Bernhardiner als Ersthund

J

jxx_xnn

06.05.2017
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Hallo,
wir haben uns über legt einen Bernhardiner zu holen.
Wir haben drei Kinder, die jüngste ist 13 Jahre alt. Unser Haus ist auf dem Land und wir haben einen Garten. Nur wir haben zwei Katzen und zwei Kaninchen.
Wir
wollen schon länger einen Hund und jetzt Überlegenheit wir welche Rasse. Die Bernhardiner haben es uns echt angetan, nur wir wissen nicht ob er zu uns passt.
Die Frage ist, währe es schlimm mit unseren anderen 4 Haustieren? Wie währe es mit Treppen? Wir haben nämlich zwei Etagen. In der unteren würden wir dann ein Zimmer für ihn machen, in der oberen Etage währe dann das Wohnzimmer und die Zimmer der Kinder.
Könnte man mit Bernhardinern joggen gehen oder an die Ostsee fahren?
Ich weiß das sind viele Fragen und wir wollen uns auch noch mal gründlich informieren. Nur erstmal wollen wir wissen ob die Rasse Oberhaupt zu uns passt.
Danke schon mal im Voraus.:)
 
Knopfstern

Knopfstern

Moderator
10.09.2005
13.436
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Huhu :)

Katzen und Kleintiere sind für viele Hunde kein Problem, wenn man diese vernünftig aneinander Gewöhnt. ;)
Auch das an die Ostsee fahren sehe ich als kein Problem. Allgemein Urlaub, ein Bernhardiner ist ein Hund, wie jeder andere auch und hat seine vor und nachteile. ;)
Welche nun zu euch passen und was ihr euch genau wünscht, hängt daher ein wenig davon ab.

Der Bernhardiner ist ein Familien Hund. Er möchte am liebsten immer bei seiner Familie sein und braucht Platz, was ihr ja habt.
Was ich bei der grösse etwas problematisch sehe auf Dauer, die Treppen.
Ebenso sind diese Hunde nicht zum Joggen oder Radfahren geeignet, da ihre grösse und das Gewicht einfach auf die Knochen geht und diese dadurch Kaputt gehen und auch neigt der Bernhardiner zu Hüftgelenksdysplasie.

Wenn ihr euch für diese Rasse interessiert, würde ich euch raten, lest euch ein. Sucht euch Hundehalter und Züchter, schaut das ihr diese Hunde live richtig kennenlernt und guckt ob er zu Euch passt.

Was auch ein ganz Wichtiger Punkt ist, die Erziehung. Diese Hunde sind nicht gerade klein und sollten eine Konsequente und liebevolle Erziehung bekommen. Damit hier von Anfang an alles gut läuft, sollte man sich schon vor der Anschaffung damit Beschäftigen und auch eine Hundeschule raus suchen. Weil wenn dieses Kaliber nicht richtig Erzogen wird, kann er schaden anrichten, natürlich wie jeder kleinere Hund auch, aber die Grösse ist hier doch ein ziemlicher Grund. Da diese Hunde auch sehr Wachsam sind, allerdings nicht zu Aggression neigen. Dennoch, ist das ein Wichtiger Aspekt.

Ansonsten, tolle Hunde. :)


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Schau mal hier, ein Bericht zum Joggen: https://www.tierforum.de/t161696-bernhardiner-joggen.html
Vielleicht hilft dir das ja etwas weiter. ;) Und du kannst dich gezielt über das Thema Informieren. Da ich die Erfahrung habe, das man dieses eher nicht tun soll.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
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Nur ganz kurz:

Da diese Hunde auch sehr Wachsam sind, allerdings nicht zu Aggression neigen. Dennoch, ist das ein Wichtiger Aspekt.
Jein.

Es dauert extrem lange einen Bernhardiner zu provozieren (normalerweise), WENN er dann aber entscheidet, dass er eine Situation richtig bescheiden findet hat man ein verdammt dickes Problem.
Da gibt es dann keine Kompromisse mehr.
Off-Topic
Hatte es an anderer Stelle schon mal erwähnt- lieber 3 geifernde Rottweiler als einen einzigen wirklich erbosten Bernhardiner auf den Fersen;)


Ein eigenes Zimmer hieße was genau?

Gerade bei Hunden, die sehr kompromisslos agieren und gerne selbst die Entscheidung übernehmen was als Nächstes sinnvollerweise passieren sollte in ein sehr enger Familienanschluss zwingend notwendig- ein eigenes Zimmer ist da vllt. nicht unbedingt die beste Idee.
Mittendrin statt nur dabei ;)

Generell schließe ich mich dem aber an, dass man sich möglichst viele verschiedene Rassevertreter anschauen sollte und nicht nur anhand z.B. eines netten Vertreters entscheiden sollte.

Zudem sind viele Linien inzwischen viel zu groß und zu schwer, da erstmal einen Züchter zu finden, der auf moderate Proportionen achtet ist auch echt gar nicht so einfach.

