Tierleid macht mich fertig, ich möchte mehr tun

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capum

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Guten Abend. Ich weiss es gibt schon mehrere derartige Beiträge im Internet, aber ich würde mir das so gerne von der Seele reden. Ich kann nicht mehr, wenn ich an die Videos, Fotos und Geschichten denke über Tierquälerei. Hunde, deren Fell abgezogen wird und sie lebend in brühend heißes Wasser geworfen werden.
Massentierhaltung, verletzte Tiere beim Schlachter sehen wie ihre Artgenossen sterben und sie sind als nächstes dran. Ich bin noch nicht lange Vegerarierin, was nur daran liegt dass ich tatsächlich nicht wusste wie schlimm es wirklich zu geht. Auch die Armut vieler Menschen geht mir sehr nah. Manchmal weine ich mehrere Tage nur, habe schlaflose Nächte und keine Konzentration im Alltag. Ich habe Hunde aus dem Tierheim, spende hin und wieder und esse auch kein Fleisch mehr. Trotzdem macht mich das alles fertig. Viele merken mir an, dass ich traurig bin und nicht zuhöre. Ich weiß nicht ob es hier unangebracht ist, aber ich wollte das mal von der Seele reden. Vielleicht kann ja jemand was dazu schreiben, auch würde ich gerne noch mehr tun für Tierschutz. Ich bekomme leider nie mit wann die nächsten Demos in der Nähe anstehen. Außerdem würde ich gerne wissen, ob ihr was sagt wenn ihr Leute mit dicken Pelzmänteln seht?
Liebe Grüße...
 
30.01.2017
#1
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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Knopfstern

Knopfstern

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Hey,

Ich kann dich sehr gut verstehen.
mir ging es auch eine ganze Zeit so, das ich mich total schlecht gefühlt habe, das mir jedes Tierleid nahe ging. Auch das unserer Obdachlosen auf Strassen, bei Minus graden etc.

Jedoch kann ich dir sagen, das du dich so fertig machst, das dein alltag nicht mehr Funktioniert, hilft keinem. Schon gar nicht Dir.

Vielleicht kannst du dich ja im örtlichen Tierheim einbringen? Es gibt zahlreiche Tierschutzgruppen, es gibt so vieles. Du musst dich nur einfach umschauen und dich mit diesen Gruppen in Kontakt setzen.

Und dann solltest du anfangen, dir zusagen, das du nicht allen Helfen kannst, aber denen, denen du Helfen kannst, denen kannst du mit viel Kraft helfen.
Wir können leider nicht die Welt, bzw die Menschen hier drauf verändern. Wir können das immer nur im Kleinen Rahmen tuen. Aber, du tust etwas.

Nur schau auf dich, nicht das du voller Energielosigkeit in eine schwere Depression rutschst oder einen Nervenzusammenbruch kriegst. Damit hilfst du weder dir noch Tieren.

EDIT: Mäntel, ich muss ehrlich gestehen, das ich, seit ich Bedroht wurde, meinen Mund halte. Ich bin für solche Konfrontationen kein Mensch mehr.
 
C

capum

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@Knopstern Vielen dank für deine Nachricht. Ich habe mir die letzte Zeit wohl einfach zu viel an Fotos und Berichten "reingezogen" und das tut keiner Seele gut. Und übertreiben oder sogar depressiv werden, schadet nur. Ich werde gucken, was ich tun kann um zu helfen, soweit ich kann.

Die meisten Pelzträger sind unbelehrbar, abartig! Vor allem jetzt, wo Pelz leider wieder "in Mode" kommt.

Schönen Abend dir noch :)
 
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cherry-lein

cherry-lein

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Mir tut das alles auch immer sehr leid. Eine Zeit lang bin ich Pflegestelle gewesen und habe sogar Leute bei eB*y Kleinanzeigen angeschrieben um ihnen zu erklären das der Käfig oder das Zubehör was sie verkaufen wollen nicht artgerecht ist usw.
Auch jetzt wo wir dabei sind einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren habe ich ein schlechtes Gewissen das wir uns ausgerechnet den ausgesucht haben und die anderen nicht mehr die Chance haben bei uns zu wohnen, die gucken einen immer alle so traurig an und wollen auch mit :(
Im Endeffekt ist es aber wirklich so das man nun mal nicht alle retten kann. Man sollte stolz sein wenn man sich engagiert und sich über die kleinen eigenen Erfolge freuen die man durch sein Engagement erreicht.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Hallo capun, willkommen im Forum :)

Ich kann dich gut verstehen, auch mir gehen die Dinge schnell nah.

