Eure Erfahrungen mit dem Arbeitsamt/Berufsberatung

Diskutiere Eure Erfahrungen mit dem Arbeitsamt/Berufsberatung im Schule & Beruf Forum im Bereich Smalltalk; Hallo, zunächst einmal weiß ich, dass hier das eigentlich grundsätzlich das falsche Forum ist:) Aber bestimmt haben auch einige von euch schon mal...
M

MariaE

Registriert seit
26.05.2017
Beiträge
18
Reaktionen
0
Hallo,
zunächst einmal weiß ich, dass hier das eigentlich grundsätzlich das falsche Forum ist:) Aber bestimmt haben auch einige von euch schon mal Bekanntschaft mit dem Arbeitsamt gemacht.

Ich komme gerade von der Berufsberatung und es war irgendwie.. super schlecht!

Um 8 war mein Termin und ich war so früh da, das sogar noch die Türen zu waren :D Also hab ich gewartet und bin dann um 8 rein, an der Tür des Zimmer wo ich erwartet wurde geklopft. Keine Reaktion, gewartet. Drinnen Stimmen gehört (Telefonat) und wieder geklopft irgendwann, dann kam die nette Dame kurz raus und meinte es würde noch etwas dauern, ich also weiter gewartet. Dann hat sie ich reingebeten und ich hab angefangen zu erzählen (Abitur mit 2er-Schnitt, schon über 50 Bewerbungen geschrieben, schon letztes Jahr angefangen Ausbildung zu suchen, schon etwa 8 Bewerbungsgespräche, etc.).
Soweit so gut, hab dann erzählt, dass mein Problem ist, dass ich nach den vielen Bewerbungsgesprächen verwirrt bin, was man in dem Beruf (Kauffrau für Büromanagement) so macht, weil jede Firma was anderes sagt (wenn die Firmen mich gefragt haben, hab ich meine Vorstellungen geschildert und jeder hat mir die Aufgaben anders erklärt,
obwohl ich mich informiert habe und sogar mit jemandem geredet hab, der die Ausbildung macht und mir meine Vorstellung davon bestätigt hat).
Dann fragte sie was ich denn jetzt stattdessen machen will (Praktika oder Minijob) und irgendwie komme ich mir vor als hätte sie mich in dem Gespräch zu allem überredet:
1. zu dem Praktika und hat mich auch gleich in so ein Programm eingetragen in der man in einer ,,Scheinfirma" arbeitet.
2. Sollte ich meine Fähigkeiten auf so einem Formular ankreuzen (max.5), hab ich gemacht, sie schaut drüber und ändert 2 Dinge, weil die besser zum Berufsfeld passen würden!!
3. Hat sie sich irgendwie so drüber aufgeregt das ich erst so spät komme (,,ja deswegen regt mich sowas auf, weil die Schüler schon 1-2 Jahre vorher zu uns zur Beratung kommen sollen und immer denken sie schaffen das alleine" ganz ehrlich hab ich nicht damit gerechnet, dass ich mit einem 2er Abi über 1 Jahr lang keine Büro-Ausbildung find).
4. Hat die Frau sich auch darüber echauffiert, dass man ,,immer erst kommt, wenn die Mama sagt man soll hin, weil's sonst kein Kindergeld mehr gibt", das fand ich schon irgendwie dreist, weil ich mich bisher echt bemüht hatte was zu finden. Generell hatte sie glaube ich 3 (!) Mal gefragt ob meine Mama (ja wirklich, nicht meine Eltern, immer nur die ,,MAMA") kindergeldberechtigt ist und keine Leistungen bezieht.
5. Hat sie meine Sprachkenntnisse eingetragen (Englisch, Französisch, Spanisch) und plötzlich steht da was von Italienisch. Ich also nachgefragt warum -> ,,oh gut, dass sie das sagen, ist mir gar nicht aufgefallen" und dann hat die gute Frau es geändert.
6. Zudem war ich mich extra schon anmelden bei der Jobbörse oder wie das heißt und hatte meine Mappe davon mitgenommen. Keine Ahnung ob sie die nicht gesehen hat oder was auch immer, aber sie hat mir das selbe wieder ausgedruckt. Ich also ihr gezeigt was ich hab und sie ,,oh das können Sie mir geben, dass muss weg geworfen werden, weil das Passwort jetzt nicht mehr stimmt".
7. Stadt A und Stadt B sind von meinem Wohnort gleich weit weg. Stadt A sucht sie Lehrstellen raus, Stadt B meint sie aber wäre zu weit weg?!
8. Zudem hat sie meinem Profil immer mehr gewünschte Berufe hinzugefügt und mich sogzusagen zu diesen ,,überredet" (um dann im Übrigen zu merken, dass dann auch nur unwesentlich mehr Berufe bei der Suche herauskommen) aber im selben Atemzug meinte sie ich soll unbedingt alle Berufe genau durchschauen, um weitere Optionen zu finden.
9. Hat sie gefragt wo ich bisher nach Ausbildungsstellen gesucht hab. Hab gesagt Jobbörse etc.. Sie meinte das ich bei der wichtigsten Seite nicht geguckt hab und zwar Berufenet war es glaub ich. Komisch fand ich nur, dass sie mir auf der ,,besseren" Seite keinen einzigen Beruf gezeigt hat. Kommt mir wie eine Berufs-Informations-Seite vor.


Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht was ich genau von euch jetzt will, aber ich fühle mich weniger beraten als ,,runter gemacht". Das ganze Gespräch über kam ich mir so ,,bevormundet" und ,,schlecht gemacht" vor. Sicher hätte ich im Nachhinein früher hingehen sollen, aber das kann ich jetzt nicht mehr ändern und faul war ich neben dem Abistress auch nicht, die 50 Bewerbungen haben sich ja nicht von alleine geschrieben. Das Schlimmste ist, dass sie meinte, dass ich mit dieser komischen ,,Scheinfirma-Schule" schon nächste Woche eventuell anfangen kann/soll/muss! Ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll.

Danke für's Lesen :)
 
20.07.2017
#1
A

Anzeige

Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Bec

Bec

Registriert seit
19.02.2011
Beiträge
3.046
Reaktionen
7
Hi,
ich hatte auch mal eine Berufsberatung gemacht. Da hatte ich -auch was ich von meinem Umfeld gehört habe- scheinbar viel Glück, denn die Frau war wirklich sehr kompetent und hat mir gut weiter geholfen. Letzten Endes habe ich aber meinen eigenen Weg verfolgt. Ich habe übrigens beim Termin selbst auch länger gewartet, weil die Person vor mir länger in der Beratung war.
Was ich dir empfehlen kann: such parallel auch eigenständig weiter. Frage bei Firmen an, auch wenn keine Ausschreibung besteht, aber die Ausbildung angeboten wird. Du kannst dich ja auch initiativ bewerben (das würde ich aber auch vorher am Telefon nachfragen bzw. ankündigen -> besserer Eindruck). Am Besten Anrufen, das macht immer den besten Eindruck oder sogar persönlich nach Fragen. Dann kann man auch sehr gut "wie beim Telefonat besprochen" o.ä. in die Bewerbung schreiben statt "im Internet habe ich ihre Stelle xy entdeckt". Such auch in Stadt B oder anderen Städten (oder Dörfern, wenn da entsprechende Firmen angesiedelt sind). Wenn ein Umzug für dich in Frage kommt, kannst du deinen Suchumkreis natürlich auch noch erweitern.
Ein Praktikum ist übrigens immer gut und wäre evtl. eine Alternative zum Reinschnuppern oder um schon einmal in die Firma zu kommen. Ich vermute mal, die Ausbildungen starten ab September? Dann könntest du noch ein paar Wochen reinschnuppern vorher, wenn die Firma das anbietet/will.

Gibt es ansonsten noch Ausbildungen im kaufmännischen Bereich, die dir auch gefallen? Z.B. Speditionskauffrau, Kauffrau im Groß-/Einzelhandel o.ä.?


Das mit der Scheinfirma habe ich jetzt nicht so ganz verstanden. Was sollst du dann da machen? Was bringt es dir, abgesehen davon, dass du weniger Zeit hast für deine Bewerbungen und Bewerbungsgespräche? Gibt es da auch ein "Arbeitszeugnis" ausgestellt oder ist das mehr Beschäftigungstherapie?
Wenn du da noch fragen hast oder bedenken, würde ich einfach nochmal beim Arbeitsamt anrufen.


