Frage bezüglich einer "Übernahme-Vereinbarung"

  • Ersteller des Themas Libelle2017
  • Erstellungsdatum
L

Libelle2017

25.07.2017
3
0
Hallo ihr lieben

Sollte das nicht in der richtigen "Rubrik" sein bitte ich es zu entschuldigen...

So komme ich nun zu meinem Anliegen.
Es geht um eine Übernahme-Vereinbarung wo ich gerne gewusst hätte ob diese Rechtens ist...
Ich tippe sie einfach mal ab.


Adresse vom Züchter
Steuernummer......

Heute am...... übernimmt Herr/Frau...... von Familie......
den Hund/Welpen.
Name....
Rasse...
Geb...

Gewährleistung:
Herr.... versichert, das der o.a. Hund/Welpe mindestens 1x geimpft und mehrfach entwurmt wurde und tierärtzlich untersucht ist.
Der Hund ist frei von Rechten Dritter, darf jedoch ohne Zustimmung nicht weiter
vermittelt werden.

Wir sind eine Angemeldete und Kontrollierte Zucht nach §11 des Tierschutzgesetz.

Herr/Frau.... bescheinigt hiermit, den Hund/welpen besichtigt zu haben und verzichtet auf Gewährleistung sowie spätere Ansprüche geltend zu machen.
Mit der Übergabe des Hundes übernimmt der neue Besitzer alle weiteren Kosten.

Außerdem wird versichert, dass über die Aufzucht und Haltung eines HUndes insbesondere eines Welpen, notwendige Kenntnisse und Möglichkeiten vorhanden sind.
Zwingerhaltung ist verboten.

Als gesammt Aufwandsentschädigung werden...... € vereinbart. Bei gewünschter Reservierung ist die Hälfte vorab zu leisten. Bei Übernahme des Hund/Welpen ist sie komplett zu begleichen.

Rückgabe eines Hundes/Welpen: Bei Rückgabe muss der Hund/Welpe vorschriftsgemäß lt. Veterinäramt 14 Tage in Quarantäne gehalten werden und kann dann nach tierärztlicher Untersuchung erneut in die Vermittlung gehen.
Die Kosten für Quarantänehaltung belaufen sich auf 10€/Tag zzgl. der tierärztlichen Untersuchung und werden mit der gezahlten Aufwandsentschädigung verechnet.
Ein verbleibndes Guthaben wird zurückgezahlt.

Herr/Frau..... erkennt mit der Unterschrift die o.g. Bedingungen der Übernahme an.

Datum.....
Unterschrift....

Der Hund/Welpe zieht am heutigen Tag........ in sein neues Zuhause.
Der Käufer wurde über die Weiterbehandlung (Impfung) aufgeklärt.
Alle Daten, zu Impfterminen und Parasitenbehandlung, sind im Impfausweis vermerkt.
Auch wurde gezeigt, dass die Ohren sauber und die Augen klar sind.
Zur Abgabe war der Hund/Welpe Gesund und munter.

Datum.......
Unterschrift.......



Gibt es sowas wirklich das der Neue Besitzer, den Hund nicht weiter vermittelt dürfte?
Bin der Meinung mal gelesen zu haben das solche Verträge keine Rechtliche Handhabe haben und das eher nur zur Abschreckung geschrieben wird....

Wäre wirklich interessant!

Liebe Grüße
 
M

miwok

07.11.2012
334
0
Bist du sicher, dass du deinen Hund von einem richtigen Züchter abholst? Die Gewährleistung eines Züchters dauert gesetzlich 2 Jahre. Wenn der Hund dir gehört, also dein Eigentum ist, kann dir niemand mehr Vorschriften machen
 
L

Libelle2017

25.07.2017
3
0
Sie haben sich als Züchter "ausgegeben".....
Leider haben wir es in dieser Euphorie nicht daran Gedacht uns die Papiere zeigen zu lassen, das sie als angemeldete Züchter eingetragen sind....
In der Anzeige in der sie den Welpen angeboten haben stand noch:
Unsere Zuchtstätte ....... wurde amtstierärztlich inspiziert und abgenommen. Die Erlaubnis zur Zucht ist vom Vetrerinäramt ..... ausgestellt worden und kann vor Ort eingesehen werden.
 
L

Libelle2017

25.07.2017
3
0
Ich habe gerade mal mit einem Anwalt telefoniert, welcher meint das dadurch das der Welpe aus einer Zucht stammt und als Zuchthund verkauft wurde soll der Vertrag wohl rechtens sein, das ich nur in absprache mit dem Züchter den Hund abgeben könnte bzw er wieder dorthin zurückgeht und ich die Quarantänegebühr+Tierarztrechnung bezahlen müsste......
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
27.11.2006
4.157
0
Theoretisch können solche Vereinbarungen in einem Kaufvertrag (denn nichts anderes ist es) getroffen werden, allerdings ist die Umsetzung praktisch unmöglich. Was passiert denn wenn du den Hund (der nach dem Kauf dein Eigentum ist) einfach trotzdem weitervermittelst? Für diesen Fall müsste eine Vertragsstrafe (normalerweise eine Geldsumme) vereinbart sein auf die der Züchter dann klagen könnte (sehr teuer für ihn und ohne 100%ige Gewinnaussicht).

