Ressourcen vergeuden ?

Diskutiere Ressourcen vergeuden ? im Gesundheit & Ernährung Forum im Bereich Smalltalk; Hallo, schon lange mache ich mir Gedanken über manche Widersprüche in unserem Denken und Handeln. Ungefähr 10'000 Vierbeiner werden beim...
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A-Fritz

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Hallo,
schon lange mache ich mir Gedanken über manche Widersprüche in unserem Denken und Handeln.


Ungefähr 10'000 Vierbeiner werden beim Hundefleisch-Festival, einem zweitägigen Schlachtfest, im südchinesischen Yulin,
auf den Tellern der zahlreichen Besucher landen.

Auch in der Schweiz ist es erlaubt, Katzen- und Hundefleisch zuzubereiten, der Verzehr hat auch hierzulande Tradition,
allerdings nur noch privat und nicht mehr in kommerziellen Bereichen. Besonders beliebt ist hier geräucherter Hund,
aber auch als Gulasch ist es eine Delikatesse.
Hundefleischliebhaber empfehlen, besonders die jungen Tiere, Hunde die
schon älter sind als ein Jahr, schmecken meist schon zäh.

Immer haben die Menschen auch in Europa das Fleisch ihrer Hunde genutzt und verwertet,
dieses geschah nicht nur in Notzeiten, sondern auch zum Genuß.

Noch im 20. Jahrhundert wurden z.B. in den Jahren 1904 bis 1924, nach Aufzeichnungen der gesetzlichen Fleischbeschau
in Breslau und München zusammen etwa 42.400 Hunde zum Verzehr geschlachtet.

Das Verbot von Hundeschlachtung zur Fleischgewinnung erfuhr das Gesetz erst, bei der Änderung im Jahre 1986.


https://de.wikipedia.org/wiki/Hundefleisch

Wenn es heute um Hund und Katze geht, würden viele Menschen die gleichen humanen Maßstäbe geltend machen, wie bei ihren Kindern,
diese Tiere gelten uneingeschränkt als Familienmitglieder,werden adoptiert, haben eine Krankenversicherung und laufen wenn sie schon uralt sind, manchmal noch halb gelähmt, auf zwei Beinen, mehr oder weniger, bis diese nicht mehr können im Hunderollstuhl und Rollwagen herum.

Bei unseren so genannten Nutztieren, wie Huhn, Schwein, Rind, oder Schaf, sehen die Lebensperspektiven aber völlig anders aus,
solche Tiere werden meist nicht sehr alt und vegetieren häufig massenhaft in engen Haltungen dahin, bis sie nach dem Schlachten,
zum Verzehr freigegeben sind.
Sogar die heute immer häufiger werdenden Vegetarier, sehen meist auch kein Problem darin,
wenn sie ihre Lieblinge, sei es Katze oder Hund mit den besten Stücken dieser Nutztiere füttern.

Nun meine Frage, warum werden hier unnötig Ressourcen vergeudet,
könnte man nicht auch bei uns wieder Hunde und Katzen als Lebensmittel verwerten :?::?::?:


Fritz. :p
 
02.02.2017
#1
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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Michse89

Michse89

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Da Fleisch heute günstig sein soll, wie stellst du dir die Haltung vor? Hunde mit Mais und Silage mästen? Ich denke da hast rein kommerziell gedacht eher mehr Verluste als nutzen wenn de haufenweise falsch ernährte Tiere behandeln musst. Siehe Rinder und Mais...

Und Fleisch zu füttern um Fleisch zu produzieren :eusa_think:

Desweiteren, sollte man wirklich jetzt anfangen Hunde und Katzen auf Masse zu züchten um das gleiche elend wie bei den jetzigen mastvieh zu produzieren?
Deshalb finde ich nicht das wir Ressourcen in dem Sinne verschwenden, da die Ressourcen ja gar nicht vorhanden sind. Und ich hätte nicht wirklich Lust Omi ihren 16 Jahre alten Waldi zu verspeisen :lol:
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

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Ich seh es wie Michse.

Wenn wir Hunde & Katzen züchten würden zum Essen, müsste man gleichzeitig weiterhin Kühe usw. züchten um die Hunde & Katzen zu ernähren.

