Passt ein Hund zu uns? + Anfängerfragen

Diskutiere Passt ein Hund zu uns? + Anfängerfragen im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, mein freund und ich wünschen uns schon seit jahren einen hund. Dieses Jahr könnte es endlich so weit sein.:mrgreen: Ich möchte den Faden...
Keisuke

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Hallo,

mein freund und ich wünschen uns schon seit jahren einen hund. Dieses Jahr könnte es endlich so weit sein.:mrgreen:

Ich möchte den Faden hier nutzen, um ein paar doofe Anfängerfragen zu stellen und um abzuklären, ob ein Hund tatsächlich in unser Leben passt oder ob wir uns das doch zu einfach vorstellen. Wir wären beide Ersthundebesitzer.

Zuerst also die Fragen:

  1. Kann mir Jemand ein oder zwei gute Bücher empfehlen – so allgemein Erziehung, evtl. Ernährung usw. – bitte nichts in Richtung „wir drehen den Hund auf den Rücken, um Dominanz zu zeigen“ usw. (Wir haben leider ein Buch „nach dem Rudelprinzip“ wo so etwas geraten wird…)
  2. Thema Ernährung: Ich hab mich ein bisschen hier eingelesen, trotzdem weiß ich ja nicht, wie aktuell die Threads sind oder ob sich da was grundlegendes verändert hat. Wir würden gern TroFu füttern – hoher Fleischanteil, wenig bis gar kein Getreide ist doch gut, oder? Weizen, Mais braucht ein Hund doch nicht, oder? Karotten, Kartoffeln, Reis (??) habe ich daher schon öfter gesehen, ich kenne auch Leute die ihrem Hund Karotten als Leckerlie geben – oder ist das schwachsinn?
  3. Eine echt doofe Frage: Am Wochenende – geht das, dass der Hund dann evtl. auch etwas länger schläft, wenn man mit ihm abends spät noch mal eine Runde geht? Wenn nicht quäle ich mich halt um sechse raus, einmal eine Runde Pippi machen und dann wieder ins Bett, oder ist das nur theoretisch möglich? Der Hund soll im Schlafzimmer schlafen, damit die Katzen nachts ihre Jagdspiele spielen können und vor allem, dass wir mitbekommen, wenn Hund nachts doch nochmal Pieseln muss. Im Schlafzimmer ist Laminat, ein Zimmer hat bei uns Teppich und wie ich Tiere so kenne, würde er sicher genau in das Zimmer pieseln :roll:


Ich fülle jetzt mal den Fragenkatalog zur Rassefindung aus, da sind ja alle wichtigen Fragen und Gedanken schon aufgefasst. Da wir wahrscheinlich einen aus zweiter Hand nehmen, wird es wohl kein reinrassiger Hund – aber auch im Tierschutz gibt es ja mal Rassen oder Rassemixe und ich freue mich, wenn wir ein paar Vorschläge bekämen was passen könnte und vor allem, was so gar nicht passt (auch wenn wir es vllt. Wollen würden^^)

Fragen zum Hund

Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund?
Eigener Hund: Gar nicht.
Kontakte zu Hunden von Freunden, Bekannten, Verwandten, ich hatte als Teenie einen super lieben Gassihund, aber da kann man alles nicht von Erziehung o.ä. sprechen.
Gemeinsam hatten wir einen Gassihund letztes Jahr (Cocker Spaniel Rüde) und das Arbeiten mit ihm – Rückruf üben, laienhaftes Dummy, Ball spielen, durchs Gelände latschen – hat uns wohl recht viel Spaß gemacht.

Welches Alter soll der Hund haben? (Welpe, Junghund, Erwachsener, Senior)
Erwachsen oder Junghund – wobei ich da auch auf eure Empfehlung gespannt bin. Wie schlimm ist die Pubertät, wie lange dauert sie und wäre es ratsam, sich einen Hund in dem Alter anzuschaffen? Außerdem bräuchte ich Tipps zum Thema Kastration – eigentlich möchte ich lieber ein intaktes Tier, was im Tierschutz oft nicht möglich ist, aber wie alt sollte ein Hund sein, ehe er kastriert wird? Ich habe zG schon ein paar Vereine gefunden, die zB nur wenige Monate alte Hunde nicht kastriert, da noch zu jung, aber eben auch schon ein paar Hunde mit einem oder zwei Jahren gesehen, die kastriert sind.

Soll es ein Rassehund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierschutz oder einem Tierheim werden?
Tierschutz oder Privat, wenn es passt.

Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht?
(Stichworte dazu: Hütetrieb, Jagdtrieb, Schutztrieb, Wachtrieb. Verhalten gegenüber Fremden. Bellfreudigkeit.
Ausprägung von Temperament, Eigenständigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.)

Unerwünscht: Jagdtrieb, Bellfreudigkeit, sehr starker Schutztrieb, zu viel Eigensinn/Sturheit (Kadavergehorsam erwarten wir nicht, wir wollen aber keine bellende Katze ;))
Erwünscht: Wille zur Zusammenarbeit mit dem Menschen

Gibt es Ansprüche an das Aussehen, die Größe oder die Beschaffenheit des Fells?
Klein bis mittelgroß, gern kurzhaar – muss aber nicht


Fragen zum Halter

Wie sieht deine Wohnsituation aus? Lebst du in der (Groß-)Stadt oder eher ländlich?
Miete oder Eigentum? Wohnung oder Haus? Steht ein angrenzender Garten zur Verfügung?

Miete, erstes OG, Balkon – „Hunde nach Absprache“ steht im vertrag, abgesprochen ist ein „kleiner bis mittelgroßer Hund“ (Vermieters O-Ton „Kein Schäferhund oder so“).
Stadt, aber ländlich gelegene Wohnung in einer Spielstraße – 5 Minuten zum See, 2-3 Minuten zu größeren Wiesenflächen.

Leben Kinder im Haus? Wenn ja, wie alt?

Bisher nicht

Gibt es weitere Tiere im Haushalt? Wenn ja, welche?
Ja, zwei Wohnungskatzen (2+3 Jahre alt)

Bist du Schüler, in der Ausbildung, berufstätig? Passt ein Hund auch zukünftig in dein Leben?
Mein Freund arbeitet bis zum Sommer nicht, dann ist er in einer Ausbildung. Ich arbeite Vollzeit. Zukünftig ist es geplant, dass ich da bleibe wo ich bin

Wie viel Zeit steht täglich für Aktivität mit dem Hund zur Verfügung?
Richtige Aktivität (Spazieren gehen, draußen spielen) min. 2 Stunden.
Ansonsten soll er eben immer „dabei“ sein, wenig allein sein.