Wir sind eine Angemeldete und Kontrollierte Zucht nach §11 des Tierschutzgesetz.
§11 muss seit 2-3 Jahren jede normale Pflegestelle haben, dass hat ungefähr gar nichts damit zu tun, dass sie um seriöse Zucht bemüht sind. Hier sollte man sich eher mal den Verein ansehen in dem sie züchten und natürlich auch selbst ganz genau hinsehen was denn so für Zustände beim Züchter herrschen.
Unsere Zuchtstätte ....... wurde amtstierärztlich inspiziert und abgenommen. Die Erlaubnis zur Zucht ist vom Vetrerinäramt ..... ausgestellt worden und kann vor Ort eingesehen werden.
Auch hiermit meinen sie sicherlich den §11, der wirklich nichts darüber aussagt, ob sie Kenntnisse über ihre spezielle Rasse haben, oder ob ihre Hunde die nötigen Stammbäume und Gesundheitszeugnisse haben.
 
M

miwok

07.11.2012
334
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Tut mir leid, ich war gestern in Eile, deshalb kann ich erst jetzt etwas ausführlicher auf den Vertrag eingehen
Hallo ihr lieben Sollte das nicht in der richtigen "Rubrik" sein bitte ich es zu entschuldigen... So komme ich nun zu meinem Anliegen. Es geht um eine Übernahme-Vereinbarung wo ich gerne gewusst hätte ob diese Rechtens ist... Ich tippe sie einfach mal ab. Adresse vom Züchter Steuernummer...... Heute am...... übernimmt Herr/Frau...... von Familie...... den Hund/Welpen. Name.... Rasse... Geb...
Hier müsste schon stehen, unter welchem Verein gezüchtet wird und ob der Hund männlich/weiblich ist und der Zuchtname des Welpen, der sich nach der Anzahl der Würfe richtet. Der erste Wurf wäre dann ein A-Wurf und die Namen der Welpen würden alle mit A anfangen und so wird es auch in die Papiere eingetragen. In der Ahnentafel würden auch beide Elternteile stehen mit Zuchtnamen und weitere Generationen
Gewährleistung: Herr.... versichert, das der o.a. Hund/Welpe mindestens 1x geimpft und mehrfach entwurmt wurde und tierärtzlich untersucht ist. Der Hund ist frei von Rechten Dritter, darf jedoch ohne Zustimmung nicht weiter vermittelt werden..
Hier müssten Angaben zu den Impfungen sein (welche Impfungen) und evtl. wann die Entwurmungen waren. Ohne Zustimmung: Es kann gut sein, dass ein Züchter wissen möchte, wohin seine Welpen vermittelt werden undhier möchte er sich das Recht herausnehmen, seinen Welpen/Hund evtl. wieder zurück zu nehmen, sollten die Umstände des Besitzers sich ändern und er den Hund nicht mehr halten kann. Rechtlich hat das aber keine Relevanz, WENN der Hund in das Eigentum des neuen Halters übergegangen ist.
Wir sind eine Angemeldete und Kontrollierte Zucht nach §11 des Tierschutzgesetz. Herr/Frau.... bescheinigt hiermit, den Hund/welpen besichtigt zu haben und verzichtet auf Gewährleistung sowie spätere Ansprüche geltend zu machen. Mit der Übergabe des Hundes übernimmt der neue Besitzer alle weiteren Kosten.
§11 sagt über die Zucht gar nichts aus. Wie oben schon geschrieben, ist es gesetzlich geregelt, dass der Züchter 2 Jahre Gewährleistung geben muss. Es gibt Erbkrankheiten, die sich erst nach Monaten/Jahre herausstellen. Ist dann für dich auch nicht relevant
Außerdem wird versichert, dass über die Aufzucht und Haltung eines HUndes insbesondere eines Welpen, notwendige Kenntnisse und Möglichkeiten vorhanden sind. Zwingerhaltung ist verboten.
Auch hier: Ein wirklicher Züchter hat mit den Intressenten/neuen Hundebesitzer viele Gespräche geführt und hat sich davon überzeugt, dass diese Kenntnisse vorhanden sind. Die meisten Züchter halten eh Kontakt und stehen neuen Hundebsitzer bei Fragen zur Seite. Zwingerhaltung ist im gesetzl. Rahmen erlaubt und kein Züchter kann sie verbieten (wenn du Eigentümer des Hundes bist), aber es ist natürlich verständlich, dass ein Züchter Zwingerhaltung verhindern möchte.
Als gesammt Aufwandsentschädigung werden...... € vereinbart. Bei gewünschter Reservierung ist die Hälfte vorab zu leisten. Bei Übernahme des Hund/Welpen ist sie komplett zu begleichen.
Das ist bei vielen Züchtern üblich
Rückgabe eines Hundes/Welpen: Bei Rückgabe muss der Hund/Welpe vorschriftsgemäß lt. Veterinäramt 14 Tage in Quarantäne gehalten werden und kann dann nach tierärztlicher Untersuchung erneut in die Vermittlung gehen. Die Kosten für Quarantänehaltung belaufen sich auf 10€/Tag zzgl. der tierärztlichen Untersuchung und werden mit der gezahlten Aufwandsentschädigung verechnet. Ein verbleibndes Guthaben wird zurückgezahlt.
Du bist nicht "gezwungen" den Welpen/Hund später an den Züchter zurückzugeben, solltest du ihn nicht mehr halten können. WENN er in dein Eigentum über gegangen ist Es ist nicht üblich, den Hund in Quarantäne zu geben und dafür die Kosten zu übernehmen. Ich kenne da keine Vorschrift eines Vet.Amtes, dass ein Hund bei eineer Übergabe in Quarantäne muss. Wenn das eine Vorschrift ist, dann ist sie eher vom Züchter selbst oder vom Verein/Verband und eine Vorsichtsmaßnahme des Züchters. Sicher wird dann von dir auch eine Bestätigung des gesundheitlichen Zustandes/evtl. Krankenverlaufes des Hundes von deinem TA erwarten/verlangen.
Herr/Frau..... erkennt mit der Unterschrift die o.g. Bedingungen der Übernahme an..
Das ist der Knackpunkt beim Vertrag. hiermit anerkennst du o,g. Bedingungen an. Wobei sich ein eingetragener Züchter nicht aus der Verantwortung der gesetzl. geregelten Gewährleistung entziehen kann
Datum..... Unterschrift.... Der Hund/Welpe zieht am heutigen Tag........ in sein neues Zuhause. Der Käufer wurde über die Weiterbehandlung (Impfung) aufgeklärt. Alle Daten, zu Impfterminen und Parasitenbehandlung, sind im Impfausweis vermerkt. Auch wurde gezeigt, dass die Ohren sauber und die Augen klar sind. Zur Abgabe war der Hund/Welpe Gesund und munter. Datum....... Unterschrift.......
Ohren sauber und Augen klar ist hier die einzigste "Sicherheit", die du vom Verkäufer/Züchter bekommst. "Gesund und munter" ist auch keine gesundheitliche Bescheinigung, das kann alles und gar nichts heißen.... Ich glaube nicht, dass du deinen Hund von einem regulären Züchter holst, der in einem Verband/Verein züchtet. Ich würde diesen Vertrag so nicht akzeptieren und unterzeichnen. Was mich sehr stutzig macht, dass sich das ganze eine "Übernahme-Vereinbarung" nennt und nicht Kaufvertrag. Bei einer Übernahme muss der Welpe/Hund nicht in dein Eigentum übergehen.
 