Ansonsten kann es wirklich dauern, bis man eine Ausbildung findet, gerade auch weil man nicht irgendeine Firma nehmen sollte, sondern eine, wo man sich wohl fühlt. Immerhin verbringt man die nächsten 2-3 Jahre dort und vermutlich sogar noch länger. Bewerbungen schreiben ist immer ein langwieriger Prozess, daher Kopf hoch :) du wirst die für dich passende Firma auf jeden Fall finden! Das Thema "Bewerbungen/Ausbildung/Studium/Berufseinstieg" ist denke ich bei keinem Menschen "einfach". Das dauert seine Zeit, gerade weil man auch seinen eigenen Weg finden muss. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen! :041:
 
L

Lunimo

Registriert seit
11.04.2016
Beiträge
433
Reaktionen
0
Wie gut, dass ich mit denen noch nicht allzu viel zu tun hatte.
Ich habe auch mal eine Berufsberatung mitgemacht, da wurde aber nicht auf meine Wünsche/Vorstellungen/Fähigkeiten eingegangen, sondern mir wurde das verkauft, was deren Meinung nach am meisten Zukunftschancen hat.
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

Registriert seit
09.01.2007
Beiträge
18.637
Reaktionen
31
Huhu,

also für mich liest sich das auch komisch... Ich habe 2 Jahre einen Ausbildungsplatz gesucht und geholfen hat mir das Arbeitsamt auch nicht wirklich (mir wollte man aber auch keine komischen Programme andrehen), habe dann meine Ausbildung (Kauffrau im Großhandel) im Betrieb gemacht, wo meine Mutter arbeitet. Da kamen Vorschläge vom Amt, die völlig unrealistisch waren (z.B: Ich keinen Führerschein; ne Stelle, die mich schon interessiert hätte (Pferdewirtin), aber sowas von am A**** der Welt und dazu haben die Besitzer des Hofes nicht mal dabei gewohnt; dass man sich ne Wohnung hätte nehmen müssen UND den Führerschein + Auto oder bei einem anderen Hof, musste man etwas Angst haben, dass die Scheune nicht beim Anblick insich zusammen fällt, das Zimmer zwar vor Ort, aber das hatte keine 10 qm und hatte leicht was von "Knast", warmes Wasser nur mit Feuerchen, Unterricht von dem Hofbesitzer,...).

Berufenet ist ne Infoseite. Da gibts zwar unter "Perspektiven" die Option "Ausbildungsangebote", aber der Link führt zur Jobbörse.

Also diese Scheinfirma hört sich eher nach "Kurs" vom Amt an... Frag doch nochmal nach. Aber musst du das machen? Also ist es "Pflicht"?

Bei mir war es ja ähnlich. Es kann jedenfalls nicht schaden, sich auch andere Berufe zu suchen. Irgendwas anderes kaufmännisches und dann nach der Ausbildung eine Weiterbildung dran hängen für das Büromanagment, wenn das dein "Traumberuf" ist. Bei mir ist das alles 8 Jahre her und sicher auch von Amt zu Amt unterschiedlich, ich fühlte mich von meinem Berater eher "vernachlässigt".

Würde vielleicht auch mal überlegen, dem Chef von dem Amt mitzuteilen, wie seine Mitarbeiterin mit den Leuten umgeht...
 
M

MariaE

Registriert seit
26.05.2017
Beiträge
18
Reaktionen
0
Hallo, danke für die Antwort erst einmal. =)
Initiativbewerbungen hab ich auch schon viele geschrieben (bzw. vorher angefragt, ob die Firma eine Stelle zu vergeben hat).

Ganz ehrlich? So ganz genau hab ich das mit dieser Scheinfirma auch nicht verstanden, also es ist eine Art Schule wo man hingeht, aber ,,aufgebaut" wie eine ,,normale Firma", scheinbar nach dem Motto ,,wir spielen Bankkauffrau".

Klar bleib ich selber am Ball was Bewerbungen angeht, aber ich hätte lieber 100 Bewerbungen für nächstes Jahr geschrieben während ich nebenbei einen Minijob mache, anstatt dieses komische ,,Berufsvorbereitungsjahr"(?) in einer Scheinfirma.

