Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Diskutiere Anspruch auf Weihnachtsgeld? im Schule & Beruf Forum im Bereich Smalltalk; Hallöchen :039: Vielleicht gibt's hier ja jemanden, der sich damit auskennt oder vielleicht selbst schon mal in der Lage war und daher einen...
Winniegirl

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Hallöchen :039:

Vielleicht gibt's hier ja jemanden, der sich damit auskennt oder vielleicht selbst schon mal in der Lage war und daher einen "Erfahrungsbericht" abliefern kann:

Die Situatuation sieht wie folgt aus: der Großteil meiner Kollegen hat Weihnachtsgeld bekommen... eine Kollegin und ich sind leer ausgegangen. Natürlich ist es das Einfachste, den Chef direkt darauf anzusprechen, und das werde ich am Freitag, wenn er hoffentlich wieder gesund im Büro ist, auch tun. Bis dahin versuche ich, mir
irgendwelche Argumente zusammenzusuchen, die ich anbringen kann, um zu belegen, dass es so, wie es momentan mit dem Weihnachtsgeld bei uns gehandhabt nicht in Ordnung ist.

Ich weiß, dass es sich bei dem Weihnachtsgeld um eine freiwillige Zahlung handelt und auf die man an sich keinen rechtlichen Anspruch hat. So steht es auch bei Kollegin A, die Weihnachtsgeld bekommen hat, im Vertrag drin. Allerdings bin ich jetzt beim Googlen über den Gleichbehandlungsgrundsatz gestolpert, nach dem der Arbeitgeber zwar Unterschiede in der Höhe des Weihnachtsgeld machen darf (was mir auch durchaus einleuchtet), aber er darf bestimmte Arbeitnehmer nicht von der Zahlung ausschließen, solange keine sachlichen Gründe hierfür vorliegen. Was genau ein solcher sachlicher Grund sein könnte, habe ich leider nicht wirklich herausfinden können.

Könnte eventuell die Tatsache, dass es bei Arbeitnehmer A im Vertrag drin steht, bei Arbeitnehmer B allerdings nicht, ein solcher Grund sein? :eusa_think: Aber da das Weihnachtsgeld ja freiwillig ist, kann ich mir das irgendwie nicht so recht vorstellen.
Und dass ein Kollege mit der gleichen Qualifikation wie ich, aber mit weniger Arbeitsstunden und einem kleineren Aufgabengebiet als ich, Weihnachtsgeld bekommt und ich nicht, erscheint mir schlichtweg als "unfair", aber das kann ich gegenüber dem Chef ja schlecht anbringen, weil was ist schon fair? Nicht, dass ich einem Kollegen das Weihnachtsgeld nicht gönne... um Gottes Willen, aber wenn, dann doch gleiches Recht für alle, oder?
 
30.11.2016
#1
A

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Guest

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Son-Gohan

Son-Gohan

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Chef drauf ansprechen ;)

Arbeitest du Teilzeit oder Vollzeit?
Was für ein Betrieb sit das?
 
Winniegirl

Winniegirl

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Den Chef drauf ansprechen werde ich auf jeden Fall, wenn er wieder da ist. Ich will ihm halt nur nicht damit kommen, von wegen "ich find's unfair", ohne irgendwas in der Hinterhand zu haben ;)

Ich arbeite Vollzeit und wir sind eine Steuerkanzlei
 
Audrey

Audrey

Moderator
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Vielleicht hilft das Stichwort "betriebliche Übung"? Also wie lang arbeitest Du da schon, und hast Du in den Jahren zuvor Weihnachtsgeld bekommen?
 
Winniegirl

Winniegirl

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In dem Büro bin ich jetzt seit April 2015, da wurde unsere alte Kanzlei von denen aufgekauft... moderner Menschenhandel quasi :lol:
Im alten Büro hatte ich kein festes Gehalt sondern war am Umsatz beteiligt und da gab es dann am Jahresende einen "Bonus" in der Form, dass alles, was über das im Vertrag vereinbarte Umsatzziel hinausgeht, als Bonus ausgezahlt wurde. Das ist allerdings bei mir damals nicht zum Tragen gekommen, da ich bis Dezember noch in der Probezeit war und mein damaliger Chef das so gehandhabt hat, dass auf den Bonus zunächst verzichtet wird, da man das Umsatzziel in der Anfangszeit eh nicht erreicht, und so die Probezeit nutzen kann, um auszuloten, ob die Art von "Gehalt" einem überhaupt liegt - hatte den Vorteil, dass eben auch nicht "zurückgerechnet" wurde, wenn man das Ziel nicht erreicht.

Tja, und im April wurden wir dann verkauft. Heißt also, mit der "betrieblichen Übung" komme ich wahrscheinlich eher nicht weiter, da ich in den 3 Jahren zuvor ja nicht im gleichen Betrieb war.
 