Kannst du dir den regelmäßigen Besuch einer Hundeschule vorstellen oder käme das nur bei Bedarf bzw. für bestimmte Zwecke in Frage?
Unbedingt und gern regelmäßig.

Was möchtest du mit deinem Hund gemeinsam unternehmen?
Spazieren gehen in der Natur, aber auch als Stadtbegleiter sollte er dabei sein. Fahrradfahren, joggen evtl. auch – er soll halt immer dabei sein.

Wie soll er ausgelastet werden, welche Aufgaben bekommt er?
Wir sind an allerlei Sport interessiert, vor allem Agility und Dog Dance. Ich kann mir aber auch einiges anderes vorstellen, außer richtigs Carni-Cross und IPO (bei einem Kleinhund wahrscheinlich auch witzig anzusehen^^)

Wie lange müsste der Hund täglich alleine bleiben?
Unregelmäßig müsste er schon allein bleiben können. Er darf mit mir zur Arbeit, müsste aber bei Aktivitäten ohne Hund (Kinobesuch, Kirmes, langer Shopping Trip usw.) zuhause bleiben können.

Von wem kann der Hund z.B. im Krankheitsfall betreut werden? Ist die Ferien- bzw. Urlaubsplanung bedacht?
Wir sind selten beide krank. Urlaub ist sowieso erstmal nicht drin, wenn dann mit Hund oder wir müssen uns einen Sitter organisieren (in der Familie gibt’s ein paar Hundebesitzer). Wir können durch die Katzen ja eh nicht „mal kurz spontan“ weg, weshalb dann halt eine Sache mehr geplant werden muss.

Sind die Kosten für den Unterhalt gedeckt? (Futter, Zubehör, Steuer, Hundehaftpflicht, Besuche beim Tierarzt)
Hast du dir Gedanken gemacht, ob du die Kosten für akute oder gar chronische Erkrankungen tragen könntest?

Haben wir und klar haben wir da Angst vor. Ich lege aber schon jetzt immer einiges für die Katzen zurück und würde dann noch mehr zurück legen müssen. Ich sag’s mal so: Richtige Hobbys habe ich nicht, ich gebe mein Geld momentan hauptsächlich für KrimsKrams, Geschenke und die Katzen aus.

Wie stellst du dir das Leben mit dem Hund vor? Wie soll euer Alltag aussehen?
Zu Anfang würde ich mir erstmal Urlaub nehmen und schauen, wie es so läuft. Dann ist mein Freund ja noch Zuhause, trotzdem würde ich ihn schon zu Anfang ab und zu mit zur Arbeit nehmen um abzuchecken, wie es läuft.

Später sollte es dann so aussehen:
Ich würde morgens eine Runde mit ihm gehen (ca. 6 Uhr) je nachdem 15-30 Minuten, das müsste ich halt noch schauen. Mittags auch eine Runde (ca. 30 Minuten)
Nachmittags dann mehr Bespaßung – eben was einem so einfällt: Hundeschule/-platz, längere Gassigänge, fahrradfahren, training, aber eben auch mal mit in die Stadt kommen.
Abends dann noch eine letzte Gassirunde (ca. um 21-22 Uhr)
Das Einzige, das mir Sorgen macht: Jetzt am Anfang, wenn es eben vorm Sommer war wird, wäre mein Freund sehr viel mit ihm allein. Danach hätte ich mehr Zeit für den Hund, da mein Freund eben noch lernen muss usw. Wäre das ein Problem?

Rassen, die uns interessieren: – klar vom optischen stehe ich total auf Hütehunde (Aussi, aber auch Harzer Fuchs zB, hab da letzten einen Harzer Fuchs Mischling im Netz gesehen und wooow ist der hübsch :D) – da hätte ich aber Angst, dass wir ihm nicht genug Aktion und Auslauf bieten können.
Andere Rassen wären zB das Kooikerhondje, Cavalier King Charles Spaniel und tatsächlich Richtung Sennenhunde, wobei mein Freund den Appenzeller total mag, ich den Entlebucher bevorzugen würde, sind beides aber nicht meine favorisiertesten Rassen.
Letzen Endes wird es wahrscheinlich ein „Irgendwas Mischling“, wobei ich bei Auslandshunden etwas Angst vor einem absoluten Angsthund habe bzw. eben befürchte, wir würden einem „geschädigten Hund“ nicht gerecht werden.

Ich hoffe, wir sind auf dem richtigen weg und freue mich auf eure Tipps, Anregungen und Rassevorschläge.

Achja und danke, wenn ihr euch den Roman durchgelesen habt :D
 
Chat_Sauvage

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Hallo Keisuke!

Schön, dass der Traum vom Hund eventuell bald wahr werden kann!

Ich versuche mal, auf die meisten Fragen eine passende Antwort zu geben, kann aber sein, die anderen müssen noch nachhelfen :mrgreen:

Zum Thema Bücher:
Die Bücher von Patricia B. McConnell finde ich lesenswert, unter anderem 'Das andere Ende der Leine'
Außerdem habe ich Bücher von Thomas Baumann daheim, liegt aber mehr daran, dass ich oft mit ihm zu tun habe.
Im Netz kannst du auch im Block von Tierarzt Dr. Ralph Rückert lesen, er geht auf ganz viele versch. Dinge ein, hier halt mehr in die gesundheitliche Schiene.

Zum Thema Futter:
Getreide braucht ein Hund nicht zwingend, Getreide stört aber auch nicht in geringen Mengen und darf m. M. nach in geringen Mengen enthalten sein, wenn der Hund keine Allergie hat. Meine Hündin z. B. verträgt Mais nicht, aber Reis ist schon in einer unserer Futtersorten enthalten.