Mal abgesehen davon bin ich der Meinung, dass jeder einfach bewusster Fleisch essen sollte (wer nicht auf Fleisch verzichten kann/will). Wir essen in der Regel 1x pro Woche Fleisch, Sonntags, und Wurst ist eig. täglich auf dem Tisch, aber beides wird bewusst gekauft und wir werfen nichts weg, also wirklich nichts an Lebensmitteln (auch nicht die, wo das MHD abgelaufen ist; lediglich Fisch und (Hack-)Fleisch lassen wir natürlich nicht ablaufen, aber das wird dann halt vorher aufgebraucht).

Das ist auch nicht nur ein gesundheitliches Thema sondern auch für die Umwelt. In ein paar Jahren, wenn der Fleischkonsum und damit auch der Ackerbau für Viehfutter weiter ansteigt, werden noch mehr Menschen hungern.
 
Nienor

Nienor

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Ich versteh die Logik irgendwie nicht.
Allein um Pflanzenfresser zu mästen, werden massiv Ressourcen verschwendet.
Mästet man nun Fleischfresser, werden nur noch MEHR Ressourcen sinnfrei verschwendet, denn die setzen ja auch das Fleisch nicht 1:1 in eigene Muskelmase um.

Besser, als mehr Lebensmittel zu "veredeln" und damit den Hunger und Wassermangel zu vermehren, sollten man eher weniger Ressourcen durch Umwandlung in Fleischkalorien vergeuden. Egal ob Huhn, Rind oder Hund.
 
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A-Fritz

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Hallo,
dieser Vorwurf ist nicht ganz schlüssig,
es fallen bei der konventionellen Fleischerzeugung sehr viele Abfälle an, die auch noch von Fleischfressern verwertet werden können. :?

https://www.youtube.com/watch?v=telQxTFzLqo

Fritz.
 
Maravilla

Maravilla

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Noch im 20. Jahrhundert wurden z.B. in den Jahren 1904 bis 1924, nach Aufzeichnungen der gesetzlichen Fleischbeschau
in Breslau und München zusammen etwa 42.400 Hunde zum Verzehr geschlachtet.
Nur ganz kurz, muss gleich zur Arbeit:
Vergessen wir nicht, dass in dieser Zeit ein mehrjähriger Krieg herrschte, dass die wirtschaftliche Situation - auch aufgrund der Reparationszahlungen - danach am Boden war, sich schon zu Beginn des Krieges eine Inflation breit machte, die Leute nach dem Krieg mit dem Lohn des einen Tages nicht mehr das Essen des nächsten Tages bezahlen konnten und dass auch vorm Krieg eine wirklich große Kluft zwischen den Gesellschaftsschichten herrschte. Kurz vorm Verhungern hätten die Leute wohl auch die Ratten und Mäuse verspeist, die sich in ihren Hütten eingenistet und sich über die mehr als knappen Lebensmittelvorräte hergemacht haben.
 
Elkecita

Elkecita

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Ich verstehe die Logik hinter der Fragestellung auch nicht ganz. Warum sollte man wieder Hunde und Katzen verspeisen, wo Fleisch "en masse" produzierte wird, eigentlich viel zu viel.

Was man anerziehen sollte - und damit sind auch mit wir Eltern gefragt - ist ein reduzierter und verantwortungsbewusster Fleischkonsum. Wenn der Verbraucher gezielt mehr und mehr Bio-Fleisch aus tiergerechter Haltung verlangt, dann muss sich der Anbieter anpassen. Das bedeutet, mehr Geld für mehr Qualität und andersrum gesagt: weniger Fleisch auf den Teller, dafür aber besser.

Es ist nicht sinnvoll, nach immer mehr Fleischproduktion Ausschau zu halten, gerade auch nicht im Hinblick auf die wachsende Erdbevölkerung.

Warum muss in manchen Haushalten jeden Tag Fleisch auf den Tisch??? Unsinnig und gesundheitsschädlich. Sinnvoller wäre, 2 x Fleisch und 2 x Fisch, und den Rest der Tage vegetarisch. Das als Beispiel.

Davon abgesehen, muss das Fleisch von Fleischfressern schonmal ganz anders schmecken, also ehrlich gesagt, würde ich davon lieber Abstand nehmen, egal was fúr ein Fleischfresser da unters Messer käme :?
 
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Lunimo

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Davon abgesehen, muss das Fleisch von Fleischfressern schonmal ganz anders schmecken, also ehrlich gesagt, würde ich davon lieber Abstand nehmen, egal was fúr ein Fleischfresser da unters Messer käme :?
Ich habe glaube ich bewusst nur einen Fleischfresser gegessen (jetzt mal von Fischen abgesehen) und das war Krokodil. War ähnlich wie Hähnchen.

