Gleichzeitig Ersthund und Zweithund - Pro/Kontra/Entscheidung

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S

scrabble

13.02.2015
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Hallo zusammen :)

Ich habe es schonmal vor kurzem in einem anderen Thread erwähnt, dass ich an einem TH-Hund (Rüde, ca. 7 Jahre, Terriermix) dran bin und er zu mir ziehen soll.
Ich habe ihn u.a. aufgrund seiner Größe (klein-mittelgroß) und seines Alters ausgesucht. Das hat vor allem den Grund, weil ich Vollzeit arbeiten bin und er eigentlich während meiner Arbeitszeit bei meinen Eltern sein soll, die mittlerweile Rentner sind. So muss er nicht alleine sein und hat Gesellschaft. Das ist mit einem nicht pubertären, ruhigeren Hund leichter machbar bzw angenehmer für alle Beteiligten ;)

Bevor ich zur Hauptgeschichte komme, muss ich noch kurz ausholen und erzählen, dass meine Eltern (und/oder auch ich) ca 4-5x die Woche vormittags bei meinem Bruder vorbeigehen (gleiches Grundstück wie ich, ca 100 m vom Elternhaus entfernt), um dessen große Hündin (1) ein wenig auszuführen (ca. 30-60 min, je nach Laune der Hündin iZm dem Wetter). Seine Frau arbeitet nur halbtags, fast unmittelbar nach dem Gassi ist sie dann auch wieder da.

Der TH-Hundi und die Hündin von meinem Bruder verstehen sich problemlos. Es wäre daher kein
Problem mit beiden gleichzeitig Gassi zu gehen.
Selbst wenn vormittags meine Eltern mal nicht könnten, gäbe es im Notfall noch weitere Familienmitglieder in der Nähe, die da wären oder man es zeitlich anders timen könnte (Stichwort Gleitzeit), sodass der Hundi nicht sehr lange alleine wäre oder ich müsste (und könnte) dann halt mal kurzfristig Urlaub nehmen.

Kurz zu mir: Das wäre mein erster Hund. Laut den TH-Mitarbeitern und insbesondere der bisherigen Gassigängerin von dem Rüden stelle ich mich auch gar nicht so doof an und so wie es mir vorkommt, haben sie ein recht positives (hoffnungsvolles) Gefühl. Seit ca. 3 Wochen gehe ich regelmäßig mit ihm spazieren...

Wie in dem anderen Thread schon erwähnt, ist er nicht unbedingt ein Anfängerhund und hat Terriermäßig einen großen Dickschädel. Die erste Hürde bei ihm und an der anscheinend schon einige gescheitert sind, ist, mit ihm Gassi zu gehen. Wenn er einen nicht mag oder er keinen Bock mehr hat, läuft er u.a. nicht. Ansätze davon habe ich schon (früher) erleben dürfen und intuitiv anscheinend alles richtig gemacht, denn ich komme super mit ihm klar :)

Im TH ist der Rüde im Zwinger mit einer Hündin (zierlicher Schäferhundmix, ca. 5 Jahre, aus Rumänien, absolut sozial verträglich) und die beiden verstehen sich einfach super. Ein Traum für das TH wäre natürlich, wenn die beiden gemeinsam ein Zuhause finden würden... Die Hündin ist auch recht unsicher und orientiert sich viel an ihrem Freund. Beide sind bei Menschen, die sie kennen und vertrauen, total verschmust. Der Terrier ist mir gegenüber noch etwas reservierter in der Hinsicht und bevorzugt meistens andere, die er besser kennt, sie kommt mich aber immer freundlich begrüßen und will dann auch gerne geknuddelt werden.
Seit ca. 1 Woche fällt nun bei eigentlich jedem Besuch (von unterschiedlichen Leuten) die Frage, ob ich nicht doch lieber beide nehmen möchte. Und ich würde wirklich am liebsten, aber...
Das wären meine ersten Hunde. Die Befürchtung mich damit zu übernehmen, zu überfordern ist da. Auch ggf. in finanzieller Hinsicht: Hundesteuer (270€ anstatt 90€), Versicherung, TA, Futter,...
Beim Terrier sind wir aktuell so verblieben, dass er erstmal als "Pflegehund" zu mir zieht. So haben wir eine längere Eingewöhnungsphase.