Wir füttern auch vorwiegend Trocken, haben das Platinum Iberico, Platinum Lamb+Rice in Abwechslung mit Wolfsblut Wild Duck und Acana Zuhause. Meine zwei mögen die Abwechslung und damit fahren wir am besten. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Dose, Animonda Gran Carno, Rinti Kennerfleisch, Terra Canis, Real Nature, Natur Plus.... was ich grade so zwischen die Finger bekomme. Aus der Ernährung mache ich keine Wissenschaft (mehr), ich achte auf einen ordentlichen Fleischanteil, kein Zucker und eben kein Weizen/Mais. Es gibt auch mal was vom Tisch oder rohes Fleisch/Knochen, wenn wir sowieso kochen.

Zum Thema Nacht:
Meine Hunde schlafen auch beide im Schlafzimmer vor dem Bett, die Katzen bleiben draußen. Auch tagsüber ist bei uns das Schlafzimmer tabu für die Katzen, sonst gewöhnen sie sich daran und starten abends ein Konzert vor der geschlossenen Türe. So haben die Hunde mal ein paar Stunden 'katzenfrei' und die Mietzen können durch die Bude fetzen, ohne uns den Schlaf zu rauben. Meine Hunde gehen unter der Woche gegen 23 Uhr das letzte mal raus und dann morgens um 7 das erste mal wieder. An den Wochenenden, wenn ich ausschlafen will, gehe ich gegen 23 Uhr / 1 Uhr nochmal raus und dann kann es gut sein, dass die zwei bis 11 oder 12 mittags schlafen ;)

Am Anfang kann es schon sein, dass ihr öfter raus müsst, vor allem wenn es noch ein Junghund ist und es kann eben sein, dass auch ein erwachsener Hund in neuer Umgebung erst mal nicht ganz stubenrein ist.


Zum Thema woher:

beim Ersthund würde ich im Tierheim genau nachfragen und einen Zeitgenosse aussuchen, den man gut beschreiben kann. Ein Hund aus dem Tierheim oder auch aus dem Tierschutz (Ausland z.B.) kann halt schon eine gewissen Vorgeschichte haben, je nach Alter. Das sollte bekannt sein und der Hund auch erst mal kennengelernt werden. Sprich Gassi gehen, Probezeit etc. Ob älterer Hund oder Junghund, beides hat Vor- und Nachteile. Ein Jungspund kann in der Pupertät sein, Unsicherheitsphase usw. Ein älterer Hund ist hier vielleicht schon 'fertig', kann aber halt auch negative Verknüpfungen haben, die man schwerer wieder beseitigt. Das müsst ihr einfach für euch abwägen, was euch lieber ist.

Wie gesagt, wenn es Rassewünsche gibt, kann man auch immer auf Notseiten schauen oder bei Züchtern, die Welpen wieder zurück bekommen haben. So kam z.B. meine Cousine zu ihrem Chihuahua.

Ob und wann ein Tierschutzverein kastriert, ist echt komplett verschieden. Die einen werden frühkastriert mit 3 Monaten, die anderen wiederum gar nicht. Solltest du ein intaktes Tier bekommen, würde ich es auch intakt lassen. Eine Kastration ist eine unnötige OP, die dem Tier ein Organ nimmt, dass völlig gesund ist und das Narkoserisiko ist auch zu bedenken. Aber das weißt du ja sicher schon.

So und dann zur Rasse:
Rein vom Lesen hätte ich jetzt sofort zu einem Kleinpudel geraten oder eben, wie es wohl sowieso kommen wird, einem Überraschungsei aus dem Tierschutz.
Trotzdem möchte ich etwas zu den Wunschrassen sagen. Vorab noch, eure allgemeine Situation für einen Hund finde ich super und mach dir wegen der Zeit mit deinem Freund keine Sorgen. Was sind denn da die Bedenken? Dass dein Freund den Hund nicht so beschäftigen kann wie du?
Euer Programm ist doch klasse, wenn nicht gar einen Tick too much, je nach Hund. Meine wäre damit völlig überfordert. Wir gehen morgen 20 Minuten, mittags 20 Minuten und abends 1-1,5 Stunden. Quasi immer um den 2 Std. Dreh rum. Alles weitere würde meine Große total stressen auf Dauer, da sie schnell hochdreht. Grade mit Rassen wie dem Aussie wirst du da nicht happy, die müssen eher die Ruhe lernen, als in ihrer Motivation noch weiter gesteigert zu werden. Du sagst ja, der Hund kommt mit auf Arbeit. Dort wird er sicher auch immer wieder neue Eindrücke haben und nicht 100% ur Ruhe kommen können. Dazu das Programm in der Freizeit.. mach dir da mal nicht so viele Gedanken, du findest das sicher raus, wie viel der Hund verträgt und was zu viel/zu wenig ist. Hunde haben lange Ruhephasen von bis zu 20 Stunden am Tag. Das nur nebenbei.

Hütehunde sind oft und gerne laut und kommunizieren auch viel über Bellen. Sicher ist das trainierbar, aber eben schon rassebedingt vorhanden. Der Aussie, wenn er nicht richtig geführt wird und die nötige Sicherheit bekommt, kann schnell anfangen, offensiv nach vorne zu gehen und recht knackig werden. Für viele Hundeneulinge ist das ein Problem, was ich momentan wieder im Bekanntenkreis sehe.

Harzer Füchse sind in meinen Augen völlige Arbeitstiere und gehören ans Vieh. Wie der Border auch. Darf jeder anders sehen, keine Frage und es gibt sie sicher auch, die Harzer, Collis und co. in glücklicher Familienhaltung mit Hundesport... aber das ist meine Meinung. Ich kenne 4 Harzer an Schafen und es ist der Wahnsinn, wie ausgeglichen und ruhig diese Hunde sind und arbeiten.

Kooikerhondje könnte ich mir ganz gut vorstellen!

Und Sennenhunde... puh. Das ist vllt Geschmackssache, aber mir sind die zu ruppig, vor allem mit dem Appenzeller kann ich null komma nix anfangen. Wir haben 3 auf dem Platz, alle im Agi geführt und alle 3 sind Mistkröten. Auch im Bezug auf Sozialkontakt eher hinterlistig und auf jeden Fall nicht everybodys Darling. Will to please bei allen vorhanden, aber eher gemäßigt und immer mit Rückfrage, ob man das verlangte auch wirklich gleich ausführen muss:mrgreen:

Beim Aussie hättest du zwar den WTP (wohl sogar mehr als einem manchmal lieb ist), aber auch der Aussie ist im Bezug auf fremde Menschen / Hunde eher passiv bis eben offensiv, wenn man ihm da nicht den Halt gibt. Als Stadtbegleiter bzw Hund, der dich fast überallhin begleitet und in Ersthundehand sehe ich da keinen Hüti und auch keinen Senner. Gut, der Berner ja. Aber der sollte wohl zu groß sein :mrgreen:

Cavalier.. kenne ich ganz unterschiedlich. Einmal in leise und nicht jagend, einmal in kläffend und als Jagdsau. Kann klappen, ist halt auch eine Sache der Erziehung. Jagdtrieb kann da mäßig bis stark ausgeprägt sein, muss man halt üben.