LG

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo, auch dir danke für die Antwort.
Ja, ich glaube auch, dass es eine Art Maßnahme ist. Das Problem ist, ich hab schon was unterschrieben (dämlich aber leider nicht mehr zu ändern). Darin ging es laut der Beraterin aber NUR darum, dass sie diesen ,,Scheinfirma"-Leuten meine Daten etc. übermitteln darf. Zudem kam ich mir wie oben schon teilweise geschildert während des ganzen Gespräches ,,überrumpelt" vor. Zum einen hat sie gesagt ich solle alles in Ruhe durchlesen etc., dann mich aber zu verschiedenen Sachen (siehe oben) fast schon ,,gedrängt".

LG
 
McLeodsDaughters

McLeodsDaughters

Registriert seit
09.01.2007
Beiträge
18.637
Reaktionen
31
Ich würde das mit der Scheinfirma absagen bzw. vorher nochmal genau nachfragen. Hört sich echt blöd an...
Wir hatten in der Berufsschule einen Klassenraum, der wie ein (Großraum)Büro eingerichtet war und auch wie ein solches genutzt wurde. Aber das waren 2 Std. pro Woche und es machte während der Ausbildung auch sicher Sinn.

Aus welcher Ecke bist du denn (Landkreis, nächstgrößere Stadt etc. dürfte reichen)? Vielleicht hat hier jemand Tipps für Firmen, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast.

Edit: Verträge kann man kündigen... Vorallem innerhalb von ein paar Tagen. Frag doch nach und wenn es sich wirklich total blöd anhört, absagen
 
M

MariaE

Registriert seit
26.05.2017
Beiträge
18
Reaktionen
0
Ich habe über diese ,,Maßnahme" auch nur eine SEHR kleine ,,Broschüre" bekommen. Also sie meinte es ist einerseits Praktikum und andererseits auch diese Art Schule/Scheinfirma/Was weiß ich und das wären dann jeden Tag 8 Stunden meinte sie, aber richtig was erklärt hat sie irgendwie nicht, nur, dass es vielleicht ja schon nächste Woche klappt:?:(

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Achso ich wohne im Saarland, Landkreis Saarlouis.

LG
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

Moderator
Registriert seit
01.12.2006
Beiträge
5.478
Reaktionen
185
Ich habe mal in so einer "Scheinfirma/ Maßnahme" gearbeitet. Das war damals im Bereich Floristik, gab noch eine Holzwerkstatt und Lagerverwaltung. Ich musste so einen ganz tollen Test mitmachen und da kam raus das ich aufgrund meines Berufsfeld - Tiermedizin - am besten dahin passe :mrgreen: Was haben wir gemacht? Gute Frage, ich weiß das ich in den 6 Monaten viel Geld in der Cafeteria gelassen habe... :lol: Irgendwann bin ich dann da raus und musste wieder zur Berufsberatung, sollte dann ins Altenheim - nicht als Pflegefachkraft sondern einfach nur um die alten Leute zu bespaßen, quasi wie ein soziales freies Jahr - nur fest angestellt... Kam mir ein bisschen seltsam vor. Ich hatte extra gesagt das ich keine Menschen pflegen werde, ich kann das einfach nicht. Ich bewunder auch jeden Altenpfleger. Kaum kam ich da an, was sollte ich natürlich? Von Zimmer zu Zimmer gehen und Leute aus dem Bett holen, waschen, füttern... Ich dann mit einer netten Dame mitgelaufen und irgendwie den Morgen über mich gebracht... Plötzlich gabs dann ein Gespräch mit der Bereichsleitung und darunter die Frage warum ich so unselbstständig wäre. Sie würden jemanden suchen der die unterbesetzte Station mit unterstützt und ich würde eher aufhalten (natürlich nicht so hart ausgedrückt). Ich dann gefragt ob eventuell eine Verwechslung vorliegt - ich sollte doch nur eher soziale Tätigkeiten machen und keine pflegerischen... Ich könnte sowas gar nicht. Heraus kam das ich quasi als unausgebildete Pflegehelferinnen mit langjähriger Berufserfahrung präsentiert worden bin... Das hatte sich dann ganz schnell geklärt und ich durfte gehen :lol: Das nächste Jobangebot war dann in einer Entzugsklinik, die hatten Leute gesucht die Patienten die quasi kurz vor Entlassung sind, wieder ins normale Leben zurück helfen... Das würde ja auch zu meinem Berufsfeld passen :mrgreen: Den Job hab ich aber von vorneherein dann abgelehnt. Dann bin ich auch umgezogen und danach relativ schnell schwanger geworden. Gab dann noch den super Tipp sich weiter zu bewerben, ich könnte ja meine Schwangerschaft ein bisschen kaschieren... :mrgreen:
 
