Hachiko - hätte man ihm helfen können?

Diskutiere Hachiko - hätte man ihm helfen können? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Da der Thread "Hachiko" aus dem Jahre 2009 geschlossen wurde, richte ich meine Frage zu diesem legendären Akita-Hund hier an Euch Hundehalter...
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Sebodor

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Da der Thread "Hachiko" aus dem Jahre 2009 geschlossen wurde, richte ich meine Frage zu diesem legendären Akita-Hund hier an Euch Hundehalter: Hätte man diesem Hund nicht 10 Jahre Leid ersparen können, indem man ihm von seinem Herrchen Abschied nehmen lässt?

Zur Geschichte selbst (die meisten Hundefreunde hier werden sie kennen):
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Einem Universitätsprofessor läuft auf seinem Weg von der Arbeit nach Hause an der Bahnstation ein niedlicher Akita-Welpe zu. Er kann nicht widerstehen und nimmt den jungen Hund
mit nach Hause. Bald sind Mann und Hund die besten Freunde. Hachi begleitet den Gelehrten morgens zum Bahnhof und erwartet um 17 Uhr den Heimkehrer. Als das Herrchen stirbt, kommt Hachi dennoch jeden Tag zum Bahnhof, zehn Jahre lang.
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Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Je mehr man über das Schicksal des Hundes nachdenkt, desto trauriger erscheint einem diese. Schon während des Film war ich zu Tränen gerührt - doch als ich auf Wikipedia über den Hachiko-Kult in Tokio las, wurde ich noch betrübter und sogar wütend. Denn aus meiner Sicht hätte man dem Tier helfen können:

Hätte die Ehefrau des verstorbenen Professors dem geliebten Hund nicht ermöglichen sollen, sich von dem Leichnam seines Herrchens (z. B. im Leichenschauhaus) verabschieden zu können? Ich denke nämlich, der Hund wusste einfach nicht, warum sein Freund nie zum Bahnhof zurückkam. Hätte er den Leichnam gesehen, so wäre er zwar traurig gewesen, hätte es aber akzeptiert und wäre nicht 10 Jahre lang am Bahnhof gesessen. Der Tod gehört zum Leben dazu (das wissen auch Hunde, denke ich). So musste er jedoch denken, sein Herrchen wollte nicht mehr zu ihm zurückkommen.

Meine Recherche hat ergeben, dass sich wohl noch niemand Gedanken darüber gemacht hat, dass der eigentliche Herzschmerz dieses Hundes nicht durch den Tod seines Herrchens entstand, sondern durch unüberlegtes Handeln der Angehörigen.

Vielleicht irre ich mich aber auch. Was sagt ihr Hunde-(Hobby)-Psychologen?
 
03.11.2016
#1
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Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
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Marrkus

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Wie jetzt? Der Mann hatte seinen Hund jeden Tag stundenlang vorm Bahnhof angebunden? Und niemand hat etwas dagegen unternommen? Und als das Herrchen gestorben ist, was ist dann mit dem Hund passiert? Wurde er Straßenhund? Gibt es sowas überhaupt in Japan?

Hätte die Ehefrau des verstorbenen Professors dem geliebten Hund nicht ermöglichen sollen, sich von dem Leichnam seines Herrchens (z. B. im Leichenschauhaus) verabschieden zu können?
Du vermenschlichst den Hund. Hunde können nicht Abschied nehmen. Außerdem denke ich nicht, dass Hunde in ein Leichenschauhaus rein dürfen. Ich bin mir nicht mal sicher ob sie eine Leiche noch erkennen würden, da diese ja gereinigt, gekühlt und desinfiziert wird.

Ich denke nämlich, der Hund wusste einfach nicht, warum sein Freund nie zum Bahnhof zurückkam.
Darüber machen sich Hunde auch keine Gedanken.

Hätte er den Leichnam gesehen, so wäre er zwar traurig gewesen, hätte es aber akzeptiert und wäre nicht 10 Jahre lang am Bahnhof gesessen. So musste er jedoch denken, sein Herrchen wollte nicht mehr zu ihm zurückkommen.
Das ist wieder eine extreme Vermenschlichung. Es ist bei Wölfen, Wildhunden und Straßenhunden völlig normal, dass Rudelmitglieder verschwinden. Da trauert auch kein Tier 10 Jahre lang rum.
 
Knopfstern

Knopfstern

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Kannst du bitte eine Quellen-Angabe angeben, danke! ;)
 
seven

seven

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Ach Leute, so schwer ist das doch nicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Hachiko_–_Eine_wunderbare_Freundschaft

Nirgendwo steht, dass der Hund angeleint wurde. Ich hab´ den Film auch gesehen, und der Hund war definitiv nicht angeleint.
Natürlich kann man jetzt über Vermenschlichung von Tieren streiten, aber wie oft liest man, dass Hunde vor Krankenhäusern oder an Unfallorten auf ihr Herrchen/Frauchen warten?

