Hund stirbt durch Fremdkörper

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Da dieses mein erster Beitrag hier im Forum ist möchte ich erst einmal alle begrüßen.

Ich schreibe heute da ich in der letzten Woche ein schreckliches Erlebnis hatte.
Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus mit meinen beiden Hunden.
Am 17.05.2007 bin ich wie jeden Tag gegen Nachmittag nach meiner Dienstschicht mit meinen beiden Hunden spazieren gegangen. Im Treppenhaus habe ich zwar mitbekommen das mein anderer Hund „Digger“ was mit der Schnauze aufgenommen hatte einen Blick in sein Maul war aber erfolglos.
Und ich machte mir auch keine weiteren Gedanken darum.

Am Folgetag ab Donnerstagabend verweigerte mein Hund die Nahrung. Er fraß nur noch Graß und nahm Unmengen an Wasser auf. Welches er wieder erbrach. Ich bin dann am Freitagmorgen mit Ihm zum Tierarzt gefahren.
Der Tierarzt hat meinen Hund geröntgt. Und eine Verstoppfung an Hand des Röntgenbildes diagnostiziert. Ich wiedersprach dem Tierarzt in der Praxis und sagte, das mein Hund unmittelbar vor Abfahrt zur Tierarztpraxis noch seinen Stuhl abgegeben hat.

Der Arzt blieb bei seiner Diagnose und verabreichte meinem Hund einen Einlauf ( Klistier )
Desweiteren sollte ich mit meinem Hund viel spazieren gehen.

Ich bin mit meinem Hund wieder nach Hause gefahren in der Hoffnung dass es sich wirklich um eine Verstopfung handelt. Beim angeordneten Spaziergang mit dem Hund legte sich Digger immer
wieder ab er wollte einfach nicht mehr gehen. Er schaute mich mit seinen großen Augen an und ich sah ihm förmlich seine Schmerzen an. Stuhlgang hatte er im Übrigen keinen.

Mir war das nicht geheuer und ich fuhr am gleichen Tag am Abend zu einem anderen Tierarzt. Auch dieser machte eine Röntgenaufnahme nachdem ich ihm die Sachlage erklärt hatte.

Der Tierarzt rief mich dann zu sich und zeigte mir auf dem Röntgenbild das mein Hund keine Verstopfung hat sondern ein Fremdkörper in der Magenwand hängt, auf dem Bild war deutlich zu sehen das es ein Angelhaken war.

Ich war total geschockt von der Diagnose und gleichzeitig wurde ich richtig sauer zum einem auf den ersten Tierarzt und zum anderen stieg meine Wut auf meinen Nachbarn. Der hatte nämlich am Mittwochmorgen den 17.05 als ich zum Dienst ging seine gesammelte Angelausrüstung im Treppenhaus stehen gehabt als ich vom Dienst kam war sie weg.
Und dann fiel mir auch wieder ein dass mein Hund etwas im Treppenhaus gefressen hatte, wo ich aber nicht mitbekommen hatte was es war.

Mein Hunde wurde am Samstagmorgen direkt operiert und der Angelhaken an dem auch noch ein kurzes Stück Angelschnur war aus seinem Magen entfernt.

Am Samstagnachmittag konnte ich ihn wieder mitnehmen. Die mitgegebene Schonkost die ich per Spritze verabreichen sollte verweigerte er. Und wenn er es fraß dann erbrach er es kurze Zeit später. Er wollte nur saufen was er aber nicht durfte.

Am Montag verschlechterte sich sein Zustand sehr schnell er war wackelig auf den Beinen und wirkte apathisch. Ich fuhr wieder mit Ihm zum Tierarzt hier wurde eine Blutprobe genommen und Fieber gemessen. Kein Fieber nur etwas geringe Nierenwerte.
Dennoch wollte der Tierarzt dem Hund zu Beobachtung dort behalten.
In den folgenden Tagen verweigerte Digger weiterhin alle Nahrung bis auf ein wenig Wasser.
Am Freitag bekam ich einen Anruf vom Tierarzt dass ich bitte kommen sollte.

Er erklärte mir dass mein Hund sehr krank sei.

