Gewichtszunahme aufgrund Medikamenten - wie unterbinden oder reduzieren?

Diskutiere Gewichtszunahme aufgrund Medikamenten - wie unterbinden oder reduzieren? im Gesundheit & Ernährung Forum im Bereich Smalltalk; Ihr Lieben, hier geht es nicht um mich, sondern um eine Freundin von mir, die seit Jahren aufgrund diverser Schmerzerkrankungen (u. a...
seven

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Ihr Lieben,
hier geht es nicht um mich, sondern um eine Freundin von mir, die seit Jahren aufgrund diverser Schmerzerkrankungen (u. a. Fibromyalgie) ziemlich heftige Medikamente nehmen muss (welche genau das sind, weiß ich leider nicht, aber sie hat da ein ganzes Sortiment stehen.)
Sie ernährt sich wirklich sehr gesund - überwiegend Gemüse, Reis, Fisch, gelegentlich mal Fleisch, Kartoffeln. Sie trinkt ausschließlich Wasser oder ungesüßten Tee bzw.
ab und an mal Kaffee (schwarz). Süßkram isst sie nur in absoluten Ausnahmefällen mal als "Leckerchen".
Insgesamt kann es also nicht an der Ernährung liegen, und derzeit ist sie total frustriert, weil sie immer mehr zunimmt und mir auch gesagt hat, dass das die Nebenwirkung der Medikamente ist. Sie ist 68 Jahre alt und leidet seit mindestens 20 Jahren unter diesen Schmerzen und nimmt auch schon genauso lange diese Medikamente - aber im Moment ist die Gewichtszunahme wirklich erschreckend.
Hat jemand von Euch vielleicht eine Idee, was sie dagegen tun könnte? Sport fällt aus, eben wegen der Schmerzen. Wenn sie einen ihrer Pflegehunde hat, geht sie auch 3x täglich ausgedehnte Runden, und da sie keinen Führerschein hat und wir hier ziemlich im Nirwana wohnen, sind auch die Einkäufe für sie mit wirklich langen Fußwegen verbunden, die sie mindestens jeden 2. bis 3. Tag erledigen muss, sodass man also nicht sagen kann, sie hängt den ganzen Tag nur auf der Couch... Sie macht 1x die Woche Quigong und arbeitet alle 14 Tage ehrenamtlich im Altersheim... und das, obwohl ihr jede Bewegung weh tut.
Hat wer ´ne Idee? Ich wäre dankbar - und sie sicher erst recht ;)

LG seven
 
18.02.2017
#1
A

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Guest

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Knopfstern

Knopfstern

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Hey,

Sport fällt aus, eben wegen der Schmerzen.
Das ist genau der falsche weg. Sie sollte Sport machen. Wenn die Gelenke bzw der Muskel nicht beansprucht werden, bauen sie ab und der Schmerz wird immer mehr ebenso versteifen die Gelenke immer mehr.
Hier muss in ganz kleinen Schritten angefangen werden. Am besten wäre es, wenn sie sich einen Physiotherapeuten sucht oder eine Sportreha machen würde, damit sie einen sehr sanften Einstieg bekommt und auch gezielte Übungen und Sportarten findet für sich.

Wichtig dabei ist, das sie scih wohlfühlt. An der frischen Luft ist schon mal super. Das ist sehr gut für sie.
Dann kann sie schwimmen, in nicht all zu kaltem Wasser.
Wandern,Walken, Rad fahren, alles in kleinen Mengen und langsam steigern, wie es ihr Befinden mag.

Aber gar kein Sport ist da der falsche weg.

Die Ernährung klingt gut. Ich würde da mehr auf Gemüse statt Obst zielen und schauen das Kartoffeln/Reis/Nudeln nicht zu viel sind.
 