Seraph

Seraph

Registriert seit
20.07.2010
Beiträge
3.099
Reaktionen
23
Oh. Hab ich auch schon durch. Beraterin 1 war die Hölle. Zu der wollte mein Vater irgendwann hin und sie zur Sau machen, ich war noch minderjährig und die hat getan als ob sie was besseres ist. Mir an den Kopf geworfen, das sie ja einen Job hat und es mein Problem ist.
das nächste mal, da war ich dann schon etwas älter, in einem anderen Ort, bin ich zu einer Dame, die die Leute hinterm Schreibtisch ausbildet, die war super, total verständnisvoll und hat mir echt geholfen. Die hat sich sogar die Erfahrung mit der ersten angehört und sich darüber aufgeregt, das sowas nicht geht und mir noch tips für eine Freundin mit gegeben, die ähnliche Probleme mit ihrer hatte.

ich wünsche dir viel Erfolg und wünscbe dir gute Nerven und einen baldigen Job. Lass dich zu nix überreden was du nicht willst
 
SoylentGreen

SoylentGreen

Registriert seit
24.03.2009
Beiträge
2.892
Reaktionen
9
Ja... ich war bisher auch nur einmal und nie wieder bei so einer "Berufsberatung".
Nach 2 Stunden war ich dann genau so schlau wie vorher und mir fehlten 2 Stunden Lebenszeit.
Auch von Bekannten habe ich nie was positives darüber gehört.

Ehrlich? Ich würde mir den Mist an deiner Stelle ersparen und lieber weiter Bewerbungen schreiben und versuchen über Praktika in deinen gewünschten Beruf reinzukommen. Sammle Erfahrungen und erweitere auf jeden Fall das Gebiet, in dem du dich bewirbst. Der Job Bürokauffrau/-mann ist sehr stark überlaufen...
 
M

MariaE

Registriert seit
26.05.2017
Beiträge
18
Reaktionen
0
Hallo,
also es gibt ,,Neuigkeiten": ich habe der Maßnahme sozusagen ,,abgesagt" und die nette Beraterin hat aber im Unterton was von ,,machen Sie das oder Sie werden nix finden". Ich weiß einfach nicht was ich tun soll bzw. was so schlimm daran sein soll 1 Jahr lang zu jobben (und sich jetzt für nächstes Jahr bewerben) und wieso ich dann (ohne Maßnahme!) nichts finden sollte. Noch ein Problem ist, dass ich gar nicht mehr weiß, ob ich überhaupt noch was im kaufmännischen Bereich machen will (es liegt hier aber nicht am Beruf, eher daran, dass ich mich in den Bewerbungsgesprächen oft so ,,von oben herab" behandelt gefühlt hab (z.B. wurde ich auf meine mittelmäßigen Noten schon oft angesprochen!?)). Was soll ich nur tun? Hiiiiilfe:(
 
Bec

Bec

Registriert seit
19.02.2011
Beiträge
3.046
Reaktionen
7
Hiho,
hast du die Möglichkeit zu einer anderen Beraterin zu gehen?
Ansonsten, wenn du jetzt praktisch ein Jahr Zeit hast: schnupper doch in viele Berufe rein durch Praktika. Die müssen ja auch nicht ewig dauern, 2-4 Wochen reichen ja oft schon. Du könntest auch, wenn es eine Möglichkeit für dich ist, ins Ausland gehen für ein paar Monate.
Dieses "von oben herab" würde ich nicht unbedingt auf die kaufmännische Branche beziehen. Das kann und kommt überall vor, leider. In welche Richtungen gehen deine Interessen denn noch? Es gibt auch schulische Ausbildungen, da bekommt man je nach Schule allerdings kein Gehalt, sondern muss evlt. auch was bezahlen. Bei meiner schulischen Ausbildung musste ich zwar eine Bewerbung schreiben, wurde aber auch sofort genommen. Die Schule war allerdings auch privat und man musste einen gewissen Betrag bezahlen, um die Ausbildung absolvieren zu dürfen. Natürlich wurden die Zeugnisse etc überprüft, aber die Wahrscheinlichkeit genommen zu werden, war schon ziemlich hoch ;)
Die Schulen bieten meistens Schnuppertage/-wochen, Praktika oder Informationsveranstaltungen an.
 