Er gab mir 3 Optionen:

1. Mit dem Tier zu einer Tiergesundheitsklinik fahren was mit erheblichen Kosten verbunden ist
2. Meinen Hund einschläfern lassen
3. Ihm Schmerzmittel geben und warten das er stirbt

Ich entschied mich für die 1 Option und fuhr mit meinem Hund zur Klinik. Dort wurde noch einmal eine gründliche Untersuchung gemacht. Nochmal Röntgenbilder, ein großes Blutbild und Fieber gemessen.
Nach ca. 1 Stunde kamen 2 Ärzte zu mir.
Die mir berichteten das der Angelhaken der in der Magenwand steckte und die Angelschnur die bereits im Darm war Ziehkräfte erzeugten von der Schnur zum Angelhaken im Magen. Durch die Reibung hat die Schnur wohl einen winzigen Bereich des Darmes verletzt so dass Bakterien in den Kreislauf des Hundes eindringen konnten.
Die Ärzte diagnostizierten ein akutes Organversagen die Nieren arbeiteten gar nicht mehr.
Die Ärzte baten mich um Zustimmung meinen Hund von seinen Schmerzen zu befreien und ihn einschläfern zu dürfen. Da es absolut keine Chance mehr auf Rettung gab.
Ich stimmte dem geschockt zu.

Ich stellte meinen Nachbarn zur Rede als ich zu Hause ankam da er der Einzige im Haus ist der angelt. Er gab mir gegenüber zu das die Möglichkeit besteht das der Angelhaken von ihm kommen könnte.

Jetzt sind ein paar Tage vergangen und ich kann mich um die ganzen negativen Nachwirkungen kümmern.

Mein Nachbar hat die Angelegenheit heute seiner Versicherung gemeldet und jetzt hoffe ich das diese meine Kosten übernimmt welche ich zu zahlen hatte. Die Tierarztkosten belaufen sich auf ca. 2200 €

Meine Frage an Euch ist, sollte ich einen Rechtsanwalt einschalten um meine Forderungen geltend zu machen oder sollte ich versuchen wenn die Versicherung sich meldet selber eine Einigung zu erzielen.
Ich scheue auch ein wenig davor zurück einen Rechtsanwalt einzuschalten da mein Nachbar und ich bereits seit ca. 15 Jahren Tür an Tür wohnen und eigentlich bis zu diesem Vorfall ein sehr freundschaftliches Verhältnis hatten.

Vielen Dank das Ihr euch die Zeit genommen habt diesen langen Text zu lesen.
 
31.05.2017
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
A

A-Fritz

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Hallo,
eine dramatische Geschichte, die Du hier erleben mußtest ,
hier sind leider gleich verschiedene unglückliche Faktoren zusammen gekommen,
die zum dem Tod Deines Hundes geführt haben.

Natürlich ist die Unbedachtsamkeit Deines Nachbarn die Ursache dieses Unglücks,
welches Deinem Hund widerfahren ist und dieses hat der Nachbar auch eingeräumt.

Wenn die Versicherung aber Schwierigkeiten macht, ist dieses eine andere Sache,
damit hat der Nachbar nichts mehr zu tun, dieses kann man auch mit ihm besprechen,
ist aber wohl gar nicht nötig.

Ich glaube auch, Versicherungen wollen und müßen Geld sparen, besonders jetzt,wo es keine Zinsen gibt,
darum wird es vermutlich zu Problemen führen, sobald Forderungen den Gewinn der Versicherung schmälern können.

Ich weiß nicht, ob es nun ein Vorteil ist, schon gleich, vorbeugend einen Rechtsbeistand zu beauftragen,
oder ob es genügt, diesen dann erst miteinzubeziehen, wenn die Versicherung zahlungsunwillig ist ?

Du hast natürlich immer das Recht , einen Anwalt zu beauftragen, darum würde ich dieses auch ausnutzen,
so ersparst Du Dir Arbeit oder Aufregung und kannst eigene Fehler und Versäumnisse vermeiden,
wenn Du Deine Forderungen bei der Versicherung gelten machen willst .
Besonders, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, bist Du auf der sicheren Seite,
falls Dir eine Mitschuld nachgewiesen wird, weil Du Deinen Hund nicht richtig kontrollieren konntest.



Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
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FelixS

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Moin,

du hast ja quasi schon eine Forderung an deinen Nachbarn gestellt ("Hör mal, dein Angelhake lag rum und nun ist mein Hund tot und ich habe eine Rechnung von 2.200€") und den Nachbar hat beeits darauf reagiert ("Ach du scheiße, ich uf mal meine Versicherung an"). Wozu also jetzt einen Anwalt beauftragen? Erst wenn der Nachbar die Forderung ablehnt ("sorry, meine Versicherung zahlt nicht und ich hab keine Kohle") macht es Sinn auf dem Rechtsweg Schadensersatz zu verlangen. Inwiefern das erfolgsversprechend ist, kann dir ein Anwalt beantworten.

Die Aussage der Versicherung deines Nachbarn ist für dich unerheblich. Du hast eine Forderung an ihn. Ob er sich gegen solche Forderungen versichert hat, kann dir egal sein.

Ob du den häuslichen Frieden mit deinem Nachbarn auf's Spiel setzen willst, musst du selber entscheiden.
 
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