M

miwok

07.11.2012
334
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Nö, denk nur mal an einen Miet- oder Pachtvertrag, auch da fließt Geld

Aus dem o.g. Vertrag geht nicht eindeutig hervor, dass der Welpe/Hund in das Eigentum des "Interessenten" tatsächlich über geht.

Wenn aber etwas mein Eigentum ist, hier dann der Hund, kann ich machen mit ihm, was ich möchte, solange es nicht tierschutzwidrig ist.
Ich kann ihn abgeben (wenn es sein muss), wohin ich möchte (z.B. Tierheim), ich bin auch nicht verpflichtet, den Züchter darüber zu informieren.

Geht der Hund aber nicht in mein Eigentum über, ist es ähnlich, wie z.B. in einem Pflegevertrag, denn der Eigentümer bestimmt über seine "Sache".
 
T

Tuuli

Guest
dadurch das der Welpe aus einer Zucht stammt und als Zuchthund verkauft wurde soll der Vertrag wohl rechtens sein, das ich nur in absprache mit dem Züchter den Hund abgeben könnte bzw er wieder dorthin zurückgeht und ich die Quarantänegebühr+Tierarztrechnung bezahlen müsste......
Richtig. Kenne ich auch so von anderen Züchtern. Sinn und Zweck der ganzen Sache ist, dass die Züchter den Hut aufbehalten wollen, wenn es um die Vermittlung ihrer Tiere geht. Heißt, die meisten lassen sich vertraglich ein Vorkaufsrecht zusichern, sollte der Abnehmer den Hund aus beliebigen Gründen wieder abgeben wollen. Ich denke, dass kommt der Formulierung im obigen Vertrage etwa gleich. Es geht einfach darum, dass Züchter ausschließen wollen, dass mit ihren Tieren Handel getrieben wird. So wie ein Käufer möglichst einen seriösen Züchter und einen gesunden Hund möchte, will der Züchter möglichst einen seriösen Käufer, der ernsthaft daran interessiert ist, einen Hund zu halten und sich auch sicher ist, ihm ein Zuhause bieten zu können.
 

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