M

MariaE

Registriert seit
26.05.2017
Beiträge
18
Reaktionen
0
Hallo,
danke für die schnelle Antwort=) Ja Praktika würde ich gerne machen, aber ich weiß nicht wie es da mit der Versicherung aussieht? Schulische Ausbildung würde ich gerne machen (Dolmetscher z.B., hatte in der Schule auch schon 3 Fremdsprachen) kommt aber nicht in Frage, weil das Geld dazu fehlt. Die Maßnahme an sich ist auch ganz ok glaube ich, aber nicht kurzfristig. Ich würde bis ich einen Praktikumsplatz gefunden habe in dieser fiktiven Firma arbeiten und 200€ + Fahrtkostenerstattung bekommen, ABER ich bin 1. nicht zuversichtlich relativ bald einen Praktikumsplatz zu finden und 2. macht sich eine Maßnahme nicht gut im Lebenslauf (eine Freundin hat an genau so etwas teilgenommen und ihr wurde vom Personaler gesagt, dass das nicht gut ankommt). Was mich aber am meisten an der Maßnahme stört ist, dass es quasi wirklich dafür ist die ,,schwer vermittelbaren" sich ,,1 Jahr vom Hals zu halten". Meine Freundin meinte auch, dass in ihrer ,,Klasse" damals viele Störenfriede und auch geistig Behinderte (Down Syndrom) waren (nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Behinderte! Aber ich sehe mich nicht als ebensolcher an). Danke für's Lesen
 
Luna & Artemis

Luna & Artemis

Moderator
Registriert seit
01.12.2006
Beiträge
5.478
Reaktionen
185
Ist auch meist leider, dass dann in solche Maßnahmen eben die reingesteckt werden die man nirgends unterbekommen wird.

Falls du wirklich gerne eine bestimmte schulische Ausbildung machen würdest aber wie du bereits sagtest das Geld fehlt, kannst du dich mal nach einem Schüler Bafög erkundigen. Ich hätte damals auch nicht das Geld gehabt um Abitur zu machen, weil ich ja irgendwie meine Wohnung und Leben bezahlen muss, aber durch den Bafög konnte ich das dann (den muss man im Gegensatz zum normalen Studenten Bafög auch nicht zurück zahlen, zumindestens damals)

Normalerweise sind Praktika immer versicherungstechnisch durch den Betrieb oder die eigene Versicherung abgedeckt. Wäre ja sonst auch schön blöd vom Betrieb dich anzunehmen, nachher passiert was und die haften dafür dann. Warum bist du nicht zuversichtlich bald einen Praktikumsplatz zu bekommen? Regulär werden Praktikanten ganz gerne genommen. Immer schön persönlich hingehen und nachfragen. Da hatte ich nie Schwierigkeiten. Das von oben herabsehen ist aber auch wirklich nicht berufsbezogen, das hatte ich auch schon im medizinischen Bereich, weil manche Ärzte meinen sie wären geborene Götter auf Erden. Einfach drüber hinwegsehen und sich seinen Teil denken.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
2
Ich kann dich gut verstehen, mir ist es ganz ähnlich ergangen, als ich vor drei Jahren arbeitslos war.
Zugegeben ich dachte ursprünglich man könnte sicher ganz gut mit dem Amt auskommen, wenn man immer rechtzeitig und gut vorbereitet zu Terminen erscheint, Vorgaben erfüllt und seinen Papierkram anständig macht. Weit gefehlt :lol:

In der Berufsberatung wollte man mir mein Studium ausreden ("Bloß nicht Gymnasial-Lehramt, dass ist doch viel zu schwer für sie, werden sie doch lieber Heilpädagoik-Assistentin, dann können sie in einer Behinderteneinrichtung mithelfen. Da ist die Welt noch in Ordnung, da können sie den ganzen Tag Bilder malen und müssen als Assistent keine echte Verantwortung übernehmen" - schönen Dank :roll:).