An eurer Stelle geht in Tierheime, schaut euch um, schaut bei Züchtern nach ausrangierten und wieder zurück gekommenen Hunden etc. Meine Nicki (Ersthund) kam auch ganz spontan, obwohl ich mir vorher 1 Jahr Gedanken gemacht habe und die Rasse eig. schon fest stand. Jetzt habe ich eine kunterbunte Knallerbse und bin total happy mit ihr :055:
 
Keisuke

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Hallo Chat,

Danke für deine Antworten :)

Erstmal: Die Katzen dürfen auch jetzt schon nicht ins Schlafzimmer und ja, es gibt hier leider morgens mal ein Konzert im Flur - immer wenn ich es wage, den Wecker klingeln zu lassen und nicht SOFORT aufzustehen und SOFORT Futter zu machen :roll:

Futter dann also auch öfter mal wechseln und gern mehr Fleisch als Getreide, so unterschiedlich sind Hunde und Katzen ja dann doch nicht. Nur die Möhre als Leckerlie finde ich immer noch komisch :lol:



Am Anfang kann es schon sein, dass ihr öfter raus müsst, vor allem wenn es noch ein Junghund ist und es kann eben sein, dass auch ein erwachsener Hund in neuer Umgebung erst mal nicht ganz stubenrein ist.
Hab ich mir gedacht. Solange er nicht auf den Teppichboden pieselt ist mir das ehrlich gesagt recht egal, da muss ich ihn wohl öfter beobachten. Im Büro habe ich leider auch Teppichboden, aber bis dahin werde ich ihn ja hoffentlich ansatzweise verstehen können und merken, wenn er/sie mal muss.

Kastra: Wenn wir ein intaktes Tier bekommen, bleibt es auch erstmal so. Ich will keinesfalls irgendwie Nachwuchs produzieren, aber ich halte es beim Hund eben auch nicht für notwendig - anders als bei Katzen.

Was sind denn da die Bedenken? Dass dein Freund den Hund nicht so beschäftigen kann wie du?
Das nicht unbedingt.
Aber ich hab halt Angst, dass sich der Hund zu sehr auf ihn fixiert und dann später "bei mir" total unglücklich ist. Er wird ja irgendwann den halben Tag mit mir verbringen und wenn er dann nur "sein Herrchen" vermisst...?
Katze 1 ist zB total auf ihn fixiert und weil wir am Anfang mit Katze und zu zweit viel zusammen in der Wohnung waren, war sie immer total verwirrt, aufgelöst und hat gesucht, wenn ich mit ihr allein war. Katze 2 liebt mich mehr, weil ich am Anfang mit ihr allein war und viel mit ihr gemacht habe.

Euer Programm ist doch klasse, wenn nicht gar einen Tick too much, je nach Hund.
Das mit dem "too much" hatte ich auch schon gedacht. Man denkt ja immer: Hund braucht Arbeit, braucht Bewegung, braucht ....
ich glaube da tasten wir uns dann einfach mal langsam ran. Ich denke auch so ein kleiner Stadttrip ist ja quasi "Auslastung", jedenfalls viele neue Gerüche, neue Geräusche, neue Menschen. Danach reicht sicher noch einmal zu einer ruhigeren Wiese und dann nach Hause, statt ne Runde Ballspielen. Eigentlich schätze ich uns beide so ein, dass wir uns recht gut in Tiere "reinfühlen" können.
Auf der Arbeit herrscht tatsächlich relativ viel Ruhe - ich bin allein im Büro und es herrscht so gut wie kein Trubel mit Kollegen und Kunden. Ich denke schon, dass er da relativ gut zur Ruhe kommen kann. Einzig wenn er so feinfühlig ist und merkt, wenn ich total aufgeregt und hibbelig und im Stress bin und dann den Stress spiegelt. Muss man wahrscheinlich auch üben.

Hütehunde fallen auch wegen des Charakters und der "Hibbeligkeit" raus. Einfach nur vom Aussehen, der Bewegung, der "Anmutung" finde ich sie einfach total toll :mrgreen:

Wahrscheinlich schauen wir uns einfach ein paar Rassen live an - obwohl ich auch dafür wetten würde, dass es ein "Irgendwashund" aus dem Tierheim wird. Seltsamerweise haben wir da gar kein "Schema" - irgendwas muss der Hund haben: Körperbau, Augen, Gesichtsausdruck - weiß nicht.
 
Keisuke

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So, ein paar Tierheimbesuche später:
Neue Fragen - ich habe mir ein paar Info-Zettel usw. mitgenommen und angelesen.

Ein Tierheim meint: mindestens 3x am Tag Gassi, mindetens je eine Stunde - bei manchen Hunden noch mehr...??

Weiter finanziell: Wie viel Geld gebt ihr durschnittlich für den Hund im Monat aus (Futter, HuSchu usw.)
Und jährlich ca für den TA, wenn keine großen Sachen (also keine OP/Unfall/dicke Krankheit) dazwischen kommt - also Impfungen und "kleinere Behandlungen" (zB Pfote vertreten o.ä. - gern auch eure Storys dazu, wie oft ihr zum TA lauft.)

Thema: Fellpflege. Täglich bürsten bei langhaar und bei kurzhaar...?

