Kater mit anderem zusammen oder alleine das erste Mal rauslassen?

Diskutiere Kater mit anderem zusammen oder alleine das erste Mal rauslassen? im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo zusammen, mein kleiner Kater Dexter (6 Monate alt) wird diese Woche kastriert und darf dann bald endlich nach Draußen - er kann es schon...
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Julatschka

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Hallo zusammen,

mein kleiner Kater Dexter (6 Monate alt) wird diese Woche kastriert und darf dann bald endlich nach Draußen - er kann es schon kaum abwarten :)
Ich habe auch einen größeren Kater, Maddox (2,5 Jahre), der Freigänger ist.
Die beiden verstehen sich gut - der
Kleine nervt den Großen ab und zu, aber eigentlich lieben sie sich.
Jetzt frage ich mich halt, wie ich das mit dem Rauslassen am Besten mache - hat jemand Erfahrungen?
Meine Befürchtung:
- wenn ich den Kleinen alleine (also mit mir, ich meine ohne den Großen!) rauslasse, und der Große gerade dann zufällig vorbeikommt - wird er ihn dann nicht als Rivalen sehen und um sein Revier kämpfen?
- wenn ich den Kleinen zusammen mit dem Großen rauslasse, wird dann der Große nicht ein zu mutiges Vorbild sein und vielleicht den Kleinen zu weit vom Haus "weglocken" (weil sein Revier ja schon viel größer ist)?

Ich würde mich schon freuen, wenn die beiden irgenwann zusammen rausgehen (wenn ich arbeite) und dann zusammen nach Hause komme... wie stelle ich das am Besten an? :)

Freue mich auf hilfreiche Tipps...
Liebe Grüße
Julia
 
26.02.2017
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Hexe76

Hexe76

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Ein 6 Monate alter Kater sollte noch nicht rausgehen. Er ist zu unbedarft, unvorsichtig, zu verspielt um jetzt schon alleine draussen zu überleben. Man sagt allgemeinhin, dass Katzen ca 1 Jahr alt sein sollten, bevor man sie rauslässt.
Meine Katzen sind alle Freigänger, die meisten wollten früh raus (kommen alle von der Strasse, Bauernhöfen usw, sind also draussen aufgewachsen) und ich habe sie mit ca 8 Monaten alle rausgelassen. Das war maximum was ich sie im Haus halten konnte.
Zwei Ausnahmen habe ich.
Bella und Tinka. Die fingen schon mit 6 Monaten an und wollten raus. Bella schaffte es immer wieder auszubrechen und irgendwann gab ich auf und hoffte dass nichts passiert.
Ich wohne sehr ländlich, hier kommen vielleicht 6 Autos pro Tag vorbei und die müssen langsam fahren, da die Strasse ein besserer Feldweg ist.
Und trotzdem hat Bella es geschafft in ein Auto zu rennen. Das war im Dezember. Ihr ganzes Hinterbein war offen, Haut und Fell komplett weggefetzt.
Ich muss immer noch 2x wöchentlich mit ihr zum Verbandswechsel und sie muss drin bleiben. Hat uns bisher schlappe 1000 Euro gekostet.
Die nächste Katze die uns zuläuft bleibt drin, bis sie mindestens 8 Monate alt ist - ohne wenn und aber.

Bella's Bein 3 Wochen nach dem Unfall, also bereits viel besser als direkt nach dem Unfall, aus Pietätsgründen im versteckten Text. Ist kein schöner Anblick:


[VERSTECK]






[/VERSTECK]
 