Richtige Fleischgerichte gibt es bei mir sehr selten, wir sind eine gemüsevertilgender Haushalt.
 
Schnitzi

Schnitzi

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Vielleicht könnte man mal die Subventionen für tierische Produkte überdenken und mit dem Geld eine Umstrukturierung landwirtschaftlicher Betriebe in Gang bringen.
Fleisch und tierische Produkte benötigen eben Ressourcen wie Wasser und pflanzliche Lebensmittel im ersten Schritt um überhaupt produziert werden zu können. Das ist durchaus in den Mengen, in denen das produziert wird, nicht gerade umweltfreundlich.
Ethisch wäre es wohl ein großer Gewinn wenn man das ganze System umstrukturieren und diese Lebensmittel zu dem machen könnte, was sie eigentlich sind: Luxusgüter und keine Grundnahrungsmittel.
Aber das kommt liebgewonnen Gewohnheiten beim Verbraucher und eingefahrenen wirtschaftlichen Strukturen in die Quere. Ich habe wenig Hoffnung, dass sich da schnell was ändert.

Ansonsten bin ich bei Nienor: Es wäre noch umweltunfreundlicher carnivoren o.ä. zum Verzehr zu mästen, da das Fleisch, das diese bekämen, ja nochmals mehr Ressourcen verbraucht hätte.
Es sei denn man würde die Tiere mit Sojafutter und Ergänzungen ernähren, dann wären wir ungefähr auf dem selben Nenner wie bei den Herbivoren, die das ja auch zum großen Teil vorgesetzt bekommen.
 
HoundMan

HoundMan

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Hallo,
Ressourcen ist eigentlich etwas vorhandenes.
Im Vergleich zu früher, haben wir heute, zumindest in unseren Breitengraden kaum noch solche Wildressourcen.
Alles Andere wäre gleichzusetzen mit Vermehrung zur Schaffung von Futterressourcen (von denen wir mehr als Genug haben) und das macht ja nun überhaupt keinen Sinn.

Da gäbe es ja auch noch vllt. den Einen oder Anderen der meint, okay, züchten wir halt weniger Kühe dafür mehr Hunde :)
Hinkt schon von der Fleischmenge und ethisch gesehen töte ich ein Tier, dann lieber eins mit soviel Fleisch wie möglich um die Balance (sofern man überhaupt davon reden kann)
Tier:Mensch so ausgiebig wie nur möglich je getötete Seele .......

LG HM
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Ich denke die Antwort ist schlicht, dass die Menschen hier keine Hund und Katzen essen wollen und ihnen quasi ein "gehobener" Status zukommt, da ihr Verzehr ja sogar gesetzlich untersagt ist.
Dem ganzen Ressourcenverschwendung zu attestieren finde ich zu weit hergeholt, schließlich werden die Tiere nicht "verschwendet", sondern von ihren Familien geliebt (und erfüllen damit ja auch irgendwie eine Aufgabe).

Wenn man hier mit Verschwendung argumentieren möchte, dann müsste unter dem Aspekt ebenfalls dafür plädieren, dass Tiere die die Gesellschaft als überflüssig empfindet und die reihenweise getötet (und dann oft weggeworfen) werden als Nahrungsquelle dienen sollten. Statt Ratten in den Städten zu vergiften könnte man sie z.B. auch fangen und essen, oder die unglaublichen Mengen an Beifang in der Fischerei (zu klein, falsche Fischart, Seesterne, Krebse...etc) die einfach wieder tot ins Meer gekippt werden, die könnte man ebenfalls essen. Oder vielleicht ganz allgemein Insekten, was wird da Aufwand betrieben sie vom Getreide fernzuhalten, sicher gäbe es auch da eine Möglichkeit sie noch als Nahrung zu nutzen.

Und die Abfälle aus den Schlachtungen unserer konventionellen Nutztiere? Hirn, Nieren, Lunge, will heute keiner mehr essen, also wandert es in die Verwertung und wird nicht selten wieder Futter für z.B. Heimtiere (oder früher sogar Tiermehl zum Füttern von Kühen). All diese Teile eines Tieres könnte der Mensch auch selbst essen und damit Abfall vermeiden und die Fleischproduktion verringern, will sich aber niemand auf den Teller legen.