Ja, doofe Anfängerfragen :uups:

Ich hab etwas Angst, dass wir alles doch zu locker und "das wird schon" sehen :eusa_shhh:
 
Balthasar

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Ich oute mich jetzt mal, unser Hund geht nicht 3mal täglich mindestens eine Stunde Gassi. Einmal täglich eine ausgiebige Runde ( bis zum Feld wo er frei laufen kann ist es ein Weg von ca. !0 min) und dann noch 2 kurze zum Pipi machen durchs Dorf, kann aber bei Bedarf immer in den Garten.
Schätze mal an Futter, Hundesteuer, Versicherung und Zubehör so 100 Euro im Monat ( Hundesteuer ist bei uns aber sehr niedrig).
Das letzte Mal war unser Hund vor 3 Jahren anlässlich seiner Kastration und HD- Röntgen beim Tierarzt. Man sollte aber immer im Hinterkopf haben, sollte mal was sein, können da schnell einige Hundert Euro zusammen kommen. Geimpft wird bei uns nicht jährlich, nur mal eine Wurmkur hin und wieder und ca. einmal im Jahr ein Serestoband gegen Zecken und Flöhe, kostet ca. 40 Euro: Bei der Wurmkur kommt es drauf an welche man nimmt.

Gekämmt wird unser Hund eigentlich nur während des Fellwechsel. Rassen, wie z.B. der Pudel, deren Fell zum verfilzen neigt, müssen natürlich häufiger gebürstet werden.
 
cherry-lein

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Wir sind früher bzw heute meine Eltern immer noch 3-4x täglich mit den Hunden draußen, jeweils etwa 3/4 - 1 1/2 Stunden, die erste Runde dreht mein Vater vor der Arbeit (ca 5 Uhr) und die letzte Runde wird um ca 22 Uhr gedreht. Ich persönlich finde das auch wichtig mit dem Hund mind. 3x täglich raus zu gehen, zum einen für die körperlich Auslastung und zum anderen kann man wunderbar kleine Trainingseinheiten einbauen und hat die geistige Auslastung dann auch gleich mitgenommen. Man muss aber natürlich schauen was für einen Kandidaten man da hat, unsere Bernhardinerhündin war eher eine Trödelliese, die fand 3x tgl langsames schlendern einmal ums Feld völlig ausreichend um zufrieden zu sein, zwischendurch hat sie es sich am liebsten im Garten bequem gemacht, im Alter wollte sie dann gar nicht mehr so weit laufen sondern hat sich auf dem Weg irgendwann einfach hingesetzt und gewartet bis man das bemerkt hat und zurück gekommen ist. Unsere Schäfis sind da ganz anders, besonders Baja könnte stundenlang laufen. Mit der kann ich 5 Stunden wandern gehen, dann ruht sie 1-2 Stunden und könnte dann theoretisch nochmal los, sie gibt sich aber auch mit den 3-4 Runden tgl zufrieden und ruht dann auch ohne Probleme aber wenn man dann mit ihr Arbeiten möchte ist sie gerne voll dabei.

Monatliche Kosten sind echt unterschiedlich. Zum einen kommt es auf die Größe vom Hund an und wie viel er entsprechend frisst, dann natürlich welches Futter man geben möchte, da gibt es preislich ja auch große Unterschiede und auch bei HuSchu kommt es auf die Region an.
Meine Eltern haben derzeit 2 Schäfis, futtertechnisch kosten die beiden ca 60-80€ monatlich, mehr fällt eigentlich kaum an. Meine Eltern sind im Schäferhundeverein und trainieren dort 2-3x die Woche mit beiden, das kostet 50€ pro Jahr. Hundesteuer weis ich gar nicht genau da Tierheimhunde bei uns 2 Jahre steuerfrei sind und Versicherung sind glaube 180€ für beide. Hin und wieder wird mal neues Spielzeug gekauft oder eine Leine ersetzt (meine Mutter ist Leinensüchtig :mrgreen:).
Was den Tierarzt angeht ist es auch sehr unterschiedlich. Unser erster Schäfi war eine echte Baustelle und hat tausende verschlungen, er musste leider trotzdem schon mit 6 Jahren eingeschläfert werden. Mit der Bernhardinerhündin war dagegen nie was, da kamen nur die Alterswehwehchen und ganz zum Schluss Knochenkrebs. Für den aktuellen Schäfirüden hat meine Mutter auch schon viel Geld beim TA gelassen weil die Hüfte nicht ok war, mit Baja war sie jetzt das erste mal akut weil sie langsam Arthrose bekommt. Natürlich haben alle regelmäßig Impfungen und Wurmkuren bekommen.

Fellpflege haben wir immer nach Bedarf gemacht. Bei denen mit viel Unterwolle musste man im Fellwechsel tatsächlich täglich bürsten um Verfilzungen zu vermeiden, bei den anderen reicht dann 1-2 die Woche und ansonsten ganz nach Bedarf. Gebadet wurde bei uns auch nur wenn der Hund sich in Mist, Gülle oder Schafschitt gewälzt hatte, immer so selten wir möglich, in der Regel etwa 2-3x pro Jahr.
 
Midoriyuki

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Was die Zeitvorgaben betrifft...naja.
Im Hinblick auf das Ruhebedürfnis von 17-20 Stunden am Tag halte ich die meisten "Anforderungen" für überzogen.

Ich halte es generell so, dass jeden 2./3. Tag vernünftig gelaufen wird, d.h. joggen, ansonsten gibt es einmal am Tag eine ausgiebige Runde am Wald entlang über die Feldwege, die dann aber explizit so gestaltet sind, dass Herr Hund nachher vom Kopf her so fertig ist, dass er hinterher keine Zehe mehr rührt, das sind in der Regel 1-2 Stunden.

Ansonsten gibt es kurze Runden von 10-15 Minuten und abends beim letzten Mal gehts nur vor die Tür auf den Grünstreifen zum Pinkeln.

Und, man mag es kaum glauben, einmal in der Woche Minimum gibt´s schlicht gar kein Programm außer um sich zu lösen kurz raus ;)
Und das sogar absichtlich.

Fixe Zeiten á la "Der Hund MUSS grundsätzlich jeden Tag 3-4 Stunden lang durch die Welt rennen" halte ich für kurzsichtig und bei manchen Hunden auch für absolut problematisch.
Auslastung ja, aber angepasst an den Hund und vernünftig und nicht stumpf nach Schema F.

Off-Topic
Hier sei mal insbesondere auf Angst- und verstörte Auslandstiere verwiesen. Kennt nix, kann nix, aber jeden Tag stundenlang durch die Welt geschleift werden hilft dann ungemein.
Gleiches bei hypernervösen Hunden.