J

Julatschka

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Hallo,

ich kann deine Sorge total verstehen - mir wäre es auch lieber, wenn der Kleine noch drinnen bleibt, bis er sicherer wird. Allerdings spielt er echt verrückt, weil er raus will. Steht am Fenser und miaut die ganze Zeit. Zerkratzt die Tapete neben der Wohnungstüre. Schmeißt alles mögliche runter, weil er nicht ausgelastet ist. Wir haben zwar eine sehr große Wohnung und nach der Arbeit spiele ich mit ihm usw. und der Große ist ja auch als "Ablenkung" da, aber der Kleine wird mir noch die ganze Wohnung zerstören, wenn er nicht endlich raus darf. Wir wohnen von 4 Seiten von Gärten umgeben mit einer kleinen Nebenstraße vor der Tür, die nur von 3-4 Autos genutzt wird, deshalb habe ich mich entschieden, den Kleinen jetzt schon rauszulassen, auch wenn es sehr jung ist. Ich werde am Anfang immer dabei sein - ich lass ihn raus und bleibe mit ihm draußen die ersten Tage...
Meinen Großen hatte ich auch schon als Kitten und er ist mit 5 Monaten immer wieder ausgebrochen, so dass ich da leider keine Wahl hatte - und das hat auch gut funktioniert.

Wie gesagt - ich verstehe deine Sorge - aber ich werde meinen Kater nicht einsperren, wenn ich sehe, dass ihm das nicht gut tut. Rauslassen ist leider immer ein Risiko.... Danke für deinen Hinweis!
 
Barcelos

Barcelos

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Ich bin zwar nicht so der Katzenkenner, aber dazu kann ich wenigstens indirekt auch was beitragen.

Meine Nachbarin hat ihren Kater auch mit 6 Monaten rausgelassen und zwar aus den gleichen Gründen wie Du sie beschreibst. Auch sie wollte immer schön dabei bleiben in der ersten Zeit, aber das funktionierte gar nicht. Der kleine Kerl war schneller weg als sie schauen konnte und weigerte sich ein paar Tage wieder ins Haus zu kommen (hatte vielleicht Angst, dass er dann nicht mehr raus darf). Ob Dein Kater also brav bei Dir bleibt ist so ne Frage.
Außerdem ist Nachbarskater (inzwischen 10 Monate) draußen eine Vollkatastrophe. Er rennt zu jedem hin und will spielen, er steigt in fremde Autos ein und liegt mitten auf der Straße, wenn ein Auto kommt interessiert ihn nicht, er bleibt liegen. Dass ihm bisher noch nichts passiert ist, ist ein Wunder.
Gut, dass er freudestrahlend auf jeden Hund zurennt, das liegt nicht daran, dass er so früh raus durfte, macht das Leben mit ihm als Nachbarskater auch nicht gerade einfacher. ;)

Ich würde also auch versuchen den Rauslass-Zeitraum noch etwas rauszuzögern.
 
Martina91

Martina91

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Hallo Julia,

ohje, sehr gute frage. Ich kann da meinen Vorrednern nur zustimmen. Ich finde, dass zum einen 6 Monate doch noch ein wenig zu jung ist, bevor alleine auf Jagd gegangen werden kann. Zum anderen ist das echt ein bisschen komisch mit dem Altersunterschied. Mein Tipp: Warte bis der neue 1 Jahr alt ist, und dann kanns raus gehen :=
 
seven

seven

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Ich find´s immer wieder spannend - da stellt jemand eine Frage (sehr lobenswert!), bekommt zahlreiche Antworten und sagt dann: "Ja danke, aber ich mach´s dann trotzdem anders."
Ich kann Deine Gedanken schon verstehen, Julatschka. Ich frage mich nur, was ist schlimmer: Ein Kater, der drinnen verrückt spielt (gegen Tapetenkratzen helfen übrigens prima Kratzmatten, z. B. Sisalteppich), der aber reifer wird und ruhiger - oder einer, der als ungestümer, verrückter Jungspund rausgelassen wird und im Übereifer verunglückt? Was ist besser? Einer, der noch ein halbes Jahr aushalten muss oder einer, der dieses halbe Jahr nichtmal überlebt?
Meine Noch-Frau ist ja jetzt ausgezogen, mit 3 von unseren 6 Katzen. Die kannten außer der großen Dachterrasse keinen Freigang, meine Frau hat jetzt ein Haus mit ungesichertem Garten und wollte die Katzen erst nach Gartensicherung rauslassen - hat sie dann doch nicht getan, mit dem Ergebnis, dass sie eine der Katzen völlig verängstigt an einer größeren Nebenstraße wieder aufsammeln konnte. Die Katzen sind inzwischen 5-7 Jahre alt, waren aber eben auch völlig verkehrs-unerfahren. Ende vom Lied: Die Katze bleibt jetzt drin, bis der Zaun steht - auch wenn sie die Katzenklappe vermöbelt und randaliert...
Natürlich kann IMMER was passieren - auch die erfahrenste Katze kann überfahren werden - aber ich würde dieses Risiko nicht zusätzlich hochschrauben, indem ich eine so junge Katze, einen richtigen Springinsfeld, schon rauslasse...