Statt weiteren Vorschlägen für Tierschutz möchte ich hier aber auch erstmal einen anderen Aspekt ansprechen und zwar den, dass du auch dich selbst schützen musst.
Was du beschreibst, dass du häufig weinen musst, dass du nachts nicht schlafen kannst, dass bestimmte Bilder immer durch deinen Kopf kreisen, all das klingt nach einer Traumatisierung und Überforderung, leicht kann aus sowas auch eine depressive Erkrankung werden. Daher möchte ich dir zuerst einmal raten auch auf dich zu achten und dir nicht zu viele Bilder und Berichte über das Elend von Tieren oder Menschen in der Welt anzusehen, es ist absolut genug wenn du nicht ausblendest dass schlimme Dinge passieren und dann einfach nur versuchst deinen kleinen Beitrag zu leisten. Dieser kann z.B. darin bestehen vegetarisch oder vegan zu leben, auf Genussmittel zu verzichten oder diese nur Fair-Trade zu kaufen, regelmäßig mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren, Energie zu sparen, Müll zu vermeiden, sich für den Schutz von Tieren und Ökosystemen vor Ort einzusetzen usw. Es gibt sehr viele Möglichkeiten sich zu engagieren, aber du kannst nicht immer auf alles achten und du darfst dir nicht das Elend der Welt auf deine Schultern laden, denn unter dieser Last wirst du garantiert zusammenbrechen.

Konfrontiere dich daher nicht ständig selbst mit den Dingen gegen die du nichts ausrichten kannst, denk an dich und deine Gesundheit. Versuche allgemein etwas 'kleiner' zu denken, du leistest deinen Beitrag, das ist toll, sei stolz auf dich, denn jeder Beitrag zählt. Versuche auch dein Leben zu genießen und vergiss nicht hin und wieder auch mal an dich zu denken.
 
Elkecita

Elkecita

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Kompass, ich weiss nicht, wie Du es schaffst, immer die richtigen Worte zu finden.
Capum, ich kann dem nur zustimmen. Es gibt soviel Leid auf dieser Welt, und es gibt Momente, in denen man unter der Last all dieser Qual zusammenbrechen möchte. Ich kann mich noch daran erinnern, nach der Geburt meines Sohnes konnte ich lange Zeit keine Nachrichten mehr sehen, ich weinte bei jeder traurigen Nachricht, und Berichte aus Kriegsgebieten konnte ich schon gar nicht erst sehen.
Viele Tiere, aber auch viele Menschen, leiden in dieser Welt. Das einzige, was wir als Einzelner tun können, ist, wie Kompass es so toll beschreibt, unser kleines Scherflein dazu beitragen, indem wir im Rahmen dessen, was in unserer Macht steht, mit kleinen Taten und Gesten einzelne Schicksale zu erleichtern, sei es durch Spenden, sei es durch aktive Mitarbeit in Tierheimen, NGOs, etc. Das eigene Gewissen zu beruhigen, indem man auf Fleisch verzichtet, sowie auch auf andere unnötige Luxusgegenstände, die schlecht für die Umwelt sind - zum Beispiel.

Aber was man nicht tun darf, ist sich selbst aufgeben unter all dieser Last. Du kannst nur helfen, indem Du stark bist. In Selbstmitleid zu zerfliessen bringt weder Dir noch den Hilfesuchenden etwas. Es bringt Dich nur in eine lebensgefährliche Spirale. Ich finde es toll, dass Du so vieles erkennst, was in unserer Welt falsch läuft und Dein Wille zu helfen ist viel mehr als die meisten Menschen überhaupt bereit sind zu tun. Sei stolz darauf, und erfreue Dich an jedem noch so kleinsten Erfolg. Unsere Anerkennung hast Du auf jeden Fall schon. :p

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Capum: es ist schön, dass es Menschen wie Du gibt, die nicht achtlos die Augen vor Tier- und Menschleid schliessen. Das gibt Hoffnung.
 
C

capum

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@cherry-lein: danke für deine Nachricht :) Das mit dem Gewissen kenne ich, als ich meinen Hund aus dem Tierheim abholte, war ich traurig dass ich nicht einfach alle mitnehmen kann. Aber es ist super dass du einem Hund ein Zu Hause gibtst. Ich wünsche dir ganz viel Glück und Spaß mit ihm/ ihr !
@Kompassqualle: Danke, du hast wirklich schöne Worte gefunden. Und @elkecita dir auch, vielen Dank für die Antwort. Ihr habt echt recht, es bringt nichts nur da zu sitzen, traurig/ wütend zu sein, Das hilft keinem Menschen und keinem Tier weiter. Es hat aber wirklich geholfen mal mit anderen zu schreiben, vielen dank :) Viele Liebe Grüße!
 