Kostentechnisch liege ich meist auch so zwischen 50-100,-, je nachdem, aber zur Wurmkur sei kurs angemerkt, dass da Kotproben sinniger sind damit nur bei vorhandenem Befall entwurmt wird (kostentechnisch ziemlich nah beieinander) und nicht blind Chemiekeulen in den Hund kommen.
Bei meinen Hunden durfte ich danach meistens Geld in Schonkost, Aufbaumittel etc. stecken, weil die Darmflora hinüber war ;)
 
Keisuke

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Hey und danke für die Antworten!

Ihr beruhigt mich da schon - ich hatte selbige Gedanken. Jeder Hund ist unterschiedlich und hat auch andere Bedürfnisse. Lasse mich wohl oft verunsichern.

Und, man mag es kaum glauben, einmal in der Woche Minimum gibt´s schlicht gar kein Programm außer um sich zu lösen kurz raus ;)
Und das sogar absichtlich.
Das finde ich auch einen beruhigenden Gedanken. Denn mal Hand aufs Herz: Wir würden es auch nicht schaffen, wirklich jeden Tag im Jahr volles Programm für den Hund abzuliefern, es gibt immer mal Tage, wo andere Sachen auch anstehen.

Geplant ist für uns erstmal:
Morgens ca. 15 Minuten Pipi-Runde
Mittags 15-30 min
Nachmittags je nach Tag eben Programm - HuSchu, Gassigehen, Spielen, Training usw. ca. 1h
Abends noch ne kurze Pipi-Runde
Das wäre der Alltag, zu Beginn ist ja mein Freund mit ihm allein und da wird er dann bei Bedarf auch öfter mal Pipi machen gehen ^^

Die Kosten habe ich dann scheinbar richtig eingeschätzt :lol: Dass eine OP oder so mal teurer wird, ist mir natürlich klar.

Ehrlich gesagt konnten wir's nicht lassen und gucken uns morgen einen Mischlingsrüden an. Ca 8-12 Monate, knapp 30 cm groß, noch nicht lange in DE - einfach ein kleiner, lustiger Begleiter. Laut Pflegestelle kann er allein bleiben, fährt im Auto mit, ist stubenrein, ignoriert Katzen und läuft gut an der Leine.
Ja, ich weiß, dass er sich bei uns auch erstmal einleben müsste und nicht sofort "funktioniert" ;)

Noch ein paar doofe Fragen, die mir immer mal wieder so kommen:
Wie oft füttert ihr? Die Katzen kriegen 2x täglich was, bei Hunden habe ich aber auch schon gelesen, dass nur abends füttern super wäre...?
 
Balthasar

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unser Hund bekommt 2 mal täglich, unter andern auch weil ich es fies finde, ihn zuschauen zu lassen wenn die Katzen was bekommen.
Wenn man sich so umhört, füttern viele 2 mal täglich.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nicht nur OP kann teuer sein, unsere beiden Katzen waren im Dezember erkältet. Bei einer wurde es nicht besser, Behandlung, röntgen, Blutbild, Leukosetest, da waren wir dann bei 400 Euro.
 
Keisuke

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Okay, sagen wir so: Ich weiß, dass Tiere gern mal einen Haufen Geld beim Arzt lassen können ;)

Es hat sich was getan. Wir haben uns einen kleinen Mischlingsrüden angeschaut und mein freund war sofort verliebt - ich hab eine Nacht drüber geschlafen und nur von dem kleinen Kerl geträumt: Ergo - er soll einziehen!
Er kennt Katzen, Autofahren, Leinenführigkeit ist okay - ist geschätzt 9 Monate alt und unkastriert, kommt aus dem Ausland. Drinnen absolut ruhig und zurückhaltend, draußen aufgeregt, aufmerksam, manchmal ängstlich - wich aber zB einem Mann mit Rollkoffer schnell aus, anstatt ihn zu verbellen etc.
Klar, wenn er auftaut und pubertiert kann er noch frecher, testender, machomäßiger werden - aber wir möchten ja auch ein Tier, eben mit Macken, Training, Charakter und keinen Roboterhund ;)

Problem: Unsere Vermieterin zickt rum.

Wir sind im November letzten Jahres eingezogen.
Bei der Wohnungsbesichtigung sprachen wir von Katzen UND einem kleinen Hund. Sie sagte: Okay
Bei der Unterzeichnung des Mietvertrags nochmal: Katzen sind im Mietvertrag ohne Einschränkungen erlaubt, Hund nach Absprache - wir wieder: Wir möchten einen kleinen Hund, da sagten beide (Vermieter und Vermieterin) es sei okay.
Beim Umzug auch nochmal.

Wir haben also mehrfach abgeklärt, dass ein kleiner Hund (und das ist der Rüde mit seinen nichmal 30 cm Schulterhöhe, ja er kann noch wachsen aber ein Schäferhund wird daraus nicht) okay ist.

Gestern nochmal runter (sie wohnen unten) um es schriftlich zu haben etc. Der Vermieter gab sein okay, ihm sei es egal, aber er wolle nochmal seine Frau fragen.

Ja und da ging es los: Sie sagt, es sei gar nicht okay. Sie hat sich über die Katzen aufgeregt und über das Katzennetz. O-Ton: "Früher saßen wir draußen und hatten einen wunderschönen Blick auf einen schönen Balkon und jetzt ist da so ein Tiergefängnis!"
Gut, wenn es unbedingt sein müsste, käm das Netz wieder ab und die Katzen nicht auf den Balkon, was ich doof fänd, aber noch gerade so akzeptabel - aber das kann man auch besser sagen!:roll:
Dann ging's weiter mit: Und wenn wir dann noch mehr Hunde haben wollen, dann bekommt der Hund Nachwuchs - nein geht nicht, Rüden können sehr schwer schwanger werden und wir wollten ja gern schriftlich festhalten: EIN Hund unter 40cm Schulterhöhe ist okay - auch für sie absichern!

Nächstes Argument: Ihr Schwager hat 'ne Allergie und würde dann ja auf die Haare im Flur reagieren :roll: Gut, putz' ich den Flur öfter.

