Kater hat Oxalat-kristalle und Steine. Was tun?

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Sabserina

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Hallo ihr Lieben. Ich wende mich heute wieder mit einem Problem an euch.

Vorgeschichte: Mein Kater, Luki 2 Jahre, begann vor wenigen Wochen Blut im Urin auszuscheiden. TA hatte den Verdacht, dass er durch Stress eine Blasenentzündung bekam. Er bekam als Medikation leichte Beruhigungstabletten, Harnwegs-fördernde Tabletten und Schmerzmittel. Nachdem es ihm die letzten Wochen gut ging, haben wir vor circa 2 Wochen alles abgesetzt.
Vor 3 Tagen ging das Spiel wieder von vorne los. Blut im Urin. Dauernd aufs KaKlo. Minutenlanges pressen und wildpinkeln überall in der Wohnung ohne Urinabsonderung.
Also erneut zum TA. Verschrieben hat sie wieder das selbe. Auf Biegen und Brechen hat er dann heute endlich
einen Ultraschall bekommen. Resultat: Oxalatkristalle im Urin und Steine in der Blase. Nieren sind okay.
TA äußerte dass diese noch in einem Stadium sind, bei dem man gut mit Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme arbeiten kann.

Luki: ist 2 Jahre, Hauskater. Generell eher träge und ein wenig übergewichtig. Bekam bisher meist Trockenfutter von PURINA One.

Nun zu meinem Problem:
Ich habe mich heute mehrere Stunden im Internet belesen und bin seither sehr unsicher was die Behandlung des TA betrifft.
Im Internet steht nämlich folgendes:
Oxalate kann man eigentlich nicht durch Ernährungsumstellung loswerden, höchstens verhindern dass sie sich vermehren. Einzige Therapie wäre eine Blasenspülung oder OP.
Speizialfutter und Diätfutter ist a. als Nassfutter (was laut Internet besser als Trockenfutter in diesem Fall ist) absolut nicht zu finden. Alles nur für andere Arten von Kristallen. B. Soll dieses Spezialfutter generell nicht viel bringen.

Meine TA meinte ich solle mir bis Montag überlegen, ob die Praxis das Spezialfutter bestellen soll, oder ob ich es selbst im Internet bestellen will. Aber weder finde ich etwas, noch heißt es ja, dass es nichts bringt.
Ich überlegte kurz ob Barfen eine Option wäre, dabei kann man aber einfach zuviel falsch machen und ich kenne mich überhaupt nicht damit aus.

Jetzt stehe ich ein bisschen im Wald. Meiner TA vertraue ich auch nicht mehr ganz, da diese erst nach mehrfachen Problemen einen Ultraschall machen wollte und das spricht ja schon für sich...
Im Internet wird empfohlen normales Nassfutter zu verwenden und etwas mit Wasser zu vermengen. Unser Luki trinkt generell leider nur sehr wenig.
Zudem sei Spezialfutter meist mit viel Salz vermengt, was das trinken anregen soll, aber den Nieren schadet.

Daher wende ich mich an euch:
Hattet ihr diesen Fall schonmal? Was hat eurem Liebling geholfen? Empfehlt ihr Spezialfutter?
Welche Futtermarken empfiehlt ihr generell?

Ich bedankte mich schonmal herzlichst für eure Hilfe!

Nachtrag: So eben habe ich nach einer Stunde suchen auf einer Seite ein Nassfutter für Oxalate gefunden. Von Eukanuba: Oxalate-Urinary. Hier mal die Inhaltsstoffe: Was meint ihr dazu?

Huhn, Maisgrieß, Trockenvollei, Fischmehl, getrocknete Zuckerrübenschnitzel, Hühnerfett, Kaliumcitrat, Hühnerproteinhydrolysat, DL-Methionin, Kaliumchlorid, Bierhefe, Natriumchlorid


Protein 10,5 %, Rohfett 7 %, Omega-6-Fettsäuren 0,75 %, Omega-3-Fettsäuren 0,15 %, Rohfaser 0,2 %, Rohasche 1,5 %, Wasser 77 %, Calcium 0,25 %, Phosphor 0,20 %, Natrium 0,1 %, Kalium 0,3 %, Magnesium 0,025 %, Chlorid 0,18 %, Schwefel 0,08 %, Hydroxyprolin 0,1 %
 
Zuletzt bearbeitet:
27.08.2016
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Casimir

Casimir

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Huhu!