L

LoccoGirl

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Frag einfach den Chef und je nachdem was er für Gründe bringt kannst du im Nachhinein immer noch handeln.
Mach dich nicht verrückt vielleicht ist im Besten Fall irgendwas schief gelaufen.
 
Winniegirl

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Das was schief gelaufen ist, schließe ich aus. Denn dann wäre letztes Jahr bereits was schief gelaufen, und wie gesagt, ich bin nicht die einzige, die kein Weihnachtsgeld bekommen hat. Außer mir geht noch eine Kollegin leer aus; der Rest von den 20 Angestellten kriegt welches.
 
K

Kiwi

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Bevor du mit dem Chef persönlich sprichst, würde ich die Sache mit dem Betriebsrat besprechen.

Kannst du dir vorstellen, was der Grund dafür ist? Das zu wissen oder wenigstens zu erahnen würde natürlich eine bessere Argumentationsgrundlage bringen.
Das allgemeine gleichbehandlungsgesetz bezieht sich eher auf Benachteilgungen aufgrund von Hautfarbe, Religion, sexueller orientierung etc.

Die Zahlung des Weihnachtsgeldes fällt allerdings unter das Mitbestimmungsrechts des Betriebsrats, dementsprechend könnte dieser dort druck machen und darauf bestehen, dass es an alle Mitarbeiter gezahlt wird.
 
S

schrodi

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Ich glaube, da ist etwas nur schief gelaufen. Sowas kann man doch nicht absichtlich machen. Abgesehen vom Geld ist das eine Degradierung. Ganz normal ansprechen und das klären.
 
Winniegirl

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Einen Betriebsrat haben wir nicht.

Der einzige Grund, warum sowohl meine Kollegin als auch ich kein Weihnachtsgeld bekommen, wird vermutlich der sein, dass darüber nichts in unseren Arbeitsverträgen steht.
 
K

Kiwi

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Dann solltet ihr auf jeden Fall mal einen Betriebsrat aufstellen.

Du kannst deinen Chef wohl nett fragen aber wirklich viel unternehmen kannst du vermutlich nicht. Für solche Fragen hat man eben den Betriebsrat. Schau dir dazu mal das Betriebsverfassungsgesetz an.
 
L

LoccoGirl

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Und was ist jetzt rausgekommen.Das würde mich echt interessieren.

In einer Gewerkschaft ist man auch gut aufgehoben. Die helfen einem auch.
 
K

Kiwi

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Ich habe mal eine Kollegin bei uns, die im Betriebsrat ist, auf dein Problem angesprochen. Sie meinte, viel machen kann man da nicht, rechtlich hast du keine Chance. Du könntest höchstens eben auf der emotionalen Schiene argumentieren...
 
Winniegirl

Winniegirl

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Wirklich rausgekommen ist noch nix... Chef war diese Woche krank (war scheinbar zu anstrengend, all das Weihnachtsgeld an die anderen Mitarbeiter auszuzahlen :D:D:D).

Ich denke aber, es liegt es nur daran, dass bei den anderen das Weihnachtsgeld im Arbeitsvertrag steht und bei uns (also bei mir und meiner Kollegin) eben nicht. Wobei mir nicht einleuchtet, warum eine freiwillige Zahlung ohne Rechtsanspruch im Arbeitsvertrag drin stehen muss :eusa_think:
 
K

Kiwi

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Meine Kollegin meinte, es ist durchaus eine Art versprechung, auch wenn es nicht rechtlich bindend ist. Auf die habt eben nur ihr in eurem Vertrag nicht bestanden, darum sieht es für euch eher schlecht aus.
Eigentlich sollte eurem Chef ja klar sein, dass das nicht unbedingt eine Entscheidung im Sinne der Harmonie des Betriebes war, weshalb es vermutlich gar nicht so leicht ist, ihn davon zu überzeugen, das anders zu handhaben. Wenn, müsstet ihr aber wirklich diplomatisch vorgehen, damit er nicht komplett dicht macht.... :/ alles in allem eine schwierige Situation
 
Seraph

Seraph

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Steht zum Thema über Gehalt sprechen nix im Vertrag? Das ist bei uns dank leistungsbewertungen etc. im Vertrag festgehalten und kann sogar dazu führen, das man seine boni verliert, wenn der Chef erfährt, das Person x mit Person y darüber spricht oder angibt, das er 2% mehr erhält. Auch gibt es bei uns Leute, die kein Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld bekommen, ist aber dann mit der Person vertraglich abgesprochen. Gilt aber nur für Teilzeit beschäftigte.
 
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Anspruch auf Weihnachtsgeld?