Und Hunde machen Dreck und Lärm und die hatten mit den Vormietern (die vorher nur in höchsten Tönen gelobt wurden) ja auch soooo Stress gehabt, weil die in der Wohnungs geraucht haben und die die Decke im wohnzimmer für teuer Geld neu machen mussten. (Was das jetzt mit uns zu tun hat?) Wir versicherten, dass wir eine Haftplfichtversicherung abschließen würden und die Mietschäden durch den Hund dann abgedeckt wären.
(Noch dazu: Wir haben beim Einzug hier sooooo viel gemacht, Boden gelegt, tapeziert, kleinere handwerkliche Arbeiten erledigt, gestrichen. Die Wohnung war echt schlimm, gelbe Wände, gelbe Decke, kaputte und alte Fußleisten... wirklich eklig, weil vorher eben Kettenraucher darin gewohnt haben. Jetzt ist der Boden & die Fußleisten immer noch kaputt, die Decken immer noch gelb - aber es ist wohnlich und schön durch uns. Wir pflegen die Wohnung auch gut, weil wir uns eben auch wohl fühlen wollen.)

Wir versicherten, dass der Hund kaum allein sei, weil er ja mit mir zur Arbeit ging. DA sagte sie, dass wir das ja von den Katzen auch behauptet hatten, dass ich die mitnehme, aber das hätte sie noch nie gesehen. Ehm... nein?! Ich würde niemals meine Katzen mit zur Arbeit nehmen, warum sollte ich? Haben wir nie gesagt?!
Es würde ja auch stinken etc. pp.
Und dann käm Nachwuchs... :roll: Es ging wieder von vorne los.

Kurzum: Wir fühlten uns beleidigt. Sie stellte uns als ungepflegte, stinkende Tiermessis dar, die ihre armen Katzen einsperrten auf dem Balkon, niemals mit zur Arbeit nehmen, die armen Tiere, und alles würde dreckig sein und stinken.... was es de facto nicht tut. Wir boten an, dass sie sofort mit hoch kommen und sich davon überzeugen könne.
Wir haben bis dato ein gutes Verhältnis gehabt, mal gegrüßt, sogar mal Kuchen nach unten gebracht, als wir gebacken haben. Die Miete kommt püntklich, wir putzen den Flur, wir haben ein altes Fahrrad sofort weggeräumt, als man uns darauf ansprach, wir sind leise (keine Partys), die Katzen hört und sieht man auch nicht, wir machen auch einiges selbst (z.B. die Rauchmelder anbringen, da muss der alte Vermieter, der ist wohl schon bald 80, nicht auf die Leiter) - alles kein Problem.

Wir sind jetzt so verblieben, dass wir einen Hund haben dürften - aber wenn er Probleme macht, soll er weg. Quasi "auf Probe".

Ehrlich gesagt habe ich da kein gutes Gefühl. Ich will nicht, dass bei jedem Haar im Flur, jedem Wuffs des Hundes immer wieder Streit ausbricht.
Andererseits haben wir quasi schon zugesagt - wir hatten ja eine Erlaubnis beim Einzug eingeholt, ich wollte wenns konkret wird für genau den Hund etwas schriftlich haben, weil ich dachte, dass das besser und sicherer wäre.

Wir sind echt ziemlich geknickt und enttäuscht. Wir wurden angelogen, als wir einzogen, denn wie gesagt: Wir haben mehrfach betont, dass wir einen Hund wollen. MEHRFACH.

Mein Freund würde gern morgen nochmal mit ihr reden, nochmal abklären was denn jetzt "Probleme" wären, die einen Auszug vom Hund mit sich bringen würden. Stundenlanges Bellen, verdreckte Wohnung, stinkender Hausflur (obwohl er durch den Rauch von unten immer mieft) - das wären Probleme und Gründe, die ich akzeptieren könnte. Aber eben nicht ein Wuff beim Haustürklingeln.

Wenn das ungute Gefühl bleibt und sich die Dame wieder so anstellt, dann werden wir wohl sehr, sehr, sehr schweren Herzens absagen müssen.
Wir möchten keinen Streit und Stress, die wohnen wie gesagt direkt unter uns, es ist einfach unfair. Wir waren so glücklich, als wir den kleinen Kerl kennen lernen durften, so happy... Er ist so lieb... :089:
 
Warp-One

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Willst du eine ehrliche Meinung hören, lass es mit dem Hund. Als wir im Oktober 2015 in die neue Wohnung gezogen sind waren unsere 2 Hunde kein Problem ausser wenn sie Probleme machen würden. Kurze Zeit später hat der Vermieter der unter uns wohnte sich beschwert die Hubde würden wenn wir nicht da sind bis zu unserer Rückkehr bellen und jaulen. Ich habe Videos gemacht und Tonaufnahmen die Hunde waren still ausser die Mieter über uns sind auf dem Boden rumgetrampelt oder es hat wer geklingelt. Die anderen Mieter wurden zu Falschaussagen genötigt. Das Ende vom Lied war wir sind Ende Mai 2016 wieder ausgezogen in ein anderes Haus .
 
cherry-lein

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Wir hatten genau die gleiche Situation in der alten Wohnung. Mündlich war es erlaubt, im Mietvertrag stand nach Absprache und als wir uns dann für eine Hündin entschieden hatten, hatte unsere Vermieterin plötzlich doch ihre Meinung geändert und uns unterstellt wir hätten ja niemals was von einem Hund erwähnt :roll:

Wenn ihr es unbedingt wollt könnt ihr euren Mietvertrag beim Mieterschutzbund vorlegen und euch erkundigen ob die Tierhaltungsklausel in eurem Vertrag überhaupt zulässig ist. Erst vor kurzem gab es ein neues Gerichtsurteil wonach eine Hundehaltung pauschal nicht verboten werden darf und der Vermieter auch nicht zwingend informiert werden muss sofern keine spezielle Klausel im Vertrag steht, in den meisten Standardverträgen ist die Klausel ungültig, ob das bei euch auch der Fall ist muss man wie gesagt mal prüfen lassen. Selbst wenn ihr im Recht sein solltet und den Hund von Rechtswegen her halten dürftet stellt euch aber darauf ein, dass es sicherlich Krieg geben wird. Vermieter sehen es nicht gern wenn der Mieter mit dem Gesetz kommt und finden andere Wege und Gründe um euch rauszuekeln.
Um des lieben Friedens willen würde ich euch auch eher raten auf den Hund zu verzichten oder euch eine andere Wohnung zu suchen wo Hunde definitiv erlaubt sind, lasst euch dann beim nächsten mal aber schon vor dem Einzug die Erlaubnis zur Hundehaltung schriftlich geben und haltet das auch im Mietvertrag entsprechend fest.
 