Was die Erziehung betrifft:

Kein Hexenwerk, aber Kadavergehorsam, blinde Unterordnung und die Durchführung (aus Hundeperspektive) sinnfreier Befehle kann man getrost vergessen.
Zwingt einen durchaus zum Umdenken und vor allen Dingen lernt man die eigene Toleranzgrenze in Bezug auf gezieltes Überhören von wirklich absolut Allem kennen:lol:

Ich finde Bernhardiner übrigens toll, finde es nur immer sehr schade, dass sie überwiegend als nette Schmusebacken wahrgenommen werden.
Sind sie auch, keine Frage, aber eben nicht nur, sondern da ist auch ordentlich Bumms dahinter :)
 
Knopfstern

Knopfstern

Moderator
10.09.2005
13.436
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Danke für deine Korrektur. ;)
Ich hätte es besser erklären sollen. :eusa_shhh: Mein Kopf ist einfach zu sehr im Schwangerschaftsendmodus. :D

Ich gebe dir vollkommen recht, das diese Hunde ordentlich Bumms haben. Deswegen halte ich es für unfassbar wichtig, das diese Hunde von Anfang an gut Erzogen werden und auch ein kompetenter Trainer an der Seite ist.
 
cherry-lein

cherry-lein

31.03.2012
1.273
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Wir hatten 6 Jahre einen Bernhardiner und ich habe diesen Hund absolut geliebt.

Unsre Hündin haben wir 4 jährig aus dem Tierheim geholt, sie wurde geschlagen und scharf gemacht von ihrem Vorbesitzer. Anfangs war sie echt ne Waffe, so einen aggressiven Hund habe ich noch nie gesehen. Andere Hunde und Menschen wollte sie töten und zwar wortwörtlich :silence:
Zu uns war sie ein absoluter Engel, anhänglich, verschmust, verspielt und absolut folgsam aber sie war auch extrem wachsam und hatte einen enorm hohen Schutztrieb. Es kostet viele Monate intensiven Einzeltraining um sie zu einem halbwegs umgänglichen Hund zu machen.

Behandelst du ihn fair, erziehst ihn gut, lässt ihn teilhaben und gibst ihm ne Aufgabe hast du den tollsten Hund der Welt. Bist du unfair, unsensibel und nicht konsequent kannst du aus ihm ne unberechenbare Waffe machen.
Bernis lieben ihre Menschen aber sind auch sehr selbstständig, das muss man wissen. Sie sind keine sonderlich sportlichen Hunde sondern eher gemütlich was aber nicht heißt das sie nicht auch gern mal rennen und toben. Unsere Hündin liebte Kinder, die durften bei ihr alles machen und sie hat geduldig alles mitgemacht, was ich so höre ist das bei den meisten Bernis so.

Gesundheitlich haben die meisten Bernis schon früh mit Arthrose zu kämpfen, bei Holly fing es mit 6 an und wurde zunehmend schlimmer. Treppen steigen würde ich so gut es geht vermeiden, unsere ist auch am liebsten im Erdgeschoss geblieben. Es hilft wenn man Zusatzmittel wie Grünlippmuschel und Teufelskralle zufüttert aber verhindert es natürlich nicht. Dazu kamen Probleme mit den Augen, was auch ein rassetypisches Problem ist. Unsere Maus ist letzten Endes im Alter von 10 Jahren an Knochenkrebs gestorben, das trifft in etwa das Durchschnittsalter der Bernis.

Ich persönlich liebe diese Rasse und es wird hier auch früher oder später wieder einer einziehen wenn wir ein eigenes Haus haben.
Im Alltag kann ein großer Hund schon so manche Probleme mitbringen, viele haben Angst vor der Größe und es ist schwierig jemanden zu finden der freiwillig aufpassen möchte. Auch körperlich sollte man der Rasse einiges entgegensetzen können denn gerade wenn sie jung sind wissen sie oft nicht wie groß und schwer sie tatsächlich sind und wie viel Kraft sie eigentlich haben, da kann ein kurzer Sprung in die Leine einen mal fliegen lassen :mrgreen:

Wenn ihr mit den alltäglichen Problemchen mit großen Hunden keine Probleme habt (Futterkosten etc) und eine gute Hundeschule an der Hand habt kann man einen Berni sicherlich auch als Ersthund halten.
 
J

jxx_xnn

06.05.2017
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Danke für die vielen Antworten :)
Natürlich werden wir uns kräftig informieren und ein Welpe wird auch noch lange nicht einziehen.
Wir haben uns auch noch den Golden Retriever oder Labrador Retriever ausgedacht. Das heißt wir sind noch voll in der Rassen Entscheidung.
Das mit dem Radfahren oder joggen wahre auch nicht si schlimm, wenn er es nicht mit machen kann.
Nur das mit den Treppen ist ein kleines Problem. Deshalb das Zimmer. Da muss er 3 Treppen ins Haus laufen und kann dann durch die Küche in das Zimmer und von dort auch ins Bad. Natürlich wahre er mit bei der Familie, da wir auch viel draußen sind und im Sommer sind wir nie in der zweiten Etage. Nur halt im Winter abends. Da ist das Problem eigentlich sollte der Hund ja im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer von uns schlafen, doch da sind die Treppen. Da wissen wir jetzt noch nicht so genau.....