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Christian75

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Guten Abend. Ich weiss es gibt schon mehrere derartige Beiträge im Internet, aber ich würde mir das so gerne von der Seele reden. Ich kann nicht mehr, wenn ich an die Videos, Fotos und Geschichten denke über Tierquälerei. Hunde, deren Fell abgezogen wird und sie lebend in brühend heißes Wasser geworfen werden. Massentierhaltung, verletzte Tiere beim Schlachter sehen wie ihre Artgenossen sterben und sie sind als nächstes dran. Ich bin noch nicht lange Vegerarierin, was nur daran liegt dass ich tatsächlich nicht wusste wie schlimm es wirklich zu geht. Auch die Armut vieler Menschen geht mir sehr nah. Manchmal weine ich mehrere Tage nur, habe schlaflose Nächte und keine Konzentration im Alltag. Ich habe Hunde aus dem Tierheim, spende hin und wieder und esse auch kein Fleisch mehr. Trotzdem macht mich das alles fertig. Viele merken mir an, dass ich traurig bin und nicht zuhöre. Ich weiß nicht ob es hier unangebracht ist, aber ich wollte das mal von der Seele reden. Vielleicht kann ja jemand was dazu schreiben, auch würde ich gerne noch mehr tun für Tierschutz. Ich bekomme leider nie mit wann die nächsten Demos in der Nähe anstehen. Außerdem würde ich gerne wissen, ob ihr was sagt wenn ihr Leute mit dicken Pelzmänteln seht?
Liebe Grüße...
 
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Christian75

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Hallo! Mein Name ist Christian und ich bin neu hier. Ich verstehe euch sehr gut, nur leider stecke ich in demselben Dilemma. Wenn ich das ganze Leid unserer Tiere sehe, wird mir unsere Welt immer fremder und ich schäme mich für meine eigene Rasse. Ich habe selber Kinder und einen Hund und liebe sie über alles. Wie kann man nur mit so Liebegebenden geschöpfen so umgehen? Und was kann man dagegen tun? Ich kann leider keinen Trost spenden, denn ich weiß selber nicht wie ich meine Seele heilen kann.
 
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Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Es wurde damals schon das richtige geschrieben.

Ich war in meiner späten Jugend beim Thema südländische Hunde sehr aktiv und war fest entschlossen, bald in den Wald zu ziehen, damit ich niemanden Schaden zufüge (und ja, das war ernst).

Dann habe ich angefangen Pflegestelle für Kleintiere zu werden und hab mich quasi 24h um sowas gekümmert.
Auf meinen 15qm² standen 10x 1,00x50 Käfige.
Nachts habe ich die HP aktualisiert, Info Schreiben raus geschickt an die Halter auf Kleinanzeigen usw

Das war meine Art von "Entgegen kommen, aber ja, auch sich besser fühlen".
Die Zahl nahm nach und nach ab.
Heute, 7 Jahre später, hab ich nur noch meine 2 Renner, hab ne Familie- und da fängt es schon an- wir Mamas hier aus dem Fotum lehren unsere Kinder den richtigen Umgang mit den Tieren.
Mein kleiner Sohn hat mit einem Jahr mal an den Käfig der Renner geklopft, mein Großer von 4 weiß aber, dass das Tabu ist und somit hat er ihn dann erstmal nicht mehr an den Käfig gelassen :D

Kinder tragen das Gelernte weiter und das ist Gold wert!

Ich denke also im Kleinen,

Vergleich das doch mal mit der Corona Krise,

Wir alle tragen unseren Mini Teil bei, und je mehr mit machen, desto wirkungsvoller ist das ganze.

Nichtsdesdo trotz ist das alles schlimm, sicherlich, ....

Liebe Grüße
 
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Sonnen0819

Sonnen0819

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Hallo! Ich bin auch neu hier in diesem Forum. Aber ich verstehe dich total. Die Welt ist gar nicht perfekt und wir sehen traurige Sachen zu oft.
Ich versuche auch, etwas für Tierschutz zu machen, dass ich Tierheim besuche und meinen Freunden über die schlechte Situation erzähle. Manchmal ist es natürlich enttäuschend, dass ich keinen großen Einfluss habe. Aber wir können auf jeden Fall ständig kleine positive Einflüsse haben. Schritt für Schritt.
Wenn wir uns die Geschichte ansehen, erkennen wir, wie viele schlechte Dinge wir als Menschheit verursacht haben. Aber wir haben immer davon gelernt, und wir können besser machen.
Leider kann es sehr lang dauern und schwierig sein. Aber es ist nicht unmöglich. Und wir könnten vielleicht nicht allen Tieren helfen, aber wir können das Leben eines Tiers verbessern.
Um diese positive Änderung zu haben, brauchen wir Dich. Es tut mir sehr leid, dass alles jetzt zu viel für dich ist. Aber ich glaube, dass du stark bist. Nimm dir vielleicht Zeit, um dich zu kümmern. Und danach können wir zusammen Schritt für Schritt die Welt verbessern. ☺
 
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