Bei Oxalatkristallen ist der ph Wert des Urin zu sauer und muss quasi neutralisiert werden. Am einfachsten gelingt das tatsächlich mit Rohfleisch (hier erstmal in Verbindung mit basischem Gemüse als Ballaststoffe)- das bringt den Urin natürlicherweiße auf einen gesunden ph- Wert. Oxalatsteine lassen sich aber in der Tat nur bedingt auflösen, da hast du Recht. Sind sie zu groß, hilft nur eine OP- aber dann kann eben durch eine gezielte Ernährung verhindert werden, dass sich neue bilden oder die vorhandenen Steine "wachsen".

Von Trockenfutter solltest du dich aber am besten so oder so verabschieden, das ist auf Dauer einfach nicht gesund. Katzen trinken eh schon wenig und Trockenfutter entzieht zusätzlich noch Wasser, auf Dauer werden die Nieren belastet- und dazu entsteht es meist zu großem Teil aus Getreide und Co, Katzen sind aber Fleischfresser. Aus diesem Grund gefällt mir auch das Futter, was du noch gefunden hast, nicht wirklich. Das könnte man eher einem Pflanzenfresser vorsetzen.
Dieses Problem haben leider alle ach so tollen Diätfuttermittel. Ich habe sogar mal eines für Katzen gesehen, dass ganz groß damit warb, als einzige Proteinquelle Maismehl verwendet zu haben. Na da freut sich doch das Raubtier :roll:
Meistens gibt es durch diese Diäten erstmal einen kleinen Erfolg, denn immerhin zielt es schon darauf ab, die Überschüsse bzw Unterversorgungen im Körper auszugleichen. Aber auf Dauer schadet es durch diese verschobene und einseitige Zusammensetzung viel mehr und die Probleme kommen wieder oder es gibt gravierendere.

Wenn du mit deiner TÄ nicht zufrieden bist, dann geh doch nochmal zu einem anderen. Die können dir vielleicht sagen, ob man die Steine noch so gelöst bekommt oder ob eine OP schon nötig ist.
Mit Dosenfutter und Co kenne ich mich leider nicht aus. Wenn du Zeit hast und dich barfen interessiert, kann ich dir das nur ans Herz legen. Das ist quasi mit die natürlichste Ernährung für Katzen und du kannst bei diversen Problemchen "leicht" am Futter manipulieren und denen entgegenwirken, ohne dass der Organismus Schaden nimmt. Wenn du daran interessiert bist, besorg dir doch mal das Buch "einfach barf" von Doreen Fiedler. Da ist alles leicht erklärt. Es erscheint erst kompliziert, aber viele machen auch eine enorme Wissenschaft daraus ;)
 
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Sabserina

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Hallo Casimir, danke für deine Antwort.

Du schriebst dass tatsächlich verhindert werden kann, dass die Steine weiter wachsen. Können denn "kleine" Steine in der Blase bleiben, ohne dass sie Schaden anrichten, oder sollten solche Steine, egal wie groß, generell entfernt werden?
Weist du vielleicht auch, ob bei kleinen Steinen die Möglichkeit besteht, dass sie durch ausreichendes Trinken "aus der Blase gespült" werden und so verschwinden?
Ich habe 2 weitere Katzen im Haushalt und habe mich heute auch dazu entschieden, kein Trockenfutter mehr zu füttern. Die anderen beiden haben zwar keine Beschwerden, aber ich möchte ja, dass sie gesund leben.

Das Futter das ich jetzt gefunden habe, war leider das einzige dass es für den Fall mit Oxalatproblemen gibt. Das wäre dann sowieso kein Futter auf Dauer sondern nur für einige Wochen.
Barfen interessiert mich eigentlich wirklich, da müsste ich mich vielleicht doch mal ranwagen. Vor einiger Zeit hatte ich bei PetsDeli bestellt, die mit Rohfleisch und ach so tollen Futterprodukten werben. Was da dran ist weis ich nicht. ich weis nur, dass meine Lieben lieber 2 Tage nichts gefressen haben, statt das Rohfleisch zu essen. Da müsste ich mich auch erst langsam ranwagen und die Kleinen damit vertraut machen.

Ich hab nun den Plan dass ich am Montag bei einer, eigentlich mit gutem Ruf, bekannten Tierärztin anrufe und einen Termin für eine Zweitmeinung mache.
Leider habe ich auch vom jetztigen TA keine Info, warum die Blutung im Urin aufhört, wenn er die Beruhigungstabletten nimmt. Eine Blasenentzündung (durch Stress) konnte sie im Schall nicht erkennen. Wie das ganze dann wohl zusammen hängt!?!
 
