Thema Freundschaft - Wann und wo setzt ihr Grenzen?

Diskutiere Thema Freundschaft - Wann und wo setzt ihr Grenzen? im Über 18 Forum im Bereich Smalltalk; Grüß euch! Da mich derzeit wieder zwei Freunde beschäftigen, möchte ich zu dem Thema gerne etwas ausholen und nach eurer Meinung fragen...
Foss

Foss

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Grüß euch!

Da mich derzeit wieder zwei Freunde beschäftigen, möchte ich zu dem Thema gerne etwas ausholen und nach eurer Meinung fragen.
Natürlich kann ich für mich selbst nur das Problem lösen, aber vielleicht habt ihr ja noch Ideen an welche ich nicht gedacht habe.

Thema ist das Setzen von Grenzen und Ausnutzung von Hilfsbereitschaft.

Das Thema begleitet mich seit vielen Jahren, ich habe immer "Ja" und "Amen" gesagt wenn jemand was gebraucht hat und bin gesprungen
und habe geholfen.
Seit ein paar Jahren habe ich mich für mich selbst entschieden, mich wieder wichtiger zu nehmen und auch einfach mal "Nein" zu sagen. Das hat viele Freunde verblüfft, es kamen Sprüche wie "Dann bist du ja genauso arschig wie die Allgemeinheit!" und zwar von Leuten von denen ich es nicht erwartet habe.
Der Freundeskreis wurde kleiner und kleiner - dafür habe ich jetzt wirklich nur noch Leute mit denen ich gerne in Kontakt bin und die ich auch gerne habe.

Heute jedoch hatte ich wieder ein Erlebnis....*seufzt tief*

Eine Freundin auf FB fragte mich, ob die Zweitwohnung leer stehen würde und ob sie ggf. einziehen könne da sie ab morgen eine neue Bleibe sucht.
Mir blieb erst einmal der Mund offen.
Ja bin ich denn die Caritas?
Monatelang kein Gruß, keine Frage nach dem Wohlbefinden...nichts.
Und so habe ich sie mit einer auch rechtlich besorgten Antwort abgeschmettert, zumal in der Wohnung wirklich kein Fremder rein darf.

Und jetzt frage ich mich...wie handhabt ihr so etwas?
Stutzt ihr eure Kontakte regelmäßig?
Löscht ihr auf FB solche Kontakte?
Wenn ja, nach welchen Kriterien? In welchem Zeitraum?

Wo ist für euch persönlich die Grenze erreicht?

Ich hadere ja mit mir selbst...hab zwar angeboten das ich ihr bei der Suche helfe sofern es meine Zeit zulässt...aber andererseits...kann es mir doch einfach völlig egal sein?

Würde mich sehr über eure Meinungen freuen.

LG Foss
 
12.01.2017
#1
A

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Guest

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Calimero

Calimero

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Puh ich bin da irgendwie recht entspannt. Meine Facebook-Freunde sind bei weitem nicht alles echte Freunde. Da sind halt Bekanntschaften und Menschen, die man vor Langem einmal kannte und aber eigentlich kein Kontakt mehr besteht. Finde ich auch nicht schlimm, wer hält schon zu allen Klassenkameraden Kontakt?
Und sonst kann man doch böse gesagt auch "Freunde" unterteilen:
Bekanntschaften: Man macht halt mal etwas gemeinsam, wenn es sich ergibt, aber keiner fühlt sich dem anderen verpflichtet, man muss nicht jeden Tag telefonieren und wenn einer sich mal eine Weile nicht meldet, ist das auch nicht schlimm. Vielleicht ergibt sich mal wieder was, vielleicht auch nicht. Ja wenn mich so eine Person nach einer leer stehenden Wohnung fragt - warum nicht? (ich weiß ja nicht, was es mit dieser Wohnung auf sich hat, aber wenn ich eine freie Wohnung habe und jemand einziehen möchte, hab ich doch auch was davon ;)).