Ich arbeite ja Vollzeit und kann meinen Eltern eher nicht 2 Hunde "andrehen" bzw effektiv sind es dann sogar 3. Da macht zumindest mein Vater zu 99% nicht mit. Mein Vater hat die beiden letzte Woche kennengelernt, meine Mutter heute Mittag.

Wenn ich die beiden also während meiner Abwesenheit nicht zu meinen Eltern bringen kann, heißt das, dass die 2 bei mir in der Wohnung alleine wären. Ich denke, spätestens ab mittags, wenn meine Schwägerin wieder da ist, würde sie bestimmt auch nach ihnen gucken und mit ihnen rausgehen können. Den Terrier hat sie schon kennengelernt und fand ihn super, hat sich auch schon zum Sitten angeboten bzw dass sie auch nach der Arbeit mit ihm gehen könnte.
Die Hündin würde sie aber bestimmt auch super finden. Ihre Hündin ist auch recht verträglich.
Aber überwiegend wären die beiden doch ohne menschlichen Kontakt alleine bei mir Zuhause.
Wäre das wirklich zumutbar / ok ? Oder ist mein ursprünglicher Plan besser ?

Großes Sorry für den langen Text und vielen Dank für die, die bis zum Ende durchhalten und dann auch noch die Kraft haben, eine Antwort zu tippen :)
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.399
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Hey,

ganz kurz und knapp:

Idee gut, aber wenn du jetzt schon unsicher bist - lass es :)

Zwei Hunde sind de facto nicht nur ein bisschen mehr Arbeit, sondern im Zweifelsfalle sogar jede Menge.
Dass sie jetzt so brav sind ist toll, aber Hunde zeigen ihre Macken erst nach längerer Eingewöhnungsphase (das kann bis zu einem halben Jahr dauern bis sie "ganz" angekommen sind).

Wenn du dann zwei Hunde hast bei denen sich mögliche Probleme zeigen und du ja selbst sagst, dass du Anfänger bist wäre ich da sehr sehr vorsichtig.
Das KANN alles ganz toll laufen, aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass das im Zweifelsfalle heißen kann, dass die Hunde getrennt voneinander bespaßt und trainiert werden müssen (eigentlich sowieso, aber eben nochmal zusätzliche Baustellen).

Darauf sollte man sich mMn immer einstellen, wenn man sich zwei Hunde anschafft, ob jetzt zeitlich versetzt oder gleichzeitig ist da schon fast unerheblich.
Harmonie pur und problemloses Miteinander ist eher selten der Fall als die Regel.

Die Kombi "typisch Terrier" und "unsicherer Mitläufer" kann auch durchaus ungünstig sein.

Wie gesagt, muss nicht, würde ich aber bedenken.

Nur aus Mitleid bzw., weil im TH immer wieder nachgefragt wird würde ich das auf jeden Fall nicht machen.
Zwei Hunde sind de facto einfach wesentlich mehr Arbeit, wenn man das vernünftig machen will- besonders wenn man Anfänger ist :)
 
S

scrabble

13.02.2015
88
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Ja, beide haben definitiv Baustellen und die an ganz unterschiedlichen Stellen. In der Hinsicht bin ich mittlerweile sehr gut aufgeklärt worden, würde ich sagen. Und deswegen ist bei dem Terrier auch erstmal "nur" ein Pflegevertrag statt eines Abgabe-/Vermittlungsvertrages sinnvoll und geplant.

Bei der Rumänin wird die größte Baustelle vermutlich sein, ihr das Leben im Haus beizubringen. Mit einem anderen Hund als "Vorbild", der das kennt, wird sowas vermutlich einfacher. Ansonsten orientiert sie sich zwar viel an ihm bzw Hunden generell, aber sie ist auch mittlerweile sehr menschenbezogen. Mitläufer ist für sie eher der falsche Ausdruck, denke ich. 🤔 So sehe ich sie gar nicht, eher das genaue Gegenteil.

Aufschwatzen lasse ich mir natürlich kein Tier. Ich überlege mir sowas schon recht gut und in aller Ruhe. Sie ist nur eine echt süße und ich kam selbst ins Grübeln. ;) Nicht umsonst habe ich jetzt auch ewig an dem Roman geschrieben :D Vernünftig machen will ich es auf jeden Fall!
 