Wir kennen eine Züchterin, die hat zurzeit auch 3 Welpen und zu ihr würden wir dann auch fahren. Außerdem haben wir Bekannte die einen 2 Jahre alten Bernhardiner hat. Dieser ist allerdings nie in eine Hundeschule gegangen und das merkt man leider auch :-\
PS. Alles gute dir Knofstern mit deinem Baby später, Kinder sind einfach wunderbar :D
 
L

lowlife

18.07.2017
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Hallo ! Noch bevor du es geschrieben hast wollte ich sagen : nach deiner Beschreibung klingt ihr nach absoluten Labrador Menschen :-D
 
T

Tuuli

Guest
Hallo jxx_xnn:

Hm, also ich bin ja in derselben Situation wie du und plane die Anschaffung eines Hundes. Was mir bei der aufgefallen ist: Ihr würdet ziemlich viel tun, damit es mit dem "Traumhund" passt - sogar die eigene Wohnsituation gehörig umstellen. Für mich klingt das nicht sehr vernünftig. Der Hund sollte für die aktuelle Lebenssituation passen. Wenn ein Hund den Alltag der Menschen dominiert (also z.b. ein eigenes Zimmer bekommt, das bestimmt bislang eine ganze andere Funktion hat), ist das keine gute Voraussetzung. Wenn es dann nicht gleich so läuft, tendiert der Mensch nämlich gerne dazu, das Ganze unter "Undankbarkeit" zu verbuchen: "Wir haben so viel für dich geopfert und getan, und die willst einfach nicht folgen..." Das kann Schranken aufbauen, die man nie wieder abgebaut kriegt. Muss bei euch nicht so sein, aber sehe ich oft - übrigens durchaus auch bei mir :mrgreen:

Bedacht werden sollte auch: Bernhardinder sind vergleichsweise krankheitsanfällig und werden im Schnitt nur 8-10 Jahre alt - man hat also unter Umständen nicht allzu lange Freude an dem Tier im Vergleich zu anderen Rassen. Und wenn mal was ist mit dem Hund, müssen bei seinem Gewicht (teils deutlich über 100 Kg) notfalls immer zwei Leute da sein, die ihn tragen können.

Das Thema Urlaub würde ich nicht ganz so sorglos sehen wie mancher hier im Forum. Ja - viele Vermieter erlauben heute Hunde in ihren Ferienobjekten. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es da durchaus Einschränkungen gibt. Nicht wenige erlauben nur kleine Hunde bis 50 Zentimeter. Und wenn sich andere Gäste beschweren, z.B. weil sie Angst vor eurem Hund haben (kann aufgrund der Größe schon mal vorkommen), ist es ohnehin vorbei. Und für solch einen "Riesen" braucht man dann auch das richtige Auto, gerade bei längeren Fahrten.
 
T

Thea 3

19.07.2017
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Sorry, ich bin heute zum ersten Mal hier und bin gleich als erstes auf dieses Thema gestoßen.

Ich bin mit dem Bernhardiner aufgewachsen und habe selber welche seit 40 Jahren.
Der Bernhardiner heute ist ein etwas sportlicher Typ als man in meist so im Kopf hat. Schwer, teilweise träge , offene Augen ist nicht in jeder Zuchtlinie gleich.
Mein ältester Bernhardiner ist knapp 11 Jahre und lebt noch. Seine Mutter wurde 13 und auch die Oma. In meinem Umfeld lebt ein 12 jähriger Bernhardiner.
Meine Bernhardiner-Hündinnen wiegen zwischen 55 und 65 kg.
Wie bei jedem Hund/Rasse muß man auch beim Bernhardiner bedenken zu was er mal geschaffen wurde. Es waren Wachhunde, Suchhunde, Lawinenhunde und teilweise Lastenträger der Almbauern.
Der Bernhardiner heute ist Begleithund, Familienhund, Therapiehund. Zum Teil steckt noch ein wenig Sturrheit in ihm, jedoch nicht in allen.
Man kann mit dem Bernhardiner durchaus große Wanderungen machen und in jüngeren Jahren funktioniert beim sportlicheren Bernhardiner auch das joggen.
Hundeschule halte ich bei ihm für sehr wichtig. Die Hundeschule sollte gut sortiert sein mit allen Rassen.
Bei der HD und ED würde ich nach Linien schauen die frei sind von Dysplasie und mir die Belege der Untersuchung zeigen lassen. Krankheiten sind wie bei jeder anderen Rasse nicht mehr und nicht weniger.
Er ist Wetterresistent und kann tagsüber gerne im Garten sein.
Treppen finde ich jetzt auch nicht ideal.
Bei Interesse würde ich 1,2 oder drei seriöse Züchter besuchen und mir die Hunde anschauen, auch bitten mit einem Bernhardiner, wenn es geht zu laufen.

Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Entscheidung und schau dir ruhig zum Vergleich auch andere Rassen an und entscheide erst dann
Überstürze nichts und lasse dir viel Zeit dabei . Es kann sein er wird 10 Jahre und älter. Er liebt sein Frauchen/Herrchen, will ihm gefallen und er kann auch sehr traurig sein, wenn ihm dies nicht gelingt.
 

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