seven

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Danke, Knopfstern!
Vielleicht war "Sport" der falsche Begriff ;)
Sie hat ja wirklich oft einen Pflegehund, da geht sie dann 3x täglich mit raus, insgesamt bestimmt 3 Stunden pro Tag.
Dann geht sie alle 2-3 Tage einkaufen - der Fußweg von hier in die Stadt sind allein für mich schon 20 Minuten einfache Strecke, für sie dann eher 30 - und dann zurück mit den Einkäufen. (edit: Und das hier im Sauerland - bergauf, bergab ;) )
Haushalt macht sich natürlich auch nicht von allein... Dazu Quigong (die Übungen macht sie dann übrigens auch täglich noch zu Hause, sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen) und Arbeit im Altersheim - ich möchte also mal behaupten, dass sie allein dadurch schon jeden Tag mindestens ´ne Stunde "Sport" hat ;)
Schwimmen - sie traut sich nicht ins Schwimmbad, erstens wegen ihrer Figur, zweitens wegen des Eintrittspreises (lebt von Hartz4 bzw. der Mini-Rente, die man dann anschließend bekommt und knappst wirklich). Fahrradfahren kann sie nicht (sagt sie, hat auch kein Fahrrad, ich hatte ihr damals mal meines angeboten, das wollte sie aber nicht, und dann ist es mir geklaut worden :roll:)
Was die Ernährung betrifft - sie ist eine Superköchin, alles was sie kocht, schmeckt mir, auch wenn ich es eigentlich nicht mag ;)
Und sie kocht wirklich hauptsächlich Gemüse, Fisch, Reis. Kartoffeln ab und an mal, Nudeln selten und Fleisch kann sie sich eh so gut wie gar nicht leisten, da nimmt sie eher Fisch...
Sie ist ja auch in ständiger ärztlicher Behandlung, ich glaube, es scheitert schon allein daran, dass die Krankenkasse solche Reha-Maßnahmen nicht (mehr) bezahlen würde und sie sich das eben selbst nicht leisten kann. Sie war in den letzten Jahren (ist aber auch schon wieder ´ne Weile her...) 2x jeweils für 3 Wochen in Reha - das hat allerdings keine nennenswerte Besserung gebracht und davon ist derzeit auch offenbar keine Rede mehr....

Mich erschreckt halt, dass sie wirklich in den letzten Monaten nochmal ordentlich zugenommen hat - und sie frustriert es verständlicherweise...
 
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cherry-lein

cherry-lein

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War deine Freundin schon mal in einer speziellen Schmerzklinik? In solchen Kliniken werden die Patienten sinnvoll mit ihren Medikamenten eingestellt bzw manchmal auch umgestellt und lernen Methoden kennen um mit den Schmerzen anders umzugehen und es wird am Schmerzgedächtnis gearbeitet, häufig können nach bzw während des Aufenthaltes einige Medikamente reduziert oder sogar gänzlich ausgeschlichen werden und die Lebensqualität erhöht sich deutlich.
Bei uns im Krankenhaus haben wir eine solche spezielle Schmerzklinik mit sehr gutem Ruf, falls da Interesse besteht kannst du mir gern ne PN schicken dann gebe ich dir die Adresse.

Ansonsten kann man leider nicht viel gegen medikamentöse Zunahme tun. Wenn sie sich schon anständig ernährt und sich bewegt bleibt leider nur damit zu leben. Häufig kommen solche Zunahmen durch Cortison, sollte sie das einnehmen sollte sie unbedingt mal ihren Blutzucker kontrollieren, durch Cortison steigt der Blutzuckerwert und dadurch kann eine Gewichtsreduktion auch erschwert sein, ggf braucht sie dann eine Insulintherapie solange sie diese Medikamente nimmt.
 
seven

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Cherrylein, danke für Deine Antwort!
Ja, sie war in einer Schmerzklinik - (da hat sie unter anderem Schlammbäder bekommen, was sie äußerst unangenehm fand...) das hat aber nicht wirklich was gebracht. (Vielleicht magst Du mir Deine trotzdem per PN schicken, schaden kann´s ja nicht - danke ;) ) Und nein, soweit ich weiß, ist Cortison eines der wenigen Medikamente, das sie nicht nimmt...
LG seven
 
Cerridwen

Cerridwen

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Sie ist ja auch in ständiger ärztlicher Behandlung, ich glaube, es scheitert schon allein daran, dass die Krankenkasse solche Reha-Maßnahmen nicht (mehr) bezahlen würde und sie sich das eben selbst nicht leisten kann. Sie war in den letzten Jahren (ist aber auch schon wieder ´ne Weile her...) 2x jeweils für 3 Wochen in Reha - das hat allerdings keine nennenswerte Besserung gebracht und davon ist derzeit auch offenbar keine Rede mehr....
Reha wird verständlicherweise nicht ewig von den Kassen bezahlt. Wie aber schaut es mit Rehasport/Funktionstraining aus? Die meist über 50 Einheiten gehen über 1,5 bis 2 Jahre und werden auf Rezept verschrieben, z.B. des behandelnden Orthopäden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kasse das bei entsprechender Diagnose und Begründung des Arztes ablehnt.
 
