich würde bei so einem Hund ganz klare Regeln aufstellen und immer gleich füttern, so dass sie versteht, wie das mit dem fressen in Deinem Haushalt so läuft.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Als sie zu mir kam, habe ich sie aus der Hand gefüttert, ich habe es später auch mit einem Futterbeutel probiert, ging so.
Es ist schwer zu erklären, sie frisst schon aus meiner Hand und auch wenn ich ihr etwas hinwerfe, aber nicht durchgehend und nie wenn ich ihr vorher etwas abverlangt habe.

Typische Situation in der sie es annimmt: Ich habe Futter auf dem Tisch liegen und sie ist in meiner Nähe. Ich nehme ein Stück und halte es ihr hin. Sie frisst es (meistens).

Ähnliche Situation in der sie es nicht annimmt: Futter auf dem Tisch, ich rufe sie zu mir, sie kommt, ich halte ihr das Futter hin und sie dreht den Kopf weg.

Ist übrigens das gleiche Futter.

Habe solche Situationen auch wertvollen Leckerchen, wie Schweineohren....
Wenn ich es ihr einfach hinwerfe oder hinhalte, schnappt sie es sich und nach fünf Minuten ist es weg. Jetzt sollte sie letztens Sitz machen, tat sie auch brav, wollte aber plötzlich das Schweineohr nicht mehr, obwohl sie kurz davor bei dem Anblick durch die Gegend gehüpft ist. Wenn ich nicht aufpasse klaut sie auch mal eine ganze Tüte, aber dieses Schweineohr lag 3 Tage neben ihr und es wurde nicht mal bewegt. Ich hab es ihr auf die Nase gelegt, es ihr nochmal angeboten, aber null Interesse.
Ist vielleicht der entscheidende Unterschied der, ob du sie anschaust oder nicht? Probier mal aus, etwas von ihr zu verlangen - z.B. "Sitz" - und ihr danach die Belohnung hinzuhalten, ohne sie dabei anzuschauen. Vielleicht ist der Blickkontakt von dir bereits zu einschüchternd für sie.
 
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Hündin nimmt weder Futter noch Spiel an!!!

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