A

A-Fritz

11.07.2016
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Hallo,
Wenn ich mir einen Zweithund zulegen möchte, würde ich eins- zwei Jahre abwarten,
bis der erste Hund gut konditioniert ist, eine gute Bindung zu mir bekommen hat und ich mich auf diesen verlassen kann.
Jetzt kann ich mich auf einen zweiten, vielleicht jungen Hund konzentrieren und dieser lernen auch noch von dem 1. älteren Hund.

Als Hundeanfänger, solltest Du Dich zuerst einmal mit einem Pflegling begnügen.
Wenn Probleme aufkommen, können diese sich noch vervielfachen, wenn zwei Hunde beteiligt sind
und hier gleichzeitig beiden Hunden gerecht zu werden, ist nur schwer möglich.
Es kann auch problematisch werden, weil Du sowohl auf Deine Eltern und Deine Schwägerin angewiesen bist,
die auch noch einen 3. Hund dazu bringen wird.
Die wechselnden Bezugspersonen, können eine Gewöhnung und die Bindung des Hundes erheblich komplizierter werden lassen,
besonders bei zwei Hunden, kann auch schnell einer der verschiedenen beteiligten Personen überfordert sein.



Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

miwok

07.11.2012
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Schwierige Situation. Wenn du wirklich die Absicht hast, auch den zweiten Hund zu nehmen, würde ich dir folgende Tipps geben: geh mit den beiden Tierheimhunden gemeinsam laufen, lerne auch den anderen Hund dabei kennen. Der nächste Schritt wäre dann das Zusammenführen mit der Hündin deiner Eltern, bei gemeinsamen Spaziergängen. Da kannst du dann schon ein wenig abschätzen, ob sich die drei Hunde vertragen würden. Wenn nicht, dann würde ich jemanden Verpflichten, der während deiner Abwesenheit mit den beiden Hunden 1-2 mal Gassi geht, es besteht noch die Möglichkeit einer Hundetagesstätte oder eines Sitters. Des weiteren würde ich als Anfänger die Hunde zumindest bei der Fütterung am Anfang trennen, das Spielen immer nach draußen verlegen, bis du dir richtig sicher bist, dass du es händeln kannst. Zu beachten sind natürlich noch die vermehrten Kosten. Du hast jetzt nicht geschrieben, wie alt die Hunde sind, es gibt ja OP- bzw. Krankenversicherungen für den Hund (die Höhe der Zahlunge hängt meist vom Alter und der Vorgeschichte des Hundes ab). Du kannst dieses Thema vielleicht auch mal mit dem Tierheim besprechen, ob sie evtl. Kosten bereit wären zu übernehmen oder zumindet einen Teil, ebenso wie eine Hundeschule, falls es nötig wäre (den meisten TH sind allerdings auch Hundeschulen angeschlossen, die man evtl. günstiger besuchen kann). Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du hochwertiges Futter, Steuer, Haftpflicht usw. aufbringen kannst @A-Fritz, meines Wissens hattest du nie 2 Hunde auf einmal
 
E

Entenmama

05.07.2017
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HI scrabble,
- ich hatte in der Verganganheit 4 Hund (hintereinander) von verschiedenen Rassen UND die dazu passenden/unpassenden Eigenheiten. Als erster war es ein kl. Schäferhundmix-Rüde, dann eine Westi-Hündin, danach wieder eine gr. Schäferhündin und zum Schluss ein mittlerer Cocker Spaniel. ALLE Hunde hatten ihre Eigenschaften und jeder brauchte eine fast andere Erziehung, da sie im unterschiedlichen Alter/Haltungen zu uns kamen bzw. wir sie aus TH geholt haben. Ich habe auch einige Jahre mit der Westi-Hündin gezüchtet.
Ich kenne die Zeiten wenn Hundebabys mit ihrem Erkundungsdrang ALLES entdecken, ALLES anknabbern usw. wollen = Ein Sack Flöhe hüten, wäre leichter gewesen !


Wenn du aber NUR (bitte nicht falsch verstehen) als Gassigeher diesen Hund kennst, dann stellen sich 100%ig Probleme im häuslichen Umfeld ein. ich würde dir raten (wie auch andere schon geschrieben haben) lerne diesen kl. Terriermix (zu hause)erst richtig kennen und erziehen, denn 7 Jahre..., da hat er schon einiges hinter sich.(kennst du die Vorgeschichte des kleinen Terriers?) Diesen anderen Hund (ist zwar eine traurige Geschichte)lass es, denn du wirst und kannst dich nicht auf beide konzentrieren, da du ja "Anfänger" bist, was Hundehaltung betrifft. Gib dem einen Hund deine Liebe und Zuneigung und nur aus Mitleid den anderen noch dazu nehmen, das ist zwar im Sinne des TH, aber DU hast die Arbeit, Sorgen u. Probleme, bis hin, dass du ein Tier vielleicht wieder abgeben müsstest weil es einfach zuuuu viel wird, was auch deine Familienmitglieder betrifft, die dich bei d. Hunden unterstützen.