Knopfstern

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Reha wird verständlicherweise nicht ewig von den Kassen bezahlt. Wie aber schaut es mit Rehasport/Funktionstraining aus? Die meist über 50 Einheiten gehen über 1,5 bis 2 Jahre und werden auf Rezept verschrieben, z.B. des behandelnden Orthopäden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kasse das bei entsprechender Diagnose und Begründung des Arztes ablehnt.
eine Sportreha machen würde, damit sie einen sehr sanften Einstieg bekommt und auch gezielte Übungen und Sportarten findet für sich.
Das war genauso mein Gedanke.

Das sie sich viel Bewegt ist natürlich gut.
Aber das ist kein Sport. ;)
Da muss was sanfteres für die Muskeln her und muss langsam aufgebaut werden.

Spazieren ist in dem Sinne ja kein Sport.

Da würde ich mich tatsächlich hinterklemmen und schauen, das man da was bekommt.

Ich bekomme auch demnächste Rehasport, da ich ein ziemlich Kaputtes Knie/Bein habe links und da ich durch die Schwangerschaft sehr starke Ischias beschwerden habe.

Die Ärztin sagte mir auch,"Spazieren ist super, aber kein Sport."
 
Amber

Amber

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Haut mal ordentlich auf den Tisch bei den Ärzten.
Die Medikamente schlagen aufs Gewicht und trotzdem sind die Schmerzen da, da sollte nochmal richtig untersucht werden und nicht mit irgendwelchen Medikamenten abgespeist werden...

Einer aus meiner Familie hat ein kaputtes Knie durch einen Arbeitsunfall und er wurde auch ständig "abgeschoben", bis er die schmerzattaken im Betroffenen Bereich mit dem Handy aufzeichnete (der Muskel am Wadenbein und Schienbein zog sich zusammen, das sah echt gruselig aus) und ein ernsthaftes Wort mit den Ärzten sprach, die zuvor immer behaupteten, dass das gar nicht sein könne, was er schilderte.
Erst danach bekam er hoch dosiertes Schmerzmittel und es wurde nochmal richtig untersucht was mit dem Bein los ist... die Diagnose liegt nun endlich vor und seit es nun richtig behandelt wird, sind die nächtlichen Schmerzattaken weg.

Ärzte sind bescheuert und Patienten, aufgrund ihrer fehlenden Kenntnisse, richtig Dumm.
Holt euch zu Not eine zweite Meinung ein, wenn die Möglichkeit besteht.


Knopfstern nicht immer ist Sport der richtige Weg.
Im Fall bei meines Verwandten sind sanfte Massagen der Schlüssel zum Erfolg. Er konnte zuvor noch nicht mal eine Straße überqueren, ohne danach und Nachts Höllen schmerzen zu haben und seit dem er diese Form der Therapien erhält hat sich sein Leben wirklich verändert, weil die Schmerzen weg sind.


Liebe Grüße
Amber
 
Elkecita

Elkecita

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Dass Spazieren/Gehen/Laufen kein Sport ist, sei dahingestellt. Mein Sohn hat ja auch Gewichtsprobleme, und die Ärztin meinte, das beste für ihn wäre, jeden Tag eine Stunde raus mit den Hunden und spazieren. Klar, nicht im Schlenderstil, sondern so, dass der Puls auch etwas hochgeht. Das ist durchaus auch Sport.

Was mir jetzt noch zu dem Thema einfiel, ich hatte vor Jahren mal Probleme mit der Leber, da nahm ich in allerkürzester Zeit enorm zu, so dass ich wieder die Schwangerschaftsklamotten anziehen musste. Der Arzt stellte dann fest, dass mein Organismus extrem viel Wasser speicherte und dass der Grund eine entzündete Leber war. Hat man Deine Freundin daraufhin mal untersucht? Ansonsten, ja, bestimmt ist in verschiedenen Medikamenten Cortison enthalten. Kann Sie vielleicht passive Bauchübungen machen, will heissen, nicht direkt Sit-ups und dergleichen, sondern mehrmals am Tag den Bauch anspannen, den ganzen Körper anspannen, wieder loslassen, und das mehrere Minuten lang. Das stärkt Bauch- und Pomuskeln praktisch genausogut, als ob sie aktive Bauchübungen machen würde. Kein anstrengender Sport, aber hebt das Körpergefühl.