enge Freunde: Von denen muss man auch nicht jeden Tag was hören. Trotzdem sind sie wichtig und bleiben das auch. Auf die darf man auch stinkig sein, wenn sie einem mal nicht antworten oder keine Zeit haben. Und trotzdem verzeiht man ihnen, denn einen Grund wird es haben. So ist es auch umgekehrt. Und selbst wenn eine Weile Funkstille ist, kann man jederzeit ankommen, wenn etwas nicht passt. Manche unterstellen einem dann, man käme ja nur mit seinen Problemen oder so. Aber da sollte man nicht vergessen, dass die Freunde vielleicht auch für dich da wären, wenn bei dir etwas nicht läuft. Aber der Tag hat für jeden nunmal nur 24 Stunden und die sind bekanntermaßen immer viel zu schnell rum.

Ergo: Ich lasse meine Kontakte sein, wie sie sind. Ich bin mal auf jemanden sauer. Bei guten Freunden bekommen sie das früher oder später zu hören, denn sie sind mir wichtig. Und dann lässt sich sowas auch klären. Bei anderen merkt man eben einfach, dass sie nicht so wichtig sind im Leben, genauso ist man auch selbst in deren Leben nicht essentiell. Das ist doch auch nicht schlimm, der Kontakt wird von beiden Seiten weniger werden. Deswegen sei es denen doch trotzdem nicht verboten, einen anzusprechen.
Ich habe wenige gute Freunde, häufig schon seit vielen Jahren. Die Intensität des Kontakts ist trotzdem unterschiedlich, darum geht es auch gar nicht immer, finde ich. Der Rest sind eben nice to have Bekanntschafen. Böse gesagt einfach: Man erwartet nicht viel davon, kann deswegen auch nicht enttäuscht werden und kann trotzdem hin und wieder eine nette Zeit miteinander verbringen ;).
 
Foss

Foss

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Grüß dich

Vielen Dank für deine Antwort.
Off-Topic
Das mit der Wohnung ist rechtlich...nicht so einfach. Mein Vater lebt seit rund 12 Jahren offiziell im Ausland, die Wohnung gehört der Stadt Wien und er hat angegeben das er viel reist und deshalb die Wohnung leer steht.
Ein Verbrauch wäre natürlich wirklich toll damit die Stadt Wien merkt, das wer drinnen ist...aber blöd wenn es dann nicht der eigentliche Mieter ist :mrgreen:.


Mhh ich frage deshalb weil ich aufgrund bestimmter Erfahrungen für mich einfach festgelegt habe, das ich nicht mehr mit mir spielen lasse.
Es ggibt im Freundeskreis so einige Personen, denen es zu weit ist mal 30 km zu fahren wenn ich wirklich Hilfe brauchen könnte...aber ich eben für alle eine Gartenparty schmeiße um die Freunde einmal im Jahr zusammen zu haben und dann keinerlei Gegenaktion kommt....
Und auf Dauer habe ich für mich entschieden, das es mir egal wird und ich mehr auf mich selbst schaue und niemanden mehr nachrenne und auch einfach Nein sage.
Seitdem geht es mir persönlich viel besser.
Mit den engen Freunden unternimmt man mal was und gut ist es.

Daher bin ich am Überlegen, wie ich solche "Bekanntschaften" am besten handhabe....gerade bei Personen, bei denen nur ständig Lösungen und Ratschläge eingefordert werden, aber von denen selbst nichts kommt.

LG Foss
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Hey,

raus und weg.

Du beantwortest dir das doch eigentlich schon selbst- du scheinst keinen wirklichen emotionalen Bezug zu den Menschen zu haben, kaum Kontakt und eigentlich habt ihr euch auch nicht viel zu sagen.

Ich würde halt "Nein" sagen, kurz erklären warum und gut ist.
Wer dann damit ein Problem hat...joa.

Soll er das halt haben.

