Erziehung nach Anton Fichtlmeier - Top oder Flop?

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Revic

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Ich bin vor einiger Zeit auf die Ausbildungsmethode von Hunden nach Anton Fichtlmeier gestoßen und weiß nicht recht, wie und wo ich diese einordnen soll. Für alle die nicht wissen, wovon ich rede:

Anton Fichtlmeier ist ein Hundetrainer, der sich vor allem mit der jagdlichen Ausbildung von Hunden beschäftigt und sich dabei einer unkonventionellen, aber eigentlich recht simplen Ausbildungsmethode bedient: der sogenannten "Binärsprache". Es handelt sich um ein schlichtes Ja/Nein-Prinzip ohne viele
Worte, dafür mit sehr großem Einsatz von Körpersprache.

Und so soll es funktionieren: alles, was der Hund darf/tun soll, wird mit einem stimmlich und körpersprachlich positiven "Ja" belegt. Alles, was er nicht darf/unterlassen soll, mit einem stimmlich und körpersprachlich missmutigen "Nein" (oder anderem entsprechenden Laut wie Knurren oder tiefes Räuspern). Unterlässt der Hund die unerwünschte Handlung, wird sofort wieder in den "Positiv-Modus" gewechselt und umgekehrt.

So soll der Hund schnell und klar erkennen können, welche Regeln im Zusammenleben mit dem Menschen herrschen, was er darf und nicht darf und sich in diesem Rahmen sicher bewegen. Nun ist das mit der Korrektur ja so eine Sache. Auf der einen Seite kann natürlich nicht jedes Fehlverhalten des Hundes "wegignoriert" werden, auf der anderen Seite kann ich mir jedoch auch vorstellen, dass ständige Korrektur den Hund, je nach Sensibilität, auch stark verunsichern kann.

Deshalb hier meine Fragen zum Thema:

Was haltet ihr ganz allgemein von dieser Ausbildungsmethode?

Wo seht ihr die Vor- und Nachteile?

Falls ihr euren Hund nach dieser Methode ausgebildet habt:

Was habt ihr für einen Hund? (Rasse, Alter, Geschlecht)

Wie seid ihr zu dieserAusbildungsmethode gekommen und warum habt ihr sie ausgewählt?

Wie sind eure Erfahrungen damit?

Welche Erfolge und Misserfolge ließen sich dadurch verbuchen?

Ist die Bindung zwischen euch und eurem Hund dadurch stärker geworden oder hat sie eher darunter gelitten?

Habt ihr diese Methode mit anderen Erziehungsmodellen kombiniert (z.B. Clicker)? Wenn ja, mit welchen?
 
21.05.2017
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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Kurzfassung?

Er arbeitet über erlernte Hilflosigkeit und ist in meinen Augen damit kein bisschen besser als jeder andere dahergelaufene Tierquäler.
Lies dich zu dem Thema schlau, erlernte Hilflosigkeit ist für mich eines der schlimmsten Dinge die man einem Lebewesen antun kann.

Was haltet ihr ganz allgemein von dieser Ausbildungsmethode?
Gar nichts. Diese Methoden stehen Starkzwang (Stachler, Teletakt) um nichts nach, verursachen nur schlicht keine körperlichen Narben.

Vorteile: der Hund spurt perfekt- er weiß ja auch gar nicht wie es anders gehen kann

Nachteile: der Hund lebt quasi dauerhaft in einem Zustand der ANgst/Anspannung. Außerdem ist er mit neuen Situationen ohne Anleitung in 99% der Fälle überfordert und macht (im besten Fall) dicht oder erinnert sich an die 4 F´s der Konfliktlösung und wählt (im schlimmten Fall) das Fight. Dann hat man einen Hund der in Situationen, die er alleine nicht bewältigen kann (also quasi jede durch die ihn der Hundeführer nicht führt), "austickt".




Das Problem ist: Fichtlmaier sagt das eine und tut das andere. Die beschreibung per se liest sich ja im ersten Moment nicht mal übel (z.b Räuspern als Abbruchsignal nutze ich auch). Aber es hat einen Haken: unerwünschtes Verhalten sollte nicht nur abgebrochen werden sondern im besten Fall umgelenkt (gerade bei jungen Hunden). D.h der Hund wird nicht nur korrigiert sondern man sagt ihm was stattdessen richtig ist. mit dem "ja/nein-Prinzip" lässt man den Hund aber im "Try & Error"-Modus laufen. E gibt Hunde die dann sagen "gut, dann teste ich durch", aber es gibt Hunde die das so massiv verunsichert dass sie lieber Nichts mehr tun als was falsches.


Ich selber vertrete die Meinung dass eine angemessene Korrektur einen Hund nicht umbringt. Aber entweder WEIß der Hund vorher schon dass das eigentlich gerade mist ist (dann gibts nen Abbruch der auch zu folgen hat) oder man lenkt das Verhalten so um dass sich "richtiges" Verhalten für den Hund viel mehr lohnt
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Ich schließe mich mal an;)

Er schlägt auch gern mal mit seinem Hut dem Welpen auf den Arsch- in seiner Lehr-DVD;)
Absolut nicht zu empfehlen.
 
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A-Fritz

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Hallo,
ich kann mir nicht vorstellen, mich bei der Hundereihung an eine bestimmte Methode zu binden,
jeder Hund ist anders und man sollte individuell auch diese Besonderheiten bei allen Hunden in seiner speziellen Erziehung berücksichtigen.

Es kann natürlich nur gut sein, möglichst viele der unterschiedlichsten Erziehungsmethoden kennenzulernen,
um später dann die Anregungen und Ideen zu nutzen und dann selber mit einer großen variationsbreiten Erziehung
auf die individuellen Belange der Hunde eingehen zu können.

Ich bin aber nicht der Meinung, man käme prinzipiell immer mit einer nur positiven Motivation bei der Hundereihung aus,
natürlich ist auch Druck und Zwang ein Erziehungsmittel, auf welches manchmal nicht verzichtet werden kann.

Fritz.
 
Thema:

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