Und ich bin sehr wohl der Meinung, dass Tiere Abschied nehmen können. Die merken sehr wohl, ob jemand tot ist, wenn sie den Menschen nochmal sehen. Und ich glaube auch, dass sie das dann "irgendwie verstehen" - im Sinne von "spüren". Das merken sie ja auch bei Artgenossen, an die sie sich dann nochmal rankuscheln z. B.

Tiere merken ja auch, wenn es Mensch schlecht geht. Als ich vor einigen Jahren kurz vorm inneren Verbluten stand und halb-ohnmächtig auf der Couch lag, bis der RTW da war, ist Katze Dinah nicht von meiner Seite gewichen, und schließlich ist sie in den Sani-Koffer gesprungen (was die Sanis nicht so lustig fanden) und wollte unbedingt mit...

Tiere "verstehen" vielleicht nicht, aber sie haben ein gewisses Gespür... (meine Meinung...)

LG seven
 
S

Sebodor

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Knopfstern, hier der Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Hachik%C5%8D
Der Link von seven ist auch hilfreich - da geht es aber "nur" um die Verfilmung dieser Geschichte.

Danke, Marrkus, für deine Einschätzung. Vielleicht vermenschliche Hunde wirklich etwas, aber die Geschichte ist sehr rührend. Wieso wartet der Hund Tag für Tag auf sein Herrchen, wenn der Hund nicht ein bisschen Mensch ist...

Nun denn, ich bin auf weitere Antworten auf die ursprüngliche Frage gespannt: Hätte man das Leid des Hundes mildern können?
 
Flumina

Flumina

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Ich bin da ganz sevens Meinung, ich glaube auch das Tiere Abschied nehmen können auch wenns evtl zu vermenschlicht gedacht ist.

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Midoriyuki

Midoriyuki

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Ich sehe das ehrlich gesagt eher nüchtern...Vermutlich hat der Hund zu Anfang durchaus seinen Besitzer gesucht, aber (und hier wird´s unromantisch) er hat halt ein sehr festes Ritual weiter geführt und wird auch durchaus positive Aufmerksamkeit dabei hervor gerufen haben.

Was also vllt. als Suchen begonnen hat wird vermutlich recht bald in ein sich für den Hund lohnendes, ritualisiertes Verhalten umgeschwenkt sein.

Ich glaube auch nciht, dass es Hachiko zwangsweise furchtbar schlecht ging.
Menschen, die ihn beachten, füttern usw. ein recht eigenständiges Leben und trotzdem abends ein warmes Bettchen...ich glaube, es gibt schlimmere Arten als Hund sein Leben zu verbringen;)

Den Film finde ich übrigens brutal romantisiert.
Aber gut, es ist halt ne Hollywood-Produktion:p
 
Audrey

Audrey

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Und ich bin sehr wohl der Meinung, dass Tiere Abschied nehmen können. Die merken sehr wohl, ob jemand tot ist, wenn sie den Menschen nochmal sehen. Und ich glaube auch, dass sie das dann "irgendwie verstehen" - im Sinne von "spüren". Das merken sie ja auch bei Artgenossen, an die sie sich dann nochmal rankuscheln z. B.
Das hab ich hier ja erst vor wenigen Tagen miterleben müssen - Minou war meistens in irgendwelchen Verstecken, oder möglichst erhöht gesessen. Toulouse ist zum Sterben auf die Couch gegangen - und sie saß dicht an ihn gekuschelt und hat ihn immer wieder abgeschnuppert. Die wußte ganz genau, was Sache ist!

Ansonsten - um Deine Frage, Sebodor, mal ganz sachlich zu beantworten: nein, dem echten Hachiko hätte man nicht helfen können. Schließlich war das in den 20er und 30er Jahren, da hat man sich mit Hundepsychologie auch in Japan sicher noch nicht beschäftigt.
 
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Marrkus

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Und das hat niemanden interessiert, dass der Hund da täglich stundenlang frei am Bahnhof herumlief?

Nun ja, dann ist meine Theorie, dass der Hund in der Zeit vermutlich gestreichelt und gefüttert wurde und aus diesem Grund da immer wieder hinging nachdem sein Besitzer tot war. Somit kann von Leid also keine Rede sein.
 
Son-Gohan

Son-Gohan

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Es weiß doch niemand, ob sich nicht jemand seiner angenommen hatte und Hachiko aber immer wieder ausgebüxt ist, um zum Bahnhof zu gelangen?
Vielleicht wollte Hachiko nicht, dass man ihm hilft, sondern wartete Tag für Tag, in der Hoffnung, sein Herrchen doch wieder zu sehen.