Hab auch lange und viel für allerlei Menschen getan um dann letzten Endes die Gearschte zu sein (und das in wirklich absolut allen Lebensbereichen) und das ist es dann einfach nicht wert.
Gute Freunde, bei denen die Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruht können absolut alles von mir "verlangen", genau so anders herum, aber das ist ein Privileg und mit Privilegien sollte man einfach generell nicht unüberlegt und wie mit Smarties um sich werfen^^
 
Die Ente :)

Die Ente :)

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Gute Freunde, bei denen die Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruht können absolut alles von mir "verlangen", genau so anders herum, aber das ist ein Privileg und mit Privilegien sollte man einfach generell nicht unüberlegt und wie mit Smarties um sich werfen^^
Man wirft doch nicht mit Smarties um sich, die guten Dinger muss man essen:mrgreen:

Midori, deinen Beitrag unterschreibe ich mal so direkt. Eine tiefe Freundschaft kann nichts erschüttern und beruht auf Gegenseitigkeit und blindem Vertrauen.
Nun gut, das bedeutet Freundschaft für mich persönlich. Freundschaft hege ich aber auch nur mit zwei Personen, meinem Mann und meiner Seelenschwester. Die anderen Leute sind Kumpels und Kumpelinen, zu denen ich natürlich auch vertrauen habe, jedoch mich selbst nie in der Form offenbaren könnte wie vor meiner "selbst ausgewählten Familie".

Wenn Du Dich in vielerlei Hinsicht unwohl fühlst bei den Interaktionen mit diesen Leuten, würde ich schauen, wovon das herführt und vor allem, warum Du selbst zB dies nicht mit ihnen besprechen möchtest oder kannst oder welcher Konflikt sich genau bei dir auftut. "Das also ist keine Freundschaft, dass, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will, der andere zum Lügen bereit ist."
Meiner Meinung nach sollte eine Beziehung zu einem anderen Menschen nicht belasten, sondern bereichern. Klar ist nicht immer alles gut und schön, aber gerade auch in diesen Momenten zeigt sich oft auch, wie diese Menschen zu Dir stehen.

Und stelle Dir selbst diese Frage: Möchte ich mit Person X eine gute Bekanntschft pflegen, oder möchte ich es nicht. So schwierig eine klare Antwort in dieser Hinsicht auch sein mag, so sind die Grautöne dazwischen auf Dauer viel bleastender...
 
fusselbuerste

fusselbuerste

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Ich habe wenige aber dafür ganz liebe Freunde.
Für uns ist die Freundschaft eine Bereicherung!
Auch wenn es mal zu Reiberein kommt können wir das aus der Welt schaffen.
Freund sein bedeutet für mich nicht das jeder meine Meinung teilen muß!
Wir haben auch mal ne andere Meinung und diskutieren darüber, jedoch ohne den anderen die eigene Meinug aufschwatzen zu wollen.

Für mich ist ein wahrer Freund, wenn ich ihn meine Kinder oder meine Tiere anvertrauen würde.
Durch Schichtarbeiten sehen wir uns nicht so oft. Aber wir sind auch so für den anderen da.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Hey Foss,
Ich denke du solltest dir da erst mal eine klare Linie zwischen Freunden und Bekannten ziehen. Zusätzlich könnte es helfen, dir selber nicht so einen Stress zu machen. Jemand, der einen desöfteren in unangenehme Situationen bringt, ist verzichtbar. Du scheinst eine sehr freundliche Person zu sein, die den Eindruck auf andere zu machen scheint, dass man ihr aber auch alles aus der Tasche labern kann - das ist grundsätzlich ja keine schlechte Grundvoraussetzung, kritisch ist, wenn du dir dann tatsächlich nen Kopf machst und deine Lebensqualität für flüchtige Bekannte einschränkst.
Versuche doch da einfach etwas gelassener ran zu gehen ;)

Ich halte zu Bekannten stets eine Art "Sicherheitsabstand" ein. Ich gebe und ich nehme, aber ich lasse es nicht zu dicht an mich heran. Wird mir eine Person aus welchen Gründen auch immer zuwider, lasse ich den Kontakt einschlafen - wozu Jemanden vor den Kopf stoßen...? Davon hat meiner Meinung nach Niemand was.
Wenn mir Jemand viel gibt, setze ich mich durchaus auch setze für ihn ein, das ist nur fair.
Meine Facebookliste ist mir persönlich sowas von egal, ich habe meine "Freundesliste" im Kopf, da muss virtuell nichts sortiert werden.