Ansonsten bin ich leider leider etwas ratlos, lese aber weiter mit, denn mit meiner Schwiemu passiert Ähnliches.

Off-Topic
Das mit dem Fisch und dem Fleisch hatte mich gewundert. Fisch ist doch extrem teurer als Fleisch. :eusa_think:
 
Sini

Sini

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Ärzte sind bescheuert und Patienten, aufgrund ihrer fehlenden Kenntnisse, richtig Dumm.
Holt euch zu Not eine zweite Meinung ein, wenn die Möglichkeit besteht.
Wenn sowieso alle Ärzte bescheuert sind, warum dann eine Zweitmeinung einholen, die kann ja auch nichts wert sein wenn sie von einem Bescheuerten kommt? (Derartige, beleidigende Pauschalisierungen finde ich übrigens ziemlich bescheiden.)
Du weißt, was eine Fibromyalgie ist und welche Probleme mit dieser Diagnose einhergehen? Krankheit mit unklarer Ursache und oft therapieresistenden Schmerzzuständen.

Ansonsten, ja, bestimmt ist in verschiedenen Medikamenten Cortison enthalten.
"..."
Ansonsten bin ich leider leider etwas ratlos, lese aber weiter mit, denn mit meiner Schwiemu passiert Ähnliches.
Kortison ist ein eigenständiges Medikament das zwar unter verschiedenen Bezeichnungen vertrieben wird, aber nicht einfach so in andere Medis reingemischt wird.
Am einfachsten ist es wohl, du liest mit deiner Schwiegermutter zusammen mal die Beipackzettel ihrer Medikamente durch und ihr sprecht ihren Arzt darauf an wenn bei einem ihrer Medis Gewichtszunahme als Nebenwirkung aufgeführt ist.

Bei mir auf der Arbeit leiden sehr viele Patienten unter dieser unangenehmen Nebenwirkung. Manchmal kann man gemeinsam mit dem Arzt da was erreichen (anderer Wirkstoff), teilweise hilft extrem viel Selbstdizipin, aber teilweise muß das einfach in Kauf genommen werden.

Hier ein kleiner Artikel über dickmachende Medikamente: https://www.gesundheit.de/medizin/medikamente/anwendung-und-einnahme/dicksein-durch-medikamente
 
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Elkecita

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Meine Schwiemu - und das treibt jetzt weit von Sevens Thread weg - sorry Seven, ich mach mich auch gleich vom Acker - nimmt Schmerzmittel gegen Rheuma. Sie hat schon etliches durchprobiert, und manche blähen sie extrem auf. Und das, wo meine Schwiemu eigentlich wie ein Vögelchen isst, jeder andere würde halb verhungern von dem, was sie so isst. Sie ist aber auch schon 84, bald 85, und da braucht der Körper ja auch wirklich nur noch ganz wenig Kalorien zum táglichen Funktionieren.
Duck und Wech
 
Sini

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Welche Schmerzmittel machen denn dick?
Bei Rheumaschüben wird oft Kortison eingesetzt, das schwemmt auf. Vielleicht versteht sie das auch als Schmerzmittel weil es die Entzündung hemmt und somit die Schmerzen lindert.
 
seven

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Danke, Ihr Lieben, für Eure Tipps!

Leider haben tatsächlich viele Ärzte nicht viel Ahnung von Fibromyalgie, sie war bei mehreren, die sie alle als Hypochonder abgestempelt haben, und selbst die, die sie ernst genommen haben (z. B. eben in der Reha) konnten ihr nicht wirklich weiterhelfen. Oft liegt sie nachts stundenlang mit Schmerzen wach... (Ach so - das sind nachts wohl überwiegend Unterleibsschmerzen, ansonsten aber eben auch chronische Nervenschmerzen und Erschöpfung, und empfohlen wird tatsächlich (schnelles) Spazierengehen und QuiGong (unter anderem) - und genau das macht sie ja... Und ja, ich finde durchaus, dass man Spazierengehen zumindest als eine Art "Sport" bezeichnen kann (Wenn sowas wie Billard und Dart und Bogenschießen als Sport zählt (ok, beim Bogenschießen braucht man Kraft), dann zählt Spazierengehen für mich auch dazu ;) )

Sini, danke für den Link, den werd´ ich mir gleich mal zu Gemüte führen ;)

Sorry, dass ich jetzt etwas durcheinander geantwortet habe, das waren so viele Beiträge und Aspekte - womöglich hab´ ich jetzt auch noch irgendwas übersehen, sorry dafür!