(Es fgibt eine ähnliche Geschichte, einer Akita-Hündin Namens Maya, die tagelang vor dem Krankenhaus ausharrte, weil ihr Frauchen dort eingeliefert wurde.
Diese wurde von den Mitarbeiten und dem Vater der Frau versorgt)
 
Julia_93

Julia_93

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Hallo,
ich denke auch, dass es sich bei Hachiko um ein ritualisiertes Verhalten handelt.
Er ist ja über längere Zeit mit seinem Herrchen dort hin und hat ihn abgeholt und wurde von seinem Herrchen begrüßt.

Sowas geht bei Hunden finde ich recht schnell.
Meine Lapka hat damals immer wenn ich Schulschluss hatte am Fenster auf mich gewartet. Auch wenn ich an manchen Tagen zu anderen Zeiten nach Hause kam.
So ein ähnliches Verhalten sehe ich jetzt auch bei meinem Akita (Akuma).
Bei der Mittagsrunde warte ich am Parkplatz auf meinen Mann, wenn er von der Arbeit kommt. Akuma weiß das und würde da auch Stunden lang warten.
Es kam schon ein paar mal vor, dass mein Mann entweder zu spät kam oder länger machen musste, sodass ich nicht auf ihn warten würde.
Mit mühe konnte ich Akuma von da weg holen, weil das für ihn schon so ritualisiert war.

Zu der Frage ob Hunde (Tiere) Abschied nehmen.
Hmmm ich denke schon das Hunde verstehen, wenn jemand verstorben ist und das sie auch Trauer empfinden.
Es gibt mehrere Geschichten darüber, dass Hund auch an den Gräbern der Herrchen verbleiben oder diese immer wieder aufsuchen.
War da nicht ein West Highland Terrier in England der das gemacht hat? Ich meine es gibt von ihm auch ne Statue?

Ich denke auch das Hachiko am Bahnhof gut versorgt wurde.
Es kamen ja viele Leute nur um diesen Hund zu sehen und ich denke das er dementsprechend dann auch gefüttert wurde.

Übrigens finde ich den Film wundervoll. Kann ihn mir aber seit Lapkas Tod nicht mehr anschauen :_(
 
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Gast84631

Guest
nur mal so nebenbei, woher moechtet ihr denn wissen, dass hunde nicht trauern koennen?
Sry, wenn das jetzt doof rueber kommt: zur beerdigung gehen wir ja fuer gewoehnlich auch nicht, nur weil es ein ritual unserer gesellschaft ist.
Lebewesen ihre gefuehle abzustreiten, obwohl man sie garnicht kennen KANN, ist zumindest nicht meine art.

Wie das thema "koennen hunde denken", ne, sie handeln aus dem gelernten, und WIR?
Muessen es auch erst lernen:D
Endloses thema.
 
-Melody-

-Melody-

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Ich denke auch nicht, dass es dem Hund damals schlecht ging.
Er wurde ja richtig zur Attraktion und somit auch sicher versorgt.

Mal davon abgesehen bin ich definitiv der Meinung dass Tiere Abschied nehmen können, und das ein Hund es sicher versteht, wenn er sein totes Herrchen/Frauchen sieht. Tiere sind so sensibel manchmal, da finde ich es absolut nicht vermenschlicht zu sagen, dass sie sowas verstehen können, vlt nicht verstehen in unserem Verständnis, aber Spüren auf jeden Fall. Tiere spüren ja auch so schnell wenn ein Artgenosse oder auch das Frauchen/Herrchen krank ist. Ich finde manchmal werden Tiere in ihren Fähigkeiten echt unterschätzt.
 
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Marrkus

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@hundefreundin:
Kennst du auch nur einen einzigen Hund der nach dem Tod seines Besitzers jahrelang getrauert hat?
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hundefreundin spricht generell davon, dass Tiere Gefühle haben, nicht jahrelangem Trauern. Lesen hilft.

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Gast84631

Guest
marrkus, keine ahnung, er kann ja schlecht mit mir reden;)

Mido genau, und davon, dass wir eben nicht in sie rein gucken koennen.
Wir sprechen eben verschiedene sprachen und wir koennen nur das verstehen, was sie uns mit ihrer koersprache "sagen".
 
Knopfstern

Knopfstern

Moderator
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Vielleicht Interessiert euch das hier:
http://www.haz.de/Nachrichten/Panor...-Hund-der-monatelang-vor-Hotel-auf-sie-wartet


Hunde trauern, definitiv.

Ich habe es selber erlebt. Zeus ist ja mit Teddy gross geworden und 2011 haben wir diesen einschläfern lassen müssen.
Zeus durfte dann von ihm im Krematorium abschied nehmen. Dort wurde Teddy schön aufgebaut und wir durften dann zu ihm in Abschiedsraum. Zeus war auf der Fahrt dorthin ganz furchtbar Unruhig. Wir hatten Teddy im Kofferraum.