Was und wie gegessen wird unterliegt also gesellschaftlichen Konventionen und diese sind bei weitem nicht immer logisch, sinnvoll oder gar ökonomisch.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Warum muss in manchen Haushalten jeden Tag Fleisch auf den Tisch??? Unsinnig und gesundheitsschädlich. Sinnvoller wäre, 2 x Fleisch und 2 x Fisch, und den Rest der Tage vegetarisch. Das als Beispiel.
Elke, gerade Fisch ist rein ökologisch so ziemlich der absolute Super-GAU. Da ist sogar Fleisch noch "sinnvoller"...mal ganz davon abgesehen wie hochgradig belastet mit Giftstoffen Fisch inzwischen ist/Fisch-Farmen die Problematik immer weiter verschärfen und unsere Meere bald ähnlich bevölkert sind wie der Mond.

Wäre Fleisch so sehr mit nicht ins Tier gehörenden Stoffen belastet wie Fisch würde das nicht mal eine Verzehr-Freigabe bekommen, für Fisch gibt es halt keine vernünftigen Grenzwerte.
https://www.youtube.com/watch?v=BwSxLdHlPl8

Ich esse zwar eh kein Fleisch/Fisch, aber Fisch kriegen hier nicht mal die Katzen und der Hund.
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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Ich finde nicht, dass der nicht-Verzehr von Hunden oder Katzen eine Ressourcenverschwendung ist.
Man muss sich auch mal überlegen, was da so an Medikation durch diese Organismen gewandert ist, einfach weil es Liebhabertiere sind. Ich würde so ein Tier tatsächlich nicht zwingend essen wollen...
Zumal ich jetzt auch nicht sehe, wo es uns an Lebensmitteln mangelt, es ist eher im Überfluss vorhanden, es wird sogar noch ein Großteil entsorgt, wie hier bereits angemerkt wurde.

Und wegen meines Nicknames liegt der doofe Kommentar ja auf der Hand: Es ist kulturell einfach nicht in unserem Sinne Hunde und Katzen zu essen, da wir ein ganz besonderes Verhältnis zu diesen Tieren haben. Mit der oben genannten Begründung, könnte man auch dazu aufrufen, das gestorbene Menschen zukünftig nicht mehr verbuddelt oder verbrannt werden sollten und damit kostbare Ressourcen vergeudet werden. Warum nicht ein leckeres Soylent Grün draus machen - Schmeckt auch viel besser als das olle Soylent Rot und Gelb...
 
Elkecita

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Mido, Fisch ist eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt, und ich bin so doof und esse keinen, obwohl ich in einem Land lebe, in dem es den besten Fisch überhaupt gibt, in Hülle und Fülle und von bestern Qualität. Meine Eltern hassen Fisch und ich habe es nicht gelernt. Wenigstens habe ich meinen Sohn dazu erzogen, Fisch zu essen. Frischer Seefisch (kein Panga aus mit Antibiotika vergifteten Fischfarmen) ist viel gesünder als Fleisch, da lasse ich mir jetzt aber nicht reinreden. Und Thunfisch kriegt Kitty allemal, ihr absolutes Lieblingsfressi


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

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Neugierige Frage: Was ist denn Soylent????? :eusa_think:
 
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Neugierige Frage: Was ist denn Soylent????? :eusa_think:[/QUOTE]
Soylent Grün ist Menschenfleisch!“ („Soylent Green is people!“) - Ausspruch aus dem Film "...Jahr 20122...die überleben wollen" bzw im Englischen "Soylent Green". Einfach mal den Film googeln, spielt in einer dystopischen Zukunft.


Man darf auch nicht vergessen, dass das Essen von zB Hunden zum Teil auch eher einen religiösen Ursprung hat: In Vietnam zum Beispiel klassisch um die bösen Geister im Mond-Monat zu verzehren.
Was nicht bedeutet, dass Hunde da nicht auch als Haustiere leben und geliebt und verwöhnt werden.

Persönlich finde ich das aber auch überflüssig - Gründe wurden ja schon genug genannt. Wir produzieren in Deutschland ohnehin mehr Fleisch, als selbst wir essen können --> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittelindustrie-in-deutschland-wird-mehr-geschlachtet-als-je-zuvor-1.2850521
 
Elkecita

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Ah, danke, das wusste ich nicht, der Titel von dem Film sagt mir jetzt nichts.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Das ändert aber nichts an der Problematik, die Fisch mit sich bringt. Und das ist faktisch ein globales Problem und macht in Spanien nicht halt. Auch die Fische, die da frisch auf dem Markt landen können per Schleppnetz gefangen und mit Giftstoffen versetzt sein.