LG seven

Off-Topic
Elke, Fisch / Fleisch gibt´s bei ihr natürlich - eben auch weil sie es sich nicht leisten kann - nicht täglich, aber wenn ich denn mal bei ihr essen bin, gibt´s meistens Fisch ;) Oder was Vegetarisches... Ich glaube, Fleisch habe ich bei ihr noch gar nicht gegessen *grübel* - und nein, ich bin da nicht ständig zum Essen, wäre ja auch etwas kontraproduktiv ;) Aber so alle paar Monate mal... umgekehrt lade ich sie auch ab und an mal zum Essen ein, aber dann gehen wir in ein Restaurant, das hat sie selten genug ;).
 
Sini

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Bei Fibromyalgie wird oft auch mit Psychopharmaka gearbeitet. Wahrscheinlich ist das die Ursache für die Gewichtszunahme bei deiner Freundin.

Ist ein etwas heikles Thema, denn bei diesen Medis merkt man gerade anfangs oft extreme Nebenwirkungen wärend es teilweise Monate braucht bis man beurteilen kann ob die erwünschte Wirkung eintritt. Das macht es für die Betroffenen oft schwer, die Medikation zu akzeptieren.
Ich weiß nicht, ob ich in dem Fall etwas zu der Freundin sagen würde,denn man kennt ja die genaue Medikation und die Beweggründe des Arztes nicht. Gerade bei Psychopharmaka ist es oft auch nicht so einfach, mal eben ein anderes Mittel auszutesten um zu schauen ob das jetzt nicht so aufs Gewicht schlägt.

Essen ist ja auch ein großes Stück Lebensqualität. Da ist es auch nicht immer ratsam, eine extreme Disziplin zu pflegen, denn das nimmt auch viel Lebensfreude. Manchmal ist Dicksein auch einfach das geringere Übel :eusa_think:
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Die Fibromyalgie ist ja eine rheumatische Erkrankung und als solche autoimmun bedingt. Die Schulmedizin kann da leider nur symptomatisch behandeln, heilen kann man es nicht.

Meine Idee wäre noch, es mit naturheilkundlicher Unterstützung zu versuchen, vor allem Hypnose und/oder Akkupunktur können bei Schmerzerkrankungen gute Dienste leisten. Selbst wenn sie dadurch nicht schmerzfrei wird, so könnte es doch helfen die Schmerzen zumindest etwas zu reduzieren, wodurch dann natürlich auch die Medikamente etwas runterdosiert werden könnten. Mit etwas Glück reicht eine Reduzierung der Medikamente ja schon, damit sie nicht noch weiter zunimmt.
 
seven

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Sini, das ist ja aber auch nicht erst seit gestern so bei ihr, das geht mit den Schmerzen jetzt schon so lange, (bzw. noch länger), wie ich sie kenne, und das sind - Moment *rechne* knapp 8 Jahre - übergewichtig war sie damals auch schon, aber die Gewichtszunahme in der letzten Zeit bekomme ich ja jetzt tatsächlich auch deutlich mit, das ist schon erschreckend... Und eigentlich hat sich nichts an ihren Lebensgewohnheiten geändert und an der Medikation auch nicht, zumindest nicht in den letzten 2 Jahren, würde ich mal sagen. Dazu kommt, dass sie viel raucht - was ja eigentlich einer Gewichtszunahme entgegenwirkt...

Und wie gesagt, am Essen kann es eigentlich nicht liegen, denn sie ernährt sich wirklich gesund (und schimpft immer mit mir, wenn ich mir mal ´ne Fertigpizza in den Ofen schiebe ;) ), Süßkram isst sie quasi gar nicht, höchstens mal als "Leckerli" ;)

edit: Danke Kompassqualle! Akupunktur hat sie auch schon probiert - ich weiß allerdings nicht, wie lange, und wie lange man das durchhalten müsste, bis man Erfolge erzielt.
Hypnose hatte sie glaube ich noch nicht - ich kann´s ihr mal vorschlagen, aber ich z. B. wäre eine Kandidatin, die bei Hypnose vollkommen versagen würde, weil ich mich darauf schlichtweg nicht einlassen könnte, weil ich nicht daran glaube ;) Aber einen Versuch ist es natürlich immer wert!
 
Midoriyuki

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Ich werf´s jetzt mal unabhängig von Medikamenten mit ein:

Nur weil sie gesund isst heißt das nicht, dass das passend für ihren Verbrauch an Kalorien ist.
Gesund ist gut, aber man kann sich auch gesund dick essen, das ist nun mal leider so.