Zwischen Einäschern und Tod lagen zwei Wochen.

Als wir also im Raum waren, lief Zeus zwei mal um Tisch rum und versuchte danach drauf zu klettern. Ich half ihm dann ein wenig hoch und dann fing er an, die Pfoten von Teddy abzulecken. Als ich ihn aber nicht mehr halten konnte, versuchte er es wieder und fing kläglich anzubrüllen. Ganz furchtbar, man hat richtig Panik gemerkt in ihm. Dann ging mein Freund mit ihm vor die Tür und der war kaum zu beruhigen. Dem lief auch richtig Flüssigkeit aus seinen Augen.
Ich werde das nie vergessen.

Als wir dann zwei Stunden spazieren waren und im Ruheraum wartetet und mit der Betreuung vor Ort sprachen, kam der Bestatter und brachte uns die Urne.
Zeus lief dann zur Tür, schaute die Urne an und der Mann hielt ihm die vor die Nase zum riechen. Dann schaute er meinen Freund an, die Urne, dann mich und ging richtung Ausgang, nachdem Motto" komm, wir können..."

Ich merke das auch in der Arbeit mit meinen Klienten, wie Ben da mit dem Thema trauer umgeht. Und ja, ich bin der Meinung, Tiere können das.

Natürlich neigen wir Menschen dazu, alles zu"romantisieren." ;)
 
Roshinu

Roshinu

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Ich sehe das ehrlich gesagt eher nüchtern...Vermutlich hat der Hund zu Anfang durchaus seinen Besitzer gesucht, aber (und hier wird´s unromantisch) er hat halt ein sehr festes Ritual weiter geführt und wird auch durchaus positive Aufmerksamkeit dabei hervor gerufen haben.
Das, gekoppelt mit der Intelligenz und der Selbstständigkeit der Akitas, ist für mich genau der Grund, den auch ich hinter dem Verhalten vermute. Erinnert mich etwas an den Dorfhund aus meiner Kindheit (Gehörte einem der Bauern in der Nachbarschaft). Der lief jeden Tag stur die selbe Runde durch den Ort, genau wissend wann er wo was zu fressen bekommt und am späten Nachmittag ging es dann wieder nach Hause.
Es außerdem nicht so, als hätte Hachiko am Bahnhof "gelebt", sondern sein eigentliches Zuhause war nach dem Tod seines Besitzers bei einem Angestellten der Familie. Allerdings lief da er halt immer wieder davon um auf den Zug seines Herrchens zu warten.
Hachiko ging es sicherlich nicht schlecht, er hatte Leute die ihn fütterten und ihm wurde auch von den Angestellten des Bahnhofs ein Unterschlupf gebaut. Außerdem war er schon während er noch gelebt hat sehr berühmt, da die Statue an der Shibuya-Kreuzung bereits zu seinen Lebzeiten errichtet wurde.

Was man auch nicht vergessen darf ist, bis heute ist Japan ein Land in dem die Leute zu "funktionieren" haben und in dem man sich erst in den letzten Jahren langsam anfängt über die Psyche und den sozialen Druck der Einwohner sorgen zu machen (Leistungsdruck, Burnout, kulturelle Uniformität, etc). Ich bezweifle da stark, dass sich zu Beginn der Showa-Zeit irgendwer groß Sorgen um die Psyche eines einzelnen Hundes gemacht hat. Insbesondere, da Japan da ganz andere Probleme hatte (zB politische Isolation, Erstarken des Militarismus, Weltwirtschaftskrise etc.) als sich mit Hundepsychologie zu beschäftigen.

Und jetzt wollte ich gerade Photos posten, wie es in Tokio bei der Shibuya Kreuzung aussieht wo Hachi's Statue steht .. aber ich hab grade festgestellt, ich hab nur ein ziemlich riesiges Video von der Hachiko Statue und den 1000en herumwuselnden Menschen. War nämlich gar nicht so einfach, das Ding in der Masse zu finden.
Und, es gibt da nicht nur eine Statue, sondern auch eine ganze bunte Wand voll mit Akita Figuren :050:
 
E

EliasLeon

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Akita Inu ist eine der Hunderassen, die mich interessieren, seit ich den Hachiko-Film gesehen habe. Ihre Loyalität gegenüber dem Eigentümer ist zweifellos bemerkenswert. Basierend auf Geschichte vom Akita Inu handelt es sich um alte japanische Hunderassen, die auf der Jagd nach wilden Tieren sind. Sie sind vielleicht wild und distanziert, aber sobald sie sich an ihren Besitzer gewöhnt haben, sind sie ein höflicher und loyaler Partner.
 
Thema:

Hachiko - hätte man ihm helfen können?