LG seven
 
Louve

Louve

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Wie sieht es denn aus mit einer Katzenleine für den Anfang?

Oder gibt es da eine allgemeine Gegenhaltung seitens des Forums? Wenn ja: gerne mit Begründung.

LG,
Louve
 
Audrey

Audrey

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Katzenleine stellt man sich immer so einfach vor ... also aus eigener Erfahrung: ich wollte meine Katzen zumindest mal an das Geschirr gewöhnen (von Leine war noch keine Rede!)- da Lilly eine Ausbrechkönigin aus der Box ist fand ich das ganz klug für Tierarztbesuche o.ä.... sie waren damals noch jung (so 2-3 Jahre alt). Ergebnis? Ferdl ist nur rückwärts gelaufen und war kurz vor der totalen Panik, Lilly hab ich daraufhin gar nimmer erwischt. Und die beiden waren auch damals schon echt zutraulich und ich konnte so ziemlich alles mit ihnen machen! Alles - außer halt das Geschirr anlegen. Also Projekt abgebrochen - unnötiger Stress....

Wenn man die Problematik mal außen vor läßt seh ich das aber generell nicht als sinnvoll an: die Gefahr, daß die Katze sich verheddert, ist zu groß. Und Katzen sind von Natur aus vorsichtig, also kaum eine Katze wird die offene Tür entdecken und drauflosstürmen (mein Neuzugang erobert grad den Balkon: eine kleine Runde rum wenn ich die Tür aufmach ist Pflicht. Aber dann: ganz schnell wieder rein). Katzen sind halt keine Hunde...
 
S

Simpat

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Kann mich den anderen nur anschließen, ich würde Kitten auch frühestens mit 10-12 Monaten in den ungesicherten Freigang lassen.

Vorher schon mal mit der Leine etwas Freigang geben, kann man durchaus machen, nur musst du dir bewusst sein, dass der kleine Kerl dann vermutlich noch mehr und stärker Freigang einfordert und bist du bereit, dass du dann jeden Tag mit ihm Spaziergänge unternimmst, dessen solltest du dir bewusst sein, er wird es nämlich einfordern.

Wenn du es machen willst, solltest du dich beraten lassen und ein gut sitzendes Geschirr in der richtigen Größe besorgen und dann ihn ganz langsam dran gewöhnen. Also zuerst nur mal dran schnuppern lassen und es ihm spielerisch zeigen, auch mit Leckerlis arbeiten. Dann wenn er das "Ding" nicht nur interessant sondern auch als nicht bedrohlich sondern wegen der Leckerlis für etwas positives hält, probierst es ganz vorsichtig mal anzulegen, aber nur anlegen und gleich wieder abnehmen, ordentlich mit Leckerlis belohnen und wenn dass für ihn okay ist dann machst du es zu und nach einiger Zeit bleibt es dann eine Minute dran, dann fünf, dann zehn usw. Wichtig ist, egal wie gut er sich anstellt, mach wirklich immer nur ganz kleine Schritte, so dass das Geschirr immer positiv besetzt bleibt. Wenn er es dann ganz brav trägt und es auch nicht mehr blöd findet, kommt die Leine dran und weiterhin immer noch nur in der Wohnung gewöhnst du ihn beim spielen dran .............. und wenn das alles gut läuft, er keine Panikattacken an der Leine bekommt, sich nicht versucht da rauszuwinden usw. dann gehst du das erste Mal den Weg nach draußen, noch nicht rausgehen, nur den Weg usw. usw.
 
Thema:

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