Im Prinzip kommt man bei Gewichtsproblemen nicht darum herum genau zu schauen wie viele Kalorien man tatsächlich zu sich nimmt und was ein realistischer (!) Bedarf ist.

Ihr Bewegungspensum klingt jetzt nicht exorbitant viel und ihr Alter tut ihr übriges, wenn sie ihre Essgewohnheiten der letzten Jahre beibehalten hat ist es dementsprechend normal Gewicht zuzulegen.
Neben der Nachfrage bei ihren Ärzten wäre es ja vllt. nicht verkehrt mal eine langfristige und professionelle Ernährungsberatung in Erwägung zu ziehen.

Gerade bei chronischen Erkrankungen und insbesondere aus dem Kreis der Rheumaerkrankungen gibt es inzwischen einige Ansätze wie die Ernährung explizit an diese Erkrankungen angepasst werden kann um die schulmedizinische Therapie zu unterstützen.

Und auch wenn Essen immer auch ein Stück Lebensqualität ist:
Je nachdem wie massiv das Übergewicht ist kann eben dieses Übergewicht die Schmerzen nicht unerheblich verstärken.
 
Sini

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Ich hatte das falsch aufgefasst. Dachte, sie wäre Normalgewichtig und würde jetzt halt zunehmen. Und es würde mit neuen Medis zusammenhängen die so eine Nebenwirkung haben.

Ob das wirklich von den Medis kommt sei dahingestellt, aber wenn sie schon lange übergewichtig ist und immer dicker wird, nimmt sie mehr Kalorien zu sich als sie verbraucht, das sehe ich wie Midoriyuki.
 
seven

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Das war ja auch erst mein erster Gedanke - aber das kann nicht sein *grübel*
Sie trinkt nur Wasser, ungesüßten Tee und ab und an mal nen Kaffee ohne Zucker.
Sie frühstückt ein Brot mit keine Ahnung welchem Aufstrich.
Was sie kocht, schrieb ich ja schon.
Zum Abendessen gibt´s dann auch noch mal ein Brot, oder aber eben Obst / Rohkost. Sie hat immer einen Teller Obst da stehen - je nach Jahreszeit Äpfel, Birnen, Orangen, Bananen...
Ich kann mir da einfach wirklich nicht vorstellen, dass es an der Ernährung liegt.
(Das kenne ich ja von meiner Noch-Frau... Was die alles gefuttert hat, kein Wunder, dass sie so übergewichtig war. Seit sie dann auf ihrem Diät-Wahn war, hat sie sich im Prinzip auch nur noch von dem ernährt, was meine Freundin auch so zu sich nimmt, aber dazu hat sie natürlich noch ihren Sport-Wahn entwickelt (Laufen, Schwimmen, Radfahren, und das mindestens 3-4 Stunden am Tag) und hat so ja pro Monat 2-3 kg abgenommen, was meiner Meinung nach viel zu schnell war - aber das ist hier ja eigentlich nicht das Thema...)
 
Midoriyuki

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Sie frühstückt ein Brot mit keine Ahnung welchem Aufstrich.
Was sie kocht, schrieb ich ja schon.
Zum Abendessen gibt´s dann auch noch mal ein Brot, oder aber eben Obst / Rohkost. Sie hat immer einen Teller Obst da stehen - je nach Jahreszeit Äpfel, Birnen, Orangen, Bananen...
Ich kann mir da einfach wirklich nicht vorstellen, dass es an der Ernährung liegt.
Ab 60 sinkt der Energiebedarf locker um 20%.
Bei Erkrankungen, die die Beweglichkeit im Alter einschränken (da helfen auch gemütliche Spaziergänge usw. nicht irre viel, weil der Muskelaufbau/erhalt entscheidend ist) wird sich das nicht unbedingt nach oben korrigieren.
https://www.senioren-50plus.info/gesundheit-sport/energiebedarf-von-aelteren-menschen.php

Und ohne wirklich detaillierte Liste was wann in welchen Mengen gegessen wird ist und bleibt es eine Schätzaufgabe.
Man kann das im Regelfalle kaum bis gar nicht einschätzen wie hoch die Energiedichte von dem ist was man so zu sich nimmt, das ist normal (die meisten Menschen fallen ja durchaus vom Hocker was so ein heiß geliebtes Käsebrot so an Kalorien hat...^^).
 
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