Die Bewerbungen zu denen ich genötigt wurden, waren zum einen völlig sinnlos (ich hatte nur noch ein paar Monate bis das Studium anfing) und zum anderen wurden mir teilweise unseriöse und recht zweifelhafte Firmen vorgeschlagen vor denen man zum Teil online Warnungen findet,weil es die Jobs gar nicht gibt und sie nur auf Datenfang aus sind (Zitat Arbeitsamt: "Man muss ja nicht alles glauben was im Internet steht, machen sie doch erstmal selbst Erfahrungen" - danke nein, ich möchte nicht meine kompletten Unterlagen an jemanden schicken der höchstwahrscheinlich nicht seriös ist).

Dann bekam ich eine "Maßnahme", richtiges Bewerbungschreiben, Einzeltraining, mehrfach die Woche. Ich bin hingegangen weil ich eh nichts zu tun hatte über den Tag und es war auch ganz informativ, aber mal ehrlich, da sind sicher ein paar tausend Euro geflossen, schön die Steuergelder aus dem Fenster raus, da ich doch eh keine Aussicht auf eine Anstellung hatte und ja auch keine haben wollte wegen des Studium :roll:
Für die Uni brauchte ich einen Nachweis über mein Englisch-Sprachniveau (den Toefl-Test falls das jemandem was sagt). Den musste ich in Hamburg machen und er kostete knapp 300€ (inklusive Fahrtkosten), da wollte mir das Arbeitsamt keinen Cent dazugeben ("Das steht nicht auf unserer Leistungs-Liste") obwohl mir das mal echt weitergeholfen hätte.

Letztendlich fing im Oktober mein Studium an und ich habe mich abgemeldet beim Arbeitsamt, habe mehrfach nachgefragt ob alle Formalitäten erledigt sind, ob ich nochmal vorbeikommen soll ("Nein, nein, alles prima, auf Wiedersehen").
Zwei Monate später Anfang Dezember bekam ich einen Brief in dem sie Belege forderten für einen Zwischenjob den ich im März des selben Jahres gemacht hatte. Der Brief mahnte mich, dass dies die letzte Aufforderung sei und man ansonsten ein Verfahren gegen mich einleitet weil ich unter dem Verdacht stehe mir Leistungen erschlichen zu haben :shock:
In meinem erbosten Anruf gab die Bearbeiterin dann sogar zu, dass vor diesem Brief keine normalen Anfragen rausgegangen waren, sondern man gleich den Drohbrief abgeschickt hatte weil "Sonst ja eh nichts passiert". Dann musste ich zwei Tage später die Uni sausen lassen um die fehlende Unterlage abzugeben :roll:

Alles in allem - ich kann es nicht anders sagen - habe ich das Arbeitsamt als einen unorganisierten Saftladen mit ständig unter Druck stehenden Mitarbeitern erlebt, in dem es nicht darum geht die Leute in gute Arbeit zu bringen, sondern nur darum sie schnellstmöglich und egal wie, aus den Statistiken verschwinden zu lassen. Nachhaltigkeit und respektvoller Umgang miteinander zählen offenbar nicht.

Von daher kann ich auch nur raten diese Berufsorientierungsmaßnahme nicht zu machen, jedenfalls nicht wenn du bessere Pläne hast (Bewerbungen schreiben, jobben, Praktika machen), denn das Arbeitsamt denkt offenbar zuerst an die eigenen Zahlen bevor es an seine "Kunden" denkt :|
 