Casimir

Casimir

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Also ganz so genau kenne ich mich mit den Steinen nicht aus, erinnere mich aber, dass wir in der Praxis schon hin und wieder mal gespült haben in "leichten" Fällen. Wenn die Steine nicht zu groß sind, sollte auch eine natürliche Spülung der Blase durch eigenständige Flüssigkeitsaufnahme etwas bewirken. Aber frag mich nicht, bis zu welcher Größe das noch geht und ob das so leicht bei Katzen umsetzbar ist, die ja eh wenig trinken.
Die Blutungen entstehen, so habe ich das zumindest gelernt, durch die Reibung an den Schleimhäuten. Ich spinne jetzt mal stark rum- aber vielleicht führt eine vermehrte Bewegung der Katze zu einem größeren Umherschleudern der Steine? Ergo- Beruhigungstabletten, ruhiges Tier, weniger Bewegung. Nagel mich nicht fest :lol:

Katzen im Futter umzustellen kann manchmal eine wahre Herausforderung sein. Am besten fährt man, indem man erstmal mit etwas purem Rohfleisch anfängt. Etwas Hühnchen oder Rind oder was auch immer sie mögen könnten. Garniert mit etwas Trockenfutter hilft manchmal. Und dann die Supplemente nach und nach einschleichen, denn auch da gibts einige Tiere, die manche Sachen nicht mögen. Bierhefe z.B. kann sehr verlockend sein- bei zu viel meiden viele Katzen das komplette Futter. Manche kommen nicht an Blut ran, andere fressen das Futter lieber mit Blut.
PetsDeli... ist in meinen Augen maßlos überteuert. Sie verwenden auch aus Überzeugung keine Organe, sondern nur reines Muskelfleisch. Aber gerade Organe eignen sich hervorragend, um diverse Nähr- und Wirkstoffe ins Futter zu bekommen und gehören einfach ins Futter. Statt der wichtigen Organe schmeißen sie lieber merkwürdiges Obst rein. Naja...
Du kannst dich ja auch mal auf katzen-fieber.de umschauen, da steht auch einiges zum Futter, barfen, Dose, den Steinen etc pp.

Dass du dir eine Zweitmeinung einholst, finde ich klasse! Du kannst ja gern mal berichten, wenn du bei der anderen TÄ warst.

Zum Thema trinken: hast du schon mal probiert, ob sie vielleicht bewegtes Wasser besser finden? Unser einer Kater trinkt liebend gern aus dem Wasserhahn oder aus der Gießkanne, wenn ich die Blumen gieße. Generell schmeckt allen Wasser aus der Gießkanne besser, als frisches im Napf. Es gibt auch extra Trinkbrunnen, die mit einer kleinen Pumpe für Wasserbewegung und ein Tröpfeln sorgen.
Mit Nassfutter ist die Flüssigkeitsaufnahme ja nochmal besser.
 
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Sabserina

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Ach also geht das. Das lässt mich wenigstens ein bisschen hoffen. Vielleicht haben wir ja Glück und die TA hatte recht, dass es mit viel Flüssigkeitsaufnahme und einer Ernährunsumstellung doch klappt. Dann scheinen die Steine wohl noch klein zu sein. Ich mache mir nur Sorgen, dass diese Steine oder Kristalle die Harnröhre irgendwann so verstopfen, dass der Arme garnicht mehr pinkeln kann, denn dann wird es brenzlig.
Die Theorie klingt aber sehr einleuchtend. Durch die Tabletten ist er tatsächlich ruhiger geworden und rennt mich sehr so wild in der Gegend rum. Vorher hatte er ab und an seine "5 Minuten" die gibt es jetzt nicht mehr. Aber das muss ja nicht von Dauer sein.

Danke für den Link, da werde ich mich auf jeden Fall mal durchlesen.
Wenn ich bei dem anderen TA war werde ich mich auf jeden Fall nochmal rückmelden.

Von bewegtem Wasser hällt er leider garnichts. Wir haben aber noch eine kleine Spritze da, die ich mit Wasser aufziehe und ihm gebe. Daraus trinkt er wunderbar. Warum auch immer.
Und auch das Futter mit Wasser zu vermengen klappt super. Alle 3 essen das ebenso gut wie ohne Wasser. Das ist schonmal ein guter Schritt.
 
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