Keisuke

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Hey,

ja, ich weiß - ich ärgere mich auch so, so, so sehr, dass ich nicht beim Einzug auf was Schriftliches bestanden habe. Gedacht habe ich das nämlich auch, ich will immer alles schriftlich haben, aber wir waren erstmal froh überhaupt eine Zusage zu haben und wollten wenn es konkret wird eine schriftliche Zusage für genau den Hund, der einziehen soll - eben keine "ihr dürft Hunde halten", sondern "ihr dürft genau den Hund halten, nicht mehr". Ich dachte, da wären die Vermieter noch mehr mit einverstanden, weil es ja einen weiteren Hund ausschließt.
Generell ärgere ich mich, dass ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe :roll:

Ich bin einfach enttäuscht. Es war bisher friedlich, wir geben uns Mühe und es war ein freundschaftliches Verhältnis, wir fühlen uns einfach angelogen. Wir spielen mit offenen Karten und sagen schon von Beginn, dass ein Hund her soll und sie lügt uns einfach mitten ins Gesicht. Es wäre nicht die erste Wohnung, die wir abgesagt hätten, wenn Hundehaltung nicht erlaubt wäre. Wir hatten zu der Zeit keine Not umzuziehen, hätten monatelang suchen können, wären auch weiter außerhalb der Stadt zufrieden gewesen....wäre hätte könnte.:roll:

Nun ist es wirklich ein Kampf zwischen Herz und Verstand - das Herz will den Hund, komme was wolle - auch mit Streit und evtl. Auszug. Ich hab tatsächlich auch schon nach Wohnungen geguckt, was wirklich dämlich wäre.
Der Verstand sagt: Lass' es.

Ich warte noch das heutige Gespräch ab, ich bin nicht dabei. Ich entscheide ja auch nicht allein. Wir machen es uns auch nicht leicht, egal wie die Entscheidung am Ende ausfällt, leichtfertig wird sie nicht getroffen.

Das Verhältnis ist jedenfalls für mich schon gestört. Ich fühle mich seit dem Wochenende schon nicht mehr wirklich wohl, irgendwie beobachtet, wenn ihr versteht. Persönlich beleidigt, dass die Dame ein solches Bild von uns hat.
 
Keisuke

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Mal wieder viel Lärm um nichts!

Wir haben jetzt eine feste Zusage.

Die Vermieterin fühlte sich nur vor den Kopf gestoßen und fand das Katzennetz doof, welches wir jetzt versuchen so aufzuhängen, dass wir es bei Nicht Nutzung des Balkons wieder abnehmen können (wir haben eine Loggia, also werden wohl oben einfach Haken angebracht werden). Die Katzen dürften dann nicht ohne uns auf den Balkon, aber bisher war das ja auch der Fall.

Alles in allem hatten wir nochmal betont, dass wir keinen Streit wollen und um des Frieden Willens auf einen Hund verzichten würden, das kam wohl sehr gut an. Außerdem durfte sich die Frau selbst überzeugen, dass die Wohnung sauber und ordentlich ist.

Am Donnertstag ist eine Vorkontrolle für den kleinen Mann; plötzlich geht alles sehr, sehr schnell.... nach jahrelangem Träumen und Wünschen :lol:
 
phonixx

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Das ist ja super, Glückwunsch. :)

Lasst es euch aber trotzdem bitte schriftlich bestätigen, man weiss ja nie was kommt.

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Wolkenpfote09

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Das hört sich ja schon besser an mit euren Vermietern. Ich drücke euch die Daumen, dass es so bleibt.

Zu den Karotten kann ich nur sagen, dass wir damit unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Im allgemeinen haben wir festgestellt, dass ganze Karotten ab und zu gut für die Zähne sind. Sie wirken ähnlich wie Dentasticks und reinigen relativ gut. Jedoch ist das verfüttern von Karotten und anderem Gemüse immer vom Hund abhängig.

Unser erster Hund hatte eine Allergie gegen Karotten, seine Haut wurde dann sehr trocken und durch das ständige kratzen hatte er wunde stellen. Es hat etwas gedauert bis wir raus hatten, dass es die Karotten waren, aber nachdem wir die eingestell haben ging es ihm besser. Unsere Hunde jetzt fressen Karotten sehr gerne. Ich kenne aber auch Hunde die Karotten einfach nicht mögen. Also wie gesagt Hundeabhängig.

Natürlich sollte man nicht zu viele Karotten füttern, da sie zwar den Magen füllen, aber für den Hund nicht richtig nutzbar sind. Also immer schön in Maßen.
 
Midoriyuki

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Im allgemeinen haben wir festgestellt, dass ganze Karotten ab und zu gut für die Zähne sind. Sie wirken ähnlich wie Dentasticks und reinigen relativ gut.

Nein;) Dentastix sind so ziemlich das Schlechteste was man seinem Hund geben kann- die reinigen 0.0 die Zähne und bleiben auch noch schön matschig an den Zähnen kleben. Mal ganz abgesehen von den Inhaltsstoffen, die mMn in absolut keinen Hund gehören. Nette Werbemasche, aber dreist gelogen.

Ich bezweifle auch stark, dass Möhren einen wirklich effektiven zahnreinigenden Nutzen haben. Rohes und zähes Fleisch reinigt die Zähne, weil man reinbeißen das Fleisch selbst sich bis an die Zahnhälse hochschiebt und dabei Beläge etc mit "weggeschoben" werden, wenn man so will. Das kann bei Dingen wie Trockenfutter, Möhren o.ä., die schlicht weder weich noch zäh genug sind einfach nicht passieren.
 
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Lunimo

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Momentan empfehlen viele Tierärzte diese Dentasticks ganz extrem, weil sie laut "Experten" einen Wirkstoff enthalten sollen, der Zahnstein entgegenwirken könnte.
Vielleicht sind ja tatsächlich 0,1% enthalten, dafür besteht der Rest aus absolutem Quatsch.
 
Midoriyuki

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Wundert mich nicht. Die TÄ besuchen ja auch idR die Seminare von den Herstellern von dem Mist zum Thema Ernährung und Zahnpflege...^^

Das letzte Seminar auf dem ich war, war auch reine Werbe-Veranstaltung inkl. am Skript angetackerter Bestellliste von Mars fürs komplette Sortiment und entsprechender Kommentare der Referenten.
Und dabei ging es eigentlich um Genetik...:roll:
 
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