Adraste

Adraste

Moderator
Registriert seit
26.02.2007
Beiträge
13.001
Reaktionen
1
Solange du nicht auf das Amt angewiesen bist, kann dir ja nichts passieren, wenn du die Maßnahme ablehnst. Wenn du meinst, du hast bessere Ideen für die Zeit, dann mach, was dir gefällt. Selbst wenn es ein Jahr Auszeit ist - manchmal ist das auch sehr viel wert.
Allerdings - meine ehemalige Schulfreundin hat genau so eine Maßnahme gemacht und hat so ihren späteren Beruf gefunden. Insofern kann es durchaus hilfreich sein. Ich habe übrigens mit Bewerbungen für Praktika auf eigene Faust eher schlechte Erfahrungen, klappt eher schlecht, wenn man weder Student noch Schüler ist. Zumal ich alle meine Praktika wenig hilfreich fand und mir überall von oben herab behandelt vorkam. Aber das soll dich natürlich nicht davon abhalten, dir etwas zu suchen und eigene, hoffentlich bessere Erfahrungen zu machen;)
Ansonsten muss ich sagen, das ich durch einen vom Amt bezahlten Kurs immerhin aus der Arbeitslosigkeit herausgekommen bin. Es muss also auch nicht alles schlecht sein, was vom Amt kommt.
 
seven

seven

Registriert seit
24.12.2006
Beiträge
33.887
Reaktionen
13
Zum eigentlichen Problem kann ich wohl leider wenig beitragen...
aber vielleicht dazu, eine kleine Lanze fürs Arbeitsamt zu brechen oder zumindest dafür, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann.
Vor etlichen Jahren war ich auch kurzzeitig arbeitslos - das lag aber an einem Formfehler des Schulamtes. Joar - und da ich felsenfest davon ausgegangen war, dass mein Vertrag verlängert wird, bin ich also nicht fristgemäß zum Arbeitsamt gelatscht - denn mir war ja zugesagt worden, dass der Vertrag verlängert wird. Wurde er dann nicht, das gab einen Rüffel vom Arbeitsamt und auch die Einschränkung der Zahlungen, aber rechtlich gesehen war das ok... Ich durfte dann sogar in den geplanten Urlaub fahren. Dann bekam ich eine Arbeit aufgedrückt, die ich dann auch angetreten habe (bei Lehrern ist das immer etwas schwierig, aber ich wurde dann irgendwo zur Hausaufgabenbetreuung eingesetzt) - und die wurde dann auf ein weiteres Jahr verlängert, währenddessen hatte ich aber eine Lehreranstellung gefunden - also wieder zum Arbeitsamt: Kommentar: "Ja, bei Lehrern ist das immer schwierig. Aber wenn Sie jetzt was gefunden haben... Können Sie denn die Hausaufgaben noch weiter machen?" Ich hab´das dann noch 3 Monate weiter durchgezogen, dann wurde es einfach zu viel, zumal ich da ja dann auch pendeln musste. Also hat mich das Arbeitsamt dann aus der Maßnahme entlassen....
Im Großen und Ganzen muss ich sagen: Die haben da sicher oft schwierige Fälle (und sicher auch oft Leute, die tatsächlich nicht wollen, solche saßen da auch neben mir im Wartezimmer und motzten: "Was soll ich hier, keinen Bock auf Arbeit") - aber sicher eben auch ganz viele, die sich ehrlich bemühen. Und je nach Frustrationsgrad des Arbeitsamtmitarbeiters gestaltet sich dann wahrscheinlich auch die Beratung...
Jemand, der ständig nur hört: "Neee, hab ich keinen Bock drauf, kann ich nicht, will ich nicht" - der ist auf Dauer wahrscheinlich deutlich frustrierter als jemand, der hört: "Oh, klingt interessant, ja, mache ich gerne, ich kümmer mich sofort."...
Ich wünsche jedenfalls allen hier, die noch suchen, viel Erfolg und kompetente Arbeitsamtmitarbeiter!

LG seven
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
2
Und je nach Frustrationsgrad des Arbeitsamtmitarbeiters gestaltet sich dann wahrscheinlich auch die Beratung...
Ja, ich glaube auch, dass man dort auch als Angestellter zwischen den Stühlen sitzt, dass man auch viel Druck von oben hat und das sicher nicht immer einfach ist.
Dieses Interview mit einer Arbeitsamts-Vermittlerin gibt das Problem wahrscheinlich ganz gut wieder:
http://www.spiegel.de/karriere/hart...aehlt-vom-alltag-im-arbeitsamt-a-1006626.html
 
L

Lunimo

Registriert seit
11.04.2016
Beiträge
433
Reaktionen
0
Was bin ich froh, dass ich noch niemals darauf angewiesen war.
 
Thema:

Eure Erfahrungen mit dem Arbeitsamt/Berufsberatung