Wenn du eeeeiiiines Taaaagggges für deinen Hund einen anderen Spielgefährten anschaffen möchtest, dann wäre es schon richtiger, denn du bist mit diesem Hund zusammengewachsen, kennst seine Macken und Vorzüge und dann wäre es besser möglich einen Zweithund zu halten.

Ich wünsch dir für dein Vorhaben alles Gute und viel Spaß mit deinem kl. Terrier, er soll dir ein treuer Gefährte werden.:clap:
 
S

scrabble

13.02.2015
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Die Altersangaben sind jeweils im Eingangspost ;)
Aber kurz zusammengefasst: Terrier 7 Jahre, Schäferhund 5 Jahre, Hündin von Bruder 1 Jahr

Den Terrier hatte ich noch nicht Zuhause, aber in den letzten Wochen haben wir doch viele Situationen erlebt und über seine Vergangenheit und die Angewohnheiten im alten Zuhause, usw bin ich ausführlich informiert worden. Die meisten werden sich dann bei mir aber vermutlich erst nach einiger Zeit zeigen, deswegen auch das eher unübliche Vorgehen mit dem Pflegevertrag.
Eine Hundeschule hat das TH nicht, aber eine Trainerin. Die kenne ich mittlerweile auch schon und wir werden bestimmt in Kontakt bleiben. Sie kennt die beiden auch am besten, deswegen hätte ich vorher auch nochmal ausführlich mit ihr darüber geredet. Mein Bauch sagt aber eigentlich auch, dass einer erstmal reicht.

Das TH bietet übrigens auch eine Pension/Betreuung an. Sollte was sein, könnte ich das also auch in Anspruch nehmen. Die Hunde fühlen sich dort auch wohl, da hätte ich kein schlechtes Gewissen. Nur ca 400€ (für beide) pro Monat "nur" für die "Betreuung" möchte und könnte ich dann doch nicht zahlen (nicht falsch verstehen) - zumindest nicht auf Dauer.

Einen richtigen Spielgefährten (auf Dauer) benötigt er, glaube ich, nicht unbedingt. Zuvor war er auch nur Einzelhund und er läuft, soweit ich das einschätze, mindestens genauso gerne mit mir alleine spazieren wie im Rudel (z. B. mit seiner Zwingerfreundin). Wenn wir sie unterwegs treffen, wird sich freundlich begrüßt und dann geht er ohne zu murren und ohne zurück zu schauen mit mir weiter :)
 
S

scrabble

13.02.2015
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Letzte Woche hatte ich mal eine lange Antwort geschrieben, aber sie ist dann beim Senden verloren gegangen und ich war erstmal frustriert. Heute aber dann ein Update ;)

Es zieht definitiv nur er ein. Sie ist zwar ganz zauberhaft, aber eine "Baustelle Hund" reicht erstmal und ich habe mittlerweile das Gefühl bekommen, dass er als Einzelhund (zumindest erstmal) besser dran wäre, sich wohler fühlen würde.
 
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A-Fritz

11.07.2016
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Letzte Woche hatte ich mal eine lange Antwort geschrieben, aber sie ist dann beim Senden verloren gegangen und ich war erstmal frustriert. Heute aber dann ein Update ;)

Es zieht definitiv nur er ein. Sie ist zwar ganz zauberhaft, aber eine "Baustelle Hund" reicht erstmal und ich habe mittlerweile das Gefühl bekommen, dass er als Einzelhund (zumindest erstmal) besser dran wäre, sich wohler fühlen würde.
Hallo,
ich hoffe, Du wirst uns weiter über die Entwicklung Deines Hundes berichten und wie er sich mit den wechselnden Bezugspersonen macht.

Fritz.
 
S

scrabble

13.02.2015
88
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Das hatte ich vor ;)
Nur was du mit wechselnden Bezugspersonen meinst, verstehe ich nicht ganz. Muss ich aber vielleicht auch nicht... ;)
 

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