Meine Freunde nenne ich tatsächlich nur Menschen, die mir über einen langen Zeitraum treu zur Seite stehen. Ist individuell und ich kann sie an einer Hand abzählen. Mehr Freunde braucht kein Mensch. Alles andere sind Bekannte.
 
Audrey

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Hey Foss,
Ich denke du solltest dir da erst mal eine klare Linie zwischen Freunden und Bekannten ziehen.
Ganz genau das! Und das geht auch bei FB! Ich hab da meine Gruppen - beste Freunde, Freunde, Bekannte, und solche, die ich einfach nur aus Höflichkeit angenommen hab (die sehen also nix von mir!). Es hat mich viel Zeit gekostet, diese Gruppen zu erstellen, aber jetzt wo ich sie mal hab sind sie Gold wert!
 
Hundefreundin1988

Hundefreundin1988

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Ich würde es auch so handhaben "nett" abzusagen und danach kannst du den Kontakt ja irgendwann löschen, da du ihn ja scheinbar eh nicht brauchst.

Ich "miste" meine Freundeslisten immer mal wieder aus. Zum Beispiel, wenn Leute unglaublich nervige Dinge posten oder ständig posten. Wenn das Bekannte sind, die mir eh nicht so mega wichtig sind, lösche ich sie komplett. Aber auch Schulkameraden, mit denen ich schon zu Schulzeiten eigentlich nichts zu tun hatte lösche ich nach einiger Zeit. Wieso soll ich mit ihnen in Facebook verknüpft sein, wenn sie mich eigentlich nicht interessieren.

Meine besten Freunde kann ich an einer Hand abzählen. Das sind wirklich gute Freunde und diese Freundschaften pflege ich auch sehr aktiv. Alle anderen sind mir nicht so wichtig. Ich kenne aber diese Art von Facebook-Freunden nur zu gut. Melden sich eigentlich nie und schreiben dir dann, wenn sie was von dir brauchen... echt dreist, ich würde sowas nicht machen.
 
seven

seven

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Ich habe wenige aber dafür ganz liebe Freunde.
Für uns ist die Freundschaft eine Bereicherung!
Auch wenn es mal zu Reiberein kommt können wir das aus der Welt schaffen.
Freund sein bedeutet für mich nicht das jeder meine Meinung teilen muß!
Wir haben auch mal ne andere Meinung und diskutieren darüber, jedoch ohne den anderen die eigene Meinug aufschwatzen zu wollen.

Für mich ist ein wahrer Freund, wenn ich ihn meine Kinder oder meine Tiere anvertrauen würde.
Durch Schichtarbeiten sehen wir uns nicht so oft. Aber wir sind auch so für den anderen da.
Das möchte ich so unterschreiben! Genau so ist es!
Ich hab´ auch nur wenige Freunde, aber auf die kann ich mich 100%ig verlassen und sie sich auch auf mich.
Beinahe hätte ich jetzt die Tochter meiner besten Freundin für 1-2 Wochen aufgenommen, weil meine Freundin ins Krankenhaus muss - Problem: Sie wohnt 400km entfernt. Und ich hatte noch nie ein Kind ;) Aber bevor alle Stricke gerissen wären.... zum Glück hat sie jetzt noch jemanden gefunden, der in der Nähe wohnt und sich so lange um die Tochter kümmern kann.
Umgekehrt weiß ich aber auch, dass meine Freundin alles tun würde, was ihr möglich ist, wenn ich mal Hilfe brauche.
Joar - und das ist eben ein Problem: Die Entfernung... Meine Freundinnen sind leider über halb Deutschland verteilt, hier in der näheren Umgebung gibt´s - joar - 2?

LG seven
 
Thema:

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