Zumal jeder verzehrte Fisch ein Beitrag dazu ist unsere Meere immer weiter zu leeren.
Allzu lange wird das nicht mehr funktionieren.
 
Elkecita

Elkecita

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Das mit dem "die Meere leer fischen", ja da hast Du recht. Weil viel zu viel gefangen wird, viel mehr, als überhaupt gebraucht wird. Würde auch in der Hinsicht "Fischen" verantwortungsvoller mit der Natur umgegangen, würde man noch so fischen wie vor 100 Jahren, dann wäre das gar kein Problem. Aber die Schleppnetze sind wirklich übel, was die alles anrichten. Und die vielen Tiere, die in die Netze gehen und nicht gebraucht werden, und die Opfer unserer Gier sind. Ja, da hast Du wirklich Recht.

Ich selbst esse ja nur dann Fisch, wenns gar nicht anders geht, will heissen, auf Hochzeiten (die obligatorische Merluza in weisser Gemüsesosse zum Beispiel) oder wenns wirklich gar nichts anderes gibt. Einige Fischarten KANN ich inzwischen auch essen. Dafür liebe ich aber Gambas, Langostinos, und auf Tintenfisch bin ich total närrisch. Irgendwo muss ich das Phosphor und Jod, das ich sonst nicht zu mir nehme, ja mir beibringen. Aber bei meinem ach so geringen Fischkonsum könnten von mir aus viele Kutter daheim bleiben.

Was auch wieder ein Probelm ist: in Galicien zB leben ganze Landstriche nur und ausschliesslich vom Fischfang. Bei Fangquotenreduzierung von der EU aus gehen immer wieder Tausende unter die Arbeitslose. Die Männer arbeiten auf den Fischkuttern, die Frauen in den Fischkonservefabriken. Den würde man den gesamten Lebensunterhalt wegnehmen.

Hat immer alles zwei Seiten.
 
Midoriyuki

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Naja, andere Meeresfrüchte sind jetzt auch nicht wesentlich besser als Fisch...^^

Was die Fangquoten betrifft:
Joa, die Fangquoten beizubehalten hilft augenscheinlich erstmal, nur was ist mit den Kinder selbiger Fischer?
Die werden definitiv keine Arbeit mehr haben, weil es schlicht und ergreifend einfach keine Fische mehr geben wird, die sie noch fangen können.

Es ist extrem kurzsichtig zu glauben, dass sich bei den aktuellen Quoten die Bestände auch nur ansatzweise erholen könnten, was immer tiefere und drastischere Methoden erforderlich macht. In Küstennähe kann sowieso kaum noch gefischt werden.

Jetzt die Quoten beibehalten führt also zwangsläufig auf Dauer zu einem Landstrich in dem absolut niemand mehr seine Existenz durch den Fischfang sichern können wird, eine massive Verarmung dieser Regionen ist absolut vorprogrammiert.

Da wird schlicht sehenden Auges ins Elend gerannt.
 
Kompassqualle

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Kurz zu den Fangquoten: ein Problem mit den Quoten ist, dass sie oft kleinen Fischern die Lebensgrundlage nehmen, viele Umweltschutzprogramme wie z.B. Schutzzonen beziehen sich zudem auf Regionen in Küstennähe (wo Kleinfischerei stattfindet) und regulieren dort den Fang. Das ist prinzipiell nicht falsch, aber sehr großer Schaden wird auch angerichtet von den großindustriellen Fangkuttern und der Hochseefischerei, in diesem Bereich scheint in der Vergangenheit aber zum Teil wenig passiert zu sein und die faktische Auflösung von Kleinfischerei aufgrund von starker Reglementierung wirkt fast wie ein gewisser Scheinaktionismus, so nach dem Motto 'wir tun ja was gegen die Überfischung'.

Was den Rest eurer Diskussion angeht denke ich, dass Überfischung die Meere zerstört ist ein Fakt, das Fisch gesund ist aber auch. Hier ist wieder die Frage wie funktioniert ethischer Konsum und ist er in letzter Konsequenz überhaupt möglich.
 
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